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News des 18. April 2007

Eine kleine Korrektur noch zu unserem G84/G86-Launchreport: nVidia hat bei diesen beiden neuen Grafikchips in der Tat die Textureneinheiten noch einmal gegenüber dem G80-Chip verändert, womit die grundlegenden Funktionsblöcke bei G84 und G86 also doch etwas anders aussehen als beim G80. Jener HighEnd-Chip verfügt wie bekannt über 32 Textureneinheiten (acht Quad-TMUs), welche allerdings jede zwei bilineare Texturensamples pro Takt berechnen können. Da bei diesen also doppelt ausgelegten Textureneinheiten jedoch die "Texture Adress Units" nur einfach ausgelegt sind, kann der G80-Chip pro Takt weiterhin nur 32 Texturensamples auswerfen, selbst wenn 64 berechnet werden könnten. Diese Differenz kann man allerdings dazu nutzen, in einem Takt trilineare Filterung zu ermöglichen, der G80-Chip wirft also (maximal) in einem Takt 32 gleich trilinear gefiltere Texturensamples aus ...

... Für die G84- und G86-Chips wurde diese Anordnung jedoch wieder etwas verändert, nun haben die Textureneinheiten auch eine doppelte Addressierungs-Einheit, womit man also nicht mehr von doppelt ausgelegten Textureneinheiten sprechen sollte, sondern bessern von zwei Textureneinheiten. Demzufolge verfügt der G84-Chip (GeForce 8600 Serie) nun also über 16 Textureneinheiten, der G86-Chip (GeForce 8300/8400/8500) über deren 8. Eine Änderung bei der nominellen Texturierungsleistung bedeutet dies zwar nicht, allerdings ergeben sich Vorteile bei rein bilinearer Filterung, wie sie beispielsweise viele Shader-Programme verwenden. Vermutlich dürfte sich diese Entwicklung zudem auch in zukünftigen HighEnd-Grafikchips von nVidia wiederfinden, da sie natürlich eine effektivere Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Rohpower ermöglicht.

Bei Hard Tecs 4U gibt es erste exakte Testergebnisse des gestern schon kurz besprochenen Penryn-Cores zu vistieren. Die Tests wurden allerdings von Intel selbst durchgeführt, konnten also von den anwesenden Journalisten nur passiv beobachtet werden. Zudem wurde nicht auf gleichem Takt gemessen, sondern wieder 2.93 GHz (Conroe) gegen 3.33 GHz (Penryn) verglichen, was in etwa 10 Prozent Performance-Unterschied ausmachen sollte. Und natürlich dürfte der Prozessorenhersteller bei seiner Präsentation auch nur diese Benchmarks ausgewählt haben, welche den Penryn im allerbesten Licht darstellen. Nichts desto trotz sind einige der Ergebnisse recht überzeugend: 111 Prozent Plus in einem DivX-Test deuten beispielsweise schon einmal die Schlagkraft von SSE4 bei entsprechend optimierter Software an ...

... Währenddessen lassen die 37 Prozent mehr Performance unter Half-Life: Lost Coast vermuten (allerdings ohne Angabe jeglicher Settings), das auch (CPU-hungrige) Spiele mittels des Penryn-Cores noch einmal einen Schub erhalten können. Gerade aber bei den Spielen sind wir derzeit noch vorsichtig mit allgemeinen Prognosen, da die bekannten Änderungen des Penryn-Cores eigentlich nicht auf großartige generelle Performance-Zuwächse unter Spielen hindeuten. Hier sollte man sich also von dem einzelnen Benchmark-Ergebnis unter Half-Life nicht all zu viel versprechen – wenn der Penryn dann in der Tat ab Jahresanfang 2008 auch unter Spielen klar mehr Performance bieten sollte, um so besser.

Wie zu erwarten, hat die Gesetzesvorlage zur Telekommunikations-Vorratsdatenspeicherung natürlich das Bundeskabinett passiert, welches nun allerdings noch vom Bundestag beschlossen werden muß, um in Kraft treten zu können. Golem und der Heise Newsticker bieten hierzu entsprechende Meldungen an, welche einen Überblick über den immerhin 200 Seiten starken Gesetzesentwurf geben, der deutlich mehr als nur die vielzitierte Vorratsdatenspeicherung umfasst. Sehr lobenswert an den Ausführungen der Zeit zu den noch viel umfassenderen Plänen von Bundesinnenminister Schäuble ist hingegen vor allem, daß man zu jedem derzeit kursierenden Einzelvorschlag den Stand der Umsetzung, die diesbezüglichen aktuellen Möglichkeiten und rechtliche Schranken aufzeigt.