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News des 30. April 2010

Vom chinesischsprachigen eNet (maschinelle Übersetzung ins deutsche) kommen neue GeForce GTX 460 Spezifikationen, welche allerdings vom bisherigen Informationsstand deutlich abweichen. Nach eNet handelt es sich bei der GeForce GTX 460 um eine Karte mit nur noch 352 Shader-Einheiten, 44 Textureneinheiten, 32 ROPs und einem 256 Bit DDR Speicherinterface. Beachtenswert an diesen neuen Spezifikationen ist aber vor allem die Deaktivierung einer kompletten Raster Engine, während gemäß den bisher bekannten Spezifikationen nur einzelne Shader-Blöcke deaktiviert werden. Dies dürfte eine solche GeForce GTX 460 deutlicher in ihrer Leistung zurückwerfen als bisher angenommen – eher auf das Niveau einer Radeon HD 5830 oder gar einer Radeon HD 5770.

In diese Richtung gehen auch die von eNet verbreiteten Benchmarkwerte – eine Konkurrenz zur Radeon HD 5850 könnte eine solche Karte niemals werden. Und hier liegt dann auch schon der Haken an der ganze Story: nVidia benötigt in erster Linie erst einmal einen Kontrahenten genau zur Radeon HD 5850 – etwas, was die GeForce GTX 470 aufgrund ihres klar höheren Preises nicht übernehmen kann. Als Kontrahent von Radeon HD 5770 und 5830 steht zudem der GF104-Chip bereit, auch wenn dieser etwas später antreten soll (irgendwann im Sommer, während die GeForce GTX 460 am 1. Juni in den Markt gehen wird). Und letztlich spricht auch ein produktionstechnischer Grund gegen die Deaktivierung gleich einer kompletten Raster Engine samt den angeschlossenen Shader-Einheiten: Denn die GeForce GTX 460 soll sicherlich auch die Produktionsausbeute des GF100-Chips bei TSMC steigern, indem auch teilfehlerhafte Chips (nach Deaktivierung der defekten Teile) weiterverkauft werden können.

Für dieses Ziel wäre es aber deutlich sinnvoller, wenn man auf der GeForce GTX 460 dynamisch Chipteile deaktivieren kann, je nachdem wo die Chipfehler sind – und nicht fest eine Raster-Engine samt den angeschlossenen Shader-Einheiten, denn dann müsste man darauf hoffen, daß alle Chipfehler ausgerechnet nur in dieser einen Raster-Engine versammelt sind. Ehrlicherweise halten wir damit diese neuen Spezifikationen zur GeForce GTX 460 für sehr wenig wahrscheinlich – es ist einfach unsinnig, wenn nVidia den GF100-Chip plötzlich in den Preisbereich der Radeon HD 5830 herunterbricht, so lange die übergroße Lücke im Preisbereich der Radeon HD 5850 nicht gestopft ist. Dagegen spricht letztlich auch eine Meldung seitens Fudzilla, wonach die GeForce GTX 460 zu einem Preis von 279 bis 299 Dollar antreten soll, hierzulande also 250 bis 270 Euro. Zu diesem Preis wäre eine Karte auf dem Leistungsniveau von bestenfalls der Radeon HD 5830 sicherlich schwer absetzbar.

Shortcuts: HT4U berichten über AMDs 8er Chipsatz-Serie, welche nicht nur aus dem bereits lieferbaren 890GX, sondern nun auch noch aus den Chipsätzen 870, 880G und 890FX besteht. Die Unterschiede zur weit verbreiteten 7er Chipsatz-Serie sind eigentlich gering, bemerkbar ist nur die verbesserte Anbindung zwischen North- und Southbridge, welches für SATA III und USB 3.0 (letzteres wird allerdings weiterhin nicht nativ unterstützt) nützlich sein dürfte. Das BSN zeigt eine PowerColor Radeon HD 5970 4GB mit gleich 12 Mini-Display-Port-Ausgängen zur Ansteuerung von bis zu zwölf Monitoren. Eine solche Karte wildert dann definitiv in einem eigentlich bisher von Matrox allein beackertem Revier, denn Matrox' 12-Monitor-Lösung benötigt hierfür immerhin zwei Grafikkarten, während ATI dies nunmehr mit nur einer einzelnen Karte erledigen kann.