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Hardware- und Nachrichten-Links des 23./24. Juni 2012

Die PC Games Hardware berichten über eine Aussage seitens Epic, daß die kommende Unreal Engine 4 (auf HighEnd-Grafikkarten) teilweise sogar mehr die Hälfte der Grafikkarten-Power nicht für die herkömmliche Grafikkarten-Berechnung, sondern für mittels GPGPU erzeugten Effekten verwendet. In Zukunft soll sich das Verhältnis – der weiteren Zunahme der Rechenleistung sei dank – sogar noch weiter zugunsten von GPGPU verschieben, was dann mittel- und langfristig auch seine Auswirkungen auf den Aufbau von Gamer-Grafikkarten haben dürfte. Denn wenn für zukünftige Spiele eine gute GPGPU-Performance entscheidend ist zum Erreichen hoher Frameraten, werden zukünftige Grafikkarten gutklassige GPGPU-Funktionalität mindestens bis hinunter in den Mainstream-Bereich benötigen.

Damit kommen zukünftige Grafikkarten allgemeinen GPGPU-Beschleunigern wahrscheinlich wieder näher – was zumindest AMD und nVidia in die Hände spielt, da sie somit nicht gerade zwei Entwicklungs-Linien auflegen müssen. Die Erfahrungen, welche AMD und nVidia auf diesem Gebiet schon gesammelt haben und durch diese Entwicklung auch zukünftig weiter sammeln werden, dürften AMD und nVidia zudem helfen, Intels Angriff auf den GPGPU-Markt mittels der Larrabee-Abwandlung Xeon Phi und zukünftigen Intel-Projekten in diese Richtung hin parieren zu können. Andererseits könnte es für Intel damit in der langfristigen Zukunft einfacher werden, mit einer Grafikkarte auf Basis eines GPGPU-Beschleunigers AMD und nVidia in deren "Heimatmarkt" angreifen zu können – nämlich dann, wenn die Performance einer (sehr weit in der Zukunft liegenden) Grafikkarte fast nur noch von den GPGPU-Fähigkeiten abhängt und eine eventuelle Intel-Schwäche bei den übrigen Grafik-Rechenaufgaben dann nicht mehr so ins Gewicht fällt.