WCCF Tech [1] liefern die Marktanteilszahlen für den (weltweiten) x86-Prozessorenmarkt im ersten Quartal 2026, welche ursprünglich immer von Mercury Research [2] erhoben und nachfolgend von AMD selber der Presse durchgestochen werden. Wie üblich wird damit nur der AMD-Marktanteil benannt, aber da es in westlichen Gestaden keine anderen x86-Anbieter mehr gibt bzw. die Marktbedeutung von diversen AMD-Nachbauten in China schwer ermittelbar sowie eher gering sein dürfte, sollte der "Restwert" dann Intels Marktanteil ergeben. Wegen der Beschränkung auf x86-Prozessoren entfällt hierbei natürlich der Vergleich zu den ARM-basierten Prozessoren von Apple, Qualcomm und zukünftig MediaTek/nVidia, das ganze ist als reiner Vergleich von AMD gegen Intel zu sehen. Hierbei hat sich AMD insbesondere im Jahresvergleich gut entwickelt: Aus durchgehend Stückzahlen-Marktanteilen von unter 30% wurden nunmehr Werte durchgehend um die 30% herum, mit der Tendenz, eher weiter über diese 30%-Marke zu gehen.
| Absatz (Stück) | Q1/2025 | Q2/2025 | Q3/2025 | Q4/2025 | Q1/2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| x86 Desktop | 28,0% vs 72,0% | 32,2% vs 67,8% | 33,6% vs 66,4% | 36,4% vs 63,6% | 33,2% vs 66,8% |
| x86 Mobile | 22,5% vs 77,5% | 20,6% vs 79,4% | 21,9% vs 78,1% | 26,0% vs 74,0% | 28,3% vs 71,7% |
| x86 Client | 24,1% vs 75,9% | 23,9% vs 76,1% | 25,4% vs 74,6% | 29,2% vs 70,8% | 29,6% vs 70,4% |
| x86 Server | 27,2% vs 72,8% | 27,3% vs 72,7% | 27,8% vs 72,2% | 28,8% vs 71,2% | 33,2% vs 66,8% |
| x86 Overall (exkl.) | 24,4% vs 75,6% | 24,2% vs 75,8% | 25,6% vs 74,4% | 29,3% vs 70,7% | 30,0% vs 70,0% |
| x86 Overall (inkl.) | 27,1% vs 72,9% | 29,4% vs 70,6% | 30,9% vs 69,1% | 31,3% vs 68,7% | ? |
| Stückzahlen-Marktanteile! AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau Quelle aller Zahlen: Mercury Research [2] (±0,1PP) | |||||
Für AMD als den jahrzehntelang viel kleineren Kontrahenten zu Intel ist dies schon ein massiver Erfolg, denn somit verläßt man die Größenklasse "kleiner Wettbewerber" und klopft perspektivisch an die Größenklasse "nahezu auf Augenhöhe" an, welche bei Marktanteilszahlen ab 40% erreicht wäre. Dahin ist es noch ein langer Weg, gerade da sich diese Marktanteilszahlen wie bekannt nur langsam vorwärts robben, innerhalb nur eines Quartals passiert da üblicherweise nicht viel. In diesem ersten Jahresquartal waren für AMD die Desktop-Prozessoren (erstaunlicherweise) etwas schwächer, während die Mobile-Prozessoren gut zugewannen und somit die Client-Sparte (Zusammenfassung Desktop & Mobile) in ein kleines Plus brachten. Das größere Plus kam hingegen von AMDs Server-Prozessoren, welche innerhalb nur eines Quartals bedeutsam um 4,4 Prozentpunkte zulegten und somit bei nunmehr 33,2% Stückzahlen-Marktanteil sogar auf Augenhöhe mit den Desktop-Prozessoren liegen. In der Summe von Client- und Server-Prozessoren reichen die Zugewinne für das erstmalige, glatte Erreichen der 30%-Marke für AMD – wo AMD vor Jahresfrist mit 24,4% noch deutlich niedriger stand.
Die seit einiger Zeit mitgeliefertern extra Umsatz-Marktanteile zeigen dann jeweils ein noch positives Bild für AMD an, da jene bei den Stückpreisen inzwischen generell vorn liegen. Dies gilt schon im Desktop-Segment, wo AMD zwar dieses Quartal auch beim Umsatz-Marktanteil verlor, mit 37,6% aber dennoch etwas besser als beim Stückzahlen-Marktanteil mit 33,2% dasteht. Das Mobile-Segment legte hingegen bemerkenswerte 4,0 Prozentpunkte zu, damit liegt auch hier der Umsatz-Marktanteil mit 28,9% wenigstens leicht über dem Stückzahlen-Marktanteil von 28,3%. Schon richtig ausgewachsen präsentieren sich wiederum die Server-Prozessoren, wo auf den hohen Stückzahlen-Marktanteil von 33,2% ein nochmals viel höherer Umsatz-Marktanteil von gleich 46,2% folgt. In diesem Feld spielt AMD somit beim Umsatz bereits auf Augenhöhe mit Intel – was um so bemerkenswerter ist, als dass der AMD-Stückzahlenmarktanteil bei Server-Prozessoren noch im letzten Jahresquartal des Jahres 2017 bei gerade einmal 0,8% lag. Innerhalb von nur 10 Jahren hat AMD somit dem seinerzeitigen Monopolisten Intel (ausgehend von nahezu Null) fast die Hälfe des Umsatz-Marktanteils bei Server-Prozessoren abgenommen.
| Umsatz ($$$) | Q1/2025 | Q2/2025 | Q3/2025 | Q4/2025 | Q1/2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| x86 Desktop | 34,4% vs 65,6% | 39,3% vs 60,7% | 41,0% vs 69,0% | 42,6% vs 57,4% | 37,6% vs 62,4% |
| x86 Mobile | 22,1% vs 77,9% | 21,5% vs 78,5% | 21,6% vs 78,4% | 24,9% vs 75,1% | 28,9% vs 71,1% |
| x86 Client | 26,5% vs 73,5% | 27,8% vs 72,2% | 28,2% vs 71,8% | 31,2% vs 68,8% | 31,4% vs 68,6% |
| x86 Server | 39,4% vs 60,6% | 41,0% vs 59,0% | 39,5% vs 60,5% | 41,3% vs 58,7% | 46,2% vs 53,8% |
| x86 Overall (exkl.) | 31,6% vs 68,4% | 33,0% vs 67,0% | 32,5% vs 67,5% | 35,4% vs 64,6% | 38,1% vs 61,9% |
| Umsatz-Marktanteile! AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau Quelle aller Zahlen: Mercury Research [2] (±0,1PP) | |||||
Aus jenen Absatz- und Umsatz-Marktanteile lassen sich dann noch weitere Zahlen zu den Verhältnissen der einzelnen Segmente untereinander generieren, was zu besseren Einschätzung des Marktbilds beitragen kann. So verkaufen beide x86-Hersteller derzeit für einen Desktop-Prozessor immerhin 2,8 Mobile-Prozessoren, sprich die Stückzahlen-Anteile zwischen Desktop und Mobile liegen derzeit bei 27:73%. AMD hat sich diesbezüglich Intel im übrigen zuletzt stark angenähert, im letzten Jahresquartal 2025 waren es bei AMD nur 1,6 Mobile-Prozessoren pro Desktop-Prozessoren, im abgelaufenen Quartal liegt dieser Wert nun schon bei 2,4 Mobile- pro Desktop-CPUs. Bei Server-Prozessoren gehen dann natürlich Stückzahlen- und Umsatz-Verhältnisse weit auseinander: Es werden immerhin 8x so viel Client-Prozessoren wie Server-Prozessoren verkauft, beim Umsatz liegen hingegen beide Sparten (wegen der im Schnitt 5-6fachen Preise für Server-Prozessoren) fast gleich auf, derzeit sind es noch 20% Vorteil für die Client-Prozessoren. Bemerkenswert sind daneben die AMD-Vorteile bei den durchschnittlichen Abgabepreisen (ASP): +21% bei Desktop-CPUs, +3% bei Mobile-CPUs und satte +73% bei Server-CPUs ergeben ein klares Bild pro AMD.
| Q1/2026 | AMD | Intel | gesamt |
|---|---|---|---|
| Absatz-Verhältnis Desktop/Mobile | 1:2,4 | 1:3,0 | 1:2,8 |
| Umsatz-Verhältnis Desktop/Mobile | 1:1,9 | 1:2,8 | 1:2,5 |
| Absatz-Verhältnis Client/Server | 7,1:1 | 8,4:1 | 8,0:1 |
| Umsatz-Verhältnis Client/Server | 0,8:1 | 1,5:1 | 1,2:1 |
| ASP Desktop: AMD vs Intel | +21% pro AMD | ||
| ASP Mobile: AMD vs Intel | +3% pro AMD | ||
| ASP Server: AMD vs Intel | +73% pro AMD | ||
| ASP-Verhältnis Desktop/Mobile (pro Desktop) | +24% | +5% | +12% |
| ASP-Verhältnis Client/Server (pro Server) | +768% | +447% | +562% |
| Hinweis: eigene Interpolationen auf Basis der Marktanteile nach Absatz & Umsatz | |||
Und aus Intel-Sicht? Intel befindet sich nunmehr seit vielen Jahren in einem Abwehrkampf gegenüber AMD, dessen einzige Erfolge in einem temporären Anhalten von AMDs Marktanteilszuwachs liegen. Aber dies ist nur natürlich, denn AMDs Marktanteile lagen auch lange Jahre unter diesem Stand, wie es gemäß der gebotenen Produkte hätte sein müssen. Der Markt bewegt sich eben nur elendig langsam, viele PC-Hersteller und OEMs haben schließlich auf den Ansturm der Ryzen- und Epyc-Prozessoren erst jeweils Jahre später reagiert. Dass bedeutet auch, dass das Intel hier verliert, ist erst einmal nur ein Anzeichen dafür, dass der Markt sich (langsam) in Richtung eines normalen Marktverhältnisses entwickelt. Dagegen kann Intel nicht viel tun, mehr als diese Abwehrschlacht zu verzögern, geht da kaum. Allerdings hat Intel aus Produktsicht in letzter Zeit auch nicht gerade Dinge herausgebracht, welche diesen Abwehrkampf zusätzlich stärken würden. Eher muß sich Intel nachsagen lassen, dass eine zweite produkttechnische Schwächephase (nach der Ära der endlosen Vierkern-Prozessoren) jetzt eigentlich zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt kommt, denn AMD hat produkttechnisch kaum nachgelassen und ist nunmehr schon breit im Markt verankert. Intel muß jetzt fast aufpassen, nicht zu schnell bei unterhalb 60% Marktanteil zu landen, denn dann gibt es wie gesagt Wettbewerb auf echter Augenhöhe (gemäß der Marktbedeutung).
| Absatz | x86 Desktop | x86 Mobile | x86 Client | x86 Server | x86 Overall (exkl.) | x86 Overall (inkl.) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q1/2026 | 33,2% vs 66,8% | 28,3% vs 71,7% | 29,6% vs 70,4% | 33,2% vs 66,8% | 30,0% vs 70,0% | ? |
| Q4/2025 | 36,4% vs 63,6% | 26,0% vs 74,0% | 29,2% vs 70,8% | 28,8% vs 71,2% | 29,3% vs 70,7% | 31,3% vs 68,7% |
| Q3/2025 | 33,6% vs 66,4% | 21,9% vs 78,1% | 25,4% vs 74,6% | 27,8% vs 72,2% | 25,6% vs 74,4% | 30,9% vs 69,1% |
| Q2/2025 | 32,2% vs 67,8% | 20,6% vs 79,4% | 23,9% vs 76,1% | 27,3% vs 72,7% | 24,2% vs 75,8% | 29,4% vs 70,6% |
| Q1/2025 | 28,0% vs 72,0% | 22,5% vs 77,5% | 24,1% vs 75,9% | 27,2% vs 72,8% | 24,4% vs 75,6% | 27,1% vs 72,9% |
| Q4/2024 | 27,1% vs 72,9% | 23,7% vs 76,3% | 24,6% vs 75,4% | 25,1% vs 74,9% | 24,7% vs 75,3% | 25,6% vs 74,4% |
| Q3/2024 | 28,7% vs 71,3% | 22,3% vs 77,7% | 23,9% vs 76,1% | 24,2% vs 75,8% | 24,0% vs 76,0% | 25,0% vs 74,0% |
| Q2/2024 | 23,0% vs 77,0% | 20,3% vs 79,7% | 21,1% vs 78,9% | 24,1% vs 75,9% | 21,1% vs 78,9% | 24,6% vs 75,4% |
| Q1/2024 | 23,9% vs 76,1% | 19,3% vs 80,7% | 20,6% vs 79,4% | 23,6% vs 76,4% | 20,8% vs 79,2% | 26,1% vs 73,9% |
| Q4/2023 | 19,8% vs 80,2% | 20,3% vs 79,7% | 20,2% vs 79,8% | 23,1% vs 76,9% | 20,4% vs 79,6% | 28,6% vs 71,4% |
| Q3/2023 | 19,2% vs 80,8% | 19,5% vs 80,5% | 19,4% vs 80,6% | 23,3% vs 76,7% | 19,7% vs 80,3% | 30,7% vs 69,3% |
| Q2/2023 | 19,4% vs 80,6% | 16,5% vs 83,5% | 17,3% vs 82,7% | 18,6% vs 81,4% | 17,4% vs 82,6% | 31,6% vs 68,4% |
| Q1/2023 | 19,2% vs 80,8% | 16,2% vs 83,8% | 17,0% vs 83,0% | 18,0% vs 82,0% | 17,2% vs 82,8% | 34,6% vs 65,4% |
| Q4/2022 | 18,6% vs 81,4% | 16,4% vs 83,6% | ? | 17,6% vs 82,4% | 17,2% vs 82,8% | 31,3% vs 68,7% |
| Q3/2022 | 13,9% vs 86,1% | 15,7% vs 84,3% | 15,0% vs 85,0% | 17,5% vs 82,5% | ? | 28,5% vs 71,5% |
| Q2/2022 | 20,5% vs 79,4% | 24,8% vs 75,2% | ? | 13,9% vs 86,1% | 22,5% vs 77,5% | 31,4% vs 68,6% |
| Q1/2022 | 18,3% vs 81,7% | 22,5% vs 77,5% | ? | 11,6% vs 88,4% | ? | 27,7% vs 72,3% |
| Q4/2021 | 16,2% vs 83,8% | 21,6% vs 78,4% | ? | 10,7% vs 89,3% | ? | 25,6% vs 74,4% |
| Q3/2021 | 17,0% vs 82,9% | 22,0% vs 78,0% | ? | 10,2% vs 89,8% | ? | 24,6% vs 75,4% |
| Q2/2021 | 17,1% vs 82,9% | 20,0% vs 80,0% | ? | 9,5% vs 90,5% | ? | 22,5% vs 77,5% |
| Q1/2021 | 19,3% vs 80,6% | 18,0% vs 82,0% | ? | 8,9% vs 91,1% | ? | 20,7% vs 79,3% |
| Q4/2020 | 19,3% vs 80,7% | 19,0% vs 81,0% | ? | 7,1% vs 92,9% | ? | 21,7% vs 78,3% |
| Q3/2020 | 20,1% vs 79,9% | 20,2% vs 79,8% | 20,2% vs 79,8% | 6,6% vs 93,4% | ? | 22,4% vs 77,6% |
| Q2/2020 | 19,2% vs 80,7% | 19,9% vs 80,1% | 19,7% vs 80,3% | 5,8% vs 94,2% | ? | 18,3% vs 81,7% |
| Q1/2020 | 18,6% vs 81,4% | 17,1% vs 82,9% | 17,5% vs 82,5% | 5,1% vs 94,9% | ? | 14,8% vs 85,2% |
| Q4/2019 | 18,3% vs 81,7% | 16,2% vs 83,8% | 17,0% vs 83,0% | 4,5% vs 95,5% | ? | 15,5% vs 84,5% |
| Q3/2019 | 18,0% vs 82,0% | 14,7% vs 85,3% | 15,8% vs 84,2% | 4,3% vs 95,7% | ? | 14,6% vs 85,4% |
| Q2/2019 | 17,1% vs 82,9% | 14,1% vs 85,9% | 15,0% vs 85,0% | 3,4% vs 96,6% | ? | 13,9% vs 86,1% |
| Q1/2019 | 17,1% vs 82,9% | 13,1% vs 86,9% | ? | 2,9% vs 97,1% | ? | 13,3% vs 86,7% |
| Q4/2018 | 15,8% vs 84,2% | 12,2% vs 87,8% | 13,5% vs 86,5% | 3,2% vs 96,8% | ? | 12,3% vs 87,7% |
| Q3/2018 | 13,0% vs 87,0% | 10,9% vs 89,1% | 11,6% vs 88,4% | 1,6% vs 98,4% | ? | 10,6% vs 89,4% |
| Q2/2018 | 12,3% vs 87,7% | 8,8% vs 91,2% | ? | 1,4% vs 98,6% | ? | 9,1% vs 90,9% |
| Q1/2018 | 12,2% vs 87,8% | 8,0% vs 92,0% | ? | 1,0% vs 99,0% | ? | 8,6% vs 91,4% |
| Q4/2017 | 12,0% vs 88,0% | 6,9% vs 93,1% | ? | 0,8% vs 99,2% | ? | ? |
| Q3/2017 | 10,9% vs 89,1% | 6,8% vs 93,2% | ? | ? | ? | 7,5% vs 92,5% |
| Q2/2017 | 11,1% vs 88,9% | ? | ? | ? | ? | ? |
| Q1/2017 | 11,4% vs 88,6% | ? | ? | ? | ? | ? |
| Q4/2016 | 9,9% vs 90,1% | ? | ? | ? | ? | ? |
| Q3/2016 | 9,1% vs 90,9% | ? | ? | ? | ? | ? |
| Stückzahlen-Marktanteile! AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau Quelle aller Zahlen: Mercury Research [2] (±0,1PP) | ||||||
Anmerkungen: Alle genannten Marktanteile beziehen sich (sofern nicht anders beschrieben) auf verkaufte Stückzahlen im weltweiten Markt an x86-Prozessoren. Jene werden von Mercury Research [2] erhoben und manchmal in Teilen an die Presse gegeben – meistens nur bezogen auf die jeweiligen AMD-Marktanteile. Da der einzige weitere x86-Anbieter in Form von VIA derzeit keine echte Bedeutung mehr hat, kann man wohl davon ausgehen, dass die Differenz-Rechnung zum AMD-Marktteil immer zielgenau den Intel-Marktanteil ergibt (ein eventueller Fehler von –0,1 Prozentpunkten wäre zudem nicht wirklich schlimm). Qualcomms PC-Prozessoren können hier naturgemäß nicht einfließen, da selbige nicht x86-basiert sind (genauso wie die Apple-Prozessoren). Die von Mercury Research angegebenen Zahlen zu den einzelnen Teilsegmenten "Desktop", "Mobile", "Client" und "Server" enthalten jeweils keinerlei Konsolen-SoCs sowie IoT- und Embedded-Prozessoren, jene fließen allerdings in den üblicherweise genannten Insgesamt-Marktanteil "Overall" mit ein.
Inzwischen werden hierzu sogar zwei Zahlen angegeben: Einmal ohne Konsolen-SoCs sowie IoT- und Embedded-Prozessoren, einmal mit diesen. Darauf bezieht sich auch die Spalten-Beschriftung vorstehender Tabelle: "Overall exkl." bedeutet also ohne Konsolen-SoCs sowie IoT- und Embedded-Prozessoren, während "Overall inkl." die Zählung mit diesen Prozessoren ergibt. Alle früheren "Overall"-Werte beziehen sich hingegen gewöhnlich immer auf die Zählung inklusive Konsolen-SoCs sowie IoT- und Embedded-Prozessoren. Die (selten berichtete) Sparte "Client" stellt den kombinierten Marktanteil von Desktop- und Mobile-Prozessoren dar, wobei die Mobile-Modelle erfahrungsgemäß mit grob zwei Dritteln der Menge klar überwiegen. Die Sparte "Overall exkl." stellt zudem den kombinierten Marktanteil von Desktop-, Mobile- und Server-Prozessoren dar, wobei hier wiederum die Client-Modelle überwiegen sollten.
Verweise:
[1] https://wccftech.com/amd-posts-record-server-cpu-revenue-in-q1-2026-red-team-commands-30-percent-market/
[2] http://www.mercuryresearch.com/