Das Hardware-Jahr 2025 ist vorüber – und lieferte mit Abstrichen durchaus das, was vorab prognostiziert wurde. Fehlend war eigentlich nur der richtige Start des N1X/GB10-Projekts von nVidia & MediaTek, wo nVidia inzwischen zwar GB10-basierte Mini-PCs ausliefert, aber die eigentlich relevante Serie an N1-SoCs ins Jahr 2026 verschoben wurde. Ähnliches gilt für Intels Panther Lake und Qualcomms Snapdragon X2, welche zwar tatsächlich noch 2025 vorgestellt wurden, nun aber erst 2026 den Markt erreichen werden. Regelrecht neue Hardware-Projekte für 2026 sind hingegen vor allem AMDs Zen 6 und Intels Nova Lake, was einen schönen CPU-Showdown zum Jahresende ergeben dürfte. Auf Grafik-Seite scheint 2026 hingegen sehr mager zu werden, auf AMD-Seite steht wohl gar nichts an, bei nVidia hängt der GeForce RTX 50 "SUPER"-Refresh in der Schwebe und somit bleibt nur Intels Arc B700 Serie als (halbwegs) sichere Neuvorstellung für 2026 übrig ... zum Artikel.
| Jahresstart 2026 | Frühling 2026 | Sommer 2026 | Herbst 2026 | Jahresende 2026 | erst 2027 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AMD Prozessoren | Gorgon Point, neue X3D-Modelle | Ryzen 9000G | Zen 6 (Desktop) | Zen 6 Mobile | ||
| AMD Grafikchips | RDNA5 | |||||
| nVidia Grafikchips | RTX50-Refresh (?) | Rubin (Consumer) | ||||
| Intel Grafikchips | Arc B700-Serie | Celestial | ||||
| Intel Prozessoren | Panther Lake, Arrow Lake Refresh | Nova Lake | ||||
| MediaTek Prozessoren | N1-Serie | |||||
| Qualcomm Prozessoren | Snapdragon X2 | |||||
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | ||||||
Eine Auswirkung der laufenden Speicherkrise scheint die Konzentration auf die größten Anbieter zu sein, welche seitens der Fertiger bevorzugt beliefert werden – was angesichts viel höheren Bedarfs als Fertigungsvolumen auch darauf hinauslaufen kann, als einzige beliefert zu werden. Wie Twitterer Jukan mit Berufung auf einen diesbezüglichen Bericht der DigiTimes ausführt, sollen somit nunmehr Apple, Asus, Dell und Lenovo seitens der Speicherhersteller bevorzugt werden. Hierzu werden nachfolgend auch die jeweiligen Gründe aufgeführt, welche prinzipiell aus drei Schienen stammen – schiere Unternehmensgröße, Verbindung mit den Speicherherstellern bei anderen Produkten sowie Wichtigkeit in einzelnen Segmenten (militärische Lieferungen und/oder Serverfertigung). Damit können kleinere und mittlere PC-Hersteller logischerweise nicht mithalten – und werden demzufolge als erste hinten runter fallen, wenn die Speicherhersteller entscheiden müssen, welche Aufträge sie überhaupt noch bedienen.
Memory prices are soaring as much as four to five times year-over-year. PC brand vendors that were originally expected to gradually finalize supply contracts with memory makers by the end of the third quarter of 2025 have, as of year-end, not had a single contract fully signed. Suppliers are tight on supply and unwilling to sign, and prices are also lacking consensus. Memory makers still have capacity, but demand far exceeds supply. Therefore, brand vendors must rely on their own capabilities. In facing this tough situation, the supply chain reports that memory makers are giving priority to Apple, Lenovo, Asus, and Dell.
Quelle: Jukan @ X am 30. Dezember 2025, in Wiedergabe und Übersetzung eines Berichts der DigiTimes
Mit einer Umfrage von diesem September ging es um den üblichen Preisbereich beim Grafikkarten-Kauf, in Wiederholung ähnlicher Umfragen von 2019 und von 2016. Mittels des größeren zeitlichen Sprungs hat sich einiges verändert, denn hörten die Umfragen seinerzeit bei 700 Euro auf und ergaben sich durchschnittliche Preislagen von (interpoliert) ca. 410 bzw. ca. 340 Euro, ist nunmehr wie zu sehen und auch allgemein bekannt alles sehr viel teurer geworden. Somit fängt die Umfrage auch nicht mehr bei nur (bis zu) 100 Euro an, sondern erst bei (bis zu) 200 Euro – und trotzdem liegen in dieser Gruppe heuer nur 2,2% der Umfrageteilnehmer. Oberhalb dessen ist die Antwortverteilung dann allerdings ziemlich breit, alle Preiskategorien von 300 bis 1000 Euro laufen mit einer zweistelligen Prozentzahl an Nutzerzuspruch durchs Ziel.
Laut Twitterer Dan Nystedt wird Auftragsfertiger TSMC seine multiplen Wafer-Preiserhöhung nunmehr in die Tat umsetzen und für alles ab der 3nm-Fertigung die Waferpreise in den nächsten vier Jahren jeweils um 3-10% erhöhen – pro Jahr wohlgemerkt. Dies summiert sich dann mit der Zeit auf, vier Steigerungen á 10% sind am am Ende +46,4% und damit schon eine sehr bemerkbare Größenordnung (4x 3% ergeben allerdings "nur" +12,6%). Für TSMC ist dies sowieso ungewöhnlich, denn normalerweise benutzt man dort nur neue Fertigungsverfahren für somit indirekte Preiserhöhungen, steigert aber die Preise für bereits in Fertigung befindliche Nodes eher selten und vor allem nicht derart langwierig. Aber TSMC kann es sich augenscheinlich leisten, denn die letzten Preiserhöhungen von TSMC haben keinerlei Auftragsrückgang ergeben, die TSMC-Kunden ordern weiterhin wie gewohnt. Selbige multiple TSMC-Preiserhöhung wurde im übrigen im Herbst schon einmal seitens Heise erwähnt, seinerzeit allerdings eher noch als Gerücht bzw. reine Absicht seitens TSMC.
TSMC has notified clients it will raise prices on 3nm and finer advanced chip manufacturing processes in each of the next four years, 2026-2029 due to rising production costs, media report, with 2026 prices seen up 3%-10%. The report says price hikes have not impacted orders at all, with the “AI arms race” continuing to drive demand.
Quelle: Dan Nystedt @ X am 29. Dezember 2025
VideoCardz drohen mit Quelle des Board Channels Forums einmal mehr Grafikkarten-Preissteigerungen im neuen Jahr an. Jene sollen bei AMD im Januar (mit multiplen nachfolgenden Preissteigerungen) und bei nVidia im Februar starten, ausgehend von den Grafikkarten-Herstellern – und damit im Einzelhandel durchaus auch noch etwas später zu sehen. Bislang hat sich diesbezüglich allerdings noch gar nichts bewegt, trotz einiger Schreckensmeldungen über stark steigende Preise auch für GDDR-Speicher. Denkbarerweise gibt es hier einigen Bammel seitens der Grafikarten-Hersteller, tatsächlich zur Preissteigerung zu schreiten – weil dies natürlich erst einmal Marktanteile kostet, gerade wenn die anderen Hersteller (noch) nicht erhöhen müssen.
AMD GPUs for AIB brands may see earlier price increases starting in January, followed by multiple increases over the next few months. NVIDIA GPUs for AIC brands are expected to start increasing in February. In December, some brands made small increases while others did not. Whether each brand enforces a price increase in January will be decided by the AIC vendors themselves.
Quelle: Board Channels, wiedergegeben und übersetzt von VideoCardz am 27. Dezember 2025
Mittels einer Umfrage von diesem September ging es um die Frage, wieviele Prozessoren ein Mainboard üblicherweise sieht. Um dies (halbwegs) akkurat abzubilden, wurde hierbei nach dem letzten (somit nicht aktuellen) Mainboard gefragt – denn das aktuelle hat ja immer noch die Chance auf eventuell weitere Prozessoren-Nachrüstungen (natürlich mit der Ausnahme, dass bei höherer Prozessoren-Anzahl beim aktuellen Mainboard selbiges gezählt werden durfte). Die Fragestellung wird bei jedem Umfrageteilnehmer zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen – denn manchmal kann das letzte Mainboard auch einfach nur die große Ausnahme von der üblichen Vorgehensweise sein (ob nun mehr oder weniger Aufrüstungen als ansonsten). Diesbezüglich läßt sich nur hoffen, dass sich diese Effekte mittels der Anzahl der Umfrageteilnehmer verwischen und das insgesamte Ergebnis somit wenigstens halbwegs in die korrekte Richtung zeigt.
Gemäß dem üblicherweise kundigen Board Channels (via VideoCardz) soll Intels kommende Core Ultra 200 Plus Serie zu den gleichen Preisen wie die jeweiligen non-Plus-Vorgänger an den Start gehen, somit einen kostenneutralen Performance-Boost aufbietet. Allerdings scheint Intel diese Refresh-Serie erst im nächsten März an den Start zu bringen, was ungewöhnlich spät ist, gerade für Produkte ohne neues zugrundliegendes Silizium. Die zudem genannten Performance-Zuwächse erscheinen (mit bis zu 30%) als ein wenig übertrieben und stammen vermutlich direkt aus Intels Marketing – was demzufolge aber die Grundlage für diese Meldung darstellen dürfte und somit deren Glaubwürdigkeit (abseits der Performance-Aussagen) erhöht. In der Praxis dürfte die Plus-Serie nur ein Stück Mehrperformance auf die bisherigen K-Modelle oben drauf legen. Die vier Mehrkerne von Core Ultra 5 250K Plus & Core Ultra 7 270K Plus könnten jenen Prozessoren unter Multithread-Anwendungen helfen – aber auch nur in gewissem Maßstab angesichts der wohl unveränderten Powerlimits.
Intel ULTRA PLUS is planned for release in March next year, with prices expected to remain unchanged. Motherboards will be compatible with the 800 series, dispelling the rumor that the ULTRA series will only last for one generation. According to internal sources, the new ULTRA PLUS will offer a guaranteed performance improvement of over 10%, around 20% in some games, and up to 30% in frame rates for some popular online games.
Quelle: Board Channels, übersetzt und wiedergegeben von VideoCardz am 25. Dezember 2025
Bei einer Umfrage von diesem Juli ging es um den Stand der Nutzung von künstlicher Intelligenz unter den 3DCenter-Lesern. Gemeint war hierbei die aktive und bewußte Nutzung, nicht eine zwangsweise verordnete wie beispielsweise mit den (automatischen) KI-Antworten seitens der Google-Suchmaschine. Das Umfrage-Ergebnis erbrachte eine ziemlich breite Spanne in der Verteilung der Antwortoptionen, sprich von starker Ablehnung bis ständiger Nutzung ist alles mit dabei und nichts rein in der Nische befindlich. Die größten Stimmenanteile konnten dabei die (etwas gegensätzlichen) Antwortoptionen "regelmäßige/öftere Nutzung" mit 28,5% sowie "bisher kaum genutzt" mit 27,1% für sich verbuchen. Die verschiedenen Wenig- und Nie-Antwortoptionen dann kumuliert erreichten deren Umfrageteilnehmer mit 63,2% eine klare Mehrheit, die Vielnutzer sind ergo mit 36,8% noch beachtbar in der Minderheit.
VideoCardz berichten über Asus-Tests der GeForce RTX 5090D unter der 5K-Auflösung, welche derzeit und perspektivisch von den Monitor-Herstellern mehr bedacht wird. Allerdings reicht hierfür die Power einer GeForce RTX 5090D noch (lange) nicht aus, selbst unter DLSS waren keine 60 fps im Schnitt unter Cyberpunk 2077 zu erzielen. Hier spielt natürlich auch mit hinein, dass wahrscheinlich niemand ersthaft für diese Auflösung optimiert, wegen seitens der Treiber noch der Spiele. Zugleich sind es halt noch einmal 78% mehr Bildpunkte gegenüber 4K, was gleich dem Sprung zwischen FullHD und WQHD ist. Dies dürfte angesichts (wahrscheinlich) weiter wachsender Spielesystemanforderungen auch mit den nächsten Grafikkarten-Generationen schwierig zu bewältigen sein – womit diese 5K-Monitore üblicherweise auch einen Darstellungsmodus von 2560x1440 mit entsprechend höherer Refreshrate unterstützen.
| FullHD | WQHD | 4K | 5K | |
|---|---|---|---|---|
| Bildpunkte | 1920x1080 | 2560x1440 (+78%) | 3840x2160 (+125%) | 5120x2880 (+78%) |
| passende Grafikkarte | GeForce RTX 5060 Ti 16GB oder Radeon RX 9060 XT 16GB | GeForce RTX 5070 Ti oder Radeon RX 9070 XT | GeForce RTX 5090 | ? |
Derzeit bereits hier und da im Gespräch sind SODIMM-to-DIMM-Adapter, womit sich also Mobile-Speicher für Desktop-Mainboards nutzen läßt. Hierfür gibt es entsprechende Adapter bei Amazon zu Preislagen von 8-18 Euro, eventuell geht es anderswo auch noch günstiger (in Asien werden einem die Dinger für umgerechnet 3-8 Euro hinterhergeworfen). In aller Regel muß man hiermit mit niedrigen Speichertaktraten und hohen Latenzen leben – zum einen, weil die meisten Mobile-Speicher es nicht besser können, zum anderen, weil man durch den Weg über den Adapter gezwungen sein kann, den Speichertakt nochmals eine Stufe niedriger zu setzen, um volle Stabilität zu erreichen. Auch die Verwendung von Speichermodulen unterschiedlicher Hersteller kann dazu zwingen, da mit ganz handzahmen Taktraten und Latenzen herangehen zu müssen. Das ganze ist also eher ein Notbehelf und primär sinnvoll, um ungenutzten Mobile-Speicher irgendwie doch noch einer Verwendung zuzuführen – ohne an dieser Stelle neuen, echten Desktop-RAM kaufen zu müssen.