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Erste 3DMark13-Benchmarks zur Radeon Vega Frontier Edition aufgetaucht

Die Radeon Vega Frontier Edition (RV-FE) wird wie bekannt nunmehr ausgeliefert – womit AMD nicht mehr verhindern kann, das jene Karte auch durch Gaming-Benchmarks geschickt wird, die nicht von AMD selbst stammen. Selbiges hat der User "define" unter dem 3DMark13 FireStrike-Test getan, seine Ergebnisse entsprechend validiert und damit in die Futuremark-Benchmarkdatenbank hochgeladen, wo man selbige visitieren kann: RV-FE @ FireStrike, RV-FE @ FireStrike Extreme und RV-FE @ FireStrike Ultra. Zum normalen FireStrike-Benchmark existiert ein ganzes Dutzend verschiedener Resultate mit der RV-FE, welche zwischen 212xx und 229xx GPU-Punkten schwanken, hierbei wurden wohl verschiedene Treibersettings durchprobiert. Am Ende sind alle (hohen) Resultate mit dem Game-Mode der Pro-Treiber für die RV-FE entstanden, auf einer luftgekühlten Karte auf ihren Referenztaktungen von ≤1600/945 MHz. Jene wurde allerdings taktmäßig auf 1600 MHz Chiptakt festgezimmert und könnte dann nur noch im Drossel-Modus (wegen Temperaturproblemen) eventuell niedriger takten. Andererseits hat der User die Karte auch in einem Mini-Gehäuse mit vergleichsweise unpassendem CPU-Unterbau (Core i7-4790K) vermessen, diese Effekte könnten sich somit wohl ausgleichen.

1070 1080 1080Ti Fury X RV-FE
3DMark13 FireStrike  (GPU, FullHD) 17785 21568 28098 16474 22963
3DMark13 FireStrike Extreme  (GPU, WQHD) 8399 10280 13480 7805 10585
3DMark13 FireStrike Ultra  (GPU, UltraHD) 4160 5002 6704 3932 5336
Reine GPU-Werte. Vergleichswerte sind ein Durchschnitt der Resultate von vier Quellen: Hardware.fr, KitGuru, SweClockers & TweakTown.
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Erster IPC-Test sieht Skylake-X sogar schwächer als Broadwell-E

Im Test des Core i9-7900X von Skylake-X seitens Golem findet sich nun endlich einmal der bislang vermisst IPC-Test von Broadwell-E vs. Skylake-X – durchgeführt gegen einen Core i7-6950X, wobei dafür beide Prozessoren auf einheitlich 3.3 GHz liefen. Dabei kam ein vergleichsweise erheblicher IPC-Rückschritt von -4,6% zwischen Broadwell-E und Skylake-X auf diesen Zehnkern-Prozessoren heraus. Jenes Ergebnis wird zudem dadurch untermauert, das Golem auf default-Taktraten dann wieder einen Performance-Gewinn von +13,1% zugunsten des Core i9-7900X ermittelt haben – was ziemlich gut zum allgemeinen Schnitt der Launchreviews passt, wo diese Differenz bei +14,0% liegt. Gröbere Meßfehler oder ein allgemein abweichendes Resultat sind damit so gut wie auszuschließen. Nichtsdestotrotz erstaunt das Ergebnis einigermaßen, denn eigentlich war Intel angetreten, um gerade bei Skylake-X bzw. der zugrundliegenden Server-Variante Skylake-SP mehr IPC als bisher gerade im Betrieb mit vielen CPU-Rechenkernen herauszuholen.

Core i7-6950X Core i9-7900X Differenz
Technik Broadwell-E, 10C+HT, 3.4/3.6/4.0 GHz Skylake-X, 10C+HT, 3.3/4.3/4.5 GHz
IPC-Performance @ 3.3 GHz 100% 95,4% -4,6%
reguläre Performance @ Stock 100% 113,1% +13,1%
Alle Benchmarks seitens Golem.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 27. Juni 2017

Als kleine Korrektur zum Launch der Radeon Vega Frontier Edition wäre noch zu erwähnen, das jene Vega-10-basierte Grafikkarte nun doch DirectX 12 im Feature-Level 12_1 in vollster Schönheit (sprich mit allen "Top-Tiers") bieten wird. AMD hat auf seiner Webseite zwar nach wie vor nur "DirectX 12" ohne weiteren Anmerkungen notiert, aber ein Posting im Beyond3D-Forum von einem AMD-Mitarbeiter bestätigt diesen Fakt in klarstmöglicher Form. Hierbei sollen sogar alle Unterfeatures mit dem jeweiligen Maximum der DirectX-Spezifikation erfüllt werden – etwas, was nicht einmal nVidias Pascal-Chips bieten. Dieser Punkt darf dann zur Liste der bekannten Verbesserungen der Vega-Architektur (aka GCN5) hinzugefügt werden. Ein Praxisnutzen dessen ist derzeit zwar noch nicht vorhanden, aber es ist natürlich klar, das neue Spitzen-Hardware sich nur unter Erfüllung der höchsten Feature-Normen sehen lassen kann – gerade wenn nVidia DirectX 12 im Feature-Level 12_1 schon seit der Maxwell-Generation zur Verfügung hat und inzwischen sogar integrierte Grafiklösungen von Intel dasselbe aufbieten können.

Modelle DX11 Level DX12 Level Vulkan Level
AMD Terascale-2-Architektur Radeon HD 5000 & 6000 Serien 11.0 - -
AMD GCN1 Architektur Grafikchips Oland, Cape Verde, Pitcairn & Tahiti 11.2a 11_1 1.0
AMD GCN2 Architektur Grafikchips Bonaire & Hawaii 11.2b 12_0 1.0
AMD GCN3 Architektur Grafikchips Tonga & Fiji 11.2b 12_0 1.0
AMD GCN4 Architektur Radeon RX 400/500 Serien 11.2b 12_0 1.0
AMD GCN5 Architektur Radeon RX Vega Serie 11.2b 12_1 1.0
nVidia Fermi-Architektur GeForce 400/500 Serien 11.0 - -
nVidia Kepler-Architektur GeForce 600/700 Serien 11.0 11_0 1.0
nVidia Maxwell-1-Architektur Grafikchip GM107 (GeForce 750 Serie) 11.0 11_0 1.0
nVidia Maxwell-2-Architektur GeForce 900 Serie 11.1 (?) 12_1 1.0
nVidia Pascal-Architektur GeForce 1000 Serie 11.1 (?) 12_1 1.0
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Erste AMD-eigene Gaming-Benchmarks zur Radeon Vega Frontier Edition

Wie schon erwähnt, gibt es derzeit keinerlei Testsamples und damit unabhängige Hardware-Tests zur Radeon Vega Frontier Edition – welche wegen deren Vega-10-Abstammung allerdings durchaus sehnlichst erwartet werden. Als kleinen Vorgeschmack hat AMD aber dennoch schon einmal ein paar AMD-eigene Benchmarks in seiner Pressemitteilung zum Launch der Radeon Vega Frontier Edition fallengelassen. Jene wurden unter den Standard-Benchmarks "SteamVR Performance Test" sowie "VRMark Orange Room" aufgenommen und sind damit auch über differierende PC-Systeme hinweg (halbwegs vernünftig) vergleichbar. Natürlich handelt es sich in beiden Fällen um dedizierte VR-Benchmarks, was jetzt wirklich nur einen Teaser für die "normale" Spiele-Performance von Vega 10 abgegeben kann – aber etwas besseres liegt derzeit wie gesagt einfach noch nicht vor.

Fury X WX7100 Pro Duo FE 1080 1080Ti
Chipbasis Fiji Polaris 10 2x Polaris 10 Vega 10 GP104 GP102
SteamVR Performance Test 9,6 6,4 9,1 11,0 11,0 11,0
VRMark "Orange Room" 7808 6588 6596 8157 11127 11306
Quellen OCaholic & Hexus AMD AMD AMD OCaholic & Hexus Hexus
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AMD bringt die Radeon Vega Frontier Edition für 999 Dollar in den Handel

Wie erwartet, hat AMD seine "Radeon Vega Frontier Edition" auf Vega-10-Basis heute offiziell vorgestellt und in den Einzelhandel entlassen. Die Karte richtet sich nicht an Spieler, ist aber auch noch kein echtes Profi-Produkt für den CAD-Einsatz, dieses Marktsegment wird über nachfolgende "Radeon Pro" Karten noch bedient werden. Als typischen Anwendungsfall für die Radeon Vega Frontier Edition sieht AMD eher denn Mediengestalter – beispielsweise den Spieleentwickler, welcher zum einen die hohe Rechenkraft der Karte für seine Tätigkeit benötigt, zum anderen deren weiterhin vorhandene Spielefähigkeit dann dazu ausnutzt, den Erfolg seiner Arbeit umgehend gegenzutesten. Damit fällt die Radeon Vega Frontier Edition in eine durchaus ähnliche Schiene wie die Titan Xp von nVidia, welche ebenfalls eher für den professionellen Einsatz gedacht ist, trotzdem weiterhin als Spiele-Beschleuniger taugt, deswegen aber vor allem noch keine echte Profi-Lösung mit den entsprechenden CAD-Treibern darstellt.

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Coffee-Lake-Portfolio bietet durchgehend "mehr CPU" von Core i3 bis Core i7

Die Berichterstattung vom koreanischen Dr. Mola (maschinelle Übersetzung ins Englische) bringt auch eine Bestätigung dafür, was sich eigentlich schon mit den Kaby-Lake-Pentiums andeutete – Intel wird ab der Coffee-Lake-Generation sein komplettes Consumer-Portfolio in Bezug auf Anzahl der Rechenkerne und Verfügbarkeit von HyperThreading vollkommen neu gestalten. Dabei rückt faktisch alles eine Stufe nach unten – die Technik des bisherigen Core i7 (vier CPU-Kerne samt HyperThreading) wird man ab Coffee Lake dann beim Core i5 finden, die Technik des bisherigen Core i5 (vier CPU-Kerne ohne HyperThreading) dann beim Core i3. Beim früheren Core i3 ist Intel diesen Schritt bekannterweise schon innerhalb der Kaby-Lake-Generation gegangen, beim Celeron ändert sich nichts – und die neuen Core-i7-Prozessoren werden dann sogar durchgehend Sechskerner mit HyperThreading sein.

bisherige Preislage bis Skylake Kaby Lake Coffee Lake
Core i7 303-339 Dollar 4C +HT 4C +HT -> 6C +HT
Core i5 182-242 Dollar 4C 4C -> 4C +HT
Core i3 117-168 Dollar 2C +HT 2C +HT -> 4C
Pentium 64-86 Dollar 2C 2C +HT -> 2C +HT
Celeron 42-52 Dollar 2C 2C -> 2C
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Hardware- und Nachrichten-Links des 26. Juni 2017

Die PCWorld hat sich bei AMD die Radeon Vega Frontier Edition im Vergleich mit nVidias Titan Xp auf zwei ansonsten gleich konfigurierten PCs angesehen können. AMDs Augenmerk lag dabei klar auf dem Workstation-Einsatz, so wurden demzufolge auch nur entsprechende Benchmarks zugelassen. Im Spiele-Bereich konnte daher nichts direkt gebencht werden und können PCWorld nur von ihrem subjektiven Eindruck unter Doom (2016), Prey (2017) und Sniper Elite 4 berichten – welcher derart ausfiel, keine Unterschiede zwischen beiden Grafikkarten im reinen Praxiseinsatz erkennen zu können. Da dieser Vergleich allerdings auch nur unter der UWQHD-Auflösung stattfand, welche zumindest für die Titan Xp keine größere Prüfung darstellt, und zudem die drei genannten Spieletitel auch nicht gerade für niedrige Frameraten bekannt sind, könnten sich etwaige Unterschiede auch im für das menschliche Auge nicht mehr wirklich wahrnehmbaren Bereich oberhalb von 60 fps befunden haben. Eine echte Performance-Aussage läßt sich hieraus also leider noch nicht ziehen.

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Umfrage-Auswertung: Wie verbreitet ist Crypto-Mining?

Mittels einer Umfrage von Mitte Juni haben wir (gemäß der aktuellen Entwicklung auf dem Grafikkarten-Markt, wo alles interessante von den Crypto-Minern weggekauft wird) die Frage gestellt, wie verbreitet Crypto-Mining unter den 3DCenter-Lesern ist. Generell waren bei diesem Thema, welches aller paar Jahre mal eine gewisse Aufmerksamkeit erfährt, keine Mehrheiten zu erwarten – was das Umfrage-Ergebnis dann auch bestätigt: Immerhin satte 88,0% der Umfrage-Teilnehmer haben weder in der Vergangenheit noch aktuell eigene Versuche in Richtung Crypto-Mining unternommen. Damit haben nur 12,0% der Umfrage-Teilnehmer jemals das Thema aktiv angefasst – wobei mit 8,6% die früheren Miner sogar leicht vor den aktuellen Minern mit 5,3% liegen, die Mining-Verbreitung somit sogar abgenommen hat.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 24./25. Juni 2017

Gestern schon verlinkt, gibt es beim TechSpot nunmehr einen zweiten Test der neuen Skylake-X Prozessoren in voller Garde, sprich inklusive der bislang selten betrachteten kleineren Modelle Core i7-7800X & Core i7-7820X (die Sechs- und Achtkerner von Skylake-X). Vorher lag hierzu nur der Test seitens AnandTech vor, welcher zwar quantativ und qualitativ hochwertige Benchmarks bot, allerdings auch ein zumindest zweitelhaftes Teilergebnis abgab: So kam bei AnandTech der Core i7-7800X (3.5/4.0 GHz) auf eine um 16,5% höhere Performance gegenber dem Core i7-6800K (3.4/3.6/4.0 GHz), was angesichts des kaum vorhandenen Taktratenunterschieds sowie der eher unrelevanten IPC-Differenzen zwischen Broadwell-E und Skylake-X eigentlich kaum sein dürfte. Beim neuen Test des TechSpots fehlt nun leider der Direktvergleich zum Core i7-6800K, aber anhand der anderen Werte läßt sich dennoch eine gewisse Aussage zur Performance von Core i7-7800X & -7820X ziehen.

Anwendungs-Perf. 1800X 6800K 7800X 6900K 7820X 6950X 7900X
Technik Zen, 8C+SMT, 3.6/4.0/4.1 GHz Broadwell-E, 6C+HT, 3.4/3.6/4.0 GHz Skylake-X, 6C+HT, 3.5/4.0 GHz Broadwell-E, 8C+HT, 3.2/3.7/4.0 GHz Skylake-X, 8C+HT, 3.6/4.3/4.5 GHz Broadwell-E, 10C+HT, 3.4/3.6/4.0 GHz Skylake-X, 10C+HT, 3.3/4.3/4.5 GHz
AnandTech  (23 Tests) 100% 84,6% 98,6% 102,6% 115,3% 113,8% 128,0%
Performance-Fortschritt lt. AnandTech - +16,5% +12,4% +12,5%
TechSpot  (11 Tests) 100% - 91,7% 96,9% 112,9% 110,9% 132,3%
Performance-Fortschritt lt. TechSpot - +16,5% +19,3%
Listenpreis 499$ 434$ 383$ 1089$ 589$ 1723$ 989$
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Intels Coffee Lake kommt wohl doch wieder im Sockel 1151

Nachdem man bislang eigentlich schon fast davon überzeugt war, das Intel für die kommende neue Consumer-Generation "Coffee Lake" einen neuen CPU-Sockel ansetzen wird, deuten zwei neue Einträge in Benchmark-Datenbanken in die Richtung, das es auch bei Coffee Lake noch einmal der Sockel 1151 von Skylake und Kaby Lake werden wird. Jene Einträge finden sich in der SiSoft Benchmark-Datenbank sowie in der Geekbench Benchmark-Datenbank – und sind leider eher nur indirekt, damit also weit entfernt von Eindeutigkeit. In der Geekbench-Datenbank meldet sich die CPU selber augenscheinlich als "Kaby Lake" an – obwohl es bei Kaby Lake keine Sechskerner gibt und geben wird, hier augenscheinlich eine Coffee-Lake-CPU am werkeln war. Der direkt notierte "Sockel 1151" basiert dann höchstwahrscheinlich nur auf der automatischen Zuordnung von Kaby Lake zu diesem Sockel, wird sicher nicht direkt ausgelesen. Leider ließ sich auch zum genannten MSI-Mainboard "1T31" nichts weiter finden, hierbei ist also weiterhin eine Fehlzuordnung zumindest denkbar.

Intel "Coffee Lake" auf Kaby-Lake-Mainboard @ SiSoft-Datenbank
Intel "Coffee Lake" auf Kaby-Lake-Mainboard @ SiSoft-Datenbank
Intel "Coffee Lake" auf Sockel-1151-Mainboard @ Geekbench-Datenbank
Intel "Coffee Lake" auf Sockel-1151-Mainboard @ Geekbench-Datenbank
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