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Welches Interesse besteht an Mainboards ohne Trusted Computing?

Mit den Systemanforderungen für Windows 10 legt Microsoft den Trusted-Computing-Gegnern ein ziemliches Ei ins Netz in Form des Zwangs zu einem TPM 2.0 Modul spätestens ein Jahr nach RTM-Status des neuen Betriebssystems sowie von unabschaltbarem SecureBoot bei allen neu verkauften und mit Windows-10-Logo-versehenen Komplett-PCs – was in der Praxis bedeutet, daß faktisch alle neue Hardware spätestens ab Anfang 2016 dieserart ausgeliefert wird. Nicht jeder Nutzer wird dies begeistert entgegennehmen, die Hersteller-Industrie ist sich dessen sogar bewußt – und doch zählt für PC- und Mainboard-Hersteller das offizielle Windows-10-Logo erst einmal mehr.

Bei Komplett-PCs wird (wegen des zu hohen Aufwands für extra Serien) wohl nie ein Sonderweg möglich sein – bei Mainboards hingegen schon, gerade weil hier noch ein lebendiger und vielfältiger Retail-Markt existiert. Hier könnte es passieren, daß Mainboard-Hersteller bewußt auf die Windows-10-Zertifizierung verzichten und dann eben auch neue Mainboards ohne TPM 2.0 und mit abschaltbarem SecureBoot auflegen. Dies wird allerdings nur passieren, wenn die Mainboard-Hersteller über den Bedarf an solchen Lösungen Bescheid wissen – und hier kommt diese Umfrage ins Spiel: Mittels jener soll herausgefunden werden, welches Interesse an neuen Mainboards besteht, welche eben keine Trusted-Computing-Komponenten tragen bzw. wo jene (komplett) abschaltbar sind.

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Neuer 3DTester-Artikel: Toshiba MC04ACA500E 5TByte HDD

Wenn eine Festplatte schon keine guten Zugriffszeiten liefert, dann soll sie doch zumindest in allen anderen Disziplinen gleich-ziehen oder gar vorbei-ziehen können. So rücken Themen in den Vordergrund wie die Datenrate, die Betriebslautstärke und die Leistungsaufnahme. Tatsächlich ist die Welt der Festplatten so vielfältig, dass man immer eine Sparte findet, die zumindest in einer dieser Disziplinen mit der SSD konkurrieren kann.

Toshiba MC04ACA500E 5TByte HDD

Doch hier und heute konzentrieren wir uns auf das klassische Datengrab und wollen anhand eines aktuellen Modells, deren Stand der Technik erfragen. Die Toshiba MC04ACA500E ist tatsächlich keine gewöhnliche 5 TByte Festplatte. Was man – im Vergleich zu einer Budget-5-TByte-Festplatte – schon am doppelt so hohen Preis erkennen kann. Sie verspricht eine hohe Leistung und zählt sich wegen ihrer geringeren Fehler-Erwartung bereits zur Enterprise-Klasse ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 27. März 2015

Gemäß Fudzilla soll AMDs Fiji-Chip mit zwei GPUs daherkommen – und darüber auch seine 8 GB HBM-Speicher erreichen, nämlich mit 4 GB für jeden Grafikchip. Dies erscheint uns allerdings als eine sehr abenteuerliche Auslegung der wenigen vorhandenen Fakten und vielen vorliegenden Halbinformationen zu AMDs nächster HighEnd-Lösung. Wenn man jedoch ein was als sicher ansehen kann, dann daß AMD nicht mit einem DualChip-Gespann in den Zweikampf mit der GeForce GTX Titan X gehen wird – denn egal ob man dies technisch vielleicht gewinnt, in der Praxis werden in einer solchen Konstellation die Nutzer immer die SingleChip-Variante vorziehen. Sofern AMD also wirklich die GeForce GTX Titan X angreifen will, wird dies immer nur mit einer SingleChip-Grafikkarte funktionieren können – eine etwaige MultiChip-Lösung kann ja später immer noch nachgeschoben werden, geht dann aber in ein gänzlich anderes Performance- und Preisfeld. Und wenn man die dato vorliegenden AMD-Präsentationen zur Radeon R9 390X nicht für wirklich Fake ansehen will, dann ergibt sich hier auch keinerlei Spielraum für diese Thesen von Fudzilla.

CPU-World berichten über nochmals neue Haswell-Prozessoren, welche Intel wohl schon demnächst veröffentlichen wird. Die Änderungen gegenüber dem noch aktuellen Haswell-Portfolio sind allerdings (abseits der speziellen, TDP-gesenkten Modelle) mit Pentium G3260, Pentium G3470 und Core i3-4170 mit jeweils exakt 100 MHz mehr Taktrate gegenüber ihren direkten Vorgängern vollkommen unspannend, irgendwelche Änderungen an den höherwertigeren Haswell-Modellen sind dagegen nicht geplant. Die neuen Modelle dürften zum Listenpreis ihrer direkten Vorgänger in den Markt kommen, Intel bietet also wenigstens etwas mehr fürs Geld. Ganz langfristig betrachtet ist die Entwicklung natürlich trotzdem enttäuschend: Beispielsweise die Core i3-41xx Reihe startet im September 2013 mal mit dem Core i3-4130 auf 3.4 GHz Takt. Nach dem Release der vorgenannten neuen Modelle wird es zu diesem Stand dann drei Updates auf den Core i3-4170 gegeben haben, der erreichte Takt liegt dann aber trotzdem nur bei 3.7 GHz. Dies sind gerade einmal 8,8% Taktratengewinn in anderthalb Jahren – und damit inzwischen sehr weit weg von früheren Ganzzeiten des Prozessoren-Wettstreits zwischen AMD und Intel, wo teilweise Taktraten-Verdopplungen innerhalb eines Jahres erreicht werden konnten.

Laut Bits & Chips (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) haben die Mainboard-Hersteller ihre ersten Skylake-Mainboards mit Z170-Chipsatz für den Sockel 1151 bereits nahezu spruchreif haben und sollen jene auf der CeBIT bereits hinter verschlossenen Türen zeigen. Ob dies in voller Form so passt, wäre etwas zu bezweifeln, denn niemand anderer will bisher auf der CeBIT entsprechende Mainboards gesehen haben, von eventuellen Foto-Leaks ganz zu schweigen. Dabei dürften die Mainboard-Hersteller in der Tat kein Problem mit der vorfristigen Fertigstellung von Skylake-Mainboards haben – schließlich werden für Broadwell keine neuen Mainboards aufgelegt und geht das Interesse der Mainboard-Hersteller damit automatisch schon in Richtung Skylake sowie den dazugehörigen 100er Chipsätzen. Wahrscheinlich dürfte es auf der kommenden Computex (Anfang Juni) hierzu viele Vorab-Informationen geben, welche dann auch allgemein verfügbar werden – ehe die Skylake Prozessoren-Architektur dann im Zeitrahmen August bis Oktober offiziell vorgestellt werden wird. Bits & Chips vermelden daneben noch ein gewisses Taktraten-Problem bei Skylake – was jedoch ohne richtige Details kaum sinnvoll kommentiert werden und zudem bis zum Release im Herbst auch schon längst behoben sein kann.

Eine nächste generelle Sicherheitslücke vermelden Heise Security: Offenbar kann man aus dem Framebuffer einer Grafikkarte noch mehrere Minuten danach nachträglich den vorher gezeigten Bildschirm-Inhalt auslesen – wenngleich mit je nach Glück und Pech größeren Lücken bzw. nicht mehr auslesbaren Bildschirminhalten, aber dabei können natürlich auch relevante Informationen abgefangen werden. Interessanterweise funktioniert das Auslesen des Framebuffers größtenteils sogar auch noch nach einem PC-Neustart – was die Gefährlichkeit des Angriffs enorm erhöht, denn viel weiter als bis zum Ausschalten des PCs denkt kaum ein Sicherheits-Ansatz. Interessant ist auch, daß sich damit aus einer virtuellen Maschine heraus das Bildschirm-Geschehen auf dem Host-System auslesen läßt – das dürfte für einige Nutzungen von VM-Systemen ernsthafte Probleme mit sich bringen. Generell gesprochen ist der ganze Angriff natürlich (vorerst) eher nur für einzelne Hacks interessant, sprich bei weitem nicht sinnvoll für irgendwelchen Masseneinsatz. Trotzdem wäre ein Fix hier gegenüber andenkenswert – welcher wahrscheinlich recht einfach zu realisieren sein dürfte mittels eines Überschreibens der für alte Frames genutzten Speicherbereiche einer Grafikkarte im Windows-Einsatz (im Spieleeinsatz wird diese Funktion dagegen nicht benötigt und dürfte wohl auch zu viel Performance kosten).  (Diskussion zum Thema im Forum)

GameZone berichten über die umfangreichen Möglichkeiten von CCP, dem isländischen Betreiber von EVE Online, welcher engagiert gegenüber Sexismus und Mobbing in seinem Weltraum-Epos vorgeht. So schneidet CCP jegliche Kommunkation auf den EVE-Servern mit und ist (allgemein bekannt) recht fix mit Spielerbanns bei Belästigungen und anderen Regelverstößen. Zudem existiert sogar ein direkter Draht zu Interpol, über welchen justizable Regelverstöße zur Weiterleitung an die jeweiligen nationalen Strafverfolger übermittelt werden. Die Qualität der weitergeleiteten Daten dürfte aufgrund der umfassenden "Vorratsdatenspeicherung" von CCP ausreichend gut sein – was die nationalen Strafverfolger dann daraus machen, steht wohl auf einem anderen Blatt. In jedem Fall sollte man sich darüber im klaren sein, daß Seximus und Mobbing online nicht nur (gar) nichts verloren haben, sondern vor allem auch im Rahmen einer kontrollierten Plattform wie eben eines Spiels wie EVE Online auch jederzeit und notfalls auch noch Jahre später rekonstruierbar und verfolgbar sind. Etwas schade allerdings, daß das ganze überhaupt noch mehr als 20 Jahre nach den ersten Kontinente umspannenden Online-Gefechten in Doom & Quake ein Thema ist.

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Umfrage-Auswertung: Für welche Auflösungen sind GM200 & Fiji interessant?

Die Umfrage der letzten Woche ging der Frage nach, für welche Auflösungen man die kommenden Enthusiasten-Grafikchips GM200 & Fiji gern einsetzen würde – unabhängig ob man solcherart Enthusiasten-Grafikkarten überhaupt kauft, ob man die entsprechenden Monitore besitzt oder ob GM200 & Fiji dies überhaupt bewältigen können. Herausgefunden werden sollte nur, wo man diese Enthusiasten-Lösungen gerne sehen würde – was sich ziemlich eindeutig mit 8 MPixel oder besser beantworten läßt. Für alle Auflösungen mit 8 MPixel stimmten mit 57,9% der Umfrage-Teilnehmer eine klare Mehrheit – größere Pixelmengen bevorzugten noch 20,7% der Umfrage-Teilnehmer, während 21,4% der Umfrage-Teilnehmer für kleinere Pixelmengen als 8 Pixel abstimmten. Beachtbare Einzelwerte hieraus sind 4 MPixel mit 15,1% der Stimmen sowie 16 MPixel mit 13,0% der Stimmen.

Gut zu erkennen mittels der Detail-Auswertung ist, daß dabei allerdings alle Monitor-Auflösungen ihren Stellenwert behalten dürften, auch wenn der Trend zu größeren Auflösungen natürlich unverkennbar ist. Aber diejenigen, welche ihren FullHD-Monitor behalten, wollen dann halt vorzugsweise 4x Downsampling zuschalten – während unter den 4K-Nutzern die allermeisten darauf verzichten wollen, hier ist die native Auflösung dann schon gut genug. Im Endeffekt kann man die damit jeweils erzeugten 8 MPixel durchaus als die Spiele-Anforderung der Zukunft titulieren – selbst wenn die GeForce GTX Titan X dafür nun nicht ausreichend schnell ist und selbst AMDs mit viel Vorschußlorbeeren bedachte Radeon R9 390X daran womöglich nichts entscheidendes ändern kann, das ganze also eher ein Thema der im Jahr 2016 kommenden 14/16nm-Beschleuniger sein dürfte.

1920x1080 2560x1440 3840x2160 5120x2880 insgesamt
2 MPixel 1920x1080 = 6,3% - - - 6,3%
4 MPixel 1920x1080 + 2xDS = 6,1% 2560x1440 = 9,0% - - 15,1%
8 MPixel 1920x1080 + 4xDS = 13,5% 2560x1440 + 2xDS = 10,0% 3840x2160 = 34,4% - 57,9%
16 MPixel - 2560x1440 + 4xDS = 5,8% 3840x2160 + 2xDS = 5,9% 5120x2880 = 1,3% 13,0%
32 MPixel - - 3840x2160 + 4xDS = 4,1% 5120x2880 + 2xDS = 0,4% 4,5%
64 MPixel - - - 5120x2880 + 4xDS = 3,2% 3,2%
insgesamt 25,9% 24,8% 44,4% 4,9% 100%
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Die Systemanforderungen zu Pillars of Eternity

Das aktuell neu erschienene Rollenspiel Pillars of Eternity wurde über Kickstarter finanziert und seit 2012 vom US-Entwicklerstudio Obsidian Entertainment entwickelt. Geplant war ein echtes Oldschool-Rollenspiel, in welchem sich insbesondere die Veteranen und Fans des Genres sofort zurechtfinden – und laut den ersten Tests ist dies auch gut gelungen, werden sogar die kleinen Verbesserungen gelobt und deutet sich somit ein Überraschungs-Hit an. Aufgrund des eher mittelprächtigen Budgets von 4 Millionen Dollar hat man sich seitens der Spieleentwickler natürlich eher auf das (umfangreiche) Spiel selber und weniger auf die Grafik konzentriert, womit Pillars of Eternity zweifellos kein Grafik-Kracher und damit Hardware-Schocker geworden ist – (wesentlich) ansehnlicher als die vielen teils uralten Rollenspiel-Urgesteine ist das Spiel aber zweifelsohne.

Die zusammen mit dem Spiel veröffentlichten Systemanforderungen sind daher maßvoll, allerdings bei Teilpunkten wie dem 64-Bit-Betriebssystem oder 4 GB Hauptspeicher dann doch wieder zeitgemäß. Echte Leistung wird eher dann auf der Prozessoren-Seite erwartet, wo minimal wenigstens halbwegs moderne CPUs gefordert werden und bei den Empfehlungen es dann wenigstens ein Sechskerner von AMD oder ein Vierkerner von Intel sein sollen. Aufgrund des Performance-Profils der als Minimum genannten Prozessoren dürften aber auch die Modelle von Intels Core-2-Serie sowie ähnlich schnelle Prozessoren von Intel und AMD noch mitkommen. Auf Grafikkarten-Seite liegen die minimalen Anforderungen auf älteren Mainstream-Modellen, während die Empfehlungen reichlich durcheinander wirken: Eine "Radeon HD 7700" gibt es in dieser Form nicht, aber eine Radeon HD 7770 erreicht einen Performance-Index von 145%, während die auf nVidia-Seite hierzu genannte GeForce GTX 570 immerhin einen Performance-Index von 240% erreicht.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Betriebssystem 64-Bit-OS: Windows Vista, 7, 8.0, 8.1 oder SteamOS (Ubuntu 14.04)
Prozessor AMD Phenom II X3 B73 (3C, 2.8 GHz)
Intel Core i3-2100T (2C+HT, 2.5 GHz)
AMD Phenom II X6 1100T (6C, 3.3 GHz)
Intel Core i5-2400 (4C, 3.1 GHz)
RAM 4 GB 8 GB
DirectX keine Angabe
Grafikkarte AMD Radeon HD 4850
nVidia GeForce 9600 GT
AMD Radeon HD 7700
nVidia GeForce GTX 570
VRAM keine Angabe
HDD 14 GB freier Festplattenspeicherplatz
Dienste keine
Speichermengen und Anzahl an CPU-Rechenkernen werden in aller Regel nicht zwingend vorausgesetzt, regelrechte Start-Sperren diesbezüglich sind eher selten.

Dies passt augenscheinlich nicht zusammen – aber wenn wir mal von der Performance der GeForce GTX 570 ausgehen, dann wird auf AMD-Seite wohl eine Radeon HD 6950 (Perf.Index 220%) oder Radeon HD 6970 (Perf.Index 240%) das wahrscheinlich passende Pendant bilden können – was bedeutet, daß eine HighEnd-Karte vorhergegangener Generation oder eine aktuelle Grafikkarte des unteren Performance-Segments empfohlen wird. Dies dürfte für die meisten der heutigen Gamer-PCs zu schultern sein, gerade auch weil die Nennung dieser ganzen älteren Grafikkarten stark darauf hindeutet, daß Pillars of Eternity auch mit älteren Grafikkarten mit wenig Grafikkartenspeicher noch gut zu spielen sein wird. Damit wird das Spiel in jedem Fall die Reserven für 4K oder Downsampling besitzen – eventuell sogar für beides zusammen, je nach verfügbarer Hardware. Als i-Tüpfelchen oben drauf steht das Spiel im übrigen auch unter SteamOS zu den gleichen Hardware-Anforderungen zur Verfügung.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 26. März 2015

Benchmark-Entwickler Futuremark integriert in den 3DMark13 ab der brandneuen Version 1.5.884 einen neuen Featuretest namens "API-Overhead", welcher die über verschiedene Grafik-APIs (DirectX, Mantle & Vulkan) erreichbaren DrawCalls auf einem System vergleichen soll. Dabei steht der Vergleich der APIs auf demselben PC-System im Vordergrund, nicht der Vergleich verschiedener PC-Systeme – ob dies bedeuten mag, daß die Benchmark-Ergebnisse gleicher Hardware über verschiedene PC-Systeme hinweg schwankt, bliebe abzuwarten. Erste Tests bei der ComputerBase, von PC Perspective und beim Tech Report bestätigten die zu erwartenden massiven Zugewinne unter Mantle & DirectX 12 gegenüber DirectX 11 – logisch, geht es in diesem Test doch genau um das, was Mantle ausmacht. Da das ganze aber wie gesagt nur als Featuretest und nicht als echter Benchmark gedacht ist, will Futuremark wohl mit der nächsten 3DMark-Ausführung zum Launch von Windows 10 einen entsprechenden Benchmark unter DirectX 12 nachschieben, welcher dann "spielähnliche Workloads" auffährt.

Die ComputerBase berichtet über neue Taktrekorde auf der GeForce GTX Titan X: Der bekannte Übertakter "K|NGP|N" erreichte unter Zuhilfenahme von flüssigem Stickstoff als Kühllösung satte 2020 MHz Chiptakt – was dann auch (und trotz nur 4100 MHz Speichertakt) für deutliche Bestwerte im 3DMark13 reichte. Straff übertaktete GeForce GTX 980 Karten kommen allerdings auch schon auf bis zu 90% an die dabei erzielten 3DMarks heran – sehr verwunderlich, dann immerhin liegt bei der GeForce GTX Titan X rein technisch eine um 50% leistungsfähigere Hardware gegenüber der GeForce GTX 980 vor. Zudem ist die Skalierung der GeForce GTX Titan X unter extremen Overclocking zumindest unter dem 3DMark13 auch hervorragend: Die Karte schafft unter FireStrik Extreme unübertaktet ~6200 3DMarks, daher sind die 11612 3DMarks auf 2020/4100 MHz ein exzellentes Ergebnis, die Skalierung unter realen Spielen dürfte (wegen des nur maßvoll höheren Speichertakts) weit niedriger ausfallen. Gegenüber der nur leicht überbotenen GeForce GTX 980 kommen vielleicht in Zukunft noch bessere Ergebnisse für die GeForce GTX Titan X hinzu, letztere Karte ist schließlich erst seit ein paar Tagen erhältlich.

Die koreanische Wirtschaftszeitung Hankooki ((schlechte) maschinelle Übersetzung ins Deutsche) berichtet über ein (angeblich) ernsthaftes Samsung-Interesse am Kauf von AMD. Ob da wirklich etwas dran ist, läßt sich natürlich kaum sagen – AMD und Samsung werden den Fall kaum kommentieren und wenn dann eher Nägel mit Köpfen machen, ehe etwas wirklich griffiges nach draußen dringt. In jedem Fall dürfte eine Übernahme auf beiderseitiges Interesse stoßen, denn AMD ist seit einiger Zeit generell offen für eine Übernahme durch eine andere Firma und Samsung soll angeblich schon zu früheren Zeiten speziell über eine AMD-Übernahme nachgedacht haben. Die Frage, ob das viel kleinere AMD mit seinem Kerngeschäft im schwächelnden PC-Segment für Samsung überhaupt interessant sein kann, dürfte sich schon daran erübrigen, als daß die AMD-Übernahme derzeit wahrscheinlich ziemlich günstig kommen dürfte, nachdem AMD tendentiell schon länger und zuletzt deutlich offensichtlich schwächelt. Die sich anschließende Frage, ob eine Übernahme nicht zu einem Verlust der x86-Lizenz von Intel führen könnte, muß zwar eigentlich mit "ja" beantwortet werden.

Aber am Ende kann Intel es sich gar nicht leisten, AMD als letzten verbliebenen x86-Konkurrenten zu verlieren und wird trotz der vorhandenen Lizenzklauseln einer Übernahme wohl zustimmen. Dabei liegt ein (mit Samsung durchaus realisierbarer) gewisser Aufschwung von AMD durchaus im Eigeninteresse von Intel, denn aktuell ist AMD nicht nur ein Übernahme-, sondern auch ein latenter Pleite-Kandidat – und dies darf Intel (und auch nVidia) unter keinen Umständen passieren, weil dann umgehend (harte) wettbewerbsrechtliche Maßnahmen drohen. Für AMD könnte eine Übernahme hingegen nur gut sein, da man zum einen zuletzt zu viel Substanz verloren hat, um noch jene Forschungs- und Entwicklungsgelder aufzubringen, die für eine echte Wettbewerbsfähigkeit notwendig sind. Zum anderen gibt es nur wenige Firmen (wie eben Samsung), welche groß genug sind, um sich mit Intel überhaupt auf Augenhöhe anlegen zu können – welche dann also auch über die notwendige Kapitaldecke verfügen, um AMD nach vorn zu puschen. Ob nun Samsung oder ein anderes (der wenigen übrig gebliebenen) Schwergewichte: Eine Übernahme ist sicherlich nicht das schlechteste, was AMD passieren könnte.  (Diskussion zum Thema im Forum)

Sehr freudig aufgenommen werden derzeit Aussagen des EU-Vizepräsidenten Andrus Ansip, welcher laut Golem "Geoblocking hasst" und mit der im Mai erwartenden neuen "EU-Strategie für den digitalen Binnenmarkt" die bisher oftmals existierenden nationalen Einzellösungen in einer EU-weiten Lösung aufgehen lassen will. Allerdings ist eine EU-Strategie auch wieder noch kein real erzielter Durchbruch, sondern im eigentlichen nur beschriebenes Papier über das, was man (vielleicht) mal tun will. Jegliche Gesetzesvorhaben in diese Richtung hin werden sich am Widerstand der verschiedenen Lobbygruppen und der auf ihr eigenes "Klein-Klein" bedachten Nationalstaaten abarbeiten müssen. Wie schwierig es ist, sich gegenüber den verschiedenen Industrieinteressen durchzusetzen, erlebt gerade Netflix mit seinem neu gestarteten Australien-Angebot, welches laut Winfuture trotz gleicher Landessprache nur einen Bruchteil des US-Angebots enthält – eben weil die Rechteinhaber es nicht schaffen (oder nicht daran interessiert sind), globale Lizenzen anzubieten. Dieser gordische Knoten ist sicherlich besser durch die EU als durch ein einzelnes Land zu lösen – aber es wird ein langer, steiniger Weg werden, wobei wir sicher gerade erst am Anfang dieses Weges stehen. Echten weltweiten Lizenzen steht zudem immer noch der Punkt entgegen, daß hierfür auch die USA zustimmen müssten – wo aber gerade die Urheberrechts-Industrie als goldenes Kalb umhätschelt wird.

Shortcuts: Wie sicher die Versprechen von Firmen sind, mit den gesammelten Kundendaten kein Schindluder zu treiben, kann man derzeit am Fall der in die Insolvenz gegangenen US-Elektronikkette "RadioShack" sehen. Wie Heise berichten, liegen Datensätze zu 117 Millionen Kunden nunmehr in der Insolvenzmasse und sollten ursprünglich meistbietend versteigert werden. Durch den Einspruch mehrerer US-Bundesstaaten wird es in diesem Fall womöglich sogar noch eine gute Lösung geben – das eigentliche Problem liegt aber weiterhin darin, daß jene Kundendaten nicht gleich gesetzlich derart geschützt sind, daß ein Weiterverkauf auch aus einer Insolvenzmasse heraus gar nicht erst möglich ist. PCGamer sind bezüglich des Aktivierungs-Limits von Battlefield: Hardline aktiv geworden und haben bei EA eine diesbezügliche Stellungnahme herausgekitzelt: Danach liegt das Aktivierungslimit sogar bei nur 5 PCs bzw. Hardware-Konfigurationen – allerdings pro 24 Stunden, was außerhalb von Hardware-Testern problemlos sein sollte. Insofern trifft das gestern gesagte nicht zu: Der normale Nutzer dürfte auch langfristig von dieser Einschränkung nicht betroffen sein – für Hardware-Tester will EA hingegen in Zukunft extra Lösungen anbieten.

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