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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. Februar 2017

Videocardz posten erste Preise von Ryzen-Mainboards, basierend auf ASRock-Platinen mit den AMD-Chipsätzen B350 und X370. Jene sehen ganz passabel aus, die B350-Boards bewegen sich zwischen 132 und 187 Euro, die X370-Boards zwischen 260 und 471 Euro. Letztgenannter Spitzenpreis ist natürlich überzogen, aber einzelne besonders teure Boards gibt es genauso auch im Intel-Bereich. Zu erkennen ist ein "normaler" Preisbereich für B350-Boards bei ~130-190 Euro und X370-Boards für ~260-400 Euro. Für einen Marktstart ist dies annehmbar – üblicherweise entwickeln sich die Mainboard-Preise im Laufe der Zeit einigermaßen stark nach unten, sind am Anfang also noch größere Aufschläge enthalten, die später dann abschmelzen. Vergleichsweise liegen Z270-Platinen für Intels Consumer-Prozessoren derzeit bei 110-200 Euro, H270-Mainboards (ohne Übertaktungsfunktionalität) sind kaum günstiger, X99-Platinen für Intels E-Platinen liegen bei 200-400 Euro. Dies ist ganz grob betrachtet derselbe Preisbereich – allerdings muß auch gesagt werden, das man von den AMD-Platinen eigentlich einen klaren Preisvorteil gegenüber den Intel-Platinen erwartet hatte, welcher derzeit gemäß dieser Preise noch nicht zu sehen ist. Aller Wahrscheinlichkeit wird sich dies noch einrenken, die von AMD angesetzten Chipsatz-Preise sollten ausreichend niedriger für bemerkbar günstiger Mainboards sein. Allerdings kann es durchaus passieren, das zum Ryzen-Launch dieser Mainboard-Preisvorteil für AMD noch nicht sichtbar ist, sondern sich erst im Laufe der Zeit und mit dem Anziehen des Wettbewerbs der Mainboard-Hersteller untereinander einstellt.

Nochmals Videocardz nehmen eine Information der (derzeit nicht erreichbaren) Webseite Informatica Cero über die Ryzen-Kühler für die Ryzen-Modelle 1700, 1700X & 1800X auf. Danach liefert AMD diese Prozessoren in jeweils zwei Formen aus: Einmal mit Kühler, einmal ohne – dies erklärt auch die teilweise zwei Preisnotierungen zu diesen Prozessoren. Der Ryzen 7 1700 bekommt dabei den "Wraith Spire" Kühler mit 95 Watt TDP mit (Prozessoren-TDP ist nur 65W), die Modelle Ryzen 7 1700X & 1800X erhalten hingegen den "Wraith Max" Kühler mit gleich 140 Watt TDP. Dies liegt auch in diesem Fall über der Prozessoren-TDP von jeweils 95 Watt, soll aber natürlich als Übertaktungsreserve dienen – und davon abgesehen dürfen die X-Modelle mit ihrer automatischen Übertaktungsfunktion XFR auch oberhalb der nominellen Taktraten agieren, was natürlich besonders leistungsfähige Kühler voraussetzt. Es wird an dieser Stelle interessant werden zu sehen, wie gut sich diese AMD-eigenen Kühler gegenüber den Produkten der Kühlerhersteller schlagen – bisher werden die Wraith-Kühler von AMD als vergleichsweise gut angesehen, aber mit der XFR-Funktion kommt nun auch eine wahre Leistungsprüfung auf jene zu.

Laut den Analysten von Gartern ist der deutsche PC-Markt im vierten Quartal 2016 überraschend um +4,3% gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen – wenngleich für das Gesamtjahr 2016 nur ein minimales Plus von +0,6% zu verzeichnen war. Verlierer waren im vierten Jahresquartal Privat-PCs (-0,6%) und Desktop-PCs (-6%), Gewinner hingegen Notebooks (+6%), ultramobile Geräte (+21%) und Business-PCs (+9%). Erklärt wird dies seitens Gartner mit dem Wechsel vieler Unternehmen auf Windows 10 – jener Effekt sollte demzufolge noch eine gewisse Zeit lang anhalten, da sich die Unternehmen nur eher langsam in diesen Fragen bewegen und insbesondere bis zum Supportende von Windows 7/8 noch einige Zeit vorhanden ist. Aufgrund dessen erwarten Gartner auch für das Jahr 2017 eine echte Stabilisierung des deutschen PC-Markt, mit allenfalls saisonal begründeten Jahresstartquartalen und dann vermutlich einem nochmals besseren Jahresabschluß 2017. Dies wäre erstaunlich gegenläufig dem weltweiten PC-Trend, welcher auch im Jahr 2017 nochmals mit (leicht) niedrigeren Zahlen auskommen muß – oder anders formuliert, in Deutschland findet die Trendwende augenscheinlich bereits früher statt (wenngleich bislang auf niedrigstmöglichen Niveau).

Heise berichten über eine Demonstration von Sicherheitsforschern, welche einen Verschlüsselungstrojaner ins UEFI eines modernen PCs gebracht haben. Jener lief mit Windows 10 inklusive der Schutzmechanismen Device Guard, Secure Boot und Virtual Secure Mode – was den Angriff jedoch nicht vereiteln konnte. Natürlich handelt es sich derzeit nur um die Demonstration der Machbarkeit – ob die Trojanerhersteller sich dieser Methode annehmen, ist ungewiß, da dort das Prinzip "einfache Opfer & Lösungen zuerst" gilt. Nichtsdestotrotz weist der Fall erneut darauf hin, das Microsoft mit all seinen Sicherheitsanstrengungen letztlich nur minimale reale Fortschritte hat erzielen können – und dies sicherlich auch aus dem Grund, das man in entscheidenden Detailfragen dann immer wieder (vermeintliche) Anwenderfreundlichkeit oder auch Microsofts Firmeninteressen dem Aspekt der IT-Sicherheit vorgezogen hat. Und letztlich sei noch erwähnt, das der Infektionsweg im konkreten Demonstrationsfall dann auch wieder ein ganz bekannter war: Schlicht ein mit einem Makro verseuchtes Word-Dokument. Ergo hätten auch in diesem Fall die vor einiger Zeit an dieser Stelle notierten "drei einfachen Schutzmaßnahmen gegen Verschlüsselungstrojaner" für eine Verhinderung der Infektion gesorgt. Ironischerweise bedingen diese drei einfachen Maßnahmen keinerlei besondere Schutzprogramme oder tiefere PC-Kenntnisse seitens des PC-Nutzers, sondern können von einem Admin gefahrlos und (bislang) ohne Nebenwirkungen auch auf den PCs völlig unbedarfter PC-Anwender angesetzt werden.

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Die Grafikkarten-Performance unter Sniper Elite 4

Von der ComputerBase, der PC Games Hardware, dem Guru3D und TechPowerUp sowie letztlich noch GameGPU kommen erschöpfende Grafikkarten-Benchmarks zu "Sniper Elite 4". Der Shooter von Spieleentwickler Rebellion Developments auf Basis der hauseigenen Asura-Engine bietet eine zeitgemäße, wenngleich nicht überragende Optik zu dafür allerdings auch ausgewogenen Performance-Anforderungen – beispielsweise reichen dem Spiel selbst unter der UltraHD-Auflösung noch 3 GB Grafikkartenspeicher aus, was insbesondere Nutzer von Fiji-basierten Grafikkarten goutieren dürften. Interessanterweise ist zudem (wahlweise) DirectX 12 und sogar Asynchronous Compute mit von der Partie – und beide Optionen beschleunigen alle Grafikkarten dann noch einmal zusätzlich, wobei der Vorteil sehr deutlich auf AMD-Seite liegt. Die nachfolgende Auswertung faßt alle vorliegenden Benchmarks unter dem höchsten Grafik-Preset "Ultra" zusammen, bildet Mittelwerte und interpoliert die nicht mitgetesteten Grafikkarten aus den vorhandenen Daten.

Sniper Elite 4 – FullHD @ "Ultra", DX12, AC  (Datenbasis: CB, PCGH, Guru3D, TPU & GameGPU)
AMD HD7000 AMD R200 AMD R300 AMD R400 nVidia GF600 nVidia GF700 nVidia GF900 nVidia GF1000
25-29 fps 7850-2GB 265-2GB 660Ti
670
760 950SE
30-34 fps 7870
7870-Boost
7950
270
270X
370 460 680 770 950 1050
35-39 fps 7950-Boost
7970
280
285
960 1050Ti
40-49 fps 7970-GHz 280X 380
380X
Titan 780
Titan Black
780Ti
50-59 fps 290 470D
470
970 1060-3GB
ab 60 fps 290X 390
390X
Nano
Fury
Fury X
480-4GB
480-8GB
980
980Ti
Titan XM
1060-6GB
1070
1080
Titan XP

Unter der FullHD-Auflösung sehen wir ein gut gefülltes Feld an Grafikkarten, welche Sniper Elite 4 selbst unter der "Ultra"-Bildqualität noch darstellen können. Allgemein reicht für dieses Setting schon fast eine gute Mainstream-Lösung oder frühere Midrange-Lösung aus, immerhin gleich 15 Grafikkarten schaffen es sogar über die 60-fps-Marke. Grafikkarten mit nur 2 GB Speicher kommen noch sehr gut mit, bei diesen sind zumindest noch keine Frameraten-Einbrüche zu sehen. Zwischen AMD und nVidia sind keine größere Auffälligkeiten zu registrieren – allenfalls mag das Spiel innerhalb der nVidia-Grafikkarten die neueren Maxwell- und Pascal-Modelle lieber als die früheren Kepler-Modelle.

Sniper Elite 4 – WQHD @ "Ultra", DX12, AC  (Datenbasis: CB, PCGH, Guru3D, TPU & GameGPU)
AMD HD7000 AMD R200 AMD R300 AMD R400 nVidia GF600 nVidia GF700 nVidia GF900 nVidia GF1000
25-29 fps 7950-Boost
7970
280
285
380 780 960 1050Ti
30-34 fps 7970-GHz 280X Titan Titan Black
35-39 fps 380X 470D 780Ti 970 1060-3GB
40-49 fps 290
290X
390
390X
470
480-4GB
480-8GB
980 1060-6GB
50-59 fps Nano
Fury
980Ti
ab 60 fps Fury X Titan XM 1070
1080
Titan XP

Unter der WQHD-Auflösung geht die Performance dann vergleichsweise stark zurück, es kommen somit nur noch 5 Grafikkarten im 60-fps-Land an. Trotzdem reicht ein aktuelles Midrange- oder früheres HighEnd-Modell aus, um das Spiel mit gutklassigen Frameraten selbst unter der "Ultra"-Bildqualität genießen zu können. Bezüglich der Grafikkartenspeichermenge fallen 2-GB-Grafikkarten erstaunlicherweise immer noch nicht ab, verlieren allerdings schon hier und da Performance – ein 3-GB-Modell wäre also für diese Auflösung die bessere Wahl. Zwischen AMD und nVidia geht es langsam in Richtung eines kleinen AMD-Vorteils, gerade die Fiji-basierten Grafikkarten schlagen sich hier auffallend besser als ihre nVidia-Pendants.

Sniper Elite 4 – UltraHD @ "Ultra", DX12, AC  (Datenbasis: CB, PCGH, Guru3D, TPU & GameGPU)
AMD HD7000 AMD R200 AMD R300 AMD R400 nVidia GF600 nVidia GF700 nVidia GF900 nVidia GF1000
25-29 fps 290
290X
390 480-4GB
480-8GB
980 1060-6GB
30-34 fps 390X
35-39 fps Nano
Fury
980Ti
Titan XM
1070
40-49 fps Fury X 1080
50-59 fps
ab 60 fps Titan XP

Trotz erneut stark zurückgehender Frameraten unter der UltraHD-Auflösung kommen unter jener immer noch eine Handvoll Grafikkarten ins Ziel – aber sicherlich braucht man für diese Auflösung auch bei Sniper Elite 4 ein echtes HighEnd-Modell, um wenigstens die 40-fps-Marke zu sehen. Der Grafikkartenspeicher macht auch hier noch keine Sorgen, laut den Benchmarks reicht schon ein 3-GB-Modell vollkommen aus. Dies begünstigt die Fiji-basierten AMD-Grafikkarten, welche aus ihrem gewohnten Performancebild klar nach oben hin ausbrechen und sich mit nominell stärkeren nVidia-Grafikkarten anlegen – bis hin zu dem Punkt, das die Radeon R9 Fury X in derselben Performanceklasse wie eine GeForce GTX 1080 spielt. Dies ist mal ein wirklich schöner Erfolg für diese früheren HighEnd-Modelle von AMD – wenngleich sicherlich singulärer Natur, denn erfahrungsgemäß werden jene Grafikkarten ansonsten von einer echten Nutzung der UltraHD-Auflösung zumeist durch ihre nur 4 GB Speicher behindert.

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Umfrage-Auswertung: Werden die Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2016/17 erfüllt?

Mit einer Umfrage von Ende Januar sollte die Hardware der 3DCenter-Leser in den Vergleich zu den kürzlich aufgestellten Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2016/17 gestellt werden. Jene neuen Systemanforderungen für die aktuelle Spiele-Generation ist gegenüber dem Stand des Vorjahres nicht besonders stark nach oben gegangen – allein beim Thema des Grafikkartenspeichers sind die Anforderungen deutlich gestiegen. Insofern verwundert es auch wenig, wenn die Erfüllung dieser generellen Systemanforderungen heuer nun prinzipiell genauso bzw. leicht besser aussieht als im vorangegangenen Jahr – allenfalls die Anzahl jener Nutzer, welche deutlich oberhalb der Hardware-Empfehlungen liegt, hat beachtbar (von 12,9% auf 16,9%) zugenommen, ansonsten sind die Stimmenzahlen grob diesselben.

Insgesamt kommt es damit für diese Spiele-Saison zu einer Erfüllungsquote der Mindest-Anforderungen von 76,6% (letztes Jahr: 73,8%) sowie der Hardware-Empfehlungen von 43,2% (38,4%). Rechnet man jene Nutzer mit ein, deren Hardware nur knapp unterhalb der jeweiligen Empfehlungen liegt, steigen diese Werte auf 88,9% (letztes Jahr: 86,1%) bei den Mindest-Anforderungen sowie 62,7% (letztes Jahr: 58,7%) bei den Hardware-Empfehlungen. Es ist somit klar zu sehen, das die vorhandene Hardware der 3DCenter-Leser stärker über das Jahr 2016 zugelegt hat als die Hardware-Anforderungen der neu erschienenen PC-Spiele gestiegen sind. Dies ist im übrigen sehr gegenläufig gegenüber der Entwicklung des Jahres 2015, als die Hardware-Anforderungen für neue Spiele derart stark anzogen, daß nachfolgend die Erfüllungsquoten sogar deutlich heruntergingen.

Für das laufende Jahr 2017 bis zum Ausblick auf die Spiele-Generation 2017/18 ist von einer erneut eher maßvollen Entwicklung auszugehen. Sicherlich dürfte es vermehrt Spieltitel mit richtig hohem Bedarf an Grafikkartenspeicher geben – aber dies wurde schließlich schon in Systemanforderungen für die aktuelle Spiele-Generation berücksichtigt. Gewisse Anforderungssprünge sind dann noch bei der reinen Leistungsfähigkeit der Grafikkarten zu erwarten sein, nachdem es für die aktuelle Spiele-Generation in dieser Frage nur eher kleinere Veränderungen gab. Spieletitel mit Hardware-Anforderungen, welche klar nach oben hin abweichen, sind allerdings generell sehr selten geworden. Augenscheinlich versuchen die Spielepublisher im Vorfeld schon Situationen zu vermeiden, wo dann ein Großteil der potentiellen Spielekäufer in Performanceprobleme kommen würde. Andererseits waren solcherart Spieletitel (zu nennen: FarCry, Doom 3, Crysis) immer auch Vorantreiber neuer Optikwelten und damit eben auch der allgemeinen Hardware-Entwicklung – deren Einfluß fehlt etwas bei der aktuell eher gleichförmig bzw. langsamen Entwicklung.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 18./19. Februar 2017

Die Nennung einer "GeForce GTX 1080 Ti" in den offiziellen Systemanforderungen von Halo Wars 2 befeuert derzeit die Spekulationen über diese Karte. Andererseits sind die ganzen zu Halo Wars 2 genannten Systemanforderungen mehr als kurios, wenn GeForce GTX 660 (Perf.Index 250%) und Radeon HD 7750 (Perf.Index 110%) als "gleichwertiges" Minimum notiert werden oder auch bei den Ultra-Empfehlungen eine 8-GB-Grafikkarte abgefragt wird, gleichzeitig aber die 4-GB-Lösung Radeon R9 Fury X notiert wird. Auch wird jene Radeon R9 Fury X natürlich weit langsamer sein als die an dieser Stelle auf nVidia-Seite genannte GeForce GTX 1080 Ti – womit eine der beiden Karte zweifellos falsch notiert wurde. Davon abgesehen wäre es doch arg verwunderlich, wenn ausgerechnet ein Strategietitel derart hohe Systemanforderungen mit sich bringen würde, das sogar eine GeForce GTX 1080 Ti vonnöten wird. Hier sind alle möglichen Dinge denkbar, von Schreib- zu Gedankenfehlern – die Auflösung, das man für Halo Wars 2 wirklich eine GeForce GTX 1080 Ti braucht, hat dabei eher die geringste Chance.

Nichtsdestotrotz will die finnische Webseite iO-Tech (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) eine sogar sichere Bestätigung vorliegen haben, das nVidia jene GeForce GTX 1080 Ti schon am 28. Februar offiziell auf der GDC im Rahmen von nVidias "GeForce GTX Gaming Celebration" Veranstaltung vorstellen will. Im Handel soll die neue Enthusiasten-Karte allerdings erst im März auftauchen – was wiederum einige Möglichkeiten offenläßt, von einem nur um wenige Tage abweichenden Verkaufsstart Anfang März bis hin zu einem Paperlaunch mit Verfügbarkeit erst einige Wochen später gegen Ende März. Allerdings denken wir, das iO-Tech hier sowieso nicht von einer korrekten Auslegung der Dinge ausgehen: Zum einen ist die GDC als regelrechter Launchort eher ungeeignet, zum anderen fehlen für einen Launch mit umgehender Verfügbarkeit alle Anzeichen seitens der Grafikkarten-Hersteller, Distributoren und Einzelhändler. Hinzu kommt, das es erst kürzlich die Meldung über einen Launch der GeForce GTX 1080 Ti erst in der letzten März-Woche gab.

Möglicherweise wird aus diesen sich widersprechenden Meldungen dahingehend ein Schuh draus, wenn man die neue Meldung über den 28. Februar nicht als Launchdatum nimmt, sondern nur als Ankündigungsdatum. nVidia kündigt also die GeForce GTX 1080 Ti am 28. Februar nur kurz an, dies wäre wiederum auf einer Veranstaltung wie der GDC sehr passend angesiedelt. Der eigentliche Launch und die direkte Marktverfügbarkeit folgen dann zwischen dem 20. bis 23. März. Damit sind erste Leaks aus Reihen der Grafikkarten-Hersteller, Distributoren und Einzelhändler auch nicht vor Anfang März zu erwarten, womit nVidia seine Ankündigungsshow auf der GDC noch vor allen Leaks durchziehen kann. So ergeben die derzeit vorliegenden Daten zumindest einen gewissen Sinn – ob dies so eintrifft, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. In jedem Fall erscheint es nunmehr recht sicher zu sein, das nVidia tatsächlich noch eine GeForce GTX 1080 Ti in diesem Frühling herausbringt – was wie schon angeschnitten die Frage aufwirft, was dann mit der (hypothetischen) GeForce 2000 Serie wird.

Bei GameMaschines gibt es die ersten deutschen Ryzen-Preise – welche allerdings durchgehend höher ausfallen gegenüber den bisherigen Preisinformationen. Zwar liegen im Rahmen dieses Komplett-PCs keine Einzelpreise für die einzelnen Ryzen-Prozessoren vor, allerdings kann man anhand der Aufschläge gegenüber dem Standardmodell entsprechend hochrechnen – und diese Rechnung sieht nicht gerade toll aus, jene Angebote sind einigermaßen teuer angesetzt. Dies kann natürlich im Rahmen eines Komplett-PCs und außerdem im Vorlauch-Status immer passieren, daran sollte man sich jetzt nicht stören. Aufgrund der umfangreichen vorliegenden Preisinformationen zu Ryzen wäre es ein gewisses Wunder, wenn sich an diesen dort prognostizierten Preisen noch etwas wesentliches ändern sollte. Allenfalls könnte natürlich die Einzelhändler bei anhaltenden Nachlieferungsproblemen die Straßenpreise entsprechend nach oben treiben – aber jener Effekt wird nach Einsetzen von echter Verfügbarkeit umgehend in sich zusammenfallen. Es bleibt nur zu hoffen, das AMD jene echte Verfügbarkeit recht schnell erreichen kann – direkt nach dem Launch sind Lieferschwierigkeiten allerdings nahezu garantiert, dafür haben schon zu viele Prozessoren-Enthusiasten ihre Kaufabsicht pro Ryzen geäußert.

19 19

Auf welchem Betriebssystem sieht man sich ab dem Jahr 2020?

Das Supportende von Windows 7 ist inzwischen nur noch knapp drei Jahre entfernt (14. Januar 2020). Dies muß jetzt noch niemanden wirklich kümmern – aber irgendwann wird dieser Weg der Windows-10-Verweigerung dann doch einmal abgeschnitten werden. Ab dem Jahr 2020 wird sich dann die Frage stellen, wohin die Reise wirklich geht: Sehenden Auges auf Windows 7 bleiben, doch noch zu Windows 10 wechseln – oder wagt man tatsächlich den großen Sprung auf Linux?

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Erstes Cinebench-Resultat eines Ryzen-Prozessors zeigt auf eine überraschend hohe Zen-IPC

Auf Reddit wurde ein erstes Cinebench R15 SingleThread-Resultat eines Ryzen-Prozessors gepostet. Das Testobjekt war ein Sechskern-Prozessor mit Taktraten von 3.3/3.7 GHz, was einem Ryzen 5 1600X entsprechen sollte. Jener hat dann (nominell) auch noch das taktratensteigender XFR-Feature mit an Bord – ob jenes aktiv war, läßt sich allerdings nicht erkennen, dies bedingt zudem auch dafür passende Mainboards (X300 oder X370, eventuell auch B350, dies ist noch nicht ganz klar). Der Prozessor war wohl tatsächlich verfügbar (belegt mittels Windows-Taskmanager), dem Cinebench-Screenshot muß man leider glauben, da alleinstehend und ohne die üblichen Hardware-Notizen aufgenommen. Andererseits ist die hiermit gezeigte Ryzen SingleThread-Performance zwar richtig gut, aber auch nicht völlig neben der Spur liegend, wenn man dies mit Cinebench-Resultaten von anderen Prozessoren aus der AnandTech-Benchmarkdatenbank vergleicht:

Sandy Bridge Ivy Bridge Haswell Broadwell Skylake Ryzen
- - 181
Core i7-4790K, 4.0/4.4 GHz
- 182
Core i7-6700K, 4.0/4.2 GHz
-
135
Core i7-2600K, 3.4/3.9 GHz
143
Core i7-3770K, 3.5/3.9 GHz
154
Core i5-4690, 3.5/3.9 GHz
157
Core i7-5775C, 3.3/3.7 GHz
169
Core i5-6600, 3.3/3.9 GHz
-
- 132
Core i7-3930K, 3.2/3.8 GHz
140
Core i7-4930K, 3.4/3.9 GHz
146
Core i7-5930K, 3.5/3.7 GHz
152
Core i7-6850K, 3.6/3.8 GHz
146
Ryzen 7 1600X, 3.3/3.7 GHz

Zu betonen wäre extra noch einmal, das es sich um SingleThread-Werte handelt, welche somit (auf gleicher Taktrate) einen IPC-Vergleich zulassen – was allgemein bisher als (kleinere) Schwäche von Ryzen angesehen wird. AMDs vorherige Versprechungen gingen dabei in Richtung einer IPC-Performance auf Niveau von Sandy Bridge bis Ivy Bridge – doch dies ist augenscheinlich zu tief gegriffen, denn Ryzen kann sich sogar mit (leicht) taktstärkeren Prozessoren aus diesen früheren Intel-Generationen erfolgreich anlegen. Aufgrund der nicht vollständig gleichen Taktraten ist der Vergleich nicht gänzlich sauber zu führen, aber gemäß diesem Benchmark sieht es fast so aus, als würde Ryzen eine IPC-Performance auf dem Niveau von Haswell bis Broadwell erreichen können – und damit deutlich oberhalb der vorherigen Erwartungen herauskommen. Die Schwachstelle von AMD bei der SingleThread-Performance ist damit nicht gänzlich weg, da AMDs Ryzen-Prozessoren natürlich mit klar niedrigeren Taktraten gegenüber Intels üblichen Consumer-Prozessoren antreten.

Aber gegenüber Intels E-Modellen sieht es regelrecht gut aus, jene haben schließlich zu Ryzen vergleichbare Taktraten – und wie zu sehen nicht bedeutsam mehr IPC-Performance. Dies bedeutet beispielsweise, das selbst in schlecht optimierten Spielen AMDs Ryzen-Prozessoren zumindest nicht gegenüber Intels E-Modellen zurückliegen sollten. Sicherlich werden in diesen WorstCase-Fällen weiterhin Intels Consumer-Prozessoren aufgrund ihrer deutlich höheren Taktraten das Feld anführen – aber aufgrund der überraschend hohen Ryzen-IPC sollte auch dieser Abstand nicht gerade Welten betragen. Ryzen kann generell betrachtet natürlich nicht jeden Benchmark gewinnen und sollte diese WorstCase-Szenarien dann durch andere Benchmarks ausgleichen können, welche viele Rechenkerne gut auszulasten in der Lage sind. Der wichtige Erkenntnisgewinn dieses einzelnen Cinebench-Resultats besteht damit darin, das Ryzen auch unter unpassenden Szenarien nicht weg vom Schuß liegt – sondern sogar ziemlich ähnlich den E-Modellen von Intel herauskommt, welche diese SingleThread-Schwäche prinzipbedingt genauso in sich tragen.

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