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Hardware- und Nachrichten-Links des 27. Januar 2021

Die Diskussion der letzten Tage zu den TDP-Klassen von Mobile-Grafiklösungen – insbesondere bei nVidias GeForce RTX 30 Mobile-Serie mit ihren sehr variablen TDPs – hat wohl erste Früchte getragen, denn bei MSI Insider wurden nunmehr die genauen TDP-Werte aller 21 verschiedenen Kombinations-Möglichkeiten von nVidia RTX 30 Mobile-Grafiklösungen mit MSI-Notebooks vorgestellt. Jene Offenlegung zeigt womöglich deutlich wie nie zuvor auf die Wichtigkeit dieser Angabe hin – wenn MSI bei der GeForce RTX 3060 Laptop immerhin 3 TDP-Klassen verwendet, bei der GeForce RTX 3070 Laptop noch 2 TDP-Klassen sowie bei der GeForce RTX 3080 Laptop wiederum 3 TDP-Klassen. In letzterem Fall gibt es die höchste Variabilität, zwischen kleinster und größter TDP liegen immerhin +88% – was einen satten Performance-Unterschied ergeben dürfte. Gleichfalls ergibt sich auch der Verdacht, das beispielsweise bei einem "MSI Creator 15", wo alle drei nVidia-Mobilelösungen mit nur 80 Watt betrieben werden, die Kühllösung gar nicht für besseres geeignet ist und sich aufgrund desselben TDP-Limits kaum ein beachtbarer Performance-Unterschied zwischen 3060er und 3080er Lösung ergeben könnte.

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Die AMD-Geschäftsergebnisse im vierten Quartal sowie Gesamtjahr 2020

AMD hat die Quartalszahlen für das abgelaufene vierte Quartal 2020 und somit auch das Gesamtjahr 2020 vorgelegt. Selbiges hat trotz aller Lieferschwierigkeiten Rekorde auf allen Fronten gesehen, im vierten Jahresquartal ging der Quartalsumsatz erstmals auf über 3 Mrd. Dollar hoch – ein heftiger Sprung für ein Unternehmen, welches bis zum Herbst 2019 nie jemals nur die 2-Mrd-Marke gesehen hatte. AMD bricht beim geschäftlichen Erfolg jetzt endlich aus der langjährigen Gleichförmigkeit aus, über die gutklassigen bis herausragenden Produkte gibt es endlich einmal ein substantielles Größenwachstum und damit natürlich auch insgesamt eine größere Reputation innerhalb der IT- wie auch Börsen-Welt. Dabei mag AMD zuletzt von einigen gleichzeitigen Produktlaunches profitiert haben, aber da insbesondere die neue Konsolen-Generation ein langjähriges Geschäft ist wie auch im PC-Bereich man mehr liefern könnte als man produzieren konnte, dürfte die neue Umsatzhöhe keinen Einmaleffekt darstellen, sondern eher so etwas wie einen zukünftigen Sockel ergeben.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 26. Januar 2021

AMD und nVidia haben mit dem 26. Januar die unabhängigen Hardware-Tests für Ryzen 5000 U/H & GeForce RTX 30 Mobile freigegeben, womit einige entsprechende Artikel aufgelegt wurden. Die neuen Mobile-Grafiklösungen werden noch einmal gesondert betrachtet, zur Abschätzung der Performance der (schon zur CES offiziell vorgestellten) neuen Mobile-Prozessoren von AMD eignen sich fast nur die (kurzen) Benchmarks von Notebookcheck, da sich allein dort ausreichend Vergleichs-Hardware mit im Test befand. Leider waren hierbei allein Cinebench-Werte am Start, was nur für eine höchst grobe Performance-Einordnung reicht. Zudem kommt es bei Mobile-Tests immer auch auf das konkret genutzte Gerät, dessen eingestellte Prozessoren-TDP und das jeweilige Kühlsystem an, gewisse Werteschwankungen sind (leider) normal. Generell ergibt sich gemäß dieser Benchmarks ein Singlethread-Vorteil zwischen Zen 2 und Zen 3 von ca. 10-25%, zur gleichen TDP und gleichen thermischen Bedingungen wohl eher am oberen Rand dieser Angabe.

Hardware CB15/ST CB15/MT CB20/ST CB20/MT
Ryzen 7 5800H Zen 3, 8C/16T, 3.2/4.4 GHz, nominell 45W, Acer Nitro 5 AN517-41-R3FK 234 1920 558 4815
Ryzen 7 4800H Zen 2, 8C/16T, 2.9/4.2 GHz, nominell 45W, HP Omen 15-en0375ng 188 1909 - -
Ryzen 9 5900HS Zen 3, 8C/16T, 3.0/4.6 GHz, nominell 35W, Asus ROG Zephyrus G15 GA503Q 211 2020 560 4733
Ryzen 9 4900HS Zen 2, 8C/16T, 3.0/4.3 GHz, nominell 35W, Asus Zephyrus G14 GA401IV 193 1863 495 4288
Core i9-10980HK CML, 8C/16T, 2.4/5.3 GHz, nominell 45W, Asus ROG Zephyrus Duo 15 GX550LXS 205 1799 494 3762
Core i7-10875H CML, 8C/16T, 2.3/5.1 GHz, nominell 45W, MSI GS75 10SF-609US 198 1713 475 3885
Ryzen 5 5600H Zen 3, 6C/12T, 3.3/4.2 GHz, nominell 45W, Acer Nitro 5 AN515-45-R05E 220 1573 529 3653
Ryzen 5 4600H Zen 2, 6C/12T, 3.0/4.0 GHz, nominell 45W, Acer Nitro 5 AN515-44-R5FT 178 1398 428 3224
Core i7-1185G7 ICL, 4C/8T, 3.0/4.8 GHz, nominell 28W, MSI Prestige 14 Evo A11M-005 224 933 579 2283
gemäß der Ausführungen von Notebookcheck
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Hardware- und Nachrichten-Links des 25. Januar 2021

Zu AMDs "Navi 31" Grafikchip gab es in den letzten Tagen eine gewisse Nachrichten-Welle – welche wohl ausgelöst wurde von der Wiedergabe von Twitter-Gerüchten hier im 3DCenter, welche nachfolgend von VideoCardz aufgegriffen und nachfolgend sich rund um die Welt verteilte. Dabei haben viele Berichterstatter einen ziemlich vorfreudigen Ansatz an den Tag gelegt, obwohl die eigentliche Quelle in Form des Twitter-Nutzers 'Kepler_L2' bislang noch nicht als Leaker von bedeutsamen Informationen auffällig geworden ist. Hinzu kommt ein noch am selben Tag aufgelegtes YouTube-Video seitens Red Gaming Tech, welches zum einen diese (angeblichen) Navi-31-Spezifikationen aufgreift, zum anderen noch eine Performance-Angaben zu Navi 31 offeriert: Angeblich peilt AMD hiermit sogar die 2,5fache Performance der bisherigen AMD-Grafikkarten (sprich der Radeon RX 6900 XT) an – was dann eindeutig ein Angriff auf die absolute Leistungsspitze und nVidias bisherige Vormachtstellung in dieser Disziplin darstellen würde. Indirekt bestätigt wird dies über eine Aussage von CapFrameX @ Twitter, wobei zudem erneut ein Chiplet-Design samt einer Speichermenge von gleich 32 GB genannt werden:

I've got some infos about RDNA 3 (top tier). It's gonna be a real beast. Holy shit. Chiplet design, 32GB VRAM but very expensive too.
AMD pursues the strategy to beat Nvidia this time.

Quelle:  CapFrameX @ Twitter am 24. Januar 2021

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Umfrage: Werden die Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2020/21 erfüllt?

Aus dem aktuellen Artikel zu den Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2019/20 ist wiederum die Frage abzuleiten, wie umfassend die dort genannten Anforderungen derzeit erfüllt oder bereits übererfüllt werden. Aus Gründen der Vergleichbarkeit bezieht sich die Umfrage-Fragestellung dabei allein auf die (nachstehend notierten) Anforderungen unter der FullHD-Auflösung – unabhängig davon also, ob man selber bereits eine höhere Auflösung benutzt. Alle Anforderungen sind dabei immer als absolute Bedingung gemeint – sprich, die Nichterfüllung in auch nur einem einzelnen Punkt bedeutet eine Nichterfüllung des gesamten Anforderungsprofils (genau für diesen Fall gibt es die extra Antwortoption "liege knapp drunter"). Ausnahmen gelten nur für nicht notierte, aber dennoch vollständig gleichwertige Hardware.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

allgemeine PC-Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2020/21
Minimum Empfohlen
OS Windows 10 64-Bit, DirectX 12 Feature Level 12_x
CPU Sandy Bridge bis Haswell 4C auf ~4.0 GHz, Broadwell bis Comet Lake 4C auf ~3.5 GHz oder Zen/Zen+ 4C auf ~4.0 GHz, Zen2 4C auf ~3.5 GHz, Zen3 4C auf ~3.0 GHz Sandy Bridge bis Haswell 6C auf ~4.5 GHz, Broadwell bis Comet Lake 6C auf ~4.0 GHz oder Zen/Zen+ 6C auf ~4.5 GHz, Zen2 6C auf ~4.0 GHz, Zen3 6C auf ~3.5 GHz
Speicher 8 GB RAM samt 3 GB Grafikkartenspeicher 16 GB RAM samt 6 GB Grafikkartenspeicher
Gfx GeForce GTX 970, GeForce GTX 1060 3GB, GeForce GTX 1650 GDDR6 oder Radeon R9 290/390, Radeon RX 470/570/5300 GeForce GTX 1070 Ti, GeForce RTX 2060 oder Radeon RX Vega 64, Radeon RX 5600 XT 14 Gbps
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Hardware- und Nachrichten-Links des 23./24. Januar 2021

Laut VideoCardz dürfen ab dem 19. Februar Reviewer-Samples zur GeForce RTX 3060 an die Fachpresse herausgegeben werden. Damit scheint der angekündigte Launchtermin von Ende Februar gehalten zu werden, denn üblicherweise dürften die Launch-Reviews zur neuen Grafikkarte wenige Tage nachfolgen. Potentielle Launchtermine zur GeForce RTX 3060 sind somit der 23. oder 25. Februar (Dienstag oder Donnerstag der nachfolgenden Woche). Auch wenn die Überschrift bei VideoCardz mehrere Deutungen zuläßt, im Text und in der Tabelle steht es dann korrekt: Nicht nVidia wird diese Testsamples verschicken, sondern die Grafikkarten-Hersteller – da nVidia zur GeForce RTX 3060 keine "Founders Edition" auflegt. Dass überhaupt ein solcher Termin für die frühestmögliche Verschickung von Testsamples aufgestellt wird, dürfte wohl damit zusammenhängen, dass die Grafikkarten-Hersteller spruchreif zur GeForce RTX 3060 sind, nVidia jedoch vorfristige Leaks verhindern möchte – welche dann, wenn die Grafikarten-Hersteller im Spiel sind, jederzeit erwartet werden müssen. Aller Vermutung nach dürften im Fall der GeForce RTX 3060 Launchtag und Erstauslieferungstag zusammentreffen – so wie normalerweise üblich, aber bei den bisherigen Ampere-Grafikkarten nicht immer eingehalten.

GeForce RTX 3060 GeForce RTX 3060 Ti GeForce RTX 3070
Chip GA106-300 GA104-200 GA104-300
Technik 28 Shader-Cluster @ 192 Bit GDDR6 38 Shader-Cluster @ 256 Bit GDDR6 46 Shader-Cluster @ 256 Bit GDDR6
Speicher 12 GB GDDR6 8 GB GDDR6 8 GB GDDR6
4K Perf.Index geschätzt ~150-180% 212% 245%
Listenpreis $329 $399 $499
Straßenpreis erwartet für ca. 500€ 650-850€ 820-1000€
Release Ende Februar 2021 2. Dezember 2020 29. Oktober 2020
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Neuer Artikel: Die Systemanforderungen für die Spiele-Generation 2020/21

Die Spiele-Saison 2020/21 hat nicht nur das langjährig erwartete Cyberpunk 2077 gebracht, sondern gerade zum Jahresschluß 2020 auch einige andere die Hardware fordernde Spiele-Titel – womit sich die allgemeinen Systemanforderungen für PC-Spiele maßgeblich verschoben haben und somit nachfolgend für die derzeit laufende Spiele-Saison neu aufgestellt werden sollen. Ausgangspunkt für die Minimum-Anforderungen sind wie üblich die offiziellen Angaben der Spiele-Entwickler, da hierzu nur höchst selten entsprechende Benchmarks vorliegen. Für die Hardware-Empfehlungen standen (insbesondere auf Grafikkarten-Seite) jedoch ausreichend Benchmarks aus der Praxis zur Verfügung, wurden die aufgestellten Empfehlungen somit an diesen realen Performance-Werten ausgerichtet. Wie üblich gilt, dass die nachfolgenden "allgemeinen Systemanforderungen" sich üblicherweise am höchsten gefundenen Niveau orientieren – mit der Ausnahme singulärer Fälle, welche klar außerhalb des ansonsten üblichen Anforderungsprofils liegen ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 22. Januar 2021

Twitterer 'Kepler_L2' bringt in zwei Tweets – No.1 & No.2AMDs "Navi 31" Chip mal wieder ins Gespräch. Das ganze erfolgt ohne echte Quellenangaben und darf vom Unterton her eher als "Hörensagen" betrachtet werden – sprich, es könnten wahre Kerne dabei sein, es kann aber auch komplett falsch oder in den falschen Hals geraten sein. Dies fängt schon bei der allerersten Information an, wonach es lauffähige Samples zu Navi 31 bereits Anfang 2020 gegeben haben soll. Sicherlich ist Halbleiterentwicklung langwierig und ist insbesondere für neue Architekturen eine ausgedehnte Validierungsphase wichtig. Aber dennoch steht vor lauffähigen Samples ein erfolgreicher Tape-Out – und die Zeitspanne von Tape-Out bis Markteintritt ist bei Grafikchips (sechs bis 12 Monate) sowie CPUs (12 bis 15 Monate) doch halbwegs vernünftig bekannt und würde somit in diesem Fall auf einen Markteintritt von Navi 31 spätestens in diesem Sommer hindeuten. Dies dürfte jedoch ziemlich sicher nicht passieren, es gibt hierzu weder andere Anzeichen, noch eine Notwendigkeit noch überhaupt die Fertigungskapazitäten.

Navi31 working silicon exists since early 2020.
 
Nothing I can confirm 100% now, but from what I know Navi 31 is a 80 CU chiplet and top SKU has 2 of them.

Quelle:  Kepler_L2 @ Twitter in Tweet #1 & Tweet #2 am 1./2. Januar 2021

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Die Intel-Geschäftsergebnisse im vierten Quartal sowie Gesamtjahr 2020

Prozessoren-Entwickler Intel hat seine Geschäftsergebnisse für das vierte Jahresquartal 2020 sowie das Gesamtjahr 2022 vorgelegt, welche besser als erwartet ausgefallen sind und Intel somit einen Jahresabschluß auf Rekordniveau ermöglicht haben. Insbesondere das abgelaufene vierte Quartal 2020 lief dabei klar oberhalb von Intels Erwartungen, mit nahezu 20 Mrd. Dollar Quartalsumsatz wurde das zweitstärkste Quartal aller Zeiten bei Intel erzielt. Dabei war ausgerechnet der Vergleichszeitraum des Vorjahres jenes Rekordquartal, womit es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beim Umsatz um –1,1% nach unten ging, gegenüber dem Vorquartal gab es allerdings eine Steigerung von um +9,0%. Das Bild des groben Quartalsvergleichs drückt es noch am besten aus: Intel ist nunmehr wieder nahe zu seinen Rekordständen – und auch das Jahr 2020 war (trotz gegenteiliger Prognose) insgesamt ein gutes Jahr für Intel, mit drei Spitzen-Quartalen und nur einem halbwegs mittelmäßigem.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. Januar 2021

nVidias Aussage, wonach die deutschen Preise für die eigenen Founders-Editionen-Ausführungen der Ampere-Grafikkarten nur wegen des Auslaufens der temporären Mehrwertsteuer-Senkung angehoben wurden, gewinnt dadurch an Gewicht, dass in Österreich die offiziell durch nVidia genannten Preise tatsächlich bereits im letzten September auf dem heutigen deutschen Niveau lagen. Dies ergibt sich aus der seinerzeitigen Berichterstattung des österreicher Standards, auf welche unser Forum hinwies. nVidia hat für Österreich also schon die ganze Zeit über exakt jene Preise angegeben, welche nun auch in Deutschland zu löhnen sind – ergo kann man wirklich davon reden, dass die seinerzeitigen deutschen Preisnotierungen wegen der (deutschen) Mehrwertsteuer-Senkung bereits entsprechend niedriger ausgelegt waren und nunmehr auf das "normale" Niveau angepasst werden. Zudem deutet sich an, dass jene FE-Preise gleichzeitig auch der UVP entsprechen, denn in Österreich gibt es kein eigenes Shop-Angebot seitens nVidia, da wird nur auf die entsprechenden Einzelhändler verwiesen – zu allerdings den offiziell genannten Preislagen.

US-Listenpreis deutsche UVP deutscher FE-Preis österreicher UVP
GeForce RTX 3090 $1499 1499€ → 1549€ 1499€ → 1549€ 1549€
GeForce RTX 3080 $699 699€ → 719€ 699€ → 719€ 719€
GeForce RTX 3070 $499 499€ → 519€ 499€ → 519€ 519€
GeForce RTX 3060 Ti $399 399€ → 419€ 399€ → 419€ 419€
GeForce RTX 3060 $329 (bislang) 319€ - ?
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