21

Launch der Radeon RX 5600 XT: Erste Testberichte gehen online

Mit der Radeon RX 5600 XT geht heute eine dritte Navi-10-basierte Grafikkarte ins Rennen. Zuerst als klare Abspeckung des Navi-10-Chips vermutet, zeigt sich diese neue AMD-Grafikkarte insbesondere nach deren Taktraten-Erhöhung kurz vor Launch immer mehr als "kleinere Schwester" der Radeon RX 5700 – nur eben mit primär nur 6 GB Grafikkartenspeicher anstatt der ansonsten üblichen 8 GB. Gleichfalls hat nVidia den Druck auf die neue AMD-Grafikkarte bereits vor dem Launch über abgesenkten Listenpreis zur GeForce RTX 2060 maßgeblich erhöht. Die Radeon RX 5600 XT muß nun erweisen, ob sie mit der GeForce RTX 2060 mithalten kann, ob deren kleinere Speicherbestückung keinen Malus darstellt und wessen Verhältnis sich somit AMD-intern zwischen Radeon RX 5600 XT und Radeon RX 5700 ergibt. Diesen Fragen gehen die Launchreviews derzeit nach, während die Diskussion zum Launch in unserem Forum anlaufen darf und zudem eine (nachfolgende) Launch-Analyse zur Radeon RX 5600 XT in Vorbereitung ist, welche kumuliertes Zahlenmaterial zu diesen Fragen aufbieten und somit diesen Launch abschließen wird.

GeForce RTX 2060 Radeon RX 5600 XT Radeon RX 5700
Chipbasis nVidia TU106 AMD Navi 10 AMD Navi 10
Technik 1920 Shader-Einheiten @ 192 Bit 2304 Shader-Einheiten @ 192 Bit 2304 Shader-Einheiten @ 256 Bit
Speicher 6 GB GDDR6 6 GB GDDR6 8 GB GDDR6
Listenpreis 299$ 279$ 349$
20

Hardware- und Nachrichten-Links des 20. Januar 2020

Nach den neuen Ampere-Gerüchten gibt es auch neues zu AMDs Navi 21 Grafikchip: Laut einer Meldung im chinesischen Chiphell-Forum hat AMD wohl eine erste Engineering-Karte mit diesem kommenden Grafikchip erhalten und testet nun an dieser – was darauf hindeutet, das AMD im groben Maßstab im Terminplan liegt und somit weiterhin die Möglichkeit eines Sommer-Starts entsprechender Grafikkarten besteht. Zu Navi 21 wird dann das Hardware-RayTracing und die RDNA2-Architektur bestätigt, was aber auch nicht anders zu erwarten gewesen wäre. Interessant ist die Aussage über die Anzahl der Shader-Cluster (CU) mit 80 Stück – was sich mit der letzten Hochrechnung zu Navi 21 anhand des bekannten Benchmark-Werts zu "Big Navi" in der Benchmark-Datenbank des OpenVR Benchmarks deckt. Allerdings gibt es auch Bedenken zu dieser Meldung, ob jene wirklich auf einer echten Quelle basiert oder einfach nur gut geraten sein könnte: Denn das AMD mit einem Testboard spielt, ist über den vorgenannten Benchmark-Wert ziemlich obligatorisch – und den Rest kann man sich zusammenreimen. Auch wenn der Poster im Chiphell-Forum darauf besteht, eine belastbare Quelle zu haben, kann auch diese Meldung damit leider nur als (potentiell fehlbares) Indiz genommen werden.

Navi 21 engineering card has been sent to North America, AMD began to test on the board.
80 CU confirmation.
With hardware ray tracing, RDNA2 architecture.
The news is reliable but I cannot say the source.

Quelle:  'zhangzhonghao' im Chiphell-Forum am 19. Januar 2020, weitgehend maschinelle Übersetzung ins Englische

20

Gerüchteküche: Ampere angeblich mit gleicher Anzahl an Shader-Clustern, aber intern verdoppelter Shader-Power

Ein viel beachtetes Gerücht zu (angeblichen) "Ampere"-Spezifikationen macht derzeit die Runde, welches original von Twitterer KittyCorgi sowie von MyDrivers (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) kommt. Die grundsätzlichen Daten zwischen beiden Meldingen sind fast identisch – so das hier entweder eine gemeinsame Quelle vorliegt oder aber MyDrivers (mit ihrem etwas späteren Posting) einfach von KittyCorgi (ohne Quellennennung und unter Hinzudichtung der Grafikkarten-Namen) abgeschrieben haben. Allerdings wurden die damit verbreiten (angeblichen) Ampere-Spezifikationen auch sofort angezweifelt, weil sich hierbei gewisse Unstimmigkeiten ergeben: So wird der GA104-Chip mit 48 Shader-Clustern an einem 256 Bit GDDR6-Speicherinterface beschrieben, der GA103-Chip mit 60 Shader-Clustern an einem 320 Bit GDDR6-Speicherinterface. Einmal abgesehen davon, das der GA104-Chip somit exakt der Hardware-Konfiguration des aktuellen TU104-Chips entspricht (was für eine neue Chip-Generation auf neuer Fertigung wenig Sinn ergibt), irritiert vor allem der niedrige Abstand zwischen GA104 und GA103 – es sind gerade einmal +25% mehr Shader-Cluster samt einem +25% breiterem Speicherinterface.

Recheneinheiten Speicherinterface Speicher Grafikkarten
nVidia GA102 ? ? ? GeForce RTX 3080 Ti
nVidia GA103 60 Shader-Cluster (= 3840 Shader-Einheiten) 320 Bit GDDR6 10/20 GB GeForce RTX 3080
nVidia GA104 48 Shader-Cluster (= 3072 Shader-Einheiten) 256 Bit GDDR6 8/16 GB GeForce RTX 3070
laut den von KittyCorgi sowie MyDrivers verbreiteten Ampere-Gerüchten
20

Umfrage-Auswertung: Welches PC-Spiel wird 2020 am meisten erwartet?

Die kürzliche Umfrage nach dem am meisten erwarteten PC-Spiel des Jahres 2020 brachte mit "Cyberpunk 2077" einen sowohl klaren als auch wenig überraschenden Sieger – jenes Spiel wurde schließlich auch schon mit der 2019er Umfrage an exakt dieser Position gewählt. Jenen doppelten Erfolg gab es allerdings schon einmal, denn "Mass Effect: Andromeda" hatte bereits die entsprechenden Umfragen von 2016 & 2017 gewonnen. Den Rekord von GTA V einzustellen, gleich dreimal in derart Umfragen vertreten zu sein, verkneifen sich die Macher von Cyberpunk 2077 trotz der kürzlich verkündeten Verschiebung auf den Herbst 2020 hoffentlich dann doch. Beachtenswert ist daneben die seltene Konstellation, das hierbei ausgerechnet ein nicht einer Franchise oder einer Spiele-Serie entstammender Spieletitel auf den (mit Abstand) höchstens jemals ermittelten Zustimmungswert kommt – mit 43,9% votierte nahezu die Hälfte der Umfrageteilnehmer für Cyberpunk 2077.

19

Hardware- und Nachrichten-Links des 18./19. Januar 2020

Seitens Twitterer kommen neue 3DMark13-Benchmarks zur Radeon RX 5600 XT – welche dann schon mit dem jüngsten BIOS-Update und damit den neuen Taktraten der Karte durchgeführt wurden. Dabei ist leider nicht ganz klar, um welche Karte (von Sapphire) es sich hierbei handelt und ob diese Benchmarks somit der Radeon RX 5600 XT auf Referenztakt entsprechen. Da allerdings die vorhergehenden Benchmarks von derselben Sapphire-Karte stammen dürften, läßt sich wenigstens ein relativer Vergleich aufstellen – sprich man kann ermitteln, um wieviel diese Sapphire-Karte mittels der jüngst erhöhten Taktraten zulegt. Und dies sind mit +10-11% ziemlich viel, durchaus oberhalb unserer bisherigen Schätzung von ca. +6%. Denn mittels +6% wäre die Radeon RX 5600 XT schon knapp an die GeForce RTX 2060 herangekommen – doch mit +10% erreicht sie in jedem Fall deren Performance-Level und sollte eigentlich sogar leicht oberhalb dieser herauskommen.

Radeon RX 5600 XT altes BIOS neues BIOS Zugewinn
3DMark13 FireStrike 197XX 219XX ca. +11%
3DMark13 FireStrike Extreme 97XX 108XX ca. +11%
3DMark13 FireStrike Ultra 50XX 55XX ca. +10%
3DMark13 TimeSpy 69XX 76XX ca. +10%
gemäß der Daten von Twitterer 'Apisak': Tweet No.1 & Tweet No.2
19 19

Wie hoch ist die Speicherkapazität aller im Haushalt verfügbaren Festplatten (2020)?

Bei dieser Umfrage (in Wiederholung von Umfragen von anno 2015 und anno 2011) geht es um die kumulierte Speicherkapazität aller Festplatten und SSDs auf allen im Haushalt verfügbaren PCs und Notebooks, nicht aber um wechselbare Datenträger wie CDs, DVDs, Blu-Rays und Bandlaufwerke. Externe Datenträger in Form von externen Festplatten und Festplatten in NAS-Systemen zählen hierbei ebenfalls mit hinzu, genauso auch nur mittels Dockingstation benutzbare Festplatten. Relevant sind also weder Anschlußart noch ständige Verfügbarkeit, sondern nur der Gerätetyp: Reguläre Festplatten und Solide State Drives (SSDs) – wie gesagt auf allen PCs, Notebooks und externen Geräten zusammengezählt. Selbst RAID-Systeme unter Mirroring (Spiegelung) können kumuliert angegeben werden – schließlich kann man das RAID-System auch wieder auflösen und die Platten regulär benutzen.

Bezüglich der Zählung von Gigabytes nach 1000er oder 1024er Regel kann man sich für diese Umfrage durchaus an die Angaben der Festplatten-Hersteller halten, die (ungenauerweise) nach der 1000er Zählung rechnen und damit regelmäßig die etwas höheren Festplattengrößen angeben. Eine im Laden als "1 Terabyte" verkaufte Festplatte fließt also mit exakt dieser Größe in die Rechnung ein, selbst wenn jene Festplatte unter Windows nur als "0,91 Terabyte" groß angegeben wird. Im Sinne dieser Umfrage ist diese kleine Ungenauigkeit vollkommen irrelevant – es geht schließlich nur um eine ungefähre Größenangabe und nicht die Exaktheit der Einzelergebnisse, welches sich dafür allerdings möglichst schnell im Kopf errechnen lassen sollen.

PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

18

Retail-Verkaufszahlen von nVidias "SUPER"-Refresh gegen AMDs Radeon RX 5700 Serie

In Vorbereitung einer zukünftigen Auswertung der Grafikkarten-Verkäufe bei der Mindfactory (ähnlich den bekannten Auswertungen zu den Prozessoren-Verkäufen seitens Ingebor) kann derzeit schon einmal etwas zu den Verkäufen der Neuvorstellungen von AMD & nVidia zur Jahresmitte 2019 gesagt werden. Es handelt sich hierbei um GeForce RTX 2060 Super, 2070 Super & 2080 Super sowie Radeon RX 5700 & 5700 XT, welche zwar größtenteils differierende Preis- und Performance-Felder beackern, allerdings zum halbwegs gleiche Zeitpunkt im Juli 2019 herauskamen – und damit einen wenigstens sehr groben Vergleich der Grafikkarten-Verkäufe von AMD & nVidia im Retail-Geschäft in Deutschland erlauben. Wie bekannt liegen die Verkaufsanteile weltweit und für alle Preissegmente bei grob 30:70 zugunsten von nVidia, bei den vorgenannten Gaming-Grafikkarten vom letzten Sommer sieht es jedoch beachtbar anders aus:

Launch Listenpreis Verkäufe 2019 (Anmerkung)
GeForce RTX 2080 Super 23. Juli 2019 699$ 3 490 (ursprünglich falsch als "2090" gemeldet)
GeForce RTX 2070 Super 2. Juli 2019 499$ 13 175 -
GeForce RTX 2060 Super 2. Juli 2019 399$ 5 315 -
Radeon RX 5700 XT 7. Juli 2019 399$ 13 690 (ursprünglich falsch als "12590" gemeldet)
Radeon RX 5700 7. Juli 2019 349$ 4 510 -
basierend auf den bei der Mindfactory öffentlich einsehbaren Verkaufszahlen
17

Hardware- und Nachrichten-Links des 17. Januar 2020

Laut Videocardz und HKEPC (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) scheint AMD nur vier Tage vor dem Launch der Radeon RX 5600 XT nochmals an deren Hardware-Daten bzw. Taktraten gedreht zu haben. Am eindeutigsten ist dies der Sapphire-Webseite zu entnehmen, wo die Hardware-Spezifikationen der dort bereits gelisteten "Sapphire Pulse Radeon RX 5600 XT 6GB" vorgestern auf Taktraten von ?/1560/3000 MHz zu einer TDP von 150 Watt lauteten, nun aber an derselben Stelle Taktraten von ?/1615/3500 MHz zu einer TDP von 160 Watt notiert werden. Ein Copy&Paste-Fehler ist hierbei fast auszuschließen, da diese Produkt-Webseite schließlich nicht neu erstellt, sondern die bestehende Webseite nur auf die neuen Werte abgeändert wurde. Allerdings listete auch schon die vorherige Webseiten-Version nicht die AMD-Referenztaktraten zur Radeon RX 5600 XT von ?/1375/3000 MHz, sondern mit 1560 MHz einen wesentlich höheren durchschnittlichen Boost-Takt (bei AMD der "Game Clock"). Damit ist letztlich nicht ganz klar, was denn nun der neue AMD-Referenztakt bei der Radeon RX 5600 XT sein soll – man kann nur sagen, das AMD hierbei augenscheinlich den durchschnittlichen Boost-Takt um ca. 55 MHz (ca. 4%), den maximalen Chiptakt um ca. 130 MHz (+8%) sowie den Speichertakt um 500 MHz (+17%) angehoben hat.

Radeon RX 5600 XT Ankündigung neuer Status
Game Clock  (durchschn. Boost-Takt) 1375 MHz ca. 1430 MHz
Boost Clock  (maximaler Chiptakt) 1560 MHz ca. 1690 MHz
Speichertakt 3000 MHz (QDR) 3500 MHz (QDR)
TDP 150 Watt 160 Watt
FullHD Perf.-Index  (Prognose) ~840-870% ~890-920%
16

Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Januar 2020

AnandTech berichten über eine offizielle Preissenkung der GeForce RTX 2060 – und in der Tat, nVidias eigener Online-Shop bietet die Karte derzeit für 299 Dollar bzw. 319,99 Euro an, wo letzte Woche noch Preise von 349$ bzw. 369€ gelistet waren. Trotz bislang fehlender Pressemitteilung geht es dann kaum offizieller – nVidia startet somit einen (gewissen) Preiskampf gegenüber AMD, speziell gegenüber der am Dienstag zu erwartenden Radeon RX 5600 XT. Jene tritt mit 279 Dollar zwar zu einem etwas niedrigeren Preispunkt an, sollte aber (gemäß ersten 3DMark13-Benchmarks) bei der Performance nur irgendwo zwischen GeForce GTX 1660 Ti und GeForce RTX 2060 herauskommen. Mit der GeForce RTX 2060 nun aber in direkter preislicher Nähe wird sich die neue AMD-Karte in erster Linie an dieser kleinsten RTX-Karte messen lassen müssen, was ein hartes Brot für die Radeon RX 5600 XT darstellen dürfte. Dabei hätte die nVidia-Karte selbst bei einem Performance-Gleichstand noch die Vorteile des RayTracing-Features sowie der etwas besseren Speichernutzung, was bei (beiderseits) nur 6 GB Speicher durchaus relevant ist. Und wie zu sehen, aktiviert auch hier Wettbewerb letztlich diese Reserven, welche die Chip-Entwickler noch haben – jene aber mangels Wettbewerb (bislang) nicht dem Konsumenten überlassen müssen.

AMD  (FHD Perf.Index) Listenpreis nVidia  (FHD Perf.Index)
Radeon RX 5700 XT 8GB  (1090%) 399$ GeForce RTX 2060 Super 8GB  (1030%)
Radeon RX 5700 8GB  (980%) 349$
Radeon RX 5600 XT 6GB  (~840-870%) 279$ / 299$ GeForce RTX 2060 6GB  (910%)
249$ GeForce GTX 1660 Ti 6GB  (790%)
229$ GeForce GTX 1660 Super 6GB  (770%)
Radeon RX 5500 XT 8GB  (650%) 199$ / 219$ GeForce GTX 1660 6GB  (690%)
Radeon RX 5500 XT 4GB  (600%) 169$ / 159$ GeForce GTX 1650 Super 4GB  (610%)
16

Umfrage-Auswertung: Boxed oder Tray: Wie werden Prozessoren gekauft?

Mit einer Umfrage von letztem September wurde der Frage nachgegangen, wie oft überhaupt Tray-Ware beim Prozessoren-Kauf (im Einzelhandel) erworben wird. Normalerweise sprechen die meisten Vorteile zugunsten der Boxed-Modelle, welche oftmals auch günstiger sind – insofern war vorab ein Ausgang der Umfrage mit sehr klaren Verhältnissen zugunsten der Bodex-Ware zu erwarten. Jene liegt nun auch mit 59,8% ausschließlichen Boxed-Käufern eindeutig wie mehrheitlich vorn – und dennoch ergibt dies mit 40,2% erstaunliche viele Umfrageteilnehmer, welche wenigstens einmal in ihrer PC-Laufbahn einen Prozessor als Tray-Ware erstanden haben. Jene teilen sich dann in grob zwei Drittel mit seltener Tray-Nutzung und grob ein Drittel mit häufigerer Tray-Nutzung auf – womit immerhin gleich 14,2% aller Umfrageteilnehmer öfters einmal Tray-Ware bei PC-Prozessoren erstehen.

Inhalt abgleichen