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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Juli 2018

Der Tech Report berichtet über den Versuch des AMD-Marketings, sich im Schein eines für AMD gut gelaufenen Treiberstabilitäts-Tests zu sonnen: Dabei hatte die Testfirma "QA Consultants" einen für Microsofts WHQL-Prüfung benutzten Stabilitätstests auf einer breiten Reihe an AMD- und nVidia-Grafikkarten intensiv durchlaufen lassen (Resultate als PDF). Die Kritik daran lautet allerdings darauf, das der benutzte Test nur ein einzelner der im Toolkit zum WHQL-Programm zur Verfügung stehenden Grafikkarten-Tests darstellt und sich zudem primär auf das Austesten von 2D- und Video-Aufgaben beschränkt, selbst wenn hierfür Teile von DirectX zum Einsatz kommen. Getestet wurde hierbei also eher so etwas wie die Stabilität im Office-Einsatz – während viele andere Grafikkarten-Käufer eher an der Stabilität im Gaming-Einsatz interessiert wären, was aber in mittels dieses Testansatzes gar nicht beachtet bzw. getestet wurde. Natürlich ist auch die Aussage der hohen Stabilität im Office-Einsatz etwas wert – aber AMD sollte halt besser nicht versuchen, dies als allgemeingültige Aussage umzudeuten, dies wird dann logischerweise Widerworte samt schlechter Presse nach sich ziehen.

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Intel-Roadmap zeigt Ice Lake erst im vierten Quartal 2019 sowie Cooper Lake als Cascade-Lake-Nachfolger

Aus Fernost kommend, breitet sich derzeit eine ziemlich umfangreiche Intel Prozessoren-Roadmap für die Jahre 2018-2020 im Internet aus. Aufgrund der undurchsichtigen Quellenlage wird jene Roadmap dabei schon einmal für bare Münze genommen – allerdings stammt jene "nur" vom Twitter-User Dayman58, stellt dessen persönliche Meinung bzw. Kenntnisstand dar und hat damit einen rein inoffiziellen Status als eigen-kreiierte Roadmap. Die Informationen auf der zu sehenden Roadmap dürften teilweise durch offizielle Intel-Informationen abgedeckt sein, eventuell hat der Twitter-User auch eine echte Intel-Roadmap sehen dürfen (und darf jene nur nicht direkt verbreiten). In jedem Fall beinhaltet diese inoffizielle Roadmap allerdings auch Informationen von bekannten Gerüchte-Webseiten, muß demzufolge also keineswegs in jedem Punkt korrekt sein (sondern könnte potentiell sogar maßgeblich danebenliegen). Nichtsdestotrotz ergeben sich mit dieser Ausarbeitungen einige interessante Anregungen zum weiteren Verlauf bei Intel:

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14./15. Juli 2018

Die Grafikkarten-Preise haben sich in den ersten beiden Juli-Wochen in beachtbarem Maßstab konsumentenfreundlich entwickelt, nachdem es über den Monat Juni faktisch kaum Bewegungen gegeben hatte. Somit sind die Preislagen der meisten Midrange- und HighEnd-Modelle gegenüber dem Stand von Ende Mai um zwischen -8% bis -18% abgesunken. Die meisten Preissenkungen hat es dabei in der ersten Juli-Woche gegeben, teilweise gab es zusätzlich auch noch eine zweite Preisrunde in der zweiten Juli-Woche. Im Fall der nVidia-Grafikkarten liegen GeForce GTX 1070, 1070 Ti & 1080 nunmehr grob wieder auf dem Niveau ihrer Listenpreise – ein lange Zeit nicht erreichtes Preisniveau. Auch bei AMD gab es maßgebliche, teilweise sogar noch größere Preisssenkungen – trotzdem sind diese Grafikkarten größtenteils immer noch um einiges von ihren Listenpreisen entfernt (welche zugegebenerweise auch sehr optimistisch gewählt sind). Zumindest bei den AMD-Grafikkarten könnte man sich sicherlich noch eine weitere Preisrunde vorstellen, immerhin liegen viele der jetzigen Preisnotierungen weiterhin höher als beim seinerzeitigen Launch dieser Grafikkarten. Bei den nicht gelisteten Modelle des Mainstream-Segments sowie bei GeForce GTX 1060 & 1080 Ti haben sich hingegen keine beachtbaren Preisreduzierungen ergeben.

Listenpreis Preis Ende Mai Preis 15. Juli Differenz
Radeon RX 570 4GB 169$ 260-300 Euro 210-250 Euro -18%
Radeon RX 570 8GB - 280-320 Euro 260-290 Euro -8%
Radeon RX 580 4GB - 290-320 Euro 240-280 Euro -15%
Radeon RX 580 8GB 229$ 300-340 Euro 270-300 Euro -11%
Radeon RX Vega 56 399$ 630-650 Euro 510-550 Euro -17%
Radeon RX Vega 64 499$ 700-750 Euro 570-660 Euro -15%
GeForce GTX 1080 499$ 540-590 Euro 470-540 Euro -11%
GeForce GTX 1070 Ti 449$ 480-520 Euro 440-480 Euro -8%
GeForce GTX 1070 379$ 430-470 Euro 390-440 Euro -8%
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Wieviel Grafikkarten-Speicher ist derzeit verbaut (2018)?

Mittels dieser Umfrage soll mal wieder herausgefunden werden, wieviel Grafikkartenspeicher derzeit so gängig ist – die letzte diesbezügliche Umfrage ist leider schon vier Jahre alt und damit inzwischen reichlich unaktuell. Wie seinerzeit wird mittels der Umfrage abgefragt, wieviel Grafikkartenspeicher (im Gaming-System) derzeit existiert und ob dabei (rein aus Gründen der Speichermenge) ein Aufrüstbedarf gesehen wird.

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Neuer Artikel: Zur Performance des Core i7-8086K

Mit dem Vorliegen erster Testberichte zum Core i7-8086K "Limited Edition" lohnt es sich, dessen Performance noch einmal exakt einzuordnen – und die bisherigen Abschätzungen zum Launchtag somit durch etwas solideres zu ersetzen. Unter anderem bei AnandTech, ComputerBase, Hardware.info dem Tech Report und Tom's Hardware hat man sich eingehend mit dem Core i7-8086K beschäftigt und dabei auch entsprechende (umfangreiche) Benchmarks aufgestellt. Jene kommen allerdings zu einem enttäuschenden Ergebnis: Der Core i7-8086K ist unter Anwendungen kaum schneller als der Core i7-8700K – trotz 300 MHz mehr Base- und maximalem Turbo-Takt, was einem (nominellen) Taktratengewinn von immerhin +7% entspricht. Auch im Spiele-Bereich sind die Zugewinne unterdurchschnittlich – in beiden Fällen ist der Core i7-8086K im Schnitt der Messungen gerade einmal ein mickriges Prozent schneller als der Core i7-8700K ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. Juli 2018

Bezüglich der kürzlichen Preislistungen zu GDDR5/6-Speicher wird natürlich breit die Frage gestellt, zu welchem Preisen nun AMD, nVidia und die Grafikkarten-Hersteller ihre Speicherchips einkaufen. Leider kann diese Frage nicht wirklich beantwortet werden – klar ist nur, das hierbei nicht einfach nur erhebliche, sondern regelrecht dramatische Rabatte im Spiel sein dürften. In der Foren-Diskussion wurde beispielsweise angemerkt, das man bei anderer Elektronik in 100.000er Stückzahlen schon bei grob der Hälfte der Preislagen von Digi-Key herauskommen kann. Der Bedarf an GDDR-Speicherchips dürfte hingegen industrieweit bei ein paar Dutzend Millionen Stück pro Monat liegen, angesichts der (zumindest teilweise) kontinuierlichen Nachfrage ist gleichfalls die Existenz von Rahmenverträge mit festen Kontingenten und entsprechend nochmals geringeren Preisen zugunsten der Grafikkarten-Industrie anzunehmen. Insofern ist es eine passendere Schätzung, gleich von 55-65% Rabatt für diese typischen Großabnehmer gegenüber den Preisen seitens Digi-Key auszugehen.

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Umfrage-Auswertung: Was ist der höchstmöglich gangbare Preispunkt für eine GeForce GTX 1180/2080?

Zum kommenden Turing-Launch darf man sicherlich auf eine gute Mehrperformance hoffen – und muß genauso befürchten, das nVidia seine dann unangefochtene Stellung an der Leistungsspitze zu vielleicht sogar erheblichen Preissteigerungen ausnutzt. Bis zu einem gewissen Grad kann man dies meistens noch irgendwie mitgehen, aber irgendwann ist dann sicherlich genug, gerade sofern nVidia die Turing-Generation wirklich nicht mit der Enthusiasten-Lösung "GeForce GTX 1180 Ti", sondern der HighEnd-Lösung "GeForce GTX 1180" eröffnen sollte. Eine Umfrage von Mitte Juni ging somit der Frage nach, was der höchstmögliche noch gangbare Preis für eben diese HighEnd-Lösung in Form von "GeForce GTX 1180" oder "GeForce GTX 2080" sein darf – immer eingerechnet den Umstand, das dies langfristig nur die zweitschnellste Turing-Lösung sein wird, später da also noch einmal eine "Ti"-Lösung oben drauf gesetzt werden dürfte.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 12. Juli 2018

Beim japanischen ASCII (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) hat man sich mit Vega 20 beschäftigt, dem kommenden HPC-Chip von AMD, welcher höchstwahrscheinlich nicht ins Gaming-Segment gehen wird. Dabei werden auch einige gewagte Annahmen getroffen, welche sich dann natürlich übers Netz verbreiten: Doch die These, die (unter der 7nm-Fertigung vergleichsweise große) Chipfläche von Vega 20 würde Platz für 88-96 Shader-Cluster ergeben, zerschellt normalerweise an früheren AMD-Roadmaps, welche den Chip klar als mit "nur" 64 Shader-Cluster ausgerüstet beschrieben haben. Die erheblichen Platzreserven gehen im übrigen für Profi-Features wie einen (schnellen) FP64-Support u.a. drauf, nicht für mehr Shader-Cluster. Auch die aufgestellte These, neue Fertigungsverfahren würden automatisch (in erheblichem Maßstab) höhere Taktraten ermöglichen, ist nicht wirklich zu halten – vielmehr müssen die Chipentwickler heutzutage um höhere Taktraten regelrecht kämpfen und dafür häufig auch jede Menge zusätzlicher Transistoren einsetzen (wie beispielsweise bei nVidia zwischen Kepler- und Maxwell-Architektur). Ergo dürfte Vega 20 nahezu unmöglich mit den beschriebenen 20 TFlops SinglePrecision-Rechenleistung herauskommen können (was mehr als bei nVidias Tesla V100 wäre). Eine solide Hochrechnung kommt auf vielleicht ~13 TFlops bei Vega 10 (4096 Shader-Einheiten x 1600 MHz Chiptakt) – reichlich weit von jenen (angeblichen) 20 TFlops.

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Umfrage-Auswertung: Wird der Microsoft Store (PC-seitig) benutzt?

Mittels einer Umfrage von Mitte Juni wurde nach der Nutzung des "Microsoft Stores" vom PC aus gefragt. Der Microsoft Store (bis Oktober 2017 "Windows Store" genannt) kommt mittels Windows 8/10 und hat somit automatisch einen erheblichen Standort-Vorteil – gerade da Windows-Apps eigentlich nur noch über diesen Store bezogen werden sollen. Trotzdem hat sich der Microsoft Store bis jetzt kaum im öffentlichen Bewußtsein festsetzen können – ganz im Gegensatz zu den Software-Shops von Apple, Google und Valve. Das Umfrage-Ergebnis bestätigt dieses Bild deutlich: Gerade einmal 31,5% der Umfrageteilnehmer waren überhaupt schon einmal im Microsoft Store zugange, nur 20,7% haben darüber wenigstens einmalig Software gezogen, nur ganze 1,7% zählen sich als häufige Nutzer des Microsoft Stores. Damit haben satte 68,5% der Umfrageteilnehmer den Microsoft Store noch nie wenigstens einmalig besucht.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 11. Juli 2018

Aus unserem Forum kommt der Hinweis auf Preislistungen zu GDDR6-Speicher beim Elektronikbauteil-Händler Digi-Key für entsprechenden Micron-Speicher (Preisangaben durchgehend ohne MwSt., Mindestabnahmemenge jeweils 2000 Stück). Hierbei handelt es sich natürlich um vergleichsweise (sehr) hohe Preislagen, welche nicht jene Preispunkte widerspiegeln, welche die Grafikchip-Entwickler und Grafikkarten-Hersteller bei Direktbestellungen bei den Speicherchip-Herstellern zahlen müssen. Da geht es dann um viel größere Mengen und zudem einen ständigen, fortlaufenden Bedarf, ergo dürften sehr erhebliche Rabatte im Spiel sein – sicherlich bezahlen Grafikchip-Entwickler und Grafikkarten-Hersteller nur die Hälfte (oder gar weniger) der Preise bei Digi-Key. Interessant sind jene GDDR-Preise somit vor allem in Relation zu anderen Grafikkartenspeicher-Preisen – so zu dem von GDDR5-Speicher, welcher ebenfalls bei Digi-Key erhältlich ist.

Technik Stückpreis USD Stückpreis EUR Anmerkung
GDDR5 @ 3500 MHz 8 Gbit (1 GByte) GDDR5 mit 3500 MHz DDR (7 Gbps) 22,11 $ 18,88 € wurde im Mai 2017 für 13,41 € angeboten
GDDR5 @ 4000 MHz 8 Gbit (1 GByte) GDDR5 mit 4000 MHz DDR (8 Gbps) 23,44 $ 20,01 € -
GDDR6 @ 12 Gbps 8 Gbit (1 GByte) GDDR6 auf 12 Gbps (3000 MHz QDR) 24,34 $ 20,78 € -
GDDR6 @ 13 Gbps 8 Gbit (1 GByte) GDDR6 auf 13 Gbps (3250 MHz QDR) 25,35 $ 21,64 € -
GDDR6 @ 14 Gbps 8 Gbit (1 GByte) GDDR6 auf 14 Gbps (3500 MHz QDR) 26,36 $ 22,51 € -
Preise des Elektronikbauteil-Händlers Digi-Key vom 11./12. Juli 2018 bei Abnahme von jeweils 2000 Stück, ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen
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