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Hardware- und Nachrichten-Links der Pfingstfeiertage 2018

Auch noch eine (kleine) Außenseiter-Chance hat die (mögliche) 7nm-Fertigung von Turing, welche seitens PCGamesN ins Spiel gebracht wird. Danach würde sich der Turing-Launch allerdings auf November 2018 oder später verschieben – was sich dann wiederum mit den den kürzlichen Informationen seitens Tom's Hardware beißt. Da die Grundlage des ganzen sowieso nur ein Forenposting darstellt und zudem die 7nm-Fertigung für finale Produkte außerhalb des SoC-Bereichs im Jahr 2018 arg unwahrscheinlich ist, muß man darauf nicht viel geben. Üblicherweise kann man von einer Jahresspanne zwischen ersten SoC-Produkte und großen Grafikchips in derselben Fertigung rechnen – das TSMC jetzt schon die 7nm-Massenfertigung angeworfen hat, ist also diesbezüglich eine Nullaussage. Selbst das AMDs Vega 20-Chip augenscheinlich in der 7nm-Fertigung von TSMC derzeit schon gesampelt wird, muß nichts über Turing in 7nm schon dieses Jahr aussagen – denn Vega 20 ist nur eine Kleinserie (stammt wohl aus TSMCs Riskfertigung) und soll selbst laut AMD dieses Jahr nicht mehr verkauft werden. Diese Millionen-Stückzahl, welche man für einen nVidia GT104-Chip benötigt, sind dagegen eine ganz andere Hausnummer und werden sich sicherlich dieses Jahr nicht mehr in der 7nm-Fertigung realisieren lassen.

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AMDs Ryzen 2000 oder Intels Coffee Lake als Gaming-CPU?

AMD hat mittels Ryzen 2000 sicherlich ein rundherum gutes Produkt vorgelegt und auch beim bisherigen Schwachpunkt der Spiele-Performance beachtbar zugelegen können. Doch nach der Neu-Bewertung der Spiele-Performance von Ryzen 2000 vs. Ryzen 1000 & Coffee Lake bleibt eine gewisse Performance-Lücke zugunsten von Intels Coffee Lake bestehen (gemeint hierbei die Sechskerner des Portfolios, die Vierkerner sind schließlich Kaby-Lake-basiert) – nicht viel, aber eben sichtbar. Natürlich kann man andere Vorteile für AMD ins Feld führen: Bessere Sockel-Kompatiblität, Übertaktungsfähigkeit gerade bei den kleinen Modellen des Portfolios, teilweise einen stärkeren Performance-Gewinn durch schnelleren Speicher, höhere Kern-Anzahl und damit (vermutlich) bessere Zukunftsaussichten. Auch diese Nebenpunkte kann man in seine Entscheidung einbeziehen, welche man derzeit als die insgesamt bessere Gaming-CPU einschätzt: Die Sechskerner von Intels Coffee Lake – oder die Sechs- und Achtkerner von AMDs Ryzen 2000?

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Gerüchteküche: GeForce GTX 1180/2080 aus nVidias Turing-Generation soll im Juli starten

Bei Tom's Hardware hat man das zusammengetragen, was sich derzeit zur "GeForce GTX 1180/2080" als vermutlich erstem Produkt von nVidias Turing-Generation sagen läßt. An dieser Stelle gibt es dann noch keine belegten Daten zur Hardware dieser Grafikkarte – aber man kann ziemlich gut untermauertes zur Terminlage berichten. So dürfte sich der Launch der "GeForce GTX 1180/2080" auf Basis von Indizien aus der Herstellerindustrie im Juli (im nVidia-Referenzmodell) ereignen, die Custom-Modelle der Grafikkarten-Hersteller sollen dann im August und September nachfolgen. Hierzu liegen Leaks, Gerüchte und teilweise auch Hersteller-Aussagen vor, in der Summe erscheint diese Terminsituation somit als ziemlich gut abgesichert. Alle vorherigen Gerüchte (bis auf das falsche Gerücht zu einem Frühjahrs-Launch von Ampere) sind im Endeffekt auch auf dieses dritte Quartal 2018 für die nächste Grafikkarten-Generation von nVidia hinausgelaufen, insofern liegen diese neue Informationen im Rahmen des zu Erwarteten.

Zeitrahmen Aktion (Quellenlage)
Mitte Juni 2018 Shipping der Turing-Bundles an PNY (Leak)
Juli 2018 Launch der Turing-Referenzkarten ("Founders Edition") (Leak & Gerücht)
August/September 2018 Launch der Turing-Boardpartnerkarten (Boardpartner-Aussagen & Rechenbeispiel)
alle Angaben sind 1:1-Zitate von Tom's Hardware
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Hardware- und Nachrichten-Links des 17./18. Mai 2018

Die kürzliche Umfrage zur Grafikkarten-Kaufneigung angesichts von nVidias GPP bringt auch neue Zahlen zum Anteil der AMD-, nVidia- und Wechselkäufer mit sich: Bei dieser Umfrage vom April 2018 bezeichneten sich 22,2% der Umfrageteilnehmer als AMD-Käufer, 28,3% als nVidia-Käufer und immerhin 49,5% als Wechselkäufer. Damit hat über die Jahre die Markentreue doch deutlich abgenommen, denn bei einer ähnlichen Umfrage im Oktober 2015 (zu nVidias seinerzeitiger GFE-Affäre) gab es noch 23,8% AMD-Käufer, 39,4% nVidia-Käufer und 36,8% Wechselkäufer. Während sich bei AMD nur eine minimal geringere Käuferschar eingefunden hat, musste nVidia doch sehr deutlich bei den Stammkäufern zurückstecken – von 39,4% auf 28,3% innerhalb von zweieinhalb Jahren. Die typischen Wechselkäufer, welche seinerzeit nur gut ein Drittel ausgemacht haben, sind damit inzwischen auf glatt die Hälfte der Umfrageteilnehmer angewachsen. Natürlich muß dieses Ergebnis nicht sagen, das damit weniger nVidia-Grafikkarten gekauft werden – die Abnahme der Markentreue sagt nur aus, das man auch andere Angebote bei der persönlichen Kaufentscheidung überhaupt zuläßt, nicht aber, das jene letztlich auch genommen werden. Dennoch ist Markentreue etwas, worauf die großen Anbieter im gewöhnlichen hinarbeiten und darauf stolz sind – an dieser Stelle hat nVidia also bemerkbare Rückschläge einstecken müssen.

Oktober 2015 Mai 2018 Differenz
Quelle Umfrage zur GEF-Affäre Umfrage zu nVidias GPP -
AMD-Käufer 23,8% 22,2% -1,6 Prozentpunkte
nVidia-Käufer 39,4% 28,3% -11,1 Prozentpunkte
Wechselkäufer 36,8% 49,5% +12,7 Prozentpunkte
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Umfrage-Auswertung: Auf welches Interesse stößt eine Radeon RX Vega Nano?

Mittels der Umfrage von letzter Woche wurde das Interesse an einer (seinerzeit noch eventuellen) Radeon RX Vega Nano abgefragt. Der Release der Karte in Form einer Herstellerversion seitens PowerColor wurde nunmehr bestätigt, womit die Umfrage sogar noch an Gewicht hinzugewinnt. Dabei wäre einzukalkulieren, das es sich bei einer Nano-Karte immer um ein eher spezielles Produkt handelt: Zum einen ist der Preisbereich des ganzen üblicherweise im HighEnd-Segment angesiedelt, zum anderen wird auch dort mit einer Nano-Karte nur ein gewisser Teil des Käuferpotentials angesprochen. Unter dieser Sichtweise betrachtet sind die Umfrageergebnisse ganz anständig ausgefallen: 10,3% der Umfrageteilnehmer sehen die Karte allein wegen der (kleinen) Bauform als interessantes Kaufobjekt an – so lange es da nur PowerColor als Hersteller gibt, könnte dies für PowerColor sicherlich ein lohnendes Geschäft werden.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 15./16. Mai 2018

Hardwareluxx berichten über die Ankündigung der Vorstellung der PowerColor Radeon RX Vega 56 "Nano Edition" auf der kommenden Computex (5. bis 8. Juni in Taipei, Taiwan). Die beim Ryzen-2000-Launchevent schon einmal (als Vorserien-Modell) gezeigte Karte schafft es damit tatsächlich zur Serienreife – dies allerdings nicht als offizielles Nano-Modell seitens AMD, sondern nur als "Nano Edition" speziell von PowerColor. Wie stark man sich dabei an die ursprüngliche Idee der Radeon R9 Nano hält, bleibt die Bekanntgabe genauerer Daten bzw. entsprechende Tests abzuwarten – bislang ist nur sicher, das die Kartenlänge passend kurz ausfällt. Das Interesse an einer solchen Karte ist sicherlich (in Maßen) vorhanden – allerdings wird PowerColor mit der Karte vor die Schwierigkeit gestellt, sowohl eine hohe Energieeffizienz zu liefern als auch bei der Performance konkurrenzfähig zu sein. Dies alles dann noch zu einem vernünftigen Preispunkt zu erreichen, dürfte wirklich nicht einfach werden – an dieser Stelle hätte ein Referenzmodell seitens AMD seine Vorteile, denn da kann der Preispunkt eher denn marktpolitisch passend gewählt werden.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Ryzen 2000?

Die im April gelaufene Umfrage bezüglich des Ersteindrucks zu AMDs Ryzen 2000 brachte für diese neue Prozessoren-Generation ein überragendes Ergebnis von 90,6% positivem Ersteindruck bei nur 7,2% durchschnittlichem sowie nur 2,2% negativem Ersteindruck, bei einem potentiellen Kaufinteresse von satten 65,8%. Alle diese vier Werte stellen jeweils neue Rekorde dar, womit auch die kürzlichen Traum-Ergebnisse von Raven Ridge nochmals (knapp) überboten wurden. Dies ist im Fall von Ryzen 2000 allerdings um so erstaunlicher, als das es sich hierbei "nur" um eine klassische Refresh-Generation handelt, welche auch keinerlei großen Fortschritte an den Tag gelegt hat. Refresh-Generationen werden gewöhnlich weit weniger enthusiastisch bewertet – Intel kann davon sein Lied singen, wobei man es dort mit vielen Refresh-Generationen hintereinander auch wieder (deutlich) übertrieben hat.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14. Mai 2018

Golem vermelden ein erstes Lenovo-Notebook mit einem Prozessor aus Intels "Cannon Lake" Generation. Die ersten Intel-Prozessoren in der 10nm-Fertigung sollen bekannterweise nur noch zu Testzwecken erscheinen, zählen bei Intel auch nicht mehr unter "Massenware" – womit die Intel-Aussage zu einer 10nm-Massenfertigung erst im Jahr 2019 sich dann eher auf die nachfolgende "Ice Lake" Generation beziehen. Nichtsdestotrotz stellt Intel derzeit Cannon Lake schon in Kleinserie her – zu irgendetwas zählbarem muß diese 10nm-Testfertigung dann am Ende ja auch führen. Allerdings dürfte es nicht dafür reichen, besonders viele von solcherart Notebooks aufzulegen – nicht auszuschließen, das jenes Lenovo-Notebook für eine längere Zeit allein am Markt steht. Den ganz großen Vorteil dürfte jenes Lenovo-Notebook zudem auch nicht aus der 10nm-Fertigung ziehen können, da mittels der verbauten extra AMD-Grafiklösung (da der verbaute Cannon-Lake-Prozessor ohne integrierte Grafik daherkommt) der größte Teil der 10nm-Ersparnis wieder weggehen sollte.

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Umfrage-Auswertung: Welchen Einfluß hat nVidias GPP auf die Kaufneigung?

Ende April und damit noch vor der Einstellung von nVidias "GeForce Partner Program" (GPP) wurde mittels einer Umfrage nach dem Einfluß von GPP auf die Kaufneigung gefragt. GPP mag zwar inzwischen Geschichte sein, der damit angerichtete Reputationsverlust bleibt jedoch – so das die Ergebnisse dieser Umfrage durchaus auch jetzt noch als relevant angesehen werden können. Nicht unerwarteterweise teilt sich das Feld der Antworten weit auf, kam jede Antwortoption auf beachtbare Prozentanteile. Dabei dürften die 15,9% der Umfrageteilnehmer, welche aufgrund von GPP zukünftig keine nVidia-Hardware mehr kaufen wollen, sowie die immerhin 35,7% der Umfrageteilnehmer, welche aufgrund von GPP eine klare Beeinflußung der eigenen Kaufneigung zugunsten von AMD verspüren, nVidia zukünfig beim Aufbau eines positiven Markenimages fehlen. Hinzu kommen noch 21,9% der Umfrageteilnehmer, welche die GPP-Äffare (neben anderen Punkten) bei zukünftigen Kaufentscheidungen mit einrechnen wollen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 12./13. Mai 2018

Beim PCGamer weist man auf den Einfluß der steigenden Speicherpreise auf die Preisentwicklung bei Grafikkarten hin: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von GeForce GTX 1070 & 1080 im Frühling 2016 haben die dort benötigten 8 GB GDDR5-Speicher nur 40-50 Dollar gekostet – heute sollen es nahezu 100 Dollar sein (was im übrigen noch etwas höher ist als kürzlich genannt). Einzurechnen soll hierbei auch der Effekt sein, das eine Verteuerung auf der Einkaufsseite den Endverkaufspreis an die Grafikkarten-Käufer entsprechend stärker trifft – hierbei soll aus einer Kostensteigerung von 50 Dollar durchaus ein höherer Endverkaufspreis von 100 Dollar resultieren. Dies ist aus unserer Sicht aber nur in wettbewerbsschwachen Situationen haltbar (wie es jene durch den Mining-Boom durchaus gab) – sobald der Wettbewerb wieder anzieht, dürfte aus einer Kostensteigerung von 50 Dollar eher ein höherer Endverkaufspreis von 60 Dollar werden (die Mehrwertsteuer nicht beachtend). Im Gegensatz zum derzeit zum Erliegen gekommenen Mining-Boom dürfte uns diese Preissteigerung allerdings weiterhin begleiten – und gerade, wenn die nächste Grafikkarten-Generation einen Sprung bei der Speichermenge macht, sich durchaus sichtbar auswirken.

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