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Gerüchteküche: nVidias AD102-Chip soll mit gleich +122% mehr Rechenleistung antreten

Twitterer Greymon55 hat mal wieder einen Informationsfetzen zu den NextGen-Grafikkarten von sich gegeben, diesesmal bezogen auf nVidias Lovelace-Spitzenchip "AD102". Jener Grafikchip, dem 144 Shader-Cluster und damit +71% mehr gegenüber dem aktuellen GA102-Chip der Ampere-Generation nachgesagt werden, soll nunmehr auch mit erheblich stärkerem Chiptakt von ≥2.2 GHz antreten. Da nVidia derzeit (mangels Tape-Out) noch keine echten AD102-Chips haben dürfte, kann es sich nur um eine Projektion seitens nVidia handeln – sprich, dies will man erreichen. Üblicherweise dürfte es sich zudem um eine Angabe auf Basis des (offiziellen) Boost-Takts handeln, mittels welchen nVidia seine offiziellen Rechenleistungs-Angaben ermittelt. Dies bedeutet, dass der Vergleichswert aus der Ampere-Generation die 1700 MHz offizieller Boost-Takt der GA102-basierten GeForce RTX 3090 sein werden. Demgegenüber würde eine AD102-basierte Grafikkarte mit 2200 MHz Boost-Takt dann nominell um immerhin +29,4% beim Takt zulegen.

ad102 frequency : ≥2.2ghz
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 19. September 2021

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Umfrage: Wie weit verbreitet ist Grafikkarten-Undervolting?

Bei Grafikkarten-Undervolting versucht man, eine niedrigere Chip-Spannung zu finden, unter welcher dann dennoch ein stabiler Betrieb möglich ist. Nutzvoll ist das Feature zum einen beim Übertakten unter festem Power-Limit – denn wenn der Grafikchip mit weniger Energie auskommt, gibt es mehr Platz unter jenem Power-Limit und kann der Grafikchip entsprechend höher takten. Und zum anderen erzielt man damit natürlich vor allem eine viel bessere Energieeffizienz, wenn eine gleiche oder ähnliche Performance unter klar niedrigeren Stromverbrauch erzielt wird – Nebeneffekte wie geringere Chip-Temperaturen und somit leiser drehende Lüfter sind dabei in aller Regel sehr willkommen. Mittels dieser Umfrage soll herausgefunden werden, wie weit Undervolting bei Grafikkarten verbreitet ist.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. September 2021

Ein weiterer Hinweis seitens Twitterer Greymon55 zur Ausgestaltung der kommenden GeForce RTX 40 Serie dreht sich um das Speicherinterface des größten Lovelace-Chips AD102 bzw. die daraus folgenden Speicherinterfaces für die Desktop-Grafikkarten GeForce RTX 4080 & 4090: Jene werden mit 320 bzw. 384 Bit angegeben. Beides dürfte zum jetzigen Stand eher nur Vermutungen des Twitteres sein, da die konkrete Produktplanung bei nVidia derzeit noch in der Konzeptionsphase stecken wird – zuerst muß schließlich der AD102-Grafikchip zum Tape-Out und von dort erfolgreich zurückkommen. Allerdings dürfte die maximale Hardware des AD102-Chips natürlich schon in Stein gemeißelt sein, da so kurz vor Tape-Out in diesen Fragen dann keine Änderungen mehr vorgenommen werden (würde zusätzlich an Zeit kosten und somit alle Terminpläne über den Haufen werfen).

4080 should be 320bit, 384bit on 4090.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 17. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. September 2021

Von Twitterer Greymon55 kommt eine neue Wasserstandsmeldung zur Performance der Lovelace-basierten GeForce RTX 40 Serie – bezogen natürlich auf das jeweilige Spitzenmodell, nicht auf die komplette Serie. Hierfür dürften aktuelle Industrie-Gerüchte als Basis dienen – etwas anderes existiert derzeit mangels entsprechender Hardware sowie noch nicht. Danach wird eine Performance-Verdopplung gegenüber einer GeForce RTX 3090 durch eine kommende Lovelace-Spitzenlösung (auf AD102-Basis) als "konservativ" eingeschätzt – sprich, da soll dann noch Platz nach oben hin sein. Damit ist Faktor 2,0 eher als unterer Maßstab der Performance-Steigerung zu sehen, es könnte in der Realität dann auch leicht mehr werden – anzunehmenderweise vielleicht Faktor 2,2. Viel genauer läßt sich dies derzeit sowieso nicht sagen, da bei nVidia derzeit erst am reinen AD102-Chip gearbeitet wird, noch nicht an darauf basierenden Grafikkarten.

I think 2x 3090 is conservative.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 11. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. September 2021

Die Deathloop-Benchmarks der ComputerBase zeigen eine erhebliche Belastung des Grafikkartenspeichers unter diesem neuen Spieletitel – insbesondere nach Zuschaltung von RayTracing. Da sich der Performance-Verlust des Spiels unter RayTracing durchaus im Rahmen hält (bei Ampere-Karten ca. 20-25%), lohnt sich die Aktivierung dieses Features durchaus – wenn man über genügend VRAM verfügt. Mit 8-GB-Karten ist dabei allerdings nicht mehr viel zu gewinnen, allerhöchstens unter FullHD wäre dies noch gangbar. Erst ab 10 GB erreicht man ein nutzbares Niveau, zur perfekten Spielbarkeit ohne jede Probleme werden allerdings gleich 16 GB empfohlen. Dies ist dann eher eine Praxiserfahrung, das reine Zahlenmaterial sieht eher die genannten 10 GB als (eindeutig belegbare) Grenze. Nachfolgend wurde hierzu das Niveau der Perzentile von 0,2% verglichen mit der jeweiligen durchschnittlichen Framerate angegeben – je kleiner der Prozentwert ausfällt, um so weiter entfernen sich diese sinnbildlichen Mindest-fps vom fps-Durchschnitt:

Niveau P0,2 zu avg fps VRAM FullHD WQHD 4K RT@1080p RT@1440p RT@2160p
GeForce RTX 3080 Ti 12 GB 84% 84% 91% 85% 89% 88%
Radeon RX 6900 XT 16 GB 77% 80% 88% 85% 88% 90%
GeForce RTX 3080 10 GB 79% 80% 87% 73% 81% 86%
Radeon RX 6800 16 GB 77% 80% 87% 84% 85% 90%
GeForce RTX 3070 8 GB 82% 85% 48% 80% 59% 77%
Radeon RX 6700 XT 12 GB 71% 74% 79% 83% 85% 92%
GeForce RTX 3060 12 GB 86% 84% - 85% 92% -
Radeon RX 6600 XT 8 GB 69% 74% - 43% 51% -
gemäß der Deathloop-Benchmarks der ComputerBase, angegeben durchgehend das Niveau von Perzentil 0,2% zu average fps (100%)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 14. September 2021

TechEpiphany @ Twitter weist auf ein sehr bezeichnendes Bild zum Zustand des Grafikkarten-Markts hin – welches durch die Menge der Grafikkarten-Listungen bei Einzelhändler "Mindfactory" derzeit und vor zwei Jahren abgeben wird. Die Mindfactory listet üblicherweise nur wirklich auf Lager befindliche Hardware, alles andere fällt zumindest aus aus den Übersichtslisten zu jeder Grafikkarte heraus und wäre nur über die Detail-Suche (bei Kenntnis von exaktem Namen oder Produktnummer) zu finden. Somit werden die potentiellen Käufer direkt zu tatsächlich ab Lager vorhandenen Angeboten gelenkt und verlieren sich nicht in haufenweise Angeboten, welche sowieso nicht verfügbar sind. Gleichfalls ergibt sich nach kurzer Durchzählung jedoch auch ein sofortiger Überblick darüber, wie breit das real verfügbare Grafikkarten-Angebot zu verschiedenen Zeiten war und ist:

~2 years ago mindfactory had around 200(!) different grapics card models in stock.
now it is 5 RTXs/GTXs and 8 RXs
Quelle:  TechEpiphany @ Twitter am 14. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. September 2021

Twitterer Harukaze5719 zeigt neue Vorab-Listungen zu "Alder Lake" auf einem zudem vergleichsweise freundlichen Preisniveau. Die Preise stammen vom US-Händler ProVantage und sind auch jetzt noch dort in dieser Form einzusehen. Wie in den USA üblich, wird die (Bundesstatt-abhängige) Mehrwertsteuer fehlen – dafür lassen sich diese Preise dann aber auch direkt mit den Listenpreise der Vorgänger-Generation "Rocket Lake" vergleichen, ebenfalls ausgeführt in US-Dollar und ohne Mehrwertsteuer. Hierbei ergibt sich ein Preisaufschlag von zwischen 5-12%, gemittelt 9% – was für Vorab-Preise ziemlich handzahm ist, jene können oftmals viel höher als später die realen Preise ausfallen. Da kaum ein Einzelhändler aus Spaß an der Freude zu niedrige Vorab-Preise ansetzt, deutet dies (erneut) darauf hin, dass die Alder-Lake-Listenpreise kaum höher als jene von Rocket Lake ausfallen sollten.

Hardware boxed tray Listenpreis Vorgänger
Core i9-12900K 8C+8c/24T, 30 MB L3 $604,89 $605,92 Core i9-11900K   $539 (tray)
Core i9-12900KF 8C+8c/24T, 30 MB L3 $578,13 $578,49 Core i9-11900KF   $519 (tray)
Core i7-12700K 8C+4c/20T, 25 MB L3 $422,17 $420,26 Core i7-11700K   $399 (tray)
Core i7-12700KF 8C+4c/20T, 25 MB L3 $395,61 $392,36 Core i7-11700KF   $374 (tray)
Core i5-12600K 6C+4c/16T, 20 MB L3 ? $283,59 Core i5-11600K   $262 (tray)
Core i5-12600KF 6C+4c/16T, 20 MB L3 $261,77 $263,15 Core i5-11600KF   $237 (tray)
Vorab-Preise zu Alder Lake gemäß Harukaze5719 @ Twitter
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Gerüchteküche: Das vierte Quartal 2022 soll Zen 4, RDNA3, Lovelace & Raptor Lake bringen

Twitterer Greymon55 prognostiziert für das vierte Quartal 2022 eine deutliche Release-Ballung an hochinteressanter Hardware: Danach sollen im Jahresschlußquartal des nächsten Jahres immerhin AMDs "Raphael" (Desktop-Version von Zen 4), AMDs RDNA3, nVidias "Lovelace" und Intels "Raptor Lake" antreten. Dies erinnert sicherlich an den Release-"Wahnsinn" zum Spätherbst/Winter 2020, als innerhalb weniger Wochen nVidias Ampere, AMDs Zen 3 und AMDs RDNA2 (zuzüglich der neuen Konsolen-Generation) herauskamen. Das vierte Quartal 2022 scheint ähnlich vollgepackt zu werden – folgt damit aber natürlich auch nur dem Erscheinen neuer Fullnodes bei der Chipfertigung, welche neue Chipprojekte speziell seitens AMD & nVidia geradezu herausfordern. Dass dann auch noch Intel zur selben Terminlage hinzukommt, könnte man unter "unglücklicher Zufall" einordnen, resultiert jedoch wohl eher aus dem Bestreben Intels, jeder neuen AMD-Generation umgehend etwas eigenes Neues entgegenzusetzen.

Q4 2022
Raphael
RDNA3

Ada lovelace
Raptor lake
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 11. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 11./12. September 2021

Laut VideoCardz will nVidia die GeForce RTX 2060 wiederbeleben – und zwar als 12-GB-Variante, welche im nächsten Januar in den Handel gehen soll. Die originale GeForce RTX 2060 trat Anfang 2019 mit nur 6 GB Grafikkartenspeicher an, was jedoch heutzutage kaum noch gangbar (für Neuware) ist. Die neue Speicherbestückung ist (neben einer dafür abgewandelten Platine) die einzige bislang bekannte Änderung, denn Anzahl der Hardware-Einheiten und das Speicherinterface sollen identisch bleiben. Ziel der Übung dürfte sein, mittels des Ausweichens auf die 12nm-Fertigung von TSMC für mehr Lieferbarkeit im Mainstream-Segment des Grafikkarten-Marktes zu sorgen – anstatt weitere Beschleuniger auf Ampere-Basis und demzufolge der knappen 8nm-Fertigung von Samsung in diesen zu schicken. Damit dürfte nVidia eine eventuell für dieses Performance-Segment gedachte "GeForce RTX 3050 Ti" auf GA106-Basis (vorerst) ausfallen lassen (der GA107-Chip wird hierfür hingegen zu klein sein).

GeForce RTX 2060 6GB GeForce RTX 2060 12GB GeForce RTX 3050 Ti GeForce RTX 3060
Chipbasis nVidia TU106-300 nVidia TU106-300-KX nVidia GA106-200 nVidia GA106-300
Hardware Turing, 30 Shader-Cluster (1920 FP32-Einheiten) @ 192 Bit Interface angeblich Turing, 30 Shader-Cluster (1920 FP32-Einheiten) @ 192 Bit Interface Ampere, 22-24 Shader-Cluster (2816-3072 FP32-Einheiten) @ 128/192 Bit Interface Ampere, 28 Shader-Cluster (3584 FP32-Einheiten) @ 192 Bit Interface
Speicher 6 GB GDDDR6 12 GB GDDR6 8/12 GB GDDR6 12 GB GDDR6
FHD Perf.Index 910% vermutlich 910% grob geschätzt ~900-950% 1130%
Listenpreis $299 ? ? $329
Release 7. Januar 2019 angeblich Januar 2022 unsicher 25. Februar 2021
Hinweis: Angaben zu noch nicht veröffentlichen Karten basieren auf Gerüchten & Annahmen
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Umfrage: Wie wird Intels kommender Eintritt in den Grafikkarten-Markt gesehen?

Noch sind einige Monate Zeit, aber Intel wird nun tatsächlich ab Jahresanfang 2022 einen Wieder-Einsteig in den Markt der regelrechten Desktop-Grafikkarten wagen. Inzwischen hat man dies auch ganz offiziell bekräftigt, so mittels einer Ankündigung der "Arc"-Grafikkarten sowie der Vorstellung des "Alchemist" Grafikchip-Design. Die letzten Gerüchte legen allerdings (erneut) nahe, dass Intel mit seinen 2022er Grafikkarten erst einmal nur in das Mainstream- und Midrange-Segment gehen wird. Auch "nur" dort sollte ein dritter Wettbewerber eigentlich willkommen sein, wobei die Praxistauglichkeit der Intel-Grafikkarten in Bezug auf Performance, Treiber und Spiele-Kompatibilität derzeit natürlich ungewiss ist. Aber auch für AMD- und nVidia-Nutzer könnte sich ein Vorteil ergeben, insofern Intels Markteintritt die Situation der Grafikkarten-Preise zu beruhigen hilft.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

weitgehend uninteressiert
11% (175 Stimmen)
abwartend, weil die Durchschlagskraft des Erstlingswerks unklar ist
14% (212 Stimmen)
abwartend, weil Intel erst einmal nur Mainstream & Midrange beliefert
5% (76 Stimmen)
abwartend, weil der Effekt auf die Grafikkarten-Preise unsicher ist
5% (75 Stimmen)
positiv, primär wegen eines dritten Wettbewerbers
25% (390 Stimmen)
positiv, primär wegen des anzunehmenden Effekts auf die Grafikkarten-Preise
5% (71 Stimmen)
positiv, sowohl wegen eines dritten Wettbewerbers als auch des anzunehmenden Effekts auf die Grafikkarten-Preise
35% (538 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1537
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