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Hardware- und Nachrichten-Links des 22./23. Juli 2017

Der TechSpot schneidet erneut die Frage an, ob es für Spiele ein Vierkerner oder Sechskerner sein soll – ermittelt anhand des Vergleichs Core i7-7700K gegen den Core i7-7800X sowohl unter default-Taktraten als auch unter üblicher Übertaktung. Die Benchmarks wurden allerdings allesamt nur mittels einer GeForce GTX 1080 Ti unter der FullHD-Auflösung aufgenommen – ein Setting, welches sich nicht so richtig zwischen der Darstellung der realen Spielerpraxis und dem ernsthaften Erzeugen einer CPU-Limitierung entscheiden kann. Insofern ist es in Frage zu stellen, ob das Ergebnis wirklich eine größere Bedeutung hat: Der Vierkerner gewinnt durchgehend, wenn auch bei einem insgesamt bedeutungslosen Unterschied – denn die grob 10% Differenz zum Sechskerner findet durchgehend auf fps-Werten statt, die nirgendwann auch nur in die Nähe eines Niveaus kommen, irgendwie an der (perfekten) Spielbarkeit des jeweiligen Titels kratzen zu können.

7700K 7700K OC 7800X 7800X OC
Technik Kaby Lake, 4C + HT, 339$ Skylake-X, 6C + HT, 383$
Taktraten 4.2/4.5 GHz OC @ 4.9 GHz 3.5/4.0 GHz OC @ 4.7 GHz
30 Spieletests @ FullHD 100% 102,1% 90,3% 94,3%
basierend auf den Benchmarks des TechSpots
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Auf welches Vorab-Interesse stößt Intels Coffee Lake?

Das Intel mittels der Coffee-Lake-Generation erstmals (bei Intel) Sechskern-Prozessoren ins normale Consumer-Segment bringen wird, war schon des längerem bekannt. Jetzt lichtet sich nun langsam der Nebel zur im vierten Quartal zu erwartenden neuen Intel-Generation, zwei Meldungen (No.1 & No.2) bringen erste Modell-Daten – welche sich zwar derzeit noch widersprechen, nichtsdestotrotz die Richtung schon ganz vernünftig skizzieren können. Intel bringt mit Coffee Lake anscheinend nicht einfach nur Sechskerner ins normale Consumer-Segment, sondern stattet diese auch mit konkurrenzfähigen Taktraten aus, vergleichsweise nahe am Höchststand der letzten Intel-Vierkerner liegend.

Hier ergeben sich also gute Ansatzpunkte für alle diejenigen, welche nach "mehr" CPU-Kernen auf im normalen Preisbereich rufen. Dennoch bleibt offen, wie gut sich jene Consumer-Sechskerner speziell unter normaler Alltags-Software bis hin zu PC-Spielen gegenüber den rasant getakteten Consumer-Vierkernern von Intel behaupten können. Auch für die Verfechter von Vierkern-Prozessoren im normalen Consumer-Segment dürfte Coffee Lake allerdings etwas bieten – die Vierkerner rutschen mittels Coffee Lake preislich nach unten, dies dürfte wohl auf keinerlei Widerspruch stoßen. Demzufolge fragt diese Umfrage ab, wo man seine Prioritäten bei Coffee Lake sieht – oder eventuell auch außerhalb dessen.

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Erneut (angebliche) Modelldaten zu Intels Coffee Lake aufgetaucht

Seitens WCCF Tech rückt man mit neuen technischen Daten zu den Coffee-Lake-Modellen an, welche abweichend und größtenteils auch taktfreudiger als die bisher gemeldeten Daten daherkommen. Als Beleg hat man einen Auszug aus einem augenscheinlichen Intel-Dokument angeführt, welches sehr detaillierte Angaben liefert – augenscheinlich eine für die Mainboard-Hersteller bestimmte Dokumentation. Leider fehlen die Prozessorenname (in dieser Frage raten WCCF Tech augenscheinlich nur) sowie die Angabe, ob HyperThreading aktiv ist – man könnte annehmen, das Intel HyperThreading bei allen Coffee-Lake-Sechskernern mit 12 MB Level3-Cache freischaltet (weil bisher bei Intel die Modelle ohne HyperThreading immer auch beim Level3-Cache abgespeckt waren), aber wirklich sicher ist diese Annahme damit natürlich trotzdem noch nicht.

Kerne Takt TC3.0 unl. L2 L3 Speicher TDP Release
CFL 6C-SKU #1 6C + ? 3.7/4.3 GHz 1.5 MB 12 MB DualChannel DDR4/2400 95W Q4/2017
CFL 6C-SKU #2 6C + ? 3.2/3.6 GHz 1.5 MB 12 MB DualChannel DDR4/2400 95W Q4/2017
CFL 6C-SKU #3 6C + ? 3.1/4.2 GHz 1.5 MB 12 MB DualChannel DDR4/2400 65W Q4/2017
Alle Coffee-Lake-Prozessoren laufen (nach bisheriger Erkenntnis) ausschließlich auf Mainboards basierend auf Intels 300er Chipsatz-Serie.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 20./21. Juli 2017

Über unser Forum wurde ein weiteres 3DMark13-Testresultat mit einer stark übertakteten Radeon Vega Frontier Edition erspäht. Die Vega FE lief dabei auf 1732/1100 MHz mit augenscheinlich maximiertem Power-Limit und passender Kühlung – denn die Performance ging gegenüber dem ebenfalls zu sehendem Resultat auf 1702/1100 MHz noch sehr gut nach oben, ergo lag hier noch keine (erhebliche) Drosselung vor. Im TimeSpy unter der WQHD-Auflösung reichte es auf dieser Übertaktung von 1732/1100 MHz zu einer klaren Überflügelung der GeForce GTX 1080, allerdings liegt man damit immer noch etwas unterhalb der Hälfte des Weges zur GeForce GTX 1080 Ti. Ob die kommenden Radeon RX Vega Gaming-Lösungen auf gleich solch hohen Taktraten erscheinen werden, wäre zwar zu bezweifeln – aber es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, das die default-Taktraten der Radeon Vega Frontier Edition (≤1600/945) überboten werden und es gilt als ziemlich ausgemacht, das in jedem Fall die durchschnittlich erreichten Taktraten höher liegen als bei der Vega FE.

1070 1080 1080Ti Fury X Vega FE Vega FE OC
Overclocking-Takt - - - - - 1732/1100 MHz
3DMark13 TimeSpy
 (GPU, WQHD)
5736 7157 9470 5214 6785 7973
Quellen: Durchschnitt der Resultate von Guru3D, Hardware.fr & KitGuru Jerico Jerico Futuremark
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Intels Sechskern-Prozessoren: Jetzt Skylake-X - oder warten auf Coffee Lake?

Wer nach einem Sechskerner von Intel Ausschau hält, wird in absehbarer Zeit die Qual der Wahl haben – da Intel solcherart Prozessoren ab dem vierten Quartal in gleich zwei Produktlinien anbieten wird: Wie bekannt innerhalb der HEDT-Linie mittels Skylake-X, und dann eben auch noch innerhalb der normalen Consumer-Linie bei Coffee Lake. Hiermit werden erstmals bei Intel im normalen Consumer-Segment gleich 6 CPU-Rechenkerne angeboten werden, und dies wahrscheinlich auch zu Consumer-typischen Preislagen. Damit stellt sich die Frage, ob es sich eventuell lohnen mag, auf die zum Jahresende erscheinende Coffee-Lake-Generation mit dem Sechskerner Core i7-8700K zu warten – oder ob man bedenkenlos schon jetzt bei Skylake-X mit dem Sechskerner Core i7-7800X zuschlagen kann.

Core i7-7800X Core i7-8700K Quellenlage CFL Vorteil/Nachteil
Herkunft Intel Skylake-X (SKL-X) Intel Coffee Lake (CFL) - kaum eine Differenz
CPU-Kerne 6C + HT 6C + HT (sicher) identisch
Taktraten 3.5/4.0 GHz (kein TC3.0) 3.7/? GHz (kein TC3.0) (wahrscheinlich) (wahrscheinlich) kleiner Vorteil CFL
unlocked (bestätigt) identisch
Caches 6 MB L2 & 8.25 MB L3 1.5 MB L2 & 12 MB L3 (sicher) (wahrscheinlich) minimaler Vorteil CFL
iGPU keine GT2-Lösung (24 EU) (sicher) nicht wirklich benötigt
Speicherinterface QuadChannel DDR4/2400 DualChannel DDR4/2666 (sehr gut anzunehmen) kleiner Vorteil SKL-X
PCI Express (CPU) 28 16 (sehr gut anzunehmen) klarer Vorteil SKL-X
Plattform X299 Z370 (sicher) klarer Vorteil CFL (günstiger)
TDP 140W 95W (bestätigt) klarer Vorteil CFL
Listenpreis 383$ Richtung 300-400$ (mglw. 339$) (reine Annahme) noch zu unsicher, wer hier vorn liegt
Release 19. Juni 2017 Q4/2017 (vergleichsweise sicher) klarer Vorteil SKL-X
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Hardware- und Nachrichten-Links des 18./19. Juli 2017

AMDs "Mini Community Tour" mit der Radeon RX Vega lief Dienstag Abend erstmals in Budapest über die Bühne – und erbrachte (nicht unerwartet) keinerlei neue Informationen. Dafür war das Event augenscheinlich auch nicht gedacht, wie man sich mittels der vorliegenden Bilder und Videos selbst überzeugen kann. Es gab hierbei also weder irgendwelche technischen Informationen (oder auch nur Bruchstückchen davon) oder aber Benchmarks, nicht einmal mitlaufende Framecounter konnten erspäht werden. Das AMD die Radeon RX Vega mittels der zu sehenden Demosysteme indirekt mit einer GeForce GTX 1080 (nicht aber einer 1080 Ti) verglichen hat, dürfte in erster Linie dem primär angestelltem Vergleich von FreeSync vs. G-Sync geschuldet sein – hierfür ist es natürlich günstiger, wenn die Konkurrenzkarte vergleichsweise langsamer ist und daher eher Probleme hat, die Framerate zu halten. Ob man dies als weiteren AMD-Versuch deuten kann, mit der Radeon RX Vega erheblich tiefzustappeln, sei wegen des eigentlichen Testansatzes von FreeSync vs. G-Sync dahingestellt.

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Intels 12-Kerner Core i9-7920X kommt mit (nur) 2.9 GHz Basetakt daher

Mit der neuesten offiziellen Intel-Preisliste listet der Prozessorenbauer nunmehr auch den Core i9-7920X – und damit das erste der später in den Markt kommenden Modelle von Skylake-X. Speziell der 12-Kerner Core i9-7920X wird schon im August erwartet, die anderen Modelle (14/16/18-Kerner) dagegen dann erst im Oktober. Zusammen mit dem Listenpreis (etwas abweichend von der Vorankündigung nicht bei 1199$, sondern 1189$) gab es auch erste bestätigte technische Daten: Erstens beträgt die Größe des Level3-Caches 16.5 MB, dies ergab sich allerdings schon automatisch (Skylake-X bietet immer 1.375 MB Level3-Cache pro CPU-Kern). Und zweitens liegt der Basetakt dieses 12-Kerners bei nur 2.9 GHz – und damit nochmals 400 MHz niedriger als beim (schon im Markt befindlichen) 10-Kerner Core i9-7900X.

Kerne Taktraten TB3.0 unl. L2 L3 Speicher PCIe TDP Listenpreis Release
Core i9-7980XE 18 + HT ? ? 18 MB 24.75 MB 4Ch. DDR4/2666 44 165W 1999$ Oktober
Core i9-7960X 16 + HT ? ? 16 MB 22 MB 4Ch. DDR4/2666 44 ? 1699$ Oktober
Core i9-7940X 14 + HT ? ? 14 MB 19.25 MB 4Ch. DDR4/2666 44 ? 1399$ Oktober
Core i9-7920X 12 + HT 2.9/? GHz ? 12 MB 16.5 MB 4Ch. DDR4/2666 44 ? 1189$ August
Core i9-7900X 10 + HT 3.3/4.3 GHz 4.5 GHz 10 MB 13.75 MB 4Ch. DDR4/2666 44 140W 989$ 19. Juni
Core i7-7820X 8 + HT 3.6/4.3 GHz 4.5 GHz 8 MB 11 MB 4Ch. DDR4/2666 28 140W 589$ 19. Juni
Core i7-7800X 6 + HT 3.5/4.0 GHz 6 MB 8.25 MB 4Ch. DDR4/2400 28 140W 383$ 19. Juni
Core i7-7740K 4 + HT 4.3/4.5 GHz 1 MB 8 MB 2Ch. DDR4/2666 16 112W 339$ 19. Juni
Core i5-7640K 4 4.0/4.2 GHz 1 MB 6 MB 2Ch. DDR4/2666 16 112W 242$ 19. Juni
Alle Core-X-Prozessoren kommen im Sockel 2066 daher, welcher Mainboards mit dem Intel-Chipsatz X299 bedingt. Die beiden Core i5/i7 Modelle basieren auf Kaby-Lake-X, alle Core i9 Modelle auf Skylake-X.
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Umfrage-Auswertung: Welche Auswirkungen hat der Mining-Boom auf den Grafikkarten-Kauf?

Die Umfrage der letzten Woche widmete sich den Auswirkungen des aktuellen (aber derzeit vielleicht schon wieder abflauenden) Mining-Booms auf den Grafikkarten-Kauf. Schließlich sind seit einigen Wochen einige beliebte Grafikkarten nur zu zu extremen Preisen oder gar nicht mehr erhältlich – und selbst wenn nicht jeder Grafikkarten-Interessent unbedingt jetzt kaufen muß, wird dies doch einige Nutzer getroffen haben, deren Aufrüstung eben einfach innerhalb der letzten Wochen geplant war. Allerdings haben nur zusammengerechnet 3,1% der Umfrage-Teilnehmer wirklich zu überhöhten Preisen oder aber eine andere Grafikkarte als ursprünglich geplant erstanden – nominell ist dies sicherlich wenig, andererseits gerechnet auf den (vergleichsweise kurzen Zeitraum von nur grob 2 Monaten) auch wiederum eher normal.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. Juli 2017

Bei PC Perspective hat man sich nun auch noch die wassergekühlte Ausführung der Radeon Vega Frontier Edition im Test angesehen. Im Gegensatz zur offiziellen Ankündigung hat die Karte nominell dieselbe Boardpower von 300 Watt – erst beim Wechsel auf ein zweites (auf der Karte bereits vorhandenes) BIOS geht die Boardpower auf 350 Watt hinauf. Dies wird auch umgehend von der Karte ausgenutzt, welche weit weniger an ihrem Temperatur-Limit hängt als die luftgekühlte Version und damit auf dem 350W-BIOS auch mehr oder weniger genau so viel verbraucht. Der Effekt auf die Taktraten ist ebenfalls erheblich, die AiO-Version auf 300W TBP liegt oftmals bei nur ~1530 MHz, während die Air-Version oftmals bei ~1440 MHz liegt und die AiO-Version auf 350W TBP meistens ihren Maximaltakt von 1600 MHz erreicht. Insofern ist klar, daß das Hochsetzen der Boardpower ungefähr ein Drittel des Weges von der Air-Version zur maximierten AiO-Version (auf 375W TBP) bedeutet dürfte.

Vega FE (Air) Vega FE (AiO) 1070 1080 1080Ti
Schnitt aus 6 Spiele-Benchmarks @ WQHD 100% 109,7% 94,8% 117,9% 152,5%
Schnitt aus 6 Spiele-Benchmarks @ UltraHD 100% 114,8% - 123,9% 166,3%
basierend auf den Benchmarks von PC Perspective; Vega FE AiO laufend auf 350W TBP
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Erste (angebliche) Modelldaten zu Intels Coffee Lake aufgetaucht

Seitens des französischen Canard PC (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) kommen erste belastbare Angaben zu den Verkaufsnamen und Taktraten der kommenden Coffee-Lake-Generation von Intel. Hierzu liegen (den gewöhnlich gut informierten) Canard PC wohl Angaben von den finalen Samples vor, welche derzeit von Intel freigegeben werden. Canard PC weisen allerdings (voll zu Recht) darauf hin, das es bei Intel derzeit vergleichsweise "drunter und drüber" geht, das es demzufolge auch noch zu kurzfristigen Änderungen an Namen und Daten kommen kann – bis zum Launchtermin irgendwann im vierten Quartal ist schließlich noch reichlich Zeit. Die Ausführungen von Canard PC beinhalten zudem eine gewisse Überraschung, als daß die Core-i5-Modelle nunmehr angeblich auch gleich Sechskerner (ohne HyperThreading) darstellen sollen.

Kerne Takt TC3.0 unl. L2 L3 Speicher TDP Release
Core i7-8700K 6C + HT 3.7/? GHz 1.5 MB 12 MB DualChannel DDR4 95W Q4/2017
Core i7-8700 6C + HT 3.2/? GHz 1.5 MB 12 MB DualChannel DDR4 95W Q4/2017
Core i5-8600K 6C 3.6/? GHz 1.5 MB 9 MB DualChannel DDR4 95W Q4/2017
Core i5-8400 6C 2.8/? GHz 1.5 MB 9 MB DualChannel DDR4 65W Q4/2017
Alle Coffee-Lake-Prozessoren laufen (nach bisheriger Erkenntnis) ausschließlich auf Mainboards basierend auf Intels 300er Chipsatz-Serie.
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