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Hardware- und Nachrichten-Links des 2./3. Juni 2020

In unserem Forum wird eine klare Lanze für HBM2-Speicher bei "Big Navi" gebrochen – und dafür aber auch eine Begründung samt weiterer Hintergrund-Informationen geliefert. Dabei liegt beim Navi-21-Chip mit kolportiert 80 Shader-Clustern die Problematik vor allem darin, das die Entscheidung zwischen GDDR6 oder HBM2 im Fall von GDDR6 regulärerweise auf ein 512bittiges GDDR6-Interface hinauslaufen würde – was heutzutage wiederum keiner mehr bauen will, da es (relativ) zu viel Platz auf dem Chip wegnimmt bzw. zu stark ins Power-Budget reinschlägt. Allein die dafür notwendige größere Chipfläche könnte zudem dafür sorgen, das sich die Mehrkosten von HBM wieder etwas reduzieren – und sinngemäß wird die Rechnung noch besser, wenn man das mit HBM erreichbare höhere Performance-Potential (mehr Power-Budget für die Recheneinheiten anstatt das Speicherinterface, größere Speicherbestückung als bei 384 Bit GDDR6 möglich) einbezieht, womit sich das Endprodukt letztlich besser und zu höheren Preisen verkaufen läßt. Gänzlich sicher kann man sich natürlich nicht sein, gerade die Variante mit 80 Shader-Clustern ist grenzwertig: Jene wäre auch noch mit 384 Bit GDDR6 realisierbar – im Gegensatz zu einer höheren Anzahl an Shader-Clustern, welche dann klar zugunsten von HBM2 tendiert.

Chipfläche Speicherinterface fixe Chipteile Recheneinheiten
Navi 10 251mm² 256 Bit GDDR6 = ca. 25% der Chipfläche ca. 40% 60% der Chipfläche = 40 SM
Navi 21 mit GDDR6 505mm² 384 Bit GDDR6 = ca. 18-20% der Chipfläche ca. 25% 75% der Chipfläche = 80 SM
Navi 21 mit HBM2 505mm² 2048 Bit HBM2 = ca. 10% der Chipfläche ca. 15% 85% der Chipfläche = 96 SM
Alles zu Navi 21 notierte stellt reine Annahmen dar.
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Gerüchteküche: Intel arbeitet an hohen IPC-Zugewinnen bei den zukünftigen "Golden Cove" & "Ocean Cove" CPU-Kernen

Von MebiuW kommt ein vielbeachtetes Gerücht mit Aussagen zu IPC-Gewinnen zukünftiger CPU-Kerne von Intel. Der Ursprung soll wohl in einem Weibo-Chat liegen, ist damit nicht wirklich nachvollziehbar – vor allem nicht der Punkt, wer diese Aussage in welchem Zusammenhang getroffen hat. Beurteilt man nur die Aussage selber, fällt auf, das jene mit den "Ocean Cove" CPU-Kernen in der 7nm-Fertigung derart weit in der Zukunft geht, das es sich hierbei keineswegs um seriöse Performance-Messungen handeln kann – sondern zumindest bei den wirklich zukünftigen CPU-Generationen bestenfalls um interne Projektionen auf Basis von Software-Modellen des in Arbeit befindlichen Prozessors. Jene Projektionen sollten natürlich um so ungenauer ausfallen, je weiter die jeweilige CPU-Generation in der Zukunft liegt – im genauen ist es also das, was Intel sich so vorstellt erreichen zu wollen, nicht das, was dann auch wirklich erreicht wird. Zudem beziehen sich jene IPC-Projektionen explizit auf CPU-Kerne und nicht auf ganze Prozessoren – was bedeutet, das man damit um so schwerer auf die Schlagkraft finaler Produkte schlußfolgern kann.

Kürzel IPC insgesamt IPC pro Gen. Fertigung
Skylake SKL 100% - 14+++
Sunny Cove SNC 118% +18% 10nm
Willow Cove WLC ~125% +6% 10+
Golden Cove GDC 150% +20% 10++
Ocean Cove OCC ~180% +20% 7nm oder 7+
basierend auf gerüchteweiser Aussagen auf Weibo, wiedergegeben von MebiuW @ Twitter
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Hardware- und Nachrichten-Links der Pfingstfeiertage 2020

Videocardz notieren die erste Vorab-Händlerlistung zum Matisse-Refresh aus Ryzen 5 3600XT, Ryzen 7 3800XT und Ryzen 9 3900XT (augenscheinlich schreibt AMD den Suffix "XT" im CPU-Bereich ohne Leerzeichen, im Gegensatz zum Grafikkarten-Bereich). Wie schon genannt, soll der Matisse-Refresh (angeblich) bereits am 16. Juni vorgestellt und dann am 7. Juli in den Handel gehen. Die Anzahl der Leaks zu diesem in den letzten Tagen deutet darauf hin, das es sich hierbei kaum eine Falschmeldung handeln dürfte – wenngleich die genannte Vorab-Händlerlistung aller Vermutung nach nicht auf Basis einer realen Information durch AMD oder einen Distributor entstanden ist. Solcherart Vorab-Listungen werden seitens der Händler gern nur auf Basis der aktuellen Gerüchteküche aufgelegt, einfach nur um ins Gespräch zu kommen – sprich, die dort genannten Daten stellen zumeist keine unabhängige Quelle dar, sondern entsprechen auch nur dem allgemeinbekannten Stand der Gerüchteküche.

Kerne Takt Liste Straße Release
Ryzen 9 3900XT 12C/24T angebl. 4.1/4.8 GHz 499$ vermlt. ~500-530 Euro 7. Juli 2020
Ryzen 9 3900X 12C/24T 3.8/4.6 GHz 499$ ab 419 Euro 7. Juli 2019
Ryzen 7 3800XT 8C/16T angebl. 4.2/4.7 GHz 399$ vermlt. ~400-430 Euro 7. Juli 2020
Ryzen 7 3800X 8C/16T 3.9/4.5 GHz 399$ ab 319 Euro 7. Juli 2019
Ryzen 5 3600XT 6C/12T angebl. 4.0/4.7 GHz 249$ vermlt. ~250-280 Euro 7. Juli 2020
Ryzen 5 3600X 6C/12T 3.8/4.4 GHz 249$ ab 195 Euro 7. Juli 2019
Alle Informationen zum Matisse-Refresh (XT-Modelle) sind natürlich vorläufig und noch nicht bestätigt.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 28./29. Mai 2020

Die Übersetzung eines (im Original leider nicht vollständig einsehbaren) DigiTimes-Berichts beim RetiredEngineer @ Twitter hat für einige Wellen gesorgt, soll danach doch AMDs "Zen 3" schon in der 5nm-Fertigung (im genauen die "Ryzen 4000 Serie" mit Codenamen "Vermeer") daherkommen – und zwar gleich im besseren "5nm Plus" Prozeß, welcher laut der DigiTimes im vierten Quartal 2020 (vorfristig) in die Massenfertigung überführt wird. An dieser Stelle beißt sich jene Aussage zu Zen 3 unter der 5nm-Fertigung aber gleich selber wieder: Einen Prozeß in die Massenfertigung zu überführen, bedeutet in aller Regel, das hiermit erst einmal 3-4 Quartale nur kleinere Smartphone-SoCs hergestellt werden, erst danach kommen die großen PC-Chips dran. Anders war es bisher nie, ist wahrscheinlich technisch auch gar nicht anders zu lösen – insofern verwundert diese Aussage seitens der DigiTimes dann doch ziemlich, auch wenn sich jene natürlich gut für knallige Schlagzeilen und bedeutungsschwangere Videobotschaften verwenden läßt.

Rumor has it that AMD and TSMC have adjusted their foundry blueprints. The Ryzen 4000 series of desktop processor originally expected to launch at the end of 2020 will now use TSMC's enhanced 5nm process (5nm Plus) instead of 7nm EUV.
 
TSMC's enhanced 5nm process enters mass production in Q4, ahead of schedule.
 
AMD's new generation Ryzen 4000 series processor (codenamed Vermeer), originally planned to use 7nm EUV, will be unveiled around Sep-Oct, but in line with the mass production schedule of TSMC's enhanced 5nm process, will only launched at end of year or during CES in Jan 2021.

Quelle:  DigiTimes vom 28. Mai 2020, Übersetzung ins Englische bei RetiredEngineer

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AMD legt anscheinend eine "Zen 3+" Zwischen-Generation zwischen Zen 3 und Zen 4 ein

Videocardz zeigen einen auf Twitter kurzzeitig zu sehenden Ausschnitt einer augenscheinlichen AMD-Roadmap, welche mit "Warhol" eine neuen, bislang unbekannten Codenamen für einen Zen-3-basierten augenscheinlichen Desktop-Prozessor notiert. Für die Auslegung als Desktop-Prozessor spricht, das dessen Vorgänger bereits PCI Express 4.0 beherrschen können soll, der Nachfolger dann mit einem "Ra" anfängt – was auf "Raphael" hindeutet, was der Codename der Zen-4-basierten Desktop-Prozessoren sein soll. Das originale Postings ist wie gesagt nicht mehr bei Twitter einzusehen, aber dessen Urheber MebiuW hat gleich noch einmal in Textform nachgelegt: Hierbei werden Codename, Zen-Revision und Strukturgröße der Fertigung in dieser Reihenfolge angegeben, was zusammen mit dem Roadmap-Ausschnitt das Bild (für den augenblicklichen Stand des Irrtums) abrundet:

AMD "Warhol" (mglw. Ryzen 5000 Serie)
AMD "Warhol" (mglw. Ryzen 5000 Serie)

Matisse 2/7   Vermeer 3/7   Warhol 3/7   Raphael 4/5

Quelle:  MebiuW @ Twitter am 27. Mai 2020
zu lesen als:
Matisse = Zen 2 in 7nm, Vermeer = Zen 3 in 7nm,
Warhol = Zen 3 in 7nm, Raphael = Zen 4 in 5nm

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Umfrage-Auswertung: Wie hoch ist die Speicherkapazität aller im Haushalt verfügbaren Festplatten (2020)?

Nachzutragen ist noch die Auswertung der Festplatten-Umfrage von diesem Januar, welche über Vorgänger-Umfragen von anno 2015 sowie anno 2011 einen weiten Blick zurück und somit auf die stattgefundene Entwicklung in diesem Segment ermöglicht. Die Fragestellung war seinerzeit wie heuer dieselbe, es ging allein um die (grobe) Kapazität aller im Haushalt verfügbaren Festplatten – egal ob HDD oder SSD, intern oder extern. Jene sollte sich mit der Zeit natürlich deutlich steigern, gerade da im Maximum zwischen den Umfragen fast 9 Jahre Differenz liegen. Die aktuelle 2020er Umfrage zeigt eine sehr breite Verteilung zwischen den einzelnen Festplatten-Größen, die nachfolgende Grafik faßt selbige Festplatten-Größen dann zu gewissen Bereichsklassen zusammen, was wohl einen bessere Überblick über die Gesamsituation ermöglicht:

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Hardware- und Nachrichten-Links des 27. Mai 2020

Weitere Benchmark zum Matisse-Refresh kommen seitens Twitterer 'Rogame' für den Ryzen 7 3800 XT sowie für den Ryzen 9 3900 XT, jeweils unter dem 3DMark13 FireStrike im Physics-Test. Die hierbei genannten Werte geben allerdings noch keine vernünftige Performance-Richtung vor: Der Ryzen 7 3800 XT sieht mit 25135 Punkten eher schlecht aus, wenn ein Ryzen 7 3700X unter AnandTechs Bestenliste schon 24774 Punkte schafft. Der Ryzen 9 3900 XT sieht dagegen mit 29172 Punkten (zuerst einmal) viel ansprechender gegenüber dem wiederum von AnandTech stammden Vergleichswert von 27137 Punkten aus. Andererseits ist letzterer auch vergleichsweise niedrig angesetzt, bei der HardwareZone hatte man schon zu Launch-Zeiten 29141 Physics-Punkte für den Ryzen 9 3900X ausgemessen, mit Overclocking-Speicher sind problemlos auch Werte im Bereich von 30'000 Punkten erzielbar. Bei Tweakers findet sich dann sogar schon ein Physics-Wert von 29225 Punkten, welcher somit den (angeblichen) Wert des Ryzen 9 3900 XT knapp schlägt – ergo kann man auf Basis dieser 3DMark-Zahlen nicht wirklich von einem Performance-Plus beim Matisse-Refresh sprechen.

3DM13 FS Physics Ryzen 7 3700X vs. 3800 XT Ryzen 9 3900X vs. 3900 XT
Rogame @ Twitter 3800 XT:  25135 3900 XT: 29172
AnandTech 3700X:  24774 3900X:  27137
HardwareZone 3700X:  24879 3900X:  29141
Tweakers - 3900X:  29225
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Hardware- und Nachrichten-Links des 26. Mai 2020

Von Twitterer Komachi kommt eine vielbeachte (eigenerstellte) AMD Prozessoren-Roadmap, welche diverse CPU-Codenamen samt dazugehörigen Sockeln sowie deren grobe zeitliche Einordnung bis einschließlich des Jahres 2022 beinhaltet. Leider fehlt damit die Zuordnung zu den jeweiligen Zen-Generationen, welche sich nur indirekt aus der zeitlichen Einordnung erschließt. In jedem Fall werden damit drei Codenamen in die Runde geworfen, welche das bisherige Bild ergänzen können: "Cezanne" und "Rembrandt" sollen die kommenden APUs nach Renoir sein – wahrscheinlich in dieser Reihenfolge und damit basierend auf Zen 3 (Cezanne) bzw. Zen 4 (Rembrandt). Diese Auslegung könnte natürlich auch schnell ins Wanken gelangen, sofern AMD bei seinen APU-Plänen von der eigentlichen Zen-Roadmap abweicht, beispielsweise eine Zwischen-Generation nur für den APU-Bereich einlegt (wie jene mittels "Zen 3+" durchaus schon einmal genannt wurde).

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Hardware- und Nachrichten-Links des 25. Mai 2020

In unserem Forum wird intensiv darüber diskutiert, was sich mit den für AMDs Navi 21 vermuteten 80 Shader-Clustern samt 50% besserer Energieeffizenz anfängen läßt. Letzteres ist natürlich eher denn eine Bedingung, um überhaupt 80 Shader-Cluster auf einen Grafikchip für eine Gaming-Grafikkarte zu bringen – weil, wenn man selbiges mit der Energieeffizienz von Navi 1X probiert, würde die erste Milchmädchenrechnung grob den doppelten Stromverbrauch der Radeon RX 5700 XT (ergo ~440W) ergeben. Bei einer nominell 50%ig besseren Energieeffizienz kann man dann bei grob 250-300 Watt Stromverbrauch herauskommen – diverse Skalierungseffekte und auch die Ungewißheit, auf welchem exakten Betriebspunkt jene Energieeffizienz-Aussage aufgenommen wurde, erlauben derzeit nur eine eher grobe Aussage. Jener Stromverbrauch wäre aber in jedem Fall die Grundvoraussetzung zur Auflage einer solchen Grafikkarte, welche einfach nicht bei oberhalb 300 Watt herauskommen darf, um noch breit verkaufsfähig zu sein (selbst wenn dieser Punkt einzelnen Enthusiasten herzlich egal ist). Die gleiche Mildmädchenrechnung sieht dann natürlich auch grob das doppelte Performance-Potential in 80 Shader-Clustern, wenn die Radeon RX 5700 XT bereits deren 40 trägt – was abzüglich wiederum von Skalierungseffekten in der Realität dann vielleicht noch 80-90% Mehrperformance ergeben.

AMD Vega/Navi AMD Navi 2X nVidia Turing
Navi 21  -  ca. 270-300%
GeForce RTX 2080 Ti (FE)  -  236%
GeForce RTX 2080 Super  -  198%
Radeon VII  -  173% GeForce RTX 2070 Super  -  172%
Radeon RX 5700 XT  -  156%
GeForce RTX 2060 Super  -  145%
Performance-Angaben basierend auf dem 3DCenter UltraHD Performance-Index; die Performance-Angabe zu Navi 21 ist natürlich eine reine Projektion basierend auf Gerüchten zu deren Hardware-Gestaltung
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Hardware- und Nachrichten-Links des 23./24. Mai 2020

Von HardwareLeaks (eine neue Webseite, erstellt seitens Twitterer Rogame) kommen Informationen über verschiedene Chip-Varianten von Navi 21. Jene sollten dann üblicherweise in verschiedenen Grafikkarten resultieren, wenngleich nicht unbedingt jede angedachte Chip-Variante auch wirklich in der Praxis verwendet wird bzw. den Markt erreicht. Derzeit angedacht sind zu Navi 21 schlicht 4 normale Gaming-Varianten, 2 Pro-Varianten und 4 Apple-exklusive Varianten. Zu den Gaming-Varianten wird dann noch eine Einordnung angegeben, welchen Grafikkarten jene sinnbildlich innerhalb des bekannten Navi-10-Portfolios entsprechen – dies stellt aber natürlich keine absolute Performance-Einordnung dar, sondern gibt nur die Hackordnung innerhalb des Navi-21-Portfolios wieder. Denn der Navi-21-Chip wird von HardwareLeaks mit bis zu 80 Shader-Clustern auf einer Chipfläche von 505mm² mit einer 50%ig besseren Perforance/Watt beschrieben, steht also von der Leistungsklasse her deutlich oberhalb von Navi 10 bzw. den Radeon RX 5600/5700 Serien.

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