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Hardware- und Nachrichten-Links des 23. September 2021

Twitterer Greymon55 spricht über das Design-Ziel bei AMDs Navi-33-Chip – was manchmal sogar einen besseren Einblick in die Hersteller-Absichten gibt als platte Spezifikations-Angaben. Danach ist Navi 33 tatsächlich "besser" als die Radeon RX 6900 XT geplant – wobei das "besser" im Hersteller-Sprech dann üblicherweise bedeutet, dass es leicht besser ist, aber grob im selben Performance-Rahmen liegt (ansonsten würde man stärkere Adjektive als nur "besser" benutzen). Diese Einordnung wird auch dadurch untermauert, dass selbst wenn Navi 33 sein Design-Ziel nicht ganz erreicht, immer noch eine Performance grob bei der Radeon RX 6900 XT zu erwarten ist. Da sich all dies erst mit dem fertigen Silizium, der konkreten Kartengestaltung und deren Taktraten klärt, reicht derzeit als grobe Navi-33-Einordnung: Geplant leicht besser als eine Radeon RX 6900 XT, mindestens in deren grober Richtung.

n33 was designed to be better than the 6900xt, and even if it didn't meet its design goal, its performance was still around 6900xt.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 23. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 22. September 2021

Witeken @ Twitter weist auf eine feine von Speicherhersteller Micron stammende Folie hin, welche den Einfluß der Chipgröße auf die Yield-Rate in der Chipfertigung auf einen Blick darstellt. Danach sorgt die gleiche Menge an Produktionsfehlern eines 300mm-Wafer bei nur 100mm² großen Chips (typische Größe für Smartphone-SoCs) für einen Yield von 94,2%, bei 400mm² großen Chips (Midrange/HighEnd-Grafikchip) sind es noch 75,7% und bei (hypothetisch) 1600mm² großen Chips dann 35,7%. Damit ist klar, dass sich letzteres nicht wirklich lohnt – oder aber man Strategien benötigt, um mit den unweigerlich auftretenden Fertigungsfehlern umgehen zu können. Gelöst wird dies über redundante Teile bzw. Abspeckungen am Endprodukt – woraus sich beispielsweise erklärt, dass nVidia für seine großen HPC-Chips GP100, GV100 & GA100 kaum Vollausbau-Varianten anbietet. Eine andere Möglichkeit zur Umgehung dieser Problematik stellen MultiChip-Projekte dar, wo die Einzelchips klein genug sind, um automatisch eine gute Yield-Rate garantieren.

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Gerüchteküche: Hardware-Spezifikationen zum GeForce RTX 30 "SUPER"-Refresh aufgetaucht

Vom üblicherweise mit sehr zuverlässigen Angaben operierenden Twitterer & Leaker Kopite7kimi kommen die Hardware-Spezifikationen zum GeForce RTX 30 "SUPER"-Refresh für den Desktop-Bereich – was nichts bezüglich des entsprechenden Mobile-Refreshs aussagt, dort kommen ganz andere Hardware-Konfigurationen zum Einsatz. Im Desktop-Bereich wird nVidia laut diesen Daten zumeist nur kleinere Fortschritte gegenüber der originalen GeForce RTX 30 Serie aufbieten, bis auf einen Fall geht es nur um maximal zwei Shader-Cluster mehr: Die GeForce RTX 3090 Super also mit 84 Shader-Clustern gegenüber bisher 82 bei der regulären GeForce RTX 3090, die GeForce RTX 3080 Super dann mit 70 Shader-Clustern gegenüber bisher 68 bei der regulären GeForce RTX 3080. Letztere gewinnt über eine Verbreiterung des Speicherinterface (auf die vollen 384 Bit des GA102-Chips) dann noch zwei Gigabyte Speicher hinzu – was die einzige Speichermengen-Verbesserung bei dieser Refresh-Generation bleibt.

3090S   10752  24GB G6X
3080S   8960   12GB G6X
3070S   5888   8G G6X
3060S   5632   12G G6
Although I doubt the specs of some of them and the name of 90S.

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 22. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. September 2021

Von Twitterer Kopite7kimi kommt eine Existenz-Aussage bezüglich zweier (kleinerer) Lovelace-Grafikchips: Danach soll der AD103 tatsächlich existieren, der AD107 hingegen nicht. Spezifikationen liegen zu beiden Grafikchips gemäß des direkt nachfolgenden Tweets nicht vor, hierbei geht es erst einmal nur um die Frage, mit welchen Grafikchips nVidia sein Lovelace-Portfolio zugunsten der GeForce RTX 40 Serie aufbaut. Dass damit ein echter LowCost-Chip fehlt, verwundert nicht gänzlich: Unter der 5nm-Fertigung ist so etwas teuer, zudem kann man dieses Marktsegment auch mit vorhandenen Chips früher Generationen bestücken. Sprich, GA107 & GA106 aus der aktuellen Ampere-Generation dürften somit auch zu Zeiten der kommenden Lovelace-Generation weiterhin im Einsatz bleiben – ob mit den gleichen Grafikkarten oder Refresh-Lösungen, bleibt abzuwarten.

AD103 ✓
AD107

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 21. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. September 2021

Von Moore's Law Is Dead @ YouTube (via WCCF Tech) kommt ein neues Video mit frühen Gerüchten zu AMDs RDNA4 sowie einer gewissen Zusammenfassung aktueller RDNA3-bezogener Gerüchte. Interessant an den RDNA3-Gerüchten ist vor allem die vergleichsweise defensive Performance-Aussage, wonach von +60% im Minimum auszugehen ist – wobei auch andere Gerüchte erwähnt werden, nach welchen eine Performance-Verdopplung im Raum steht. Angesichts der dreifachen Anzahl an Recheneinheiten wären 60% Mehrperformance jedoch extrem mager, selbst wenn man hierbei Skalierungsverluste durch den Multichip-Ansatz sowie durch die hohe Einheiten-Anzahl einberechnet. Bei nur 60% herauskommender Mehrperformance müsste entweder der Hardware-Ansatz ein gänzlich anderer sein als bisher berichtet – oder aber das bekannte Design eine erhebliche interne Änderung aufweisen, welche deren Leistungsfähigkeit deutlich abschwächt.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 18./19. September 2021

Zur aktuellen Situation im (deutschen) Grafikkarten-Markt passen zwei Worte: Falsche Richtung! Gegenüber dem Stand von vor drei Wochen zum Ende des Augusts haben sich innerhalb des Septembers sowohl Preis- als auch Verfügbarkeits-Niveau jeweils wiederum leicht negativ entwickelt. Dies betrifft inzwischen sehr klar beide Grafikchip-Entwickler mit nahezu dem kompletten Produkt-Portfolio, Ausnahmen von dieser Regel haben auf den ermittelten Durchschnitt der Preisübertreibung von +74% (AMD) bzw. +70% (nVidia) nur eine maßvoll mildernde Wirkung. Da vor allem die Verfügbarkeit erneut nachgelassen hat (nicht im großen Maßstab, aber überall ein gewisses Stückchen), sieht es derzeit auch wenig nach einer eventuellen Trendwende aus – vielmehr muß eher die Befürchtung zu weiter steigenden Grafikkarten-Preisen in der näheren Zukunft geäußert werden.

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Gerüchteküche: nVidias AD102-Chip soll mit gleich +122% mehr Rechenleistung antreten

Twitterer Greymon55 hat mal wieder einen Informationsfetzen zu den NextGen-Grafikkarten von sich gegeben, diesesmal bezogen auf nVidias Lovelace-Spitzenchip "AD102". Jener Grafikchip, dem 144 Shader-Cluster und damit +71% mehr gegenüber dem aktuellen GA102-Chip der Ampere-Generation nachgesagt werden, soll nunmehr auch mit erheblich stärkerem Chiptakt von ≥2.2 GHz antreten. Da nVidia derzeit (mangels Tape-Out) noch keine echten AD102-Chips haben dürfte, kann es sich nur um eine Projektion seitens nVidia handeln – sprich, dies will man erreichen. Üblicherweise dürfte es sich zudem um eine Angabe auf Basis des (offiziellen) Boost-Takts handeln, mittels welchen nVidia seine offiziellen Rechenleistungs-Angaben ermittelt. Dies bedeutet, dass der Vergleichswert aus der Ampere-Generation die 1700 MHz offizieller Boost-Takt der GA102-basierten GeForce RTX 3090 sein werden. Demgegenüber würde eine AD102-basierte Grafikkarte mit 2200 MHz Boost-Takt dann nominell um immerhin +29,4% beim Takt zulegen.

ad102 frequency : ≥2.2ghz
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 19. September 2021

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Umfrage: Wie weit verbreitet ist Grafikkarten-Undervolting?

Bei Grafikkarten-Undervolting versucht man, eine niedrigere Chip-Spannung zu finden, unter welcher dann dennoch ein stabiler Betrieb möglich ist. Nutzvoll ist das Feature zum einen beim Übertakten unter festem Power-Limit – denn wenn der Grafikchip mit weniger Energie auskommt, gibt es mehr Platz unter jenem Power-Limit und kann der Grafikchip entsprechend höher takten. Und zum anderen erzielt man damit natürlich vor allem eine viel bessere Energieeffizienz, wenn eine gleiche oder ähnliche Performance unter klar niedrigeren Stromverbrauch erzielt wird – Nebeneffekte wie geringere Chip-Temperaturen und somit leiser drehende Lüfter sind dabei in aller Regel sehr willkommen. Mittels dieser Umfrage soll herausgefunden werden, wie weit Undervolting bei Grafikkarten verbreitet ist.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. September 2021

Ein weiterer Hinweis seitens Twitterer Greymon55 zur Ausgestaltung der kommenden GeForce RTX 40 Serie dreht sich um das Speicherinterface des größten Lovelace-Chips AD102 bzw. die daraus folgenden Speicherinterfaces für die Desktop-Grafikkarten GeForce RTX 4080 & 4090: Jene werden mit 320 bzw. 384 Bit angegeben. Beides dürfte zum jetzigen Stand eher nur Vermutungen des Twitteres sein, da die konkrete Produktplanung bei nVidia derzeit noch in der Konzeptionsphase stecken wird – zuerst muß schließlich der AD102-Grafikchip zum Tape-Out und von dort erfolgreich zurückkommen. Allerdings dürfte die maximale Hardware des AD102-Chips natürlich schon in Stein gemeißelt sein, da so kurz vor Tape-Out in diesen Fragen dann keine Änderungen mehr vorgenommen werden (würde zusätzlich an Zeit kosten und somit alle Terminpläne über den Haufen werfen).

4080 should be 320bit, 384bit on 4090.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 17. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. September 2021

Von Twitterer Greymon55 kommt eine neue Wasserstandsmeldung zur Performance der Lovelace-basierten GeForce RTX 40 Serie – bezogen natürlich auf das jeweilige Spitzenmodell, nicht auf die komplette Serie. Hierfür dürften aktuelle Industrie-Gerüchte als Basis dienen – etwas anderes existiert derzeit mangels entsprechender Hardware sowie noch nicht. Danach wird eine Performance-Verdopplung gegenüber einer GeForce RTX 3090 durch eine kommende Lovelace-Spitzenlösung (auf AD102-Basis) als "konservativ" eingeschätzt – sprich, da soll dann noch Platz nach oben hin sein. Damit ist Faktor 2,0 eher als unterer Maßstab der Performance-Steigerung zu sehen, es könnte in der Realität dann auch leicht mehr werden – anzunehmenderweise vielleicht Faktor 2,2. Viel genauer läßt sich dies derzeit sowieso nicht sagen, da bei nVidia derzeit erst am reinen AD102-Chip gearbeitet wird, noch nicht an darauf basierenden Grafikkarten.

I think 2x 3090 is conservative.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 11. September 2021

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