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Hardware- und Nachrichten-Links des 19. April 2019

Laut Bits 'n' Chips sollen die Zen 2 Core-Dies in der 7nm-Fertigung von TSMC eine Produktionsausbeute von immerhin 70% aufweisen – was jetzt nicht ganz so gut ist wie bei Zen 1 (angeblich ~80%), aber dennoch eine sehr gute Zahl für ein neues Fertigungsverfahren darstellt. AMD kommt an dieser Stelle die kleine Größe des Core-Dies von Zen 2 (je nach Schätzung 73-88mm²) zu Gute, denn je kleiner die Chipfläche ist, um so geringer ist die relative Ausbeute bei einer gesetzten Anzahl an Fertigungsfehlern pro Wafer. Anders formuliert: Wäre Zen 2 ein monolithischer Chip von ~210mm² Chipfläche (wie bei Zen 1), wäre basierend auf derselben Anzahl an Fertigungsfehlern die Produktionsausbeute deutlich niedriger, bei geschätzt unter 30%. Und dies ist dann schon eher eine Größe, welche für ein neues Fertigungsverfahren (welches AMD auch noch vergleichsweise früh nutzt) bekannt ist. Ein weiterer Vorteil der kleinen Core-Dies ist dann, das mit der Konzentration jener Core-Dies rein auf CPU-Kerne samt Cache und Anbindung die Chance steigt, mit einem einzelnen Produktionsfehler nur einen Rechenkern oder Cache zu erwischen – womit das Core-Die teildeaktiviert trotzdem noch funktionsfähig und damit verkaufbar ist.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 18. April 2019

Bei WCCF Tech hat man sich ebenfalls die RayTracing-Performance von GTX-Beschleunigern angesehen – in diesem Fall speziell die von den eher kleineren Karten GeForce GTX 1660 und 1080 sowie dies allein unter der FullHD-Auflösung. Jene gibt den Karten einige Performance-Reserven, welche man dann für RayTracing einsetzen kann – womit die Ergebnisse passabel ansprechend aussehen, hier und da sogar eine vernünftige Spielbarkeit erreicht wird. Allerdings passiert jene eben auch nur unter der FullHD-Auflösung, wofür speziell die GeForce GTX 1080 nominell eigentlich nicht wirklich gedacht ist – und natürlich zumeist unter niedrigen RayTracing-Qualitäten. Es reicht somit für ein Hereinschnuppern ins Kapitel "RayTracing", aber sicherlich kaum für zukünftige Spieletitel mit (vermutlich) verstärktem RayTracing-Einsatz. Wahrscheinlich war seitens nVidia hierbei auch nie etwas anderes gedacht: Dem GTX-Nutzer soll vorgeführt werden, wie schwach die GTX-Karten unter RayTracing doch sind – wenn beispielsweise unter RayTracing die GeForce RTX 2060 die (nominell schnellere) GeForce GTX 1080 durchgehend klar schlägt.

GeForce GTX 1660 GeForce GTX 1080
Battlefield V FullHD @ "High", DXR=low 40 fps 45 fps
Metro Exodus FullHD @ "High", DXR=high 33 fps 49 fps
Shadow of the Tomb Raider FullHD @ "High", DXR=medium 48 fps 59 fps
gemäß der Benchmarks von WCCF Tech
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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. April 2019

Videocardz bringen nochmals neuere technischen Daten zur kommenden GeForce GTX 1650 als dem vorläufigen Abschluß der Turing-Serie im Desktop-Segment. So tritt jene Mainstream-Lösung nunmehr am 23. April 2019 an, nachdem vorher zuerst der 30. April und nachfolgend der 22. April kolporiert wurden. Die vollen Taktraten belaufen sich auf 1485/1665/4000 MHz, speziell der (offizielle) Boosttakt war bislang noch nicht bekannt. Bestätigt wurden die vorher bereits vermuteten 896 Shader-Einheiten sowie die Verwendung des TU117-Chips – wobei die exakte Chipversion "TU117-300" die Chance offenläßt, das es vielleicht noch größere Chipversionen geben könnte. Wie kürzlich schon an dieser Stelle ausgeführt, sollte der TU117-Chip aus Symetriegründen eigentlich gleich 1024 Shader-Einheiten aufweisen – auch wenn nVidia bei der GeForce GTX 1650 wie gesagt nur 896 davon aktiviert. Dies könnte auch schlicht damit zusammenhängen, das mit mehr als 896 Shader-Einheiten die gewählte TDP (GCP) von 75 Watt nicht mehr einzuhalten wäre.

GeForce GTX 1050 Ti GeForce GTX 1650 GeForce GTX 1060 3GB GeForce GTX 1660
Chip-Basis nVidia GP107 nVidia TU117 nVidia GP106 nVidia TU116
Architektur Pascal Turing ohne RT Pascal Turing ohne RT
Technik 2 Raster-Engines, 6 Shader-Cluster, 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau) 2 Raster-Engines, 14 Shader-Cluster, 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau) 2 Raster-Engines, 9 Shader-Cluster, 1152 Shader-Einheiten, 72 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit GDDR5-Interface (Salvage) 3 Raster-Engines, 20 Shader-Cluster, 1408 Shader-Einheiten, 88 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit GDDR5-Interface (Salvage)
Taktraten 1290/1392/3500 MHz (DDR)
(Ø-Chiptakt: ~1640 MHz)
1485/1665/4000 MHz (DDR) 1506/1708/4000 MHz (DDR) 1530/1785/4000 MHz (DDR)
Rohleistungen 2,5 TFlops & 112 GB/sec 3,0 TFlops & 128 GB/sec 3,9 TFlops & 192 GB/sec 5,0 TFlops & 192 GB/sec
Speicher 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5 3 GB GDDR5 6 GB GDDR5
FHD Perf.Index 360% gesch. ~470-500% 530% 650%
TDP (GCP) 75W  (Power-Limit 60W) 75W 120W 120W
Listenpreis 139$ 149$ - 219$
Release 25. Oktober 2016 23. April 2019 18. August 2016 14. März 2019
Alle Angaben zu derzeit noch nicht veröffentlichen Grafikkarten-Modellen (GeForce GTX 1650) sind als nicht gesichert anzusehen.
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Sony nennt technische Eckdaten für die Playstation 5: Zen-2-CPU mit Navi-GPU samt RayTracing-Unterstützung

In einem Gespräch mit Wired hat Sonys "System Architect" Mark Cerny vergleichsweise tief zur nächsten Spielekonsole von Sony blicken lassen – der Einfachheit halber nachfolgend als "Playstation 5" bzw. PS5 bezeichnet, auch wenn Sony diese Namenswahl derzeit noch nicht bestätigen wollte. Nicht gänzlich unerwartet enthält der Konsolen-SoC eine CPU-Einheit auf Basis von Zen 2 bzw. Ryzen 3000 mit 8 CPU-Kernen sowie eine GPU-Einheit auf Basis der Navi-Architektur – exakt so wurden die NextGen-Konsolen von Sony und Microsoft bereits vorhergesagt. Wichtige fehlende Punkte sind dann natürlich noch die Anzahl der verbauten Shader-Einheiten bei der Navi-Grafik sowie die Menge des verbauten gemeinsamen Speichers – genau an diesen beiden Punkten wird sich dann die eigentliche Leistungsfähigkeit der kommenden Sony-Konsole ergeben.

Sony "Playstation 5"

  • noch kein offizieller Name, derzeit nur als "Next-Generation Konsole" bezeichnet
  • CPU auf Basis von Zen 2 bzw. Ryzen 3000 mit 8 CPU-Kernen
  • GPU der Navi-Generation (modifiziert für Sony)
  • RayTracing-Unterstützung
  • eigenes 3D-Audio
  • Unterstützung von Monitor-Auflösungen bis zu 8K
  • superschnelle SSD (mehr Bandbreite als alle bisher für den PC verfügbaren Lösungen)
  • unspezifiziertes Disk-Laufwerk
  • Abwärtskompatibilität zum aktuellen PSVR-Headset
  • Abwärtskompatibilität zu PS4-Spielen
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. April 2019

Sofern die kürzliche Performance-Vorhersage seitens TweakTown zu AMDs "Navi 10" Grafikchip halbwegs zutrifft, dürfte Navi 10 sicherlich kein wirklich kleiner Chip werden. Selbst unter der 7nm-Fertigung sind hierbei mit grob 250-300mm² Chipfläche zu rechnen, der Kostenaufwand läge also durchaus im Bereich des TU104-Chips mit seinen 545mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung. Dies widerspricht etwas früheren Vorstellungen von den ersten Navi-Chips, welche eher von einem klaren Midrange-Ansatz ausgegangen sind. Aber natürlich muß man dies auch immer relativ sehen: Bei Chips einer neuen Chip-Generation definiert man deren Performance-Segment üblicherweise eher danach, wie sich das Performancebild dann nach Ausbreitung dieser Chip-Generation zeigt. Sprich: Midrange im Sinne von 7nm-Grafikkarten ergibt (logischerweise) etwas anderes als Midrange im Sinne der aktuellen 12/14nm-Grafikkarten.

Ausrichtung Technik Terminlage Status
Navi 10 Midrange angen. 250-300mm² @ 7FF Sommer 2019 ziemlich sicher noch in diesem Jahr erscheinend
Navi 12 mglw. Mainstream angen. ~150mm² @ 7FF mglw. Herbst/Winter 2019 sehr unsichere Informationslage
Navi 14 mglw. LowCost angen. ~80mm² @ 7FF mglw. Herbst/Winter 2019 sehr unsichere Informationslage
Navi 20 Profi & HighEnd angen. ~350mm² @ 7FF+ 2020 früher sicherlich geplant, aber seitdem nur selten erwähnt
Die Angaben dieser Tabelle sind natürlich vollkommen ungesichert, da nur gerüchteweiser bekannt.
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Gerüchteküche: AMDs Navi 10 tritt am 7. Juli mit einer höheren Performance als bei der Radeon RX Vega 64 an

Laut TweakTown will AMD (angeblich) die kommenden Grafikkarten basierend auf AMDs "Navi 10" Grafikchip zur E3 2019 (12. bis 14. Juni in Los Angeles) vorstellen und dann am 7. Juli offiziell launchen. Dies erscheint erst einmal sinnvoller als eine gleichzeitige Vorstellung mit Zen 2 noch auf der Computex (28. Mai bis 1. Juni in Taipei), weil das Thema "Navi" zu diesem Event (sprich gegenüber Zen 2) wohl eher untergehen würde. Gleichzeitig beachtet dieses Gerücht auch den Punkt, das Messen gewöhnlich nicht gleichzeitig Launchtermine sind, sondern das man auf Messen normalerweise nur eine offizielle Vorstellung zugunsten eines ein paar Tage später angesetzten Launches abhält. Gegenüber früheren Gerüchten stimmen hierbei also zumindest erst einmal die "Basics" – jene Eckpunkte, an welche sich die Hersteller üblicherweise halten. Der Launchtermin von exakt dem 7.7. entsprich zudem der bekannten AMD-Strategie, auf der ersten Benutzung der 7nm-Chipfertigung im PC-Bereich gebührend herumzureiten.

AMD might touch on its next-gen Navi GPU at Computex 2019 but will instead do a full announcement at E3 2019. The full launch for Navi will be on 7/7. We are looking at it easily beating the Radeon RX Vega 64 and coming close to the RTX 2080.
Quelle:  TweakTown vom 15. April 2019

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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. April 2019

Die PC Games Hardware bietet die ersten unabhängigen RayTracing-Benchmarks mit Pascal-Grafikkarten auf. Hierzu hat man sich die Performance von GeForce GTX 1070 und GeForce GTX 1080 Ti im Software-RayTracing-Modus unter Battlefield V, Metro Exodus und Shadow of the Tomb Raider angesehen. Erstaunlicherweise reicht die erzielbare Performance durchaus für einen gewissen RayTracing-Einstieg aus – meistens nur auf einer mittleren RayTracing-Qualität, aber bei einer Software-Lösung kann man kaum mehr verlangen. Leider fehlen entsprechende UltraHD-Benchmarks, aber jene wurden vermutlich bewußt nicht angetreten, weil die Performance hierfür nirgendwo ausreichend ist. Dies dürfte insbesondere Nutzer der GeForce GTX 1080 Ti in der Praxis stören, weil jene oftmals bereits schon UltraHD-Monitore besitzen. Relativ gesehen kommt die GeForce GTX 1070 somit sogar etwas besser weg, denn diese Karte dürfte eher einmal nur mit einem FullHD-Monitor unterwegs sein – und hat unter dieser Auflösung einige Reserven, welche man dann für RayTracing verbraten kann.

spielbares RT-Setting mit ... GeForce GTX 1070 GeForce GTX 1080 Ti
Battlefield V @ RayTracing FullHD @ DXR=mittel (50 fps) FullHD @ DXR=ultra (44 fps)
WQHD @ DXR=mittel (55 fps)
Metro Exodus @ RayTracing nicht möglich (selbst auf FullHD unterhalb von 30 fps)
Shadow of the Tomb Raider @ RayTracing FullHD @ DXR=mittel (64 fps)
WQHD @ DXR=mittel (44 fps)
FullHD @ DXR=mittel (95 fps)
WQHD @ DXR=mittel (69 fps)
basierend auf den Benchmarks der PC Games Hardware
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Umfrage-Auswertung: Wann dürften die aktuellen Grafikkartenspeicher-Mengen von 6-8 GB zu knapp werden?

Mittels einer Umfrage von Anfang März wurde nach diesem Zeitpunkt gefragt, wann der Grafikkartenspeicher der derzeit zumeist verkauften Grafikkarten-Modelle mit 6 & 8 GB Grafikkartenspeicher zu knapp werden dürften. Die derzeitige Einschätzung der 3DCenter-Leser zu dieser Frage verteilt sich genauso wie hierzu die Meinungslage üblicherweise breit auseinanderliegend ist: Zumindest die ersten drei Antwortoptionen erhielten jeweils sehr hohe Stimmanteile, allein die (am weitesten in der Zukunft liegende) Antwortoption "Jahr 2023" fiel demgegenüber bemerkbar ab. Die größten Stimmanteile konnte die Antwortoption "Jahr 2021" auf sich vereinigen, auch der Median der gesammten Umfrage liegt in diesem Bereich.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 13./14. April 2019

Notebookcheck haben sich mit den Performance-Differenzen verschiedener "GeForce RTX 2080 MaxQ" Mobile-Grafikösungen beschäftigt. Im Gegensatz zu vorherigen Pascal-Generation hat nVidia die Spezifikationen der (bisherigen) Turing-basierten Mobile-Beschleuniger wachsweich ausgelegt, mit sehr variablen TDPs und damit vielen Möglichkeiten für die Notebook-Hersteller, von der Performance her klar unterschiedliche Lösungen aufzulegen. Im Extremfall kann dies so weit gehen, das eine guteklassige "GeForce RTX 2070 Mobile" einer niedrig angesetzten "GeForce RTX 2080 MaxQ" das Wasser abgräbt – was man eigentlich nicht zwingend erwarten würde. Im Gegensatz zur Theorie haben Notebookcheck einen praktischen Fall vorliegen, wo zwei GeForce RTX 2080 MaxQ Mobile-Lösungen auf beachtbare Performance-Differenzen herauskommen. Zwar ist die Performance im Notebook immer etwas unterschiedlich, aber bei klar Grafikkarten-limitierten Szenarien (4K-Auflösung) und noch auf Basis derselben CPU sollten eigentlich kaum beachtbare Unterschiede herauskommen.

Asus Zephyrus S GX701GX Acer Triton 500
Technik Core i7-8750H, GeForce RTX 2080 MaxQ @ 90W TDP (990/1230/3500 MHz) Core i7-8750H, GeForce RTX 2080 MaxQ @ 80W TDP (735/1095/3500 MHz)
Spiele-Performance @ UltraHD 100% 92,0%
basierend auf den Benchmarks unter 16 Spiele-Titeln bei Notebookcheck
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In welchem Preisbereich werden Grafikkarten gekauft (2019)?

Mit dieser Umfrage soll (in Wiederholung einer 2016er Umfrage) der Preisbereich ermittelt werden, in welchem die Grafikkarten-Käufer üblicherweise suchen. Als Antwortoptionen werden verschiedene preisliche Abstufungen angeboten – zuzüglich einer Angabe, welche festlegt, wie strikt man die jeweilige Preisobergrenze befolgt: Versucht man nur, im persönlichen Preisbereich zu bleiben, verschiebt dies aber je nach vorliegendem Angebot durchaus einmal – oder arbeitet man mit einer festen Preisobergrenze, welche faktisch niemals durchbrochen wird?
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

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