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nVidia hat augenscheinlich eine GeForce GTX 1060 mit GDDR5X-Speicher in Vorbereitung

Seitens Videocardz kam jüngst das Gerücht über eine GeForce GTX 1060 mit GDDR5X-Speicher auf, welche bei Gigabyte sogar schon in Vorbereitung sein soll. Darunter stellte man sich ein (stark abgespecktes) GP104-Derivat vor, da der für die GeForce GTX 1060 normalerweise benutzte GP106-Chip nominell über kein GDDR5X-fähiges Speicherinterface verfügt (wobei dieser Punkt nie offiziell seitens nVidia bestätigt wurde). Die Abspeckung des GP104-Grafikchips von 2560 auf nur noch 1280 Shader-Einheiten wäre zwar drastisch, aber damit kann nVidia eben auf einfachem Wege eine GeForce GTX 1060 mit GDDR5X-Support und damit deutlich mehr Speicherbandbreite erzeugen. Allgemein wird diese Karte als nVidias Antwort auf die Radeon RX 590 angesehen – beide Karten kommen ohne wirklich neue Chips daher und stellen somit nur leicht verbesserte Refreshs dar. Interessant wird das Gerücht nunmehr durch den Punkt, das nVidia auf seiner eigenen US-Webseite die Spezifikationen zur GeForce GTX 1060 bereits mit der Unterstützung von GDDR5X-Speicher auszeichnet:

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Gerüchteküche: AMDs Zen 2 mit erheblichem IPC-Sprung von +13% gegenüber Zen+

Gemäß einer Twitter-Meldung von Bits and Chips (via Planet 3DNow!) erreicht die kommende Zen-2-Generation (aka Matisse bzw. "Rome" im Server-Bereich) laut Industriequellen (angeblich) einen IPC-Gewinn gegenüber Zen+ (aka Pinnacle Ridge) von immerhin +13% unter "wissenschaftlichen" Aufgaben. Hierbei dürften Server-Lasten im Wissenschafts-Bereich gemeint sein – sprich, selbige Werte lassen sich nur mittelprächtig auf Desktop-Software übertragen und ganz sicher nicht gut auf den Spiele-Bereich. Das ganze kommt natürlich aus dem Epyc-Bereich, immerhin will AMD nächstes Jahr zuerst diese Server-Prozessoren in der 7nm-Fertigung loslassen (Frühling/Sommer), die entsprechenden Desktop-Modelle treten dann später an (schätzungsweise im Herbst). So oder so sind die +13% allerdings Spitze, denn AMDs Zen-Prozessoren haben schon jetzt eine IPC irgendwo auf Haswell-Niveau erreicht – und davon ausgehend hat Intel dann nicht mehr viel getan, die einzigen IPC-Fortschritte gab es nachfolgend noch mit Broadwell und Skylake.

Zen+ -> Zen2: +13% IPC (Average) in scientific tasks.
Quelle:  Bits and Chips auf Twitter am 16. Oktober 2018

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Hardware- und Nachrichten-Links des 18./19. Oktober 2018

Tom's Hardware haben bei der GeForce RTX 2070 die unerfreuliche Entdeckung machen müssen, das selbst das Flashen des BIOS einer anderen RTX2070-Karte nicht mehr in jedem Fall funktioniert. Selbiges ist seit der Pascal-Generation notwendig, wenn man höhere Power-Limits und teilweise auch mehr Spielraum bei der Spannungsversorgung wünscht, da ab Pascal direkte BIOS-Modifikationen nicht mehr möglich sind (Ausnahme: im Mobile-Bereich soll es wohl noch funktionieren). Den Ausweg, einfach das BIOS einer anderen Karte (derselben Bauart) drüberzuflashen, hat nVidia bei der Turing-Generation nunmehr beschränkt: Augenscheinlich kommen die non-A-Chips mit einer anderen Device ID als die "A"-Chips, womit sich die BIOSe zwischen Karten mit unterschiedlichen Chip-Varianten nicht mehr gegeneinander austauschen lassen – und zwar ganz egal, ob das konkret vorliegende Grafikkarten-Design exakt dasselbe ist. nVidias Founders Edition sichert sich zudem noch einmal ganz extra ab, auf jene läßt sich laut Tom's Hardware (trotz gleichem "A"-Chip) kein BIOS einer anderen Karte (mit höherwertigeren BIOS-Settings) mehr flashen.

GeForce RTX 2070 Referenz GeForce RTX 2070 FE GeForce RTX 2070 Werks-OC
Grafikchip-Variante non-A  (TU106-400) "A"  (TU106-400A) "A"  (TU106-400A)
Taktraten (ausschließlich) Referenztakt: 1410/1620/3500 MHz FE-Takt: 1410/1710/3500 MHz frei nach Herstellergusto (üblicherweise um den FE-Takt herum)
Power-Limit Referenz-Power-Limit: 175W FE-Power-Limit: 185W frei nach Herstellergusto (üblicherweise FE-Power-Limit oder höher)
max. Power-Limit bis +14% einstellbar (= 200W) bis +16% einstellbar (= 215W) frei nach Herstellergusto (üblicherweise wie FE oder höher)
OC durch Benutzer
BIOS modifizierbar
anderes BIOS nutzbar
(maximal zu anderen non-A-Karten = zwecklos)

(wahrscheinlich, aber bisher nicht belegt)
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Launch der Core i-9000 Serie: Erste Testberichte gehen online

Mit der Core i-9000 Serie des Coffee-Lake-Refreshs schließt Intel zu AMDs Ryzen-2000-Prozessoren auf – sowohl bei der Anwendungs-Performance als auch bei der Anzahl der CPU-Rechenkernen, welche im normalen Consumer-Segment geboten werden. Damit ist der Zweck der ganze Prozessoren-Generation auch schon erklärt – es gibt weder eine neue CPU-Architektur (immer noch "Skylake" wie bei der drei Jahre alten Core i-6000 Serie) noch ein (wirklich) neues Fertigungsverfahren. Dafür hat Intel nochmals (leicht) an der Taktraten-Schraube gedreht, erreicht damit nun im Bestfall die Marke von 5 GHz nominellen Takt und unterstützt dies mit der Rückkehr des Verlötungsverfahrens. Logischerweise füllen derzeit die Launchreviews zur Core i-9000 Serie das Internet – wobei die primäre Betrachtung in Richtung der Spiele-Performance, Übertaktungseignung der neuen Prozessoren sowie das Preis/Leistungs-Verhältnis geht. Gleichfalls steht das Forum zur Diskussion über diesen Hardwarelaunch offen und wird zu eine Launch-Analyse zu einem späteren Zeitpunkt ergeben.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 16./17. Oktober 2018

Auf der GTC Europe hat Spieleentwickler Remedy (Max Payne, Alan Wake, Quantum Break) über die Performance-Kosten von RayTracing gesprochen. Golem war vor Ort und konnte dabei erfahren, das Remedy mit einer zusätzlichen Rechenzeit von 9,2ms nur für RayTracing kalkuliert. Die Angabe basiert auf einer Testszene, wurde dafür allerdings innerhalb der Haus-eigenen Northlight-Engine erstellt, welche auch in Zukunft Basis der Spieleveröffentlichungen von Remedy sein wird. Die genannte zusätzliche Rechenzeit würde auf einer Ziel-Framerate von 30 fps den Rechenaufwand knapp um ein Drittel erhöhen, auf einer Ziel-Framerate von 60 fps wären es allerdings gleich die Hälfte mehr an Rechenaufwand. Dies hält sich allerdings immer noch ganz gut im Rahmen und wäre unter Spielen mit Frameraten-Spielraum durchaus zu schultern: Erreicht der Spieletitel beispielsweise tyisch 80 fps, so käme mit aktivem RayTracing noch 46 fps heraus – nicht überragend, aber dennoch ausreichend, um das ganze real nutzen zu können. Vermutlich ist diese Rechnung aber dennoch noch zu simpel, denn gerade eine extra erstellte Testszene hat üblicherweise wenig mit den in realen Spielen erreichten Bedingungen & Frameraten zu tun – darauf deuten ja auch schon nVidias eigene RayTracing-Demos hin. Bislang gilt nach wie vor der Verdacht, das RayTracing auf der GeForce 20 Serie wohl nur unter Zurückschaltung der Auflösung real möglich wird – was auf einen noch wesentlich höheren Rechenaufwand als von Remedy angegeben hindeutet.

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GeForce RTX 2070 Launchreviews: Die Testresultate zur WQHD-Performance im Überblick

Als Teaser für die kommende Launch-Analyse zur GeForce RTX 2070 seien hiermit schon einmal die ausgewerteten Benchmarks in der WQHD-Auflösung kredenzt – der wahrscheinlich sinnvollsten Auflösung für diese Karte (die Launch-Analyse wird dann natürlich auch Benchmark-Auswertungen zu FullHD und UltraHD enthalten). Im Gegensatz zu GeForce RTX 2080 & 2080 Ti wurde die GeForce RTX 2070 primär in Form von Herstellerkarten auf Referenztaktraten vermessen, nVidias eigene Founders Edition kam viel seltener zum Einsatz. Trotzdem gab es wenigstens einen Testbericht bei PCGamer, welcher beide Karten-Varianten gleichzeitig durch alle Benchmarks geschickt hat (hinzukommend AnandTech mit der umgetakteten und damit simulierten GeForce RTX 2070 auf Referenztakt). Die Performance-Differenz zwischen beiden Karten-Varianten hält sich gemäß dieser Tests allerdings (wie von GeForce RTX 2080 & 2080 Ti her bekannt) vollkommen im Rahmen und liegt bei grob 3½ Prozent.

vs. Vega 64 vs. 1080 vs. 1080 Ti
GeForce RTX 2070 Founders Edition +14,2% +12,7% -11,8%
GeForce RTX 2070 Referenztaktung +10,2% +8,7% -14,9%
basierend auf den gemittelten WQHD-Ergebnissen der Launchreviews
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Launch der GeForce RTX 2070: Erste Testberichte gehen online

Mit der GeForce RTX 2070 tritt nunmehr die dritte Turing-Grafikkarte an, welche allerdings trotz der Namenswahl weiterhin klar im HighEnd-Segment steht – dies machen Chipgröße (445mm² beim zugrundeliegenden Turing TU106), Hardware-Daten (2304 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR6-Speicherinterface) sowie der Preispunkt (499$ Listenpreis, Founders Edition für 599$ bzw. 639€) schon klar. Auch bringt die GeForce RTX 2070 weiterhin RayTracing-Funktionalität (per Hardware) mit sich – ein Feature, welches für noch kleinere Grafikkarten innerhalb der Turing-Generation dann in Frage steht, bei diesen wahrscheinlich nicht mehr aktiv sein wird. Gemäß der Preislage stellt sich die GeForce RTX 2070 als direkter Kontrahent zu GeForce GTX 1080 sowie Radeon RX Vega 64 auf, welche beiderseits den exakt selben Listenpreis aufweisen. Wie die Differenzen zwischen diesen drei Karten bei Performance, Stromverbrauch, Lüfter-Lautstärke und Overclocking-Eignung genau ausfallen, wird derzeit von über zwei Dutzend Launchreviews ermittelt, darf in unserem Forum diskutiert werden und wird später dann Gegenstand der üblichen Launch-Analyse sein.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. Oktober 2018

Von HardOCP kommt der erste Test zu einer GeForce RTX 2070 – etwas vorfristig, denn der offizielle Start ist erst am 16. Oktober um wahrscheinlich 15 Uhr deutscher Zeit. Natürlich hat man hiermit kein NDA gebrochen, sondern sich die getestete Karte aus dem Handel besorgt – was in diesem Fall eine besondere Note hat, denn seit der (von HardOCP aufgedeckten) Geschichte um nVidias "GeForce Partner Program" stehen HardOCP und nVidia auf Kriegsfuß, wäre die Teststellung eines Presse-Samples durch nVidia an HardOCP ergo sowieso unwahrscheinlich. Die benutzte "MSI GeForce RTX 2070 Gaming X" tritt dabei ganz gut werksübertaktet an: Der Referenztakt zur GeForce RTX 2070 steht bei 1620 MHz (durchschnittlicher Boosttakt), die Founders Edition geht mit 1710 MHz ins Rennen, die MSI-Karte hingegen gleich mit 1830 MHz daher. Dies kommt allerdings nicht gänzlich unerwartet, denn gegenüber der GeForce RTX 2080 trägt die GeForce RTX 2070 leicht niedrigere Taktraten – was eigentlich wenig Sinn ergibt, bei kleineren Chips steigt üblicherweise das Taktratenpotential, sinkt in jedem Fall aber nicht ab. Gut möglich, das nVidia die GeForce RTX 2070 rein produktpolitisch mit zu niedrigen Taktraten ansetzt – was wiederum bedeutet, das Werksübertaktungen hier viel herausholen können bzw. das Übertaktungspotential relativ größer ist als bei den anderen Turing-Karten.

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Erste 3DMark13-Werte zur Radeon RX 590 aufgetaucht

Seitens Tum Apisak @ Reddit sind erste 3DMark13-Werte zur Radeon RX 590 aufgetaucht – zumindest weist sich die Karte per Treiber-Eintrag derart aus, sicher ist diesbezüglich natürlich noch nichts (wobei die Leaks von Tum Apisak außergewöhnlich oft zutreffend sind). Die Radeon RX 590 dürfte auf AMDs für die 12nm-Fertigung umgesetzten Polaris-30-Chip basieren, jener kommt aber wahrscheinlich unverändert zum bisherigen Polaris-10-Chip mit derselben Technik daher. Die entsprechenden Links in die 3DMark-Benchmarkdatenbank zeigen ein Ergebnis im FireStrike Extreme sowie ein Ergebnis unter TimeSpy, ein anderer Wert soll zudem unter einer früheren Treiberversion entstanden sein, welche die Karte noch als "Radeon RX 580 Series" ausgewiesen hat. Der Chiptakt wird mit 1545 MHz ausgelesen – an dieser Stelle notiert 3DMark bei den jüngeren AMD-Karten den durchschnittlichen Boosttakt, welcher bei der vorhergehenden Radeon RX 580 auf 1340 MHz lautet – was einen Taktratengewinn von gut 200 MHz (+15%) ergäbe. Allerdings zeigt sich selbst Tum Apisak unschlüssig, ob diese Taktrate nicht eventuell auf ein werksübertaktetes Modell hindeutet – mit dieser gewissen Unsicherheit muß man bei der Betrachtung dieser Vorab-Benchmarks leben.

Technik FS Extreme TimeSpy Perf.Index
Radeon RX 590 8GB Polaris 30, 2304 (?) SE @ 256 Bit GDDR5, ?/1545/4000 MHz 7173 4759 ~620%
Radeon RX 580 8GB Polaris 10, 2304 SE @ 256 Bit GDDR5, 1257/1340/4000 MHz 6136 4265 580%
Radeon RX 480 8GB Polaris 10, 2304 SE @ 256 Bit GDDR5, 1120/1266/4000 MHz 5575 3894 550%
GeForce GTX 1060 6GB Pascal GP106, 1280 SE @ 192 Bit GDDR5, 1506/1708/4000 MHz 5901 4163 590%
ausschließlich Graphics-Werte; Quellen der Vergleichswerte: KitGuru & SweClockers; "Perf.Index" gemäß des 3DCenter FullHD Performance-Index
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Hardware- und Nachrichten-Links des 13./14. Oktober 2018

Von Principled Technologies (PDF) liegen nunmehr korrigierte Benchmark-Werte zum Core i9-9900K vor, mittels welchem man die festgestellten Fehler & Schwächen des originalen Tests weitgehend abgestellt hat. So wurde diverse kleinere Fehler in der Dokumentation gefixt, jener Dokumentation nun auch eine Übersicht der anliegenden Speichertimings beigefügt – womit sich sagen läßt, das jene grob gleich zwischen AMD- und Intel-Systemen sind. Nicht geändert wurde der benutzte Kühler beim Ryzen 7 2700X – wobei wir mal einfach davon ausgehen, das AMDs eigentlich hochgelobter Standardkühler "Wraith Prism" zumindest ohne Übertaktung seinen Dienst ähnlich erledigt wie es der ansonsten benutzte Noctua-Kühler tun wird. Vor allem aber wurden für alle AMD-Prozessoren nunmehr durchgehend zusätzliche Testergebnisse im (default-mäßigen) "Creator Mode" angegeben – hiermit ergibt sich dann auch ein direkter Vergleich zum "Game Mode" auf Ryzen- und Threadripper-Prozessorer unter immerhin 19 Spiele-Tests:

Technik Creator Mode Game Mode Differenz
Ryzen 7 2700X 8C/16T, 3.7/4.3 GHz, 105W TDP, 329$ 100% 92,2%  (4C/8T) -7,8%
Ryzen Threadripper 2950X 16C/32T, 3.5/4.4 GHz, 180W TDP, 899$ 90,2% 98,8%  (8C/16T) +9,5%
Ryzen Threadripper 2990WX 32C/64T, 3.0/4.2 GHz, 250W TDP, 1799$ 70,2% 97,1%  (16C/32T) +38,3%
gemäß der aktualisierten Benchmark von Principled Technologies (PDF)
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