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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zur GeForce GTX 950?

Die Umfrage der letzten Woche beschäftigte sich natürlich mit dem Launch von nVidias neuer Mainstream-Lösung GeForce GTX 950. Mainstream-Lösungen kommen bei 3DCenter-Umfragen nie besonders gut weg, insofern sind die 23,1% positiver Ersteindruck sogar ein gewisser Erfolg für die GeForce GTX 950 – besonders, da die größere GeForce GTX 960 in dieser Frage nochmals deutlich schlechter weggekommen ist (nur 14,6% positiver Ersteindruck). Der Vergleich zu früheren, in einem ähnlichen Preisbereich angetretenen Mainstream-Lösungen – namentlich Radeon HD 7790 und Radeon R7 265 – zeigt allerdings, daß es auch anders geht, daß das von der GeForce GTX 950 erzielte Ergebnis insgesamt wohl eher als arg mittelmäßig einzuschätzen ist.

Als Hauptgrund hierfür sehen die Umfrage-Teilnehmer mit durchschnittlichem oder negativem Ersteindruck den noch nicht ganz passenden Preispunkt: Wenn man eine Grafikkarte für einen besonders preissensitiven Preisbereich bringt, dann sollte natürlich zu allererst deren Preispunkt passen – und hier liegt nVidia bei der GeForce GTX 950 daneben, die Karte liegt preislich einfach zu nahe an der GeForce GTX 960 dran. Eine Auswirkung dieses etwas zu hoch angesetzten Preispunkts der GeForce GTX 950 ist auch, daß hierbei durch eine neue Grafikkarte keine Marktbewegung ausgelöst wird – eine neue Grafikkarte sollte aber sehr wohl diesen Effekt haben, ganz besonders wenn jene einer neuen Chip-Generation entstammt.

Und somit ist es auch kein Wunder, wenn nur 4,9% der Umfrage-Teilnehmer die GeForce GTX 950 als potentielles Kaufobjekt betrachten: Diejenigen Anwender, welche eine Mainstream-Karte mit dem Performanceprofil der GeForce GTX 950 ins Auge fassen würden, sind zu allermeist schon entsprechend eingedeckt, in diesem Marktsegment gab es in den letzten Jahren viele gute Lösungen zu kaufen, die noch nicht wirklich viel schlechter gegenüber der GeForce GTX 950 wegkommen. Im Massenmarkt dürfte dies allerdings ganz anders aussehen und nVidia – vorangetrieben durch den sowieso schon guten Ruf der GeForce-900-Serie bei gleichzeitiger Ignoranz der GTX970-Affäre – wird dort wahrscheinlich sogar richtig große Stückzahlen der GeForce GTX 950 absetzen (sowie aufgrund des günstigen Chips & Kartenlayouts viel Geld verdienen) können.

  positiv durchschn. negativ Kaufint.
Radeon R9 Fury X 40,6% 37,0% 22,4% 11,6%
Radeon R9 Fury 62,3% 23,3% 14,4% 18,5%
Radeon R9 390X 28,6% 42,9% 28,5% 10,5%
Radeon R9 390 32,0% 35,9% 32,1% 13,9%
Radeon R9 380 36,5% 34,0% 29,5% 15,1%
Radeon R7 370 20,5% 27,6% 51,9% 6,7%
Radeon R7 360 24,5% 32,1% 43,4% 7,6%
Radeon R9 290X 67,9% 22,2% 9,9% 26,7%
Radeon R9 290 47,2% 29,3% 23,5% 27,9%
Radeon R9 280X 39,2% 37,5% 23,3% 19,5%
Radeon R9 285 26,4% 43,3% 30,3% 8,1%
Radeon R9 270X 46,6% 32,4% 21,0% 21,1%
Radeon R9 270 40,9% 33,1% 26,0% 16,3%
Radeon R7 265 34,5% 38,8% 26,7% 10,7%
Radeon HD 7990 36,9% 30,7% 32,4% 3,5%
Radeon HD 7970 "GHz" 33,4% 33,3% 33,3% 5,9%
Radeon HD 7970 66,5% 26,0% 7,5% 22,1%
Radeon HD 7950 71,1% 17,8% 11,1% 20,3%
Radeon HD 7850 & 7870 70,7% 19,2% 10,1% 27,8%
Radeon HD 7790 45,6% 37,2% 17,2% 13,4%
  positiv durchschn. negativ Kaufint.
GeForce GTX Titan X 23,5% 29,8% 46,7% 2,4%
GeForce GTX 980 Ti 52,2% 24,2% 23,6% 12,7%
GeForce GTX 980 67,3% 20,5% 12,2% 24,7%
GeForce GTX 970 (Ersteindr.) 88,0% 7,6% 4,4% 52,4%
GeForce GTX 970 (Zweiteindr.) 13,0% 24,9% 62,1% 6,1%
GeForce GTX 960 14,6% 38,9% 46,5% 4,5%
GeForce GTX 950 23,1% 33,1% 43,8% 4,9%
GeForce GTX 780 Ti 60,2% 22,0% 17,8% 6,8%
GeForce GTX 780 47,5% 22,8% 29,7% 9,4%
GeForce GTX 770 45,6% 28,5% 25,9% 19,1%
GeForce GTX 760 31,5% 39,7% 28,8% 12,0%
GeForce GTX 750 & 750 Ti 49,4% 26,5% 24,1% 13,5%
GeForce GTX Titan 43,0% 23,2% 33,8% 4,3%
GeForce GTX 680 73,0% 17,7% 9,3% 16,3%
GeForce GTX 670 68,5% 19,6% 11,9% 24,9%
GeForce GTX 660 Ti 30,7% 40,4% 28,9% 9,3%
GeForce GTX 660 40,8% 37,2% 22,0% 16,8%
GeForce GTX 650 Ti "Boost" 33,1% 41,7% 25,2% 7,1%
GeForce GTX 650 Ti 20,0% 37,7% 42,3% 5,7%
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Hardware- und Nachrichten-Links des 29./30. August 2015

Auch weil AMD die Radeon R9 Nano am Donnertags mehr oder weniger nur groß angekündigt hat, man aber kaum von einem echten Launch sprechen kann, gibt es vorerst andere Streitthemen in unserem Forum – wie jenes zur Frage, was für HDMI 2.0 und HDCP 2.2 heutzutage für eine neue Grafikkarte benötigt wird. Eine schöne Faktenzusammenstellung hierzu gibt Auskunft darüber, wie die Grafikchip-Entwickler in dieser Frage derzeit aufgestellt sind – und danach sieht es eher traurig aus, denn auch der Support von HDMI 2.0 & HDCP 2.2 beim GM206-Chip von GeForce GTX 950 & 960 ist nur halb so viel wert, wenn bei diesen HDCP 2.2 letztlich nicht über HDMI, sondern nur über DisplayPort unterstützt wird. Ganz generell betrachtet ist aktuell Grafikkarten-Generation durchgehend noch nicht wirklich auf echten Support für 4K-Fernseher sowie auf echten Support von HDCP 2.2 ausgelegt, trotz daß es teilweise Ansätze und teilweise Lösungen hierfür gibt. Das ganze dürfte vermutlich erst mit den kommenden 14/16nm-Grafikchips des Jahres 2016 durchgehend und problemlos geboten werden.

Die PC Games Hardware hat sich die Grafikkarten-Performance unter der Multiplayer-Beta von Call of Duty: Black Ops 3 angesehen. Eine große Performance-Aussage zum Singleplayer-Part von Black Ops 3 läßt sich damit natürlich nicht machen, da die Optik des Multiplayer-Parts wie üblich deutlich abgespeckt ist – zudem läßt der Beta-Status des Spiels noch genügend Raum für Optimierungen und angepasste Treiber seitens der Grafkchip-Entwickler. Die unter FullHD erreichten Frameraten sind ab Grafikkarten des Performance-Segments jedoch schon erstklassig, es werden auch keine Grafikkarten nur des einen oder anderen Grafikchip-Entwicklers bevorzugt. Allerdings mag das Spiel keine Grafikkarten mit unter 4 GB Grafikkartenspeicher – zwischen einer GeForce GTX 960 mit 2 oder 4 GB Speicher liegt schon eine Differenz von 14%, eine GeForce GTX 770 mit 2 GB fällt dagegen komplett ab auf die Hälfte der Frameraten einer GeForce GTX 960.

Selbst eine Radeon R9 280X mit 3 GB bringt zwar eine gute nominelle Performance mit, zeigt aber durch deutliches Mikroruckeln an, daß diese Speichermenge eigentlich zu klein ist für einen wirklich flüssigen Spieleindruck. Unter WQHD geht es dann sogar den 4-GB-Grafikkarten an den Kragen: Die Frameraten sind bei den potenten Beschleunigern weiterhin ordentlich, aber selbst 4-GB-Modelle neigen dann zu Mikrorucklern. Es bleibt abzuwarten, was sich hieran bis zum Release des Spiels und darauf angepasster Treiber noch verbessern läßt. Angesichts dessen, daß der Leistungshunger des Singleplayer-Parts aber noch höher liegen wird, scheint Call of Duty: Black Ops 3 wie das letzte CoD-Spiel ein ziemlicher Speicherfresser zu werden – bzw. eine Spielwiese für Grafikkarten mit wirklich dick Grafikkartenspeicher. Zu erwähnen sei, daß man diesem speziellen Problem natürlich recht einfach durch die Wahl einfach nur der zweithöchsten Texturenstufe abhelfen kann, den ganz großen Optikverlust erleidet man dadurch sicher nicht.

Intel bietet seit kurzem für die Nutzer seiner Grafiklösungen ein Portal an, welches Informationen zu den empfohlenen Grafikeinstellungen für diverse Spiele unter Intel-Grafikchips anbietet. Man kann seinen Prozessor (und damit die integrierte Grafiklösung) automatisch finden lassen (Java benötigt) oder aber jenen manuell eingeben – danach bietet das Portal für diverse Spiele Screenshots mit den für diese Hardware empfohlenen Bildqualitäts-Einstellungen an. Derzeit gibt es jene für ca. 60 aktuelle und ältere Spieletitel – meistens Spiele, welche man durchaus mal nur mit einem Intel-Grafikchip spielt, also eher so etwas wie World of WarCraft und weniger etwas wie Witcher 3. Die Liste der Spieletitel ist sicherlich noch ausbaufähig – und zudem sollte Intel darüber nachdenken, daß ganze optional vielleicht in Form eines automatisch wirkenden Tools anzubieten, ganz wie es nVidias "GeForce Experience" kann. Ironischerweise dürfte jener Automatismus, welcher seitens der Enthusiasten daran teilweise kritisiert wird, für den typischen Intel-Nutzer genau das richtige sein.

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Welcher Monitor-Eingang wird benutzt?

Mit dieser Umfrage soll festgestellt werden, welcher Monitor-Eingang – DVI, DisplayPort, HDMI oder VGA – für das Desktop-System (oder etwaige extra Monitore für Notebooks) in Benutzung ist – nicht aber, welcher Grafikkarten-Ausgang dafür benutzt wird, denn dies läßt sich schließlich mit Adaptern verändern. Wichtig ist dieser Umfrage, herauszustellen, welche Monitor-Eingänge in Benutzung sind und daher von den Grafikkarten-Hersteller bei ihren Produkten beachtet werden sollten.

PS: Wie üblich gilt bei dieserart gerätebezogenen Umfragen, daß man von verschiedenen Geräten (erstes PC-System, zweites PC-System, etc.) aus auch entsprechend mehrfach abstimmen kann.

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Umfrage-Auswertung: Wie hoch läßt sich der Haswell-Refresh "Devils Canyon" in der Praxis übertakten?

Die Umfrage der vorletzten Woche beschäftigte sich mit den praktischen Übertaktungserfolgen beim Haswell-Refresh "Devils Canyon", sprich den Prozessoren Core i5-4690K und Core i7-4790K. Ausgeschlossen wurden hierbei (eigentlich) Wasserkühlung und andere exotische Kühlmaßnahmen, um eher einen Schnitt der üblichen Haus-Übertaktung zu erhalten als denn das, was Spitzen-Overclocker in der Lage sind, maximal herauszuholen. Als Richtschnur stand dabei der Punkt fest, daß "Devils Canyon" von den seinerzeitigen Launchartikel auf durchschnittlich 4.7 GHz gebracht werden konnte – diese Overclocking-Leistung galt es zu bestätigen oder zu wiederlegen.

In der Praxis gab es jedoch ein etwas niedrigeres Ergebnis – grob 4.6 GHz sind in der Praxis erreichbar, nicht die 4.7 GHz der Launchreviews. Der Unterschied mag gering klingen, weist aber dennoch auf das grundsätzliche Problem hin, daß im Rahmen von Launchreviews die Übertaktungseignung nur eher unzureichend untersucht werden kann, weil keinerlei Zeit für (gründliche) Stabilitäts- und Langzeittests vorhanden ist. Auch der Effekt, daß viele Übertakter zwar die maximal mögliche Taktrate ermitteln, für den Praxiseinsatz dann aber gern bewußt einen oder zwei Taktschritte nach unten gehen, läßt sich über schnelle Übertaktungstests im Rahmen eines Produkttests kaum wiedergeben.

Andere Rechnungen als die der platten Durchschnittsbildung ergeben hierzu im übrigen ziemlich exakt dieselben Zahlen, mit einer Abweichung: Beim einfachen Median kommen für "Devils Canyon" sogar nur 4.5 GHz heraus – was allerdings aufgrund der Ungenauigkeit dieser (natürlicherweise) nur mit einer Kommastelle ermittelbaren Medianwerte keine ganz große Abweichung ist. Nimmt man zudem den Medianwert ohne alle Randwerte (herausgelassen wurden hierbei immer die jeweils am äußersten Rand liegende Wertegruppe), kommen wieder 4.6 GHz heraus. Diese letzte Rechnung – Median ohne Randwerte – erscheint uns insgesamt betrachtet als sogar die bestmögliche Aussage zur Übertaktungseignung dieser Intel-Prozessoren.

einfacher ds ds ohne Randwerte einfacher Median Median ohne Randwerte
Sandy Bridge 4.46 GHz 4.51 GHz 4.5 GHz 4.5 GHz
Ivy Bridge 4.44 GHz 4.48 GHz 4.4 GHz 4.5 GHz
Haswell 4.34 GHz 4.36 GHz 4.3 GHz 4.4 GHz
Haswell DC 4.60 GHz 4.60 GHz 4.5 GHz 4.6 GHz
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Hardware- und Nachrichten-Links des 28. August 2015

HT4U bringen eine AMD-Aussage, wonach die Radeon R9 370X ein "regionales Produkt" nur für China sei. Etwas unsicher ist allerdings noch, ob diese Aussage nicht eigentlich nur auf die kürzlich vermeldete Sapphire-Karte gemünzt ist, nach dieser wurde AMD jedenfalls nur befragt. Wenn AMD nicht gerade im 360er, 370er und 380er Bereich seines neuen Grafikkarten-Portfolios ausschließlich teildeaktivierte Grafikchips verkaufen würde, könnte man vermuten, daß diese offensichtliche Strategie des "gestrafften Angebots" tatsächlich real wäre. So aber dürfte es sich wohl nur um Verzögerungstaktik handeln: So lange es noch Lagerbestände an Radeon R200 Karten gibt, hält AMD die Modelle 360X, 370X und 380X wohl schlicht zurück. Daß man dies allerdings bis Mitte 2016 durchhalten kann, wäre doch eher zu bezweifeln – und so drängt sich der starke Verdacht auf, daß es irgendwann im restlichen Jahresverlauf noch eine 360X, 370X und 380X offiziell und für alle Weltregionen zu kaufen geben wird.

Kleine Nachtragsnotiz zu den letzten AMD/nVidia Grafikchip-Marktanteilen: Eine erste Folge fehlender Entwicklungsgelder ist wahrscheinlich schon in dem langfristigen Marktanteils-Chart zu sehen – denn AMDs Marktanteil brach zuletzt exakt mit dem Aufkommen von nVidias Maxwell-Generation ein. AMD hat dieser wirklich neuen Grafikchip-Generation zum größten Teil nur Rebrandings entgegenzusetzen – mit Fiji gibt es nur einen neuen Spitzenchip, der übergroße Rest des aktuellen AMD-Portfolios wird aus "Altmaterial" bestritten. Damit ist es in jedem Fall schwer gegenüber einer echten neuen Generation zu bestehen, dies kostet normalerweise immer Marktanteile. Diese Situation konnte aber wohl nur entstehen, weil sich AMD auf eine Position zurückgezogen hat, wo nur einmal innerhalb eines Fertigungsverfahrens wirklich neue Grafikchips aufgelegt wurden – und danach maximal noch neue Spitzenmodelle nachgekommen sind, nicht aber wie bei nVidia eine ganze neue Grafkchip-Generation. nVidia hatte an dieser Stelle die notwendigen Reserven im Entwicklungsbudget – AMD hingegen nicht, was nun eben weitere Nachteile im Wettbewerb mit nVidia ergibt.

Die PC Games Hardware hat sich die Grafikkarten-Performance der Risen 3 "Enhanced Edition" angesehen. Dabei hat man sowohl Benchmarks gegen die originale Spielversion angestellt als auch 24 alte und neue Grafikkarten einem Performancevergleich unter der neuen Spielversion unterzogen. Jene neue Spielversion kostet zwischen 20-30% an Performance, was auf heutigen Spitzen-Grafikkarten eher kein Problem darstellt. Im breiteren Vergleich kommen allerdings in der "Enhanced Edition" nur noch gutklassige Grafikkarten performant mit, sprich unter FullHD Radeon R9 280X auf AMD-Seite bzw. GeForce GTX 960 auf nVidia-Seite – das Spiel neigt recht deutlich zu nVidia-Grafikkarten. Unter WQHD reduziert sich die Auswahl auf die echten HighEnd-Grafikkarten, während unter 4K nur noch eine stark ab Werk übertaktete GeForce GTX 980 Ti überhaupt die 30-fps-Marke knapp nimmt. Mit den Verbesserungen der "Enhanced Edition" ist Risen 3 also durchaus noch für als Performancemesser selbst für die schnellsten Grafikkarten (und natürlich auch zum erneuten Durchspielen) geeignet.

In unserem Forum läuft derzeit eine Diskussion an, welcher sich der Frage widmet, wie ein AM4-Mainboard aussehen sollte. Hierfür ist zwar noch ein wenig Zeit, denn Zen kommt erst Ende 2016, Stoney & Bristol Ridge ab Sommer 2016. Die Vorbereitungen der Mainboard-Hersteller für diese neue AMD-Generation dürften jdoch sicherlich schon laufen, ergo könnte ein Input aus dem Enthusiasten-Segment für jene durchaus interessant sein. In anderen Fällen klappt die Zusammenarbeit mit den Herstellern schließlich schon, die Diskussion über ein (potentielles) Carrizo-Notebook von Schenker ist mittlerweile 8 Seiten und 140 Antworten lang, hier gab es für den Hersteller sicherlich einigen interessanten Input mitzunehmen. Generell sollte man vielleicht mehr solcher Diskussionen aufmachen und den Herstellern somit nicht Einzelmeinungen, sondern gesammelte Stimmen zu einem einzelnen, möglichst fest umrissenen Thema offerieren. Dabei sollte natürlich nicht vergessen werden, nach dem Ende der Diskussion die betreffenden Hersteller auf diese hinzuweisen.

Thema Sicherheitslücken, hervorgerufen durch "Sicherheits-Technologien": Wie Heise in Berufung auf Ausführungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) berichten, ist Intels "Active Management Technology" (AMT) dafür ausnutzbar, den Remote-Zugriff einfach mal so zu übernehmen – und zwar selbst dann, wenn AMT im BIOS eigentlich ausgeschaltet wurde. Die AMT-Funktionalität gibt es zwar nur auf vPro-Systemen mit Intels Q-Mainboardchipsätzen, ist dort aber expliziter Teil der Produktspezifikationen und wird teilweise auch nur deswegen gekauft – dumm nun, daß ausgerechnet diese Funktionalität dann ein solch lächerlich großes Sicherheitsloch zuläßt. Für die PCs der normalen Consumer-Reihen hat diese Sicherheitslücke ausnahmsweise mal keine Auswirkungen, da es dort (bislang noch) keine per default eingebaute Remotesteuerung wie AMT gibt.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im ersten & zweiten Quartal 2015

Seitens der Analysten von Jon Peddie Research kommen in Form zweier Meldungen neue Zahlen zu den Marktanteilen bei Grafikchips sowie bei Desktop-Grafikkarten für das erste und das zweite Quartal 2015. Die erste Meldung dreht sich um alle verkauften PC-Grafikchips und schließt damit natürlich die mengenmäßig dominanten integrierten Grafiklösungen von heutigen Prozessoren mit ein. Die "Marktführerschaft" Intels ist somit automatisch gegeben – wenn, dann ist nur der Punkt interessant, daß Intel jene Marktführerschaft zuletzt eindrucksvoll auf inzwischen 75,2% Marktanteil ausbauen konnte. Dies hängt zum einen an einer zurückgehenden Rate an verkauften Grafikkarten – zum anderen geht dies auf den Einbruch von AMDs Prozessoren-Geschäft zurück, welches AMD zu früheren Zeiten immer einen sicheren zweiten Platz in dieser Statistik garantiert hatte. Heuer nun liegt AMD mit seinen extra Grafikchips und den integrierten Grafiklösungen in seinen APUs inzwischen deutlich hinter nVidia zurück – welche allein extra Grafikchips verkaufen:

Q1/2014 Q2/2014 Q3/2014 Q4/2014 Q1/2015 Q2/2015
AMD 16,7% 16,5% 14,1% 13,6% 12,9% 10,7%
Intel 66,8% 69,9% 71,8% 71,4% 72,2% 75,2%
nVidia 16,6% 13,6% 14,1% 15,0% 14,9% 14,1%

Die zweite Meldung dreht sich dann nur noch um Grafikchips für Desktop-Grafikkarten ("Add-in-Boards") – was natürlich die ebenfalls interessanten extra Mobile-Beschleuniger nicht mit beinhaltet, die hierzu sicherlich auch vorliegenden tieferen Statistiken von Jon Peddie Research sind leider (teuer) kostenpflichtig. Die Gesamttendenz des Marktes dürfte aber auch diese Statistik gut wiedergeben: AMD ist vom letzten Tiefststand aus nochmals weiter zurückgefallen – und zwar auf einen neuen, nochmals erschütternd niedrigen Wert. Von den sowieso schon kritischen 24,0% Marktanteil des vierten Quartals 2014 ging es im ersten Quartal 2015 auf 22,5% Marktanteil herunter, während im zweiten Quartal 2015 mit nur noch 18,0% Marktanteil die nächste psychologisch wichtige Barriere nach unten hin durchbrochen wurde:

Q1/2014 Q2/2014 Q3/2014 Q4/2014 Q1/2015 Q2/2015
AMD 35,0% 37,9% 28,4% 24,0% 22,5% 18,0%
nVidia 65,0% 62,0% 71,5% 76,0% 77,4% 81,9%

Diese Marktkonstellation – nVidia 82% zu AMD 18% – wird im übrigen durch eine Ausarbeitung (PDF) der Analysten von Mercury Research exakt so bestätigt. Jene bringen auch ein paar Zahlen zu den extra Mobile-Grafiklösungen daher, nach welchem dort das Verhältnis mit nVidia 65,4% zu AMD 34,6% etwas freundlicher aussieht – wenigstens ein kleiner Lichtblick für AMD. Ein Drittel Marktanteil im Mobile-Segment sind aber auch nichts, worauf man sich ausruhen kann, wenn man im Desktop-Segment auf unterhalb von 20% Marktanteil gefallen ist – da ist spätestens jetzt höchste Alarmstufe angesagt und unsere Gedanken & Anmerkungen zur letzten Marktanteils-Meldung zum Jahresanfang bestätigen sich auf dramatische Art und Weise.

Denn bei unter 20% Marktanteil gibt es für AMD nicht nur entsprechende wirtschaftliche Schwierigkeiten (woher soll die Einnahmen für konkurrenzfähige Neuentwicklungen kommen?), sondern läuft AMD eventuell auch schon Gefahr, vom Markt teilweise ausgeschlossen zu werden. Bei einem Verhältnis von grob 80% für nVidia und nur 20% für AMD ist es für viele Marktteilnehmer – ob Grafikkarten-Hersteller, PC-Bauer, Distributoren oder Einzelhändler – einfacher und kostengünstiger, nur noch auf nVidia zu setzen, AMD also gar nicht mehr ins real verfügbare Angebot aufzunehmen. Dies würde dann zu einem weiteren (automatischen) Marktabrutschen und nachfolgend noch weiterer De-Listung von AMD führen – eine sich selbst verstärkende Tendenz. Zum Glück sind einzelne Quartale mit derart schwachen Marktanteilen für die Marktteilnehmer noch kein Anlaß, solcherart Überlegungen in die Tat umzusetzen – ganz besonders nicht, wenn man danach einem einzelnen Anbieter (nVidia) faktisch ausgeliefert wäre.

Aber dies darf kein Dauerzustand werden, in einem solchen würden solcherart Überlegungen sicherlich aufkommen und irgendwann auch die besten Bemühungen für eine Trendumkehr zuverlässig ersticken. AMD steht nun wirklich an einem Scheideweg: Entweder man kann die Marktanteile wieder nach oben ziehen – oder aber man spätestens langfristig keine Chance. Selbst wenn alle kurz- und mittelfristig angelegten Auswirkungen nicht eintreffen, so kann man doch platt vorrechnen, daß nVidia bei diesen Marktanteile die (mindestens) 4mal höheren Einnahmen hat, um daraus sein Entwicklungsbudget für zukünftige Grafikchips zu bestreiten. Die Marktanteile und damit Einnahmen der Unternehmen werden zwangsläufig auf die Höhe der Entwicklungsbudgets zurückschlagen und damit AMD genauso zwangsläufig in die Lage bringen, irgendwann rein technologisch nicht mehr konkurrenzfähig zu sein.

Wir haben es an dieser Stelle vor einem halben Jahr schon einmal gesagt (und dafür einige Kritik kassiert) – doch da stand AMD noch bei 24,0% Marktanteil: Langsam aber sicher müssten die Grafikkarten-Käufer mal politisch kaufen. Tun die Grafikkarten-Käufer dies nicht, geht man das inzwischen hohe Risiko ein, daß AMD untergeht und dann einen Monopolisten in Form von nVidia zurückläßt – und wer wollte eine solche Vorstellung angesichts von Tiefschlägen wie der GTX970-Affäre schon wirklich gutheißen? Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, was man nun kauft – und hier im 3DCenter wird es bis auf diesen Satz auch keine tendentielle Berichterstattung zugunsten von AMD geben (jeder Hersteller wird hier gleich schlecht behandelt). Trotzdem steht der Gedanke nunmehr im Raum, unserer Meinung sich völlig automatisch aus den aktuellen Zahlen ergebend und zum Überlegen für alle Grafikkarten-Käufer. Die Entscheidung des Einzelnen bleibt selbstverständlich trotzdem frei.

Nachtrag vom 28. August 2015

Kleine Nachtragsnotiz: Eine erste Folge fehlender Entwicklungsgelder ist wahrscheinlich schon in dem langfristigen Marktanteils-Chart zu sehen – denn AMDs Marktanteil brach zuletzt exakt mit dem Aufkommen von nVidias Maxwell-Generation ein. AMD hat dieser wirklich neuen Grafikchip-Generation zum größten Teil nur Rebrandings entgegenzusetzen – mit Fiji gibt es nur einen neuen Spitzenchip, der übergroße Rest des aktuellen AMD-Portfolios wird aus "Altmaterial" bestritten. Damit ist es in jedem Fall schwer gegenüber einer echten neuen Generation zu bestehen, dies kostet normalerweise immer Marktanteile. Diese Situation konnte aber wohl nur entstehen, weil sich AMD auf eine Position zurückgezogen hat, wo nur einmal innerhalb eines Fertigungsverfahrens wirklich neue Grafikchips aufgelegt wurden – und danach maximal noch neue Spitzenmodelle nachgekommen sind, nicht aber wie bei nVidia eine ganze neue Grafkchip-Generation. nVidia hatte an dieser Stelle die notwendigen Reserven im Entwicklungsbudget – AMD hingegen nicht, was nun eben weitere Nachteile im Wettbewerb mit nVidia ergibt.

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