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Wie ist der Ersteindruck zu Intels Cascade Lake X?

Alle Entscheidungsgrundlagen zur dieser Frage findet man in den zahlreichen Launchreviews sowie der Launch-Analyse zu Cascade Lake X vs. Threadripper 3000. Cascade Lake X mag optisch gegenüber Threadripper 3000 klar geschlagen sein, man darf jedoch durchaus mit einrechnen, das Intels neue HEDT-Generation in einem gänzlich anderen Preisfeld (590-979$) spielt als Threadripper 3000 (1399-1999$). Die eigentlichen Kontrahent von Cascade Lake X sind somit AMDs Spitzenmodelle der Ryzen 9 Serie, wobei sich im eigentlichen allein der Ryzen 9 3950X (749$) direkt im Preisfeld von Intels Core i9-10000X Serie befindet.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Ryzen Threadripper 3000?

Mit der ersten Umfrage des letzten Jahresmonats wurde nach dem Ersteindruck zu AMDs neuer HEDT-Generation "Ryzen Threadripper 3000" gefragt, welche zum Ende des November an den Start ging. Mit selbiger Umfrage erzielte AMD einen überragenden Erfolg, welcher um so beeindruckender ist, als das HEDT-Generationen bzw. Produkte mit überzogenen Preislagen in solcherart Umfrage üblicherweise nicht gut wegkommen. Aber womöglich ist Threadripper 3000 auch einfach so überkandidelt, das nur die wenigsten Umfrage-Teilnehmer ernsthaft über eine Anschaffung dessen nachgedacht haben – womit diese Prozessoren eher denn rein aus Produkt-Sicht und weniger denn aus Käufer-Sicht beurteilt wurden. In jedem Fall ist ein Wert von 92,9% (!) positivem Ersteindruck bisher unerreicht und nochmals leicht höher als vor gut einem halben Jahr bei Ryzen 3000 (90,4% positiver Ersteindruck).

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Hardware- und Nachrichten-Links des 6. Dezember 2019

Von Twitterer Komachi kommen Details zu ersten Herstellerdesigns zur Radeon RX 5500 XT – woraus sich Taktraten und Kartengrößen ablesen lassen. Insbesondere die Taktraten sind interessant, könnte sich hieran doch ein Unterschied zur bisherigen Radeon RX 5500 ergeben – welcher allerdings bezüglich des Chiptakts nicht wirklich erklecklich ausfällt, denn der durchschnittliche Boost-Takt liegt bei durchgehend 1737 MHz, nur 20 MHz mehr als bei der Radeon RX 5500. Die Herstellerkarten unterscheiden sich augenscheinlich (und trotz teilweiser "OC"-Sticker) nur beim Base-Takt untereinander, nicht aber beim durchschnittlichen Boost-Takt sowie beim Maximal-Takt von durchgehend 1845 MHz. Eine weitere Angabe zu einer Sapphire-Karte liefert zudem den Hinweis auf einen Speichertakt von gleich 3800 MHz (QDR). Sofern es sich hierbei nicht um eine Werksübertaktung handeln sollte, würde die Radeon RX 5500 XT mit 1737/3800 MHz somit zwar nur +1,1% mehr Chiptakt als die Radeon RX 5500 (1717/3500 MHz) aufweisen, dafür aber gleich +8,6% mehr Speichertakt.

Speicher Chiptakt Kartengröße Quelle
ASRock Radeon RX 5500 XT Phantom Gaming D8G OC 8 GB 1610/1737/1845 MHz 287 x 126 x 53 mm Komachi @ Twitter
ASRock Radeon RX 5500 XT Challenger D8G OC 8 GB 1685/1737/1845 MHz 241 x 127 x 42 mm Komachi @ Twitter
Gigabyte Radeon RX 5500 XT Gaming OC 4G 4 GB 1685/1737/1845 MHz 281 x 115 x 40 mm Komachi @ Twitter
Gigabyte Radeon RX 5500 XT OC 8G 8 GB 1647/1733/1845 MHz 225 x 119 x 40 mm Komachi @ Twitter
Takt-Angaben lt. AMD-Vorgabe: 1. Base-Clock, 2. Game-Clock, 3. Boost-Clock (up to)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 4./5. Dezember 2019

Laut Twitterer Komachi kommt die augenscheinlich am 12. Dezember antretende Radeon RX 5500 XT tatsächlich "nur" mit 1408 Shader-Einheiten daher, so wie kürzlich bereits vermutet. Zusammen mit dem 128 Bit GDDR6-Speicherinterface ist dies dann exakt die Hardware der bekannten Radeon RX 5500 – wobei letztere wahrscheinlich rein im OEM-Bereich verbleiben wird: Die Radeon RX 5500 XT ist somit das Retail-Produkt auf Basis von Navi 14, die Radeon RX 5500 das OEM-Produkt. Ein paar kleinere Abweichungen bei den konkreten Taktraten sind noch möglich, werden den Braten aber nicht fett machen – grundsätzlich läuft es auf dieselbe (oder eine minimal bessere) Performance heraus wie bei den verschiedenen Tests zu Radeon RX 5500 schon aufgezeigt. Eine beachtbare Differenz zwischen Radeon RX 5500 und Radeon RX 5500 XT liegt allein bei der Option auf 8 GB Grafikkartenspeicher – wobei die Radeon RX 5500 XT wohl auch in Ausführungen mit nur 4 GB GDDR6-Speicher erscheinen wird, in diesem Fall gibt es dann kaum einen Unterschied zur regulären Radeon RX 5500 (mit generell nur 4 GB Speicher).

Chipbasis Recheneinheiten Speicherinterface Speicher Release Listenpreis
Radeon RX 5700 XT Navi 10 40 Shader-Cluster = 2560 SE 256 Bit GDDR6 8 GB GDDR6 7. Juli 2019 399$
Radeon RX 5700 Navi 10 36 Shader-Cluster = 2304 SE 256 Bit GDDR6 8 GB GDDR6 7. Juli 2019 349$
Radeon RX 5600 XT Navi 10 (?) gesch. 26-30 Sh.-Cl. = 1664-1920 SE angebl. 192 Bit GDDR6 angebl. 6 GB GDDR6 angebl. Anfang 2020 angebl. 200-250$
Radeon RX 5500 XT Navi 14 22 Shader-Cluster = 1408 SE 128 Bit GDDR6 angebl. 4/8 GB GDDR6 12. Dez. 2019 ?
Radeon RX 5500 Navi 14 22 Shader-Cluster = 1408 SE 128 Bit GDDR6 4 GB GDDR6 7. Okt. 2019 rein OEM
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Umfrage-Auswertung: AMD vs. Intel: Wohin geht aktuell die Tendenz der Notebook-Käufer?

Mittels zweier Umfragen aus August und September wurde nach der aktuellen Präferenz der CPU-Käufer sowohl im Desktop-Segment als auch im Mobile-Segment gefragt. Beide Umfragen brachten dabei klar abweichende Ergebnisse hervor: Während AMD die (schon extra ausgewertete) Desktop-Umfrage glatt dominierte, gab es in der Mobile-Umfrage für alle Antwortoptionen beachtbare Stimmenanteile. Natürlich ist AMD aber trotzdem der insgesamte Gewinner dieser Umfragen, wenn man inklusive der tendentiellen CPU-Käufer im Desktop-Markt auf einen Zustimmungs-Wert von 89,8% (!) kommt, und dann im Notebook-Markt immer noch auf 58,4% – in beiden Fällen also deutlich mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinigen kann.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im dritten Quartal 2019

Die neuesten Zahlen zu den Grafikchip-Marktanteilen seitens Jon Peddie Research sehen im Feld der Grafikchips für Desktop-Grafikkarten einen Trendumschwung gegenüber den letzten zwei Quartalen, wo AMD (ausgehend von einem absoluten Tiefpunkt im vierten Quartal 2018) zuletzt erheblich zugewinnen konnte. Heuer ist wieder nVidia am Drücker und konnte das im zweiten Quartal noch auf 32:68% lautenden Marktanteils-Verhältnis zwischen AMD & nVidia nunmehr mit 27:73% wieder deutlich freundlicher für nVidia gestalten. Der Markt an Grafikchips für Desktop-Grafikkarten legte dabei generell erheblich zu, mit Zuwachsraten von +42,2% gegenüber dem Vorquartal sowie +6,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Faktisch werden damit beide Grafikchip-Entwickler ihre Auslieferungen gesteigert haben, nVidia nur schlicht sehr viel deutlicher als AMD.

AiB-Grafikchips Q3/2018 Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019 Q3/2019
AMD 25,7% 18,8% 22,7% 32,1% 27,1%
nVidia 74,3% 81,2% 77,3% 67,9% 72,9%
Quelle: Jon Peddie Research
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Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Dezember 2019

Von Chiphell-Nutzer 'wjm47196' kommen einige interessante Wasserstandsmeldungen zu Intels Xe Grafik-Projekt – welche allerdings eher die Schattenseiten dieser Grafik-Anstregungen seitens Intel wiedergeben (welche es natürlich auch geben muß, gerade bei so einem ambitionierten Projekt). So läuft der Entwicklungsfortschritt derzeit im allgemeinen nicht besonders gut, liegt noch viel Arbeit in den Treibern (bezogen augenscheinlich auf die Treiber-Optimierung) und ist vor allem die Effizienz der Xe-Architektur noch nicht auf diesem Stand, wo Intel wirklich mit AMD & nVidia konkurrieren könnte. Insbesondere letzterer Punkt dürfte schmerzhaft sein, denn Treiber-Probleme und auch andere Dinge sind letztlich fixbar, aber eine fehlende Grundeffizienz macht auf allen Ebenen kaum lösbare Probleme: Die angedachte Performance wird nicht oder nur zu einem utopischen Stromverbrauch erreicht, während man sich einen Wettbewerb im Mobile-Bereich ganz abschminken kann und im HPC-Bereich dann Probleme haben wird, überhaupt eine beachtbare Leistung zu generieren. So soll auch Intels Xe-basierte HPC-Lösung "Ponte Vecchio" nicht mehr innerhalb der nächsten 2 Jahre erwartet werden, obwohl Intel jene eigentlich für das Jahr 2021 avisiert hat.

1.   Der Fortschritt (von Xe) scheint nicht gut zu laufen.
2.   Die HPC-Ausführung mit tausenden EUs (Ponte Vecchio) dürfte höchstwahrscheinlich nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre veröffentlicht werden.
3.   Derzeit ist die Effizienz der Architektur vergleichsweise niedrig – womit man sich weder mit AMD noch mit nVidia messen kann.
4.   Derzeit kooperiert noch kein Grafikkarten-Hersteller mit Intel, so dass man wahrscheinlich 90% selber (unter eigenem Namen) verkaufen muß.
5.   Die Verbesserung der Treiber wird noch eine Menge Zeit in Anspruch nehmen, da geht es nicht nur um eine neue Oberfläche.

Quelle:  'wjm47196' im Chiphell-Forum am 28. November 2019, eigene Übersetzung basierend auf der maschinellen Übersetzung ins Deutsche (Aussage #6 nicht mit übersetzt, da deren Bedeutung unklar ist)

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Gerüchteküche: Intels "Rocket Lake" Desktop-Prozessoren mit 8 "Willow Cove" CPU-Kernen aus der Tiger-Lake-Architektur

Aus dem chinesischen PTT-Forum (dort inzwischen gelöscht) kommt eine derzeit weit verbreitete Aufstellung grundsätzlicher Spezifikationen zu Intels Ice, Comet, Tiger & Rocket Lake Prozessoren – welche insbesondere in Bezug auf die Aussagen zur 2021er Desktop-Generation "Rocket Lake" interessant ist. Ursprünglich wurde hierbei der Support von AVX2 notiert, was dem Stand der (regulären) Skylake-Architektur (außerhalb von Skylake-X/SP und dessen Derivaten) entspricht, welche Intel bis jetzt für alle Desktop-Prozessoren (einschließlich dem Anfang 2020 erwarteten "Comet Lake") benutzt. In einer nachfolgenden Diskussion im PTT-Forum (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) über die entsprechenden News-Meldungen in der westlichen IT-Hemisphäre fügte der ursprüngliche Leaker 'Sharkbay' allerdings an, das in dieser herumgereichten Spezifikations-Aufstellung ein entscheidener Fehler enthalten sei: Denn Rocket Lake würde tatsächlich schon über AVX-512 verfügen, so wie Skylake-X/SP und aber auch die neueren Intel-Architekturen Ice Lake wie Tiger Lake. Insofern wurde die ursprüngliche Spezifikations-Aufstellung nachfolgend eigenständig korrigiert:

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Hardware- und Nachrichten-Links des 2. Dezember 2019

Videocardz bringen erhellendes zu AMDs neuen Mainstream- und Midrange-Lösungen der Radeon RX 5500 & 5600 Serien: Danach scheint die reguläre Radeon RX 5500 eher denn als reines OEM-Produkt zu enden, die entsprechenden Retail-Lösungen werden dann unter dem Verkaufsnamen "Radeon RX 5500 XT" laufen. Es gibt hierzu noch keine exakten Spezifikationen, aber sofern die Radeon RX 5500 XT wirklich nächste Woche (andere Meldungen sprechen vom 12. Dezember) antritt, dürfte diese Karte dann kaum den Vollausbau des Navi-14-Grafikchips tragen, da dieser ja (zumindest vorerst) Apple-exklusiv sein soll. Die Radeon RX 5500 XT würde somit wahrscheinlich nur unwesentlich schneller als die derzeit schon getestete Radeon RX 5500 herauskommen, der primäre Effekt der XT-Variante wäre dann die Möglichkeit zu gleich 8 GB Grafikkartenspeicher – was im Zweikampf mit nVidias GeForce GTX 1650 Super ein gewichtiges Argument darstellen dürfte (und auch in der Betrachtung gegenüber den im gleichen Performance-Feld stehenden früheren AMD-Grafikkarten wie Radeon RX 580 8GB & Radeon RX 590 gut kommt).

Chipbasis Recheneinheiten Speicherinterface Speicher Release
Radeon RX 5700 XT Navi 10 40 Shader-Cluster = 2560 SE 256 Bit GDDR6 8 GB GDDR6 7. Juli 2019
Radeon RX 5700 Navi 10 36 Shader-Cluster = 2304 SE 256 Bit GDDR6 8 GB GDDR6 7. Juli 2019
Radeon RX 5600 XT Navi 10 (?) gesch. 26-30 Shader-Cluster = 1664-1920 SE angebl. 192 Bit GDDR6 angebl. 6 GB GDDR6 angebl. Anfang 2020
Radeon RX 5500 XT Navi 14 angen. 22 Shader-Cluster = 1408 SE 128 Bit GDDR6 angebl. 4/8 GB GDDR6 angebl. 12. Dez. 2019
Radeon RX 5500 (rein OEM) Navi 14 22 Shader-Cluster = 1408 SE 128 Bit GDDR6 4 GB GDDR6 7. Okt. 2019
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Hardware- und Nachrichten-Links des 1. Dezember 2019

Mit den CPU-Verkaufszahlen des deutschen Retail-Händlers 'Mindfactory' für den November 2019, erstellt wiederum von Dataminer Ingebor @ Imgur, bezieht Intel eine heftige Klatsche, wenn inzwischen satte 82% der verkauften Stückzahlen (!) samt aber auch schon 77% der damit erzielten Umsätze auf AMD-Prozessoren entfallen. Dabei dürften hierbei Threadripper 3000 sowie der Ryzen 9 3950X aufgrund des späten November-Starts sowie der zu kleinen seitens AMD gelieferten Stückzahlen beim größten Ryzen-9-Prozessor kaum marktwirksam geworden sein. Jener Verkaufserfolg basiert eher auf der guten Stellung der originalen Ryzen 3000 Prozessoren (bis einschließlich des Ryzen 9 3900X), welche sich jene seit deren Launch erworben haben. Zudem kann AMD inzwischen von mehreren guten Produkt-Generationen hintereinander profitieren, womit auch die Verkäufe der Altmodelle nach wie vor stark sind: AMD verkauft allein mit Ryzen 5 2600 und Ryzen 7 2700X (etwas) mehr als derzeit Intel mit seinem kompletten CPU-Portfolio.

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