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AMD verspricht für Ryzen 5 1600X gleich +69% mehr Cinebench-Performance gegenüber dem Core i5-7600K

Zu den bereits bekannten Cinebench-Werten kommt seitens WCCF Tech noch ein Nachtrag in Form eines "ungefähren" Cinebench-Ergebnisses für den Sechskern-Prozessor Ryzen 7 1600X, welcher wie bekannt preislich in Konkurrenz zu Intels Vierkerner Core i5-7600K gehen dürfte. Einen exakten Wert hat AMD hierbei nicht angegeben, allerdings will man unter dem Cinebench R15 Multithread-Test eine um gleich +69% bessere Performance erreicht haben. Dies dürfte (defensiv gerechnet) in etwa auf einem Ergebnis von ~1140 Cinebench-Punkten für den Ryzen 7 1600X herauskommen, ausgehend von den vorliegenden Vergleichswerten zum Core i5-7600K. Jene gehen mit 666 Punkten (ComputerBase), 688 Punkten (Technikaffe) und 692 Punkten (AnandTech) einigermaßen durcheinander – aber da sich AMD bislang bei solchen Vergleichen eher an den unteren Intel-Vergleichswerten orientiert hat (und dies natürlich die für AMD günstigere Zahl ergibt), sollte man hierbei eher nicht zu hoch ansetzen.

Auch aus dem Grund der teilweise dann doch schwankenden Cinebench-Resultate haben wir die entsprechende Werte-Tabelle nochmals umgestaltet: Jene basiert nun auf einem Durchschnitt der Werte von vier Benchmark-Datenbanken, was als sicherer und solider anzusehen ist als die Benutzung von Einzelwerten. Alle Lücken wurden durch sinnvolle Interpolation geschlossen, was dann auch Ryzen selber betrifft: Als Singlethread-Performance von Ryzen 5 1600X nehmen wir den Wert von Ryzen 7 1800X an, da beide Prozessoren über die exakt gleichen Taktraten verfügen. Und letztlich wurde ein Singlethread-Ergebnis für den Ryzen 7 1700 aus dem bekannten Wert zum Ryzen 7 1800X über den Taktraten-Unterschied interpoliert – normalerweise ist Interpolation nicht gänzlich exakt, aber gerade die SingleThread-Werte lassen sich damit doch recht gut bestimmen, oftmals findet man hier eine nahezu perfekte Takraten-Skalierung vor.

Die neue Tabelle ist wiederum primär unterteilt nach Preispunkten, gerade die AMD-Prozessoren wurden passend zu den jeweiligen Intel-Preispunkten eingeordnet – genau deswegen kommt es auch zum Vergleich Ryzen 7 1600X (259$) gegen Core i5-7600K (242$). In diesem überrennt der AMD-Prozessor den Intel-Prozessor sogar noch heftiger als bei den schnelleren AMD-Modellen – primär, weil dem Core i5-7600K auch noch das HyperThreading fehlt und dies seine Schlagkraft unter Workstation-relevanten Benchmarks einigermaßen gut einschränkt. Zudem ist der Taktratenabstand zwischen diesen beiden Prozessoren auch nicht so hoch wie beispielsweise im Vergleich zu einem Core i7-7700K: Der Ryzen 7 1600X kommt ja selber schon mit 3.6/4.0 GHz daher, der Core i5-7600K kann mit seinen 3.8/4.2 GHz da nur relativ wenig über seine nur etwas höhere Taktrate gutmachen.

drittbestes Consumer-Modell bestes Consumer-Modell kleinstes E-Modell zweites E-Modell drittes E-Modell
(übliche Preislage) ~250$ ~330$ ~400$ ~500$ ~1000$
Sandy Bridge 483/130
2550K, 4C, 3.4/3.8 GHz
653/131
2700K, 4C+HT, 3.5/3.9 GHz
663/131
3820, 4C+HT, 3.6/3.8 GHz
973/129
3930K, 6C+HT, 3.2/3.8 GHz
1051/137
3970X, 6C+HT, 3.5/4.0 GHz
Ivy Bridge 507/134
3570K, 4C, 3.4/3.8 GHz
684/139
3770K, 4C+HT, 3.5/3.9 GHz
688/139
4820K, 4C+HT, 3.7/3.9 GHz
1039/140
4930K, 6C+HT, 3.4/3.9 GHz
1081/147
4960X, 6C+HT, 3.6/4.0 GHz
Haswell 555/147
4670K, 4C, 3.4/3.8 GHz
770/153
4770K, 4C+HT, 3.5/3.9 GHz
1036/140
5820K, 6C+HT, 3.3/3.6 GHz
1093/145
5930K, 6C+HT, 3.5/3.7 GHz
1335/138
5960X, 8C+HT, 3.0/3.5 GHz
Haswell-Refresh 574/152
4690K, 4C, 3.5/3.9 GHz
877/175
4790K, 4C+HT, 4.0/4.4 GHz
- - -
Broadwell 570/147
5675C, 4C, 3.1/3.6 GHz
768/156
5775C, 4C+HT, 3.3/3.7 GHz
1133/151
6800K, 6C+HT, 3.4/3.6 GHz
1195/158
6850K, 6C+HT, 3.6/3.8 GHz
1540/154
6900K, 8C+HT, 3.2/3.7 GHz
Skylake 618/166
6600K, 4C, 3.5/3.9 GHz
904/180
6700K, 4C+HT, 4.0/4.2 GHz
- - -
Kaby Lake 676/178
7600K, 4C, 3.8/4.2 GHz
988/195
7700K, 4C+HT, 4.2/4.5 GHz
- - -
Ryzen ~1140/162
1600X, 6C+SMT, 3.6/4.0 GHz
1410/~149
1700, 8C+SMT, 3.0/3.7 GHz
1537/154
1700X, 8C+SMT 3.4/3.8 GHz
1619/162
1800X, 8C+SMT, 3.6/4.0 GHz
-
Bulldozer/Vishera 720/111
FX-9590, 8C, 4.7/5.0 GHz
- - - -
Bulldozer 549/87
FX-8150, 8C, 3.6/4.2 GHz
- - - -
Ryzen-Werte von AMD, XFastest (1700X Singlethread) & eigene Interpolation (1600X & 1700 Singlethread, 1600X Multithread basierend auf AMDs ungefährer Angabe)
alle weiteren Intel- und AMD-Vergleichswerte basieren aus einer Mittelwertsbildung der folgenden Benchmark-Datenbanken: ComputerBase, AnandTech, Rebusfarm & Technikaffe

Abschließend haben wir die Werte dieser Tabelle zur besseren Ansicht noch in Diagramme gegossen – eines für die Multithread-Performance und eines für die Singlethread-Performance. Jene zeigen recht gut die geringen Fortschritte an, welche Intel mit seinen neuen CPU-Generationen seit Sandy Bridge erreicht hat – insgesamt wurde natürlich ein erheblicher Fortschritt erreicht, aber pro einzelner CPU-Generation sind die Zuwächse zumeist gering. Zugleich wird der enorme Preis/Leistungs-Vorteil von AMDs Ryzen-Prozessoren nochmals besser ersichtlich – bezogen natürlich nur auf die Multithread-Performance unter dem Cinebench R15. Bei der Singlethread-Performance kann Ryzen sehr vernünftig (gegenüber Broadwell-E) mitspielen, kommt aber (logischerweise) nicht an die Spitzenwerte von Skylake & Kaby Lake heran.

 Vergleich AMD Ryzen vs. Intel
Cinebench R15 Multithread: Vergleich AMD Ryzen vs. Intel
 Vergleich AMD Ryzen vs. Intel
Cinebench R15 Singlethread: Vergleich AMD Ryzen vs. Intel
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Hardware- und Nachrichten-Links des 22./23. Februar 2017

Daß es auf der GDC 2017 eine Ankündigung der GeForce GTX 1080 Ti geben wird, kann inzwischen als indirekt bestätigt angesehen werden: Auf der GeForce-Webseite prangt derzeit ein Counter, welcher am 1. März um 4 Uhr morgens deutscher Zeit ausläuft (dies entspricht 19 Uhr am 28. Februar zu Kalifornien-Zeit). Das hierbei zu sehende Hintergrund-Video hatte im ursprünglichen Dateinamen laut dem Tech Report direkt die Formulierung "GeForce GTX 1080 Ti" stehen, davon abgesehen ist auch die Fettschreibung von "TI" in "Time" auf der Webseite selber ein deutlicher Hinweis darauf, um was es hierbei gehen wird. In einer anderen Meldung bekräftigen Videocardz allerdings nochmals, das es sich bei diesem Termin um eine reine Ankündigung der GP102-basierten Enthusiasten-Grafikkarte handeln dürfte, der eigentliche Kartenlaunch bzw. die Marktverfügbarkeit dann "Mitte März" zu erwarten wäre. Das früher bereits genannte Launchdatum zwischen 20. bis 23. März könnte man da mit Augenzudrücken noch mit hineinnehmen.

Daneben führen Videocardz allerdings noch ein echtes Problem zur GeForce GTX 1080 Ti aus: Leider ist zum Launch wohl nicht mit der direkten Verfügbarkeit von Herstellerkarten zu rechnen – sondern fast nur mit der (allseits "beliebten") Founders Edition. Jene dürfte zum ersten den typischen FE-Preisaufschlag tragen und dann zum anderen natürlich nicht das sein, was Grafikkarten-Enthusiasten haben wollen, wenn man schon einmal Richtung 800-900 Euro investiert. Im Gegensatz zur Titan X wird es die Herstellerkarten bei der GeForce GTX 1080 Ti allerdings zweifelsfrei geben – nur hat nVidia den Grafikkarten-Hersteller die dafür notwendigen Informationen und Chips wohl erst so spät gegeben, das es jene nicht mehr rechtzeitig zum Launch schaffen sollen. Es bleibt zu hoffen, das sich diese Situation dann doch noch irgendwie klären lassen kann – aber im eigentlichen sollte sich nVidia fragen, ob denn solcherart halbgaren Launches ohne echte Verfügbarkeit von Herstellermodellen notwendig sind in einer Situation, wo nVidia zum einen keiner hetzt und wo zum anderen der zugrundeliegende GP102-Chip schon seit Monaten verfügbar ist.

Auf AMDs Tech Day gab es auch ein paar Detailinformationen zu AMDs Vega, auch wenn der Launch entsprechender Grafikkarten noch mindestens ein Quartal entfernt ist: So konnten Legit Reviews ein stylisches Vega-Logo abfotographieren – was sich neben dem ebenfalls gelungenem Ryzen-Logo wirklich gut macht. In einem Demosystem mit Ryzen 7 1700X Prozessor und Vega-Grafikkarte konnte die PC Games Hardware zudem den Vega-Prototyp vom Jahreswechsel diesesmal ohne Abklebungen erspähen. Damit wurden auch dessen Stromanschlüsse sichtbar – es ist ein 6poliger und ein 8poliger (nominell ausreichend für eine TDP von bis zu 300 Watt), genauso wie bei der Titan X (Pascal) im übrigen. Der verwendete Kühler kam zudem mit einem lautstarken Blower-Lüfter daher – was auch darauf hindeuten mag, das sich an diesem Prototyp noch einiges ändern kann. Jene Prototypen werden üblicherweise eher darauf hin ausgerichtet, möglichst reibungslos zu funktionieren, womit die bestmögliche Kühlleistung (egal der Lautstärke) und eine überdimensionierte Stromversorgung eigentlich normal sind. Aus Overclocking-Gründen könnte die Stromversorgung dann eventuell im Serienstatus doch gleich sein, beim Lüfter ist jedoch noch ein anderes Modell zu erwarten.

Neben der AMD-obligatorischen Vega-Demonstration unter "Star Wars Battlefield" haben Videocardz zudem noch zwei Benchmarks zu neuen AMD-Grafikkarten in der AotS-Benchmarkdatenbank entdeckt. Hierbei wurden Radeon RX 560 & Radeon RX 580 getestet – wobei die Ergebnisse sich wie üblich unter "Ashes of the Singularity" nur höchst schwer vergleichen lassen, das RX580-Resultat soll in jedem Fall in der Nähe einer GeForce GTX 1070 liegen. Dies dürfte dann weniger mit einem Polaris-Refresh erreichbar sei, vermutlich ist dies das erste Benchmark-Resultat auf Basis des Vega-11-Chips. Die Radeon RX 560 dürfte hingegen auf dem Refresh des Polaris-10-Chips basieren, allerdings gemäß des Benchmark-Ergebnisses eine abgespeckte Variante ähnlich der Radeon RX 470 oder sogar kleiner darstellen. Somit wäre folgende Portfolio-Aufstellung innerhalb der Radeon R500 Serie denkbar:

Radeon R400 Radeon R500
"Fury X2" Vega 10, 4096 SE @ 2048 Bit HBM2
"Fury 2" Vega 10, ~3500 SE @ 2048 Bit HBM2
Radeon RX 590 Vega 11, ~2816 SE @ 2048 Bit HBM2
Radeon RX 580 Vega 11, ~2560 SE @ 2048 Bit HBM2
Polaris 10, 2304 SE @ 256 Bit GDDR5 Radeon RX 480 Radeon RX 570 Polaris 10, 2304 SE @ 256 Bit GDDR5
Polaris 10, 2048 SE @ 256 Bit GDDR5 Radeon RX 470 Radeon RX 560 Polaris 10, 1792-2048 SE @ 256 Bit GDDR5
Alle Angaben dieser Tabelle zu den Grafikkarten der Radeon R500 Serie sind rein spekulativ.

Dabei sind von den Polaris-Refreshes nicht unbedingt neue Performancehöhen zu erwarten: AMD hat den Polaris-10-Chip zu dessen Launch schon über Gebühr mit Taktrate belastet, selbiger war eigentlich seitens AMD zu klar niedrigeren Taktraten geplant. Viel ist damit aus Polaris 10 nicht mehr herauszuholen. Zudem könnte AMD die namenstechnische Abstufung der beiden Polaris-10-Grafikkarten dazu verführen, deren Performance ebenfalls etwas abzuspecken – schneller als eine Radeon RX 460 wird eine Radeon RX 560 so oder so, ergo muß jene auch nicht zwingend die Performance der Radeon RX 470 erreichen. Sprich: Möglicherweise sind die Radeon RX 560 & 570 wieder mehr auf Effizienz getrimmt, vielleicht etwas langsamer als Radeon RX 470 & 480, dafür aber weniger stromdurstig. Zudem dürfte AMD mit Radeon RX 560 & 570 dann auch wirklich interessante Preislagen anbieten, denn der Polairis-10-Chip war generell schon immer für einen Preisbereich von unter 200 Euro/Dollar gedacht. Genauere Performanceprognosen verbieten sich natürlich zum jetzigen Zeitpunkt, dies gilt besonders auch für die Vega-basierten Grafikkarten.

Zudem wäre zu AMDs Ryzen noch die ersten Ryzen 7 1700X Benchmarks aus dem XFastest-Forum zu erwähnen, welche dort leider inzwischen gelöscht wurden, aber bei Videocardz noch als Kopie existieren. Mittels der dort getätigen Cinebench-Messung kann man im übrigen AMDs eigenen Cinebench-Wert für diesen Prozessor von 1537 Punkten zu 100% bestätigen – zugleich läßt sich an dieser Stelle der Singlethread-Wert von 154 Punkten den bisherigen Cinebench-Werten hinzutragen. Der ermittelte 3DMark13 FireStrike Physics-Wert entspricht mit 17916 Punkten grob dem bisher schon bekannten Resultat (von 17878 Punkten), die Messung unter dem CPUmark 99 ist dagegen natürlich eher Spaß – hierfür existieren kaum noch Vergleichswerte aktueller CPUs, einmal abgesehen von der nicht mehr vorhandenen Praxisrelevanz dieses nahezu zwei Dekaden alten Benchmarks.

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AMD Ryzen: Termine für Ryzen 3/5, mehr Takt für Ryzen 5 1600X & XFR-Taktraten offengelegt

Die Detailinformationen zu AMDs Ryzen sprudeln derzeit nur so – da kann schnell einmal etwas übersehen werden oder es wird halt erst später bekannt. So berichten WCCF Tech nunmehr über die Ryzen 3/5 Prozessoren, welche AMD wie bekannt später herausbringen wird: Die Ryzen 5 Vier- und Sechskerner noch im zweiten Quartal, die Ryzen 3 Vierkerner ohne SMT dagegen erst im zweiten Halbjahr. Zudem wurden zum Ryzen 5 1600X neue Spezifikationen genannt und mittels Screenshots von der offiziellen Präsentation belegt: Anstatt bisher 3.3/3.7 GHz, kommt dieser wohl für 259 Dollar in der Preisliste stehende Sechskern-Prozessor nunmehr mit 3.6/4.0 GHz daher – was exakt den Taktraten des Achtkerners Ryzen 7 1800X entspricht. Da AMD nunmehr wieder Spezifikationen geändert hat und auch die (spätere) Terminlage weiteren Spezifikations-Änderungen Vorschub leistet, müssen wir die bisher zu Ryzen 3/5 genannten Taktraten damit wieder unter Vorbehalt stellen – jene könnten sich genauso noch ändern.

Mit dem Listenpreis von 259 Dollar geht der Ryzen 7 1600X im übrigen in den Zweikampf mit Intels Core i7-7600K, welcher zu einem Listenpreis von 242 Dollar antritt. Die Situation ist dabei dieselbe wie in AMDs Achtkern-Programm: Der Intel-Prozessor bietet deutlich mehr Takt, der AMD-Prozessor dafür zwei CPU-Kerne mehr. Leider sind mit der Änderung der Taktraten beim Ryzen 5 1600X auch bisherige Benchmarks zu diesem Prozessor obsolet, dazu zählen vor allem die kürzlichen Cinebench-Werte (Singlethreaded & Multithreaded). Eventuell treffen jene ja auf das Modell "Ryzen 5 1500" zu, wenn jene kleinere Sechskern-CPU bei den Taktraten noch minimal zulegen kann (von bisher 3.2/3.5 GHz auf 3.3/3.7 GHz). Ohne sicher feststehende Taktraten und vor allem mit der Möglichkeit von AMD, die Taktraten noch nicht offiziell vorgestellter Prozessoren jederzeit ändern zu können, verbieten sich an dieser Stelle allerdings alle weiterführenden Spekulationen.

AMD Ryzen 3/5 Termine
AMD Ryzen 3/5 Termine
AMD Ryzen 5 1600X Spezifikationen
AMD Ryzen 5 1600X Spezifikationen

Daneben fügen Golem in ihrer Ryzen-Berichterstattung noch einen wichtigen Informationsbaustein hinzu: Die offiziellen XFR-Taktraten für die Achtkerner Ryzen 7 1700, 1700X & 1800X. Das XFR-Feature ist nunmehr sicher nicht vom X-Suffix der Ryzen-Prozessoren abhängig, jenes soll wohl nur auf besonders taktstarke Prozessoren hinweisen, macht ansonsten aber keinen Unterschied bei der Feature-Liste. XFR selber ist damit wohl bei jedem Ryzen-Prozessor mit an Bord, kann allerdings nur auf Overclocking-Mainboards ausgenutzt werden, dies sind nach derzeitigem Informationsstand die Chipsätze X300, B350 und X370. Mittels XFR kann ein Ryzen-Prozessor temporär und abhängig von der Leistungsfähigkeit der Kühlung sich über seine nominellen Taktraten erheben, dies allerdings nur auf einem CPU-Kern. Das Feature entspricht damit grob Intels Turbo Boost 3.0 bei Broadwell-E. Wie an den XFR-Taktraten zu sehen (+50 MHz bis +100 MHz), dürfte jenes Feature allerdings kaum eine große Schlagkraft entwickeln, für die weitere Betrachtung somit kaum Relevanz haben.

Kerne Takt XFR unlocked L3-Cache TDP Listenpreis Kühler Straßenpreis Launch
Ryzen 7 1800X 8 +SMT 3.6/4.0 GHz 4.1 GHz 16 MB 95W 499$ ohne 559€ 2. März 2017
Ryzen 7 1700X 8 +SMT 3.4/3.8 GHz 3.9 GHz 16 MB 95W 399$ ohne 439€ 2. März 2017
Ryzen 7 1700 8 +SMT 3.0/3.7 GHz 3.75 GHz 16 MB 65W 329$ Wraith Spire 359€ 2. März 2017
Ryzen 5 1600X 6 +SMT 3.6/4.0 GHz ? 16 MB 95W 259$ ? ~280€ Q2/2017
Ryzen 5 1500 6 +SMT ?  (3.2/3.5 GHz) ? 16 MB 65W ? ? ~250-270€ Q2/2017
Ryzen 5 1400X 4 +SMT ?  (3.5/3.9 GHz) ? 8 MB 65W ? ? ~220-240€ Q2/2017
Ryzen 5 1300 4 +SMT ?  (3.2/3.5 GHz) ? 8 MB 65W ? ? ~190-210€ Q2/2017
Ryzen 3 1200X 4 ?  (3.4/3.8 GHz) ? 8 MB 65W ? ? ~160-180€ H2/2017
Ryzen 3 1100 4 ?  (3.2/3.5 GHz) ? 8 MB 65W ? ? ~140-150€ H2/2017
Alle Ryzen-Prozessoren kommen im Sockel AM4 daher und sind damit nur auf Mainboards von AMDs 300er Chipsatz-Serie einsetzbar.
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Die Systemanforderungen zu Ghost Recon Wildlands

Spielepublisher Ubisoft hat in seinem Blog die offiziellen PC-Systemanforderungen für das derzeit im Betatest befindliche und am 7. März 2017 dann offiziell erscheinende "Ghost Recon Wildlands" bekanntgegeben. Der OpenWorld-Shooter auf Basis der AnvilNext-Engine hat gute Vorab-Kritiken sowohl bezogen auf die Spielbarkeit als auch die Optikpracht erhalten und daher gute Chancen auf einen echten Spiele-Hit. Die hierfür aufgerufenen Hardware-Anforderungen sind üblich hoch, allerdings nirgendwo übertrieben. Bei den Prozessoren will Ubisoft minimal Core i5-2400S (2.5/3.3 GHz) oder FX-8320 (3.5/4.0 GHz) sehen – ein seltener Fall im übrigen, wo mal für den Spielebetrieb wirklich gleichwertige CPUs genannt werden (die AMD-CPU ist im Office-Einsatz etwas schneller, aber unter Spielen nur grob gleichwertig). Diese gute Vorgabe zerstört Ubisoft bei den CPU-Empfehlungen mit Core i7-3770 (3.4/3.9 GHz) oder FX-8350 (4.0/4.2 GHz) gleich wieder, diese CPUs sind bekannterweise unter Spielen keineswegs gleichwertig (die AMD-CPU ist bemerkbar langsamer). Wie üblich wurden für die nachfolgende Aufstellung dann sinnvolle Werte zur Prozessoren- und Grafikkarten-Power kreiert & notiert.

Denn auch bei den Grafikkarten-Anforderungen notiert Ubisoft leider teilweise unzusammenhängende Daten: Eine GeForce GTX 750 Ti (Perf.Index 210%) hat im Performancefeld von Radeon HD 7870 (Perf.Index 270%) oder GeForce GTX 950 (Perf.Index 290%) nicht viel zu suchen, davon abgesehen gibt es die seitens Ubisoft notierte "Radeon R7 370X" zumindest in der westlichen Welt nicht (vermutlich aber einfach nur ein Schreibfehler). Einschränkenderweise zu den Grafikkarten-Anforderungen wäre zu erwähnen, das jene auf Grafikkarten-Seite zu "For Honor" exakt gleichen Anforderungen in der Praxis jenes Hack&Slay-Titels deutlich unterboten werden. Ob dies aufgrund der offenen Spielwelt von Ghost Recon Wildlands unter diesem Titel genauso passiert, bliebe entsprechende Tests abzuwarten – aber diese Chance ergibt sich zumindest.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Ziel-Auflösung 1280x720 @ "Low" 1920x1080 @ "High"
Betriebssystem Windows Vista *inoffiz.*     Windows 7     Windows 8.0 *inoffiz.*     Windows 8.1     Windows 10     Linux
32/64-Bit 32-Bit     64-Bit
Prozessor AMD K10 4C  (ab ~4 GHz)
AMD K10 6C  (ab ~3.5 GHz)
AMD Bulldozer 4C  (ab ~4 GHz)
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C  (ab ~4 GHz)
Intel Core 2 Quad  (ab ~4 GHz)
Intel Core i3 (2C+HT)  (ab ~4 GHz)
Intel Core i5 (4C)  (ab ~3 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 4C
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C  (ab ~5 GHz)
AMD Mainstream-APU 4C
Intel Core 2 Quad
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)  (ab ~4 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT)  (ab ~3.5 GHz)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
RAM 6 GB 8 GB
Festplatte keine Angabe
Grafik-API DirectX 11     DirectX 12     OpenGL     Vulkan
Grafikkarte AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000ab 7870
AMD Radeon R200ab 270
AMD Radeon R300ab 370
AMD Radeon R400ab 460
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600ab 660
nVidia GeForce 700ab 760
nVidia GeForce 900ab 950SE
nVidia GeForce 1000ab 1050
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000
AMD Radeon R200ab 290X
AMD Radeon R300ab 390
AMD Radeon R400ab 480-4GB
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600
nVidia GeForce 700
nVidia GeForce 900ab 970
nVidia GeForce 1000ab 1060-6GB
Grafik-RAM 2 GB 4 GB
Anmerkung: Die angegebenen Anforderungen zu Prozessor und Grafikkarte stellen eine eigene Interpolation der offiziellen Anforderungen dar.
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Offizielle Cinebench-Ergebnisse zu AMDs Ryzen 7 1700, 1700X und 1800X veröffentlicht

Auf einem TechDay in San Francisco hat AMD einiges neues zu seinen Ryzen-Prozessoren gesagt bzw. diverse neue Präsentationsfolien veröffentlich, die ComputerBase war vor Ort und hat fleißig abfotographiert. Darunter war auch eine Präsentationsfolie zum IPC-Gewinn, welchen AMD mit Ryzen erreicht haben will: Das mit der zugrundeliegenden Zen-Architektur ursprünglich angestrebte Designziel von +40% (gegenüber AMDs Bulldozer-Prozessoren der Excavator-Ausbaustufe, realisiert allein im APU-Bereich mit den Carrizo-basierten APUs) wurde dabei sogar deutlich überboten, AMD will mit der Zen-Architektur nunmehr sogar +52% IPC gegenüber der Bulldozer-Architektur herausgeholt haben. Dies erklärt wohl auch die vielen guten Vorab-Benchmarks der letzten Zeit, mittels welchen AMD deutlich näher an Intel herangekommen (und weiter von Bulldozer weggekommen) ist, als AMD selber einmal prognostiziert hatte.

AMD Ryzen IPC-Gewinn
AMD Ryzen IPC-Gewinn
AMD Ryzen Listenpreise
AMD Ryzen Listenpreise

Im Rahmen dieser Veranstaltung hat AMD zur Untermauerung auch offizielle Cinebench-Werte zu den drei nunmehr vorgestellten Prozessoren Ryzen 7 1700, 1700X & 1800X veröffentlicht, welche somit alle bisherigen inoffiziellen bzw. geleakten Werte ersetzen können. Der Cinebench ist zwar nur ein einzelner Benchmark, aber jener hat zumindest zwei Vorteile: Erstens sind die Werte unterschiedlicher Systeme recht gut vergleichbar, die Spielbreite der Ergebnisse sehr gering. Und zweitens haben die Cinebench-Werte die positive Angewohnheit, irgendwo in der Mitte von üblichen Benchmark-Sets zur Workstation-Performance herauszukommen, ergo ein guter Fingerzeig auf das mit den Launchreviews zu ermittelnde Workstation-Performancebild abzugeben. Die nachfolgenen Vergleichswerte stammen maßgeblich von der ComputerBase sowie AnandTech (da AMDs eigene Vergleichswerte zu Intel-Prozessoren "seltsamerweise" etwas niedrig ausgefallen sind), womit man die Ryzen-Prozessoren zumindest unter dem Cinebench schon ganz gut gegenüber früheren und aktuellen Intel-Prozessoren bewerten kann (erster Wert Multithread, zweiter Wert Singlethread):

bestes Consumer-Modell kleinstes E-Modell zweites E-Modell drittes E-Modell
(übliche Preislage) ~320$ ~400$ ~500$ ~1000$
Sandy Bridge 626/?
2700K, 4C+HT, 3.5/3.9 GHz
614/?
3820, 4C+HT, 3.6/3.8 GHz
977/132
3930K, 6C+HT, 3.2/3.8 GHz
1065/135
3970X, 6C+HT, 3.5/4.0 GHz
Ivy Bridge 667/139
3770K, 4C+HT, 3.5/3.9 GHz
697/140
4820K, 4C+HT, 3.7/3.9 GHz
1043/140
4930K, 6C+HT, 3.4/3.9 GHz
1097/144
4960X, 6C+HT, 3.6/4.0 GHz
Haswell 791/156
4770K, 4C+HT, 3.5/3.9 GHz
1022/141
5820K, 6C+HT, 3.3/3.6 GHz
1077/147
5930K, 6C+HT, 3.5/3.7 GHz
1324/139
5960X, 8C+HT, 3.0/3.5 GHz
Haswell-Refresh 873/173
4790K, 4C+HT, 4.0/4.4 GHz
- - -
Broadwell 782/157
5775C, 4C+HT, 3.3/3.7 GHz
1096/154
6800K, 6C+HT, 3.4/3.6 GHz
1195/164
6850K, 6C+HT, 3.6/3.8 GHz
1562/163
6900K, 8C+HT, 3.2/3.7 GHz
Skylake 886/181
6700K, 4C+HT, 4.0/4.2 GHz
- - -
Kaby Lake 972/196
7700K, 4C+HT, 4.2/4.5 GHz
- - -
Ryzen 1410/?
1700, 8C+SMT, 3.0/3.7 GHz
1537/?
1700X, 8C+SMT 3.4/3.8 GHz
1619/162
1800X, 8C+SMT, 3.6/4.0 GHz
-
Bulldozer/Vishera 720/113
FX-9590, 8C, 4.7/5.0 GHz
- - -
Bulldozer 552/88
FX-8150, 8C, 3.6/4.2 GHz
- - -
Ryzen-Werte von AMD, Intel-Vergleichswerte von der ComputerBase, AnandTech, Rebusfarm & Technikaffe, Bulldozer-Vergleichswerte von AnandTech & PC Perspective

Insbesondere, wenn man das ganze unter die Maßgabe der jeweils aufgerufenen Preise stellt, sieht es schon sehr gut für AMDs Ryzen-Prozessoren aus: Das, was Intel im jeweils gleichen Preisbereich stehen hat, wird regelrecht versägt, AMD gewinnt mit Abständen von (kann man nicht anders nennen) sagenhaften 35-45%. Selbst bei der SingleThread-Performance kann AMD mit den E-Modellen von Intel vollkommen mithalten (welche natürlich wie die Ryzen-Prozessoren nicht besonders hoch getaktet sind). Die Höhen der SingleThread-Performance von Intels schnell getakteten Vierkernern kann AMD prinzipbedingt mit Achtkern-Prozessoren nicht erreichen – aber diese "Schwäche" trifft ja genauso auch auf Intels eigene Enthusiasten-Modelle trotz deren hoher Preispunkte zu.

Sogar den rein technischen Vergleich ohne Berücksichtigung der Preispunkte kann AMD (zumindest singulär) zu gewinnen: Der Ryzen 7 1800X kommt auf ein um +3,6% besseres Ergebnis als Intels Achtkerner Core i7-6900K. Die Hochrechnung auf den Sechskern-Bereich sieht einen Ryzen 5 1600X bei ~1120 Cinebench-Punkten, in dieser Frage dürfte Intels Core i7-6850K mit 1195 Punkten allerdings weiterhin etwas vorn liegen. Im Vierkern-Bereich dürfte es dann deutlich zugunsten von Intel ausgehen, da AMD hierbei keine besonderen Taktraten aufbietet und Intel inzwischen klar oberhalb von 4 GHz angekommen ist. Aber natürlich sind dies nur sehr theoretische Vergleiche ohne Berücksichtigung der Preislagen – zum Verkauf angebotene Hardware steht aber nicht im luftleeren Raum, ergo sind die aufgerufenen Preispunkte natürlich immer mit zu beachten.

In der Summe sieht dies schon einmal sehr gut aus für AMDs Ryzen – sogar noch etwas besser als bei den letzten Vorab-Benchmarks. Benchmark-Sets, die sich nicht auf die Workstation-Performance beziehen, können natürlich abweichende Ergebnisse erbringen – aber da die Grundperformance bei Ryzen bzw. der Zen-Architektur ganz augenscheinlich da ist, dürfte sich hierbei maximal eine Abweichung um -10% ergeben (eher im mittleren einstelligen Bereich). Logisch, das unter normalen Consumer-Benchmarks oftmals die höheren Taktraten von Intels Consumer-Prozessoren wirkungsvoller als die vielen CPU-Kerne von Broadwell-E und Ryzen sein werden – aber dies größtenteils wieder ausgeglichen durch viele Benchmarks des Consumer-Bereichs, welche inzwischen genauso auch auf Multikern-Prozessoren optimiert sind (vor allem Packer & Video-Coding). AMD kann dem kommenden Ryzen-Launch also wohlgemut entgegenblicken, es sind wohl reihenweise Benchmark-Siege zugunsten von AMD zu erwarten.

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AMD kündigt Ryzen 7 1700, 1700X & 1800X offiziell für den 2. März 2017 an

Etwas vorfristig hat AMD bereits am mittwöchlichen 22. Februar 2017 erste Prozessoren-Modelle seiner kommenden Ryzen-Produktlinie offiziell angekündigt. Die Achtkerner Ryzen 7 1700, 1700X und 1800X werden am 2. März 2017 in den Handel gehen, zu diesem Zeitpunkt sind auch entsprechende Testberichte zu erwarten. Die zu diesen Prozessoren genannten Daten entsprechen den Vorab-Informationen, neu sind in erster Linie die offiziellen US-Listenpreise – welche allerdings genauso im Rahmen der Erwartungen liegen, welche sich aus den Vorab-Notierungen gespeist haben. Mit dem Mittwoch beginnt zudem auch eine offizielle Vorbesteller-Phase, ergo dürfen die Einzelhändler somit die Ryzen-Prozessoren bereits ganz regulär ins Angebot aufnehmen und werden sich damit dann bereits echte Straßenpreise herausbilden, ist der Preiskampf der Einzelhändler also hiermit schon eröffnet.

Noch nichts offizielles gesagt hat AMD zum XFR-Feature – allerdings ist es offensichtlich, das nur die X-Modelle jenes tragen werden (wird bereits weithin so angenommen) doch hierzu gibt es inzwischen klare Meldungen, das der Suffix "X" nichts mit diesem Feature zu tun hat. Entgegen letzten Meldungen kommen die beiden Top-Modelle Ryzen 7 1700X & 1800X nun doch wieder gänzlich ohne Kühler daher – aber womöglich sind die hierzu beschriebenen Kühler auch rein für OEM-Bedürfnisse, die veröffentlichte Unterlage stammte genau aus diesen Kreisen. Zu den anderen Ryzen-Modellen hat AMD noch nichts offizielles gesagt, die hierzu in nachfolgender Tabelle notierten Daten sind somit weiterhin im Gerüchte-Status. Da sich aber alle Gerüchte zu den drei nun offiziell angekündigten Ryzen-Modellen bestätigt haben, dürften auch die Daten der kleineren Ryzen-Modelle mehr oder weniger stimmen. Jene scheint AMD nun tatsächlich später zu veröffentlichen – was aber kein Beinbruch darstellt, somit gehen jene kleineren Ryzen-Modelle beim kommenden Launchtag nicht unter und können später dann extra und mit mehr Zeit betrachtet werden.

Kerne Takt unlocked L3-Cache TDP Listenpreis Kühler Straßenpreis Launch
Ryzen 7 1800X 8 +SMT 3.6/4.0 GHz 16 MB 95W 499$ ohne 559€ 2. März 2017
Ryzen 7 1700X 8 +SMT 3.4/3.8 GHz 16 MB 95W 399$ ohne 439€ 2. März 2017
Ryzen 7 1700 8 +SMT 3.0/3.7 GHz 16 MB 65W 329$ Wraith Spire 359€ 2. März 2017
Ryzen 5 1600X 6 +SMT 3.3/3.7 GHz 16 MB 95W ? ? ~280-310€ ?
Ryzen 5 1500 6 +SMT 3.2/3.5 GHz 16 MB 65W ? ? ~250-270€ ?
Ryzen 5 1400X 4 +SMT 3.5/3.9 GHz 8 MB 65W ? ? ~220-240€ ?
Ryzen 5 1300 4 +SMT 3.2/3.5 GHz 8 MB 65W ? ? ~190-210€ ?
Ryzen 3 1200X 4 3.4/3.8 GHz 8 MB 65W ? ? ~160-180€ ?
Ryzen 3 1100 4 3.2/3.5 GHz 8 MB 65W ? ? ~140-150€ ?
Alle Ryzen-Prozessoren kommen im Sockel AM4 daher und sind damit nur auf Mainboards von AMDs 300er Chipsatz-Serie einsetzbar.

Die von AMD notierten Preislagen sowie die ersten deutschen Straßenpreise passen ziemlich gut zu unseren bisherigen Vorhersagen, ergo sollten auch die Preis-Vorhersagungen zu den kleineren Ryzen-Modellen passend sein. Bezüglich der Einordnung der Preise der drei "großen" Modelle sei gesagt, das AMD sich hierbei mit Core i7-7700K (339$ Listenpreis), Core i7-6800K (412$ Listenpreis) und Core i7-6850K (587$ Listenpreis) anlegt – zu nominell jeweils etwas niedigeren Listenpreisen, was den neuen AMD-Prozessoren schon mittelfristig (wenn sich der Einzelhändler-Wettbewerb etwas eingespielt hat) gewisse preisliche Vorteile geben dürfte. Rein technisch dürfte es zudem kein Problem sein, die jeweiligen Intel-Prozessoren zu schlagen – immerhin tritt AMD hier mit Zen-Achtkernern gegen Vier- und Sechskerner von Intel an. Das Preis/Leistungs-Verhältnis dürfte ergo in sehr klarem Maßstab auf AMDs Seite sein – vom generellen Vorteil der gleich acht CPU-Kerne und deren Langfristnutzen gar nicht erst zu reden.

Intel dürfte von Ryzen somit wahrscheinlich sogar deutlich geschlagen werden – was sicherlich auch ein Ausdruck der überzogenen Preislagen bei Intel ist, welche man in den letzten Jahren mangels schlagkräftiger Konkurrenz nicht so wirklich augenscheinlich sehen konnte. Ob Intel an diesen Preislagen etwas ändert, ist dagegen immer noch ungewiß: Intel hat sich auf diesem Verkausfmodell mit (sehr) hohen Margen gemütlich eingerichtet, ein schneller Wechsel würde neben dem Gesichtsverlust auch erhebliche Margenverluste bedeuten. Letztere kann sich Intel vermutlich viel weniger leisten als denn gewisse Verluste an Marktanteil, welche man über gute Geschäfte in anderen Sparten wieder ausgleichen (und damit gegenüber Aktionären und Analysten verbergen) kann. Eine geringfügige Preissenkung reicht Intel hingegen nicht aus, um gegenüber diesem beim Preis/Leistungs-Verhältnis augenscheinlich wirklich gutem Angebot kontern zu können – ergo dürfte Intel dies vermutlich lassen, Ryzen lieber schlicht negieren und auf seine bestmöglichen OEM-Beziehungen sowie die eigene Marken-Stärke setzen. Ein echter Ryzen-Konter durch Intel ist damit aller Vermutung nach regelrecht Zukunftsmusik.

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