Wild hin- und herspekuliert wird derzeit darüber, ob nVidias CUDA zukünftig auch auf ATIs Grafikkarten möglich wird: Der Tech Radar sagt hierzu "ja", The Inquirer dementieren umgehend. Erstaunlich ist dabei, daß diese Diskussion ausgerechnet jetzt aufkommt: Denn das kommende DirectX11 wird mit "Compute Shader" über ein Feature verfügen, welches die GPGPU-Programmierung vereinheitlichen kann, sofern es sich gegenüber nVidias CUDA und ATIs Stream durchsetzt. Insofern geht der Blick doch eher zu diesem DirectX11-Feature und ist esv kaum zu erwarten, daß ATI und nVidia sich zwischenzeitlich doch noch auf einen gemeinsamen Standard für die GPGPU-Programmierung einigen werden.
Wie DailyTech berichten, wollen die asiatischen Hersteller beim Thema USB 3.0 vorpreschen und schon dieses Jahr erste PCs mit diesem Feature ausliefern. Einfach wird dies allerdings nicht, denn sowohl Intels 5er Chipsatz-Serie als auch die zum Jahreswechsel bei AMD anstehenden neuen Mainbord-Chipsätze werden USB 3.0 nicht nativ unterstützen – von den aktuell erhältlichen Chipsätzen ganz zu schweigen. Demzufolge kann eine USB 3.0 Funktionalität vorerst nur durch extra Chips auf dem Mainboard hergestellt werden – was die Mainboard-Hersteller aber natürlich extra Geld kostet und daher wohlüberlegt sein soll. Für einige Mainboards, welche explizit nur in den Retail-Markt gehen, ist dies sicherlich vorstellbar.
Die große Masse dürfte aber wohl warten müssen, bis die Chipsatz-Hersteller diese Funktionalität nativ in ihren Mainboard-Chipsätzen anbieten. Dies dürfte kaum vor Mitte 2010 der Fall sein, womöglich auch erst noch später – und ohne die kostengünstige Integration in den Mainboard-Chipsatz dürfte der Markt limitiert bleiben. Zudem ist derzeit auch noch nicht sicher, wann exakt Microsoft Windows 7 das entsprechende Software-Update zur Unterstützung von USB 3.0 spendieren wird, da das neue Betriebssystem USB 3.0 im Auslieferungszustand erst einmal nicht unterstützen wird. Zur Unterstützung von USB 3.0 auf Windows XP und Vista ist derzeit nichts bekannt, aber eben aufgrund dieser Informationslage ist nicht anzunehmen, das Microsoft hier noch größere Anstrengungen unternimmt.
Die X-bit Labs vermelden eine Warnung seitens Apple, wonach das iPhone 3G/S sowie der iPod bei Temperaturen überhalb von 35 Grad Celcius überhitzen können – beide Geräte sind für Temperaturen zwischen 0 und 35 Grad Celcius spezifiziert. Die Angelegenheit wirft interessante Fragen auf, welche auch in den PC-Bereich hineingehen, wo die Hardware üblicherweise auch nur bis maximal 25 Grad Celcius spezifiziert ist. Dies betrifft auch typische Outdoor-Geräte wie Notebooks, trotz daß in Europa um diese Jahreszeit jene Temperaturgrenze durchaus klar durchbrochen werden kann – von anderen Teilen der Welt ganz zu schweigen, in welchen aber auch keine andere Hardware verkauft wird (von diversen Industriegerätschaften oder auch Spezialgeräten für extreme Außenbedingungen abgesehen).
Nun liegt der Fall in den USA klar: Wenn sich der Käufer darauf einläßt, beispielsweise in den Sonnenstaaten Kalifornien oder Florida Outdoor-Geräte mit einer 25-Grad-Grenze zu erstehen, obwohl die Außentemperatur mehrmonatig über deren Spezifikation liegt, dann ist dies das Problem des Käufers – hier soll laut dem Willen der Obrigkeit der Markt entscheiden (was er in der Praxis nicht tut). In Deutschland könnte man aber unter Umständen andere Seiten aufziehen: Wenn hierzulande ein Hersteller eines explizit für den Außeneinsatz vorgesehenen Geräts wie eben einem Notebook oder einem Mobiltelefon unrealistische Spezifikationen für die Temperaturgrenze ansetzt, dann ist dies nicht das Problem des Käufers, sondern des Herstellers. Sprich: Von einem Outdoor-Gerät kann man Funktionalität bei allen in Deutschland normalerweise anzutreffenden Wetterlagen erwarten, die Hersteller-Spezifikationen können diese Grundvoraussetzung (unserer Meinung nach) nicht ausschließen.
Man könnte sogar noch weitergehen und behaupten, daß ein Outdoor-Gerät auch einen Urlaubseinsatz in einem der typischen Urlaubsländer mit höherer Außentemperatur überstehen muß – schließlich läßt niemand sein Handy für einen Spanien-Urlaub zu Hause zurück, genauso ist es aber mittlerweile auch normal, das eigene Notebook mitzunehmen. Dies liegt (wieder unserer Meinung nach) alles noch im Rahmen der Garantie – Spezifikation hin oder her. Erst wirklich extreme Bedingungen wie afrikanische Temperaturen über 40 Grad sind eine andere Größenklasse. Zum Glück sind die meisten Hersteller aber wohl recht kulant in solchen Fragen und übernehmen auch Überhitzungsschäden im Rahmen der Garantiezeiten. Danach sollte man allerdings mit seinen Geräten vorsichtig umgehen: Speziell für Notebooks empfiehlt sich in Urlaubsländern (oder auch bei den aktuellen deutschen Temperaturen) immer der Betrieb mit einem Notebook-Kühler, welche ja auch nicht teuer sind.
Ein besonderer Blick sollte dabei immer auch auf die Festplattentemperaturen gehen: Die allermeisten Festplatten sind bis 55 Grad spezifiziert, wobei man gerade bei Festplatten (und auch angesichts der Ungenauigkeit mancher Meßfühler) diese Grenze tunlichst nicht ausnutzen sollte. Zudem kommt bei Festplatten ja immer noch das Damoklesschwert des Datenverlusts hinzu: Hardware-Gerätschaften kann man einfach auswechseln, aber verlorene Daten bekommt man nicht zurück. Demzufolge ist man gut beraten, immer ein Monitoringtool mitlaufen zu lassen, welches die Notebook-Temperturen ausliest. Anbieten tun sich hierbei SpeedFan, Samurize, Notebook Hardware Control oder auch HDD Health (letzteres nur für Festplatten).
Ein Thread unseres Forums wirft die Frage auf, wie die DNS-Prefechting Funktionalität neuerer Browser (beispielsweise beim Firefox 3.5) denn mit den geplanten Internetsperren zusammengehen kann: Beim DNS-Prefechting lädt der Browser nämlich vorausschauend Links auf der gerade angesehen Webseite schon einmal für den Fall, daß der Benutzer später auf diese Links klickt. Was auf den ersten Blick eine Funktion für schnelleres Surfen ist, wirft im Zusammenhang mit den Internetsperren heftige Probleme auf, denn hierbei kann der eigene Computer durchaus auch auf einer gesperrten Webseite landen, obwohl der Benutzer diese nie angeklickt oder manuell eingegeben hat.
Wie der Threadstarter zudem richtigerweise anmerkt, kann man den Surfern solche Links sogar bewußt unterschieben: Einfach auf einer bekannten Webseite einen unsichtbaren Link zu einer gesperrten Webseite setzen und sofort werden die entsprechenden Browser auch diesem Link folgen. Zwar sollen einzelne Zugriffe auf gesperrte Webseiten nicht verfolgt werden – rechtlich ist dies aber trotzdem möglich, dies liegt letztlich im Ermessen der verantwortlichen Strafverfolgungsbeamten. Womit sich der Kreis wieder schließt: Wie wir schon einmal angemerkt hatten, kann man zum Thema der Internetsperren stehen wie man will – aber allein das tatsächlich vorhandene Risikos eines wirklich unbeabsichtigen Zugriffs auf eine gesperrte Webseite zwingt einen eigentlich dazu, sich selber mittels der Benutzung eines alternativen DNS-Servers aus der Schlußlinie zu bringen.
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Sowohl die PC Games Hardware als auch die ComputerBase haben sich die Hardware-Anforderungen des neuen Aufbauspiels Anno 1404 angesehen. Wie bei Strategietiteln nicht unüblich sind die Hardware-Anforderungen nicht gerade niedrig, interessanterweise jedoch liegen diese unter Anno 1404 eher denn auf der Grafikkarten-Seite als auf der CPU-Seite. So kommt man mit modernen CPUs auch nur eher durchschnittlicher Taktrate – wie einem Core 2 Duo E6600 oder einem Athlon X2 7850 (auf K10-Basis) – schon auf 40 fps und damit viel eher ins Sorgenlos-Land als bei den Grafikkarten. Eine besondere Präferenz pro Intel oder AMD ist im übrigen nicht zu erkennen, die AMD-CPUs halten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut mit.
Bei der Frage, wieviel Cores es sein müssen, gibt es dagegen widersprüchliche Resultate: Zwar liegt zwischen einem Core 2 Duo E6600 und einem Core 2 Quad Q6600 unter 1280x1024 ein Performanceunterschied von 34 Prozent (welcher aber schon unter 1680x1050 von der Grafikkarten-Limitierung deutlich aufgefressen wird), allerdings zieht dafür ein Phenom II X3 720 auch einem Phenom X4 9950 mit 18 Prozent davon. Ergo dürfte das Spiel wohl von mehr Rechenkernen profitieren, allerdings ist auch die eingesetzte CPU-Architektur ein wichtiger Performancebringer und hier zeigt sich der 45nm K10-Kern dem alten 65nm K10-Kern doch deutlich überlegen. In jedem Fall dürften unter höheren Auflösungen (ab 1680x1050) und ganz besonders unter Zuschaltung von Anti-Aliasing zumindest die Durchschnitts-Frameraten allesamt nur noch Grafikkarten-limitiert sein, scheint die CPU unter diesem Titel also erstaunlicherweise nicht so sehr zu zählen.
Und bei den Grafikkarten muß man schon mit einem vernünftigen Beschleuniger der oberen Mainstream-Klasse kommen, um unter 1680x1050 samt 4x Anti-Aliasing noch spielbare Frameraten zu erhalten – für einen Strategietitel wie gesagt eher ungewöhnlich. Dabei muß man immer auch einrechnen, daß gerade unter Strategietiteln eine typische durchschnittliche Framerate keine besondere Bedeutung hat, da eine hohe Framerate gerade dann gebraucht wird, wenn viel dargestellt wird oder es gar hektisch auf dem Bildschirm zugeht. Dies ist auch gut an den Benchmarks der beiden Webseiten abzulesen, wo sich die PCGH ein eher durchschnittliches Szenario und die ComputerBase ein eher forderndes Szenario herausgesucht haben – mit teilweise deutlichen Unterschieden bei den Ergebnissen unter 1680x1050 samt 4x Anti-Aliasing:
| PCGH | ComputerBase | |
|---|---|---|
| Radeon HD 4770 512MB | 31,8 fps | 27,0 fps (85%) |
| Radeon HD 4850 512MB | 27,6 fps | 27,3 fps (99%) |
| Radeon HD 4870 1024MB | 39,6 fps | 34,1 fps (86%) |
| Radeon HD 4890 1024MB | 43,9 fps | 38,2 fps (87%) |
| GeForce GTS 250 512MB | 33,8 fps | 26,8 fps (79%) |
| GeForce GTX 260 (216SP) 896MB | 42,2 fps | 32,0 fps (76%) |
| GeForce GTX 275 896MB | 48,4 fps | 37,2 fps (77%) |
| GeForce GTX 285 1024MB | 51,4 fps | 39,5 fps (77%) |
Sehr interessant ist hier, daß die ATI-Karten durchgehend unter dem fordernderen Szenario der ComputerBase klar weniger Performance verlieren als die nVidia-Grafikkarten. Dies läßt sich auch profan an den Benchmark-Diagrammen der jeweiligen Webseiten ablesen: Bei der PCGH sind die nVidia-Grafikkarten klar vorn, bei der ComputerBase sind dagegen unter den SingleChip-Lösungen ATI und nVidia in etwa gleichauf. Vermutlich kommen hier den ATI-Grafikkarten ihre Masse an Shader-Einheiten zu Hilfe, welche unter dem fordernderem Szenario der ComputerBase gebraucht werden. So gesehen ist unter Anno 1404 auch kein nVidia-Sieg zu verbuchen, selbst wenn den nVidia SingleChip-Grafikkarten jeweils die Benchmark-Spitzenplätze gehören.
Allerdings halten die ATI SingleChip-Grafikkarten klar besser mit als es ihre preisliche Einordnung eigentlich vermuten läßt und glänzen wie gesagt dann, wenn es drauf ankommt – bei einem insgesamt recht ausgeglichenen Feld ist wenn dann eher ATI vorn zu sehen. In jedem Fall ist wie schon erwähnt (mit Anti-Aliasing) nichts unter einer schlagkräftigen Mainstream-Karte läuft, die Grenze ist hier sogar schon bei einer Radeon HD 4770 zu sehen, da Radeon HD 4670 und GeForce 9600 GT schon nicht einmal mehr die 20-fps-Marke erreichen und selbst eine GeForce 9800 GT nur knapp über dieser liegt. Daneben noch erwähnenswert ist der Performance-Vorteil der DirectX10-Version des Spiels gegenüber der DirectX9-Version von immerhin 20 Prozent: Leider zeigt sich dieser aber nur in CPU-limitierten Szenarien, in Grafikkarten-limitierten Szearien ist kein Unterschied mehr ausmachbar.
AnandTech sind in einem umfangreichen Artikel der Frage nachgegangen, welcher Speicher für Core i7 Systeme der richtige ist. Auf diese Ausgangsstellung gibt es natürlich mehrere richtige Antworten – je nachdem was mit seinem konkret vorliegenden System erreichen will. Dennoch läßt sich als Ausgangsbasis erkennen, daß trotz des beim Core i7 direkt in die CPU integrierten Speichercontrollers der Einfluß des Speichers nicht gerade weltbewegend ausfällt – wohl auch eine Folge des TripleChannel-Interfaces und seiner enormen Bandbreite. Bei den kommenden Lynnfield- und Clarkdale-basierenden Prozessoren dürfte der Einfluß der Speichers möglicherweise wieder zunehmen, da bei diesen beiden Prozessorkernen jeweils "nur" ein DualChannel-Speicherinterface integrierte wurde (wie bei AMDs K10).
Trotzdem läßt sich feststellen, daß die Intel-Spezifikation von DDR3/1066 in aller Regel doch (benchmark-technisch) merkbar hinter DDR3/1333 zurückfällt, während es ab DDR3/1333 nur noch sehr langsam weiter nach oben geht. Nur im Zusammenspiel mit bestmöglichen Latenzen und schnellsten Taktraten kommt dann im Praxiseinsatz noch etwas mehr Performance heraus. Spätestens ab DDR3/1600 bewegt sich dann kaum noch etwas, selbst unter sonst eher auf die Speicherperformance reagierenden Benchmarks. Im Normalfall tut ein gutes DDR3/1333-Kit (mit nicht zu hohen Latenzen) also sein Werk unter dem Core i7, nur für Spezialfälle (Overclocking, starker Einsatz bestimmter speicherfressender Programme) lohnt sich wirklich der Blick zu höherwertigen Speicherkits.
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