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Informationen & Benchmarks zu GeForce GTX 970M & 980M

Aus verschiedenen Quellen – unser Forum, das Forum von Notebookreview und letztlich Videocardz – läßt sich derzeit schon ein gewisses Bild zu den kommenden Mobile-Beschleunigern GeForce GTX 970M & 980M auf GM204-Basis erstellen. Haupt-Diskussionspunkt ist derzeit noch, mit vielen aktiven Shader-Einheiten gerade die GeForce GTX 980M antritt, hierzu gibt es Meldungen für 1664 oder 2048 Shader-Einheiten. Die derzeit schon bekannten Performance-Werte sowie die angesetzten Taktraten sprechen jedoch eher für die kleinere Lösung von 1664 Shader-Einheiten – und immerhin könnte nVidia auch später noch mehr nachschieben, wird nVidia derzeit von der Konkurrenz überhaupt nicht zu größerem gezwungen.

Die GeForce GTX 970M dürfte hingegen angesichts ihres klaren 192 Bit DDR Speicherinterfaces mit nochmals deutlich weniger Shader-Einheiten antreten, genannt werden derzeit oftmals 1280 Shader-Einheiten. Damit könnte man die GeForce GTX 970M wohl auch auf Basis des GM206-Chips bilden, welcher voraussichtlich exakt diese Hardware-Spezifikationen aufweist. Möglicherweise kommt die GeForce GTX 970M anfänglich GM204-basiert in den Markt und wird dann bei Verfügbarkeit des GM206-Chips auf diesen Chip umgestellt werden, ohne daß deswegen aber neue Grafikkarten-Namen eingeführt werden.

3DMark11 Extreme (GPU) 3DMark13 FireStrike (GPU) 3DMark13 FireStrike Ex (GPU)
GeForce GTX 980M 4128 3828 8046-8292 9309-9693 4146 4308
GeForce GTX 970M - - 5979 7403 - -
GeForce GTX 880M ~3000 ~2750 ~6600 ~7500 ~2900 ~3000
GeForce GTX 770 3665 3320 7064 7638 3453 3548
GeForce GTX 780 4265 3857 8290 8816 4127 4133
GeForce GTX 970 4888 4452 9495 10556 4767 4904
GeForce GTX 980 5803 5312 11207 12616 5633 5808
Vergleichswerte zur GeForce GTX 880M aus der 3DMark-Datenbank, Vergleichswerte zu GeForce GTX 770, 780, 970 & 980 von TweakPC

Die derzeit vorliegenden Performance-Werte geben schon eine recht klare Richtung zur GeForce GTX 980M vor: Die Karte ist mehr als deutlich schneller als die GeForce GTX 880M und erreicht in etwa das Performance-Niveau der GeForce GTX 780 des Desktop-Segments, vielleicht im Rahmen von 2-5% mehr. Dies liegt auch absolut im Rahmen der Versprechungen nVidias, wonach die GeForce GTX 980M ca. 75-80% des Niveaus der GeForce GTX 980 erreichen bzw. die GeForce GTX 680M um den Faktor ~2,05 überbieten soll.

Die GeForce GTX 970M ist mangels ausreichender Benchmarks derzeit noch nicht so exakt einschätzbar. Grob gesehen wird die Performance der GeForce GTX 880M erreicht, die Performance der GeForce GTX 770 wird wohl knapp verfehlt. Dies wäre für das Mobile-Segment aber immer noch überaus ehrenwert – zumindest wenn man Desktop-ähnliche Höchstleistungen unbedingt in seinem Notebook haben will. Dafür muß man dann allerdings auch hohe TDP-Werte in Kauf nehmen, welche zu GeForce GTX 970M & 980M zwar noch nicht vorliegen, aber sicherlich kaum unterhalb von 100 Watt liegen dürften.

Chipbasis & Technik Taktraten Desktop-Vergleich
GeForce GTX 980M 28nm GM204-Chip, Maxwell-Architektur, voraussichtlich: 1664 Shader-Einheiten, 104 TMUs, 64 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 1038/1127 MHz
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 780
Perf.Index: ~450-460%
GeForce GTX 970M 28nm GM204-Chip, Maxwell-Architektur, voraussichtlich: 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit DDR Interface ? Richtung GeForce GTX 770
Perf.Index: ~320-370%
GeForce GTX 880M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 105W TDP Chip: 954 MHz + Boost
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 760
Perf.Index: ~300-320%
GeForce GTX 870M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1344 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 24 ROPs, 192 Bit DDR Interface, 100W TDP Chip: 941 MHz + Boost
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 660
Perf.Index: ~240-260%
GeForce GTX 780M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 823 MHz + Boost
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 660 Ti
Perf.Index: ~290%
GeForce GTX 680MX 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 720 MHz
GDDR5: 2500 MHz
Richtung GeForce GTX 660
Perf.Index: ~260%
GeForce GTX 680M 28nm GK104-Chip, Kepler-Architektur, 1344 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 720 MHz
GDDR5: 1800 MHz
Richtung GeForce GTX 650 Ti "Boost"
Perf.Index: ~220%
Radeon HD 8970M 28nm Pitcairn-Chip, GCN-Architektur, 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface Chip: 850/900 MHz
GDDR5: 2400 MHz
Richtung Radeon R7 265
Perf.Index: ~235%
Die angegebenen Taktraten sind im Mobile-Bereich reine Empfehlungen der Grafikchip-Entwickler an die Gerätehersteller.
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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zur Radeon R9 285?

Eine Umfrage von Anfang September beschäftigte sich mit dem Ersteindruck zu AMDs Radeon R9 285, der ersten Tonga-basierten Grafikkarte. Jene kam in den Kritiken der Hardwaretester nur mittelmäßig weg, der Nutzer-Eindruck ist nun mehrheitlich negativ: Nur 26,4% positiver Ersteindruck sind fast Negativ-Rekord, auch die restlichen Daten sind allesamt am unteren Ende der Skala aus den bisher vorliegenden Vergleichswerten angesiedelt. Als klares Hauptproblem der Radeon R9 285 sieht man dabei den geringen Fortschritt gegenüber existierenden Angeboten – was gerade angesichts eines neuen zur Verfügung stehenden Grafikchips um so mehr verwunderlich ist. Das nicht überzeugende Preis/Leistungs-Verhältnis wurde ebenfalls noch häufiger genannt, während die default-Speicherbestückung von nur 2 GB hier gegenüber als primärer Bremsklotz zurücktreten musste.

Wenig verwunderlich kommt die Radeon R9 285 demzufolge auf ein potentielles Kaufinteresse von nur 8,1% – für eine Karte ihres Preisbereichs ist dies deutlich zu wenig. Die in einem ähnlichen Preisbereich gestarteten Radeon HD 7850 & 7870 Karten kamen seinerzeit auf ein potentielles Kaufinteresse von (zusammen) 27,8%, gut bewertete Karten können einzeln durchaus 15-25% erreichen. Dabei ist im Laufe der Zeit durchaus noch einiges möglich für die Radeon R9 285, mit dem richtigen Preispunkt läßt sich die Karte durchaus verkaufen. Davon ist die Karte derzeit mit Preisen ab 210 Euro jedoch noch weit entfernt, so lange die gleich schnelle Radeon R9 280 nach wie vor ab 170 Euro zu bekommen ist und die schnellere Radeon R9 280X mit ab 220 Euro nur unwesentlich mehr kostet. Da beide genannten AMD-internen Kontrahenten gleich 3 GB Grafikkartenspeicher bieten, sowie die Radeon R9 285 keinen echten Stromverbrauchs- oder Feature-Vorteil hält, spricht zur aktuellen Preislage wenig für den Erwerb der neuen AMD-Grafikkarte.

positiv durchschnittlich negativ Kaufinteresse
Radeon R9 290X 67,9% 22,2% 9,9% 26,7%
Radeon R9 290 47,2% 29,3% 23,5% 27,9%
Radeon R9 280X 39,2% 37,5% 23,3% 19,5%
Radeon R9 285 26,4% 43,3% 30,3% 8,1%
Radeon R9 270X 46,6% 32,4% 21,0% 21,1%
Radeon R9 270 40,9% 33,1% 26,0% 16,3%
Radeon R7 265 34,5% 38,8% 26,7% 10,7%
Radeon HD 7990 36,9% 30,7% 32,4% 3,5%
Radeon HD 7970 "GHz Edition" 33,4% 33,3% 33,3% 5,9%
Radeon HD 7970 66,5% 26,0% 7,5% 22,1%
Radeon HD 7950 71,1% 17,8% 11,1% 20,3%
Radeon HD 7850 & 7870 70,7% 19,2% 10,1% 27,8%
Radeon HD 7790 45,6% 37,2% 17,2% 13,4%
GeForce GTX 650 Ti 20,0% 37,7% 42,3% 5,7%
GeForce GTX 650 Ti "Boost" 33,1% 41,7% 25,2% 7,1%
GeForce GTX 660 40,8% 37,2% 22,0% 16,8%
GeForce GTX 660 Ti 30,7% 40,4% 28,9% 9,3%
GeForce GTX 670 68,5% 19,6% 11,9% 24,9%
GeForce GTX 680 73,0% 17,7% 9,3% 16,3%
GeForce GTX Titan 43,0% 23,2% 33,8% 4,3%
GeForce GTX 750 & 750 Ti 49,4% 26,5% 24,1% 13,5%
GeForce GTX 760 31,5% 39,7% 28,8% 12,0%
GeForce GTX 770 45,6% 28,5% 25,9% 19,1%
GeForce GTX 780 47,5% 22,8% 29,7% 9,4%
GeForce GTX 780 Ti 60,2% 22,0% 17,8% 6,8%
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Hardware- und Nachrichten-Links des 25. September 2014

Aus der (vermeintlichen) großen AMD-Ankündung zum 25. September ist augenscheinlich nichts geworden, es gab nicht einmal einen nur AMD Indien betreffenden Launch oder ähnliches. AMD hat allein einen ersten Catalyst-Treiber mit Unterstützung von OpenCL 2.0 herausgebracht, welche somit die OpenCL-Idee bei AMDs Grafiklösungen und APUs weiter vorantreibt. Bezüglich neuer Grafik-Hardware von AMD scheint dagegen nichts direkt anzustehen, die Gerüchteküche ist auch auffallend ruhig. Potentiell kann es noch eine Radeon R9 295X auf Hawaii-Basis sowie weitere Tonga-Varianten geben – gut möglich allerdings, daß AMD es für dieses Jahr läßt und dann erst im nächsten Jahr mit dem Fiji-Chip und der Radeon R300 Serie neu angreifen wird.

Damit werden für dieses Jahr nur noch Preisnachlässe auf das bestehende Grafikkarten-Portfolio von AMD folgen, erste Ansätze hierzu sind derzeit schon zu sehen: Die Radon R9 290 ging in den Tagen seit dem Launch der neuen nVidia-Grafikkarten von um die 300 Euro auf teilweise ab 260 Euro herunter, die Radeon R9 290X von um die 400 Euro auf eine neue Preislage von 350 bis 390 Euro. Ob dies ausreichend ist, darf allerdings bezweifelt werden – die GeForce GTX 970 ist ein zu rundes Produkt, um jene mit ihrem attraktiven Preis ab 310 Euro einfach so ignorieren zu können. Normalerweise müsste AMD deutlicher im Preis heruntergehen und sollte dies vor allem auch mit einer konzentrierten Marketing-Aktion begleiten, anstatt einfach nur peu à peu die Preise abzusenken, ohne daß dies dem potentiellen Käufer also wirklich bewußt wird.

Die PC Games Hardware hat GeForce GTX Titan vs. GeForce GTX 980 unter starker Übertaktung verglichen: Die GeForce GTX Titan lieft auf 837/1202/3600 MHz, die GeForce GTX 980 sogar auf 1126/1500/4000 MHz – sprich, man hatte hier ein ausgesprochen taktfreudiges Exemplar der GeForce GTX 980 zur Verfügung. Damit ist es auch nicht ganz verwunderlich, daß die neuere GeForce GTX 980 der älteren GeForce GTX Titan um 13% davonzieht. Dieses nominell gute Ergebnis deutet aber genauso auch an, daß sehr gut übertaktete GeForce GTX 780 Ti Karten in diesem Duell ein Wörtchen mitzuspielen hätten: Nominell ist die GeForce GTX 780 Ti schon gut 10% schneller als die GeForce GTX Titan, zudem läßt sich die GeForce GTX 780 Ti auch etwas besser übertakten. Demzufolge würde es nicht verwundern, wenn unter starker Übertaktung GeForce GTX 780 Ti und GeForce GTX 980 letztlich auf dasselbe Performance-Niveau kommen.

Ob sich die "nur" 3 GB Speicher der GeForce GTX 780 Ti wirklich so negativ auswirken, bliebe dagegen zu bezweifeln – oder aber zumindest mittels Test zu belegen. Bemerkenswert daneben ist an diesem Test der Quervergleich zu den nicht übertakteten Modellen, welcher aufzeigt, daß die GeForce GTX 980 zwar Spitzen-Taktraten bietet, aber relativ gesehen nur ein gutklassiger, aber kein überragender Übertakter ist: Die GeForce GTX 980 gewann unter ihrer Übertaktung 21% an Performance gegenüber den Referenz-Taktraten – die GeForce GTX Titan hingegen gleich um 32,6% unter ihrer Übertaktung. Mit einer übertakteten GeForce GTX Titan ist man also immer noch sehr gut mit dabei, einmal abgesehen vom monströsen Anschaffungspreis. Auch eine übertaktete GeForce GTX 780 Ti ist leistungstechnisch noch lange nicht geschlagen – nur macht sich für einen Neukauf halt die featuretechnisch überlegene GeForce GTX 980 natürlich besser.

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AMD bringt in 2015 ARM-basierte Prozessoren mit acht CPU-Kernen

WCCF Tech haben eine Roadmap zu AMDs Embedded-Prozessoren der Jahre 2012 bis 2016 ausgegraben – welche auch einige Hinweise auf die bei AMD in näherer Zukunft anstehenden APUs gibt, da die technische Grundlage der Embedded-Prozessoren und LowPower/Mainstream-APUs bei AMD gewöhnlich dieselbe ist. Die Roadmap stammt allerdings schon vom November 2013, damit sind einige der aktuellen Entwicklungen – die Mainstream-APU "Kaveri" sowie die LowPower-APUs "Mullins/Beema" in der Roadmap noch als "Zukunft" und teilweise auch mit falschen Namen ("Radeon HD 9000/10000 Serien") benannt.

Dennoch läßt sich eine gewisse Aussage zu den 2015er APUs von AMD aus dieser Roadmap ziehen (die 2016er Modelle sind noch zu ungenau skizziert): Im Mainstream-Bereich wird die APU "Carrizo" mit der Excavator-Ausbaustufe der Bulldozer-Architektur an den Start gehen. Im LowPower-Bereich wird AMD eine Zweiteilung des Angebots vornehmen: Die x86-Schiene wird über neue Puma-basierte Modelle weiter bedient, hinzu kommt eine ARM-Schiene, welche auf Basis von Cortex-A57-Rechenkernen (aus ARMs v8 64-Bit-Architektur) samt integrierter AMD-Grafiklösung gebildet wird. Dies war so weit bisher schon bekannt.

Neu ist, das AMD – zumindest im Embedded-Bereich – aber auch hochgezüchtete ARM-Prozessoren anbieten wird, welche AMD in seiner Roadmap sogar oberhalb der Carrizo-basierten Modelle und in (logischer) Fortführung der Opteron 4300/6300 Serie einzeichnet. Hierfür setzt AMD dann 8 anstatt Cortex-A57-Rechenkerne an, dafür entfällt die integrierte AMD-Grafiklösung. Eine "APU" ist dies dann natürlich nicht mehr, dennoch scheint es ein auf Performance ausgelegtes Design zu sein (mit insgesamt 4 MB Level2- und 8 MB Level3-Cache), es wird sogar ein DDR3/DDR4-Kombispeicherinterface eingezeichnet (wobei nicht sicher ist, ob dies so realisiert wird).

AMD Embedded-Prozessoren Roadmap 2012-2016
AMD Embedded-Prozessoren Roadmap 2012-2016
AMD "Hierofalcon" Blockdiagramm
AMD "Hierofalcon" Blockdiagramm

Ob man diese Prozessoren auch einmal außerhalb des Embedded-Bereichs sehen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Andererseits sind diese 8-Kern-ARM-Prozessoren dann einmal da, es wäre nicht klug von AMD, diese vorhandene Basis nicht auch für weitere Einsätze auszunutzen. Ob es über den Server-Bereich in den Consumer-Bereich hineingeht, bleibt noch streng abzuwarten, hierfür fehlt primär die native ARM-Unterstützung durch Windows. Dies soll bei Windows 9 besser werden, aber noch ist nicht klar, ob auch das "normale" Windows 9 eine ARM-Unterstützung bekommt, oder nur die Smartphone/Tablet-Spezialvariante Windows Phone 9.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 24. September 2014

Wie die DigiTimes berichtet, wird AMDs nächste Top-Grafikkarte Radeon R9 390X erst in der ersten Jahreshälfte 2015 erscheinen – was jetzt den Jahreswechsel so gut wie sicher ausschließt und auch einen Termin zum direkten Jahresanfang sehr deutlich in Frage stellt. Üblicherweise benutzt man die Formulierung "erste Jahreshälfte" nur dann, wenn der voraussichtliche Termin entweder in die Nähe einer Quartalsgrenze fällt oder aber wirklich noch nicht genauer einzugrenzen ist. Auf die Radeon R9 390X – wohl basierend auf dem Fiji-Chip – gemünzt bedeutet dies, daß vor dem Ende des ersten Quartals 2015 nichts zu erwarten ist, AMD sich bis dahin mit dem aktuellen Portfolio durchschlagen wird müssen.

Heise berichten über nun auch in Deutschland in den Markt kommende Drucker mit Tintentank zum Nachfüllen – und zwar direkt vom Hersteller bereits so gebaut, damit offiziell und mit Garantie. Epson wird hierzu die Modelle L355 und L555 im Oktober in den deutschen Handel bringen, beide Drucker besitzen vier Tintentanks mit jeweils 70ml Tinte, die Nachfüllungen werden in entsprechenden 70ml-Flaschen verkauft. Gegenüber dem Kampf mit üblichen Kartuschen und deren oftmals kleinen Tintenmengen (zumeist nur um die 10ml, bei Farbkartuschen respektive ~3ml pro Farbe) ist dies ein enormer Fortschritt, wenn man nicht gerade zu alternativen Kartuschen greifen oder zu einem (eigenverantwortlichen) Druckerumbau schreiten will.

Allerdings setzt Epson die Sache ziemlich teuer an: Der L355 soll 300 Euro kosten, der L555 (mit Fax) dann 400 Euro, das Tinten-Nachfüllset zusammen 40 Euro. Epson verkauft diese Drucker schon seit einiger Zeit außerhalb Europas – und verlangt dort gänzlich andere Preise: Den L355 bekommt man für umgerechnet 174 Euro, das Tinten-Nachfüllset für umgerechnet 24 Euro. Zudem bietet Epson außerhalb von Deutschlands auch noch weiter abgespeckte Modelle an, denen beispielsweise WiFi fehlt. Die günstigsten Modelle L110 (reiner Drucker) bzw. L210 (mit Scanner) kosten umgerechnet nur 95 bzw. 119 Euro – zu solchen Preisen wäre das ganze in Europa natürlich ein Renner. Aber das getrauen sich die Hersteller mit Blick auf ihr restliches Drucker-Portfolio dann doch (noch) nicht.

Gemäß WinFuture hat sich ein Microsoft-Mitarbeiter in einer Event-Ansprache verplappert und den Namen des kommenden Microsoft-Betriebssystems mit "Windows 9" genannt. Microsoft hat zwar umgehend dementiert, aber bis auf hypothetische Möglichkeit einer bewußten Irreführung der Presse dürften damit alle anderen Alternativen vom Tisch sein. Wie bekannt, wird Microsoft das neue Betriebssystem am 30. September auf einem extra Event vorstellen, selbiger wird allerdings nicht gestreamt werden. Frei verfügbar wird die "Technical Preview" dann auch erst Anfang Oktober, daran wird sich eine mehrmonatige Evaluierungsphase auf dem Weg zum Release Candidate anschließen. Damit kann Windows 9 im Frühjahr 2015 fertig sein, angesichts dieses eher ungünstigen Releasedatums könnte es aber gut und gerne passieren, daß Microsoft sich noch bis Sommer/Herbst 2015 Zeit läßt.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu Intels Haswell-E?

Eine Umfrage von Anfang September ging der Frage nach dem Ersteindruck zu Intels Haswell-E nach, der neuen Enthuasisten-Plattform von Intel. Jene wurde allgemein gut bewertet, was sich auch in den User-Kommentaren und nun in dieser Umfrage wiederspiegelt: 42,0% positiver Ersteindruck ist ein durchaus exzellentes Ergebnis für eine Enthusiasten-Plattform – gerade in der jüngeren Zeit, wo die Sprünge zwischen den Generationen eher klein geworden sind. Natürlich kommen auch durchschnittlicher Ersteindruck mit 36,3% und negativer Ersteindruck mit 21,7% auf beachtbare Stimmenanteile. Speziell der hohe Preispunkt der gesamten Plattform ist dabei mit satten 63,1% der eindeutig größte Kritikpunkt an Haswell-E.

Dennoch kommt Haswell-E insgesamt betrachtet gut weg, gerade wenn man es mit Ivy Bridge E vergleicht: Jene Enthusiasten-Plattform kam seinerzeit auf nur 13,3% positiven Ersteindruck und nur 3,6% potentielles Kaufinteresse. Selbiges liegt bei Haswell-E mit 13,5% in einem sehr guten Bereich angesichts des erwähnt hohen Preispunkts, welcher viele ansonsten vielleicht interessierte Nutzer automatisch ausschließt. Dafür, das mit Haswell-E weder eine wirklich neue Architektur dasteht, daß es erst ein Jahr nach der eigentlichen Haswell-Architektur kommt, und wiederum angesichts des hohen Preispunkts, ist dies schon eine sehr vernünftige Quote an potentiellen Kaufinteressenten. Haswell-E dürfte sich also in der Praxis ziemlich gut verkaufen lassen für eine Enthusiasten-Plattform mit üblicherweise arg begrenzten Publikum.

positiv durchschnittlich negativ Kaufinteresse
AMD Bobcat 71,3% 18,2% 10,5% ?
AMD Temash & Kabini 68,5% 19,4% 12,1% 51,3%
AMD Llano 57,9% 26,8% 15,3% 41,6%
AMD Trinity (Mobile) 50,9% 28,8% 20,3% 42,1%
AMD Richland 47,7% 34,7% 17,6% 27,4%
AMD Kaveri 53,1% 32,4% 14,5% 35,5%
AMD Bulldozer 6,8% 26,5% 66,7% 5,6%
AMD Vishera 28,2% 44,6% 27,2% 17,8%
Intel Sandy Bridge 75,9% 14,4% 9,7% 51,4%
Intel Ivy Bridge 40,5% 43,5% 16,0% 27,3%
Intel Ivy Bridge E 13,3% 39,6% 47,1% 3,6%
Intel Haswell 15,6% 46,3% 38,1% 9,8%
Intel Haswell-E 42,0% 36,3% 21,7% 13,5%
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