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Welche neue Hardware wird im Jahr 2020 am meisten erwartet?

Grundlage dieser Umfrage sind die im kürzlichen Artikel "Das Hardware-Jahr 2020 in der Vorschau" notierten (voraussichtlichen) Hardware-Innovationen für das Jahr 2020. Nicht der Umfrage hinzugefügt wurden allerdings Radeon RX 5600 XT (nur eine einzelne Programmergänzung), Tiger Lake (voraussichtlich reine Mobile-Serie) und Threadripper 4000 (voraussichtlich sowie erst im Jahr 2021), um diese Umfrage bestmöglich zu straffen.
PS: Diskussion zum genannten Artikel, zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

AMD Ryzen 4000 U/H/G (Renoir)
9% (202 Stimmen)
AMD Ryzen 4000 (Zen 3)
26% (583 Stimmen)
AMD Navi 2X
31% (695 Stimmen)
Intel Core i-10000 (Comet Lake)
1% (20 Stimmen)
Intel Cooper Lake X & Ice Lake X
0% (7 Stimmen)
Intel DG1 (Xe)
2% (40 Stimmen)
nVidia Ampere
23% (521 Stimmen)
NextGen-Konsolen PS5 & XBSX
8% (171 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 2239
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Neuer Artikel: Das Hardware-Jahr 2020 in der Vorschau

Das Hardware-Jahr 2019 war über den Durchmarsch von Zen 2 schon einmal sehr interessant, das anbrechende Hardware-Jahr 2020 dürfte dem noch einmal kräftig einen oben drauf setzen – primär vorangetrieben durch die nunmehr breitere Verfügbarkeit der 7nm-Fertigung, auch in deren EUV-Ausführung "7nm+": Denn AMD und nVidia werden darauf aufbauend eine Vielzahl an spannenden Produkten herausbringen, zum Jahresende steht dann sogar eine neue Spielekonsolen-Generation an. Nur Intel hat weiterhin mit seiner 10nm-Fertigung zu kämpfen und kann daher nicht ganz so wie man sicherlich möchte, hat aber dennoch mit der Rückkehr in den Grafikkartenmarkt einen sehr beachtenswerten Punkt für sich. Die mit dem Jahr 2020 anstehenden (großen) Hardware-Entwicklungen der CPU/GPU-Entwickler AMD, Intel & nVidia sollen somit hiermit vorausschauend betrachtet werden ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Januar 2020

Zur gestern vermeldeten unbekannten Grafiklösung im OpenVR-Benchmark gibt es einige neue Erkenntnisse und darauf aufbauend neue Ansatzpunkte zu deren (vermutlicher) Einordnung: Zum einen hat sich der Benchmark-Macher inzwischen öffentlich erklärt – was erst einmal darauf hindeutet, das der Wert selber wohl korrekt entstanden ist. Der Benchmark-Macher weist dann zudem darauf hin, das die zum Vergleich genannte GeForce RTX 2080 Ti selber schon ein stark übertaktetes Grafikkarten-Modell war und das der Performance-Abstand zu einer auf regulären Taktraten laufenden GeForce RTX 2080 Ti eher denn bei +29% (und nicht bei +17%) liegt. Jene Ergebnis-Höhe schließt dann wahrscheinlich schon eine falsch erkannnte GeForce RTX 2080 Ti auf extremer Übertaktung (beispielsweise mit flüssigem Stickstoff) aus, denn solche Extrem-Systeme basieren in aller Regel nicht auf Mobile-Prozessoren. Da selbiger AMD-Prozessor zudem ein "Engineering Sample" war, geht zugleich die Wahrscheinlichkeit hoch, das die benutzte unbekannte Grafiklösung letztlich auch AMD-basiert war (und damit irgendwie zu Navi 2X gehört).

So this benchmark result is very likely done with some unannounced GPU. And since I would consider it very unlikely that someone has access to both an AMD engineering sample CPU and an unannounced Nvidia GPU, and is allowed to use both in the same system, I think it is most likely that this is an unannounced AMD GPU. So I do agree with most people here that this most likely seems to be a new AMD GPU that is quite a bit faster than a 2080 Ti, but I also think to not be disappointed if it ends up being something different, no one should feel 100% certain about this.
Quelle:  'sbsce' (Developer OpenVR Benchmark) auf Reddit am 10. Januar 2020

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Umfrage-Auswertung: Welches ist das 3DCenter PC-Spiel des Jahres 2019?

Die erste Umfrage des neuen Jahres widmete sich dem 3DCenter PC-Spiel des vergangenes Jahres 2019 – mit durchaus interessanten Ergebnissen: Denn es gab mit "Anno 1800" erstmals seit langem einen Sieger dieserart Umfragen, welcher zweifelsfrei nicht dem Action-Genre zugeordnet werden kann. Hinzu kommt die Abstammung von einem deutschen Entwickler-Studio (Blue Byte Mainz), was seit den Tagen von Crysis auch nicht mehr passiert ist. Die Anzahl der Stimmen, welche für jenen ersten Platz reichten, war mit 19,7% niedrig, was aber bis auf die Ausnahme von 2015 mit "The Witcher 3" nicht ungewöhnlich ist. Vielmehr zeigt die Stimmverteilung ein eher breit gefächertes Feld an gut bewerteten Spielen an, denn immerhin gleich acht Spieletitel erreichten mit der aktuellen Umfrage die Marke von (gerundet) 5% Stimmenanteil und belegen die Top 3 mit kumuliert 47,0% nur einen vergleichsweise durchschnittlichen Stimmenanteil.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 9. Januar 2020

Videocardz berichten über einen hochinteressanten Eintrag in der (öffentlich nicht einsehbaren) Benchmark-Datenbank von OpenVR – welche eine unbekannte AMD-Grafiklösung mit gut +17% Mehrperformance zur GeForce RTX 2080 Ti zeigt (die zu sehenden Benchmark-Werte sind immer nur für dieselbe Auflösung vergleichbar). Dies deutet natürlich auf den ersten Blick stark auf "Big Navi" hin – sei es in Form von Navi 21 oder einem anderen Grafikchip der Navi-2X-Serie. Jene Auslegung ist derzeit trotzdem spekulativ, da es auch andere Möglichkeiten gibt (beispielsweise einen CrossFire-Verbund) und auch die benutzte CPU in Form des Notebook-Prozessors "Ryzen 7 4800H" etwas erstaunlich für so einen Hochperformance-Akt aussieht. Andererseits passt die gezeigte Performance durchaus zu dem, was man sich unter Navi 21 vorstellen kann – eine Performance auf Augenhöhe bis ca. +20% schneller als die GeForce RTX 2080 Ti. Die terminliche Lage würde auch passen, denn wenn Navi 21 tatsächlich seinen Tape-Out im Herbst 2019 hatte (bis spätestens Anfang November), dann kann es jetzt durchaus schon erste Performance-Tests geben. Aufgrund des nicht genau spezifizierten Tape-Out-Termins von Navi 21 ist zu selbigem ein Auslieferungstermin von Sommer 2020 bis Herbst 2020 denkbar – genauer muß sich dies innerhalb des Jahre ergeben.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 8. Januar 2020

Für einige Aufmerksamkeit sorgt derzeit die bei TechPowerUp zu sehende "EVGA GeForce RTX 2060 KO", bei welcher EVGA mittels eines leicht kostenoptimierten Grafikkarten-Designs einen Kampfpreis von 299 Dollar aufbieten will. Und dies ist dann beachtbar unterhalb des offiziellen Listenpreises der GeForce RTX 2060 von 349 Dollar – und insofern ungewöhnlich, als das unabhängig etwaig niedrigerer Straßenpreise eigentlich kein Grafikkarten-Hersteller beim Listenpreis unterhalb der Vorlage des jeweiligen Grafikchip-Entwicklers geht. Zwar sind Meldungen über eine (offizielle) "Preissenkung bei der GeForce RTX 2060" verfrüht, weil exakt dies die unwahrscheinlichste Lösung von allen wäre – speziell Intel & nVidia vermeiden direkte, offizielle Preissenkungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber diese EVGA-Karte gibt durchaus schon den Hinweis darauf, wie nVidia die Situation zu handeln versuchen könnte: Einfach mittels Herstellerkarten zu niedrigeren Straßenpreisen – in deren Folge sich dann das gesamte Preisgefüge der GeForce RTX 2060 verschiebt und am Ende ein breitfächiges Angebot zu Straßenpreisen von ca. 300 Dollar bzw. hierzulande ca. 300-310 Euro herauskommt.

AMD  (FHD Perf.Index) Listenpreis nVidia  (FHD Perf.Index)
Radeon RX 5700 XT 8GB  (1090%) 399$ GeForce RTX 2060 Super 8GB  (1030%)
Radeon RX 5700 8GB  (980%) 349$
299$ GeForce RTX 2060 6GB  (910%)
Radeon RX 5600 XT 6GB  (~840-870%) 279$ GeForce GTX 1660 Ti 6GB  (790%)
229$ GeForce GTX 1660 Super 6GB  (770%)
Radeon RX 5500 XT 8GB  (650%) 199$ / 219$ GeForce GTX 1660 6GB  (690%)
Radeon RX 5500 XT 4GB  (600%) 169$ / 159$ GeForce GTX 1650 Super 4GB  (610%)
Der Listenpreis der GeForce RTX 2060 liegt derzeit noch bei 349$, vorstehende Auflistung setzt jenen spekulativ schon auf 299$.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 6./7. Januar 2020

Wer von AMD zur CES 2020 bereits Zen 3 und "Navi Big" bzw. RDNA2 haben wollte, wurde leider (aber vorhersehbar) enttäuscht – beide Produkte liegen augenscheinlich zu tief im Jahr 2020, um bereits jetzt schon promotet zu werden. AMDs Konzentration auf das Mobile-Segment mit den Ryzen 4000 U/H-Serien ist dagegen vielleicht nicht ganz so aufregend, bringt aber für den Moment zählendes – sprich, neuen Wettbewerb nun endlich auch bei den Mobile-Prozessoren. AMDs Renoir-APU kommt jedenfalls in der Diskussion zur Meldung ziemlich gut weg: Die neuen (mobilen) "Core Wars" werden anerkannt, der Rückschritt bei der Anzahl der Shader-Cluster der iGPU jedoch teilweise kritisiert. Sofern deren reale Performance allerdings mindestens auf gleicher Höhe wie bei der vorherigen Picasso-APU herauskommt (wonach es aussieht), wäre dies nur ein formaler Rückschritt – ausgeglichen über einen höheren iGPU-Takt und vor allem einen viel höheren Speichertakt.

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AMD stellt die Navi-10-basierte Radeon RX 5600 Serie mit Radeon RX 5600, 5600 XT & 5600M vor

Nur vergleichsweise wenig Zeit während seiner CES 2020 Liveshow gab AMD dem Thema neuer Grafik-Hardware: Explizit angesprochen wurde allein die Radeon RX 5600 XT, welche am 21. Januar in den Handel gehen soll – nicht jedoch die komplette Radeon RX 5600 Serie. Denn selbige hat noch etwas mehr zu bieten als nur die Radeon RX 5600 XT: Zum einen eine noch weiter abgespeckte Radeon RX 5600 für OEM-Bedürfnisse und desweiteren mit der Radeon RX 5600M eine stärkere Mobile-Lösung, welche nach der Radeon RX 5500M (und natürlich der neuen Renoir-APU) AMDs Weg zurück ins Mobile-Geschäft nochmals bekäftigt. Im Gegensatz zu allen kürzlichen Thesen basiert die komplette Radeon RX 5600 Serie allerdings weiterhin auf dem bekannten Navi-10-Grafikchip – und benutzt dort mit 32 bis 36 Shader-Clustern erstaunlich große Teile des Siliziums zu genauso erstaunlich maßvollen Taktraten.

Radeon RX 5500 XT Radeon RX 5600 Radeon RX 5600 XT Radeon RX 5700
Chipbasis AMD Navi 14 AMD Navi 10 AMD Navi 10 AMD Navi 10
Technik 2 Raster-Engines, 22 Shader-Cluster, 1408 Shader-Einheiten, 88 TMUs, 32 ROPs, 1 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR6-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 32 Shader-Cluster, 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 64 ROPs, 192 Bit GDDR6-Interface, 3 MB Level2-Cache (Salvage) 4 Raster-Engines, 36 Shader-Cluster, 2304 Shader-Einheiten, 144 TMUs, 64 ROPs, 192 Bit GDDR6-Interface, 3 MB Level2-Cache (Salvage) 4 Raster-Engines, 36 Shader-Cluster, 2304 Shader-Einheiten, 144 TMUs, 64 ROPs, 256 Bit GDDR6-Interface, 4 MB Level2-Cache (Salvage)
Taktraten 1607/1717/3500 MHz (QDR) 1130/1375/3000 MHz (QDR) 1130/1375/3000 MHz (QDR) 1465/1625/3500 MHz (QDR)
Rohleistungen 4,8 TFlops & 224 GB/sec 5,6 TFlops & 288 GB/sec 6,3 TFlops & 288 GB/sec 7,5 TFlops & 448 GB/sec
Speicherausbau 4/8 GB GDDR6 6 GB GDDR6 6 GB GDDR6 8 GB GDDR6
TDP 130W (TBP) 150W (TBP) 150W (TBP) 180W (TBP)
FHD Perf.Index 4GB: 600%   8GB: 650% geschätzt ~760-800% geschätzt ~840-870% 980%
4K Perf.Index 8GB: ~84% geschätzt ~100-105% geschätzt ~110-115% 139%
Listenpreis 4GB: 169$   8GB: 199$ rein OEM 279$ 349$
Release 12. Dezember 2019 6. Januar 2020 21. Januar 2020 7. Juli 2019
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AMD stellt Zen-2-basierte "Renoir"-APU für Ryzen 4000 U/H/G Serien vor

Der Hauptteil von AMDs Ausführungen zu deren CES 2020 Liveshow erging bezüglich der neuen Mobile-Prozessoren von AMD, welche nunmehr ebenfalls auf Zen 2 basieren. Hierfür setzt AMD die neue APU "Renoir" an, welche nachfolgend in den Prozessoren-Serien "Ryzen 4000U" (15W-Notebooks, ab Februar), "Ryzen 4000H" (45W-Notebooks, ab Februar) und "Ryzen 4000G" (65W-Desktops, später im Jahr) Verwendung finden wird. Wie erwartet (und auch von AMD lange Zeit vorab bereits indirekt genannt), stellt Renoir weiterhin ein monolitisches Chipdesign dar, findet der Chiplet-Ansatz von Zen 2 hier also noch keine Anwendung. Auf der Renoir-APU integriert AMD dann acht CPU-Kerne auf Zen-2-Basis, mit allerdings von original 32 MB auf nunmehr 8 MB gevierteltem Level3-Cache, acht Shader-Cluster auf Vega-Basis, ein PCI Express 3.0 Interface (zur Anbindung weiterer Grafiklösungen) sowie ein DualChannel-Speicherinterface, welches nunmehr immerhin bis zu DDR4/3200 oder LPDDR4/4266 beherrscht.

    AMD "Renoir"

  • 7nm Fertigung von TSMC
  • Chipfläche gemäß ersten Schätzungen bei ca. 150mm²
  • monolithisches Design mit integriertem I/O-Teil und integrierter Grafik
  • CPU basierend auf Zen 2: 8 CPU-Kerne samt SMT mit 8 MB Level3-Cache
  • iGPU basierend auf Vega: 8 Shader-Cluster mit max. 512 Shader-Einheiten
  • DualChannel-Speicherinterface für maximal DDR4/3200 oder LPDDR4/4266
  • PCI Express 3.0 (mit wahrscheinlich nur 8 Lanes)
  • Verkaufsnamen: Ryzen 4000U (15W-Notebooks, ab Februar), Ryzen 4000H (45W-Notebooks, ab Februar) & Ryzen 4000G (65W-Desktops, später im Jahr)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 4./5. Januar 2020

Ein weiterer in unserem Forum diskutierter Benchmark-Wert zu AMDs "Renoir"-APU unter dem UserBenchmark zeigt eine hervorragende Performance für das dort getestete 8C/16T-Modell "Ryzen 7 4800U" – unter natürlich aber auch Benchmark-Bedingungen, welche kaum einen soliden Vergleich ermöglichen. Die somit wahrscheinlich eher interessante Erkenntnis hieraus sind die augenscheinlich weiterhin nur 4 MB 8 MB Level3-Cache von Renoir (Update: fehlerhafte Auslesung korrigiert, es sind 8 MB und nicht 4 MB) – (normiert auf die Kern-Anzahl) auf dem Niveau der vorhergehenden Picasso-APU, aber dennoch für ein Zen-2-basiertes Design vergleichsweise wenig (32 MB pro 8C-Chiplet). Hier zeigen sich dann allerdings die verschiedenen Design-Ansätze zwischen den Desktop-Prozessoren und den APUs: Erstere müssen bis in den Server-Bereich hinein gut skalieren, sind zudem (mit extra I/O-Teil und ohne iGPU) vergleichsweise klein und benötigen den großen Level3-Cache damit auch zur besseren Wärmeverteilung auf dem Die. Zweitere müssen keinerlei Server-Funktionen erfüllen und verfügen mittels des augenscheinlich integrierten I/O-Teils wie auch der großen iGPU automatisch über genügend Chipfläche, um keine Wärmeverteilungs-Problematik aufzuweisen – womit es eben auch der kleinere Level3-Cache macht und AMD hiermit Chipfläche (bei diesem Produkt für den Massenmarkt) sparen kann. Nebenbei macht diese Cache-Größe dann auch klar, das Renoir (entsprechend aller Erwartungen) weiterhin monolitisch aufgebaut ist – denn ein Zen-2-Chiplet trägt nun einmal gleich 32 MB Level3-Cache für dieselbe Kern-Anzahl (8).

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