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nVidia bringt die Einsteiger-Lösung GeForce GT 1030 nun auch in einer (sehr) langsamen DDR4-Ausführung

Grafikchip-Entwickler nVidia bringt derzeit im Einsteiger-Bereich eine neue LowCost-Lösung in Form der GeForce GT 1030 mit nur DDR4-Speicher in den Markt. Zwar listet nVidia selber keine solche Grafikkarte, hat aber die Spezifikations-Webseite zur GeForce GT 1030 auffälligerweise mit einem Warnhinweis ergänzt, das die dort notierten Referenz-Spezifikationen nicht auf jedes Hersteller-Produkt zutreffen müssen. Zudem kommt die GeForce GT 1030 DDR4 inzwischen von mehreren Grafikkarten-Herstellern (Gigabyte, MSI, Palit) mit oftmals völlig gleichlautenden Spezifikationen, was auf ein inoffiziell gestartetes, dennoch einwandfrei von nVidia selbst stammendes Angebot hindeutet. Die primäre Änderung gegenüber der regulären GeForce GT 1030 GDDR5 mit dem Verbau von nur DDR4-Speicher ist aus Performance-Sicht natürlich desaströs: Die GeForce GT 1030 tritt sowieso nur mit kleinem 64-Bit-Speicherinterface an, benötigt also zwingend den GDDR5-Speicher, um auf Touren zu kommen. Mit nur DDR4-Speicher und dessen deutlich niedrigeren Taktraten sinkt die zur Verfügung stehende Speicherbandbreite somit von 48 GB/sec (GDDR5) auf nur noch 16,8 GB/sec (DDR4).

Radeon RX 550 GeForce GT 1030 DDR4 GeForce GT 1030 GDDR5
Chipbasis AMD Polaris 12 nVidia GP108-310 nVidia GP108-300
Technik 512 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) 384 Shader-Einheiten, 24 TMUs, 16 ROPs, 64 Bit DDR4-Interface (Salvage) 384 Shader-Einheiten, 24 TMUs, 16 ROPs, 64 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau)
Taktraten 1100/1183/3500 MHz 1151/1379/1050 MHz 1227/1468/3000 MHz
Speicherausbau 2/4 GB GDDR5 2 GB DDR4 2 GB GDDR5
off. Verbrauch 50W (TBP) 20W (GCP) 30W (GCP)
FullHD Perf.Index ~190% (grob geschätzt) ~80-100% ~170%
Listenpreis 79$ (2GB) ? 79$
Straßenpreis 2GB: 110-130€
4GB: 120-140€
? 75-90€
Release 20. April 2017 April 2018 17. Mai 2017
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Hardware- und Nachrichten-Links des 7./8. April 2018

Die kürzliche Meldung zu den einzelnen Grafikkarten-Modellen der Radeon RX 500X Serie läßt sich nun noch einmal von mehr oder weniger offizieller Stelle ausgehend untermauern: Auf der Platzhalter-Webseite für AMDs Radeon RX 500X Serie finden sich im Quelltext bereits Links zu kommenden Unterseiten – für die Grafikkarten "Radeon 540X", "Radeon 550X", "Radeon RX 540X", "Radeon RX 550X", "Radeon RX 560X", "Radeon RX 570X" und "Radeon RX 580X". Damit bestätigt sich die vorherige Meldung zu 100% und man kann damit davon ausgehen, das AMD vielleicht sogar schon in Bälde diese Grafikkarten vorstellen wird. Derweil ist eine umfangreiche Diskussion im Gange, was AMD mit dieser neuen Grafikkarten-Serie bieten könnte. Teilweise vermutet man einen 12nm-Refresh, teilweise denkt man in Richtung der Verwendung anderer Speichersorten (GDDR5X, GDDR6 oder HBM2) zugunsten einer (deutlich) höheren Speicherbandbreite, teilweise denkt man sogar über leicht verbesserte Grafikchips mit also mehr Hardware-Einheiten nach. All dies ist nach wie vor möglich – aber dennoch leider arg unwahrscheinlich, denn die reine Benennung der Radeon RX 500X Serie drückt eigentlich schon aus, das es hiermit nur geringe Differenzen zur vorhergehenden Radeon RX 500 Serie geben sollte. Denn sobald AMD irgendeinen Ansatzpunkt eines klaren technischen Unterschieds zur Hand hätte, würde man das ganze sicherlich liebend gern "Radeon RX 600" nennen.

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Was ist die Schnittstelle der schnellsten Festplatte?

Diese Umfrage ist System-bezogen, es darf und kann also von unterschiedlichen PC-Systemen aus jeweils extra abgestimmt werden. Anmerkungen: Ob PCI Express 2.0 oder 2.1 spielt im Sinne dieser Umfrage keine Rolle, da deren Brutto-Bandbreiten gleich sind. Gleiches gilt für PCI Express 3.0 zu PCI Express 3.1, auch zwischen diesen Standards sind die Brutto-Bandbreiten identisch.

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Gerüchteküche: Polaris Re-Refresh kommt mit den Modellen Radeon RX 540X, 550X, 560X, 570X & 580X

Seitens TweakTown gab es kürzlich das Gerücht über eine "Radeon RX 500X" Grafikkarten-Serie als weiterer Refresh der Polaris-Reihe mit einem Performance-Plus von angeblich 5-6% zur existierenden Radeon RX 500 Serie. Jene Information konnte erst einmal weder belegt noch widerlegt werden – aus unserem Forum kommt nun jedoch jedoch eine Bestätigung dessen samt neuer Informationen zu den einzelnen Grafikkarten dieser Serie hinzu: Danach hat Foren-Mitglied 'BoMbY' die wohl vollständige SKU-Liste ("Stock Keeping Unit" = verwendet im Wortsinn von "einzelnes Produkt") jener neuen Radeon RX 500X Grafikkarten-Serie sehen können, wenngleich ohne (eigene) Quellenangabe offeriert:

Ich habe gerade folgende SKUs gesehen:
    540X
    550X
    RX 540X
    RX 550X
    RX 560X
    RX 570X
    RX 580X

Quelle:  'BoMbY' @ 3DCenter-Forum

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Hardware- und Nachrichten-Links des 6. April 2018

Gemäß Videocardz wird Asus demnächst mit "Arez" einen neuen Brandnamen speziell für AMD-Grafikkarten ankündigen, untermauert durch einige angeblich absolute reale Codenamen entsprechender Produkte. Damit wird es zum einen keinerlei "Republic of Gamers" (ROG) Modelle unter dem "Arez"-Brand mehr geben – enstprechende Grafikkarten werden wohl schlicht umbenannt und verlieren dabei dann das "ROG"-Kürzel im Namen. Zudem könnte Asus eventuell sogar auf die Namensnennung "Asus" selber verzichten, dieser Punkt ist jedoch noch nicht gänzlich sicher. Mittels der dargereichten Auflistung verschiedener Grafikkarten-Umbenennungen ist jedoch offensichtlich, wohin die Reise geht und was damit gemeint ist: Das ganze ist natürlich als Asus' Reaktion auf nVidias GPP zu verstehen, wird damit doch dessen Zweck (der Trennung von AMD- und nVidia-Grafikkarten zugunsten von nVidia) einwandfrei erfüllt. Alle weiteren Namenszusätze von Asus wie "Strix", "Dual", "Expedition" und "Phoenix" bleiben auch AMD-basierten Grafikkarten erhalten, es entfällt allein "ROG" auf AMD-Grafikkarten – worunter sich die stark promotete Gaming-Marke von Asus verbirgt. Sollte Asus das ganze demnächst tatsächlich derart vorstellen, kommt nVidia entscheidend bei der GPP-Durchsetzung voran – welche nachfolgend auch kaum noch zu verhindern sein wird.

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Umfrage-Auswertung: Was ist eine vernünftige Anzahl an CPU-Kernen im Notebook?

Mittels einer Umfrage von Ende März wurde (unter dem Eindruck der nunmehr veröffentlichten Sechskern-Prozessoren für Notebooks) abgefragt, welche Anzahl an CPU-Kernen im Notebook einem vernünftigen Maß entspricht. In der Fragestellung wurde dabei extra betont, das es hierbei nicht um das noch sinnvolle "Maximum" geht – sondern eher um das niedrigste Maß, bei welchem man sich jedoch noch als "gut ausgerüstet" beschreiben kann. Insofern erstaunt etwas die klare Tendenz der Umfrage-Ergebnisse weg von den lange Jahre im Notebook dominierenden Zweikern-Prozessoren – welche ja mittels HyperThreading bzw. SMT schließlich auch vier logische CPU-Threads zur Verfügung stellen können.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 5. April 2018

Die an dieser Stelle gern einmal geäußerte These, wonach AMDs Vega 12 Grafikchip womöglich die in Intels Kaby-Lake-G verbaute AMD-Grafiklösung sein könne, ist augenscheinlich Nonsens, wie in unserem Forum herausgefunden wurde. Vielmehr ist Vega 12 tatsächlich etwas gänzlich unbekanntes, denn laut einem AMD-Mitarbeiter handelt es sich hierbei um ein neues Produkt, zu welchem es bisher weder eine AMD-Ankündigung noch einen Leak gegeben haben soll. Damit sind wieder alle Möglichkeiten offen – von einem LowCost-Chip innerhalb der Vega-Serie (der wahrscheinlich gecancelte Vega 11 sollte das Midrange-Segment besetzen) bis hin zu einem Refresh des Vega 11 in einem kleineren Fertigungsverfahren (12nm) ist alles denkbar. In jedem Fall gibt der größte Teil des Vega-Portfolios nach wie vor einige Rätsel auf, hat AMD bislang wenig mit klärenden Informationen dazu beigetragen, das ein vernünftiges Gesamtbild erkennbar wäre. Dabei wurde in nachfolgender Auflistung des bisher bekannten Wissens (bzw. Unwissens) zu den verschiedenen Vega-Chips die beiden erkennbaren mobilen Modelle mit HBM2-Speicherinterface einzeln ausgeführt, da jene augenscheinlich leicht unterschiedliche Hardware-Daten und -Chipflächen aufweisen. Trotzdem ist es möglich, das die integrierte Vega-GPU von Kaby-Lake-G sowie "Vega Mobile" letztlich doch auf demselben AMD-Chip basieren.

Chip Technik Zielsegment Verkaufsnamen
Vega 20 geschätzt 300-350mm² in 7nm 4096 SE an 4096 Bit HBM2-SI HPC- und Profi-Lösungen ?
Vega 10 484mm² in 14nm 4096 SE an 2048 Bit HBM2-SI HighEnd-Gaming, Profi-Lösungen Radeon RX Vega 56 & 64
Vega 11 unbekannt unbekannt vermutlich Midrange-Gaming wahrscheinlich gestrichen
Vega 12 unbekannt unbekannt unbekannt ?
Vega Mobile ~247mm² 1792-2048 SE an 1024 Bit HBM2-SI Midrange-Mobilegrafik ?
KBL-G ~218mm² 1536 SE an 1024 Bit HBM2-SI Midrange-Grafik für Intels Kaby-Lake-G Radeon RX Vega M GL & GH
"Vega iGPU" integriert als APU (14nm) 704 SE an 128 Bit DDR4-SI (geshart) Mainstream-Grafik für AMDs Raven-Ridge-APUs Radeon Vega 3/6/8/10 Mobile & Radeon Vega 8/11
Anmerkung: Bei "Vega Mobile" und "Vega iGPU" ist unklar, ob dies den realen Codenamen entspricht. Bei der AMD-Grafik für Kaby-Lake-G ist der AMD-Codename komplett unbekannt, hier könnte sich letztlich auch schlicht "Vega Mobile" dahinter verbergen.
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Intel bringt mobile Prozessoren-Modelle von Coffee-Lake-U und Coffee-Lake-H

Neben den schon besprochenen Desktop-Modellen enthält die zweite Welle von Coffee Lake auch die ersten Mobile-Modelle, welche (rein offiziell) unter dem Coffee-Lake-Siegel laufen – wobei es natürlich trotzdem schon Core iX-8000 Prozessoren für den Mobile-Bereich gab, jene von Intel nur bislang der Kaby-Lake-Serie zugeschlagen wurden. Dabei geht zwischen Kaby Lake und Coffee Lake aber sowieso alles kreuz und quer – denn am Ende tragen alle aktuellen Zwei- und Vierkern ein Kaby-Lake-Die und nur die Sechskerner das einzige real für Coffee Lake aufgelegte Die. Namen sind in diesem Augenblick wirklich Schall und Rauch – wobei dies nicht auf die Notebook-Hersteller zutrifft, welche sicherlich ausschließlich noch Prozessoren der Core iX-8000 Serie bzw. von Intels "8. Generation" verbauen werden, egal ob es sich um dasselbe Stück Silizium mit nur anderem Namen handelt. Insofern listet nachstehende Auflistung alle mobilen Core iX-8000 Prozessoren, egal ob früher schon vorgestellt (Normalschrift) oder erst jetzt im April vorgestellt (Fettschrift) – denn aus diesem Portfolio werden sich die Notebook-Hersteller vorerst bedienen.

Abst. Kerne Takt unl. L2+L3 Speicher Grafik TDP Release
Core i9-8950HK CFL-H 6C +HT 2.9/4.8 GHz 1.5+12 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1200 MHz) 45W 3. April 2018
Core i7-8850H CFL-H 6C +HT 2.6/4.3 GHz tlw. 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1150 MHz) 45W 3. April 2018
Core i7-8750H CFL-H 6C +HT 2.2/4.2 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1100 MHz) 45W 3. April 2018
Core i5-8400H CFL-H 4C +HT 2.5/4.2 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1100 MHz) 45W 3. April 2018
Core i5-8300H CFL-H 4C +HT 2.3/4.0 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (23EU @ 350/1000 MHz) 45W 3. April 2018
Core i7-8809G KBL-G 4C +HT 3.1/4.2 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GH (1536SE @ 1063/1190/800 MHz) 100W 7. Jan. 2017
Core i7-8709G KBL-G 4C +HT 3.1/4.1 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GH (1536SE @ 1063/1190/800 MHz) 100W 7. Jan. 2017
Core i7-8705G KBL-G 4C +HT 3.1/4.1 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GL (1280SE @ 931/1011/700 MHz) 65W 7. Jan. 2017
Core i5-8305G KBL-G 4C +HT 2.8/3.8 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GL (1280SE @ 931/1011/700 MHz) 65W 7. Jan. 2017
Core i7-8559U CFL-U 4C +HT 2.7/4.5 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (48EU @ 300/1200 MHz) 28W 3. April 2018
Core i5-8269U CFL-U 4C +HT 2.6/4.2 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (48EU @ 300/1100 MHz) 28W 3. April 2018
Core i5-8259U CFL-U 4C +HT 2.3/3.8 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (48EU @ 300/1050 MHz) 28W 3. April 2018
Core i3-8109U CFL-U 2C +HT 3.0/3.6 GHz 0.5+4 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (47EU @ 300/1000 MHz) 28W 3. April 2018
Core i7-8650U KBL-R 4C +HT 1.9/4.2 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1150 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Core i7-8550U KBL-R 4C +HT 1.8/4.0 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1150 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Core i5-8350U KBL-R 4C +HT 1.7/3.6 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1100 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Core i5-8250U KBL-R 4C +HT 1.6/3.4 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1100 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Der Core i7-8850H läßt im Rahmen seiner teilweisen Overclocking-Fähigkeit sowohl eine Speicherübertaktung als auch einen maximal 400 MHz höheren CPU-Takt zu. Alle Iris Plus 650 Grafiklösungen kommen mit 128 eDRAM daher, alle Vega-basierten Grafiklösungen mit 4 MB HBM2. Bei den Vega-basierten Grafiklösungen ist neben dieser immer noch eine Intel UHD 630 verbaut (und aktiv).
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Intel bietet durchgängigen Schutz vor Spectre 2 nunmehr erst ab der Sandy-Bridge-Generation an

Laut einem aktualisierten Support-Dokument (PDF) hat Intel seine Arbeiten an Microcode-Fixes gegen Spectre 2 nunmehr finalisiert – und hat dabei überraschenderweise einige frühere CPU-Generationen von diesem Schutz ausgenommen, welche selbigen eigentlich noch erhalten sollten. Denn laut früherer Intel-Ankündigung sollten eigentlich alle Intel-Prozessoren ab den 45nm-basierten Core-2-Prozessoren noch gegenüber Spectre 2 abgesichert werden – dies trifft nun in voller Breite nur noch ab der Intel-Generation "Sandy Bridge" zu. Die 45nm-basierten Core-2-Prozessoren erhalten leider gar nichts mehr an den (eigentlich versprochenen) Fixes, die nachfolgende Nehalem-Generation wird dagegen nur noch teilweise bedient: Microcode-Fixes gegen Spectre 2 gibt es bei der originalen Nehalem-Architektur (im Desktop-Bereich) nur noch für den Lynnfield-Core.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 3./4. April 2018

Gemäß den "Industrie-Quellen" von TweakTown soll AMD im Juni/Juli diesen Jahres eine neue Grafikkarten-Serie namens "Radeon RX 500X" herausbringen, von welcher ein Performanceplus von 5-6% erwartet wird. Damit dürfte es sich schlicht um eine Neuauflage der bekannten Polaris-Chips ohne jede Änderungen und ohne jedes neue Fertigungsverfahren handeln, selbst die 12nm-Fertigung wäre für ein höheres Performanceplus (niedrigere Verlustleistung ermöglicht höhere Taktraten) prädestiniert. Ob AMD hierfür die bekannten Polaris-Chips nochmals neu labelt (wie für den Launch der Radeon RX 500 Serie), ist unbekannt, wäre aber weniger anzuraten. Aufgrund des geringen Performanceplus dürften diese Grafikkarten kaum Beliebtheitswettbewerbe gewinnen, würden faktisch nur aufgelegt werden, um (wenigstens nominell) überhaupt etwas neues anzubieten. Eben aus diesem Grund (und weil die bisherige "Radeon RX 500" Serie ja ebenfalls nur Refresh-Status hat) ist es allerdings weiterhin nicht völlig sicher, ob AMD diesen Schritt geht. Zwei Refreshes hintereinander kommen einfach nicht gut an, an der Performance-Situation ändert sich zudem nichts – und sollte nVidias Turing-Generation entscheidend an Mehrperformance bringen, braucht AMD vornehmlich (dicke) Preissenkungen, um noch mitspielen zu können.

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