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Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Dezember 2018

Bei Hot Hardware hat man mit Ari Rauch von Intel über Intels GPU-Strategie gesprochen – welche wie bekannt ab dem Jahr 2020 in neuen Desktop-Grafikkarten seitens Intel münden soll. All zu viel handfestes hat sich dabei nicht ergeben, insbesondere die anschließende Fragestunde mit Lesern mündete eher in einem Kursus, wie man kunstvoll auf verschiedenen Weisen umschreibt, das man man jetzt noch nichts konkretes sagen will/kann. Bestätigen konnte Intel aber zumindest, das die kommenden Intel-Grafikchips nicht einfach nur hochgezüchte Varianten der bisherigen integrierten Lösungen darstellen werden. Dies wäre ein einfacher Weg zu mehr Performance, liegt aber nicht im Interesse Intels – weil man eben nicht einfach nur ein weiterer GPU-Entwickler sein will, sondern durchaus auch etwas neues und spannendes bieten will. Und dies ist sicherlich notwendig, um sich gegenüber den langährigen Platzhirschen AMD und Intel irgendwie darstellen zu können – gerade angesichts des Punkts, das beim Thema "Intel-Grafikchips" wahrscheinlich immer zuerst an die (inzwischen weit zurückliegenden) Fehlschläge i740 und Larrabee erinnert wird. Für alles weitere muß man es dann mit den Worten des Intel-Mitarbeiters nehmen: Konkrete Informationen gibt es später.

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nVidia stellt die "Titan RTX" mit dem Vollausbau des TU102-Chips und satten 24 GB Speicher vor

Unerwartet schnell nach seinen ersten Gamer-Lösungen hat nVidia heute mit der "Titan RTX" seine neue Titan-Grafikkarte der Turing-Generation vorgestellt – welche sich wie schon die vorherigen Titan V der Volta-Generation eindeutig nicht mehr an Spieler wendet. Dafür spricht allein der Preispunkt von wiederum astronomischen 2499 Dollar (bzw. 2699 Euro) – was zwar minimal weniger ist als bei der Titan V (2999 Dollar bzw. 3200 Euro), aber für Gamer dennoch weit jenseits von Gut und Böse rangiert. Vor allem bietet die Titan RTX abgesehen des Titan-Namens nicht wirklich viel mehr als eine GeForce RTX 2080 Ti im nunmehr einfach golden lackierten FE-Design: Sicherlich gibt es den beiderseits zugrundeliegenden TU102-Chip bei der Titan-Karte nunmehr im Vollausbau, was auf 6% mehr Hardware-Einheiten und ein 9% breiteres Speicherinterface hinausläuft. Theoretisch gibt es mit 1350/1770/3500 MHz auf der Titan-Karte sogar die höheren Taktraten als auf der Founders Edition zur GeForce RTX 2080 Ti, welche offiziell mit 1350/1635/3500 MHz geführt wird.

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Die Systemanforderungen zu X4: Foundations

Spieleentwickler Egosoft notiert in seinem Online-Shop die offiziellen Systemanforderungen für das schon am 30. Oktober offiziell in den Handel entlassene "X4: Foundations". Das Weltraum-Spiel ist das fünfte Hauptspiel der schon im Jahr 1999 gestarteten Spieleserie, welche über die davorgehenden Demos die Entwicklung der 3D-Grafikkarten so ziemlich von Anfang an begleitet hat. Dabei ist man immer mit Zukunftstechnologien vorangegangen, eine Linux-Unterstützung gibt es des längerem und soll auch für X4 nachgereicht werden. Neu bei X4 ist der Schwenk auf die Vulkan-API als die ausschließlich benutzte Grafik-API – nach Wolfenstein II: The New Colossus ist X4: Foundations damit der zweite bedeutsame Spieletitel, welcher diese Grafik-API voraussetzt. Selbige Voraussetzung ist allerdings nicht wirklich tragisch, da weit mehr Hardware über Vulkan-Unterstützung als über DirectX-12-Unterstützung verfügt: Ohne Zwang zu bestimmten Windows-Versionen geht es bei AMD ab der Radeon HD 7000 Serie sowie bei nVidia ab der GeForce 600 Serie los mit dem Support für die Vulkan-API. Für den Hardware-Hunger von X4: Foundations werden diese Grafikkarten allerdings nicht ausreichen, denn das Spiel stellt diesbezüglich neue Maßstäbe auf.

Minimum Empfohlen
OS Windows 7 64-Bit, Vulkan, 12 GB Platzbedarf
CPU Core i5-4590 Core i7-6700
Speicher 8 GB RAM 16 GB RAM
Gfx GeForce GTX 780 oder GeForce GTX 970 GeForce GTX 1070
(rein offizielle Systemanforderungen)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 1./2. Dezember 2018

Zurückkommend auf die Grafikchip-Marktanteile im dritten Quartal 2018 bietet sich noch eine etwas bessere Erklärung für den erheblichen Marktumschwung mit gleich 10 Prozentpunkten Differenz gegen AMD und für nVidia an: Primär dürfte dies eine mathematische Folge des stark zurückgehenden Marktes im dritten Quartal 2018 sein, in welchem nVidia nur vergleichsweise wenig und AMD aber extrem viel an Verkäufen verloren hat. Insgesamt fielen die Stückzahlen zum Vorquartal um -19,2%, dabei hat nVidia aber nur um -6,0% verloren, AMD hingegen mit -42,5% fast um die Hälfte (hochgerechnet aus dem verfügbaren Zahlenmaterial). Anders formuliert hat AMD vorher doch in sehr viel stärkeren Maßstab von Verkäufen an Cryptominer profitiert – welche spätestens mit dem dritten Quartal 2018 als Kunden fehlen und AMD somit (unsanft) auf den Boden der Realität zurückgeholt haben. Dies zeigt dann auch eher darauf hin, das AMD demnächst wahrscheinlich auch nur ähnlich schwache Grafikkarten-Marktanteile holen kann, das die vernünftige Marktanteils-Entwicklung der letzten Zeit bei AMD nur auf der Cryptomining-Blase basierte und damit nicht dauerhaft sein konnte.

Add-in-Boards Q2/2018 Q3/2018 Veränderung
AMD ~4,42 Mio. (36,1%) ~2,54 Mio. (25,7%) -1,88 Mio. (-42,5%)
nVidia ~7,83 Mio. (63,9%) ~7,36 Mio. (74,3%) -0,47 Mio. (-6,0%)
insgesamt ~12,25 Mio. 9,9 Mio. -2,35 Mio. (-19,2%)
Hochrechnungen, basierend auf den Zahlen von Jon Peddie Research
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Wann ist der Sprung auf UltraHD als Spiele-Auflösung angedacht?

Nachdem UltraHD-Monitore inzwischen klar bezahlbar geworden sind, bremst eigentlich oftmals nur die benötigte (enorme) Grafikkarten-Power gegenüber einem Wechsel auf diese Auflösung. Nichtsdestotrotz ist der Trend im Enthusiasten-Segment hin zu höheren Monitor-Auflösungen absolut klar. Mittels dieser Umfrage soll herausgefunden werden, wann die UltraHD-Nutzer jeweils umgestiegen sind bzw. wann die bisherigen Nichtnutzer ihren Umstieg auf UltraHD als Spiele-Auflösung planen. PS: Mit dieser Umfrage wird natürlich allein die im Spiel eingestellte Render-Auflösung abgefragt, nicht die im Desktop-Betrieb benutzte Auflösung. Auch geht es hierbei nicht um Fälle, wo für den Spielebetrieb die Render-Auflösung abgesenkt wird. Es geht allein um den Fall, wo im Spiel die UltraHD-Auflösung (4K oder 5K) dann auch tatsächlich benutzt wird.

Eher niemals.
7% (120 Stimmen)
Nur eher langfristig.
32% (549 Stimmen)
Mittelfristiger Zeitrahmen (Jahre 2020-2023).
38% (644 Stimmen)
Steht für das kommende Jahr auf der Agenda.
6% (96 Stimmen)
Bin in diesem Jahr umgestiegen.
5% (77 Stimmen)
Bin schon seit dem Jahr 2017 auf der UltraHD-Auflösung.
5% (89 Stimmen)
Bin schon seit dem Jahr 2016 auf der UltraHD-Auflösung.
4% (70 Stimmen)
Bin schon seit dem Jahr 2015 auf der UltraHD-Auflösung.
2% (29 Stimmen)
Bin schon seit dem Jahr 2014 auf der UltraHD-Auflösung.
1% (20 Stimmen)
Bin schon seit dem Jahr 2013 (oder früher) auf der UltraHD-Auflösung.
1% (10 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1704
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NextGen-Konsolen Playstation 5 und Xbox "Scarlett" treten wohl im Jahr 2020 an

Die PC Games Hardware hat eine Aussage von AMD-Chefin Lisa Su gegenüber Börsenanalysten ausgegraben, wonach AMDs SemiCuston-Sparte "nach dem Jahr 2019" (und damit ab dem Jahr 2020) wieder in Richtung eines "signifikanten Wachstums" gehen soll. Da in selbiger Sparte neben den Konsolen-SoCs nur noch die eher unbedeutenden Embedded-Aktivitäten stehen, darf dies wohl als Termin-Teaser für die nächste Spielekonsole-Generation betrachtet werden. Angesichts der üblicherweise (vor einem Launch) mehrmonatigen Vorproduktion ist mit deren Release somit spätestens Anfang 2021 zu rechnen, wenn selbige für AMD noch im Jahr 2020 geschäftswirksam werden soll. Dies bedeutet auch, das technologisch spätestens zur Jahresmitte 2019 alle Messen gelesen sein müssen – dann muß der Tape-Out der jeweiligen Konsolen-SoCs über die Bühne gebracht werden. An selbigen schließt sich dann eine ungefähr einjährige Evaluierungsphase an, ehe ab (spätestens) Mitte 2020 die Massenfertigung aufgenommen werden wird.

... we see beyond 2019 that the semi-custom business returns to growth and actually significant growth for us.
Quelle:  AMDs CEO Lisa Su zur "22nd Annual Credit Suisse Technology, Media & Telecom Conference" am 27. November 2018

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29./30. November 2018

Mit der ComputerBase hat sich eine zweite Webseite (nach dem Tech Report) mit dem Turing-Feature "Variable Rate Shading" (VRS) beschäftigt – welches sich laut der ComputerBase eigentlich "Content Adaptive Shading" (CAS) nennt, was die hiermit erreichte Sache sogar etwas besser beschreibt. Im Gegensatz zu den Werten des Tech Reports konnte die ComputerBase unter wiederum Wolfenstein II unter der UltraD-Auflösung sogar klar höhere Performancegewinne verbuchen – im Performance-Setting mit zwischen +11-13% Performancezuwachs im Gegensatz zum Tech Report mit dort nur +6-7% im selben Setting. Dafür musste die ComputerBase allerdings auch kleinere Bildqualitäts-Nachteile mit CAS feststellen, welche insbesondere unter den CAS-Settings "Balanced" und "Performance" sichtbar sind. Erst das höchste CAS-Setting "Quality" bietet dann eine Bildqualität, deren Differenz zum normalen Renderer man "mit der Lupe suchen muß".

CAS "Quality" CAS "Balanced" CAS "Performance"
GeForce RTX 2080 Ti +4,1% +8,5% +11,3%
GeForce RTX 2080 +5,2% +9,7% +13,0%
GeForce RTX 2070 +4,4% +8,7% +11,1%
gemäß der Benchmarks der ComputerBase unter Wolfenstein II in der UltraHD-Auflösung
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RayTracing unter Battlefield V: Aller Anfang ist schwer

Wie angekündigt und auch im Sinne der (noch) aktuellen Umfrage, wollen wir hiermit noch einmal zurückkommen zum (hervorragenden) RayTracing-Blindtest, welcher mittels des YouTube-Videos von Optimum Tech (ab Video-Zeitpunkt 1:17) absolviert werden kann (und sollte). Hiermit bietet sich eine gute Gelegenheit, den Stand des allerersten RayTracing-Versuchs sowohl für die Nachwelt zu dokumentieren, als auch natürlich als aktuelle Diskussions-Grundlage zu verwenden. Schließlich muß man anhand dieser Bilder klar sagen, das RayTracing im realen Gameplay von Battlefield V kaum einen beachtbaren Effekt hervorruft – im Gegensatz zu den Werbebildern seitens des Spielepublishers und von nVidia. Dies zeigt sich schon allein daran, das gemäß der Kommentare zum YouTube-Video sehr viele Anwender die RayTracing-Funktionalität regelrecht im falschen Bildteil vermutet haben: Aktives RayTracing ist jeweils links zu sehen auf (allen) diesen Vergleichsbildern unter Battlefield V (allesamt mit Copyright allein von Optimum Tech).

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im dritten Quartal 2018

Seitens der Marktforscher von Jon Peddie Research liegen in zwei Meldungen – No. 1 & No. 2 Zahlen zu den Marktanteilen für Grafikchips im dritten Quartal 2018 vor. Von der alternativen Quelle in Form der Marktforscher von Mercury Research war zuletzt in dieser Frage leider nichts mehr zu hören (abgesehen von Zahlen zum CPU-Markt), so das wieder nur allein die Daten von Jon Peddie Research als Quellmaterial benutzt werden können. Jene sehen im Markt aller Grafikchips (inklusive der in die x86-Prozessoren integrierten also) die übliche eher kleinere Veränderung samt der üblichen totalen Intel-Dominanz. Selbige ist zuletzt wieder etwas stärker geworden, resultierend primär als schlechten Umsätzen im Feld der extra Grafikkarten und damit einem (weiteren) Bedeutungszuwachs im Feld der integrierten Grafiklösungen. Dabei hat sich in der Tendenz AMD allerdings etwas besser halten können – resultierend schlicht aus dem Umstand, das AMD mittels seiner Raven-Ridge-APUs selber integrierte Beschleuniger im Angebot hat, im Gegensatz zu nVidia.

Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018
AMD 13,0%
13,0%
14,2%
 
14,9%
 
14,7%
 
14,1%
 
Intel 67,8%
70,1%
67,4%
 
66,6%
 
68,2%
 
69,7%
 
nVidia 19,3%
16,9%
18,4%
 
18,4%
 
17,0%
 
16,0%
 
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) bzw. Mercury Research (blau)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 28. November 2018

Laut der DigiTimes soll im Dezember eine Intel-Konferenz stattfinden, wo über die kommenden Intel-Grafikchips geredet wird. Hierbei wird u.a. Intels GPU-Chef Raja Koduri anwesend sein – insofern kann man durchaus ein gewisses Update bezüglich Intels Grafikchip-Aktivitäten erwarten. Gemäß einer gegenteiligen Meldung von Hot Hardware sollen auf dieser offiziell "Intel 2018 Architecture Day" genannten Veranstaltung allerdings CPU-Themen im Vordergrund stehen – wobei beides genauso denkbar ist, "Architekturen" gibt es schließlich auch im Grafikchip-Bereich. Ohnehin sind die offiziellen Informationen seitens Intel zu seinen Grafikchip-Aktivitäten bislang sehr dünn: Bislang ist nur Intels Wiedereintritt in den Grafikchip-Markt bestätigt, hinzu hat Intel aber auch schon darauf basierende Desktop-Grafikkarten angeteasert. Alles darüber hinausgehende kann man dann als "neu" verkaufen – egal ob es wie die beiden kommenden Grafikchip-Generationen "Arctic Sound" (2020) und "Jupiter Sound" (2021) bereits seit einigen Monaten in der Gerüchteküche existiert.

Gfx-Gen. Terminlage bisherige Informationen
Intel Arctic Sound Gen. 12 H1/2020 zur CPU via EMIB verbunden, angeblich möglicherweise als MultiChip-Lösung (unwahrscheinlich)
Intel Jupiter Sound Gen. 13 2021 bessere Energieeffizienz als nVidia bei unter 60W Stromverbrauch angepeilt
Quellenlage: allesamt nur Gerüchte seitens 'The Motley Fool' – No.1 & No.2
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