1

Umfrage-Auswertung: Wieviele Grafikchip-Generationen versucht man zu überspringen?

Eine Umfrage von Ende Juli ging der Frage nach, ob und wieviele Grafikchip-Generationen man beim Grafikkarten-Kauf üblicherweise zu überspringen versucht. Zu beachten wäre, dass die Fragestellung explizit nach Grafikchip- und nicht Grafikkarten-Generationen erging: Während neue Grafikkarten-Generationen mittels Refreshes durchaus jährlich passieren können, gibt es neue Grafikchip-Generationen hingegen üblicherweise im Zweijahres-Rhythmus – folgend den Fortschritten der Halbleiterfertiger mit deren Fullnodes. Die Umfrage erbrachte dann eine erstaunlich hohe Quote von immerhin 65,8% der Umfrageteilnehmer, welche beim Grafikkarten-Kauf einer solchen Planung zum Auslassen von Grafikchip-Generationen folgen. Nur 6,3% der Umfrageteilnehmer gibt hingegen an, üblicherweise gleich jede Grafikchip-Generation mitzunehmen, während 27,9% der Umfrageteilnehmer den Grafikkarten-Kauf gar nicht an eine solche Planung binden.

31

Hardware- und Nachrichten-Links des 31. August 2021

In den letzten Tagen weit verbreitet wurden Meldungen über die neuen Marktanteile im Grafikchip-Markt, ausgehend von einem Report seitens Jon Peddie Research. Selbige Berichterstattung ist in einigen (nicht allen) Fällen jedoch etwas ungenau in ihrer Wortwohl – womit beim Leser der fälschliche Eindruck entstehen kann, es handle sich hierbei um Absatzzahlen (und damit einen Absatzaufschwung) von regelrechten Grafikkarten. Dies trifft jedoch nicht zu, denn Jon Peddie Research berichten erst einmal nur zu Grafik-Prozessoren (nicht ganzen Grafikkarten) – und zweitens im ersten von zwei quartalsweisen Reports primär zu den insgesamten Grafikchips. Jene beeinhalten jedoch eine absolut dominierende Menge an integrierten Grafiklösungen (iGPUs), welcher regelmäßig bei einem prozentualen Anteil von um die 80% herauskommen (nachfolgend mit den Zahlen vom ersten Quartal demonstriert).

Q1/2021 alle PC-GPUs iGPUs dGPUs Desktop dGPUs
beinhaltet - iGPUs, Desktop & Mobile dGPUs, Desktop & Mobile dGPUs, nur Desktop
Marktvolumen 119 Mio. Stück interpoliert 97 Mio. Stück interpoliert 22 Mio. Stück 11,8 Mio. Stück
Volumen-Anteil 100% interpoliert 81% interpoliert 19% 10%
AMD 16,7% interpoliert 16% 19% 20%
Intel 68,2% interpoliert 84% - -
nVidia 15,2% - 81% 80%
alle Daten basierend auf Erhebungen seitens Jon Peddie Research, ergänzt durch eigene Hochrechnungen (markiert als "interpoliert")
31

Umfrage-Auswertung: Welche Chancen werden big.LITTLE im Desktop-Bereich eingeräumt?

Mit einer Umfrage von Ende Juli wurde abgefragt, welche Chancen man einer Hybrid-Architektur im Bereich der PC-Prozessoren für das Desktop-Segment einräumt. Diesbezüglich wird Intel zum Jahresende mittels "Alder Lake" einen ersten Versuch auf zugleich breiter Front starten, auch die nachfolgenden Intel-Generationen sollen dann allesamt diesem "big.LITTLE"-Prinzip folgen. Selbst zu AMD wird eine ähnliche Neigung ab der Zen-5-Architektur berichtet, welche neben den Zen-5-Kernen auch kleinere "Zen4D"-Kerne mitbringen soll. Noch sind die Umfrage-Teilnehmer allerdings nicht davon überzeugt, dass jenes Prinzip auch unter Desktop-Bedingungen von größerem Vorteil sein kann, denn das Umfrage-Ergebnis drückt doch eine gewisse Vorsicht bzw. Skepsis aus.

30

Hardware- und Nachrichten-Links des 30. August 2021

Bei AnandTech hat man sich die Übertaktung des Core i9-11900K angesehen – bezogen primär auf die Effekte unterschiedlicher CPU-Samples sowie unterschiedlicher Z590-Mainboards. Die verschiedenen CPU-Samples machten dabei fast keinen Unterschied (waren aber womöglich auch in der Menge zu gering, um dies sicher ermitteln zu können), zwischen den Mainboards von ASRock, Asus, Gigabyte & MSI ergaben sich hingegen gewisse Differenzen beim Übertaktungserfolg. Dies zeigte sich weniger bei der nominell erreichten Taktrate, sondern eher den damit erzielten Performance-Egebnissen: Während es kaum Performance-Differenzen auf Referenztaktung gab, zeigte sich das ASRock-Board unter Übertaktung den anderen drei Mainboards überlegen – und dies trotz wohlgemerkt (zumeist) gleicher Overclocking-Taktrate.

Core i9-11900K ASRock Z590 Taichi Asus ROG Maximus XIII Hero Gigabyte Z590 Aorus Master MSI MEG Z590 Ace
default-Performance 100% 100,2% 98,4% 100,2%
Performance-Streuung –0,2% bis +0,3%, Ø 0,2% –2,2% bis +2,4%, Ø 1,4% –0,3% bis +0,2%, Ø 0,2% –0,1% bis +0,1%, Ø 0,04%
Übertaktungserfolg vier Samples @ 5.2 GHz 1x @ 5.1 GHz, 3x @ 5.2 GHz vier Samples @ 5.1 GHz vier Samples @ 5.2 GHz
Overclocking-Perf. 107,2%  (+7,2%) 106,1%  (+5,9%) 104,6%  (+6,4%) 103,3%  (+3,1%)
OC-Perf.-Streuung –0,1% bis +0,1%, Ø 0,1% –2,6% bis +2,1%, Ø 1,6% –0,1% bis +0,1%, Ø 0,05% –0,3% bis +0,2%, Ø 0,2%
gemäß den Messungen AnandTech unter drei Benchmarks (POV-Ray, Cinebench R23, Geekbench, jeweils MT-Performance)
29

Hardware- und Nachrichten-Links des 28./29. August 2021

Die Entwicklung der Grafikkarten-Straßenpreise zu den Radeon RX 6000 und GeForce RTX 30 Modellen hat sich nach der rasanten preislichen Abwärtsbewegung zwischen Mai und Juli zuletzt nicht nur arg abgeschwächt, sondern ist in den letzten drei Wochen sogar in eine leichte Steigerung der Straßenpreise umgeschlagen. Diese Tendenz war zuvor schon bei AMD zu sehen, nVidia schließt sich nun an – und auch wenn die Veränderung nur geringfügig ist, geht es damit nun doch wieder in die falsche Richtung. Jene Tendenz ist nicht nur dem Übersichtsdiagramm mit dem Durchschnitt der niedrigsten Preise zu jeder Karte zu entnehmen, sondern ist auch beim Studium der einzelnen Preise zu fast jeder Grafikkarte bemerkbar: Zumeist sind die preisgünstigsten Angebote aus dem Markt verschwunden und ist das gesamte Preisniveau von Bestpreis bis Höchstpreis gestiegen.

29 29

Umfrage: Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Radeon RX 6600 XT?

Alle Entscheidungsgrundlagen zu dieser Frage findet man in den zahlreichen Launchreviews, dem Forendiskussions-Thread zum Launch sowie natürlich der Launch-Analyse zu AMDs Radeon RX 6600 XT. Wie zuletzt bei allen diesen Ersteindrucks-Umfragen zu Grafikkarten sollen hiermit keineswegs die überzogenen Straßenpreise bewertet werden, weil jene aus der derzeitigen Situation heraus resultieren und nicht dem Produkt selber angelastet werden können. Jenes kann fairerweise nur bezüglich seiner technischen Eigenschaften, dem reinen Listenpreis sowie der erreichten Performance bewertet werden.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

3060 6600XT 3060Ti
FullHD-Performance 100% 111,3% 128,0%
WQHD-Performance 100% 106,2% 130,7%
4K-Performance ~100% ~97% ~132%
RT-Performance  (@ FullHD) ~100% ~66% ~131%
Listenpreis $329 / 329€ $379 / 380€ $399 / 419€
Positiver Ersteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
12% (113 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung (bzw. schon gekauft).
8% (75 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, jedoch zum Listenpreis außerhalb meiner Interessenlage.
13% (115 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär stört der unpassend hohe Listenpreis.
24% (215 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär stört der starke Abfall unter höheren Auflösungen.
9% (78 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär stört die schlechte RayTracing-Eignung.
3% (29 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, aus anderem Grund.
2% (21 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär stört der unpassend hohe Listenpreis.
21% (190 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär stört der starke Abfall unter höheren Auflösungen.
5% (41 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär stört die schlechte RayTracing-Eignung.
2% (19 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, aus anderem Grund.
1% (11 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 907
27

Hardware- und Nachrichten-Links des 27. August 2021

Phoronix (via VideoCardz) haben einen größeren Schwung neuer Device-IDs in AMDs Linux-Grafiktreiber entdeckt, welche auf entsprechende neue RDNA2-basierte Grafikkarten hindeuten. Die Menge ist mit 17 neuen Device-IDs auch ziemlich groß, denn bislang umfasst der Linux-Treiber erst 15 Device-IDs der drei RDNA2-Chips Navi 21, 22 & 23. Die neuen Device-IDs sind allerdings auch explizit auf die bereits existierenden drei genannten RDNA2-Chips bezogen – womit sowohl zusätzliche RDNA2-Chips (Navi 24) aber auch regelrechte Refresh-Chips als Auflösungen eigentlich ausfallen. Letztere würden wahrscheinlich nicht nur einen anderen Nummernbereich innerhalb dieser Device-IDs belegen, sondern normalerweise auch mit eigenem Chipnamen antreten.

AMD nVidia
ab Herbst 2020 Radeon RX 6000 Serie
basierend auf 7nm RDNA2-Chips Navi 21, 22, 23 & 24
GeForce RTX 30 Serie
basierend auf 8nm Ampere-Chips GA102, GA104, GA106 & GA107
ab Ende 2021 denkbar (unbestätigt):  Radeon RX 6x50 Serie
basierend auf den identischen Navi 2X Chips
gerüchteweiser:  GeForce RTX 30 "SUPER" Serie
basierend auf den identischen Ampere-Chips, zuzüglich GA103
ab Herbst 2022 gerüchteweiser:  Radeon RX 7000 Serie
basierend auf 5nm RDNA3-Chips Navi 31, 32 & 33, darunter ergänzt durch einen 6nm-Refresh der bekannten Navi 2X Chips
gerüchteweiser:  GeForce RTX 40 Serie
basierend auf 5nm Lovelace-Chips AD102, AD104, AD106 & AD107
Anmerkung: Alle Daten oberhalb der aktuell bekannten Grafikkarten basieren auf Gerüchten & Annahmen!
26

Hardware- und Nachrichten-Links des 26. August 2021

Twitterer Apisak hat nun auch Geekbench-Werte zum Core i9-12900K aufgetrieben, dem Spitzenmodell der anstehenden Alder-Lake-Generation mit 8 großen Performance- und 8 kleinen Effizienz-Kernen. Das erste Ergebnis ist mit 1893/17299 Punkten klar besser beim Singlethread-Wert, das zweite Ergebnis mit 1834/17370 Punkten hingegen etwas stärker beim Multithread-Wert. In beiden Fällen wird jedoch alles geschlagen, was es bislang an Consumer-Prozessoren gab – darunter auch der 16-Kerner Ryzen 9 5950X beim Multithread-Wert. Natürlich kommt der Geekbench dem Hybrid-Ansatz von Alder Lake deutlich entgegen, denn aufgrund seiner Plattform-Unabhängigkeit verfügt der Benchmarks bereits seit längerem über eine Hybrid-Unterstützung mit kleinen & großen CPU-Kernen – nicht umsonst hat selbst Intel den Geekbench bei seiner eigenen Performance-Vorhersage zu Alder Lake verwendet.

Hardware GB5 ST GB5 MT Datenquelle
Core i9-12900K Alder Lake, 8C/16T+8c/8t, 125W TDP 1893 17299 Apisak @ Twitter
Ryzen 9 5950X Zen 3, 16C/32T, 3.4/4.9 GHz, 105W TDP 1691 16717 GB5 Datenbank-Durchschnitt
Ryzen 9 5900X Zen 3, 12C/24T, 3.7/4.8 GHz, 105W TDP 1671 14141 GB5 Datenbank-Durchschnitt
Core i7-11900K Rocket Lake, 8C/16T, 3.5/5.3 GHz, 125W TDP 1855 10995 GB5 Datenbank-Durchschnitt
Ryzen 7 5800X Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz, 105W TDP 1672 10376 GB5 Datenbank-Durchschnitt
Core i7-12700 Alder Lake, 8C/16T+4c/4t, 65W TDP 1595 10170 Apisak @ Twitter
Core i7-11700K Rocket Lake, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz, 125W TDP 1707 9832 GB5 Datenbank-Durchschnitt
26

Gerüchteküche: GeForce RTX 3090 "SUPER" im Vollausbau des GA102-Chips samt TDP bis zu 450 Watt

Seitens bekannter Leaker kommen erstaunlich übereinstimmende Vorhersagen zur "GeForce RTX 3090 Super" als dem Spitzenmodell von nVidias kommender GeForce RTX 30 "SUPER"-Refreshserie. Zuerst hatte Greymon55 @ Twitter jene Grafikkarte als mit 10'752 FP32-Einheiten ausgerüstet beschrieben sowie einen Stromverbrauch von 400 Watt oder mehr nahegelegt, nachfolgend kam seitens Kopite7kimi @ Twitter noch eine umfangreichere Angabe, welche jedoch vor allem bei der hauptsächlichen Spezifikation vollkommen identisch liegt: 10'752 FP32-Einheiten, sprich der Vollausbau des zugrundeliegenden GA102-Chips sollen es bei jener GeForce RTX 3090 Super werden – womit nVidia seit langem mal wieder einen Vollausbau beim größten Gaming-Grafikchip außerhalb seiner Titan-Serie anbieten würde.

3090 Super
10752 FP32
400W+

Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 25. August 2021, dargestellt inklusive des direkt nachfolgendem Tweets

25

Hardware- und Nachrichten-Links des 25. August 2021

Apisak @ Twitter hat in der Geekbench-Benchmarkdatenbank die Eintragung eines "Core i7-12700" erspäht, des non-K-Modells vom Core i7 der kommenden Alder-Lake-Generation. Die Kern-Erkennung ist zwar noch nicht ganz auf der Höhe der Zeit – aber wenn der Prozessorname explizit genannt wird, ist die Zuordnung eigentlich sicher (und handelt es sich zudem um ein Serien-nahes Modell). Zudem reißt der aufgestellte Benchmark-Wert nun auch keine Bäume ist, sondern ist eher im Vergleich zu anderen non-K-Modellen interessant: Gegenüber dem Core i7-11700 von Rocket Lake gibt es somit +15% Multithread-Performance – sowie einen kleinen Abschlag bei der Singlethread-Performance. Zu beachten wäre bei diesen Performance-Werten aber auch, dass durch das Fehlen von AVX512 die Crypto-Tests des Geekbenchs bei Alder Lake deutlich schlechter ausfallen und somit auch der Gesamtwert um ein paar Prozentpunkte beeinflußt wird.

Hardware GB5 ST GB5 MT Datenquelle
Ryzen 7 5800X Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz, 105W TDP 1672 10376 GB5 Datenbank-Durchschnitt
Core i7-12700 Alder Lake, 8C/16T+4c/4t, 65W TDP 1595 10170 Apisak @ Twitter
Core i7-11700K Rocket Lake, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz, 125W TDP 1707 9832 GB5 Datenbank-Durchschnitt
Ryzen 7 5700G Cezanne, 8C/16T, 3.8/4.6 GHz, 65W TDP 1502 9219 AnandTech
Core i7-11700 Rocket Lake, 8C/16T, 2.5/4.9 GHz, 65W TDP 1633 8818 GB5 Datenbank-Durchschnitt
Inhalt abgleichen