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Test der PowerColor Devil Box zeigt nicht unerhebliche Performance-Verluste durch Thunderbolt

Noch extra zu würdigen ist der Test der "PowerColor Devil Box" seitens der ComputerBase von letztem Oktober. Schließlich handelt es sich bei diesem PowerColor-Produkt um eine der besten Lösung auf dem Gebiet der externen GPU-Gehäuse – und zugleich geht der Test auch gut auf deren trotzdem vorhandene Schwachstellen ein. So funktioniert die Beschleunigung des internen Displays nur nach Gusto des jeweiligen Notebooks – manche machten diesen Schritt mit, andere wiederum nicht. Zudem ist die Kühllösung des PowerColor-Gehäuse (inklusive Spulenfiepen im Stand-By-Modus) nicht wirklich gut gelungen. Vor allem aber irritiert der vergleichsweise hohe Performanceverlust gegenüber Desktop-Systemen (mit auf ein gleichwertiges Taktniveau heruntergetakteter Desktop-CPU): Unter FullHD verliert eine GeForce GTX 1070 ihre -27%, eine Radeon RX 480 dagegen -22% – dies ist schon ziemlich erheblich, die GeForce GTX 1070 (Perf.Index 800%) wird damit auf das Performance-Niveau einer (klar günstigeren) GeForce GTX 1060 6GB (Perf.Index 590%) heruntergedrückt.

Unter der UltraHD-Auflösung sind die Abstände (aufgrund der dort niedrigeren Frameraten und damit des geringeren Busverkehrs) dann geringer, aber mit -14,5% bei der GeForce GTX 1070 immer noch deutlich. Dies deutet auf den ersten Blick auf eine zu geringe PCI-Express-Bandbreite hin, das verwendete Thunderbolt 3 ist schließlich "nur" mit PCI Express 3.0 auf 4 Lanes angeschlossen. Explizite Tests dieser PCI-Express-Problematik können diesen Vorwurf jedoch teilweise entkräften: Auf einem Desktop-PC verliert die GeForce GTX 1070 unter PCI Express 3.0 x4 nur -6% unter FullHD – und damit damit weit weniger als in der Devil Box (-27%). Augenscheinlich verursacht speziell Thunderbolt 3 hier zusätzliche Latenzen oder aber nutzt die gebotene Brutto-Bandbreite nicht effektiv genug aus, rein an PCI Express liegt es also nicht. Die relativ schnelle GeForce GTX 1070 begünstigt natürlich diesen Effekt durch die hohen damit erzeugten Frameraten – bei einem früheren Test des "Razer Core" Gehäuses verlor eine (klar langsamere) GeForce GTX 970 nur -18% auf einer zudem klar niedriger taktenden Notebook-CPU.

FullHD Radeon RX 480 GeForce GTX 1070
Desktop-PC (CPU-Takt @ Notebook-Niveau) 69,8% 100%
Desktop-PC @ PCI 3.0 x4 - 94,0%  (-6,0%)
Notebook mit interner GTX1070-Grafiklösung - 95,9%  (-4,1%)
Notebook mit Grafiklösung in der PowerColor Devil Box 54,6%  (-21,8%) 72,9%  (-27,1%)

In jedem Fall ist das Ergebnis arg mittelmäßig, wenn man eine 420-Euro-Karte einbaut und nur die Performance einer 260-Euro-Karte erhält. Zudem besteht natürlich das Risiko, das im Fall einer späteren Aufrüstung der "Performance-Schwund" noch größer ausfällt, man also noch weniger Gegenwert mit seiner zukünftigen Grafikkarte erhält. Wer also das externe Grafikkarten-Gehäuse als Möglichkeit betrachtet, (wirklich) potente Desktop-Lösungen zusammen mit seinem Notebook einzusetzen, dürfte eher enttäuscht werden – im Fall des ComputerBase-Tests war sogar eine im Notebook verbaute GeForce GTX 1070 (Mobile) klar schneller (+31,5%) als eine aus dem Desktop stammende GeForce GTX 1070 in der PowerColor Devil Box. Das ganze lohnt (für HighEnd-Grafikkarten) augenscheinlich nur dann, wenn das verwendete Notebook wirklich "mobil" bleiben muß, sprich kein Desktop-Replacement-Gerät zum Einsatz kommen soll. Je leistungsschwächer die Grafikkarte ist, um so geringer sollten diese Verluste durch Thunderbolt 3 ausfallen – wer mit Mainstream-Ansprüchen anrückt, der dürfte also kaum noch von dieser Problematik betroffen sein. Allerdings kosten für den Einsatz von Mainstream-Grafikkarte alle derzeit angebotenen externen GPU-Gehäuse noch deutlich zu viel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14./15. Januar 2017

Die Diskussion in unserem Forum über die möglichen Zen-Dies ist weiterhin am Laufen – hierbei sind inzwischen vielfältige Argumente genannt worden, welche die Verwendung nur eines einzelnen Achtkern-Dies für alle Zen-Bedürfnisse im Consumer- und Server-Segment nahelegen (Raven Ridge als eigenständige APU-Entwicklung natürlich ausgenommen). Jenes Achtkern-Die würde dann im MCM-Verfahren mit anderen Dies zusammengeschlossen werden – was zwar als kostenintensive und entwicklungstechnisch aufwändige Lösung gilt, allerdings dafür AMD vor allem einen schnellen Markteintritt im Server-Markt ermöglicht. Die Auflage von extra Server-Dies bedingt hingegen immer wieder einen extra Evaluierungzeitraum, nicht umsonst kommen bei Intel neue Server-CPUs regelmäßig erst ein Jahr nach neuen Consumer-CPUs. Im übrigen bestätigt auch Dresdenboy auf Reddit exakt diese Auslegung des einzigen Zen-Dies in Form eines Achtkerners: "One die for RyZen, 4 dies for Naples" – bezogen auf AMDs 32-Kern-Serverchip "Naples". Er gibt zudem an dieser Stelle auch neue Schätzungen zur Chipfläche des Zen-Dies (180mm²) sowie zu den reinen Produktionskosten eines Dies (30-35$) ab – letztere Angabe wird sich natürlich leider niemals richtig bestätigen lassen, da dies für die CPU-Hersteller strenge Geschäftsgeheimnisse darstellen.

Im Zuge dieser Forendiskussion kam im übrigen auch das Thema des Thunderbolt-Supports bei AMD auf – welcher derzeit wie bekannt fehlt, auch mit den kommenden Ryzen-Prozesoren bzw. deren Mainboard-Chipsätzen. Erschwerend kommt hierbei hinzu, das Intel derzeit keine Lizenzen an Thunderbolt-Controllerchips ("Alpine Ridge") für nicht-Intel-Plattformen vergibt – sprich, selbst ein Mainboard-Hersteller, der diese Chips auf seinen Intel-Platinen verbaut, hätte nicht die Möglichkeit, dieselben Chips auf AMD-Platinen zu verbauen. Dies dürfte mittel- und langfristig sicherlich noch für Ärger sorgen, denn Intel nutzt hierbei seinen nahezu-Monopol-Status dafür aus, um weitere Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Wir vermuten an dieser Stelle, das AMD diesen Punkt bislang noch nicht angesprochen hat, da dies für die bisherigen Bulldozer-basierten Prozessoren nicht notwendig war – für die Zen-basierten Prozessoren wird es allerdings irgendwann zum Thema werden. Beispielsweise schließt Intel AMD damit als Konkurrenten um Apple-Aufträge aus, welche wie bekannt stark auf Thunderbolt setzen – gerade dieser Fall ist so markant, daß die Wettbewerbsbehinderung auch einem Richter auffallen sollte. Zu vermuten ist allerdings, das AMD und Intel es nicht so weit kommen lassen werden und irgendwann der Thunderbolt-Support auch für Zen-Prozessoren freigegeben wird.

Eine andere Forendiskussion dreht sich um das Thema, ob nicht aktuell die Zeit von Vierkern-Prozessoren im Gaming-Bereich langsam ausläuft – zugunsten von Sechs- und Achtkern-Modellen. Vorangetrieben werden dürfte diese Entwicklung sicherlich durch die kommende Portfolio-Umgestaltung bei Intel und natürlich vor allem durch AMDs Ryzen-Prozessoren, wo viel Wert auf Sechs- und Achtkerner gelegt wird. Als Grundlage dieser These sieht man zudem gern die Spielekonsolen Xbox One und Playstation 4 an, welche schon seit dem Jahr 2013 auf Achtkern-Prozessoren setzen – auch wenn jene viel leistungsschwächer sind, was aber auch dem allgemeinen Leistungsstand dieser Spielekonsolen angepasst ist und für PC-Bedingungen (mit deutlich leistungsfähigeren Grafiklösungen) nicht viel sagen muß. Das Vorhandensein von acht CPU-Kernen auf den Spielekonsolen animiert die Spieleentwickler in jedem Fall langfristig zu einer entsprechenden Spieleentwicklung – ein Effekt, welcher sich nun wohl auszuzahlen beginnt.

Dabei ist wiederum überhaupt nicht zu befürchten, das Vierkern-CPUs wirklich vom Spielestart ausgeschlossen werden oder zu regelrecht unspielbaren Frameraten führen werden – ein solcher Effekt ist seinerzeit beim Übergang von Ein- zu Zweikernern aufgetreten, dürfte aber ab Vierkernern auch keinerlei technischen Hintergrund mehr haben (die Limitierung auf "nur" 4 CPU-Threads dürften Spieleengines wohl noch viele Jahre lang beherrschen). Allerdings könnten Sechs- und Achtkerner in Zukunft immer mehr die Tendenz entwickeln, für ein wirklich smoothes Gamesplay zu sorgen, während Vierkerner aufgrund einer nahezu Vollauslastung dazu kaum in der Lage sind (selbst wenn die Frameraten sogar ähnlich hoch ausfallen). Jene Entwicklung passiert zum Glück nicht über Nacht – so daß zu jenem zukünftigen Zeitpunkt, wo dies wirklich voll spürbar sein sollte, viele Gamer wohl schon längst auf Sechs- und Achtkerner umgestiegen sein dürften. Aber jene Diskussion und die sich daraus ergebende These gilt es zu beobachten, denn bislang galt immer noch die Empfehlung eines reinen Vierkerners als "vollkommen ausreichend" für den Gaming-Einsatz. In Zukunft muß man diese Empfehlung eventuell erweitern oder gar gänzlich neu formulieren.

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Wie ist der Ersteindruck zu Intels Kaby Lake?

Alle Entscheidungsgrundlagen zur dieser Frage findet man in der Launch-Analyse zu Intels Kaby-Lake-Generation sowie natürlich im entsprechenden Diskussions-Thread zum Launch.

Positiver Ersteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
5% (74 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung.
6% (99 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, aber preislich außerhalb meiner Interessenlage.
1% (19 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär fehlt ein höheres Performance-Plus.
15% (232 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär fehlt der Effekt einer wirklich neuen Generation.
24% (382 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär stören die derzeit höheren Straßenpreise.
5% (82 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
2% (26 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär fehlt ein höheres Performance-Plus.
16% (257 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär fehlt der Effekt einer wirklich neuen Generation.
20% (323 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär stören die derzeit höheren Straßenpreise.
4% (58 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
3% (44 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1596
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Kaby-Lake-Pentiums deuten eine grundlegende Portfolio-Umgestaltung bei Intel an

Neben der Freude der Hersteller und Käufer günstiger Office/HomeOffice-PCs über die Kaby-Lake-Pentiums mit HyperThreading steht damit natürlich die Frage im Raum, was Intel zu jener deutlichen Portfolio-Änderung getrieben haben mag – immerhin ergibt sich hiermit für ein sehr volumenstarkes Marktsegment eine indirekte Preissenkung um nahezu die Hälfte. Man darf diesen aggressiven Schritt Intels daher durchaus schon in Richtung des kommenden Intel-Konters gegenüber AMDs Zen-Ansturm begreifen – bei welchem Intel höchstwahrscheinlich nicht seine Preise senken, sondern schlicht "mehr CPU zum gleichen Preis" in den Ring gegenüber Ryzen und Raven Ridge stellen wird. Im Zuge dieses Intel-Konters wird man mit der zum Jahreswechsel 2017/18 zu erwartenden Coffee-Lake-Generation erstmals Sechskerner ins normale Consumer-Segment (und sogar den Mobile-Bereich) bringen, aller Vermutung nach dürften dann alle bisherigen Intel-Prozessoren um eine Stufe im Angebotsportfolio nach unten rutschen.

Wie dies konkret aussieht, läßt sich derzeit natürlich nur spekulieren – wir gehen derzeit davon aus, das der Core i3 zukünftig ein Vierkerner ohne HyperThreading wird, der Core i5 ein Vierkerner mit HyperThreading und der Core i7 ein Sechskerner mit HyperThreading. In jedem Fall scheinen die Kaby-Lake-basierten Pentiums eine Art Vorgriff auf diese neue Portfolio-Gestaltung bei Intel zu sein. In jenem kommenden neuen Portfolio-Schema werden die bislang mengenmäßig sogar dominierenden Zweikerner wahrscheinlich nur noch die Rolle von LowCost-Prozessoren spielen können – HyperThreading hin oder her. Spätestens wenn AMD seine Zen-basierten Raven-Ridge-APUs in diesem Herbst an den Start bringt (und damit potente Vierkerner ins Mainstream-Segment schickt), dürfte die Zeit von Zweikernern bei gewöhnlichen PC-Prozessoren ablaufen. Intel greift diesem Status mit den Kaby-Lake-basierten Pentiums etwas vor, will damit vielleicht auch nur für ausreichenden Absatz für diese letzte CPU-Generation mit einer (noch) wichtigen Rolle für Zweikern-CPUs sorgen.

Intel 2016 Intel aktuell AMD ab Zen Intel 2018
Enthusiast Broadwell-E Core i7 (6C/8C/10C +HT) Broadwell-E Core i7 (6C/8C/10C +HT) Ryzen (8C +SMT) Skylake-X Core i7 (6C/8C/10C +HT)
HighEnd Skylake Core i7 (4C +HT) Kaby Lake Core i7 (4C +HT) Ryzen (6C +SMT) Coffee Lake Core i7 (6C +HT)
Midrange Skylake Core i5 (4C) Kaby Lake Core i5 (4C) Ryzen (4C +SMT) Coffee Lake Core i5 (4C +HT)
Mainstream Skylake Core i3 (2C +HT) Kaby Lake Core i3 (2C +HT) Raven Ridge Coffee Lake Core i3 (4C)
LowCost Skylake Pentium (2C) Kaby Lake Pentium (2C +HT) Raven Ridge Canon Lake Pentium (2C +HT)
Die Angaben dieser Tabelle zu zukünftigen Prozessoren sind natürlich rein spekulativ.

Es ist allerdings gar nicht so ungewöhnlich, das man kurz vor Auslaufen einer Technologie deren letzte Vertreter noch einmal besonders schmackhaft macht – nicht umsonst hat sich Intel erst jetzt dazu herabgelassen, mit dem Core i3-7350K einen ungelockten Core i3 aufzulegen. Denn gute Verkäufe an technologischer "Altware" sorgen (angesichts zumeist günstiger Preispunkte hierfür) kurzfristig nicht nur für Kundenzufriedenheit, sondern langfristig natürlich auch für einen früher einsetzten Aufrüstdruck – der beispielsweise beim Verkauf eines potenten Vierkerners anstatt eines Zweikerners mit HyperThreading sicherlich erst später spürbar würde (sofern man die Kaby-Lake-Pentiums nicht als Gaming-Prozessoren mißbraucht, geht natürlich alles klar mit deren Anschaffung für günstige Office- und HomeOffice-Systeme).

Man kann auch darüber spekulieren, das Intel mit dieser Aktion speziell den Raven-Ridge-APUs bereits vorab den Wind aus den Segeln nehmen will – weil jene nun einmal Intels Brot- und Butter-Geschäft mit den Herstellern von Komplett-PCs und Notebooks bedrohen und Intel sich in dieser Frage etwaige Umsatzverluste weit weniger leisten kann als denn im mengenmäßig bei weitem nicht so bedeutenden Retail-Segment. Intels Strategie gegenüber AMDs Zen-Ansturm dürfte wohl darin liegen, AMD im Retail-Segment durchaus erst einmal glänzen zu lassen (AMD wird als einziger verbliebener Wettbewerber grundsätzlich gebraucht) – dafür vor allem aber das Abrutschen der eigenen OEM-Geschäfte schon im Keim zu ersticken. Die Kaby-Lake-basierten Pentiums mit HyperThreading sind ein hervorragender Schritt hierfür – und schlagen gleichzeitig zwei Fliegen mit einer Klappe durch die (letztmaligen) Stärkung von Intels Zweikerner-Angebot.

Daneben springt einem bei der ganzen Aktion ein Punkt ganz deutlich entgegen: Sobald es Wettbewerb gibt, bewegt sich endlich auch etwas – und dies in einem Feld, wo uns Intel über die letzten Jahre in der Tat mit Performancezugewinnen von 6-10% pro Jahr (genüßlich) abspeisen konnte. AMD hat also sogar schon vor dem Start der Zen-basierten Prozessoren erreicht, das sich Intel bewegt – Respekt dafür, und einen besseren Beleg für die nahezu-Monopol-Situation, in welcher sich der Markt der PC-Prozessoren befindet, kann es wohl nicht geben. Sobald AMDs Zen-basierte Prozessoren dann auch wirklich einschlagen, sollte sich noch viel mehr bei Intel bewegen, vorstehend skizziertes Portfolio-Schema dürfte hierfür nur der Anfang sein (Stichwort "wirklich neue Intel Prozessoren-Architektur"). Wettbewerb belebt eben nicht nur das Geschäft, es fordert gerade auch in der IT-Wirtschaft vor allem den Innovationsgeist heraus – und nur mittels diesem geht es vorwärts.

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Die Systemanforderungen zu Early-Access-Version von Conan Exiles

Spieleentwickler Funcom hat auf Steam die offiziellen PC-Systemanforderung für die Early-Access-Version von "Conan Exiles" bekanntgegeben. Der ARK-Kontrahent startet am 31. Januar 2017 in seine Early-Access-Phase, welche allerdings allem Anschein viele Monate bis sogar Jahre dauern wird – insofern interessieren jene Systemanforderungen dann auch jetzt schon, weil sicherlich viele Spieler einen Vorab-Blick riskieren wollen. Dafür sind die minimalen Systemanforderungen mit beliebigem Core i5 und GeForce GTX 660 auch ausreichend niedrig angesetzt – nur die 2 GB Grafikkartenspeicher sind augenscheinlich wichtig, da explizit notiert. Da diese Anforderung auch taktschwache Core i5 Prozessoren einschließt und es damit augenscheinlich primär um die vier CPU-Threads geht, dürften am Ende bei diesen Minimum-Anforderungen auch viele ältere Systeme bzw. typische Mainstream-PCs mitkommen, sofern die vier CPU-Threads geboten werden und eine passende Grafikkarte installiert ist.

Die empfohlene Hardware teilt sich dann in Empfehlungen für das "High"-Setting und Empfehlungen für das "Ultra"-Setting auf – mit Unterschieden allein bei der Grafikkarte. Unter "High" sollen noch GeForce GTX 780 Ti und GeForce GTX 970 samt eines Core i5/i7 auf 3.3 GHz reichen – dies entspricht vernünftigen Gamer-Systemen und sollte daher von einer Vielzahl an interessierten Anwendern zu schultern sein. Unter "Ultra" gehen die Anforderungen hingegen gleich auf eine GeForce GTX 1070 hinauf – jene Grafikkarte wurde bislang eher selten gleich in offiziellen Systemanforderungen genannt, dies ist eine ziemlich harsche Anforderung. An dieser Stelle ist natürlich auch nicht wirklich sicher, was nun wirklich mit dem "Ultra"-Setting gemeint ist – nicht gänzlich auszuschließen ist, das sich darunter auch der Sprung auf die UltraHD-Auflösung verbirgt. Andererseits wird "Conan Exiles" auch als NextGen-Spiel angekündigt und wird sein finales Release sicherlich nicht mehr im Jahr 2017 erleben – möglicherweise hat man also wirklich einen "Ultra"-Bildqualitätsmodus zu bieten, welcher derart viel Performance verschlingt.

minimale Anforderungen empfohlene Anford. (High) empfohlene Anford. (Ultra)
Ziel-Auflösung keine Angabe "High"-Setting "Ultra"-Setting
Betriebssystem Windows Vista *inoffiz.*     Windows 7     Windows 8.0     Windows 8.1     Windows 10     Linux
32/64-Bit 32-Bit     64-Bit
Prozessor AMD K10 4C (ab ~3 GHz)
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C (ab ~3 GHz)
Intel Core 2 Quad (ab ~3 GHz)
Intel Core i3 (2C+HT) (ab ~3 GHz)
Intel Core i5 (4C)
Intel Core i7 (4C+HT)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 4C (ab ~4 GHz)
AMD K10 6C (ab ~3.5 GHz)
AMD Bulldozer 4C (ab ~4 GHz)
AMD Bulldozer 6C (ab ~3.5 GHz)
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C (ab ~4 GHz)
Intel Core 2 Quad (ab ~4 GHz)
Intel Core i3 (2C+HT) (ab ~4 GHz)
Intel Core i5 (4C) (ab 3.3 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT) (ab 3.3 GHz)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 4C (ab ~4 GHz)
AMD K10 6C (ab ~3.5 GHz)
AMD Bulldozer 4C (ab ~4 GHz)
AMD Bulldozer 6C (ab ~3.5 GHz)
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C (ab ~4 GHz)
Intel Core 2 Quad (ab ~4 GHz)
Intel Core i3 (2C+HT) (ab ~4 GHz)
Intel Core i5 (4C) (ab 3.3 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT) (ab 3.3 GHz)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
RAM 4 GB 8 GB 8 GB
Festplatte 35 GB freier Festplattenplatz
Grafik-API DirectX 11     DirectX 12     OpenGL     Vulkan
Grafikkarte AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000ab 6970
AMD Radeon HD 7000ab 7870
AMD Radeon R200ab 265
AMD Radeon R300ab 370
AMD Radeon R400ab 460
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500ab 580
nVidia GeForce 600ab 660
nVidia GeForce 700ab 760
nVidia GeForce 900ab 950SE
nVidia GeForce 1000ab 1050
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000
AMD Radeon R200ab 290
AMD Radeon R300ab 390
AMD Radeon R400ab 480-4GB
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600ab Titan
nVidia GeForce 700ab 780Ti
nVidia GeForce 900ab 970
nVidia GeForce 1000ab 1060-3GB
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000
AMD Radeon R200
AMD Radeon R300
AMD Radeon R400
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600
nVidia GeForce 700
nVidia GeForce 900ab Titan XM
nVidia GeForce 1000ab 1070
Grafik-RAM 2 GB 3 GB
(inoffizielle Angabe)
keine Angabe
Anmerkung: Die angegebenen Anforderungen zu Prozessor und Grafikkarte stellen eine eigene Interpolation der offiziellen Anforderungen dar.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. Januar 2017

Weit verlinkt wird derzeit eine "Meldung" seitens WCCF Tech, AMDs Vega-Grafikkarten würden ihren Launch im Mai haben. Ohne eine Quellenangabe ist das ganze leider nicht besonders glaubwürdig, denn WCCF Tech ist bekannt dafür, auch einfach mal nur Forenstimmen als "Gerücht" oder gar "Information" weiterzuverkaufen – der umfallende Reissack in China ergibt (nach einigen Aufhübschungen) für WCCF Tech regelmäßig eine extra Meldung. Dabei ist diese Terminlage am Ende nicht einmal unwahrscheinlich, da AMD mit einem Mai-Termin vor der am 30. Mai startenden Computex herauskäme – was den Grafikkarten-Herstellern die Gelegenheit geben würde, auf eben jener nachfolgenden Computex ihre neuen Vega-Grafikkarten breitestmöglich zu präsentieren. Allerdings dürfte AMD jenen Termin eben aus diesem Grund sicherlich auch schon für die letztjährige Polaris-Generation angepeilt haben – was letztlich deutlich verpasst wurde, man erreichte gerade einmal so knapp noch das Ende des zweiten Quartals. Für die Vega-Generation ist die Sache genauso noch ungewiß: Bis zum Ende des (versprochenen) zweiten Quartals ist es noch fast ein halbes Jahr hin, Vega liegt derzeit zudem gerade erst einmal in frühen Samples vor – da ist eine genauere Eingrenzung des Releasetermins sicherlich kein Punkt, an welchen die mit Vega beschäftigen AMD-Ingenieure derzeit zuerst denken.

nVidia hat in seinem Onlineshop den deutschen Preis der Titan X (Pascal) von bisher 1299 Euro auf nunmehr 1359 Euro angehoben. Grundlage der Preiserhöhung dürfte schlicht der nunmehr dauerhaft schlechtere Dollar/Euro-Kurs sein – welcher das letzte Jahr über zumeist bei 1,10 bis 1,14 Dollar/Euro lag, seit dem Jahresende 2016 jedoch bei 1,04 bis 1,06 Dollar/Euro liegt. Da der bisherige deutsche Preis der Titan X (Pascal) gemäß dem alten Umrechnungskurs auch schon ziemlich knapp kalkuliert war, konnte nVidia auf diese dauerhafte Verschiebung des Umrechnungskurses wohl gar nicht anders als mit einer Preisanpassung reagieren. Eine echte Preiserhöhung ist dies allerdings nicht, denn der US-Listenpreis liegt unverändert bei 1200 Dollar – das ganze ist wie gesagt nur der unerwarteten Dollar-Stärke und damit außerhalb der Macht nVidias stehenden Ereignissen geschuldet.

Solcherart Wechselkurskapriolen betreffen natürlich auch alle andere PC-Hardware, da IT-Produkte üblicherweise am Weltmarkt zu Dollar-Preisen abgerechnet werden, selbst wenn jene aus Fernost stammt und auch die Herstellerfirmen nicht in den USA sitzen. Diese Problematik ist auch an den derzeit deutlich über Listenpreis-Niveau liegenden Preisen für die ersten Kaby-Lake-Prozessoren zumindest teilschuldig. Genauso kann es durch die aktuelle Dollar-Stärke bei existierender PC-Hardware hier und da zu kleineren Preiserhöhungen kommen. Bei Hardware, welche durch den harten Preiskampf der Hersteller und Händler tendentiell dauernd etwas günstiger wird (beispielsweise Grafikkarten), dürften jene Wechselkurskapriolen in erster Linie zu gleichbleibenden Preisen führen – einzelne Preiserhöhungen sind aber nie auszuschließen. Insgesamt ist das ganze für Hardware-Käufer außerhalb der USA keine schöne Situation, vor allem da der aktuelle Dollar/Euro-Kurs sich inzwischen klar von der Kaufkraftparität entfernt, Dollar-basierte Waren außerhalb der USA also teurer macht als sie es eigentlich wert sind.

Speziell neu in den Markt kommende Produkte werden darunter zu leiden haben – darunter auch AMDs kommende Ryzen-Prozessoren, die US-Bürgern unter Umständen "günstig" und EU-Bürgern im Gegensatz dazu vielleicht "teuer" erscheinen werden, weil eventuell nur durch den Umrechnungskurs diverse psychologische Preismarken durchbrochen werden (hinzu kommt auch noch das in den USA übliche Weglassen der Mehrwertsteuer bei allen offiziellen Preisangaben). An diesem Punkt können die Hardware-Hersteller wenig rütteln und die Presse ist dazu aufgerufen, nicht gerade den Quervergleich mit früheren Euro-Preisen (zu Zeiten von für die EU günstigen Umtauschkursen) zu waagen, weil diese Vergleich schlicht nur die Schwankung der Wechselkurse wiedergeben, nicht aber eine (vermeintliche) Teurungsrate der Hersteller. Deswegen ist immer auch der Preisvergleich basierend auf den US-Listenpreise zu empfehlen – weil hier das Wechselkursrisiko entfällt und man eher sehen kann, wann welche Preise gesenkt wurden oder aber welche (indirekten) Preissteigerungen über die Zeit stattgefunden haben.

Die ComputerBase hat mit dem Pentium G4560 einen der neuen Kaby-Lake-basierten Pentium-Prozessoren mit HyperThreading in einem ersten Test – was insbesondere bezüglich auf unsere kürzlichen Aussagen zur Leistungsstärke des Kaby-Lake-Pentiums gegenüber dem Core i3 interessant ist, liegen hiermit doch nun aktualisierte Benchmarks zu diesem Thema vor, welche unsere bisherigen Schätzungen ersetzen können. Jene Schätzungen waren augenscheinlich ganz gut getroffen, denn wir hatten den Pentium G4560 auf einen Performance-Index von ~94-96% unter Anwendungen eingeschätzt (mit dem Core i3-6100 auf 100%) – real sind es laut der ComputerBase nun 95% Performance gegenüber dem Core i3-6100 geworden. Damit legt sich jener Pentium G4560 von der Anwendungs-Performance her im übrigen auch gleich mit einem Core i5-2500K oder FX-8370e an, überflügelt dabei sogar einen älteren Core i3 in Form des Haswell-basierten Core i3-4330 (mit 9% Performancegewinn) beachtbar.

Augenscheinlich hat das Fehlen von AVX in den derzeit von der ComputerBase aufgebotenen Anwendungs-Benchmarks nur einen minimalen Effekt, welcher bei bestenfalls 0-1% liegt – da die Performance-Differenz (+5,3%) perfekt zur Taktraten-Differenz (+5,7%) passt und damit kein Platz mehr für große Performance-Effekte durch AVX vorhanden ist. Einzelne Anwendungen könnten von AVX zwar schon beschleunigt werden, aber dieser Effekt ist (derzeit) klein genug, auf daß dies über ein größeres Benchmarkfeld hinweg in einem völlig unbeachtenswerten Rahmen bleibt. Wie dies in der Zukunft aussieht, kann natürlich nur geraten werden: AVX ist gar nicht einmal so schlecht verbreitet, ab Sandy Bridge beherrschen es alle Intel-Prozessoren (ab dem Core i3), bei AMD alle Bulldozer-basierten Modelle generell. Zumindest die Spieleentwickler könnten in Zukunft also schon auf die Idee kommen, AVX regelrecht vorauszusetzen – was natürlich aber trotzdem noch ein paar Jahre entfernt liegt, wenn dies derzeit gerade erst einmal beim AVX-Vorgänger SSE 4.2 passiert. Zudem bemängelt die ComputerBase allerdings noch das Fehlen der Speicherkorrektur ECC als bisheriges Alleinstellungsmerkmal der Pentium-Serie – hier hatten sich bisher die Hersteller teurer Storage-Systeme gern bei der Pentium-Serie bedient, was nun mit den Kaby-Lake-Pentiums nicht mehr möglich ist.

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