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Intel senkt die Listenpreise seiner Grafik-losen Coffee-Lake-Prozessoren im Schnitt um -11%

Prozessorenbauer Intel hat am gestrigen Montag zum ungewöhnlichen und lange nicht mehr genutzten Mittel der offiziellen Preissenkung gegriffen, um seine Desktop-Prozessoren im Wettbewerb mit AMD konkurrenzfähiger zu machen. Allerdings ging man hierbei bewußt einen Mittelweg, welcher den schönen Schein wahrte – die Preissenkung erfolgte allein bei den Grafik-losen "F"-Modellen des Portfolios an Core i-9000 Prozessoren aus dem Coffee-Lake-Refresh. Die Listenpreisen der bekannten non-F-Modelle wie Core i5-9400 & Core i9-9900K bleiben also gleich, preisgesenkt werden somit nur Core i5-9400F, Core i9-9900KF und die weiteren F-Modelle mit deaktivierter Grafikeinheit. Bei allen diesen F-Modellen sinkt der offizielle Listenpreis (tray-Preise, da Intel keine durchgehenden Informationen zu boxed-Preisen liefert) um exakt jeweils 25 Dollar – was bei den höherpreisigen Modellen nur eine Differenz von -5% ergibt, bei den niedrigpreisen Modellen jedoch bis hin zu einer Differenz von immerhin -20% reicht.

Technik alte Liste neue Liste Differenz Straßenpreis
Core i9-9900KF 8C/16T, 3.6/5.0 GHz 488$ 463$ -5% ab 490€
Core i7-9700KF 8C/8T, 3.6/4.9 GHz 374$ 349$ -7% ab 380€
Core i7-9700F 8C/8T, 3.0/4.7 GHz 323$ 298$ -8% ab 330€
Core i5-9600KF 6C/6T, 3.7/4.6 GHz 262$ 237$ -10% ab 226€
Core i5-9500F 6C/6T, 3.0/4.4 GHz 192$ 167$ -13% ab 186€
Core i5-9400F 6C/6T, 2.9/4.1 GHz 182$ 157$ -14% ab 149€
Core i3-9350KF 4C/4T, 4.0/4.6 GHz 173$ 148$ -14% ab 157€
Core i3-9100F 4C/4T, 3.6/4.2 GHz 122$ 97$ -20% ab 83€
Alle Angaben zu Listenpreisen beziehen sich auf tray-Preise, da Intel zu boxed-Preisen leider keine durchgehenden Informationen liefert.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 7. Oktober 2019

In einer eigentlich die neuen Mainstream-Grafikkarten bezogenen Meldung haben Igor's Lab unvorsichtigerweise (?) auch eine kleine Randnotiz zur Terminlage von nVidias Ampere fallengelassen – was an anderer Stelle natürlich umgehend für bare Münze genommen und mit entsprechend fester Stimme als neue Meldung verbreitet wurde. Bislang sind hierzu die darauf basierenden "Berichterstattungen" von WCCF Tech und TweakTown bekannt, aber da könnte natürlich noch mehr kommen, insbesondere wenn sich das ganze bis nach Fernost durchfrisst (und von da dann 1-2 Wochen später wieder zurückkommt). Dabei wurde schon bei den ersten Abschreibungen die genaue Wortwahl mißachtet, denn ein "dürfte erscheinen" läßt sich schwerlich als Gewißheit deuten, sondern zeigt klar an, das es sich hierbei um eine eigene Prognose handelt – nichts, woraus man eine Meldung machen könnte. Der zweite Fehler liegt dann in der fehlerhaften Übersetzung von "bis zur Jahreshälfte 2020" als "1H 2020" – eigentlich ist mit der Wortwahl eher ein Termin grob im Frühling bis Sommer 2020 gemeint, welcher aber nicht zwingend noch im ersten Halbjahr liegen muß. Der originalen Aussage kann man dabei nur zustimmen: nVidias Ampere sollte grob zur Jahresmitte 2020 erscheinen, ist möglicherweise sogar eines der ersten PC-Projekte in TSMCs 7nm+ Fertigung und damit eventuell sogar (etwas) früher dran als Zen 3.

Wobei bis zur Jahreshälfte 2020 dann auch endlich Ampere kommen dürfte ...
(Ampere might arrive until mid-2020.)
Quelle:  Igor's Lab am 4. Oktober 2019 (samt eigener Übersetzung ins Englische)

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AMD stellt Radeon RX 5500 & 5500M auf Basis des Navi-14-Grafikchips vor

Wie erwartet wurde, hat AMD heute die Radeon RX 5500 Serie in Form der zwei Grafiklösungen "Radeon RX 5500" (Desktop) und "Radeon RX 5500M" (Mobile) vorgestellt. Beide neuen Grafiklösungen für das Mainstream-Segment basieren auf dem Navi-14-Chip, wie AMD zwar nicht offiziell verlautbarte, jedoch mehr oder weniger jede Quelle derart notierte. AMDs neuer Grafikchip aus der RDNA1-Architektur kommt mit 6,4 Mrd. Transistoren auf 158mm² Chipfläche daher und trägt wie erwartet 24 Shader-Cluster (1536 Shader-Einheiten) an einem 128 Bit GDDR6-Speicherinterface. Die komplette Anzahl der Shader-Cluster des Navi-14-Chips kommuniziert AMD zwar nirgendwo direkt, allerdings weist der gezeigte schematische Die-Shot insgesamt 12 WGPs auf, hinter welchen sich bei der RDNA1-Architektur jeweils zwei Shader-Cluster verbergen. Die dagegen ganz offiziell genannte Chipfläche ist im übrigen etwas kleiner als eine frühere eigene Schätzungen (~170mm²), allerdings spart sich AMD die Hälfte des PCI-Express-Interfaces, indem Navi 14 nur mit 8 PCI Express 4.0 Lanes angebunden wird. Basierend hierauf kommen derzeit aber erst einmal nur Salvage-Lösung unterhalb der vollen Anzahl an Shader-Clustern in den Markt.

    AMD Navi 14

  • 6,4 Mrd. Transistoren auf 158mm² Chipfläche in der 7nm-Fertigung von TSMC
  • RDNA1-Architektur mit Support für DirectX 12 & Vulkan
  • 2 Raster-Engines mit 24 Shader-Clustern, 1536 Shader-Einheiten, 96 TMUs & 32 ROPs an einem 128 Bit GDDR6-Speicherinterface
  • PCI Express 4.0 Interface mit 8 Lanes
  • bekannte Grafiklösungen: "Radeon RX 5500" (Desktop) und "Radeon RX 5500M" (Mobile)
  • vermutete Grafiklösungen "Radeon RX 5500 XT" (Desktop)
  • Vorstellung am 7. Oktober 2019, Marktverfügbarkeit im weiteren Verlauf des vierten Quartals 2019
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Erste Cinebench-Ergebnisse zum 16-Kerner Ryzen 9 3950X aufgetaucht

Aus einem Overclocking-Guide zum X570-Chipsatz (PDF) seitens Mainboard-Hersteller Gigabyte stammen die ersten (vernünftig wertbaren) Benchmarks zum noch ausstehenden 16-Kerner Ryzen 9 3950X (nach den kaum solide vergleichbaren Geekbench-Werten aus dem Juni). Gigabyte hatte hierbei zur Demonstration des eigenen Übertaktungserfolgs einen Ryzen 9 3950X auf den Taktraten von 4.3 GHz sowie 4.4 GHz durch den Cinebench R15 geschickt – wobei es nur eines der Testmuster auf den höchsten Takt schaffte, hier also trotz angesetzter Wasserkühlung eine gewisse Takt-Grenze erreicht scheint. Neben den Ergebnissen unter Übertaktung wurde allerdings auch ein default-Wert genannt – welcher mit 3932 Punkten um +25% besser als ein Ryzen 9 3900X herauskommt, was angesichts von +33% CPU-Kernen eine passable Kern-Skalierung ergibt. Mit jenen 3932 Punkte würde der Ryzen 9 3950X dann auch Core i9-9980XE und Threadripper 2950X klar überrunden, der kommende Core i9-10980XE (mit zwei CPU-Kernen mehr) könnte im Idealfall einen ähnlichen Wert erzielen.

Technik Cinebench R15 Quelle(n)
Ryzen 9 3950X @ 4.4 GHz Zen 2, 16C/32T, OC @ 4.4 GHz (Wakü) 4475 Gigabyte X570 Overclocking-Guide (PDF)
Ryzen 9 3950X @ 4.3 GHz Zen 2, 16C/32T, OC @ 4.3 GHz (Wakü) 4384 Gigabyte X570 Overclocking-Guide (PDF)
Ryzen 9 3950X Zen 2, 16C/32T, 3.5/4.7 GHz, 749$ 3932 Gigabyte X570 Overclocking-Guide (PDF)
Core i9-9980XE Skylake-X Refresh, 18C/36T, 3.0/4.4 GHz, 1979$ 3670 The Tech Report
Threadripper 2950X Zen+, 16C/32T, 3.5/4.4 GHz, 899$ 3236 ComputerBase
Ryzen 9 3900X Zen 2, 12C/24T, 3.8/4.6 GHz, 499$ 3147 Ø AnandTech, ComputerBase & Golem
Ryzen 7 3700X Zen 2, 8C/16T, 3.6/4.4 GHz, 329$ 2107 Ø AnandTech, ComputerBase & Golem
Core i9-9900K Coffee Lake Refresh, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz, 499$ 2064 Ø AnandTech, ComputerBase & Golem
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Hardware- und Nachrichten-Links des 5./6. Oktober 2019

Auf Twitter hat Intels Raja Koduri einen neuen Teaser zu "Intels Xe" Grafikchip-Architektur vom Stappel gelassen: Gezeigt wird hierbei ein Auto-Nummernschild mit der Nummer "THINKXE", welches interessanterweise bis zum Juni 2020 gültig ist. Sofern diese Deutung korrekt ist, wird man zu diesem Zeitpunkt wohl zumindest ernsthafte Xe-Informationen erwarten können – vielleicht sogar verbunden mit einer regelrechten Vorstellung oder gar einem Launch, all dies bleibt natürlich noch abzuwarten. Generell darf jedoch weiterhin erwartet werden, das Intel gerade mit seiner allerersten Grafik-Generation nach dem Wiedereinstieg in diesen Markt erst einmal (bewußt) kleine Brötchen backen wird – sprich, wahrscheinlich mit LowCost- und Mainstream-Lösungen anfängt, welche sich auch für Mobile-Bedürfnisse eignen. Schließlich liegt gerade in letzterem Punkt der größte Anreiz für Intel, hier wieder mitzuspielen – in Mobile-Grafiklösungen oberhalb der Leistungsklasse integrierter Lösungen. Dort liegen lukrative OEM-Aufträge, sowohl bezüglich Volumen als auch Gewinnaussichten. Der Markt an Desktop-Grafikkarten ist dagegen hart umkämpft, steht im Lichte der Öffentlichkeit und ist vor allem wenig gewinnträchtig, gerade wenn man als Neueinsteiger den Platzhirschen oftmals nur über den Preis entgegentreten kann. Natürlich ist Intels Grafikkarten-Strategie (hoffentlich) nach oben hin offen ausgerichtet – sprich alles kann noch passieren, dies wird dann die Zeit bringen. Nur den Anfang dürfte Intel sicherlich nicht dort machen, wo der Platz für Fehler am geringsten ist – im HighEnd/Enthusiasten-Segment des Desktop-Markt.

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Wieviele Rechenkerne hat der eingesetzte Prozessor (2019)?

Die letzte Umfrage zu diesem Thema stammt noch aus dem Februar 2017 – ergo vor AMDs ersten Ryzen-Prozessoren und den damit einsetzenden "Core Wars" zwischen AMD & Intel. Höchste Zeit für eine neue Umfrage zur Frage, wieviele CPU-Kerne im Desktop-PC oder Notebook verbaut sind – mit nunmehr wahrscheinlich gegenüber den früheren Umfragen zum Thema deutlich veränderten Resultaten. Abgefragt werden hierbei natürlich allein physikalische Rechenkerne, HyperThreading & SMT werden im Sinne dieser Umfrage nicht als extra Rechenkern gezählt (sondern extra abgefragt). AMDs frühere Bulldozer-Rechenkerne in Modul-Bauweise gehen jedoch im Sinne dieser Umfrage als vollwertige Rechenkerne durch. Durch den Hersteller deaktivierte Rechenkerne zählen natürlich nicht – es sei denn, jene wurden durch den Nutzer erfolgreich aktiviert. Bei HyperThreading & SMT zählt ebenfalls nicht das technische Vorhandensein, sondern allein, ob dieses Feature auch aktiv ist.

PS1: Diese Umfrage ist Geräte-gebunden: Auf einem anderem PC/Notebook darf (und soll) entsprechend der Hardware-Ausstattung dieses PCs oder Notebooks extra abgestimmt werden, so das auch Anwender mit mehreren Geräten deren (eventuell unterschiedliche) Daten in diese Umfrage einbringen können.
PS2: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

CPU eines anderen Herstellers (Qualcomm)
0% (6 Stimmen)
Einkern-CPU mit/ohne SMT/HyperThreading (von AMD & Intel)
0% (1 Stimme)
AMD Zweikern-CPU
0% (7 Stimmen)
AMD Zweikern-CPU mit SMT
0% (4 Stimmen)
AMD Dreikern-CPU
0% (4 Stimmen)
AMD Vierkern-CPU
2% (56 Stimmen)
AMD Vierkern-CPU mit SMT
3% (59 Stimmen)
AMD Sechskern-CPU
2% (38 Stimmen)
AMD Sechskern-CPU mit SMT
12% (272 Stimmen)
AMD Achtkern-CPU
2% (40 Stimmen)
AMD Achtkern-CPU mit SMT
21% (464 Stimmen)
AMD 12-Kern-CPU mit SMT
4% (80 Stimmen)
AMD 16-Kern-CPU mit SMT
1% (33 Stimmen)
AMD 24-Kern-CPU mit SMT
0% (2 Stimmen)
AMD 32 Kern-CPU mit SMT
0% (5 Stimmen)
Intel Zweikern-CPU
1% (17 Stimmen)
Intel Zweikern-CPU mit HyperThreading
3% (61 Stimmen)
Intel Vierkern-CPU
11% (239 Stimmen)
Intel Vierkern-CPU mit HyperThreading
22% (485 Stimmen)
Intel Sechskern-CPU
2% (46 Stimmen)
Intel Sechskern-CPU mit HyperThreading
8% (184 Stimmen)
Intel Achtkern-CPU
1% (25 Stimmen)
Intel Achtkern-CPU mit HyperThreading
4% (83 Stimmen)
Intel 10-Kern-CPU mit HyperThreading
1% (12 Stimmen)
Intel 12-Kern-CPU mit HyperThreading
0% (7 Stimmen)
Intel 14-Kern-CPU mit HyperThreading
0% (6 Stimmen)
Intel 16-Kern-CPU mit HyperThreading
0% (5 Stimmen)
Intel 18-Kern-CPU mit HyperThreading
0% (7 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 2248
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AMD spricht erste Details zu "Zen 3" an

Auf der "UK HPC Advisory Council Conference 2019" hat AMD am 16. September erste Details zur nächstes Jahr anstehenden nächsten Zen-Iteration "Zen 3" verkündet, von der dort gezeigten Präsentation zeugt ein (inzwischen leider schon wieder gelöschtes) YouTube-Video. Der größte Teil der AMD-Präsentation dreht sich zwar um Zen 2 bzw. dessen Server-Variante, in zwei Präsentations-Folien wird jedoch auch auf Zen 3 bzw. dessen Server-Variante "Milan" eingegangen. Mittels dieser bestätigt sich erst einmal, das AMD im laufenden Rennen um immer mehr CPU-Kerne bei Zen 3 vorerst innehalten wird – es bleibt bei maximal 64 CPU-Kernen. Auch die hier und da geäußerten Vermutungen über SMT4 (sprich 4 logische CPU-Kerne pro einem physikalischen CPU-Kern) können als erledigt betrachtet werden, es bleibt bei SMT2 und damit maximal 128 CPU-Threads. Dies läßt AMD natürlich die theoretische Möglichkeit offen, im Desktop- wie im HEDT-Segment dann doch mehr CPU-Kerne als bisher zu bringen, aber für das Server-Segment ist das Maximum damit jetzt schon erreicht.

    AMD "Zen 3"

  • Codenamen "Vermeer" (Desktop), "Genesis" (HEDT) und "Milan" (Server)
  • 7nm+ Fertigung bei TSMC
  • maximal 9-Die-MCM mit 8 Core-Chiplets & einem I/O-Chiplet bei den Server-Modellen
  • maximal 64 CPU-Kerne mit 128 CPU-Threads (SMT2)
  • ein Core-Chiplet besteht aus 8 CPU-Kernen samt 32+ MB Level3-Cache
  • ein Core-Chiplet wird allerdings nicht mehr in zwei CCX aufgetrennt (damit ungeteilter L3-Zugriff über das komplette Core-Chiplet)
  • Unterstützung von DDR4-Speicher (maximal 8-Kanal-Interface) und PCI Express 4.0
  • maximal 225 Watt TDP bei den Server-Modellen
  • Sockel AM4 (Desktop), TR4 (HEDT) & SP3 (Server)
  • Verkaufsnamen vermutlich "Ryzen 4000" (Desktop), "Ryzen Threadripper 4000" (HEDT) & "Epyc 7xx3" (Server)
  • (erfolgreicher) Tape-Out zum Anfang Q2/2019
  • Release der Server-Modelle derzeit geplant zur Mitte Q3/2020
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Umfrage-Auswertung: Wie viele CPU-Kerne sollen es sein beim nächsten Desktop-System?

Eine Umfrage von Mitte Juni fragte nach der Anzahl an (physikalischen) CPU-Kernen, mit welchen das nächste Desktop-System ausgerüstet werden soll. Bei dieser Fragestellung treffen natürlich Anwender aus unterschiedlichsten PC-Situationen zusammen: Solche, die gerade erst neu gekauft haben und deren nächstes PC-System damit dann noch einige Jahre entfernt ist – und andere, welche auf die seinerzeit kurz vor der Tür stehenden Ryzen-3000-Prozessoren gewartet haben, um dann bei diesen umgehend zuzuschlagen. Insofern kann man kaum mehr als die grobe Tendenz werten, welche sich aus dieser Umfrage ergibt – die dann allerdings mehrheitlich zugunsten von Systemen mit vielen CPU-Kernen spricht. Denn nicht nur liegt die Antwortoption eines Achtkerner mit 46,6% der Umfrageteilnehmer klar in Front, auch stehen unterhalb dieser Antwortoption nur noch ganze 10,8% der Umfrageteilnehmer.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 4. Oktober 2019

Bei Igor's Lab spekuliert man ein wenig über die mögliche Performance der kommenden neuen Mainstream-Grafikkarten von AMD & nVidia – namentlich Radeon RX 5500 XT, GeForce GTX 1660 Super & Radeon RX 5600 XT. Angeblich kann man dabei auch schon Informationen aus Hersteller-Kreisen einfließen lassen, wobei natürlich nicht klar bezeichnet wird, auf welche Details dies konkret zutrifft. Dabei fängt das ganze durchaus mit einer Überraschung an, wonach die Radeon RX 5500 XT mit 1408 Shader-Einheiten angeblich auf einem Vollausbau des Navi-14-Chips basieren (der Chipname selber wurde allerdings nicht genannt) und sich trotzdem problemlos mit einer (regulären) GeForce GTX 1660 anlegen können soll. Dies ist klar oberhalb unserer eigenen Performance-Prognose, wonach wahrscheinlich erst eine Navi-Karte mit 1536 Shader-Einheiten knapp an das Performance-Level der GeForce GTX 1660 herankommen dürfte. Aber natürlich sind diese Prognosen immer mit reichlich Spielraum zu betrachten, gerade wenn weder finale Hardware-Daten noch vor allem konkrete Taktraten zu diesen neuen Karten bekannt sind.

Technik Igor's Lab 3DCenter
Radeon RX 5700 Navi 10, 2304 SE @ 256 Bit GDDR6 140% 980%
Radeon RX 5600 XT starke Abspeckung von Navi 10 geschätzt 122% -
GeForce GTX 1660 Ti TU116, 1536 SE @ 192 Bit GDDR6 115% 790%
GeForce GTX 1660 Super TU116, 1408 SE @ 192 Bit GDDR6 geschätzt 110% geschätzt ~750-790%
Radeon RX 5500 XT Navi 14, 1408/1536 SE @ 128 Bit GDDR6 geschätzt 107% geschätzt ~650-700%
Radeon RX 5500 Navi 14, 1408 SE @ 128 Bit GDDR6 - geschätzt ~580-630%
GeForce GTX 1660 TU116, 1408 SE @ 192 Bit GDDR5 100% 690%
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Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Oktober 2019

Die zuerst gemeldeten nur 3.8 GHz AllCore-Turbo beim Core i9-10900X basierten in der Tat auf einem Übertragungsfehler, der korrekte Wert laut einer nun aufgetauchten offiziellen Intel-Unterlage zu Cascade Lake X sind 4.3 GHz – und damit wie beim größeren Core i9-10920X. Jene Intel-Unterlage liefert auch die bislang fehlenden Werte zum Level3-Cache nach, wobei es keine Überraschungen gibt: Alle Prozessoren der Core i-10000X Serie treten mit der gleichen Cache-Menge wie ihre jeweiligen Vorgänger der Core i-9000X Serie (Skylake-X-Refresh) an. Die offizielle Unterlage bestätigt dann letztlich auch die Nicht-Existenz neuer 8- und 16-Kerner im HEDT-Bereich – sowie natürlich auch, das es weiterhin nicht über 18-Kern-Modelle hinausgehen wird. Hierfür gibt es nächstes Jahr eine neue Chance, wenn die Server-Ausführung von Ice Lake erscheint und dann eventuell darauf basierend auch eine neue HEDT-Generation aufgelegt wird. Jene ist grundsätzlich interessant wegen dort eingesetzten 10nm-Fertigung – wobei weiterhin die große Frage offenbleibt, ob Intel hiermit für Desktop/Workstation-Benutzer ausreichende Taktraten erreichen kann (für den Server-Bereich interessieren hingegen eher die Anzahl an CPU-Kernen samt der Verbrauchseffizienz).

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