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Microsoft bietet Windows 10 kostenlos für Nutzer von Windows 7 & 8.1 an

Im per Livestream übertragenem Briefing zu Windows 10 hat Microsoft nicht unbedingt sehr viel neues zum kommenden Betriebssystem gesagt – die interessanteste Information war schon, daß Windows 10 tatsächlich für Nutzer von Windows 7 und 8.1 kostenlos angeboten werden wird. Jenes Kostenlos-Angebot endet allerdings ein Jahr nach Erscheinen von Windows 10 – ein cleverer Schachzug, denn unter gewissen Zeitdruck gesetzt werden mehr Nutzer eher früher als später umsteigen und somit für einen automatischen großen Erfolg von Windows 10 sorgen. Nur zur Klarstellung: Die 1-Jahres-Grenze bedeutet nur, daß man bis zu diesem Zeitpunkt umgestiegen sein muß – danach bleibt das Betriebssystem aber natürlich weiterhin kostenlos. Microsoft hat im nachhinein noch allen Thesen über ein mögliches Abo-System bei Windows 10 eine klare Absage erteilt.

Etwas unklar ist allerdings noch, wie dies ein wirtschaftlicher Erfolg für Microsoft werden soll, immerhin waren die Betriebssysteme bisher ein erstklassiger Umsatzträger, was nun teilweise entfällt. Sicherlich werden die PC-Hersteller weiterhin für Windows 10 Lizenzgebühren abdrücken müssen, entfallen also "nur" die Retail-Einnahmen zum Verkaufsstart. Zudem will Microsoft in Zukunft mit Services verdienen – Office als Abo, Cloud-Dienste zum Mieten – ob dies in der Summe aber das einbringen kann, was man früher an Direktverkäufen von Windows & Office verdient hat, wäre jedoch zu bezweifeln. Gut möglich, daß Microsoft in der kommenden Zeit deutlich kleinere Brötchen backen muß, wenn man in seinen zwei früheren Moneymaker-Disziplinen – eben Windows & Office – nicht mehr so wie früher den Markt und die Preise diktieren kann.

Andererseits wappnet sich Microsoft mit dieser Strategie natürlich für eine mögliche Zukunft, in welcher Linux auch auf dem Desktop stärker wird und allein wegen des Preisvorteils in den Blick der Konsumenten und PC-Hersteller geraten könnte. Möglicherweise geht es Microsoft auch nur darum, dieses Zukunftsszenario gleich im Keim zu ersticken. Allerdings gibt es neben dem Preis viele andere Gründe, wieso Linux seine Chance verdient (und wohl langfristig auch bekommen wird), ergo wird sich Microsoft in Zukunft wohl oder übel mit dieser neuen Konkurrenz herumschlagen müssen. Der andere Weg, so etwas zu verhindern, besteht natürlich darin, so viel wir möglich an neuen Features zu bieten. In dieser Frage hat Microsoft bei Windows 10 gute Ansätze in Form des Sprachassistenten "Cortana" und der Holographie-Technologie "HoloLens" aufgelegt.

Bezüglich der angekündigten Gamer-Features gab es die übliche Enttäuschung: Die große Offenbarung für Gamer unter Windows 10 soll in einer besseren Integration des "Xbox Live" Netzwerks liegen, damit Xbox- und PC-Gamer näher zusammenwachsen können (hinzu gibt es auch eine "Xbox-App" für Windows 10 zum Aufnehmen & Teilen von Screenshots und Videos), zudem eben in DirectX 12 mit seinen Verbesserungen bei der CPU-Auslastung. Abgesehen vom letztgenannten, wenigstens etwas griffigem Vorteil ging es Microsoft in der Gaming-Frage allein um typische Buzzworte wie "sozial" und "interaktiv" – echte Vorteile sehen sicherlich anders aus. Aus anderer Perspektive betrachtet stellen sich da eher Fragen, wie man den ständigen Kontakt des Betriebssystems mit Microsoft-Servern verhindern kann – was genauso auch für die Suchfunktion bzw. den Sprachassistenten "Cortana" gilt. Das sich das Windows-System wirklich nur ins Internet verbindet entweder auf Nutzeranforderung oder aber für Betriebssstem-interne Dinge (wie Updatefunktion und Fehlerberichterstattung), wird es wohl letztmalig bei Windows 7 gegeben haben.

Microsoft will schon nächste Woche eine neue offizielle Preview-Version zur Verfügung stellen – früher einmal wurde jene als "Windows 10 Consumer Preview" bezeichnet und sollte daher alle Consumer-relevanten Features von Windows 10 enthalten. Dies wurde aber zuletzt nicht mehr in dieser Form bestätigt, so daß nicht klar ist, wieviel von den beim Livestream gezeigten Features nun wirklich in dieser neuen Preview-Version enthalten sein werden. Der Releasetermin wurde weiterhin nicht genauer eingeengt, dürfte aber weiterhin auf geplant Spätsommer und realistisch Frühherbst bis kurz vor Jahresschluß lauten.

Nachtrag vom 27. Januar 2015

WinFuture berichten näheres zum Microsoft-Lizenzmodell ab Windows 10, welches schließlich durch das Kostenlos-Angebot für Nutzer von Windows 7 & 8.1 etwas in Frage steht: Danach ist jenes Kostenlos-Angebot eher die Ausnahme als eine neue Regel, wird Windows weiterhin Geld kosten. Insbesondere PC-Hersteller werden weiterhin ihre Lizenz-Zahlungen an Microsoft abdrücken müssen, während Microsoft für die Unternehmenskunden ein Abo-Modell ähnlich wie bei Office 365 etablieren will. Demzufolge dürften auch die Retail-Versionen von Windows 10 wieder ihren entsprechenden Preis haben, welcher sich womöglich gar nicht so sehr von den bisherigen Windows-Preisen unterscheiden könnte. Am Ende will Microsoft mit dem Kostenlos-Angebot schlicht und ergreifend einfach nur einen größtmöglichen Marketing-Pusch mitnehmen, sicherlich auch viele kritische User besänftigen (wer etwas kostenlos bekommt, schreibt automatisch weniger kritisch darüber) und vor allem den öffentlich wahrnehmbaren Erfolg von Windows 10 sichern. Der geschäftliche Erfolg kommt dann später über die ganzen von den PC-Herstellern und Unternehmenskunden zu entrichtenden Lizenzzahlungen.

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Weitere Benchmarks zur GeForce GTX 960 zeigen eine Performance nahe der Radeon R9 285 an

Die bei Videocardz gezeigten Benchmark-Werte einer ab Werk übertakteten MSI GeForce GTX 960 "Gaming" wurden schon kurz angesprochen, sollten aber noch einmal separat ausgewertet werden – vor allem, weil hiermit auch ein Quervergleich zu den kürzlichen 3DMark-Benchmarks zur GeForce GTX 960 möglich wird. Jene zeigten die GeForce GTX 960 noch nahe der GeForce GTX 770 an – was aber laut den Benchmarks bei Videocardz augenscheinlich nur auf den 3DMark zutrifft, nicht aber auf reale Spiele. Auch bei Videocardz kommt die GeForce GTX 960 im 3DMark13 FireStrike-Test auf einen Wert minimal unterhalb der GeForce GTX 770, bei den Messungen unter realen Spiele ergibt sich dann jedoch ein deutlicherer Unterschied:

PCEva: 3DMark11/13 Videocardz: 3DMark13 Videocardz: Spieletests 3DC Perf.Index
GeForce GTX 770 103,8% 100,1% 107,4% 380%
GeForce GTX 960 100% (OC) 100% (OC) 100% (OC) ~330-340%
GeForce GTX 760 77,9% 81,3% 89,6% 310%
Radeon R9 280 - 94,5% 91,2% 330%
Radeon R9 285 97,4% (OC) 100,5% 97,1% 330%
Radeon R9 280X - 105,5% 102,0% 380%

Noch liegen zu wenige Benchmarks für eine eindeutigere Performance-Bestimmung der GeForce GTX 960 vor – zudem ist nicht klar, wie man die ab-Werk-Übertaktung der Karte bewerten darf: Gut möglich, daß die 8-9% mehr Chiptakt der getesteten Exemplare angesichts der begrenzten Bandbreite eher nur Show sind und (ohne Speichertakt-Erhöhung) nur unterdurchschnittlich zur Performancesteigerung beitragen können. Es wird Aufgabe der kommenden Launch-Reviews sein, zu beurteilen, ob man die GeForce GTX 960 nicht einfach nur gut übertakten kann (dies scheint gegeben zu sein), sondern vor allem ob diese Übertaktung sich dann auch in entsprechende Mehrperformance unwandelt.

Für den Augenblick denken wir, die GeForce GTX 960 dürfte in unserem Performance-Index bei ~330-340% herauskommen – sprich auf dem Niveau der Radeon R9 285 bis knapp drüber. Zur GeForce GTX 770 sowie zur Radeon R9 280X dürfte weiterhin ein achtbarer Abstand bleiben. Mißbraucht man die GeForce GTX 960 für höhere Auflösungen als FullHD, dürften die Abstände dann deutlich zunehmen, die Karte ist einfach nicht für mehr gebaut als für FullHD. Auch wegen der nur 2 GB Speicher wird da immer (mindestens) ein kleiner Fehler im Gesamteindruck bleiben, selbst wenn sich die Karte in den kommenden Launch-Reviews dann doch als potent genug erweisen sollte, die FullHD-Auflösungen bei heutigen Spielen zufriedenstellend zu schultern.

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AMD schießt scharf gegen die GeForce GTX 960

Bei einigen Hardware-Redaktionen ist gestern eine eMail von AMD hereingeflattert, in welcher sich AMD ungewohnt offenherzig über ein Produkt eines anderen Herstellers ausläßt, welches unschwer als die am Donnerstag zu erwartende GeForce GTX 960 zu erkennen ist. Kurz gesagt regt sich AMD mit dieser Mail über das 128 Bit DDR Speicherinterface, die nur 2 GB Speicher und den geringen Fortschritt gegenüber dem Vorgänger der GeForce GTX 960 auf – und empfiehlt seine eigene Radeon R9 280 Serie, welche bessere Hardware-Werte zu einem geringeren Preispunkt bieten soll. HT4U geben jene eMail im Volltext wieder, was wir nachfolgend zur besseren Dokumentation ebenso vollständig übernehmen wollen:

We’re all aware of rumors swirling around an upcoming product launch this week. What does this product offer?

  • A value oriented 128-bit memory interface
  • A maximum 2GB frame buffer
  • Questionable performance uplift over its predecessor, that launched over a year and a half ago

If this all sounds unappealing ... it’s because it is. Better products already exist and are widely available in the market from AMD. The AMD Radeon R9 280 Series graphics are still gamers’ first choice, in this class, with features including, but not limited to:

  • More memory bandwidth, with 256-bit (and higher) parts
  • Beyond HD gaming experience with MSAA and AF, for superior performance
  • Smooth game play at 4K resolutions in top-10 games like DOTA2, CS:GO, TF2, LoL and more
  • Support for AMD technologies like Mantle, Eyefinity, TrueAudio (R9 285) and Freesync (R9 285)
  • A starting price of 179€ (or $179USD)

Want evidence of how AMD is powering high-performance, 4k experiences for gamers, without the high-end price tag? AMD challenged Linus Tech Tips to build a 4K Gaming PC for under $1000. Follow the link for to see how he rose to the occasion.

Dabei überrascht nicht nur, daß sich AMD zu dieser Guerilla-Aktion hat hinreißen lassen – sondern auch und vor allem, daß dies ausgerechnet gegenüber der GeForce GTX 960 geschieht, bei welcher AMDs Konkurrenzprodukte genauso angreifbar sind. Schließlich kann man zwei von drei Mäkelpunkten 1:1 auch bei AMDs Radeon R9 285 ansetzen – auch diese Karte kommt mit nur 2 GB Speicher daher und bringt keine wirkliche Performance-Verbesserung gegenüber früheren AMD-Grafikkarten mit, die ihrerseits schon länger im Markt stehen. Zudem kann man letzteren Punkt auch ganz generell auf die Radeon R200 Serie beziehen, welche zum größeren Teil aus Rebrandings und Neuauflagen der (immerhin schon seit Ende 2011 existierenden) Radeon HD 7000 Serie besteht, nur an der absoluten Leistungsspitze wird schließlich mit der Radeon R9 290 Serie etwas wirklich neues geboten.

Wieso AMD also angesichts des Punkts, daß man im Preis- und Performancefeld der GeForce GTX 960 ausgerechnet eine Radeon R9 285 stehen hat, welche nahezu dieselben Schwächen wie die neue nVidia-Grafikkarte aufweist, unbedingt sich so nahezu öffentlich bloßstellen muß, wird wohl ein Mysterium von AMDs Marketing-Abteilung bleiben. Gerade an dieser Stelle, wo AMD derzeit seine beiden 3-GB-Grafikkarten Radeon R9 280 & 280X nahezu offiziell auf "Auslauf-Status" gesetzt hat und zukünftig nur noch die mickrige 2-GB-Grafikkarte Radeon R9 285 verkaufen will, hätte man eher den Mund gehalten – oder aber wenigstens das Fortbestehen dieser 3-GB-Grafikkarten und/oder eine Radeon R9 285 mit gleich 4 GB Speicher angekündigt. So aber sieht es nur danach aus, als wolle AMD nVidia exakt jene Fehler ankreiden, welche man vor kurzem noch selber begangen (und bislang nicht korrigiert) hat.

Wirkliche Freunde macht man sich damit nicht – zum einen nicht mit einem aggressiven Umgangston, zum anderen nicht über den konkreten Sachverhalt, der nun ja nicht gerade für AMD spricht. Ob man damit mehr Grafikkarten verkauft, wäre zudem zu bezweifeln – das hängt eher an den Produkten sowie an der Strategie gegenüber den Grafikkarten-Herstellern und großen OEMs. Ein aggressives Marketing darf sicherlich erlaubt sein, aber gerade je aggressiver der Umgangston wird, um so sicher sollte man sich bei der Faktenlage sein – ansonsten rutscht man schnell in einen Bereich ab, der gegenteilige Effekte mit sich bringt. Dies dürfte in diesem Fall gut und gerne passieren und AMD wird wohl schnell begreifen, daß diese Aktion kein Ruhmesblatt war. Konzentration auf das, was man kann und was erreichbar ist, wäre wohl besser gewesen als solch ein AMD dem Spott der Szene aussetzendes Geschoß.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. Januar 2015

Laut den SweClockers (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) soll die Radeon R9 380X irgendwann im zweiten Quartal 2015 erscheinen – wobei es eher später als früher wird, also eher Frühsommer als Frühling. Zudem soll die Radeon R9 380X tatsächlich schon einen neuen Grafikchip unter Verwendung von HBM-Speicher tragen, also nicht ein Rebranding der Radeon R9 290 Serie sein (was als hypothetische Möglichkeit durch die Foren geisterte). Viel mehr konnten die SweClockers jedoch auch nicht bestätigen, der Rest ist nur ein Abriß der bekannten Vermutungen zu AMDs neuen Grafikchips und deren Möglichkeiten. Gemäß dieser neuen Meldung sieht es aber ganz danach aus, als würde AMD mit der Radeon R9 380X auf vermutlich Fiji-Basis eine wirklich neue HighEnd-Lösung vorstellen – und später im Jahr dann die Radeon R9 390X auf Bermuda-Basis in möglicherweise einem neuen Fertigungsverfahren nachschieben.

Videocardz teasern schon einmal den eigentlich erst am Donnerstag um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit zu erwartenden Launch der GeForce GTX 960 mit allen derzeit vorliegenden Informationen zur neuen Midrange-Karte von nVidia. Mit dabei ist auch eine Liste der bisher bekannten Hersteller-Modelle zur GeForce GTX 960 samt einigen neuen Benchmarks eines (ab Werk übertakteten) MSI-Modells, welche mit +11,6% zur GeForce GTX 760 bzw. +3,0% zur Radeon R9 285 absolut im Rahmen der Erwartungen ausfallen. Das Referenzmodell der GeForce GTX 960 kristallisiert sich immer mehr als nVidias Antwort auf die Radeon R9 285 heraus – mit wahrscheinlich ziemlich gleicher Performance, wobei die vielen ab Werk übertakteten Varianten dann der Radeon R9 285 wieder davonziehen dürften. Den einzigen spannenden Punkt des Listenpreises können Videocardz aber auch noch nicht beantworten – diesbezüglich wird man sich wohl überraschen lassen müssen, wie sich nVidia hierzu letztlich entscheidet.

Im Fall der GeForce GTX 970, welche Probleme mit Speicherbelegungen oberhalb von 3,5 GB zu haben scheint, haben sich bis jetzt einige neue Detailinformationen und jene Menge weiterer Forenpostings ergeben. So konnte mittels eines Meßtools nachgewiesen werden, daß die Speicherbandbreite bei der GeForce GTX 970 um ca. 500 MB früher einbricht als bei der GeForce GTX 980 – das benutzte Meßtool zeigt nirgendwo durchgehend bis 4 GB die volle Bandbreite an, dies ist aber eine Limitation des Tools, nur die relativen Unterschiede sind in diesem Fall interessant. Und jene zeigen eben bei der GeForce GTX 970 wesentlich früher an, daß der Speicher (sehr viel) langsamer wird, als dies bei der GeForce GTX 980 der Fall ist. Allerdings muß auch erwähnt werden, daß dieses Verhalten nicht auf alle Modelle der GeForce GTX 970 zutrifft, sondern nur auf einen Teil der GeForce GTX 970 Karten – wobei bislang unklar bleibt, ob sich die betroffenen Karten irgendwie eingrenzen lassen.

Was hier genau passiert und warum dies passiert, liegt dagegen weiterhin im Feld von Spekulationen. Eine gut mögliche Erklärung für das generelle Treiberverhalten an dieser Stelle spricht von einer unspezifizierten Hardware-Limitierung – wofür es zwei Ansätze von hypothetischen Erklärungen gibt (No.1 & No.2), welche derzeit aber weder bestätigt noch dementiert werden können, so lange exakte Informationen hierzu seitens nVidia fehlen. Die PC Games Hardware hat in jedem Fall im Zuge ihrer Berichterstattung das Problem an nVidia weitergeleitet, eine Antwort nVidias ist leider noch ausstehend. Generell gesprochen ist das ganze natürlich nur eine Eigenheit der GeForce GTX 970 und keinesfalls ein Rückgabegrund – gerade auch, weil die Existenz der 4 GB Grafkkartenspeicher bewiesen werden konnte und daher diesbezüglich keinesfalls eine "zugesicherte Eigenschaft" zu fehlen scheint. Daß nVidia die User aufklärt, was da läuft und warum dies so passiert, bleibt auf der anderen Seite genauso auf der Agenda.

Zur Erinnerung: Microsofts Livestream zur "Windows 10 Consumer Preview" startet am 21. Januar um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit und wird nachfolgend auch sicher in unserem Forum kommentiert werden.

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Umfrage-Auswertung: Welches PC-Spiel wird 2015 am meisten erwartet?

Die Umfrage der letzten Woche stellte die Frage nach den Spielewünschen für das Jahr 2015 – sprich, welches PC-Spiel für 2015 am meisten erwartet wird. Gegenüber dem letzten Jahr hat sich dabei die Konzentration auf einige wenige Spieletitel noch einmal deutlich verstärkt: Die Top 5 belegen für 2015 gleich 70,6% der Stimmenanteile, für das Jahr 2014 waren es nur 57,7%, für das Jahr 2013 nur 47,3%. Dies deutet zum einen darauf hin, daß für 2015 (noch) recht wenige Titel angekündigt wurden, welches wirklich breites Interesse hervorrufen – und zum anderen, daß an der Spitze einige Titel stehen, auf welche nun schon ziemlich lange teilweise sehnsüchtig gewartet wird.

Immerhin sind die Top 4 für 2015 die gleichen wie die Top 4 für 2014 – nur in leicht anderer Reihenfolge, The Witcher 3 hat mit Star Citizen den Platz getauscht. Die Stimmenanteile auch dieser Top 4 sind wiederum gestiegen – ein klarer Hinweis an die Spielepublisher, daß man die Titel doch nun endlich einmal herausbringen sollte. Dies trifft insbesondere auf GTA V zu, welches schon in der 2013er Umfrage dabei war und seinerzeit dort sogar den Spitzenplatz belegen konnte. Wenigstens diese Durststrecke dürfte sich dann ab März beenden lassen.

Sicherlich weniger erfreulich aus Spielersicht wird dagegen sein, daß nahezu alles für das Jahr 2015 genannte keine neuen Spielkonzepte darstellt, sondern direkte Fortsetzungen, Remakes und andersweitig in einer Franchise befindliche Spieletitel. Dabei werden sicherlich auch viele tolle und heiß erwartete Spiele entstehen, aber der Input über neue Konzepte & Denkweisen fehlt etwas. Gut möglich jedoch, daß dies angesichts der hohen Entwicklungskosten heutiger Spiele im Rahmen großer Spielestudios einfach nicht mehr möglich und daß dies daher zur Aufgabe des Indie-Bereichs geworden ist – wo auch heutzutage noch experimentiert werden darf und kann.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 19. Januar 2015

Zu den kürzlich notierten möglichen Preispunkten für GeForce GTX Titan II zu 1349 Dollar Listenpreis und GeForce GTX 960 zu wohl 249 Dollar Listenpreis wäre noch zu erwähnen, daß jene gerüchteweise bekannten Listenpreise unter Umständen auch nur eine Marketing-Antestung seitens nVidia sein könnten. Bei der GeForce GTX 970 & 980 operierte nVidia schließlich im Vorfeld auch mit klar höheren Listenpreisen, nur um dann wenige Tage vor Launch die Meinung noch einmal zu ändern und insbesondere die GeForce GTX 970 preislich sehr aggressiv in den Handel zu schicken. Unter Umständen haben auch die eher negativen Reaktionen, welche nVidia auf diese ersten Preisnotierungen – 399$ bzw. 599$ – erfuhr, dazu beigetragen, daß am Ende dann doch ein humaner bis guter Preispunkt – 329$ bzw. 549$ – zu GeForce GTX 970 & 980 gefunden wurde. Wenn nVidia bei den kommenden weiteren Karten ähnlich verfährt (und beispielsweise die wütenden Kommentare im PCGH-Forum liest), dann wäre nVidia für die GeForce GTX 960 ein Listenpreis von 199$ und für die GeForce GTX Titan II ein Listenpreis von 799$ angeraten – wobei letzteres ein Wunschtraum bleiben wird, unterhalb von 999$ wird nVidia keine Titan-Karte in den Markt schicken.

Angesichts des miesen Dollar/Euro-Kurses (und der deutschen Mehrwertsteuer) werden die Euro-Preise diesemal sowieso höher als die Dollar-Preise ausfallen – eine GeForce GTX 960 zu (angenommen) 199$ Listenpreis also für 210 Euro in den Handel gehen, eine GeForce GTX Titan II zu (angenommen) 999 Dollar Listenpreis dagegen gleich rund 1050 Euro kosten. Richtig günstig werden die neuen Garfikkarten leider allesamt nicht, dafür sorgt ganz automatisch der abgestürzte Dollar/Euro-Kurs sowie die Angewohnheit der Industrie, ihre weltweiten Preise in US-Dollar festzulegen. Auch die kommenden AMD-Grafikkarten werden sich mit diesem Problem herumschlagen müssen und daher (eigentlich ungerechtfertigt) teilweise möglicherweise als zu teuer im Euroraum angesehen werden. In jedem Fall gilt, daß wer vor dem Euro-Absturz im alten Jahr gekauft hat, noch richtig gut weggekommen ist – und daß normalerweise für viele Grafikkarten derzeit gewisse Euro-Preiserhöhungen im Rahmen von ca. 8-10% drohen dürften, wenn die Hersteller ihre Listenpreise wirklich verteidigen wollen.

Passend zur Frage, wann Intel denn nun endlich Marktanteile und Gewinne mit seinen Smartphone/Tablet-SoCs erzielen will, berichten TweakPC über einen seitens des chinesischen Chipdesigners Allwinner vorgestellten Smartphone/Tablet-SoCs mit vier Rechenkernen der ARM v8 Architektur (Cortex A53, 64-Bit), welcher nur 5 Dollar kosten soll. An diesem Preis werden Chipdesigner und Auftragsfertiger auch noch einmal etwas verdienen – und Intel damit eine harte Nuß vorsetzen, denn generell sind Intels Prozessoren einfach nicht für solcherart Preispunkte gebaut. Intel rühmte sich ja im Verlauf des Jahres 2014 damit, seine Smartphone-SoCs auf Preise unter 25 Dollar heruntergebracht zu haben (bei allerdings satten geschäftlichen Verlusten) – doch wie will Intel solcherart niedrige Angebote erreichen?! Möglicherweise sind Intels LowPower-Architekturen dafür noch viel zu hoch angesetzt, müsste man das ganze nochmals komplett neu designen.

Schließlich kommen inzwischen die regulären PC-Architekturen von Intel deutlicher in diese UltraLowPower-Gefilde herunter, gibt es Broadwell-U mit einer TDP von 15 Watt und den Broadwell-basierten Core M mit einer TDP von 4.5 bis 6 Watt. Und trotz daß die Chipflächen dieser Prozessoren durchaus vergleichbar mit denen von größeren Smartphone-SoCs sind, muß Intel hier die viel teurere Intel-Fertigung ansetzen – welche eben darauf ausgerichtet ist, viel leistungs- und wattstärkere PC-Prozessoren herzustellen, und nicht möglichst billig Massen an Smartphone-SoCs abzuwerfen. Unabhängig des Problem der sehr hochwertigen und damit teuren Intel-Fertigung müsste Intel für langfristige Erfolge im Smartphone/Tablet-Segment wohl aber zuerst einmal an einer neuen LowPower-Architektur arbeiten, welche bei einer TDP von sagen wir 2 Watt ihre Stärken zeigt – schon allein zur genügend großen Abgrenzung zu den LowPower-Ausführungen der PC-Architekturen von Intel.

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