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AMD Geschäftsergebnisse Q4/2018: Durchschnittliche Quartalszahlen zu gutklassigen Jahreszahlen

Chipentwickler AMD hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2018 sowie das Gesamtjahr 2018 vorgelegt. Jene sind auf das abgelaufene Quartal bezogen vergleichsweise durchschnittlich, denn mit 1419 Mio. Dollar Quartalsumsatz liegt man zwar um +5,9% über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (verglichen nach dem 2018 neu eingeführten Rechnungslegungsstandard), allerdings um deutliche -14,2% unter dem Ergebnis des Vorquartals. Bei den Gewinnen sieht es ähnlich aus: Gut gegenüber dem Vorjahreszeitraum, schlecht gegenüber dem Vorquartal. Dies wird weithin als gutes Ergebnis bewertet, wir sind uns diebezüglich allerdings nicht ganz so sicher: AMD braucht normalerweise Umsatzzahlen oberhalb von 1,5 Mrd. Dollar Quartalsumsatz – dann fährt man auch gewisse Gewinnsummen im kleinen dreistelligen Bereich ein. Geht der Umsatz hingegen unterhalb jene 1,5-Mrd-$-Marke, dann fällt auch der Gewinn in den zweistelligen Bereich ab, genau hier scheint also eine wichtige Grenze zu liegen.

Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018
Umsatz 1480 Mio. $
(neu: 1340M)
1647 Mio. $ 1756 Mio. $ 1653 Mio. $ 1419 Mio. $
Gewinn 61 Mio. $
(neu: -19M)
81 Mio. $ 116 Mio. $ 102 Mio. $ 38 Mio. $
operativer Gewinn 82 Mio. $
(neu: -2M)
120 Mio. $ 153 Mio. $ 150 Mio. $ 28 Mio. $
Für exakte Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 30. Januar 2019

In einem Gespräch mit Börsenanalysten hat AMDs CEO Lisa zum ersten Mal eine klare Terminvorgabe zu Navi getätigt, wonach der Navi-Launch noch in 2019 über die Bühne gehen soll. Entscheidend ist hierbei, das in der CEO-Aussage nicht einfach nur Navi für 2019 versprochen wurde, sondern vielmehr regelrecht der Navi-Launch direkt mit dem Jahr 2019 in Verbindung gebracht wird. Bislang war der offizielle Standpunkt seitens AMD nur, das man innerhalb dieses Jahres noch über die kommende Navi-Generation reden wollte, so erwähnt bei AMDs CES-Keynote. Natürlich war ein Navi-Launch dieses Jahr gemäß früherer Roadmaps zu erwarten, aber eine gute Annahme gegenüber einer Bestätigung seitens des CEOs sind dann doch noch zwei verschiedene Dinge. Weiterhin ist Navi aber eher denn als Produkt des zweite Halbjahres 2019 zu erwarten – mit Glück gibt es zum Sommer schon etwas, aber darauf sollte man sich angesichts von AMDs derzeitiger Konzentration auf ein möglichst erfolgreiches Abschneiden im CPU-Bereich nicht verlassen. Wie breit Navi dann in den Markt geht, ist auch noch nicht klar – das AMD hierzu allerdings das Wort "Generation" benutzte, macht Hoffnung darauf, das mehr als nur ein Navi-Grafikchip auf seine Veröffentlichung wartet.

We would see that as we go through this year and with our Radeon 7 launch, as well as our Navi launches on the gaming side.
...
In gaming, we will launch our high end Radeon 7 GPU in February, followed by our next generation Navi GPUs later in the year.
Quelle:  AMDs CEO Lisa Su am 29. Januar 2019, notiert von Seeking Alpha

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Erste unabhängige Benchmarks zur Radeon VII geleakt

Videocardz weisen auf einen vergleichsweise umfangreichen Benchmark-Leak zur Radeon VII hin, mittels welchem augenscheinlich unabhängig aufgenommene Performance-Werte unter dem 3DMark13 in den Einzeltests "FireStrike" & "TimeSpy" sowie dem Standalone-Benchmark zu Final Fantasy XV bekannt wurden. Aufgrund der Standardisierung dieser beiden Benchmarks lassen sich die hierbei erreichten Werte dann auch ganz gut mit anderen Grafikkarten vergleichen. Einen perfekten Vergleich gibt es natürlich nicht: Selbst die Graphics-Werte des 3DMark13 schwanken je nach System doch um ein paar Prozentpunkte, während in der FF15-Benchmarkdatenbank immer alle jemals mit derselben Grafikkarte erzielten Ergebnisse miteinander verrechnet werden, inklusive also auch besonders niedrigerer oder besonders hoher Werte (beispielsweise aus Übertaktung resultierend). Das ganze gibt also nur eine ungefähre Richtung an, ist aber gewiß nicht auf die genauen Differenzen festnagelbar.

Vega 64 Radeon VII RTX 2080 (FE) V64→R7 2080→R7
3DMark13 FireStrike (FullHD, Graphics) 22122 27587 26758 +25% +3%
3DMark13 FireStrike Extreme (WQHD, Graphics) 10420 13468 13071 +29% +3%
3DMark13 FireStrike Ultra (4K, Graphics) 5317 6871 6581 +28% +4%
3DMark13 TimeSpy (WQHD, Graphics) 6899 ~8700 10546 +26% -18%
Final Fantasy XV, WQHD @ Standard 6677 8321 9578 +25% -13%
Final Fantasy XV, WQHD @ HighQ 4906 5335 8001 +9% -33%
Final Fantasy XV, 4K @ Standard 3679 4683 5404 +27% -13%
Final Fantasy XV, 4K @ HighQ 2885 3420 4660 +18% -27%
Werte zum 3DMark13 seitens Videocardz (Radeon VII) bzw. Hardwareluxx (Radeon RX Vega 64 & GeForce RTX 2080), Werte zu Final Fantasy XV allesamt aus der FF15-Benchmarkdatenbank
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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. Januar 2019

Für einige Aufmerksamkeit sorgt derzeit ein Interview der Indiatimes mit dem Alienware-Mitbegründer Frank Azor, wo hierbei auch die Sprache auf zukünftige Intel-Grafikkarten und deren zu erwartender Markteinfluß gekommen ist. In der Berichterstattung hierzu wird gern ausgedrückt, das der Alienware-Mitbegründer nicht erwartet, das Intel konkurrenzfähig sein kann – nur hat jener das gemäß des originalen Interviews weder so gesagt noch so gemeint. Ganz im Gegenteil erwartet der Alienware-Mitbegründer durchaus konkurrenzfähige Intel-Grafikkarten – nur eben nicht im Performancebereich der GeForce RTX 2080 Ti. Genauer wurde dies dann nicht ausgeführt, aber es deutet wohl darauf hin, das der Alienware-Mitbegründer die anfänglichen Intel-Grafikkarten schlicht in einem niedrigeren Preis- und Performancebereich erwartet. Dies entspricht dann auch allen früheren Annahmen, das Intel sich zuerst auf eine solide Ausgangslage im Mainstream- und Midrange-Segment konzentrieren dürfte – gerade mit seinen allerersten Grafikkarten, welchen dann natürlich weitere Grafikkarten-Generationen nachfolgen sollen. Insofern wird vor allem in der Berichterstattung zu diesem Interview viel heiße Luft verbreitet – währenddessen man weiterhin erwarten darf, das Intel mit seinen eigenen Grafikkarten durchaus konkurrenzfähig antreten wird.

The challenge of besting NVIDIA and AMD's gaming performance is enormous. And it's not my expectation that that's going to happen immediately with the Intel GPU. My expectation is that Intel will come in with a good product, and it will serve its place in the market. I don't think they will best an NVIDIA GeForce RTX 2080 Ti graphics card. I think if anybody has that expectation, they're going to be disappointed. If Intel does it, that'll be amazing. But I don't think that's reasonable. I mean Intel is an extremely capable company that I'm sure will produce some really good product. But I think it's unrealistic to think that they're going to best the likes of NVIDIA or AMD immediately.
Quelle:  Frank Azor von Alienware gegenüber der Indiatimes vom 29. Januar 2019

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Das 3DCenter-Forum ist/war down

Wie zu sehen, ist war seit heute Mittag das 3DCenter-Forum nicht mehr erreichbar. Der Grund hierfür ist eine Abuse-Anzeige seitens Web Sheriff, welche der Webhoster leider treudoof ausgeführt und gleich das gesamte Forum abgeschaltet hat. Die Abuse-Anzeige bezieht sich dabei nur auf einen einzelnen Foren-Thread ("Nachrichten aus aller Welt zum Kopfschütteln") und zeigt zudem auf einen Vorgang aus dem Jahr 2015 hin.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 28. Januar 2019

Laut Fudzilla soll die Radeon VII angeblich tatsächlich ganze 650 Dollar (oder etwas mehr) in der Fertigung kosten – womit die Karte ein laufendes Minusgeschäft für AMD wäre, denn mit dem Restbetrag zum offiziellen Listenpreis von 699 Dollar sind die Distributionskosten sowie anfallende Steuern nicht wirklich zu begleichen. Allerdings scheint man bei Fudzilla keine vollständig gesicherten Daten vorliegen zu haben, das ganze ist also eher eine per-Daumen-Rechnung als denn wirklich belastbar. Danach kosten die 16 GB HBM2-Speicher gleich satte 320 Dollar (16 GB GDDR6 sind selbst nur im Großhandel für unter 190 Dollar erhältlich), der Interposer schlägt mit 100 Dollar und die Platine samt Kühlkonstruktion für 75 Dollar zu Buche, der Rest (von 155 Dollar) ist dann der Vega-20-Chip. Hierbei rechnen Fudzilla erstaunlicherweise neben den reinen Fertigungskosten auch noch Ingenieursleistungen durch AMD mit ein – obwohl solcherart Allgemeinposten in einer Liste reiner Materialkosten eigentlich nichts zu suchen haben sollten. Grundsätzlich erscheinen diese Zahlen nicht als falsch, hoffentlich liegen die realen Zahlen jeweils etwas niedriger, so das AMD nicht in der Praxis noch etwas oben drauf legen muß bei dieser am 7. Februar antretenden neuen HighEnd-Grafikkarte.

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Intel Geschäftsergebnisse Q4/2018: Stabile Jahresend-Zahlen führen zum Rekordjahr 2018

Prozessorenhersteller Intel hat seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufenen vierte Jahresquartal 2018 vorgelegt, welche gleichzeitig auch die Geschäftszahlen zum Gesamtjahr 2018 enthalten. Im vierten Jahresquartal 2018 hat Intel dabei ein auf den ersten Blick leicht wankelmütiges Ergebnis vorgelegt: Die erzielten 18,657 Mrd. Dollar Umsatz sind zwar eine Steigerung um +9,4% zum Vorjahreszeitraum, gleichzeitig aber auch ein Rückgang von -2,6% gegenüber dem Vorquartal. Die entsprechenden Zahlen zum nominellen wie operativen Gewinn sehen grundsätzlich ähnlich aus, wobei der nominelle Gewinn des vierten Quartals 2017 einen (sehr großen) Einmaleffekt enthält und deswegen kaum direkt vergleichbar ist. Allen diesen Zahlen ist letztlich zu entnehmen, daß das Weihnachtsgeschäft 2018 bei Intel nicht wirklich großartig gelaufen ist – was eigentlich genau umgedreht sein sollte, das vierte Jahresquartal steht üblicherweise noch einmal für gewisse Umsatzhöhen.

Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018
Umsatz 17053 Mio. $ 16066 Mio. $ 16962 Mio. $ 19163 Mio. $ 18657 Mio. $
Gewinn -687 Mio. $ 4454 Mio. $ 5006 Mio. $ 6398 Mio. $ 5195 Mio. $
operativer Gewinn 5395 Mio. $ 4470 Mio. $ 5273 Mio. $ 7349 Mio. $ 6224 Mio. $
Für exakte Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 26./27. Januar 2019

Der Planet 3DNow! hat sich mit den kurz- und mittelfristigen CPU-Planungen bei AMD beschäftigt und hierzu entsprechende (inoffizielle) AMD Prozessoren-Roadmaps für die Jahre 2019/20 aufgelegt. Positiverweise hat man sich hierbei an das gehalten, was über solide Informationen & Überlegungen passabel gut abgesichert ist – und nicht an das, was hochfliegende Gerüchte an utopisch vorfristigen Terminlagen versprochen haben. Zu erkennen ist anhand der beiden Roadmaps ein gewisses Grundprinzip bei AMD: Die technologisch neue Generation tritt mit Ryzen & Epyc wohl ungefähr zeitgleich an, während Threadripper als "Salvage"-Produkt von Epyc jeweils etwas später kommt. Die technologisch gleichwertigen APUs kommen dann allerdings jeweils erst im nächsten Jahr, was sich allerdings nicht in den Produktnamen ausdrückt – selbige gehen schlicht nach dem Veröffentlichungszeitraum. So kommt es auch zu der Situation, das Ryzen 3000G mit Picasso-Unterbau noch Zen+ basiert ist, die eigentliche Ryzen 3000 Serie dann Zen 2 als Unterbau haben wird – und Zen-2-basierte APUs dann allerdings (voraussichtlich) innerhalb der Ryzen 4000G Serie erst im Jahr 2020 erscheinen werden.

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Aus welcher Generation stammt die zum Spielen benutzte Grafiklösung (2019)?

Alle Jahre wieder fragen wir mit dieser Umfrage den aktuellen Stand der Verbreitung der letzten Grafikkarten-Generationen ab – und werden dies später in der Auswertung natürlich auch in Vergleich stellen mit den letzten Umfragen zum Thema vom August 2017, September 2016, November 2015, August 2014, Mai 2013, Juni 2012 sowie April 2011. Bei dieser Art Umfragen gilt zudem natürlich: Wenn mehrere zum Spielen benutzte Systeme existieren, kann und darf von diesen Systemen jeweils eine extra Stimme abgegeben werden. Damit sollen auch Zwei- und Drittsysteme erfasst werden, sofern diese (wenigstens teilweise) auch im Spieleeinsatz sind.

AMD Radeon RX Vega Serie
10% (280 Stimmen)
AMD Radeon RX 500 Serie (Polaris-Refresh)
7% (197 Stimmen)
AMD Radeon RX 400 Serie (Polaris)
8% (233 Stimmen)
AMD Radeon R300 Serie (Pirate Islands)
3% (91 Stimmen)
AMD Radeon R200 Serie (Volcanic Islands)
5% (149 Stimmen)
AMD Radeon HD 7000 Serie (Southern Islands)
3% (90 Stimmen)
AMD Radeon HD 6000 Serie (Northern Islands)
1% (21 Stimmen)
AMD Radeon HD 5000 Serie (Evergreen)
1% (23 Stimmen)
frühere AMD-Lösung DirectX 10
0% (10 Stimmen)
frühere AMD-Lösung DirectX 9 und älter
0% (2 Stimmen)
Grafiklösung eines anderen Herstellers
1% (18 Stimmen)
frühere nVidia-Lösung DirectX 9 und älter
0% (3 Stimmen)
frühere nVidia-Lösung DirectX 10
0% (6 Stimmen)
nVidia GeForce 400 Serie (Fermi)
0% (11 Stimmen)
nVidia GeForce 500 Serie (Fermi-Refresh)
1% (19 Stimmen)
nVidia GeForce 600 Serie (Kepler)
2% (56 Stimmen)
nVidia GeForce 700 Serie (Kepler-Refresh)
3% (72 Stimmen)
nVidia GeForce 900 Serie (Maxwell)
12% (336 Stimmen)
nVidia GeForce 10 Serie (Pascal)
34% (948 Stimmen)
nVidia GeForce 20 Serie (Turing)
7% (198 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 2763
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Hardware- und Nachrichten-Links des 24./25. Januar 2019

Derzeit machen erneute Spezifikationen zu den NextGen-Konsolen Xbox Scarlett & Playstation 5 die Runde, PC Games Hardware und Gadgets 360 haben die Einzelheiten. Allerdings sind die hierbei kredenzten Spezifikationen an zwei Punkten nicht wirklich glaubwürdig: Zum einen soll Microsofts Xbox Scarlett angeblich RayTracing aufbieten, Sonys Playstation 5 allerdings nicht – dies dürfte kaum passieren angesichts der Benutzung desselben Chip-Baukastens von AMD. RayTracing dürfte sowieso innerhalb der beiderseits benutzten Navi-Architektur auf Grafik-Seite nur ein "drangeklatschtes" Feature sein, wenn es denn überhaupt schon bei dieser NextGen-Generation kommt. Ergo ist hierbei nur eine halbe Software-Lösung unter Ausnutzung bereits vorhandener Hardware-Features zu erwarten – eine Auflösung, welche dann vor allem eben beiden Konsolen-Herstellern zur Verfügung stehen sollte. Das einer der beiden Konsolen-Hersteller sich vorab von AMD extra Hardware-Einheiten für RayTracing hat designen lassen, wäre hingegen ziemlich unwahrscheinlich (wenngleich nicht unmöglich). So oder so dürfte RayTracing auf dieser Spielekonsolen-Generation kaum einen größeren Sinn ergeben, sofern dafür nicht dedizierte Hardware zum Einsatz kommt.

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