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Erstes Cinebench-Resultat eines Ryzen-Prozessors zeigt auf eine überraschend hohe Zen-IPC

Auf Reddit wurde ein erstes Cinebench R15 SingleThread-Resultat eines Ryzen-Prozessors gepostet. Das Testobjekt war ein Sechskern-Prozessor mit Taktraten von 3.3/3.7 GHz, was einem Ryzen 5 1600X entsprechen sollte. Jener hat dann (nominell) auch noch das taktratensteigender XFR-Feature mit an Bord – ob jenes aktiv war, läßt sich allerdings nicht erkennen, dies bedingt zudem auch dafür passende Mainboards (X300 oder X370, eventuell auch B350, dies ist noch nicht ganz klar). Der Prozessor war wohl tatsächlich verfügbar (belegt mittels Windows-Taskmanager), dem Cinebench-Screenshot muß man leider glauben, da alleinstehend und ohne die üblichen Hardware-Notizen aufgenommen. Andererseits ist die hiermit gezeigte Ryzen SingleThread-Performance zwar richtig gut, aber auch nicht völlig neben der Spur liegend, wenn man dies mit Cinebench-Resultaten von anderen Prozessoren aus der AnandTech-Benchmarkdatenbank vergleicht:

Sandy Bridge Ivy Bridge Haswell Broadwell Skylake Ryzen
- - 181
Core i7-4790K, 4.0/4.4 GHz
- 182
Core i7-6700K, 4.0/4.2 GHz
-
135
Core i7-2600K, 3.4/3.9 GHz
143
Core i7-3770K, 3.5/3.9 GHz
154
Core i5-4690, 3.5/3.9 GHz
157
Core i7-5775C, 3.3/3.7 GHz
169
Core i5-6600, 3.3/3.9 GHz
-
- 132
Core i7-3930K, 3.2/3.8 GHz
140
Core i7-4930K, 3.4/3.9 GHz
146
Core i7-5930K, 3.5/3.7 GHz
152
Core i7-6850K, 3.6/3.8 GHz
146
Ryzen 7 1600X, 3.3/3.7 GHz

Zu betonen wäre extra noch einmal, das es sich um SingleThread-Werte handelt, welche somit (auf gleicher Taktrate) einen IPC-Vergleich zulassen – was allgemein bisher als (kleinere) Schwäche von Ryzen angesehen wird. AMDs vorherige Versprechungen gingen dabei in Richtung einer IPC-Performance auf Niveau von Sandy Bridge bis Ivy Bridge – doch dies ist augenscheinlich zu tief gegriffen, denn Ryzen kann sich sogar mit (leicht) taktstärkeren Prozessoren aus diesen früheren Intel-Generationen erfolgreich anlegen. Aufgrund der nicht vollständig gleichen Taktraten ist der Vergleich nicht gänzlich sauber zu führen, aber gemäß diesem Benchmark sieht es fast so aus, als würde Ryzen eine IPC-Performance auf dem Niveau von Haswell bis Broadwell erreichen können – und damit deutlich oberhalb der vorherigen Erwartungen herauskommen. Die Schwachstelle von AMD bei der SingleThread-Performance ist damit nicht gänzlich weg, da AMDs Ryzen-Prozessoren natürlich mit klar niedrigeren Taktraten gegenüber Intels üblichen Consumer-Prozessoren antreten.

Aber gegenüber Intels E-Modellen sieht es regelrecht gut aus, jene haben schließlich zu Ryzen vergleichbare Taktraten – und wie zu sehen nicht bedeutsam mehr IPC-Performance. Dies bedeutet beispielsweise, das selbst in schlecht optimierten Spielen AMDs Ryzen-Prozessoren zumindest nicht gegenüber Intels E-Modellen zurückliegen sollten. Sicherlich werden in diesen WorstCase-Fällen weiterhin Intels Consumer-Prozessoren aufgrund ihrer deutlich höheren Taktraten das Feld anführen – aber aufgrund der überraschend hohen Ryzen-IPC sollte auch dieser Abstand nicht gerade Welten betragen. Ryzen kann generell betrachtet natürlich nicht jeden Benchmark gewinnen und sollte diese WorstCase-Szenarien dann durch andere Benchmarks ausgleichen können, welche viele Rechenkerne gut auszulasten in der Lage sind. Der wichtige Erkenntnisgewinn dieses einzelnen Cinebench-Resultats besteht damit darin, das Ryzen auch unter unpassenden Szenarien nicht weg vom Schuß liegt – sondern sogar ziemlich ähnlich den E-Modellen von Intel herauskommt, welche diese SingleThread-Schwäche prinzipbedingt genauso in sich tragen.

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nVidia-Geschäftsergebnisse Q4/2016: nVidia eilt von Rekord zu Rekord

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das vierte Kalenderquartal 2016 sowie das Kalenderjahr 2016 vorgelegt. Abweichend vom Kalender handelt es sich bei nVidia um das vierte Geschäftsquartal 2017, laufend von November 2016 bis Januar 2017, sowie das Geschäftsjahr 2017, laufend von Februar 2016 bis Januar 2017. Die Abweichung vom Kalender ist insofern relevant, als daß nVidia somit in seinem vierten Kalenderquartal immer auch den Monat Januar mit drin hat, welcher üblicherweise mit zu den schwächsten Monaten aus Geschäftssicht zählt. Ergo muß das vierte Kalenderquartal bei nVidia nicht zwingend das beste Jahresquartal sein – was aber auch in diesem Jahr wieder erreicht wurde, nVidia steigerte mit dem vierten Kalenderquartal 2016 sogar noch einmal den sowieso schon heftigen Umsatzrekord des dritten Kalenderquartals.

Konkret lag der Umsatz erneut bei über 2 Milliarden Dollar – geht es so weiter, kann nVidia im laufenden Kalenderjahr 2017 eventuell sogar schon einen Blick in Richtung eines Jahresumsatzes von 10 Mrd. Dollar werfen, was angesichts von "nur" 5,01 Mrd. Dollar Jahresumsatz im Kalenderjahr 2015 ein sehr heftiger Sprung wäre. Mit dem erreichten Umsatz lag nVidia um +8,4% über dem Vorquartal sowie um satte +55,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der nominelle Gewinn stieg um +20,8% gegenüber dem Vorquartal sowie um +216,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der operative Gewinn hingegen um +14,7% gegenüber dem Vorquartal sowie um +190,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Grob betrachtet konnte nVidia den heftigen Umsatz- und Gewinnsprung des dritten Kalenderquartals 2016 bestätigen und mittels dieser Bestätigung die Firma auf ein nunmehr grundlegend (viel) höheres Einnahmenniveau bringen.

Q4/2015 Q1/2016 Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016
Umsatz 1401 Mio. $ 1305 Mio. $ 1428 Mio. $ 2004 Mio. $ 2173 Mio. $
Gewinn 207 Mio. $ 196 Mio. $ 253 Mio. $ 542 Mio. $ 655 Mio. $
operativer Gewinn 252 Mio. $ 245 Mio. $ 317 Mio. $ 639 Mio. $ 733 Mio. $
Für Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.

Augenscheinlich läuft exakt seit dem Erscheinen der Pascal-Generation das nVidia-Geschäft auf einem völlig neuen Level ab – und dies trotz, daß Pascal seitens AMD durchaus eine gutklassige Konkurrenz in Form der Polaris-Generation gegenübersteht. Allerdings konnte nVidia hier trotzdem durch AMDs faktischen Verzicht auf das HighEnd-Geschäft sowie durch die klar gestiegenen Grafikkarten- und Grafikchip-Preise innerhalb der 14/16nm-Generation profitieren. Hinzu kommen gute Geschäfte für nVidia in allen Nebensparten: Die Datacenter-Sparte verbuchte im vierten Kalenderquartal Einnahmen von 296 Mill. Dollar, die Tegra-Sparte 257 Mill. Dollar, die Autoelektronik-Sparte noch 128 Mill. Dollar. Hier ist zwar weiterhin kein explizites zweites Standbein in Sicht, aber nVidias Nebensparten bringen zusammengerechnet inzwischen auch nette Einnahmen. Zudem muß nVidia angesichts der aktuellen Stärke auch nicht zwingend alles auf die Entwicklung eines zweiten Standbeins setzen – dies ist ein Thema für die Konsolidisierung in eher durchschnittlichen Zeiten.

nVidia geht derzeit jedoch mit großen Schritten voran und hat gerade mit den Geschäftszahlen des Kalenderjahres 2016 den langjährigen Umsatzkorridor von um die 4 Mrd. Dollar nunmehr entgültig und klarstmöglich verlassen: Mit 6,91 Mrd. Dollar Jahresumsatz setzt man einen neuen (heftigen) Rekordwert, dies sind glatte +38% mehr als im letzten Jahr (welches ebenfalls schon einen Rekord markierte). Sofern nVidia wie gesagt die Umsatzmarke von mehr als 2 Mrd. Dollar Quartalsumsatz halten kann und zum Jahresende 2017 dann vielleicht noch etwas oben drauf legt, sind für das Kalenderjahr 2017 sogar 10 Mrd. Dollar Jahresumsatz nicht ganz außer Reichweite. Hinzu kommen die zu sehenden hochinteressanten Gewinnzahlen bei nVidia, welche auch zuletzt noch einmal heftig zugelegt haben und nVidia damit zu einem profitabelsten Unternehmen in der IT-Branche machen.

Insgesamt betrachtet setzt sich nVidia mit diesen Geschäftszahlen nunmehr klar von AMD ab: Beide Firmen lagen über die letzten Jahre hinweg grob im selben Umsatzfeld von 4-6 Mrd. Dollar Jahresumsatz, wobei AMD eher verlor und nVidia eher zulegte. Mit dem Kalenderjahr 2016 liegt nun aber erstmals ein klarer Unterschied zwischen AMD (4,3 Mrd. Dollar Jahresumsatz) und nVidia (6,9 Mrd. Dollar Jahresumsatz). nVidia droht also AMD regelrecht davonzuziehen und die größere Firma zu werden – und dies trotz der Konzentration rein auf Grafikchips, während AMD wie bekannt natürlich auch PC-Prozessoren sowie das Kombi-Produkt der Konsolenchips im Angebot hat. AMD kann in dieser Frage nur hoffen, daß deren Ryzen-Prozessoren schnellstmöglich und in einem heftigen Maß geschäftswirksam werden, damit man nVidia entsprechend hinterhereilen kann und nicht in die Rolle des klaren Dritten im Bunde gedrängt wird. nVidia hingegen muß dies alles nicht wirklich kümmern – man ist so oder so auf dem besten Weg, auch im Kalenderjahr 2017 erneut klare Geschäftsrekorde aufzustellen.

Umsatz Gewinn operativer Gewinn
2007 4,10 Mrd. $ 0,80 Mrd. $ 0,83 Mrd. $
2008 3,42 Mrd. $ -0,03 Mrd. $ -0,07 Mrd. $
2009 3,33 Mrd. $ -0,07 Mrd. $ -0,10 Mrd. $
2010 3,54 Mrd. $ 0,25 Mrd. $ 0,25 Mrd. $
2011 4,00 Mrd. $ 0,58 Mrd. $ 0,65 Mrd. $
2012 4,28 Mrd. $ 0,56 Mrd. $ 0,65 Mrd. $
2013 4,13 Mrd. $ 0,44 Mrd. $ 0,50 Mrd. $
2014 4,68 Mrd. $ 0,63 Mrd. $ 0,76 Mrd. $
2015 5,01 Mrd. $ 0,61 Mrd. $ 0,75 Mrd. $
2016 6,91 Mrd. $ 1,65 Mrd. $ 1,93 Mrd. $
Für exakte Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. Februar 2017

Videocardz notieren die verschiedenen AMD-Veranstaltungen im Rahmen der kommenden GDC 2017 (27. Februar bis 3. März, San Franciso) – die Veranstaltung zur Ryzen-Optimierung wurde dabei inzwischen fest auf den 2. März um 16:00 Ortszeit angesetzt, was dann etwas nach dem weltweiten Ryzen-Launch sein dürfte (selber Tag um 07:00 Uhr Ortszeit bzw. 16:00 deutscher Zeit). Allen anderen AMD-Veranstaltungen sind dann Grafikkarten-bezogen, wobei sich keine als mögliche Leakquelle zu zukünftigen AMD-Grafikchips besonders hervortut. Dies könnte allenfalls auf AMDs "Capsaicin & Cream" Event passieren, zu welchem AMD nun inzwischen höchstselbst das vielsagende Stichwort "Summer of Radeon" notiert. Ein minimaler Vega-Teaser sollte damit in jedem Fall drin sein – ob es mehr wird, bleibt abzuwarten, wäre aber eher doch unwahrscheinlich. AMD ist derzeit nicht im Zwang, mehr als pure Teaser für Vega herauszulassen – alle Konzentration gilt sowieso eher Ryzen, davon abgesehen ist Vega wie bekannt eben einfach noch ein paar Monate entfernt.

Breit diskutiert wird derzeit ein neuer Ryzen-Benchmark, welcher mit einem Ryzen 5 1600X Sechskern-Prozessor unter CPU-Z aufgenommen und bei Reddit gepostet wurde. Gemäß den vorliegenden Vergleichszahlen ist jener theoretische CPU-Test vergleichsweise sehr gut für Ryzen (teilweise bessere Pro/MHz-Performance als Kaby Lake), gerade wenn man die Taktraten von nur 3.3/3.7 GHz einrechnet. Allerdings könnte hierbei dann auch wieder die XFR-Funktion im Spiel gewesen sein, welche den Prozessor auch oberhalb seiner nominellen Taktraten (voll automatisch) zu übertakten in der Lage ist – je nachdem wie gut der konkrete Prozessor gekühlt ist und was sich demzufolge noch für Reserven gegenüber dem von AMD gesetzten Temperatur-Limit ergeben. Mittels dieser Funktion könnte AMD wirklich einiges hinzugewinnen – doch wie gut XFR in der Praxis läuft, können dann wohl erst die kommenden Launchtests klären. Der einzelne Benchmark-Wert unter CPU-Z ist davon abgesehen besser nicht auf die Goldwaage zu legen – dieser Benchmark ist wenig benutzt, damit existieren auch kaum Erfahrungswerte zu dessen Verläßlichkeit sowie der Ergebnis-Korrelation in Bezug auf andere Benchmarks.

Nachdem wir vor kurzem über die noch fehlenden B350/X370-basierten Ryzen-Mainboards berichtet hatten, klärt sich diese Situation nunmehr zusehens auf – einige Mainboard-Hersteller haben inzwischen entsprechende Produktfotos veröffentlicht, eine Liste der derzeit bekannten Ryzen-Mainboards auf Basis dieser beiden Mainboard-Chipsätze findet sich in unserem Forum. Besonders positiv tut sich dabei derzeit Mainboard-Hersteller Biostar hervor – nebenbei mit der indirekten Bestätigung, das der offizielle Speichersupport von Ryzen wohl auf DDR4/2667 liegen wird. Höhere Speichertaktungen sollten genauso möglich sein, liegen dann allerdings in der Verantwortung des jeweilige Mainboard-Herstellers. Wie hoch es da hinausgeht, ist noch nicht ganz klar, da hierbei natürlich vor allem die Ryzen-CPUs selber entsprechend mitspielen müssen. In jedem Fall sieht es nunmehr gut dahingehend aus, als daß die Mainboard-Hersteller zum Ryzen-Launch in gut zwei Wochen wohl entsprechend lieferbar sein sollten – zwar erst kurz vor der Angst realisiert, aber dennoch noch ausreichend zum Verkaufsstart.

Zudem bieten Biosstar auch erste Ryzen-Treiber zum Download an, darunter werden auch Ryzen-Treiber für Windows 7/8.0/8.1 jeweils unter 32-Bit und 64-Bit – was dann doch mal eine sehr positive Nachricht ist, denn damit wird sich Ryzen nun ziemlich sicher auch unter Windows 7/8 zuverlässig betreiben lassen. AMDs ganze Herumeierei zum Thema ist also dahingehend zu deuten, das AMD schlicht keinen offiziellen Support leisten will, sehr wohl aber den Mainboard- und PC-Herstellern das Thema offenläßt und jene auch mit entsprechenden Treibern unterstützt. Mag sein, das irgendwann die Treiber-Arbeit unter Windows 7/8 dann eingestellt wird – aber so lange jene Treiber zu diesem Zeitpunkt dann schon ein paar Releasenummern hinter sich haben, die gröberen Bugs damit entschwunden sind und das Performancepotential von Ryzen komplett herausgekitzelt wurde, wäre dies vollkommen ausreichend. Auf Basis dieser letztlich ja von AMD selber stammenden Treiber wäre auch der Einsatz von Ryzen im professionellen Umfeld (unter Windows 7/8) wieder denkbar, wo man sich üblicherweise nicht mit Bastellösungen zufrieden gibt – was in diesem Fall nun nicht mehr zuzutreffen scheint (all dies muß sich natürlich zuerst noch in der Praxis beweisen).

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Die Systemanforderungen zu Sniper Elite 4

Zum schon seit dem 14. Februar im Handel stehenden "Sniper Elite 4" hat Spieleentwickler Rebellion Developements noch die offiziellen PC-Systemanforderungen bekanntgegeben. Jene sehen recht biegsam aus, wenn der DirectX 11 und (wahlweise) auch DirectX 12 beherrschende Shooter-Titel auf Basis der hauseigenen Asura-Engine bereits ab einem Core i3-2100 mit 4 GB RAM und Radeon HD 7870 oder GeForce GTX 660 (allerdings mit jeweils 2 GB Grafikkartenspeicher) minimal lauffähig sein soll. Dies sind sicherlich selbst für Einsteiger-PCs schulterbare Forderungen, insbesondere auf CPU-Seite dürfte damit auch Alt-Hardware wie K10- und C2Q-basierte Prozessoren mitkommen, genauso wie AMD-APUs (jeweils ab einer gewissen Taktrate). Die Hardware-Empfehlungen legen demgegenüber mit Core i7-3770, 8 GB RAM und Radeon RX 480 oder GeForce GTX 970 zwar deutlich zu, bleiben aber dennoch absolut im Rahmen des derzeit üblichen – und sind somit von gutklassigen Midrange-Gaming-PCs wohl sogar problemlos zu schultern.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Ziel-Auflösung keine Angabe keine Angabe
Betriebssystem Windows Vista *inoffiz.*     Windows 7     Windows 8.0 *inoffiz.*     Windows 8.1     Windows 10     Linux
32/64-Bit 32-Bit     64-Bit
Prozessor AMD K10 4C  (ab ~3 GHz)
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C  (ab ~3 GHz)
Intel Core 2 Quad  (ab ~3 GHz)
Intel Core i3 (2C+HT)  (ab 3.1 GHz)
Intel Core i5 (4C)
Intel Core i7 (4C+HT)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 4C
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C  (ab ~5 GHz)
AMD Mainstream-APU 4C
Intel Core 2 Quad
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)  (ab ~4 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT)  (ab 3.4 GHz)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
RAM 4 GB 8 GB
Festplatte keine Angabe
Grafik-API DirectX 11     DirectX 12     OpenGL     Vulkan
Grafikkarte AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000ab 6970
AMD Radeon HD 7000ab 7870
AMD Radeon R200ab 265
AMD Radeon R300ab 370
AMD Radeon R400ab 460
nVidia GeForce 400ab 480
nVidia GeForce 500ab 570
nVidia GeForce 600ab 660
nVidia GeForce 700ab 760
nVidia GeForce 900ab 950SE
nVidia GeForce 1000ab 1050
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000
AMD Radeon R200ab 290X
AMD Radeon R300ab 390
AMD Radeon R400ab 480-4GB
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600
nVidia GeForce 700ab 780Ti
nVidia GeForce 900ab 970
nVidia GeForce 1000ab 1060-3GB
Grafik-RAM 2 GB keine Angabe
Anmerkung: Die angegebenen Anforderungen zu Prozessor und Grafikkarte stellen eine eigene Interpolation der offiziellen Anforderungen dar.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Februar 2017

Nordic Hardware (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) wollen aus Kreisen der taiwanesischen Grafikkarten-Hersteller einen groben Termin zur bislang vermissten GeForce GTX 1080 Ti erfahren haben: In der letzten März-Woche soll die Karte vorgestellt werden, wahrscheinlich zwischen dem 20. bis 23. März. Trifft diese Information zu, sollten sich ab Anfang März diverse Leaks ergeben, welche diese Terminlage dann indirekt bestätigen. Zu den Hardware-Daten der Karte gibt es leider dazu noch nichts neues, es gelten somit weiterhin die bisher vorliegenden Halb-Informationen. Der recht späte Start der GeForce GTX 1080 Ti deutet zudem indirekt die Möglichkeit an, das die (hypothetische) GeForce 2000 Serie entweder gar nicht oder zumindest deutlich später als gedacht erscheinen könnte. Sofern diese (für nVidia eigentlich typische) Refresh-Generation wirklich ausfällt, dürfte nVidia dann von einem zeitnahen Erscheinen der Volta-Generation vermutlich schon Anfang 2018 ausgehen. Noch läßt sich allerdings nicht ermessen, ob dies möglich sein wird bzw. ob die dafür notwendige 10nm-Fertigung wirklich derart frühzeitig bereits große Grafikchips auswerfen kann.

Anläßlich AMDs Ryzen fängt derzeit (nicht unerwartet) wieder einmal die Diskussion über Sinn und Unsinn von Achtkernern in unserem Forum an. Jene gab es schon einmal zu Bulldozer-Zeiten und auch als Intel erste Achtkerner veröffentlichte – aber AMD bringt nunmehr natürlich neuen Schwung in diese Diskussion, da mit Ryzen erstmals erschwingliche und gleichzeitig potente Achtkerner zur Verfügung stehen werden. Beide Seiten haben dabei sicherlich ihre Argumente für sich – die Gegner betonen die höheren Taktraten von reinen Vierkern-CPUs, die Beführworter zum einen den langfristigen Gewinn sowie zum anderen nicht per Benchmarks erfassbare Effekte zugunsten von Achtkern-CPUs. Am Ende dürfte hier sowieso eher die Kaufpsychologie eine große Rolle spielen: Zum vergleichbaren Preis einen Sechskerner oder Achtkerner zu erwerben, wo es bei Intel nur Vierkerner gibt, dürfte wohl mehr zählen als ein paar Prozentpunkte Performance-Differenz in dem einen oder anderen Benchmark.

Gegenüber der DigiTimes spricht der Chef des bedeutenden Auftragsherstellers Winstron von einer kommenden Krise am Notebook-Markt – und dies trotz daß ausgerechnet die Notebook-Verkäufe den PC-Markt zuletzt noch halbwegs gerettet haben und auch zukünftig weiter stabilisieren sollen. Allerdings sieht der Winstron-Chef generell keine echten Impulse am Notebook-Markt und das Produkt "Notebook" insgesamt weiterhin an andere mobile Devices – Smartphones & Tablets – verlieren. Ironischerweise sagt dies die Tablet-Sparte derzeit gerade umgedreht – dort sieht man sich an Smartphones & Notebooks verlieren. Die Auflösung des ganzen liegt wohl eher in einem insgesamt schwächeren Konsumenten-Markt, wenn es in der westlichen Welt kaum noch ernsthafte Impulse beim Wirtschaftswachstum gibt und aus den Schwellen- und Entwicklungsländern auch eher nur zurückgehende Wachstumszahlen gemeldet werden. Das wenige nominelle Wirtschaftswachstum ist dann zudem nur eher scheinbar vorhanden, gerade beim normalen Konsumenten kommt davon nicht viel bis gar nichts an.

Da sich jener Zustand nunmehr schon eine ganze Weile etabliert hat, ist mehr oder weniger aus vielen Produktmärkten jede größere Phantasie entschwunden – ohne Konsumenten und deren Einkommenszuwachs ist es immer schwer, irgendetwas voranzutreiben. Natürlich fehlt sicherlich eine aufsehenerregende neue Technologie – aber solche fallen nicht vom Himmel und kann man selbige auch schwerlich erzwingen, an solcherart Einmalereignissen sollte man sich nicht ausrichten. Damit hat der Winstron-Chef sicherlich Recht mit seiner Einschätzung zur generellen Lage: Echte Wachstumszahlen sind nicht einmal langfristig zu erwarten, womit ein sich bestenfalls nur noch seitwärts bewegendes PC-Geschäft unter den PC-Herstellern eigentlich zwangsläufig zu einer Entschlackung der Anbieteranzahl mittels Firmenpleiten und Übernahmen führen sollte. Auch die Verlagerung der eigenen Geschäfte hin zu Smartphones und Tablets wird daran nichts ändern, denn auch in diesem Markt tritt derzeit bereits eine technische Sättigung ein – und die Sättigung bei den Stückzahlen ist meistens eine Folge daraus, die dann einfach nur etwas später hinzukommen.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu Intels Kaby Lake?

Nachzureichen ist noch die Auswertung der Leserumfrage bezüglich des Ersteindrucks zu Intels Kaby-Lake-Generation vom Jahresanfang. Als klassischer Refresh hat es Kaby Lake natürlich schwer unter den 3DCenter-Lesern – die gerade einmal 12,0% positiver Ersteindruck sind jedoch ein drastischer Negativwert, welcher bislang nur bei Intels (preislich überzogenen) E-Plattformen vorkam. Wenig überraschend stimmten von den Umfrageteilnehmern mit durchschnittlichem und negativem Ersteindruck gleich 34,8% dafür, das Kaby Lake ein höheres Performance-Plus fehlt – und nochmals 50,2% sogar dafür, daß Kaby Lake schlicht und ergreifend der Effekt einer neuen Generation abgeht. Die nur 6,2% potentielle Kaufneigung bei Kaby Lake ist genauso sensationell niedrig und wurde bisher (bei den normalen Consumer-Prozessoren) nur noch von AMDs originale Bulldozer-Architektur (knapp) unterboten.

Intel ist mit seiner aktuellen Strategie der jährlich kleinen bis kleinstmöglichen Schritte damit in einem deutlichen Negativtrend zu sehen, wenn Sandy Bridge seinerzeit noch auf 75,9% Zustimmungsrate kam und es danach immer weiter abwärts ging: Ivy Bridge bei 40,5%, Haswell bei 15,6%, Skylake bei 24,9% und nunmehr Kaby Lake bei nur noch 12,0%. Wahrscheinlich dürfte Intel diesen Negativtrend selber schon erkannt haben – nur sind heutzutage kurzfristige Roadmap-Änderungen eigentlich gar nicht mehr möglich, selbst simple neue Taktraten-Stufen erfordern schon Wochen der zusätzlichen Evaluierung. Intel muß jetzt erst einmal die Suppe auslöffeln, welche man über die letzten Jahre selber gebraut hat – und kann normalerweise erst mit den kommenden CPU-Generationen wieder neue Scheite ins Feuer schieben. Für den Massenmarkt wird dies dennoch ausreichend sein, jenen hat Intel ausreichend fest im Griff, womit für weiterhin solide Intel-Geschäfte gesorgt sein wird. Im Enthusiasten-Markt hingegen ist der Wind der Veränderung auch über diese Umfrage inzwischen deutlich spürbar.

positiv durchschnittlich negativ Kaufinteresse
AMD Bobcat 71,3% 18,2% 10,5% ?
AMD Temash & Kabini 68,5% 19,4% 12,1% 51,3%
AMD Llano 57,9% 26,8% 15,3% 41,6%
AMD Trinity (Mobile) 50,9% 28,8% 20,3% 42,1%
AMD Richland 47,7% 34,7% 17,6% 27,4%
AMD Kaveri 53,1% 32,4% 14,5% 35,5%
AMD Bulldozer 6,8% 26,5% 66,7% 5,6%
AMD Vishera 28,2% 44,6% 27,2% 17,8%
Intel Sandy Bridge 75,9% 14,4% 9,7% 51,4%
Intel Ivy Bridge 40,5% 43,5% 16,0% 27,3%
Intel Ivy Bridge E 13,3% 39,6% 47,1% 3,6%
Intel Haswell 15,6% 46,3% 38,1% 9,8%
Intel Haswell-E 42,0% 36,3% 21,7% 13,5%
Intel Skylake 24,9% 47,8% 27,3% 16,6%
Intel Broadwell-E 16,0% 35,7% 48,3% 3,1%
Intel Kaby Lake 12,0% 45,3% 42,7% 6,2%
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