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nVidia soll mit "Ampere" einen Performance-Sprung von +70-75% (im HPC-Bereich) bringen

Weit beachtet wird derzeit eine Meldung seitens The Next Platform (via Videocardz), welche sich mit dem kommenden "Big Red 200" Supercomputer der Indiana University in Bloomington (USA) beschäftigt. Jener Supercomputer wird derzeit aufgebaut und beinhaltet in einem ersten Schritt 672 Dual-Socket Nodes mit AMD "Rome" Epyc 7742 Prozessoren, sprich es geht mit der netten Nummer von 86'016 CPU-Kernen los. In der zweiten Phase, welche im Sommer startet, kommen weitere AMD-Prozessoren sowie Grafik-Beschleuniger aus einer neuen nVidia-Generation hinzu. Zu jener wurden offiziell weder Roß noch Reiter genannt, aber es ist klar, das es sich hierbei um HPC-Lösungen basierend auf nVidias Ampere-Architektur handelt. Ursprünglich war jener "Red 200" Supercomputer noch auf Volta-Basis (mit Tesla V100 HPC-Beschleunigern) gedacht, nun aber wird eine etwas kleinere Anzahl an Ampere-Grafiklösungen eingesetzt, um allerdings dennoch die insgesamte Rechenleistung von 5,9 auf knapp 8 PetaFlops zu steigern. Die entscheidende Information hierzu steht nur im Nebensatz, ist aber um so spannender:

The newer silicon is expected to deliver 70 percent to 75 percent more performance than that of the current generation.
Quelle:  The Next Platform über die Grafik-Beschleuniger des "Red 200" Supercomputers, vom 30. Januar 2020

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Hardware- und Nachrichten-Links des 31. Januar 2020

Die ComputerBase hat sich fünf Herstellerdesigns zur Radeon RX 5600 XT angesehen. Samt den zumeist zusätzlich gebotenenen Silent-BIOSen sowie der (simulierten) Referenz-Taktung kommt hierbei ein ganz guter Überblick darüber hinaus, was bei der Radeon RX 5600 XT mit verschiedenen Taktraten und Power-Limits möglich ist. Dabei wäre einzurechen, das jener ComputerBase-Test eine etwas undurchschnittliche Performance-Skalierung aufweist: Zwischen Referenz-Taktung und Sapphire Pulse liegen hier nur +7,3%, im Schnitt der Launchreviews waren es allerdings gleich +11,3%. Damit können also andere Tests zum gleichen Thema noch etwas größere Performance-Abstände aufzeigen – an den Relationen selber sollte sich allerdings nichts ändern. Die nachfolgende Auflistung wurde dann nach der Höhe der jeweiligen ASIC-Power geordnet, den eigentlichen Unterschied macht allerdings der höhere Speichertakt aus – liegt selbiger an, dann zieht die entsprechende Karte automatisch den Karten mit niedrigeren Speichertakt davon.

Chiptakt Speichert. ASIC-Power FHD-Perf. Verbrauch Lautstärke
AMD Radeon RX 5600 XT (Ref.) 1130/1375/1560 MHz 12 Gbps 130W 100% 146W -
Asus TUF Gaming X3 @ Silent-BIOS 1235/1460/1620 MHz 12 Gbps 135W 101,3% 154W 31,5 dB(A)
PowerColor Red Dragon @ Silent-BIOS 1235/1460/1620 MHz 12 Gbps 135W 102,9% 156W 32,5 dB(A)
Sapphire Pulse @ Silent-BIOS 1235/1460/1620 MHz 12 Gbps 135W 101,6% 147W 30,0 dB(A)
PowerColor Red Devil @ Silent-BIOS 1280/1495/1620 MHz 14 Gbps 140W 107,1% 161W 30,0 dB(A)
PowerColor Red Dragon 1355/1560/1620 MHz 14 Gbps 150W 107,3% 168W 35,5 dB(A)
Asus TUF Gaming X3 1420/1615/1750 MHz 12 Gbps 150W 101,6% 158W 39,5 dB(A)
Sapphire Pulse 1420/1615/1750 MHz 14 Gbps 160W 107,3% 165W 31,5 dB(A)
PowerColor Red Devil 1475/1660/1750 MHz 14 Gbps 170W 107,3% 168W 33,0 dB(A)
Gigabyte Gaming OC 1530/1670/1750 MHz 14 Gbps 180W 107,8% 168W 36,0 dB(A)
gemäß den Ausführungen der ComputerBase
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Umfrage-Auswertung: Welche neue Hardware wird im Jahr 2020 am meisten erwartet?

Mit einer Umfrage von Mitte Januar wurde die Fragestellung nach der am meisten im Jahr 2020 erwarteten Hardware aufgeworfen, basierend auf dem vorhergehenden Vorschau-Artikel zur Hardware des Jahres 2020. Dabei standen einige interessante Hardware-Projekte von allen drei wichtigen Chip-Entwicklern sowie seit einigen Jahren auch mal wieder neue Spielekonsolen-Projekte zur Auswahl, waren also durchaus gute Wahlmöglichkeiten gegeben. Das Interesse der Umfrageteilnehmer verteilte sich dann relativ klar zwischen drei dominanten Hardware-Projekten, zwei mittelprächtig bewerteten Projekten und drei nur sehr schwach goutierten Projekten. Somit gab es zwar Vielfalt in der Stimmabgabe ohne klare Dominanz eines einzelnen Hardware-Projekts – allerdings dennoch klare Favoriten, welche den Löwenanteil der abgegeben Stimmen auf sich vereinten.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 30. Januar 2020

Bei Igor's Lab sowie der GameStar hat man sich mit dem Effekt von PCI Express 4.0 auf heutigen AMD-Grafikkarten beschäftigt – wobei die GameStar hierzu auch Spiele-Benchmarks der Radeon RX 5700 XT sowie der Radeon RX 5500 XT in ihren beiden Speicherbestückungen aufbietet. Jene Benchmarks sind nicht gänzlich eindeutig, zeigen aber dennoch gewisse Tendenzen an: So stört die Radeon RX 5700 XT sich kaum an einer unterschiedlichen PCI-Express-Bandbreite – die Karte wird also auch mit PCI Express 3.0 nahezu bestmöglich betrieben. Selbst auf der Radeon RX 5500 XT mit 8 GB Speicher bleiben die Differenzen in einem handelbaren Feld, trotz dass der hier zugrundeliegende Navi-14-Chip wie bekannt nur 8 PCI Express Lanes aufbietet. Bei beiden vorgenannten Grafikkarten ist zudem der Effekt zu sehen, das wenn jene (unter höheren Auflösungen) in reine Grafikkarten-Limitierungen kommen, die PCI-Express-Bandbreite immer weniger zählt.

FullHD WQHD UltraHD
PCIe 4.0     PCIe 3.0 PCIe 4.0     PCIe 3.0 PCIe 4.0     PCIe 3.0
Radeon RX 5700 XT 8GB 100%     99,6%  (-0,4%) 100%     98,7%  (-1,3%) 100%     99,8%  (-0,2%)
ASRock Radeon RX 5500 XT Challenger 8GB 61,5%     59,5%  (-3,2%) 57,2%     56,4%  (-1,3%) - -
Sapphire Radeon RX 5500 XT Pulse 4GB 53,9%     46,5%  (-13,6%) 45,5%     38,0%  (-16,7%) - -
gemäß den Ausführungen von GameStar unter 6 Benchmarks
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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. Januar 2020

Weit beachtet werden derzeit die Aussagen von AMDs CEO Lisa Su zur Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen, welche die kommenden Grafik-Aktiviäten von AMD betreffen: Jene versprechen für das Jahr 2020 einen Refresh der bestehenden RDNA-basierten Produkte sowie neue Produkte basierend auf einer "NextGen RDNA-Architektur". Damit wird dann nochmals ganz klar bestätigt, das im Jahr 2020 ein weiterer Architektur-Sprung bei AMD stattfindet, allerhöchstwahrscheinlich dann auf RDNA2 – denn andere Möglichkeiten läßt die diesbezügliche AMD-Roadmap eigentlich nicht zu. Die Sache mit dem Refresh der aktuellen RDNA1-Beschleuniger kam in der Berichterstattung hierzu dann teilweise in den falschen Hals: Denn ein Refresh im Sinne eines Produkt-Anbieters wie AMD muß eben nicht auf Basis neuer Technik (sprich neuer Chips) stattfinden, sondern kann auch einfach nur neue, schnellere Grafikkarten-Varianten auf Basis vorhandener Chips bedeuten.

In 2019, we launched our new architecture in GPUs, it's the RDNA architecture, and that was the Navi based products. You should expect that those will be refreshed in 2020 – and we'll have a next generation RDNA architecture that will be part of our 2020 lineup. So we're pretty excited about that, and we'll talk more about that at our financial analyst day. On the data center GPU side, you should also expect that we'll have some new products in the second half of this year.
Quelle:  AMDs CEO Lisa Su im Conference Call zu den AMD-Quartalszahlen Q4/2019, notiert von AnandTech am 28. Januar 2020

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Die AMD-Geschäftsergebnisse im vierten Quartal 2019

Nach Intel hat nun auch Chipentwickler AMD seine Geschäftszahlen für das abgelaufene vierte Jahresquartal 2019 sowie das Gesamtjahr 2019 vorgelegt. Dabei konnte AMD jeweils Umsatzrekorde feiern: Im vierten Quartal 2019 ging der Quartalsumsatz erstmals auf über 2 Mrd. Dollar hinauf, mit 2,13 Mrd. Dollar erlöste man immerhin +18,1% als im Vorquartal sowie stattliche +50% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der nominelle wie auch der operative Gewinn legen dabei regelrecht satt zu: +42% bzw. +108% zum Vorquartal sowie +347% bzw. +1143% zum Vorjahreszeitraum. AMD streicht nun also endlich den Lohn all der Mühen rund um die Zen-Architektur ein, mittels welcher AMD nunmehr seit fast drei Jahren konkurrenzfähige bis überlegene Produkte aufbietet – welche dennoch aber erst nach und nach vom Markt angenommen werden.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 27./28. Januar 2020

Eine über einen 3DMark-Eintrag neu entdeckte AMD-APU heizt ausgehend von Reddit die Spekulationen darüber an, was sich darunter verbergen könnte: Ein neues Spezial-Projekt von AMD wie seinerzeit die Subor-APU – oder doch die kleine Schwester zur Xbox Series X NextGen-Spielekonsole? Zu jener wurde lange Zeit von zwei Konsolen-Versionen geredet, dies ist erst zuletzt zugunsten einer einheitlichen Konsolen-Version etwas in den Hintergrund getreten. Aber natürlich kann Microsoft trotzdem daran gearbeitet haben, gerade da die gewählte Namensgebung der neuen Konsole (als "Serie") dies glasklar offenläßt bzw. das große Modell "Xbox Series X" bezüglich der kolportierten Hardware-Daten beachtbar vor Sonys Konkurrenzprojekt PS5 liegt. Doch sollte es sich bei dieser neu entdeckten AMD-APU tatsächlich um die Hardware der kleineren NextGen-Xbox handeln, würde dies einen guten Fingerzeig auf die dahinterstehende Idee geben: Die kleinere NextGen-Xbox nicht als Streaming-Konsole mit nur geringfügiger Grafik-Power – sondern vermutlich eher als nur mittelprächtig abgespeckte Lösung zur (eigenen) Darstellung wenigstens der FullHD-Auflösung.

Playstation 5 Xbox Series X
Prozessor Zen 2, 8C/16T Zen 2, 8C/16T
Grafiklösung RDNA2, 36 Shader-Cluster @ 2 GHz RDNA2, 56 Shader-Cluster @ 1675 MHz
Interface 256 Bit GDDR6 @ 3500 MHz ? Bit GDDR6
Rohleistungen 9,2 TFlops @ 448 GB/sec 12,0 TFlops & 560 GB/sec
basierend auf einem früheren Leak bei 'Github', gesichert seitens Golem
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Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Radeon RX 5600 XT?

Positiver Ersteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
17% (150 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung (bzw. schon gekauft).
7% (61 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, aber preislich außerhalb meiner Interessenlage.
5% (43 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, die 6 GB Speicher sind generell zu knapp.
27% (240 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, die Preise sind (noch) nicht konkurrenzfähig.
11% (98 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, der Wirrwarr um Taktraten & weit auseinandergehende Performance turnt ab.
8% (72 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, aus anderem Grund.
2% (20 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, die 6 GB Speicher sind generell zu knapp.
9% (83 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, die Preise sind (noch) nicht konkurrenzfähig.
4% (34 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, der Wirrwarr um Taktraten & weit auseinandergehende Performance turnt ab.
6% (51 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, aus anderem Grund.
3% (29 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 881
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Neuer Artikel: Launch-Analyse AMD Radeon RX 5600 XT

Mit der Radeon RX 5600 XT bringt AMD den erwartenden Lückenfüller zwischen den Radeon RX 5500 und Radeon RX 5700 Serien – welche einfach zu weit auseinander liegen und damit den wichtigen Preisbereich im oberen Midrange-Segment (von 250-300 Euro) bislang ohne Navi-basiertes Angebot belassen haben. Dabei hat AMD für die Radeon RX 5600 XT keinen extra Grafikchip aufgelegt, sondern bemüht erneut eine Abspeckung des Navi-10-Chips – wie schon bei der Radeon RX 5700, welcher die Radeon RX 5600 XT dabei ziemlich nahekommt. Wo dann doch die Differenzen liegen, wo sich die Radeon RX 5600 XT im allgemeinen Performance-Feld einordnen kann und welchen Effekt die kurz vor Launch noch angesetzte (partielle) Spezifikation-Änderung hat, soll nachfolgend anhand der Auswertung der verschiedenen Launch-Reviews zur Radeon RX 5600 XT dargelegt werden ... zum Artikel.

GeForce RTX 2060 Radeon RX 5600 XT Sapphire 5600 XT Pulse Radeon RX 5700
Speichermenge 6 GB 6 GB 6 GB 8 GB
FHD-Performance 100% 93,0% 103,5% 109,8%
Stromverbrauch 160W 133W 164W 175W
Spielebundle derzeit keines drei Monate Zugang zum "Xbox Game Pass für PC"
Straßenpreis 300-340 Euro 300-320 Euro ab 300 Euro 370-400 Euro
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Hardware- und Nachrichten-Links des 25./26. Januar 2020

In der Frage der (kürzlich schon dargelegten) Herstellerkarten-Spezifikationen zur Radeon RX 5600 XT gibt es selbst bei einigen Herstellern noch widersprüchliche Angaben: So notiert Gigabyte seine "Radeon RX 5600 XT Gaming OC" auf der Produkt-Webseite nach wie vor mit ?/1560/1620/3000 MHz, allein der Blick in den Download-Bereich zeigt auf ein neues BIOS mit Taktraten von ?/1670/1750/3500 MHz hin. Noch kurioser ist es bei XFX: Die Produkt-Webseiten aller drei Radeon RX 5600 XT dieses Herstellers zeigen groß einen Speichertakt von 3000 MHz (12 Gbps) an – in den vollständigen Spezifikations-Listen steht dann aber durchgängig 14 Gbps (3500 MHz). Die eigentliche Ironie ist dabei, das beide Angaben falsch sind – weder haben alle XFX-Karten durchgehend den höheren als auch den niedrigeren Speichertakt. Gemäß der vorliegenden Hardwaretests bei Bjorn3D & Modders Inc. hat die XFX Radeon RX 5600 XT Thicc II Pro den niedrigeren Speichertakt, die XFX Radeon RX 5600 XT Thicc III Ultra laut Guru3D hingegen den höheren Speichertakt.

Game/max.Boost Kartenmodelle @ 12 Gbps Kartenmodelle @ 14 Gbps
1375/1560 MHz MSI Mech -
1420/1600 MHz MSI Gaming -
1460/1620 MHz Gigabyte Windforce OC, MSI Mech OC -
1560/1620 MHz PowerColor Std., XFX Thicc II Pro PowerColor Red Dragon
1615/1750 MHz ASRock Challenger, ASRock Phantom Gaming D2, Asus TUF Gaming X3, MSI Gaming X, XFX Thicc III Pro MSI Gaming Z, Sapphire Pulse
1660/1750 MHz - PowerColor Red Devil, XFX Thicc III Ultra
1670/1750 MHz ASRock Phantom Gaming D3, Asus Strix OC Asus Strix Top, Gigabyte Gaming OC
Angaben gemäß der jeweiligen Hersteller-Webseiten am 23. Januar 2020, aktualisiert am 26. Januar 2020
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