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Launch der Radeon RX 6700 XT: Die Launchreviews gehen online

Mit der Radeon RX 6700 XT tritt am morgigen Donnerstag die nunmehr vierte Grafikkarte der RDNA2-Generation und die erste basierend auf dem "Navi 22" Grafikchips an, die Launchreviews dürfen allerdings schon heute starten. Der zugrundeliegende Navi-22-Chip bringt mit 40 Shader-Clustern zwar nominell nur die Hälfte der Recheneinheiten des größeren Navi-21-Chips der Radeon RX 6800/6900 Serie mit sich, will dies jedoch über höhere Taktraten, einen maßvoller beschnittenen Infinite Cache sowie ein maßvoller gekürztes Speicherinterface (im Rahmen der Möglichkeiten) egalisieren. AMD peilt laut der eigenen Vorgabe mit der Radeon RX 6700 XT immerhin die Performance der GeForce RTX 3070 an, demzufolge gab es auch eine recht hohe Preisansetzung von immerhin 479 Dollar (Listenpreis). Inwiefern die Radeon RX 6700 XT diese AMD-Vorgabe in der Realität unabhängiger Benchmarks erfüllen kann, darüber geben die nachfolgend verlinkten Launchreviews der Hardwaretester erschöpfend Auskunft, kann in unserem Forum diskutiert werden und wird schließlich die später an dieser Stelle erscheinende Launch-Analyse zum Launch der Radeon RX 6700 XT noch einmal zusammenfassend darlegen.

Technik Listenpreis Release
Radeon RX 6900 XT Navi 21 XTX, 80 CU @ 256 Bit, 16 GB GDDR6 $999 8. Dezember 2020
Radeon RX 6800 XT Navi 21 XT, 72 CU @ 256 Bit, 16 GB GDDR6 $649 18. November 2020
Radeon RX 6800 Navi 21 XL, 60 CU @ 256 Bit, 16 GB GDDR6 $579 18. November 2020
Radeon RX 6700 XT Navi 22 XT, 40 CU @ 192 Bit, 12 GB GDDR6 $479 18. März 2021
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. März 2021

Gewichtiges Daten-Material zur Frage der unter kleineren CPUs schwächelnden nVidia-Grafikkarten liefert die PC Games Hardware mittels eines expliziten Tests des CPU-Limits auf Radeon RX 6900 XT und GeForce RTX 3090 unter gleich 19 Spieletiteln. Mit der Ansicht der Einzel-Benchmarks dieses Artikels (leider ohne die jeweils benutzte Grafik-API notiert, teilweise liefert ein anderer PCGH-Artikel hierzu die fehlenden Hintergründe) ergibt sich schon der gesuchte "rauchende Colt", die nachfolgende Zusammenfassung der vorliegenden Benchmarks macht es eindeutig: nVidia hat ganz deutlich ein Problem mit dem CPU-Limit speziell unter DirectX-12-Titeln – jenes liegt klar höher als bei vergleichbar schnellen AMD-Grafikkarten. Denn es ergibt sich mit diesen Benchmarks eine extrem augenscheinliche Diskrepanz je nach benutzter Grafik-API: Unter DirectX 11 liegt die nVidia-Karte mit +11,5% vorn, unter DirectX 12 hingegen die AMD-Karte mit (ähnlich hohen) +10,6%.

Radeon RX 6900 XT GeForce RTX 3090
Schnitt aller Benchmarks auf 1280x720 ( 19 Tests) 100% 101,7%
Schnitt nur unter DirectX 11  (8 Tests) 100% 111,5%
Schnitt nur unter Vulkan  (3 Tests) 100% 109,0%
Schnitt nur unter DirectX 12  (8 Tests) 100% 90,4%
gemäß der Ausarbeitung der PC Games Hardware mit einem Ryzen 3 3100
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AMD stellt "Zen 3" für den Server-Bereich vor, erste unabhängige Benchmarks erschienen

Golem, Heise und ComputerBase berichten über die offizielle Vorstellung von AMDs Epyc 7003, den Server-Prozessoren mit Codename "Milan" basierend auf der Zen-3-Architektur. Von AnandTech, Hexus sowie Phoronix kommen sogar schon unabhängige Benchmarks zu Epyc 7003, wobei sich erstere auf SPEC-Werte konzentriert haben, letztere beiderseits verschiedene Anwendungs- und Server-Benchmarks durchlaufen lassen haben. Jene zeigen den schnellsten Zen-3-basierten Server-Prozessor "Epyc 7763" (in typischer 2P-Ansetzung) bei Hexus um +90% vor dem schnellsten Intel Server-Prozessor "Xeon 8280" liegend, im umfangreicheren wie tiefgehenderen Testfeld von Phoronix sind es dagegen noch +47%.

2x Xeon 8280 2x Epyc 7742 2x Epyc 7713 2x Epyc 7763
Hardware Cascade Lake, 2x 28C/56T, 2x 205W, 2x $10009 Zen 2, 2x 64C/128T, 2x 225W, 2x $6950 Zen 3, 2x 64C/128T, 2x 225W, 2x $7060 Zen 3, 2x 64C/128T, 2x 280W, 2x $7890
SPECint2017 216,7  (53,6%) 404,6  (100%) 454,2  (112,3%) 512,2  (126,6%)
SPECfp2017 209,8  (55,7%) 376,8  (100%) 378,6  (100,5%) 426,8  (113,3%)
Hexus-Test 58,7% 100% - 111,4%
Phoronix-Test 84,3% 100% 117,5% 123,6%
gemäß den Benchmarks von AnandTech (SPEC2017), Hexus (8 CPU-Tests, ohne "Sysbench", Datenbank-Tests zusammengefasst zu einem Wert) & Phoronix (Artikel-eigener Index aus dutzenden CPU-Tests, normiert auf den Epyc 7742)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. März 2021

In der Frage der möglichen Schwäche von nVidia-Grafikkarten unter kleineren CPUs kommt von Igor's Lab ein gewichtiger Debatten-Beitrag, welcher die Zielrichtung der Problematik eventuell verändert: Dabei deuten die dort angestellten Benchmarks unter "Horizon Zero Dawn" eher auf eine generelle Schwäche von nVidia-Grafikkarten unter kleineren Auflösungen hin. Damit würde die Problematik weiterhin CPU-bezogen bleiben, sich aber nicht nur auf kleinere Prozessoren-Modelle beschränken. So zeigte sich zum einen eine GeForce RTX 3090 gegenüber der Radeon RX 6900 XT unter einem potenten Achtkern-Prozessor erst unter der 4K-Auflösung überlegen, unter FullHD und 720p gewinnt hingegen die AMD-Karte. Jene Auflösungsskalierung geht sogar so weit, dass nominell deutlich schnellere nVidia-Grafikkarten unter 720p gegenüber langsameren AMD-Karten zurückstecken müssen, wie im Vergleichs von GeForce RTX 3060 Ti gegen Radeon RX 5700 XT:

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Systemanforderungen, Benchmarks und Grafikkarten-Empfehlungen zu "The Medium"

Erstaunlich wenige Benchmark-Artikel gibt es zum Psycho-Horrorspiel "The Medium", obwohl sich entsprechende Betrachtungen der Technik-Seite doch geradezu aufdrängen. Denn das am 28. Januar 2021 bei Steam, Epic & GOG in den Handel gegangene Spiel der polnischen Entwickler "Bloober Team" arbeitet intern ständig mit zwei Spiel-Welten, welche teilweise sogar gleichzeitig auf dem Monitor zu sehen sind. Zwar ergibt dies keine größeren zu bewältigenden Pixelmengen, aber dennoch einen erheblichen höheren Verwaltungs- sowie Speicheraufwand – was sich auch in beachtbar hohen offiziellen Hardware-Anforderungen niederschlägt. Dabei geht man beim Minimum sogar etwas über das für die Spiele-Generation 2020/21 kürzlich definierte Niveau heraus – schon minimal eine Radeon R9 390X oder GeForce GTX 1060 (augenscheinlich in der 6GB-Ausführung) liest man sicherlich nicht aller Tage. Als Bonus oben drauf unterstützt der unter der Unreal Engine 4 laufende Titel auch noch RayTracing für AMD- und nVidia-Hardware sowie DLSS auf letzterer.

offizielle PC-Systemanforderungen zu "The Medium"
Minimum Empfohlen "High" "Ultra"
gedacht für 1080p @ "Low", 30 fps 1080p @ "Medium", 30 fps 1440p @ "High", 30 fps 2160p @ "High", 30 fps
allgemein Windows 10 64-Bit, DirectX 11 (DirectX 12 für RayTracing), 50 GB Festplatten-Platzbedarf (SSD empfohlen)
Prozessor Core i5-6600 oder "Ryzen 5" Core i5-9600 oder Ryzen 7 3700X Core i5-9600 oder Ryzen 7 3700X Core i7-9700 oder Ryzen 7 3700X
Speicher 8 GB RAM 16 GB RAM 16 GB RAM 16 GB RAM
Grafikkarte GeForce GTX 1060, GeForce GTX 1650 Super oder Radeon R9 390X GeForce GTX 1660 Super oder Radeon RX 5600 XT GeForce RTX 2060 Super oder Radeon RX 5700 XT GeForce RTX 2080, GeForce RTX 3060 Ti oder Radeon RX 6800
Gfx RayTracing - GeForce RTX 2060 Super oder Radeon RX 6800 GeForce RTX 2080, GeForce RTX 3060 Ti oder Radeon RX 6800 GeForce RTX 3080 oder Radeon RX 6800 XT
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Hardware- und Nachrichten-Links des 13./14. März 2021

AnandTech haben ihren Vorab-Test zum Core i7-11700K mittels eines neuen Mainboard-BIOS mit neuerem Microcode zugunsten von Rocket Lake aktualisiert. Hierbei ergaben sich trotz umfangreichem Testfeld nicht unbeachtliche Performancegewinne von durchschnittlich +1,2% unter Anwendungen, +2,2% unter Singlethread, +2,1% unter Spielen sowie +3,7% unter Spielen auf (CPU-limitiert) niedrigstmöglicher Auflösung. Dies sind keine Bäume ausreißenden Zugewinne, aber nur für ein neues BIOS-Update gar nicht einmal schlecht – welches zudem auch noch nicht das finale BIOS für den Rocket-Lake-Launch zum Monatsende sein muß. Der große Durchbruch gegenüber AMDs Zen 3 wird hiermit natürlich nicht erzielt – und ist auch nicht mehr zu erwarten, so hochfliegendes Potential haben BIOS-Updates dann auch wieder nicht. Daneben wurde auch die Frage zum Takt des Speichercontrollers beantwortet: Jener lief durchgehend im Verhältnis 1:1, trotz dass Intels eigene Spezifikations-Folie für den Core i7-11700K unter DDR4/3200 eigentlich eine Takthalbierung vorsieht.

Core i9-9900KS Core i7-10700K Core i7-11700K Ryzen 7 5800X
Hardware CFL-R, 8C/16T, 4.0/5.0 GHz CML, 8C/16T, 3.8/5.1 GHz RKL, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz
Anwendungs-Performance 100,3% 100% 108,8% (altes BIOS: 107,5%) 115,8%
Singlethread-Performance 98,6% 100% 129,4% (altes BIOS: 126,6%) 120,2%
Spiele-Perf. FHD 5% perc. 103,0% 100% 102,4% (altes BIOS: 100,3%) 104,1%
Spiele-Perf. lowP/lowQ 104,7% 100% 104,5% (altes BIOS: 100,8%) 123,0%
"Spiele-Perf. FHD 5% perc." = FullHD, bestmögliche Qualität, 5% percentile fps ... "Spiele-Perf. lowP/lowQ" = niedrigstmögliche Auflösung (360p-768p), niedrigstmögliche Qualität, average fps ... gemäß der Ausführungen von AnandTech unter 21 Anwendungs-, 3 Singlethread- und 11 Spiele-Tests (ausgenommen: 3D Particle Movement mit AVX, AI Benchmark, DigiCortex & SPEC2017)
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Neuer Artikel: Schwächeln nVidia-Grafikkarten mit kleineren Prozessoren?

Von Hardware Unboxed kommt ein derzeit vielbeachtetes wie auch vieldiskutiertes YouTube-Video, welches womöglich auf Performance-Probleme von nVidia-Grafikkarten mit kleineren Prozessoren hindeutet. Diese Kombination wird selten getestet (vor allem nicht vergleichend), womit eine solche Problematik durchaus unerkannt durchrutschen könnte. Für ihren Test haben sich Hardware Unboxed primär auf "Watch Dogs: Legion" konzentriert, welches unter der FullHD-Einstellung mit "Medium"-Bildqualitätspreset dann schon in erheblichen Maßstab an der CPU-Performance hängt, womit sich Leistungsunterschiede verschiedener Prozessoren gut darstellen lassen. Die allererste im Video gezeigte Benchmark-Grafik liefert umgehend den Blick auf das Ärgernis: Die nominell viel schnellere GeForce RTX 3090 ist mit langsameren Prozessoren beachtbar langsamer als eine Radeon RX 5700 XT oder gar eine Radeon RX 5600 XT ... zum Artikel.

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