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Umfrage-Auswertung: Was ist eine vernünftige Anzahl an CPU-Kernen im Notebook?

Mittels einer Umfrage von Ende März wurde (unter dem Eindruck der nunmehr veröffentlichten Sechskern-Prozessoren für Notebooks) abgefragt, welche Anzahl an CPU-Kernen im Notebook einem vernünftigen Maß entspricht. In der Fragestellung wurde dabei extra betont, das es hierbei nicht um das noch sinnvolle "Maximum" geht – sondern eher um das niedrigste Maß, bei welchem man sich jedoch noch als "gut ausgerüstet" beschreiben kann. Insofern erstaunt etwas die klare Tendenz der Umfrage-Ergebnisse weg von den lange Jahre im Notebook dominierenden Zweikern-Prozessoren – welche ja mittels HyperThreading bzw. SMT schließlich auch vier logische CPU-Threads zur Verfügung stellen können.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 5. April 2018

Die an dieser Stelle gern einmal geäußerte These, wonach AMDs Vega 12 Grafikchip womöglich die in Intels Kaby-Lake-G verbaute AMD-Grafiklösung sein könne, ist augenscheinlich Nonsens, wie in unserem Forum herausgefunden wurde. Vielmehr ist Vega 12 tatsächlich etwas gänzlich unbekanntes, denn laut einem AMD-Mitarbeiter handelt es sich hierbei um ein neues Produkt, zu welchem es bisher weder eine AMD-Ankündigung noch einen Leak gegeben haben soll. Damit sind wieder alle Möglichkeiten offen – von einem LowCost-Chip innerhalb der Vega-Serie (der wahrscheinlich gecancelte Vega 11 sollte das Midrange-Segment besetzen) bis hin zu einem Refresh des Vega 11 in einem kleineren Fertigungsverfahren (12nm) ist alles denkbar. In jedem Fall gibt der größte Teil des Vega-Portfolios nach wie vor einige Rätsel auf, hat AMD bislang wenig mit klärenden Informationen dazu beigetragen, das ein vernünftiges Gesamtbild erkennbar wäre. Dabei wurde in nachfolgender Auflistung des bisher bekannten Wissens (bzw. Unwissens) zu den verschiedenen Vega-Chips die beiden erkennbaren mobilen Modelle mit HBM2-Speicherinterface einzeln ausgeführt, da jene augenscheinlich leicht unterschiedliche Hardware-Daten und -Chipflächen aufweisen. Trotzdem ist es möglich, das die integrierte Vega-GPU von Kaby-Lake-G sowie "Vega Mobile" letztlich doch auf demselben AMD-Chip basieren.

Chip Technik Zielsegment Verkaufsnamen
Vega 20 geschätzt 300-350mm² in 7nm 4096 SE an 4096 Bit HBM2-SI HPC- und Profi-Lösungen ?
Vega 10 484mm² in 14nm 4096 SE an 2048 Bit HBM2-SI HighEnd-Gaming, Profi-Lösungen Radeon RX Vega 56 & 64
Vega 11 unbekannt unbekannt vermutlich Midrange-Gaming wahrscheinlich gestrichen
Vega 12 unbekannt unbekannt unbekannt ?
Vega Mobile ~247mm² 1792-2048 SE an 1024 Bit HBM2-SI Midrange-Mobilegrafik ?
KBL-G ~218mm² 1536 SE an 1024 Bit HBM2-SI Midrange-Grafik für Intels Kaby-Lake-G Radeon RX Vega M GL & GH
"Vega iGPU" integriert als APU (14nm) 704 SE an 128 Bit DDR4-SI (geshart) Mainstream-Grafik für AMDs Raven-Ridge-APUs Radeon Vega 3/6/8/10 Mobile & Radeon Vega 8/11
Anmerkung: Bei "Vega Mobile" und "Vega iGPU" ist unklar, ob dies den realen Codenamen entspricht. Bei der AMD-Grafik für Kaby-Lake-G ist der AMD-Codename komplett unbekannt, hier könnte sich letztlich auch schlicht "Vega Mobile" dahinter verbergen.
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Intel bringt mobile Prozessoren-Modelle von Coffee-Lake-U und Coffee-Lake-H

Neben den schon besprochenen Desktop-Modellen enthält die zweite Welle von Coffee Lake auch die ersten Mobile-Modelle, welche (rein offiziell) unter dem Coffee-Lake-Siegel laufen – wobei es natürlich trotzdem schon Core iX-8000 Prozessoren für den Mobile-Bereich gab, jene von Intel nur bislang der Kaby-Lake-Serie zugeschlagen wurden. Dabei geht zwischen Kaby Lake und Coffee Lake aber sowieso alles kreuz und quer – denn am Ende tragen alle aktuellen Zwei- und Vierkern ein Kaby-Lake-Die und nur die Sechskerner das einzige real für Coffee Lake aufgelegte Die. Namen sind in diesem Augenblick wirklich Schall und Rauch – wobei dies nicht auf die Notebook-Hersteller zutrifft, welche sicherlich ausschließlich noch Prozessoren der Core iX-8000 Serie bzw. von Intels "8. Generation" verbauen werden, egal ob es sich um dasselbe Stück Silizium mit nur anderem Namen handelt. Insofern listet nachstehende Auflistung alle mobilen Core iX-8000 Prozessoren, egal ob früher schon vorgestellt (Normalschrift) oder erst jetzt im April vorgestellt (Fettschrift) – denn aus diesem Portfolio werden sich die Notebook-Hersteller vorerst bedienen.

Abst. Kerne Takt unl. L2+L3 Speicher Grafik TDP Release
Core i9-8950HK CFL-H 6C +HT 2.9/4.8 GHz 1.5+12 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1200 MHz) 45W 3. April 2018
Core i7-8850H CFL-H 6C +HT 2.6/4.3 GHz tlw. 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1150 MHz) 45W 3. April 2018
Core i7-8750H CFL-H 6C +HT 2.2/4.2 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1100 MHz) 45W 3. April 2018
Core i5-8400H CFL-H 4C +HT 2.5/4.2 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1100 MHz) 45W 3. April 2018
Core i5-8300H CFL-H 4C +HT 2.3/4.0 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (23EU @ 350/1000 MHz) 45W 3. April 2018
Core i7-8809G KBL-G 4C +HT 3.1/4.2 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GH (1536SE @ 1063/1190/800 MHz) 100W 7. Jan. 2017
Core i7-8709G KBL-G 4C +HT 3.1/4.1 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GH (1536SE @ 1063/1190/800 MHz) 100W 7. Jan. 2017
Core i7-8705G KBL-G 4C +HT 3.1/4.1 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GL (1280SE @ 931/1011/700 MHz) 65W 7. Jan. 2017
Core i5-8305G KBL-G 4C +HT 2.8/3.8 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 Vega M GL (1280SE @ 931/1011/700 MHz) 65W 7. Jan. 2017
Core i7-8559U CFL-U 4C +HT 2.7/4.5 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (48EU @ 300/1200 MHz) 28W 3. April 2018
Core i5-8269U CFL-U 4C +HT 2.6/4.2 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (48EU @ 300/1100 MHz) 28W 3. April 2018
Core i5-8259U CFL-U 4C +HT 2.3/3.8 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (48EU @ 300/1050 MHz) 28W 3. April 2018
Core i3-8109U CFL-U 2C +HT 3.0/3.6 GHz 0.5+4 MB 2Ch. DDR4/2400 Iris Plus 650 (47EU @ 300/1000 MHz) 28W 3. April 2018
Core i7-8650U KBL-R 4C +HT 1.9/4.2 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1150 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Core i7-8550U KBL-R 4C +HT 1.8/4.0 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1150 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Core i5-8350U KBL-R 4C +HT 1.7/3.6 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1100 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Core i5-8250U KBL-R 4C +HT 1.6/3.4 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 620 (24EU @ 300/1100 MHz) 15W 21. Aug. 2017
Der Core i7-8850H läßt im Rahmen seiner teilweisen Overclocking-Fähigkeit sowohl eine Speicherübertaktung als auch einen maximal 400 MHz höheren CPU-Takt zu. Alle Iris Plus 650 Grafiklösungen kommen mit 128 eDRAM daher, alle Vega-basierten Grafiklösungen mit 4 MB HBM2. Bei den Vega-basierten Grafiklösungen ist neben dieser immer noch eine Intel UHD 630 verbaut (und aktiv).
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Intel bietet durchgängigen Schutz vor Spectre 2 nunmehr erst ab der Sandy-Bridge-Generation an

Laut einem aktualisierten Support-Dokument (PDF) hat Intel seine Arbeiten an Microcode-Fixes gegen Spectre 2 nunmehr finalisiert – und hat dabei überraschenderweise einige frühere CPU-Generationen von diesem Schutz ausgenommen, welche selbigen eigentlich noch erhalten sollten. Denn laut früherer Intel-Ankündigung sollten eigentlich alle Intel-Prozessoren ab den 45nm-basierten Core-2-Prozessoren noch gegenüber Spectre 2 abgesichert werden – dies trifft nun in voller Breite nur noch ab der Intel-Generation "Sandy Bridge" zu. Die 45nm-basierten Core-2-Prozessoren erhalten leider gar nichts mehr an den (eigentlich versprochenen) Fixes, die nachfolgende Nehalem-Generation wird dagegen nur noch teilweise bedient: Microcode-Fixes gegen Spectre 2 gibt es bei der originalen Nehalem-Architektur (im Desktop-Bereich) nur noch für den Lynnfield-Core.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 3./4. April 2018

Gemäß den "Industrie-Quellen" von TweakTown soll AMD im Juni/Juli diesen Jahres eine neue Grafikkarten-Serie namens "Radeon RX 500X" herausbringen, von welcher ein Performanceplus von 5-6% erwartet wird. Damit dürfte es sich schlicht um eine Neuauflage der bekannten Polaris-Chips ohne jede Änderungen und ohne jedes neue Fertigungsverfahren handeln, selbst die 12nm-Fertigung wäre für ein höheres Performanceplus (niedrigere Verlustleistung ermöglicht höhere Taktraten) prädestiniert. Ob AMD hierfür die bekannten Polaris-Chips nochmals neu labelt (wie für den Launch der Radeon RX 500 Serie), ist unbekannt, wäre aber weniger anzuraten. Aufgrund des geringen Performanceplus dürften diese Grafikkarten kaum Beliebtheitswettbewerbe gewinnen, würden faktisch nur aufgelegt werden, um (wenigstens nominell) überhaupt etwas neues anzubieten. Eben aus diesem Grund (und weil die bisherige "Radeon RX 500" Serie ja ebenfalls nur Refresh-Status hat) ist es allerdings weiterhin nicht völlig sicher, ob AMD diesen Schritt geht. Zwei Refreshes hintereinander kommen einfach nicht gut an, an der Performance-Situation ändert sich zudem nichts – und sollte nVidias Turing-Generation entscheidend an Mehrperformance bringen, braucht AMD vornehmlich (dicke) Preissenkungen, um noch mitspielen zu können.

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Intel stellt die zweite Welle von Coffee Lake samt weiterer 300er Mainboard-Chipsätze vor

Wie erwartet, hat Intel mit dem 3. April die zweite Welle von Coffee Lake in den Markt bzw. den Handel entlassen. Die Daten zu den einzelnen Prozessoren-Modellen waren mehrheitlich vorher schon bekannt, einzig allein der früher einmal erwähnte "Core i7-8670" ist nun nicht Teil des Produktprogramms, stellt womöglich auch nur einen simplen Schreib- oder Übermittlungsfehler dar. Offiziell sind dagegen nunmehr Core i3-8300, Core i5-8500 und Core i5-8600 sowie einige Pentium- und Celeron-Modelle innerhalb der Coffee-Lake-Generation mit dabei – wobei alle Zwei- und Vierkerner aber natürlich trotzdem weiterhin nur ein Silizium der Kaby-Lake-Generation nutzen. Die neuen Modellen sind primär als Lückenfüller bzw. Angebotsabrundung zu sehen, interessante Modelle gibt es hierbei kaum – gerade da alle Zwei- und Vierkerner wie gesagt (zu leicht anderen Taktraten) bereits im Kaby-Lake-Portfolio existierten. Allenfalls der Core i5-8600 erscheint ansprechend – als Sechskern-Modell ohne HyperThreading und ohne Übertaktungseignung, allerdings (im Gegensatz zum schon länger verfügbaren Core i5-8400) mit Taktraten nahe am Core i5-8600K dran.

Kerne Takt unl. L2+L3 Speicher Grafik TDP Preis Release
Core i7-8700K 6C +HT 3.7/4.7 GHz 1.5+12 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1200 MHz) 95W 359$ 5. Okt. 2017
Core i7-8700 6C +HT 3.2/4.6 GHz 1.5+12 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1200 MHz) 65W 303$ 5. Okt. 2017
Core i5-8600K 6C 3.6/4.3 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1150 MHz) 95W 257$ 5. Okt. 2017
Core i5-8600 6C 3.1/4.3 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1150 MHz) 65W 213$ 3. April 2018
Core i5-8500 6C 3.0/4.1 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (24EU @ 350/1100 MHz) 65W 192$ 3. April 2018
Core i5-8400 6C 2.8/4.0 GHz 1.5+9 MB 2Ch. DDR4/2666 UHD 630 (23EU @ 350/1050 MHz) 65W 182$ 5. Okt. 2017
Core i3-8350K 4C 4.0 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 630 (23EU @ 350/1150 MHz) 91W 168$ 5. Okt. 2017
Core i3-8300 4C 3.7 GHz 1+8 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 630 (23EU @ 350/1150 MHz) 65W 138$ 3. April 2018
Core i3-8100 4C 3.6 GHz 1+6 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 630 (23EU @ 350/1100 MHz) 65W 117$ 5. Okt. 2017
Pentium G5600 2C +HT 3.9 GHz 1+4 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 630 (?EU @ 350/1100 MHz) 54W 86$ 3. April 2018
Pentium G5500 2C +HT 3.8 GHz 1+4 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 630 (?EU @ 350/1100 MHz) 54W 75$ 3. April 2018
Pentium G5400 2C +HT 3.7 GHz 1+4 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 630 (?EU @ 350/1050 MHz) 54W 64$ 3. April 2018
Celeron G4920 2C 3.2 GHz 1+2 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 610 (?EU @ 350/1050 MHz) 54W 52$ 3. April 2018
Celeron G4900 2C 3.1 GHz 1+2 MB 2Ch. DDR4/2400 UHD 610 (?EU @ 350/1050 MHz) 54W 42$ 3. April 2018
Alle Coffee-Lake-Prozessoren laufen ausschließlich auf Mainboards basierend auf Intels 300er Chipsatz-Serie.
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Hardware- und Nachrichten-Links der Osterfeiertage 2018

Videocardz haben ein Lebenszeichen des AMD Vega 20 Grafikchips in Linux-Treibern erspäht. Vega 20 wurde schon im Herbst 2016 erstmals genannt, was sich seinerzeit aus einer später geleakten AMD-Roadmap für Profi-Zwecke ergab, wurde allerdings selbst am Jahresanfang von AMD nur ohne Namensnennung angeteasert. Insofern bringt der Treibereintrag die belegbare Bestätigung dafür, das ein solcher Chip (unter diesem Codenamen) tatsächlich bei AMD existiert. Wie bekannt, ist Vega 20 bei AMD allerdings derzeit weiterhin nur als HPC-Lösung innerhalb der Vega-Generation gedacht, bislang gibt es seitens AMD keinerlei Anzeichen für Vega-20-basierte Gaming-Lösungen. Da vermutlich die Hardware bis auf das verdoppelte Speicherinterface identisch zu Vega 10 ist und die anderen Hardware-Änderungen eher denn HPC-Zwecke bedienen dürften, ist Vega 20 auf den ersten Blick auch nicht sonderlich interessant aus Gamer-Sicht.

Vega 10 Vega 20
Chipfläche 484mm² gesch. 300-350mm²
Fertigung 14nm GlobalFoundries 7nm
Technik 4 Raster-Engines, 4096 Shader-Einheiten, 256 TMUs, 64 ROPs, 2048 Bit HBM2-Interface vmtl. 4-6 Raster-Engines, 4096 Shader-Einheiten, 256 TMUs, 64-128 ROPs, 4096 Bit HBM2-Interface
Besonderheit - FP64-Support im Verhältnis 1:2
Einsatzort AMD Desktop-Lösungen Radeon RX Vega 56 & 64 AMD Profi-Lösungen (Radeon Instinct u.w.)
Verfügbarkeit 14. August 2017 Anfang 2019 (Samples Ende 2018)
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Was wird von RayTracing im Spiele-Einsatz erwartet?

Nachdem die Hersteller das Thema der RayTracing-Grafikberechnung mittels der Übernahme in DirectX 12 neu zu beleben versuchen, stellt sich natürlich die Frage, ob das ganze wirklich zu einem zählbaren Erfolg führen kann. Das Thema ist schließlich schon einigermaßen alt, wurde rein technologisch immer mal wieder als "Zukunft der Videospiele-Grafik" geführt – was sich bislang aber nie wirklich ergeben hat. Die Hardware-Anforderungen an RayTracing sind zudem jederzeit enorm – und nun wird RayTracing zu einer Zeit aufgewärmt, wo es eben nicht mehr jedes Jahr eine neue Grafikkarten-Generation gibt, sich diese Situation zukünftig auch eher verschlechtern als verbessern wird. Damit kann man trotz des konzentrierten Hersteller-Einsatzes durchaus die Frage in den Raum stellen, ob das ganze nicht doch wieder nur als "guter Versuch" scheitern könnte.

Der ganze Ansatz scheitert erneut grundsätzlich.
16% (234 Stimmen)
Sehe auch langfristig bestenfalls eine Mischform aus Rasterizer und gewissem RayTracing-Einsatz.
44% (649 Stimmen)
Es wird zuerst lange diverse Mischformen geben, aber ganz langfristig könnte RayTracing total übernehmen.
35% (518 Stimmen)
Die Mischform wird nur zum Einstieg genutzt, aber schon mittelfristig sollte es zum totalen RayTracing kommen.
6% (87 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1488
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Gerüchteküche: nVidia Turing Tape-Out umgehend erwartet, kaufbar aber erst gegen Ende des dritten Quartals

Die PC Games Hardware weist auf Aussagen aus dem Beyond3D-Forum hin, welche den Tape-Out eines ersten Turing-Chips (wohl der GT104 für eine GeForce GTX 2070/2080 oder 1170/1180) in den nächsten Tagen nahelegen, wenngleich der Produktlaunch erst gegen Ende des drittes Quartals erwartet wird. Die Aussagen kommen von einem bekannten Mitglied des Beyond3D-Forums, welcher laut der PCGH in der Vergangenheit zutreffende Informationen zu den nVidia-Chips GP102, GP107 & GP108 geliefert hatte und demzufolge (im Sinne einer Gerüchteküche) als ausreichend vertrauenswürdig gelten darf. Klar muß aber auch sein, das wohl genügend Fehlinformationen durch die Gegend schwirren, nVidia womöglich sogar bewußt selbige streut. Sicher ist hieran also noch nichts, am besten bestätigt sich dies nachfolgend durch weitere Informationen.

Turing hasn't yet taped out and is expected back from the fab any day now apparently. Expected launch is late Q3. So the PC gaming market will at least have something for 2018. My Source indicated that next is 7nm Ampere due sometime in H1'19 and that 7nm Gaming GPUs will be delayed given initial 7nm wafer availability and costs.
Quelle:  'Erinyes' @ Beyond3D-Forum am 28. März 2018

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29./30. März 2018

AMD & nVidia sind derzeit "leicht" unter Druck von Börsenanalysten, sich möglichst gut von Geschäften mit Cryptomining-Hardware zu distanzieren – weil jene Geschäfte als zu riskant angesehen werden, hierauf keine langfristige Geschäftsstrategie aufbaubar erscheint. Entsprechend haben sich dann nVidia und AMD bereits geäußert – wobei AMD etwas detaillierter war in der Behauptung, angeblich nur ~5% des Geschäfts mit Grafikkarten für Cryptominer zu machen. Aufgrund dessen, das bei AMD in den Geschäftsberichten nicht mehr zwischen CPU- und GPU-Sparte unterschieden wird, läßt sich dies von außen her natürlich schwer nachvollziehen. Bei nVidia hingegen kann man deutlich sehen, das die großen Zuwächse der letzten Zeit primär durch die GeForce-Sparte zustandegekommen sind – und dies direkt in der Phase des Cryptomining-Booms und der damit einhergehenden Grafikkarten-Lieferflaute (primär ab dem dritten Quartal 2017). Angesichts dieser ziemlich klaren nVidia-Zahlen scheinen 10% vom Gesamtumsatz allein mit Grafikkarten für Cryptominer als sogar defensiver Ansatz – und die von AMD genannten nur ~5% damit als eher zweifelhaft. Schließlich dürften die Cryptominer nicht nur für die (klare) Umsatzsteigerung verantwortlich sein, sondern zusätzlich auch den Gamern haufenweise Grafikkarten weggekauft haben – sprich, eigentlich einen höheren Anteil erreicht haben als nur die reine Umsatzsteigerung ausweist.

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