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Intels Xe-Grafik teilt sich in drei Architekturen für alle Anwendungs-Bereiche auf

Intels Raja Koduri hat bei der Intel-Präsentation auf der HPC-Konferenz "SC19" Intels nächste HPC-Projekte angekündigt – darunter auch eine Xe-basierte Exascale-Grafiklösung, womit unvermeidlicherweise auch etwas zu dieser kommenden Intel-Grafik gesagt wurde. So wurde "Xe" nunmehr als Oberbegriff für alle zukünftigen Grafik-Aktivitäten von Intel (ab Intels Grafik-Generation 12) ausgegeben, dürfte somit auch für zukünftige Grafik-Generationen von Intel übernommen werden. Hieraus folgen dann drei Architekturen für verschiedene Anwendungszwecke: "Xe LP" für integrierte sowie Einsteiger-Lösungen, "Xe HP" für das Midrange- bis Enthusiasten-Segment sowie Datacenter/AI-Lösungen und letztlich "Xe HPC" für reine HPC-Lösungen im Exascale-Bereich. Intel betrachtet dies als jeweils getrennte Architekturen, technisch dürfte man wohl eher von Abwandlungen derselben Architektur sprechen können, da die Grundbausteine innerhalb derselben Generation sicherlich dieselben sein dürften.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 16./17. November 2019

Nachdem SemiAccurate vieldeutig über den Tape-Out eines neuen HighEnd-Grafikchips schreiben, welcher dann im ersten Halbjahr 2020 spruchreif werden soll, rätselt unser Forum, was damit nun gemeint sein könnte. Die erste Idee hierzu lautet "Navi 21" als dem Startschuß von AMDs Navi-2X-Serie bzw. der RDNA2-Architektur mit Hardware-RayTracing – aber dies muß offen bleiben, genauso wenig wie sicher ist, ob es sich hierbei überhaupt um einen AMD-Grafikchip handelt (die von SemiAccurate zur Meldung gesetzte Tags werden offensichtlich bewußt verschleiernd und damit falsch gesetzt). Da nicht klar ist, wann der genaue Zeitpunkt des Tape-Outs war (und solche Meldungen auch oftmals erst Wochen/Monate später nach draußen dringen), ist prinzipiell auch der GA100-Chip von nVidia zu erwähnen – der seinen Tape-Out sicherlich schon gehabt haben muß, sofern nVidia jenen neuen HPC-Chip wirklich im ersten Halbjahr 2020 vorstellen will. Insofern AMD wirklich eine breitere Serie an Navi-2X-Chips und nVidia die Ampere-Generation im Zeitrahmen Sommer bis Ende 2020 bringen wollen, ist jetzt in jedem Fall der Zeitraum, wo solcherart Tape-Out stattfinden sollten. Terminlich sollte man sich im übrigen besser nicht an jene Aussagen klammern, die das erste Halbjahr nennen – alle realistischen Anzeichen sprechen eher dafür, das bis dahin maximal erste Produktankündigungen stattfinden werden, das komplette Produkt-Portfolio dann jedoch eher erst im zweiten Halbjahr 2020 ausgerollt werden wird.

    anstehende Grafikchips 2020

  • AMD:       Navi 12, Navi 21, Navi 22 & Navi 23 (angeblicher "nVidia Killer")
  • Intel:        Xe (Generations-Name, Einzelchips sind noch nicht bekannt)
  • nVidia:     GA100 (HPC), GA101 (HPC, angeblich gestrichen), GA102, GA104, GA106, GA107 & GA108
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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zur GeForce GTX 1660 Super?

Eine Umfrage von Anfang November stellte die Frage zum Ersteindruck zur GeForce GTX 1660 Super, dem Mainstream-Ableger von nVidias "SUPER"-Refresh innerhalb der Turing-Generation. Wie nicht ganz unüblich bei Mainstream-Grafikkarten und noch dazu Refresh-Modellen fiel die Stimmungslage zur GeForce GTX 1660 Super keineswegs überschäumend aus – aber immerhin reichte es mit 21,8% positiver Ersteindruck zu 38,9% durchschnittlicher Ersteindruck zu einem ähnlichen Ergebnis wie seinerzeit bei der GeForce GTX 1660 Ti (20,8% positiv zu 41,2% durchschnittlich). Schon die reguläre GeForce GTX 1660 schnitt seinerzeit allerdings etwas besser ab (23,0% positiv zu 41,7% durchschnittlich), was einen deutlichen Hinweis darauf ergibt, wie weit man in der Beliebtheitsskala mit Refresh-Lösungen kommt – egal ob jene ein besseres Performance/Preis-Verhältnis aufbieten können.

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Die nVidia-Geschäftsergebnisse im dritten Quartal 2019

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das sinnbildliche dritte Jahresquartal 2019 vorgestellt, welches bei nVidia das von August bis Oktober 2019 laufende dritte Finanzquartal des Finanzjahres 2020 darstellt (und damit Jahreszeit-technisch nicht gänzlich mit den Ergebnissen von AMD & Intel vergleichbar ist). Mit den neuen Geschäftszahlen zeigt sich nVidia sehr gut erholt von dem gewissen geschäftlichen Einbruch nach dem Ende des Cryptomining-Booms und bringt nunmehr ganz ohne bedeutsames Cryptomining-Geschäft wieder nahezu dieselben Zahlen auf die Waage. Die erzielten 3,014 Mrd. Dollar Quartalsumsatz sind somit außerhalb der Cryptomining-Phase (vom ersten bis dritten Quartal 2018) auch ein neuer Rekordwert für nVidia. Gegenüber dem besser vergleichbaren Vorquartal legt nVidia somit satte Steigerungen beim Umsatz um +17%, beim nominellen Gewinn um +63% sowie beim operativen Gewinn um +62% hin.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. November 2019

Von ComputerBase, GameCPU, Guru3D, PC Games Hardware, TechPowerUp und WCCF Tech kommen Betrachtungen zur Grafikkarten-Performance von Red Dead Redemption 2. Neben spielerischen Stärken wird dem Western-Epos auch eine herausragende Grafikqualität zu Gute gerechnet – welche dann ihrerseits eine heftige Hardware-Power voraussetzt. Leider haben sich die Hardwaretester zu stark auf sehr hohe Bildqualitäten konzentriert, so dass keine Benchmarks unter einer vernünftig abgesenkten Bildqualität vorliegen. Am häufigsten getestet wurde unter dem Preset "Favor Quality" (Qualität bevorzugen) samt "Ultra"-Teileinstellungen – wobei die Aussagen hierzu, ob man mit Änderungen der Teileinstellungen etwas an Performance hinzugewinnt, deutlich schwanken: Die ComputerBase misst nur marginale Differenzen, die Benchmarks beim Guru3D ergeben zwischen "Ultra" und "High" hingegen einen Performancegewinn von immerhin 15-20%. An dieser Stelle wären noch weitere Ausarbeitungen wünschenswert, denn die aktuell vorliegenden Benchmarks unter dem "Quality/Ultra"-Preset fangen für 45 fps unter der FullHD-Auflösung mit einer GeForce GTX 1080 Ti (!) als spielbare Lösungen an – und die Alternativen sind mit GeForce RTX 2060 Super, Radeon RX Vega 64 oder Radeon RX 5700 auch nicht besonders langsamer bzw. Geldbeutel-schonender angesetzt.

Grafikkarten-Empfehlung für "Red Dead Redemption 2"
Quality/Ultra-Preset @ 45 fps maximale Bildqualität @ 45 fps
FullHD ab GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2060 Super oder Radeon RX Vega 64, Radeon RX 5700 ab GeForce RTX 2080 Ti
WQHD ab GeForce RTX 2070 Super oder Radeon VII, Radeon RX 5700 XT GeForce RTX 2080 Ti @ ~40 fps
UltraHD GeForce RTX 2080 Ti @ ~40 fps GeForce RTX 2080 Ti @ ~30 fps
interpoliert gemäß der Benchmarks von ComputerBase, GameCPU, PC Games Hardware & TechPowerUp
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