Grundlage dieser Umfrage sind die im kürzlichen Artikel "Das Hardware-Jahr 2026 in der Vorschau" notierten (voraussichtlichen) Hardware-Neuvorstellungen für das neue Jahr 2026. Bemessungsgröße hierfür ist der reale Marktstart, womit auch einige bereits Ende 2025 (rein) vorgestellte Hardware-Projekte nachfolgend zur Wahl gestellt werden. Bewußt nicht zur Wahl gestellt wurden AMDs Gorgon Point als einfachstmöglicher Refresh zu Strix Point sowie nVidias GeForce RTX50-Refresh, da jener aus derzeitiger Sicht kaum eine Chance auf einen tatsächlichen Release hat.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.
Schon Mitte Dezember hatte Twitterer X86 is dead&back weitere Hinweise auf Grafikkarten basierend auf Intels BMG-G31 Chip entdeckt, von diesem Zeitpunkt stammt auch ein erhellender Tweet seitens Lasse Kärkkäinen @ X. Danach bereitet Intel wohl Gaming- und Workstation-Varianten auf Basis des BMG-G31-Chips vor, beiderseits auch wieder in einer Ausführung als "Limited Edition". Die Workstation-Ausführung soll aber wohl erst zur Computex herauskommen, während die Gaming-Variante(n) (Arc B700 Serie) vom Twitterer entweder zur CES oder aber im Verlauf des Januars 2026 erwartet wird. Offenbar steht hinter diesen Aussagen einiges an Insiderwissen, so dass man jene durchaus für belastbar ansehen kann. Letztlich kann Intel dies natürlich alles demnächst auflösen, die offizielle Intel-Präsentation zur CES 2026 steht in der Nacht von kommenden Montag auf Dienstag an (genauso wie bei AMD & nVidia, konkrete Termine).
C91 WS is Workstation variant of G31 and C32 is Gaming variant. Both will have LE / Intel Branded variations. As C91 was still in R&D Late October, I expect it targeting Computex Launch. If C32 does not launch in CES or during january, I am going to be very surprised. Thanks. :)
Quelle: Lasse Kärkkäinen @ X am 19. Dezember 2025
Das Hardware-Jahr 2025 ist vorüber – und lieferte mit Abstrichen durchaus das, was vorab prognostiziert wurde. Fehlend war eigentlich nur der richtige Start des N1X/GB10-Projekts von nVidia & MediaTek, wo nVidia inzwischen zwar GB10-basierte Mini-PCs ausliefert, aber die eigentlich relevante Serie an N1-SoCs ins Jahr 2026 verschoben wurde. Ähnliches gilt für Intels Panther Lake und Qualcomms Snapdragon X2, welche zwar tatsächlich noch 2025 vorgestellt wurden, nun aber erst 2026 den Markt erreichen werden. Regelrecht neue Hardware-Projekte für 2026 sind hingegen vor allem AMDs Zen 6 und Intels Nova Lake, was einen schönen CPU-Showdown zum Jahresende ergeben dürfte. Auf Grafik-Seite scheint 2026 hingegen sehr mager zu werden, auf AMD-Seite steht wohl gar nichts an, bei nVidia hängt der GeForce RTX 50 "SUPER"-Refresh in der Schwebe und somit bleibt nur Intels Arc B700 Serie als (halbwegs) sichere Neuvorstellung für 2026 übrig ... zum Artikel.
| Jahresstart 2026 | Frühling 2026 | Sommer 2026 | Herbst 2026 | Jahresende 2026 | erst 2027 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AMD Prozessoren | Gorgon Point, neue X3D-Modelle | Ryzen 9000G | Zen 6 (Desktop) | Zen 6 Mobile | ||
| AMD Grafikchips | RDNA5 | |||||
| nVidia Grafikchips | RTX50-Refresh (?) | Rubin (Consumer) | ||||
| Intel Grafikchips | Arc B700-Serie | Celestial | ||||
| Intel Prozessoren | Panther Lake, Arrow Lake Refresh | Nova Lake (Desktop) | Nova Lake Mobile | |||
| MediaTek Prozessoren | N1-Serie | |||||
| Qualcomm Prozessoren | Snapdragon X2 | |||||
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | ||||||
Eine Auswirkung der laufenden Speicherkrise scheint die Konzentration auf die größten Anbieter zu sein, welche seitens der Fertiger bevorzugt beliefert werden – was angesichts viel höheren Bedarfs als Fertigungsvolumen auch darauf hinauslaufen kann, als einzige beliefert zu werden. Wie Twitterer Jukan mit Berufung auf einen diesbezüglichen Bericht der DigiTimes ausführt, sollen somit nunmehr Apple, Asus, Dell und Lenovo seitens der Speicherhersteller bevorzugt werden. Hierzu werden nachfolgend auch die jeweiligen Gründe aufgeführt, welche prinzipiell aus drei Schienen stammen – schiere Unternehmensgröße, Verbindung mit den Speicherherstellern bei anderen Produkten sowie Wichtigkeit in einzelnen Segmenten (militärische Lieferungen und/oder Serverfertigung). Damit können kleinere und mittlere PC-Hersteller logischerweise nicht mithalten – und werden demzufolge als erste hinten runter fallen, wenn die Speicherhersteller entscheiden müssen, welche Aufträge sie überhaupt noch bedienen.
Memory prices are soaring as much as four to five times year-over-year. PC brand vendors that were originally expected to gradually finalize supply contracts with memory makers by the end of the third quarter of 2025 have, as of year-end, not had a single contract fully signed. Suppliers are tight on supply and unwilling to sign, and prices are also lacking consensus. Memory makers still have capacity, but demand far exceeds supply. Therefore, brand vendors must rely on their own capabilities. In facing this tough situation, the supply chain reports that memory makers are giving priority to Apple, Lenovo, Asus, and Dell.
Quelle: Jukan @ X am 30. Dezember 2025, in Wiedergabe und Übersetzung eines Berichts der DigiTimes