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Intel-Präsentation bringt Detail-Informationen und ein neues Launchfenster zu Coffee Lake

Aus China von PCEva (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, Kopie bei MyDrivers, via Videocardz) kommen einige neue Intel-Präsentationsfolien den kommenden Launch der Coffee-Lake-Generation betreffend. Der Roadmap-Teil dieser Präsentationsfolien sieht dabei Coffee Lake (zumindest in der Roadmap-Grafik) tatsächlich noch im dritten Quartal erscheinend – obwohl der Text bei PCEva die entsprechenden Mainboards wiederum erst auslieferungsreif im Oktober nennt. Allerdings gibt sich Intel laut dem Begleittext ein gewisses Fenster, welches von der 34. Kalenderwoche (Ende August) bis zur 42. Kalenderwoche (Mitte Oktober) reicht. Zu diesem Zeitpunkt werden wie bekannt nur einige Coffee-Lake-Prozessoren samt dem Z370-Chipsatz erscheinen, das komplette Coffee-Lake-Portfolio mit der kompletten Riege an 300er Mainboard-Chipsätze erfolgt dann später, von Intel derzeit mit der 52. Kalenderwoche 2017 bis zur 13. Kalenderwoche 2018 (Ende März) nur eher grob eingegrenzt.

Intel "Coffee Lake" Präsentation (1)
Intel "Coffee Lake" Präsentation (1)
Intel "Coffee Lake" Präsentation (2)
Intel "Coffee Lake" Präsentation (2)
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Erste Benchmarks sehen Radeon RX Vega 56 um +19% vor GeForce GTX 1070

Bei TweakTown sind erste halb-unabhängige Benchmarks zur Radeon RX Vega 56 veröffentlicht worden, der 399-Dollar-Lösung von AMD in Konkurrenz zur (nahezu gleichpreisigen) GeForce GTX 1070. Jene Benchmarks haben TweakTown allerdings nicht selbst aufgestellt, vielmehr stammen jene von einer "Quelle aus der Industrie", was üblicherweise einen der Grafikkarten-Hersteller bedeuten dürfte. Aufgrund dieser Ausgangssituation bleibt auf dem ganzen eine erhebliche Unsicherheit liegen, müssen sich diese Ergebnisse ganz klar noch andersweitig bestätigen – schon allein deswegen, weil jene die Radeon RX Vega 56 um starke +19,5% vor der GeForce GTX 1070 unter der WQHD-Auflösung sehen. Natürlich können nur 4 Spiele-Tests kein vollständiges Bild wiedergeben, am Ende könnte es sich hierbei sogar noch um ausgesuchte Zahlen mit den BestCases handeln, ergibt ein breiter angelegtes Benchmarkfeld eventuell einen deutlich anderen Durchschnittswert.

GeForce GTX 1070 Radeon RX Vega 56
Battlefield 1 @ WQHD (Ultra) 72,2 fps 95,4 fps  (+32%)
Call of Duty: Infinite Warfare @ WQHD (High) 92,1 fps 99,9 fps  (+8%)
Civilization 6 @ WQHD (Ultra & 4xMSAA) 72,2 fps 85,1 fps  (+18%)
Doom (2016) @ WQHD (Ultra & 8xTSAA) 84,6 fps 101,2 fps  (+20%)
Benchmark-Durchschnitt 100% 119,5%
Listenpreis 379$ 399$
basierend auf den seitens TweakTown verbreiteten Benchmarks
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Intels Coffee Lake benötigt (bestätigt) neue Mainboards

Videocardz verweisen auf einen Tweet des offiziellen ASRock-Kanals, welche eine klare Aussage zur Kompatibilität der kommenden Coffee-Lake-Prozessoren mit den bisherigen Intel-Mainboards des Sockels 1151 trifft: Coffee Lake wird nicht auf Mainboards von Intels 200er Chipsatz-Serie laufen (und damit auch nicht auf Mainboards mit Intels 100er Chipsatz-Serie) – was logischerweise bedeutet, das Coffee Lake neue Mainboards von Intels 300er Chipsatz-Serie bedingt. Dies war zwar vorab bereits erwartet worden, eine mehr oder weniger offizielle Bestätigung dieses Umstands wiegt aber natürlich schwerer als alle früheren Gerüchte und Halb-Informationen. Der konkrete ASRock-Tweet wurde im übrigen inzwischen schon wieder gelöscht, allerdings hier und da per Screenshot eingefangen und auch auf einigen anderen Webseiten verbreitet, stand demzufolge ziemlich sicher wirklich derart auf dem ASRock-Kanal bei Twitter:

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Hardware- und Nachrichten-Links des 2. August 2017

In einem Interview mit HardOCP lehnt sich Chris Hook von AMD einigermaßen weit aus dem Fenster mit der Aussage, die Radeon RX Vega 56 wäre die "King of Graphics Card under 400 Dollars". Dabei kann die Radeon RX Vega 56 bei optimalem Gelingen durchaus einen guten Kontrahenten zur GeForce GTX 1070 abgeben – dies setzt natürlich voraus, das man mit der Radeon RX Vega 64 zuerst einmal das Performanceniveau der GeForce GTX 1080 auch wirklich erreicht. Gelingt dies, stehen die Chancen gut für AMD, das die Radeon RX Vega 56 die GeForce GTX 1070 sogar (leicht) schlägt. Denn zwischen GeForce GTX 1070 und 1080 liegt eine Performancedifferenz von +23% bzw. -19%, die Radeon RX Vega 56 hat aber nur einen um -21% niedrigeren ASIC-Stromverbrauch. Da der Vega-10-Chip bei niedrigeren Taktraten (wie bei der Radeon RX Vega 56) sicherlich näher an seinen Sweetspot rückt, dürfte die Performancedifferenz sicherlich kleiner als jene -21% ausfallen – vielleicht im Rahmen von -15%, und damit eben weniger als zwischen GeForce GTX 1070 und 1080. Mit der TBP von 210 Watt bei der Radeon RX Vega 56 würde man zudem in einem eher annehmbaren Stromverbauchs-Bereich liegen – auf dieser Basis wäre es nur ein Nebenpunkt, wenn die GeForce GTX 1070 mit nur 150 Watt GCP klar energieeffizienter arbeitet. Wie gesagt muß für diese bessere Milchmädchenrechnung AMD aber erst einmal in die Vorleistung gehen, mit der Radeon RX Vega 64 sein Performanceziel (in Form der GeForce GTX 1080) zu erreichen.

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Die AMD-eigenen Benchmarks zur Radeon RX Vega 64

Innerhalb der AMD-Unterlagen zur Vorstellung der Radeon RX Vega Serie finden sich auch ein paar AMD-eigene Benchmarks zu dieser Karte. In den eigentlichen Präsentationsfolien wurden jene Messungen nur eher kurz angeschnitten, aber in den abschließenden Endnoten zu diesen Präsentationsfolien (Folien 51 & 52) finden sich komplette Benchmarks-Sets der Radeon RX Vega 64 gegen GeForce GTX 980 Ti, GeForce GTX 1080 und Radeon R9 Fury X – welche wir hiermit auswerten wollen, selbst wenn es sich um Hersteller-eigene Benchmarks handelt, welche demzufolge natürlich immer mit einer gewissen Skepsis zu betrachten sind. AMD ist dabei jeder echten Nachvollziehbarkeit dieser Benchmark-Werte clever aus dem Weg gegangen, indem man nur Minimum-Frameraten nannte – allerdings keine konventionellen (aka kaum nutzbaren) Minimum-fps, sondern sogenannte "99% minimum FPS", worunter sich ein Durchschnitt der 1% niedrigsten Frametimes des Benchmark-Durchlaufs verbergen. Dies stellt eine durchaus solide Angaben zu "echten" Minimum-fps dar – nichtsdestotrotz kann man je nach Spiel, Setting und Auflösung das wahre Performancepotential einer Grafikkarte damit durchaus auch etwas verstecken.

980 Ti 1080 Fury X RX Vega 64
Kartenversion Asus Strix Referenz Referenz Referenz
Minimum-fps (niedrigste 1%) in 9 Spielen @ UWQHD (3440x1440) 71,9% 100% 84,4% 105,7%
Minimum-fps (niedrigste 1%) in 11 Spielen @ UltraHD (3840x2160) 87,7% 100% 88,5% 110,0%
basierend auf den AMD-eigenen Benchmarks zur Vorstellung der Radeon RX Vega Serie
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nVidias SLI und AMDs CrossFire sind faktisch Geschichte

Gamers Nexus haben mit AMD über den Umstand gesprochen, das AMD bei der Vega-Vorstellung keinerlei Worte mehr zu "CrossFire" verloren hat – im klaren Gegensatz zur seinerzeitigen Polaris-Vorstellung, als man das ganze sogar noch recht stark betonte. AMD gab auf Nachfrage dann zu, sowohl Marketing-Bemühungen als auch Treiber-Arbeit vom Thema "CrossFire" deutlich weggeschichtet zu haben – platt gesagt läßt man das Thema auf sich beruhen. Der reine Hardware-Support bleibt zwar bestehen, aber man wird daran laut AMD keine Freude haben, wenn der Support seitens der Spieleentwickler und vom Treiberentwickler (AMD) ausbleibt. Im Endeffekt bedeutet dies einen klaren Abgesang auf CrossFire im Spiele-Einsatz, man überläßt das ganze ab sofort schlicht seinem Schicksal. Sicherlich könnte speziell unter DirectX 12 noch etwas passieren, da dort schließlich sowieso die Spieleentwickler den MultiGPU-Support selber übernehmen müssen – aber an dieser Front passiert derzeit in der Praxis leider gar nichts (AotS als Ausnahme, welche die Regel bestätigt), hier könnte also nur noch ein "Wunder" bzw. eine völlig unerwartete Entwicklung etwas ändern.

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AMDs Polaris & Vega sowie nVidias Pascal unterstützen bereits das Shader Model 6

Im Überblicks-Artikel zur Vega-Architektur bei TechPowerUp befindet sich auch eine Präsentationsfolie zu den von den einzelnen Grafikchip-Architekturen unterstützten DirectX-Features. Neben der Bestätigung des bereits vorab bekannten Punkts, das AMDs Vega-Architektur derzeit den höchsten Feature-Stand unter allen Grafikchip-Architekturen besitzt, respektive den derzeit bestmöglichen Feature-Support für DirectX 12 aufweist, gibt es dabei auch eine Information zum jeweils unterstützen Shader Model von DirectX: Hierbei werden in dieser originalen AMD-Folie für die Grafikchip-Architekturen Polaris, Vega und Pascal jeweils das "Shader Model 6.0" notiert – für die beiden AMD-Architekturen sogar das "Shader Model 6.0+".

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Hardware- und Nachrichten-Links des 1. August 2017

Von TechPowerUp kommt auf Basis einer entsprechenden AMD-Präsentation ein "Vega Microarchitecture Technical Overview" – welche namensgemäß einige weitere Details der Vega-Architektur beleuchtet. Einiges hiervon hatte AMD schon mit dem Vega Architecture Preview zum Jahresanfang genannt, anderes ist hingegen neu – gänzlich detailliert ist leider vergleichsweise wenig, was für eine nunmehr offiziell vorgestellte Grafikchip-Architektur ein wenig mager erscheint. Manchmal (oftmals) sind solcherart Präsentationen allerdings auch nur dazu da, damit die Fachpresse etwas zu berichten hat und keine dummen oder gar gefährlichen Fragen in Richtung des Herstellers stellt. Eine dieser gefährlichen Fragen wäre sicherlich, wo denn jetzt der große Gewinn von Vega 10 sein soll – immerhin hat AMD rund 40% mehr Transistoren als beim Fiji-Chip angesetzt und bekommt dafür voraussichtlich nur eine 30-40% bessere Performance heraus. Im Sinne eines nominellen Effizienzgewinns ist dies natürlich sogar eine gute Hausnummer – im Sinne dessen, das AMD mit der GCN5-Architektur die Recheneffizienz maßgeblich über das normale Maß hinaus steigern wollte, jedoch eher nicht.

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Intel Geschäftsergebnisse Q2/2017: Solide Zahlen auf hohem Niveau

Nach AMD hat nun auch Intel seine Geschäftszahlen für das zweite Jahresquartal 2017 vorgelegt. Jene sehen für ein zweites Jahresquartal sicherlich gut aus – der Gesamteindruck wird allerdings etwas durch das sehr starke erste Quartal getrübt, welches man nicht wirklich überbieten konnte. Beim Umsatz verlor man somit gegenüber dem Vorquartal um -0,2%, während es gegenüber dem Vorjahresquartal um gute +9,1% nach oben ging. Der nominelle Gewinn gab gegenüber dem Vorquartal um immerhin -5,3% nach, stieg allerdings gegenüber dem Vorjahresquartal um satte +111%. Der operative Gewinn legt gegenüber dem Vorquartal ausnahmsweise um +6,3% zu, gegenüber dem Vorjahresquartal gab es dagegen eine Steigerung um extreme +190%.

Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017
Umsatz 13533 Mio. $ 15788 Mio. $ 16374 Mio. $ 14796 Mio. $ 14763 Mio. $
Gewinn 1330 Mio. $ 3378 Mio. $ 3562 Mio. $ 2964 Mio. $ 2808 Mio. $
operativer Gewinn 1318 Mio. $ 4462 Mio. $ 4526 Mio. $ 3599 Mio. $ 3824 Mio. $
Für exakte Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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AMD kündigt Ryzen Threadripper 1900X für den 31. August an

Im Rahmen der laufenden Siggraph 2017 hat AMD den "Ryzen Threadripper 1900X" HEDT-Prozessor als drittes offiziell bestätigtes Modell der Threadripper-Serie angekündigt. Wie bekannt, war diese CPU (neben Ryzen Threadripper 1900, 1920 & 1950) bereits kürzlich in AMD-offiziellen Auflistungen entdeckt worden, insofern kommt diese Ankündigung nicht wirklich überraschend. Dafür aber gab nunmehr Modell-Daten zu diesem Achtkerner der Threadripper-Riege, welche mit Taktraten von 3.8/4.0 GHz und einem XFR-Takt von bis zu 4.2 GHz erstaunlich forsch aussehen – und in jedem Fall das übertrumpfen, was der Ryzen 7 1800X (3.6/4.0 GHz, XFR bis 4.1 GHz) hierzu aufbietet. XFR-Takt sowie maximaler Speichertakt stehen bislang nicht in den AMD-Präsentationsfolien, allerdings berichten verschiedene US-Magazine über einheitlich 4.2 GHz XFR-Takt sowie einen maximalen (offiziellen) Speichertakt von DDR4/2666 bei allen Threadripper-Modellen der X-Klasse (der Speichertakt für 1920X & 1950X wird inzwischen auf auch AMDs Webseite bestätigt).

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