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nVidia gibt GeForce GTX 1070/1080 Käufern "Gears of War 4" bei

Nach AMDs "halbem" Spielebundle für die Radeon RX 480 legt nVidia nunmehr sein erstes Spielebundle innerhalb der 14/16nm-Generation auf – und gibt Käufern der GeForce GTX 1080 & 1080 das am 11. Oktober 2016 erscheinende "Gears of War 4" bei. Die Aktion läuft bis zum 30. Oktober 2016 (oder bis die Gutscheincodes aufgebraucht sind) und gilt sowohl für die Desktop- als auch die gleichnamigen Mobile-Modelle – bei Caseking sogar für modifizierte Grafikkarten bzw. spezielle Komplett-PCs mit entsprechenden Grafikkarten-Modellen.

Wie üblich bei Spielebundle-Aktionen gilt auch hier, daß den genannten nVidia-Grafiklösungen – gekauft bei einem an der Aktion teilnehmenden Händler – entsprechende Gutscheine beiliegen, welche auf einer speziellen nVidia-Webseite eingelöst und damit in Download-Codes zum jeweiligen Spiel umgewandelt werden müssen. Bei der Hardware-Bestellung ist auf das Vorhandensein eines entsprechenden nVidia-Gutscheins in der Angebotsbeschreibung zu kontrollieren, da nicht jeder Händler an dieser Aktion teilnimmt und selbst bei den teilnehmenden Händler nicht jedes Produktangebot Teil dieser Aktion sein muß.

Aktionszeitraum Inhalt des Spielebundles
GeForce GTX 1070 & 1080
GeForce GTX 1070 "Mobile" & 1080 "Mobile"
20. September 2016 bis spätestens 30. Oktober 2016 Spiel "Gears of War 4"  (Einlöse-Webseite)
Radeon R9 390 & 390X 15. September 2016 bis spätestens 15. November 2016 Spiel "Doom (2016)"  (Einlöse-Webseite)
Anmerkung: Aktion gilt nicht in Deutschland
Radeon RX 480 13. September 2016 bis spätestens 18. Oktober 2016 Upgrade von "Battlefield 1" auf die "Early Enlister Deluxe Edition"
GeForce GTX 970, 980 & 980 Ti
GeForce GTX 1060, 1070 & 1080
GeForce GTX 970M, 980M & 980/Notebooks
GeForce GTX 1060 "Mobile", 1070 "Mobile" & 1080 "Mobile"
24. August 2016 bis spätestens 19. September 2016 "Paragon Game Ready Pack" mit 1000 Paragon-Coins für "Paragon"  (Einlöse-Webseite)
FX-6xxx & FX-8xxx Prozessoren 23. August 2016 bis spätestens 14. November 2016 Spiel "Deux Ex: Mankind Divided"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 950 & 960
GeForce GTX 950M & 960M
9. August 2016 bis spätestens 3. Oktober 2016 ein von zwei Spielen: "Dead By Daylight" oder "Hard Reset Redux"  (Einlöse-Webseite)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. September 2016

In unserem Forum wird intensiv über die neuen Informationen zu AMDs Vega-Chips samt der sich daraus ergebenden (nochmals aktualisierten) AMD Grafikchip-Roadmap diskutiert. Ein Störfaktor ist hierbei sicherlich, das die sich ergebende Roadmap in Teilen keinen größeren Sinn macht – andererseits muß man hierbei immer den Punkt einkalkulieren, daß dies bei Vorab-Informationen zu später erscheinender Hardware gar nicht einmal so selten ist, sich der Sinn der jeweiligen Herstellerstrategie meist eher erst kurz vor dem Launch (und manchmal gar erst danach) erschließt. Das, was jetzt zu dieser AMD-Roadmap noch nicht verstanden wird, könnte sich also durch später hinzukommende Informationen besser erklären lassen. Dazu zählt unter anderem der Ersatz von Polaris 10 durch Vega 11 als auch der Ersatz von Vega 10 durch Vega 20 – wobei "Ersatz" hierbei ein weitgefasstes Wort ist, darunter kann man schließlich auch eine neue Lösung mit mehr Performance nur für denselben Preisbereich sehen. Denn ein 1:1-Ersatz zu gleichen Hardware-Daten und gleicher Performance wäre in der Tat kurios – was AMD allerdings in der Vergangenheit durchaus schon einmal so getan hat (Tahiti -> Tonga).

Als weiteren Knackpunkt ist die (angebliche) 7nm-Fertigung von Vega 20 bereits im Jahr 2018 zu sehen – ob dies überhaupt realisierbar sein wird, bliebe streng abzuwarten. Gemäß der üblichen Verzögerungen bei der Auflage von neuen Fertigungsverfahren kann daraus dann durchaus erst das Jahr 2019 werden – womit AMD im Jahr 2018 keinen neuen Grafikchip in der Roadmap stehen hätte. Und letztlich bedarf auch die Rohleistungsangabe von 12 TFlops SinglePrecision für Vega 10 noch einer genaueren Erklärung, denn bei 64 Shader-Clustern (und angenommen wie bisher 64 Shader-Einheiten pro Shader-Cluster) würde dies einen Chiptakt von satten 1465 MHz ergeben – wovon AMD bei seinen Polaris-Chips weit entfernt ist. Mögliche Auflösungen hierzu wären die Verwendung der (taktfreudigeren) 16nm-Fertigung von TSMC, ein anderen Aufbau der Shader-Cluster bei Vega 10 (AMD besitzt ein Patent für variable SIMD-Units innerhalb eines Shader-Clusters) – oder am Ende gar die Möglichkeit einer reinen Zielangabe bei der Rechenleistung, welche aber in der Praxis dann gar nicht erreicht wird. Es wird in jedem Fall spannend werden, ob AMD aus dieser Ansetzung heraus wirklich 12 TFlops SinglePrecision-Rechenleistung aus Vega 10 herausziehen kann – damit steht und fällt schließlich auch, ob Vega 10 wirklich in Konkurrenz zur GeForce GTX 1080 (oder nur zur GeForce GTX 1070) gehen kann.

Als wäre dies alles nicht genug, kommt über eine weitere Meldung zum Thema seitens Videocardz eine neue Unsicherheit hinzu: Abweichend von der ersten Meldung werden in der zweiten Meldung andere Releasedaten zu Vega 10 genannt: Die SingleChip-Variante nicht mehr im ersten Quartal 2017, sondern im ersten Halbjahr 2017, die DualChip-Variante dagegen nicht mehr im zweiten Quartal 2017, sondern im zweiten Halbjahr 2017. Dies ergibt insbesondere in letzterem Fall dann doch einen erheblichen Unterschied – was hier richtig ist, bleibt vorerst unklar, tendentiell dürfte eher die zweite Meldung (sicherlich mehr in Ruhe geschrieben) stimmen. In jedem Fall wird mit dem zeitlichen Verlauf nunmehr klar offensichtlich, das sich AMD für das HighEnd/Enthusiasten-Segment im Jahr 2017 wirklich nur auf Vega 10 konzentriert – das HighEnd-Segment wird mit der SingleChip-Variante angegriffen, das Enthusiasten-Segment mit der DualChip-Variante. Letztere dürfte in gewissem Sinne ein produktpolitisches Feigenblatt sein: Man bietet etwas an, kann auch sicherlich bei der reinen Performance überzeugen – nur die Marktchancen sind mau, weil DualChip-Lösungen bei Verfügbarkeit gleich schneller SingleChip-Lösungen immer schon sinnlos waren. Damit konzentriert sich AMD – wie in den Jahren zuvor mit Ausnahme der Fiji-basierten Grafikkarten – wieder ganz auf das HighEnd-Segment, und läßt das Enthusiasten-Segment dafür faktisch links liegen.

The Motley Fool reden anhand eines Intel-Dokuments darüber, das die Kaby-Lake-Ablösung "Coffee Lake" von der CPU-Architektur her bereits auf dem Stand von "Cannon Lake" wäre – nur eben noch unter der 14nm-Fertigung gefertigt, während Cannon Lake wie bekannt Intels erste 10nm-Generation darstellen wird. Über jene These kann man sicherlich streiten, nur die von Motley Fool hierzu herangezogene Grundlage gibt dies leider nicht her: Ein Intel-Dokument, welches die S- und H-Varianten von Cannon Lake und Coffee Lake in dieselbe Zeile schreibt ("S" = Notebook-Modelle bis 45W TDP, "H" = Desktop-Modelle bis 95W TDP), zegt damit nicht zwingend auf eine gleiche Architektur. Vielmehr sagt diese Zeile im konkreten Fall nur aus, das Cannon Lake (wie bekannt) nicht mehr in den S- und H-Varianten antreten wird, sondern diese Varianten eben durch Coffee Lake komplett ersetzt werden. Sicherlich könnte Coffee Lake von der CPU-Architektur her gleich zu Cannon Lake sein – genauso gut könnte Coffee Lake aber auch einfach nur auf Kaby Lake und damit Skylake basieren. Coffee Lake wird sein Geschäft sowieso schon über die erstmals seit langer Zeit bei Intel wieder erhöhte Anzahl an CPU-Rechenkernen im Consumer-Segment machen, Intel muß hierfür nicht zwingend die Cannon-Lake-Architektur vorwegnehmen.

In einem Interview mit der PCWorld ist Intel etwas abgerückt vom Rückzug aus dem Chip-Markt für Smartphones: Man will in dieser Frage schlicht mehr intern arbeiten – und weniger öffentlich reden. Dies könnte man dahingehend deuten, das Intel im Hintergrund dennoch noch weiter darüber nachdenkt, wie man in diesen Markt zurückkommt. Ob dies allerdings irgendwann zu greifbaren Ergebnissen führt, steht noch auf einem ganz anderen Blatt – immerhin ist dieser Markt inzwischen klar zwischen ARM-Derivaten und Apple aufgeteilt, ergibt sich da kein automatischer Ansatzpunkt für Intel. Der Prozessoren-Entwickler ist hierbei in der gleichen mißlichen Lage wie Microsoft bei den Betriebssystemen für Smartphones: Der Markt hat sich nunmehr gesetzt, neue Anbieter müssten entweder technologisch Sensationelles oder aber besonders wirtschaftliche Angebote aufbieten, um wahrgenommen zu werden – wobei gerade letzteres eher unwahrscheinlich ist bei Hochpreisfirmen wie Intel und Microsoft. Nur völlig neue technische Entwicklungen könnten Intel und Microsoft wieder in diesen Markt zurückbringen – aber diese passieren eher per Zufall und zudem meist nur in größeren zeitlichen Abständen.

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Die Systemanforderungen zu Battlefield 1

Spielepulisher Electronic Arts hat auf Origin die offiziellen PC-Systemanforderungen für das am 21. September 2016 startende "Battlefield 1" bekanntgegeben. Jene Systemanforderungen sehen ziemlich bekannt aus – Battlefield 1 erfordert kräftige, aber nicht übermäßige Hardware. Allenfalls die CPU-Anforderungen erscheinen mit minimal Core i5-6600K und empfohlen Core i7-4790 etwas überzogen – gerade wenn auf AMD-Seite das Minimum nur ein FX-6350 darstellt. TweakPC verweisen hierzu darauf, das Battlefield 1 in der Praxis schon mit klar leistungsschwächeren Intel-Vierkernern auf sehr stabilen 60 fps läuft – und vermuten somit ein künstliches Marketing zugunsten von Intel. Wir haben uns daher bei der nachfolgenden Aufstellung eher an die Leistungsklasse der angesetzten AMD-CPU gehalten – welche zwar auch nicht niedrig ist, aber zumindest (umgerechnet) keinen Core i5-6600K als Minimum ergibt.

Beim Hauptspeicher will Battlefield 1 dann den heutigen Standard haben: 8 GB als Minimum, 16 GB empfohlen. Die Grafikkarten-Anforderungen sehen hingegen hohe, aber nicht übertriebene Hardware-Vorgaben: Das Minimum von Radeon HD 7850 2GB (Perf.Index 225%) bzw. GeForce GTX 660 (Perf.Index 250%) liegt sogar leicht unterhalb heutigem Einsteiger-Standard – und sollte somit von jedem Gamer-PC zu erfüllen sein. Die Empfehlung geht mit Radeon RX 480 4GB (Perf.Index 520%) bzw. GeForce GTX 1060 3GB (Perf.Index ~510%) in bekanntes Territorium, selbst wenn jene Empfehlungen (üblicherweise) nur für die FullHD-Auflösung gelten dürfte. Ernsthafte Leistungsprobleme sind mit Battlefield 1 auf gutklassigen Gamer-PCs daher nicht zu erwarten.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Ziel-Auflösung keine Angabe keine Angabe
Betriebssystem Windows Vista *inoffiz.*     Windows 7     Windows 8.0 *inoffiz.*     Windows 8.1     Windows 10     Linux
32/64-Bit 32-Bit     64-Bit
Prozessor AMD K10 4C
AMD K10 6C  (ab ~4 GHz)
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C  (ab ~4 GHz)
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C
Intel Core 2 Quad
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)  (ab ~3 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 4C
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C  (ab ~4 GHz)
AMD Mainstream-APU 4C
Intel Core 2 Quad
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)  (ab ~4 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT)  (ab ~3.5 GHz)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
RAM 8 GB 16 GB
Festplatte 50 GB freier Festplattenplatz
Grafik-API DirectX 11     DirectX 12     OpenGL     Vulkan
Grafikkarte AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000ab 6970
AMD Radeon HD 7000ab 7850 2GB
AMD Radeon R200ab 265
AMD Radeon R300ab 370
AMD Radeon R400ab 460
nVidia GeForce 400ab 480
nVidia GeForce 500ab 570
nVidia GeForce 600ab 660
nVidia GeForce 700ab 760
nVidia GeForce 900ab 950 SE
nVidia GeForce 1000ab 1060 3GB
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000
AMD Radeon R200ab 290X
AMD Radeon R300ab 390
AMD Radeon R400ab 480 4GB
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600ab Titan
nVidia GeForce 700ab Titan Black
nVidia GeForce 900ab 970
nVidia GeForce 1000ab 1060 3GB
Grafik-RAM 2 GB  (inoffizielle Angabe) 3-4 GB  (inoffizielle Angabe)
Anmerkung: Die angegebenen Anforderungen zu Prozessor und Grafikkarte stellen eine eigene Interpolation der offiziellen Anforderungen dar.
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Erste genauere Informationen zu AMDs Vega 10, Vega 11 und Vega 20

Von Videocardz kommen (aus einer bisher zuverlässigen Quelle) erste genauere Informationen zu den Vega-Grafikchips seitens AMD – zu jenen bislang nicht viel mehr bekannt ist als die Codenamen "Vega 10" und "Vega 11" sowie die Verwendung von HBM2-Speicher. Vor wenigen Wochen ergab sich zudem die Information, das AMD jene Vega-Grafikchips einer neuen Architektur-Stufe innerhalb von AMDs Grafikchip-Architekturen zuordnet, damit hierbei sogar ein größerer technologischer Sprung als zwischen Tonga/Fiji (GFX8 aka GCN3) und Polaris 11/10 (GFX8.1 aka GCN4) erwartet werden kann. Bislang erwartete man zudem Vega 10 als Fiji-ähnlichen Grafikchip mit genauso 4096 Shader-Einheiten (64 Shader-Cluster) und Vega 11 als nochmals größeren Grafikchip mit vielleicht sogar 6144 Shader-Einheiten (96 Shader-Cluster). Für die Hardware-Daten zum Vega-10-Chip gab es wenigstens noch Indizien, die Hardware-Daten zum Vega-11-Chip waren dagegen glatt nur spekuliert.

Jene Vermutungen zu Vega 10 stimmen laut den Informationen von Videocardz jedoch – der Vega-10-Chip wird laut deren Quelle mit 64 Shader-Clustern, 12 TeraFlops SP-Rechenleistung, 16 GB HBM2-Speicher, 512 GB/sec Speicherbandbreite und 225 Watt TBP für einen Release im ersten Quartal 2017 beschrieben. Daraus ergeben sich 4096 Shader-Einheiten an einem 2048 Bit HBM2-Speicherinterface zu Taktraten von allerdings gleich 1465/1000 MHz – dies ist beim Chiptakt deutlich höher als bei den Polaris-Chips und deutet die Verwendung von TSMCs 16nm-Fertigung anstatt der 14nm-Fertigung von GlobalFoundries an (auch wenn Videocardz explizit die 14nm-Fertigung für Vega 10 angeben). In jedem Fall kann AMD damit wirklich konkurrieren, denn somit wird man eine gegenüber dem Fiji-Chip rund 40% höhere Rechenleistung aufbieten können – sofern man die Auslastungsbremen im GCN-Design lösen kann, ist damit (bestmöglicher Fall) sogar eine Konkurrenz zur GeForce GTX 1080 möglich. In diesem Fall dürfte AMD für die Consumer-Ausführungen jedoch wohl nur 8 GB HBM2-Speicher verbauen, die genannten 16 GB beziehen sich sicherlich auf Profi-Varianten, da die Quellenlage eine Server-Roadmap war.

Der Vega-11-Chip liegt hingegen gänzlich anders, als bislang vermutet – es gibt zwar keinerlei technischen Informationen bei diesem irgendwann im Jahr 2017 erscheinenden Chip, aber es soll sich hierbei nur um eine Ablösung des Polaris-10-Chip von Radeon RX 470 & 480 handeln. Dies überrascht einigermaßen, denn ohne neue Fertigungstechnologie (im Jahr 2017) erscheint es etwas seltsam, den gerade erst eingeführten Polaris-10-Chip gleich wieder abzulösen. Andererseits kristallisiert sich Polaris immer mehr als kurzfristig eingeschobene Zwischen-Generation heraus, welche noch gar nicht das an Technik enthält, was AMD sich eigentlich vorgestellt hat. Vielleicht macht es wirklich Sinn, Polaris 10 mit HBM2-Speicher als "Vega 11" faktisch noch einmal neu aufzulegen – eventuell bringt die höhere Effizienz der GCN5-Architektur samt der höheren Speicherbandbreite durch HBM2-Speicher das ganze tatsächlich nochmals voran. Ein paar Fragezeichen darf man hieran aber sicherlich setzen, vollkommen sinnig erscheint dies nach den jetzt vorliegenden Informationen noch nicht.

Im zweiten Quartal 2017 soll hingegen eine DualChip-Lösung auf Basis von Vega 10 erscheinen – was man genauso als Hinweis darauf werten kann, das zumindest für das Jahr 2017 kein schneller AMD-Chip als eben Vega 10 geplant ist. Jene DualChip-Lösung wird nur mit einer TBP von 300 Watt genannt – was reichlich wenig erscheint angesichts von 225 Watt für die SingleChip-Lösung. In jedem Fall kann AMD mit dieser DualChip-Lösung rein technisch das Enthusiasten-Feld beackern, denn bis zu 8192 Shader-Einheiten samt bis zu 1 TB/sec Speicherbandbreite ergeben Hardware-Power im Übermaß. Selbst auf stark abgesenkten Taktraten sollte damit das Performanceniveau der Titan X (Pascal) sowie von (möglichen) weiteren GP102-basierten nVidia-Grafikkarten erreichbar sein. Die Frage ist nur, ob man im Zweikampf einer DualChip-Lösung (AMD) gegen eine SingleChip-Lösung (nVidia) nicht automatisch den kürzeren zieht – noch dazu in einer Zeit, wo der SLI/CrossFire-Support bei den Spieleentwicklern immer weniger auf Gegenliebe stößt.

Ohne genau genannten Termin, aber sicherlich erst im Jahr 2018 steht dann mit "Vega 20" sogar noch ein dritter Vega-Chip an. Hierbei handelt es sich faktisch um einen 7nm-Refresh von Vega 10, da zu diesem genauso 64 Shader-Cluster (aka 4096 Shader-Einheiten) genannt werden und die TBP mit nur 150 Watt in dieselbe Richtung zeigt. Abweichend von Vega 10 wird Vega 20 allerdings ein doppelt so breites Speicherinterface haben, da gleich 1 TB/sec Speicherbandbreite (aka ein 4096 Bit HBM2-Interface) genannt werden. Mit der gleichen Anzahl an Shader-Clustern sollte regulär nur eine ähnliche Performance wie bei Vega 10 anzustreben sein, aber die kleinere Fertigung dürfe sich positiv auf den erreichbaren Chiptakt auswirken, zusammen mit der doppelten Speicherbandbreite dürfte sich Vega 20 doch einigermaßen oberhalb von Vega 10 positionieren können. Zu den 32 GB HBM2-Speicher bei Vega 20 sei erneut erwähnt, daß dies nur die maximale Konfiguation darstellen dürfte und im Consumer-Markt wohl nur Varianten mit 16 GB Speicher erscheinen werden. Letztlich wird der Vega-20-Chip auch noch den erstmaligen Support für PCI Express 4.0 mit sich bringen – was darauf hindeutet, daß im Jahr 2018 wenigstens im Server-Bereich erste Prozessoren mit dieser Fähigkeit erscheinen dürften.

Die von AMD nach der Polaris/Vega-Generation angesiedelte Navi-Generation soll hingegen dann nicht vor dem Jahr 2019 erscheinen – und wird somit um ein Jahr verschoben. Augenscheinlich stellt der Vega-20-Chip hierbei schlicht den Pipecleaner für die 7nm-Fertigung dar, unter welcher die Navi-Generation dann ebenfalls hergestellt werden dürfte. Inwiefern AMD sein konkretes Produktportfolio für die Jahre 2017 und 2018 dann noch mit Rebrandings älterer Chips auffüllt, ist unklar – selbiges kann man jedoch gut und gerne anzunehmen, denn bisher hat AMD immer jedes Jahr eine komplett neue Grafikkarten-Serie aufgelegt, egal ob jene nur wenige neue Grafikchips enthielt. Zudem deutet sich mit diesen neuen Informationen (von uns in obenstehender Roadmap zusammengefasst) auch an, das AMDs Vega-Chips eventuell durchaus als eigene Generation zu sehen sind – und nicht nur als HighEnd-Aufsatz auf die Polaris-Generation. Hoffentlich läßt sich dieses vorläufige Bild in absehbarer Zeit durch weitere Leaks bestätigen als auch möglichst weiter verfeinern – denn viele Daten fehlen noch und manches will (derzeit) auch noch keinen richtigen Sinn ergeben.

Nachtrag vom 21. September 2016

In unserem Forum wird intensiv über die neuen Informationen zu AMDs Vega-Chips samt der sich daraus ergebenden (nochmals aktualisierten) AMD Grafikchip-Roadmap diskutiert. Ein Störfaktor ist hierbei sicherlich, das die sich ergebende Roadmap in Teilen keinen größeren Sinn macht – andererseits muß man hierbei immer den Punkt einkalkulieren, daß dies bei Vorab-Informationen zu später erscheinender Hardware gar nicht einmal so selten ist, sich der Sinn der jeweiligen Herstellerstrategie meist eher erst kurz vor dem Launch (und manchmal gar erst danach) erschließt. Das, was jetzt zu dieser AMD-Roadmap noch nicht verstanden wird, könnte sich also durch später hinzukommende Informationen besser erklären lassen. Dazu zählt unter anderem der Ersatz von Polaris 10 durch Vega 11 als auch der Ersatz von Vega 10 durch Vega 20 – wobei "Ersatz" hierbei ein weitgefasstes Wort ist, darunter kann man schließlich auch eine neue Lösung mit mehr Performance nur für denselben Preisbereich sehen. Denn ein 1:1-Ersatz zu gleichen Hardware-Daten und gleicher Performance wäre in der Tat kurios – was AMD allerdings in der Vergangenheit durchaus schon einmal so getan hat (Tahiti -> Tonga).

Als weiteren Knackpunkt ist die (angebliche) 7nm-Fertigung von Vega 20 bereits im Jahr 2018 zu sehen – ob dies überhaupt realisierbar sein wird, bliebe streng abzuwarten. Gemäß der üblichen Verzögerungen bei der Auflage von neuen Fertigungsverfahren kann daraus dann durchaus erst das Jahr 2019 werden – womit AMD im Jahr 2018 keinen neuen Grafikchip in der Roadmap stehen hätte. Und letztlich bedarf auch die Rohleistungsangabe von 12 TFlops SinglePrecision für Vega 10 noch einer genaueren Erklärung, denn bei 64 Shader-Clustern (und angenommen wie bisher 64 Shader-Einheiten pro Shader-Cluster) würde dies einen Chiptakt von satten 1465 MHz ergeben – wovon AMD bei seinen Polaris-Chips weit entfernt ist. Mögliche Auflösungen hierzu wären die Verwendung der (taktfreudigeren) 16nm-Fertigung von TSMC, ein anderen Aufbau der Shader-Cluster bei Vega 10 (AMD besitzt ein Patent für variable SIMD-Units innerhalb eines Shader-Clusters) – oder am Ende gar die Möglichkeit einer reinen Zielangabe bei der Rechenleistung, welche aber in der Praxis dann gar nicht erreicht wird. Es wird in jedem Fall spannend werden, ob AMD aus dieser Ansetzung heraus wirklich 12 TFlops SinglePrecision-Rechenleistung aus Vega 10 herausziehen kann – damit steht und fällt schließlich auch, ob Vega 10 wirklich in Konkurrenz zur GeForce GTX 1080 (oder nur zur GeForce GTX 1070) gehen kann.

Als wäre dies alles nicht genug, kommt über eine weitere Meldung zum Thema seitens Videocardz eine neue Unsicherheit hinzu: Abweichend von der ersten Meldung werden in der zweiten Meldung andere Releasedaten zu Vega 10 genannt: Die SingleChip-Variante nicht mehr im ersten Quartal 2017, sondern im ersten Halbjahr 2017, die DualChip-Variante dagegen nicht mehr im zweiten Quartal 2017, sondern im zweiten Halbjahr 2017. Dies ergibt insbesondere in letzterem Fall dann doch einen erheblichen Unterschied – was hier richtig ist, bleibt vorerst unklar, tendentiell dürfte eher die zweite Meldung (sicherlich mehr in Ruhe geschrieben) stimmen. In jedem Fall wird mit dem zeitlichen Verlauf nunmehr klar offensichtlich, das sich AMD für das HighEnd/Enthusiasten-Segment im Jahr 2017 wirklich nur auf Vega 10 konzentriert – das HighEnd-Segment wird mit der SingleChip-Variante angegriffen, das Enthusiasten-Segment mit der DualChip-Variante. Letztere dürfte in gewissem Sinne ein produktpolitisches Feigenblatt sein: Man bietet etwas an, kann auch sicherlich bei der reinen Performance überzeugen – nur die Marktchancen sind mau, weil DualChip-Lösungen bei Verfügbarkeit gleich schneller SingleChip-Lösungen immer schon sinnlos waren. Damit konzentriert sich AMD – wie in den Jahren zuvor mit Ausnahme der Fiji-basierten Grafikkarten – wieder ganz auf das HighEnd-Segment, und läßt das Enthusiasten-Segment dafür faktisch links liegen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 19./20. September 2016

Der TechSpot hat sich 6 Generationen an Radeon-Grafikkarten zum Generationen-übergreifenden Test eingeladen – mit dem besonderen Augenmerk auf einen ähnlichen bis gleichen Listenpreis der Testobjekte. Alle Karten entstammen also der Midrange-Klasse mit Listenpreisen von 199 bis 249 Dollar, angefangen von der Radeon HD 5830 bis zur Radeon RX 480 8GB. Da besteht natürlich ein großer Performance-Unterschied, denn erstgenannte Grafikkarte steht in unserem FullHD Performance-Index bei nur 135%, letztgenannte dann bei immerhin 550% – dies ergibt eine Differenz von Faktor 4. Deswegen musste der TechSpot in den (unter FullHD aufgenommenen) Benchmarks etwas gegenwirken, meistens wurde nur auf einer Medium-Bildqualität und ohne jedes Anti-Aliasing gemessen, da man ansonsten die ältesten Karten bezüglich Rohleistung und natürlich auch Grafikkartenspeichermenge maßlos überfordert hätte. Bei Doom (2016) reichte aber auch dieser Kunstgriff nicht mehr aus, hier verloren die beiden nur mit 1 GB ausgestatteten Modelle Radeon HD 5830 und 6870 so erheblich an Performance, daß diese Messungen aus dem Index der verbleibenden 5 Spieletitel herausgenommen werden mussten.

5830 6870 7850 270X 380 480-8GB
Chipbasis Cypress LE Barts XT Pitcairn Pro Pitcairn XT Tonga Pro Polaris 10
erreichte FullHD-Performance 100% 134,6% 186,1% 260,0% 342,6% 497,4%
erreichte FullHD-Performance 20,1% 27,0% 37,3% 52,4% 69,0% 100%
FullHD Performance-Index 135% 160% 225% 300% 370% 550%
Index-Abweichung mittel (-22%) gering (-8%) gering (-10%) marginal (-4%) marginal (+3%) Ausgangspunkt

Damit ist die Datenbasis natürlich nicht besonders hoch, so daß die gewissen Abweichungen der Meßergebnisse des TechSpots gegenüber unserem FullHD Performance-Index nun nicht besonders tragisch sind – andere Benchmarks mit mehr Testtiteln können hier durchaus andere Abweichungen ergeben, in der Summe vieler Benchmarks würde sich sicherlich noch ein etwas anderes Ergebnis präsentieren. Dennoch ist in jedem Fall erkennbar, das die Abweichung zunimmt, je älter die Grafikkarten sind – dies war bei einem einige Wochen zurückliegenden, ähnlich aufgebauten Vergleich mit HighEnd/Enthusiasten-Karten von nVidia gleichlautend. Grund hierfür dürften wohl Effekte sein, welche zu den jeweiligen Zeiten noch nicht zum tragen kommen konnten, sondern ihre Wirkung erst im Laufe vieler Grafikkarten-Generationen entwickelt haben. Daß die Grafikkarten-Skalierung über einen so langlaufenden Vergleich etwas besser ist als der Performance-Index es ausdrückt, ist aber in jedem Fall kein Beinbruch – wird damit doch dem Grafikkarten-Käufer, welcher von Uralt-Hardware endlich auf etwas neues wechselt, sogar etwas mehr geliefert als versprochen.

Die ungarische Webseite HWSW (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) zeigen in einem längeren Text über AMDs kommenden Sockel AM4 auch ein Bild der dazugehörigen Bristol Ridge APU samt natürlich einem Bild des neuen AMD-Sockels AM4 selber – welcher wie bekannt auch für die Zen-basierten "Summit Ridge" Prozessoren zum Einsatz kommt. Zu erkennen sind hierbei unter anderem die früher schon gemeldeten 1331 Pins beim Sockel AM4 – mehr als bei Intels aktuellen Consumer-Prozessoren (~1150 Pins). Die PC Games Hardware berichtet zudem in diesem Zusammenhang über ein erstes AM4-Mainboard seitens HP, welches allerdings erst einmal nur für den OEM-Markt gedacht ist (genauso wie derzeit die Bristol-Ridge-APUs selber). Die Existenz eines solchen Mainboards deutet aber an, daß auch bei den eigentlichen Mainboard-Herstellern die Vorbereitungen entsprechender Retail-Platinen weit fortgeschritten sein dürften und damit die Bristol-Ridge-APUs (für den Desktop) samt der ersten AM4-Platinen durchaus schon im Oktober dann endlich in den freien Verkauf gehen könnten.

Gemäß der PC Games Hardware streiten sich Microsoft und Sony über das native 4K-Rendering ihrer kommenden Spielekonsolen – wobei Microsoft darauf besteht, das die Xbox Scorpio jene Funktionalität auch wirklich bieten wird, während Sony derzeit eher damit zu tun hat, die Upscaling-Funktion der PS4 Pro zu verteidigen. Ob es Micosoft gelingt, bei der Xbox Scorpio mit nur 43% mehr Rechenleistung sowie 47% mehr Speicherbandbreite gegenüber der PS4 Pro diesen großen Sprung zu bewältigen, sei allerdings etwas bezweifelt – die PS4 Pro ist weit entfernt von nativem UltraHD-Rendering, und der mittels der Xbox Scorpio gebotenen Rohleistungssprung reicht zur Überwindung dieser Kluft kaum aus. Sicherlich wird es auf der der Xbox Scorpio das eine oder andere Spiel mehr geben, welches intern tatsächlich in der UltraHD-Auflösung rechnet – aber für eine generelle UltraHD-Konsole ist die Xbox Scorpio immer noch klar zu leistungsschwach, deren Hardware-Daten entsprechen schließlich nur grob denen einer GeForce GTX 1070.

Golem berichtet über eine Maßnahme seitens Druckerhersteller HP, mittels welcher bei neueren Firmware-Versionen diverser aktueller HP-Drucker ab dem Stichtag 13. September 2016 keine Tintenpatronen von Drittherstellern mehr akzeptiert werden – sprich, HP hat ein vorher funtionierendes Produkt (bewußt) kaputtgepatcht. HP versucht sich mit dem Hinweis auf seine Urheberrechte aus der Affäre zu ziehen – aber ob jene wirklich betroffen sind, steht eher in Frage, da die Benutzung alternativer Patronen oder Tinten eigentlich nur Garantie & Gewährleistung aufheben sollte, jedoch keineswegs HPs Urheberrechtsansprüche in Frage stellt. Vielmehr gilt in Deutschland sogar der rechtliche Grundsatz, daß (grob formuliert) der Käufer mit dem Produkt in dem Sinne tun kann, was er will – sofern das Ergebnis dessen nicht in die Öffentlichkeit bzw. in den Handel gerät. Leider ist HPs Vorgehen zwar aus Sicht der Anwender arg fragwürdig, aus juristischer Sicht jedoch nicht beanstandbar – da HP schließlich nie den Betrieb mit Fremdpatronen angepriesen oder gar garantiert hatte. Generell darf man das ganze jedoch als Weckruf dafür betrachten, zukünftig keinerlei Drucker mit elektronisch verdongelten Tintenpatronen mehr zu erstehen.

Shortcuts: Wie die PC Games Hardware in Berufung auf AMD höchstselbst mitteilt, wird das aktuelle "Doom (2016)" Spielebundle für die Radeon R9 390 & 390X Grafikkarten nicht in Deutschland (und damit aber in Österreich und der Schweiz?) zum Zuge kommen. Möglicherweise hat das ganze wieder einmal Jugendschutzgründe (selbst von der USK ab 18 freigegebene Titel sind diesbezüglich etwas hakelig), denn ansonsten ist die Herausnahme nur von Deutschland aus einer solchen Aktion eher schwer zu begründen. WCCF Tech berichten über den (angeblichen) Markteintritt Zen-basierter Notebooks im zweiten Halbjahr 2017 (manche Quellen schreiben hierzu "Q2/2017", aber dies ist eine Fehlübersetzung seitens Expreview, welcher ihrerseits als Quelle wiederum WCCF Tech angeben). Leider wird nicht ausgeführt, ob man damit Summit-Ridge- oder Raven-Ridge-basierte Notebooks meint – beide sind schließlich Zen-basiert. Die APUs der Raven-Ridge-Serie werden eigentlich erst im Jahr 2018 erwartet, während Summit Ridge im Notebook eher denn ungewöhnlich wäre – immerhin handelt es sich hierbei um eine ausgewachsene 8-Kern-CPU. Dies könnte es in Einzelfällen sicherlich geben, aber generell dürften die Notebook-Hersteller eher auf die 2018 erscheinenden Zen-basierten APUs warten.

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Umfrage-Auswertung: Wieviel Vorfreude kann AMDs Zen schon jetzt wecken?

Eine Umfrage von Ende August ging der Frage nach der aktuellen Vorfreude (samt eventuellem Kaufwunsch) zu AMDs Zen-Architektur nach – etwas, was AMD jüngst erst selbst mit seiner Zen-Präsentation angeheizt hatte. Dennoch ist die Mehrheit der Umfrageteilnehmer nur verhalten optimistisch, wenn immerhin gleich 49,3% der Stimmenanteile auf die Antwortoption "Hoffnung auf ein starkes Produkt" entfallen. Hier spielt sicherlich die Erfahrung mit hinein, das vor einem Launch seitens der Hersteller (und AMD kann sich hier selber eine dicke Scheibe von abschneiden) regelmäßig das Blaue vom Himmel versprochen wird – und dann auch noch so viele Dinge durch eigenes oder fremdes Verschulden (Stichwort Chipfertiger) schief gehen können. Allerdings kann man aus dieser Stimmabgabe ableiten, das sich Hardware-Enthusiasten zumindest auf AMDs Zen freuen – ob nun im Sinne rein einer gesunden Konkurrenzsituation zu Intel oder aber direkt gleich mit einem möglichen Zen-Kauf im Hinterkopf.

Denn natürlich existiert auch dieses Extrem: Gleich 17,7% der Umfrageteilnehmer sehen Zen schon jetzt als ziemlich sicheren Kauf an – hier schwingt ein erhebliches Begehren nach endlich einmal einer (gangbaren) Alternative im Prozessoren-Markt überdeutlich mit. Egal wie es mit Zen ausgeht, einen gewissen Absatz dürfte AMD somit in jedem Fall mitnehmen können. Auch unter jenen 18,3% der Umfrageteilnehmer, welche von einer gutklassigen Intel-Konkurrenz ausgehen, dürften sich – bei Erfüllung dieser Voraussetzung – Zen-Käufer aquirieren lassen. Auf der anderen Seite des Meinungsspektrum finden sich dann aber auch jene 14,7% der Umfrageteilnehmer, welche der Sache derzeit noch so weit mißtrauen (oder aber welche konsequent neutral gegenüber allen Vorabmeldungen sind), daß jene bis zum Launchtag und dessen Ergebnisse abwarten wollen, ehe man irgendwelche Wertungen abgibt. Ein sicherlich vernünftiger Gedanke – aber natürlich schwer in der Praxis zu realisieren, wenn es in den CPU- und GPU-Märkten jeweils nur noch zwei Anbieter gibt und daher jede neue Hardware wichtig wie auch marktentscheidend ist.

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