21

Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im ersten Quartal 2019

Die Marktforscher von Jon Peddie Research haben in zwei Meldungen – No. 1 & No. 2 – neue Zahlen zum Geschehen auf dem Grafikkarten-Markt veröffentlicht, beiderseits bezogen auf die Stückzahlen-Absätze im ersten Quartal 2019. Im Markt der Grafikchips für Desktop-Grafikkarten (Add-in-Boards = AIBs) ergab sich hierbei auf gegenüber dem Vorquartal leicht verbesserter Auslieferungsmenge (+0,3%) ein durchaus positiver Verlauf zugunsten von AMD, welche somit auch den Negativ-Trend der letzten zwei Quartale stoppen konnten. Derzeit liegt das AMD:nVidia-Verhältnis im AIB-Segment somit wieder bei grob 23:77% – sicherlich noch weit weg von den zum Ende des letzten Cryptomining-Booms erzielten 36:64%, aber wenigstens nicht mehr unterhalb der 20-Prozent-Marke bei AMD.

AiB-Grafikchips Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018 Q1/2019
AMD 34,9% 36,1% 25,7% 18,8% 22,7%
nVidia 65,1% 63,9% 74,3% 81,2% 77,3%
Quelle: Jon Peddie Research
20

Hardware- und Nachrichten-Links des 20. Juni 2019

In der Geekbench-Datenbank ist erneut ein Vorab-Benchmark zu Zen 2 aufgetaucht – diesesmal ist es der Achtkerner Ryzen 7 3800X unter Geekbench 4, welcher dort mit den entsprechenden Werten zum Core i9-9900K, dem (nahezu) gleichpreisigen Core i7-9700K sowie zum eigenen Vorgänger Ryzen 7 2700X zu vergleichen ist. Im Gegensatz zu den kürzlichen Geekbench-Werten zum Ryzen 9 3950X sehen die neuen Resultate weitaus plausibler aus, wird doch beim MultiCore-Ergebnis der Core i9-9900K "nur" eingeholt, verliert Ryzen 7 3800X sogar den SingleCore-Test. Letzteres ist verständlich angesichts der beachtbar niedrigeren Taktraten der AMD-CPU, denn immerhin läuft der Core i9-9900K auf einem Turbo-Takt nicht unterhalb von 4.7 GHz, was noch höher ist als de maximal auf dem Ryzen 7 3800X anliegende Takt (von 4.5 GHz). Als AMD nicht besonders gut liegender Benchmark ist jeder Performance-Gleichstand unter dem Geekbench ein gutes Ergebnis für AMD – davon abgesehen ist der Ryzen 7 3800X rein preislich eigentlich kein Kontrahent für den Core i9-9900K, welcher sich eher mit dem Ryzen 9 3900X messen sollte. Auf der (nahezu) gleichen Preisbasis wären eher Ryzen 7 3800X mit dem Core i7-9700K zu vergleichen, was der AMD-Prozessor selbst unter dem Geekbench mit +18% für sich entscheidet.

Technik Geekbench 4 SC Geekbench 4 MC Liste Quelle
AMD Ryzen 7 3800X Zen 2, 8C/16T, 3.9/4.5 GHz, 105W TDP 5406 34059 399$ Geekbench-DB
Intel Core i9-9900K CFL-Refresh, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz, 95W TDP 6212 34037 488$ Geekbench-DB
Intel Core i7-9700K CFL-Refresh, 8C/8T, 3.6/4.9 GHz, 95W TDP 6021 28828 374$ Geekbench-DB
AMD Ryzen 7 2700X Zen+, 8C/16T, 3.7/4.3 GHz, 105W TDP 4803 26761 329$ Geekbench-DB
20

Umfrage-Auswertung: Wie häufig wird integrierte Grafik tatsächlich zum Spielen eingesetzt?

Mit einer Umfrage von Ende März wurde nach der Häufigkeit des realen Spiele-Einsatzes von integrierter Grafik gefragt – oder aber dem Grund für den Nicht-Einsatz dieser. Mittels der Antworten auf diese Umfrage läßt sich erst einmal sagen, das kumuliert 21,6% der Umfrage-Teilnehmer überhaupt mit integrierter Grafik ein Spielchen wagen. Innerhalb dieser Teilmenge sind die seltenen Nutzer mit 57% allerdings dominierend, die häufigen Nutzer kommen auf 20%, die ausschließlichen Nutzer auf 23%. Bezieht man es auf alle Umfrage-Teilnehmer, stehen iGPU-Spieler mit häufiger oder ausschließlicher iGPU-Nutzung dann nur bei 9,3% der Gesamtnutzer. Dies ist sicherlich keine große Anzahl und letztlich schon allein über alleinige Notebook-Nutzer (bei welchen es häufig nur integrierte Grafik gibt) zu erklären.

19

Hardware- und Nachrichten-Links des 19. Juni 2019

Bei WCCF Tech zeigt man (angebliche) Listenpreise zu nVidias "SUPER"-Grafikkarten – welche zum einen das Bild zu diesem Turing-Refresh erhellen, andererseits aber auch für eine gewisse Ernüchterung sorgen dürften. Denn nVidias "SUPER"-Grafikkarten sollen letztlich zum Preispunkt der bisherigen FE-Modelle angesetzt werden – womit das bessere Preis/Leistungs-Verhältnis des RTX-Refreshs nochmals kleiner ausfällt. Jenes ist zwar nach wie vor vorhanden, aber die Vorab-Berichterstattung gaukelte noch am Monatsanfang sowohl Performance-Sprung als auch Preissenkung gleichzeitig vor. Hält sich diese neue Preis-Information, wird der nVidia-Käufer allerdings mehr löhnen müssen, sobald man zu den "SUPER"-Grafikkarten greift – was sicherlich den wenigsten schmecken dürfte, die nVidia-Preise gelten allgemein schon als reichlich hoch. Allerdings ergibt das "SUPER"-Portfolio auf diesen Preislagen teilweise recht wenig Sinn und es darf daher die Korrektheit dieser Preis-Information doch noch etwas in Frage gestellt werden.

RTX-Original 4K-Perf. Listenpreis 4K-Perf. RTX-Refresh
GeForce RTX 2080 FE 186% 799$ ~190-200% GeForce RTX 2080 Super
GeForce RTX 2080 Ref. 180% 699$
GeForce RTX 2070 FE 151% 599$ ~160-170% GeForce RTX 2070 Super
GeForce RTX 2070 Ref. 146% 499$
429$ ~140-150% GeForce RTX 2060 Super
GeForce RTX 2060 124% 349$
Hinweis: Alle Angaben zu den "SUPER"-Karten basieren derzeit rein auf Gerüchten & Annahmen.
18

Hardware- und Nachrichten-Links des 18. Juni 2019

Ein weiteres (extrem) gutes Benchmark-Resultat zu Intels Ice Lake hat der Twitterer '188号' entdeckt: Hierbei handelt es sich um den Vergleich von Core i7-1065G7 gegen Ryzen 5 3500U unter dem Passmark, das nachfolgend abgebildete Ergebnis entstammt deren Benchmark-Datenbank, ist dort aber leider inzwischen schon wieder entschwunden. Dies ist dann auch der einzige Schönheitsfleck an diesen Werten, denn es gibt ansonsten keine Unstimmigkeiten: In beiden Fällen handelt es sich um bekannte Prozessoren, es sind beides Vierkern-Modelle mit einer TDP von jeweils 15 Watt. Nimmt man die Werte ernst, dann ergeben sich allerdings (erneut) drastische Performance-Vorteile zugunsten von Ice Lake: Um +44,4% SingleThread-Performance sowie +28,3% MulitThread-Performance liegt das Intel-Modell vorn – und dies in diesem Fall mit grundsätzlich vergleichbaren Taktraten. Selbstverständlich wird hier noch ein gewisser Taktraten-Unterschied mit hineinspielen, auch könnten die AMD-Ergebnisse (basierend auf dem Durchschnitt aus 22 verschiedenen Systemen) etwas niedriger ausfallen als bei einem expliziten Vergleichstest, da hierbei vermutlich real kaufbare Systeme (mit ihren teilweisen Schwächen) mit verrechnet wurden.

17

Hardware- und Nachrichten-Links des 17. Juni 2019

Gerade eben noch als Möglichkeit besprochen, gibt es nunmehr eine klarere Bestätigung weiterer Navi-Chips durch neue Einträge in einem Linux-Treiber. Genannt werden hierbei neben Navi 10 (Radeon RX 5700 Serie) wiederum "Navi 14" sowie erstmals "Navi 12" samt erstmals "Navi 21". Hinzu kommen noch entsprechende "LITE"-Varianten, welche derzeit aber nicht erklärt werden können – für die Unterschiede der einzelnen Chip-Varianten auf unterschiedlichen Grafikkarten (Radeon RX 5700 oder Radeon RX 5700 XT) benutzt man normalerweise nicht derartige Begriffe. Die Grafikchips Navi 10 & 14 waren wie gesagt schon bekannt, Navi 12 & 21 wurden bisher aber nur vermutet, es gab zu denen jedoch noch keinerlei Bestätigung – welche hiermit nun endlich vorliegt. Der wahrscheinlich zuletzt folgende HighEnd/Profi-Chip kommt nunmehr zwar als "Navi 21" anstatt dem bisher vermuteten "Navi 20", aber dies dürfte keinen echten Unterschied ergeben. Die kleine Umbenennung könnte vielmehr darauf hindeuten, das hierbei entweder wichtige Änderungen gegenüber der vorherigen Konzeption des Navi-20-Chip vorgenommen wurden – oder aber das "Navi 21" vielleicht schon auf einer höheren Stufe der RDNA-Architektur basiert.

Marktsegment Grafikkarten Terminlage
AMD Navi 10 Midrange/HighEnd Radeon RX 5700 Serie Juli 2019
AMD Navi 12 Mainstream/Midrange mglw. Radeon RX 5600 Serie vermtl. H2/2019 bis H1/2020
AMD Navi 14 LowCost/Mainstream mglw. Radeon RX 5500 Serie vermtl. H2/2019 bis H1/2020
AMD Navi 21 HighEnd/Enthusiast & Profi mglw. Radeon RX 5800 Serie angbl. 2020
Hinweis: Alle Angaben zu Navi 12, 14 & 21 sind derzeit natürlich rein spekulativ.
16

Hardware- und Nachrichten-Links des 15./16. Juni 2019

Nach der Vorstellung der Radeon RX 5700 Serie treibt unser Forum schon wieder die Frage um, wann denn nun kleinere Navi-Lösungen nachrücken werden. Die Informationslage hierzu ist allerdings ausgesprochen dünn – faktisch wurde bisher nur eine Codezeile entdeckt, welche "Navi 14" (neben dem "Navi 10" der Radeon RX 5700 Serie) enthält. Der früher ebenfalls an dieser Stelle genannte "Navi 12" ist hingegen immer noch eher als spekulativ anzusehen, gibt es bislang keinerlei Belege überhaupt nur für die Existenz eines entsprechenden Projekts. Insofern ist nicht klar, ob AMD den Ausbau der Navi-Serie nach unten hin mit nur einem oder gleich zwei Grafikchips vornimmt. Sinnvoll wären aber natürlich dennoch gleich zwei Grafikchips, um damit erstens Polaris 20/30 (Radeon RX 570, 580 & 590) sowie zweitens Polaris 21 (Radeon RX 560) zu ersetzen. Dies ist mit (jeweils) groben Halbierungen der Hardware-Einheiten, ausgehend von Navi 10, durchaus möglich.

Navi 10 Navi 12 Navi 14
Chipbasis 10,3 Mrd. Transistoren auf 251mm² Chipfläche gesch.: ca. 170mm² Chipfläche gesch.: ca. 110mm² Chipfläche
Technik 2560 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR6-Speicherinterface angen.: ca. 1408-1536 Shader-Einheiten an einem 128 Bit GDDR6- oder 256 Bit GDDR5-Speicherinterface angen.: ca. 768-896 Shader-Einheiten an einem 128 Bit GDDR5-Speicherinterface
Grafikkarten Radeon RX 5700 XT (~154%, 225W)
Radeon RX 5700 (~138%, 180W)
angen.: Radeon RX 5600 Serie (TDP ~120W) angen.: Radeon RX 5500 Serie (TDP ~60W)
ersetzt Radeon RX Vega 56 & 64 auf Vega-10-Basis (495mm²) angen.: Radeon RX 570, 580 & 590 auf Polaris-20/30-Basis (232mm²) angen.: Radeon RX 560 auf Polaris-21-Basis (146mm²)
Status offiziell rein spekulativ rein spekulativ
Performance-Prognose gemäß dem 3DCenter UltraHD Performance-Index
Inhalt abgleichen