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Hardware- und Nachrichten-Links des 7. Mai 2020

Mit den Launchreviews von Ryzen 3 3100/3100X hat AMD auch aktualisierte Informationen zum Prozessoren-Support auf AMDs Mainboard-Chipsätzen für zukünftige Ryzen-Generationen verlauten lassen. Ursprünglich ging man basierend auf einer 2017er AMD-Aussage davon aus, das alle Prozessoren des Sockels AM4 auch auf allen Mainboards dieses Sockels funktionieren würden – obwohl AMD dies im Original eigentlich nicht versprochen hatte (da geht es nur um die Benutzung des Sockels AM4 bis zum Jahr 2020 im generellen). Aber natürlich konnte man exakt dieses Verhalten zumindest erhoffen – was AMD nun aber bei den kommenden Ryzen 4000 Prozessoren auf Basis von Zen 3 jedoch nicht mehr einhalten wird. Jene bedingen ein neues Mainboard auf mindestens Niveau X570 & B550 – trotz weiterhin der Verwendung des Sockels AM4 bei Ryzen 4000 (womit natürlich nicht die Renoir-basierten Ryzen 4000 U/H/G Prozessoren gemeint sind). Angeblich liegt dabei das Problem allein in der Größe der BIOS-Bausteine bzw. das jene nicht die Daten für alle Prozessoren über mehrere Ryzen-Serien speichern können.

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Launch von Ryzen 3 3100 & 3100X: Erste Testberichte gehen online

Noch etwas vor dem eigentliche Marktstart von Ryzen 3 3100 und Ryzen 3 3300X hat AMD für den 7. Mai bereits die Veröffentlichung der entsprechenden Benchmarks freigegeben – woran sich erstaunlich viele Hardware-Seiten beteiligt haben, möglicherweise auch aufgrund der Abwesenheit anderer Hardware-Launches in letzter Zeit und (bis auf Ausnahmen wie Comet Lake-S) auch für die nächste Zeit. Die beiden neuen Vierkerner stehen normalerweise etwas außerhalb dessen, was man im Enthusiasten-Segment derzeit gern sehen will, kommen aber natürlich auch zu ganz anderen Preispunkten daher – bei 99 bzw. 120 Dollar lauten die eigentlichen Gegner eher auf frühere Vierkern- und Sechskern-Modelle von AMD. Von Intel gibt es dagegen (derzeit) keine passenden Gegner, da Intel für frühere Generationen die Preise nicht senkt, in der aktuellen Generation keine Vierkerner mit HyperThreading anbietet und dies erst mittels der Core i3-10000 Prozessoren ausbügeln wird. Insofern wurden die beiden neuen Zen-2-Vierkerner derzeit oftmals gegenüber Sechskernern von Zen/Zen+ sowie dem letzten Intel-Vierkerner mit HyperThreading in Form des Core i7-7700K getestet. Aufgrund der preislichen Differenzen kann dies interessante Konstellationen ergeben: Es ist einfach, einen schnelleren Prozessor als Ryzen 3 3100 & 3300X zu finden – aber beim Preis/Leistungs-Verhältnis wird es schwierig, diesen beiden sehr günstig gelisteten Vierkernern etwas vorzumachen.

Kerne Takt L2+L3 TDP Kühler Liste Launch
Ryzen 3 3300X 4C/8T 3.8/4.3 GHz 2+16 MB 65W Wraith Stealth 120$ 7. Mai 2020
Ryzen 3 3100 4C/8T 3.6/3.9 GHz 2+16 MB 65W Wraith Stealth 99$ 7. Mai 2020
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Hardware- und Nachrichten-Links des 6. Mai 2020

Die PC Games Hardware hat sich eine "MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming Z Trio" angesehen – die erste 2080Ti mit 16Gbps-Speicher (4000 MHz QDR Speichertakt). Die Karte kommt auf den gleichen (hohen) Taktraten wie die Gaming X daher, womit der Einfluß des Speichertakts direkt vergleichbar wird – was allerdings nicht besonders prall ausfällt. Denn ohne Übertaktung liegen gerade einmal +2% zwischen den beiden Speichertaktraten – der bessere Speicher bringt also kaum etwas, die Karte ist unter derzeitigen Anforderungen kaum Speicherbandbreiten-limitiert. Eher interessant ist somit, wie stark MSI die Gaming Z oberhalb den Standard einer GeForce RTX 2080 Ti erheben könnte: Hierbei bietet die Gaming Z ca. 8-9% Mehrperformance gegenüber einer FE-Ausführung, gegenüber einer GeForce RTX 2080 Ti auf Referenztakt wäre dies dann schon eine Performance-Differenz von ca. 11-13%. Im Übertaktungsbetrieb zeigt die Karte dann ihre wahre Stärke und kommt hochgerechnet ca. 19-23% schneller als eine Karte auf Referenztakt heraus – was angesichts der heutzutage üblichen, meist ziemlich übertaktungsschwachen Grafikkarten ein richtig gutes Ergebnis darstellt.

Technik WQHD-Perf. UltraHD-Perf.
MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming Z Trio @ OC Übertaktung auf ~2050 MHz & 18 Gbps 115,2% 118,9%
MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming Z Trio 1350/1755 MHz, 16 Gbps, 300W TDP 107,8% 109,1%
MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio 1350/1755 MHz, 14 Gbps, 300W TDP 105,3% 106,8%
nVidia GeForce RTX 2080 Ti FE 1350/1635 MHz, 14 Gbps, 260W TDP 100% 100%
gemäß der Messungen der PC Games Hardware unter 5 Game-Benchmarks
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Radeon RX 5600 XT (nach weiteren BIOS-Updates) nunmehr fast durchgehend mit höherem Speichertakt

AMD macht mit einer extra Webseite auf die aktuell angebotenen Radeon RX 5600 XT Grafikkarten-Modelle mit dem höheren Speichertakt von 14 Gbps (3500 MHz QDR) aufmerksam. Auf den ersten Blick sieht dies erst einmal wie eine Werbeaktion zugunsten dieser (bisherigen) Werksübertaktung aus – aber da täuscht man sich gleich zweifach. So nennt AMD reihenweise Karten-Modelle, welche zum Launch-Zeitpunkt von ihren Herstellern noch mit dem niedrigeren Speichertakt von 12 Gbps (3000 MHz QDR) ins Rennen geschickt wurden, nunmehr aber als 14Gbps-Modelle. Und in der Tat haben die Grafikkarten-Hersteller bei fast allen seinerzeitigen 12Gbps-Modellen inzwischen nun doch neue BIOS-Versionen mit dem höheren Speichertakt zur Verfügung gestellt, ohne das dies bislang an die große Glocke gehängt wurde – was AMD nunmehr also nachholt. Gegenüber dem Stand von Ende Januar wechseln damit immerhin ein gutes Dutzend Kartenmodelle nachträglich noch von 12 Gbps auf nunmehr 14 Gbps Speichertakt. Zudem sind gegenüber der letzten diesbezüglichen Aufstellung einige weitere Kartenmodelle hinzugekommen, wobei alle wirklich neuen Karten gleich mit dem höheren Speichertakt antreten:

Game/max.Boost immer noch: 12 Gbps ab Launch: 14 Gbps Launch: 12 Gbps → Mai: 14 Gbps neue Modelle: 14 Gbps
1375/1560 MHz - - MSI Mech -
1420/1600 MHz - - MSI Gaming -
1460/1620 MHz - - Gigabyte Windforce OC, MSI Mech OC -
1560/1620 MHz XFX Raw II, XFX Thicc II Pro 12Gbps PowerColor Red Dragon PowerColor 5600XT PowerColor V2, XFX Thicc II Pro 14Gbps
1615/1750 MHz Asus Dual, XFX Thicc III Pro 12Gbps MSI Gaming Z, Sapphire Pulse ASRock Challenger, ASRock Phantom Gaming D2, Asus Dual OC, Asus TUF Gaming X3 OC, MSI Gaming X Asus TUF Gaming X3 Top, XFX Thicc III Pro 14Gbps
1660/1750 MHz XFX Thicc III Ultra 12Gbps PowerColor Red Devil - XFX Thicc III Ultra 14Gbps
1670/1750 MHz Asus Strix Asus Strix Top, Gigabyte Gaming OC ASRock Phantom Gaming D3, Asus Strix OC -
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Hardware- und Nachrichten-Links des 5. Mai 2020

Vom Twitterer RetiredEngineer (via WCCF Tech) kommt die Übersetzung eines augenscheinlich chinesischsprachigen DigiTimes-Berichts, welcher gute Einblicke in die Chipfertigungs-Strategie bei nVidia für die anstehenden Ampere- und Hopper-Generationen gibt (natürlich handelt es sich hierbei um klassische Insider-Informationen, welche nVidia kaum jemand kommentieren wird und welche daher schwer auf ihren Wahrheitsgehalt zu kontrollieren sind). Danach war nVidia zuerst einmal überrascht von den Auswirkungen des Chipfertiger-Wechsels seitens AMD von GlobalFoundries zu TSMC. Da nVidia zudem zum selben Zeitpunkt eher daran gedacht hatte, mehr in Richtung Samsung zu gehen, stand man am Ende ohne ausreichende 7nm-Kapazitäten bei TSMC da. nVidia wollte eigentlich sogar TSMC mittels des Schwenks hin zu Samsung unter preislichen Druck setzen – was jedoch nicht funktioniert hat, TSMC kann sich seine (hohe) Preislage aufgrund des technologischen Vorsprungs wie auch der erzielten Fertigungsqualität weiterhin leisten (was man ja auch an den jüngsten TSMC-Geschäftszahlen eindeutig ablesen kann). In der Folge dieses Fehlschlags hat nVidia nun allerdings einen Strategiewechsel vorgenommen und will AMD zukünftig auch an der Front der Chipfertigung sogar zuvorzukommen:

In order to prevent AMD from getting any bigger, nVidia has decided to catch up, even leapfrog AMD, in adopting TSMC's 7nm and 5nm EUV nodes.
 
Due the high cost of advanced nodes, and the desire to have a second source for risk diversification, nVidia may use the higher-cost, but better-yielding TSMC 7nm EUV process for its mid-to-high end products, while part of the lower volume, mid-to-low- end products will use Samsung's agressively priced 7nm EUV and 8nm processes.
 
For next-generation GPUs based on the Hopper architecture, nVidia has already pre-booked TSMC's 5nm production capacity in 2021, and is also in discussion with Samsung for smaller volume orders.

Quelle:  DigiTimes-Bericht, übersetzt von RetiredEngineer @ Twitter am 5. Mai 2020

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