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Taktraten und Listenpreise zu AMDs zweiter Threadripper-Generation aufgetaucht

Von Videocardz kommen die Taktraten und Listenpreise zur zweiten Threadripper-Generation ("Threadripper II" oder "Ryzen Threadripper 2000") – womit klarer wird, in welche Richtung AMD hierbei geht. Das ganze wird zwar ohne Quellenangabe seitens Videocardz abgehandelt, aber im Gegensatz zu anderen Webseiten kann man bei Videocardz ganz gut darauf vertrauen, das hierbei mindestens halbwegs solide Informationen verbreitet werden. Grob gesehen hebt AMD bei der zweiten Threadripper-Generation primär die Boost-Taktraten der 12- und 16-Kerner an, bietet für jene (im Vergleich zur ersten Threadripper-Generation) dann noch einen kleinen Vorteil beim Listenpreis. Die großen 24- und 32-Kerner kommen hingegen mit etwas niedrigeren Taktraten an, optisch wird über den Boost-Takt von jeweils 4.2 GHz aber dennoch ein gewisser Hingucker geboten. Zudem bleiben die Preise der 24- und 32-Kerner halbwegs im Rahmen – jene Modelle sind sowieso nur sinnvoll in Anwendungsfällen, wo diese extreme Rechenpower auch wirklich ausgenutzt werden kann.

Basis Kerne Takt PB2 XFR unl. L2+L3 TDP Preis Release
Ryzen Threadripper 2990WX Pinnacle Ridge 32C +SMT 3.0/4.2 GHz 16+64 MB 250W 1799$ August 2018
Ryzen Threadripper 2970WX Pinnacle Ridge 24C +SMT 3.0/4.2 GHz 12+? MB 250W 1299$ Q3/2018
Ryzen Threadripper 2950X Pinnacle Ridge 16C +SMT 3.5/4.4 GHz 8+32 MB 180W 899$ Q3/2018
Ryzen Threadripper 1950X Summit Ridge 16C +SMT 3.4/4.0 GHz 8+32 MB 180W 999$ 10. Aug. 2017
Ryzen Threadripper 2920X Pinnacle Ridge 12C +SMT 3.5/4.3 GHz 6+32 MB 180W 649$ Q3/2018
Ryzen Threadripper 1920X Summit Ridge 12C +SMT 3.5/4.0 GHz 6+32 MB 180W 799$ 10. Aug. 2017
Ryzen Threadripper 1900X Summit Ridge 8C +SMT 3.8/4.0 GHz 4+16 MB 180W 449$ 31. Aug. 2017
Alle Threadripper-Prozessoren kommen im Sockel TR4 daher und sind damit nur auf Mainboards mit AMDs X399-Chipsatz einsetzbar. Für die CPU-Modelle mit 250 Watt TDP dürfte noch eine explizite Freigabe durch den jeweiligen Mainboard-Hersteller notwendig werden. "PB" = Precision Boost 2, "unl." = unlocked.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 2./3. August 2018

Für gewisse Verwirrung sorgen die neuerlichen Meldungen über einen nVidia GA104-400 Grafikchip sowie GeForce GTX 2070 & 2080 Grafikkarten (No.1 & No.2), welche das bislang schon vorhandene Namensdurcheinander bezüglich der kommenden nVidia-Generation nochmals verbreitern. Beide neuen Namensnennungen kommen direkt und im Rahmen einer offiziellen Funkzertifizierung von Grafikkarten-Hersteller Manli, sind also nicht so einfach von der Hand zu weisen (sogar trotz Dementi seitens Manli). Dennoch sehen wir hier hohe Chancen, das es sich hierbei entweder wirklich um Schreib- bzw. Übertragungsfehler handelt – oder aber das es um Produkte des Jahres 2019 geht, nicht aber die jetzt anstehende neue nVidia-Generation. Gut möglich, das es nächstes Jahr nach der Turing-Generation dann doch wieder die Ampere-Generation gibt (jener Codename war früher einmal als Volta-Nachfolger im Gespräch), welche dann auch ganz konventionell aus HPC-Chip und Gaming-Chips besteht. Für die jetzt kommende nVidia-Generation läuft dagegen alles darauf hinaus, das nVidia das ganze unter dem Generations-Codenamen "Turing" bringt, die benutzten Grafikchips grob der Volta-Entwicklungslinie entstammen und entsprechende Grafikkarten als "GeForce 11" Serie in den Handel gehen. Das daraufhin nächstes Jahr dann keine "GeForce 12" Serie, sondern gleich eine "GeForce 20" Serie folgt, wäre nur sinnig, da hiermit der große Sprung mittels der 7nm-Fertigung besser symbolisiert werden kann.

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Platinen-Layout der GeForce GTX 1180 spricht für mittelgroßen Grafikchip mit 256-Bit-Interface samt 8/16 GB Speicher

Im chinesischen Baidu-Forum (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, via Videocardz) sind Fotos einer neuen nVidia-Grafikkarte bzw. von deren unbestückter Platine (PCB) aufgetaucht, welche für die kommende GeForce GTX 1180 aus der Turing-Generation gedacht sein soll. Die Platine gehört augenscheinlich zu einer neuen Grafikkarten-Generation, da DVI-Ausgänge und SLI-Konnektoren fehlen, für letzteres ist dagegen ein NVLink-Anschluß mit dabei. Da die Beschriftung auf nVidia selber hindeutet, dürfte es sich hierbei um eine Referenzplatine handeln, ergo kein Eigendesign eines der Grafikkarten-Hersteller. Die zu sehenden Zertifikationslogos weisen zudem auf den finalen Status dieser Platinen hin:

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Nochmals neue Intel-Roadmaps zeigen Coffee-Lake-Refresh im Oktober 2018 samt reichlich Veränderungen im HEDT-Segment an

Die kürzlich gezeigte Intel-Roadmap war augenscheinlich (trotz vergleichsweise neuem Datums) immer noch nicht der wirklich neueste Stand – jener kommt nun in Form zweier neuer Intel-Roadmaps mit Datum vom Juli 2018 seitens des chinesischen HKEPC (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, via Videocardz) sowie von WCCF Tech. Beide Webseiten präsentieren dabei voneinander abweichende Roadmaps, welche inhaltlich jedoch trotzdem übereinstimmen – womit das herauskommende Bild dann wohl passend sein sollte. Im Gegensatz zur kürzlichen Roadmap fällt sicherlich zuerst die Terminpräzisierung des Coffee-Lake-Refreshs (Core i-9000 Serie) auf, welcher übereinstimmend von den neuen Roadmaps nunmehr mit Oktober 2018 angegeben wird. Hierbei handelt es sich dann auch direkt um einen echten Launchtermin, dies wird insbesondere mittels der weiteren Roadmap-Folien bei HKEPC klar.

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nVidia stellt "Adaptive Temporal Antialiasing" als erste RayTracing-Anwendung vor

Grafikchip-Entwickler nVidia hat mittels "Adaptive Temporal Antialiasing" (ATAA) eine neue Art von Kantenglättung vorgestellt, welche für ihr Wirken unter anderem Hardware-basiertes RayTracing benutzt. Grundsätzlich handelt es sich bei "Adaptive Temporal Antialiasing" um eine Erweiterung des bekannten "Temporal Antialiasing" (TAA, nicht zu verwechseln mit "Temporal Approximate Anti Aliasing" aka TXAA), welches den Postprocessing-Weichzeichner FXAA mit einer zeitlichen (temporalen) Komponente vermischt, um besonders in Bewegung gute Ergebnisse erzielen zu können. Nichtsdestotrotz ist bei TAA weiterhin aufgrund der FXAA-Basis ein nicht unerheblicher Weichzeichner-Effekt zu sehen, welcher zudem besonders feine Details dann auch gleich ganz verschwinden lassen kann. Mittels ATAA will man nunmehr basierend auf TAA gewisse Bildteile durch ein adaptives RayTracing-Verfahren besonders exakt glätten, um gerade dieser Problematik der Vernichtung besonders feiner Details entgegenzuwirken.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 1. August 2018

PC Games Hardware und ComputerBase vermelden erfreuliches vom Grafikkarten-Markt: Die Preise sind im Juli auf breiter Front um im Schnitt -6% nach unten gegangen, wobei AMD-Grafikkarten üblicherweise mehr als diese Durchschnittsmarke verloren haben, nVidia-Grafikkarten üblicherweise weniger. Damit wurde allerdings gerade die bisher noch bestehende Schieflage abgebaut, bei welcher die nVidia-Grafikkarten zumeist schon auf dem Preistand von vor dem Cryptomining-Boom angeboten wurden, die AMD-Grafikkarten demgegenüber jedoch immer noch zu teuer waren. Besonders bemerkenswert sind die Preisnachlässe bei Radeon RX Vega 56 & 64, wobei die Radeon RX Vega 64 nun erstmals wieder für 500 Euro und damit zu ihrem Listenpreis angeboten wird. Derzeit noch existierende Differenzen zu "normalen Preisen" liegen fast nur noch im geringen Maßstab vor, auch die Ausnahmen in Form von Radeon RX 560 und Radeon RX Vega 56 sind mit 13-20% Preisaufschlag nicht mehr so massiv abweichend wie noch zum Jahresanfang. Die Grafikkarten-Preise finden nunmehr also in eine normale Spur zurück – wenngleich man allerdings auch sagen muß, das für zumeist gut zwei Jahre alte Grafikchips inzwischen eigentlich auch beachtbare niedrigere Preislagen als gegenüber deren jeweiligem Launch denkbar (erwartbar?) wären.

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Aktualisierte Intel-Roadmap zeigt (ersten Teil der) Core i-9000 Serie im dritten Quartal 2018

Das chinesische XFastest (maschinelle Übersetzing ins Deutsche, via Videocardz) hat gestern kurzfristig für Verwirrung gesorgt mittels einer Intel Desktop-Prozessoren Roadmap für die Jahre 2018 und 2019, welche den Coffee-Lake-Refresh in Form der Core i-9000 Prozessoren-Serie erst für das erste Quartal 2019 einzeichnete. Diese Roadmap war augenscheinlich unaktuell und wurde umgehend durch eine neuere Roadmap ersetzt – welche zwar den gleichen Zeitraum (Q2/2018 bis Q2/2019) abdeckt, aber nun dennoch die aktuell bei Intel gehandelte Roadmap darstellen soll. Und laut jener kommt der Coffee-Lake-Refresh nun wieder im dritten Quartal des laufenden Jahres 2018 – zumindest in Teilen. Denn für dieses Jahr sind augenscheinlich nur die K-Modelle Core i5-9600K, Core i7-9700K und Core i9-9900K geplant, alles weitere soll dann in einer zweiten Welle tatsächlich erst im ersten Quartal 2019 folgen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 30./31. Juli 2018

WCCF Tech vermelden eine neue nVidia Promo-Aktion "Made to Game", welche möglicherweise den Abverkauf von GeForce-10-Grafikkarten zum Ziel hat. Über diese Zielsetzung kann man allerdings geteilter Meinung sein, denn GeForce GTX 1050 Ti und GeForce GTX 1060 Karten braucht man derzeit sicherlich noch nicht abverkaufen, egal ob schon eine neue Grafikkarten-Generation kurz vor der Tür steht – denn nach allem dafürhalten wird die kommende Turing-Generation zuerst in (viel) höhere Preisbereiche gehen und daher diese Mainstream- und Midrange-Modelle (vorerst) nicht vom Markt verdrängen. Interessant ist es dennoch, das nVidia innerhalb der "Made to Game" Aktion Preisnachlässe sowie die Bundelung mit einer Kingston-SSD nicht für die eigene "Founders Edition", sondern direkt auf der nVidia-Webseite für diverse Herstellerkarten von Asus, Inno3D, MSI und Zotac anbietet. Allerdings läuft diese Aktion derzeit nur regional in Großbritannien, Portugal und den VAE bei nVidia und ausgewählten Händlern, unterscheidet sich damit erheblich von den ansonsten üblichen Spielebundle-Aktionen.

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Gerüchteküche: Völlig abweichende Angaben zu Performance & Stromverbrauch der Turing-Grafikkarten

Die kürzliche Meldung mit ersten Performance-Angaben zur Turing-Generation hat für reichlich Kommentare gesorgt – in vielen Fällen sah man dabei unrealistische, weil als zu niedrig empfundene Werte. Das die Werte niedriger sind als zuletzt allgemein erwartet, läßt sich nicht abstreiten – andererseits sieht die Quelle vergleichsweise seriös aus und ist es durchaus nicht verkehrt, auch mal etwas auf die Bremse zu treten, ehe die Erwartungen wieder in den Himmel wachsen. Allerdings gibt es inzwischen auch noch andere Performance-Angaben zur Turing-Generation, welche in die komplett gegensätzliche Richtung gehen. Laut WCCF Tech (wie üblich ohne Quellenangabe) kommen allesamt im September gleich drei Turing-basierte Grafiklösungen, zu welchen derzeit aber nur TDPs und Listenpreise genannt wurden. Zusammen mit einer gleichzeitig zum Turing-Launch in Kraft tretenden Preissenkung bei GeForce GTX 1080 (von 499$ auf 449$) und GeForce 1080 Ti (von 699$ auf 599$) läßt sich allerdings trotzdem schon ganz gut hochrechnen, auf welche Performance-Höhen die Turing-Grafikkarten gemäß dieses Gerüchts ungefähr kommen sollten:

Listenpreis TDP Performance Releasetermin
180W-Turing-Lösung 699-749$ 180W eigene Schätzung: 190-220% erste September-Woche 2018
150W-Turing-Lösung 599$ 150W eigene Schätzung: 160-180% zweite September-Woche 2018
GeForce GTX 1080 Ti 599$ (alt: 699$) 250W 175% 10. März 2017
120W-Turing-Lösung 499$ 120W eigene Schätzung: 140-150% Ende September 2018
GeForce GTX 1080 449$ (alt: 499$) 180W 132% 17. Mai 2016
Performance-Werte gemäß des 4K Performance-Index, alle Angaben zu Turing-Karten sind derzeit natürlich ungesichert
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Hardware- und Nachrichten-Links des 28./29. Juli 2018

Bei der ComputerBase hat man sich angesehen, wie gut World of WarCraft in der neuen Version 8.0 auf der hiermit in Spiel eingeführten DirectX-12-API läuft, diesbezügliche Ausarbeitungen von Golem und der PC Games Hardware (APU-bezogen) helfen das Bild zu ergänzen. Wie seitens Blizzard allerdings schon angekündigt, profitieren nVidia-Grafikkarten mehrheitlich nicht von der neuen Grafik-API, sondern laufen größtenteils sogar langsamer (Ausnahme: bei schwacher, älterer CPU können auch nVidia-Grafikkarten von DirectX 12 profitieren). Der Vorteil liegt primär auf Seiten der AMD-Grafikkarten – wobei auch hier gilt, das sich bei einer starken CPU kaum etwas bewegt, man auf kleineren CPUs die größten Vorteile generieren kann. Interessanterweise geht der Performanceverlust bei nVidia-Grafikkarten unter DirectX 12 teilweise so weit, das jene ihren typischen nVidia-Vorteil unter World of WarCraft verlieren – weswegen die Standardeinstellung des Spiel die nVidia-Karten weiterhin mit DirectX 11 betreiben läßt. Mit entsprechend herabgesetzter Bildqualität ist World of WarCraft natürlich auch weiterhin auf AMD-APUs und Intel-iGPUs zu betreiben, was trotz der grafischen Verbesserungen bei einem 14 Jahre alten Spiel aber auch zu erwarten ist.

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