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Gerüchteküche: Hardware-Daten zur dritten GA102-Variante "GA102-150" offenbart

Laut dem (in diesen Dinge gewöhnlich sehr gut unterrichteten) Twitterer Kopite7kimi stehen die Hardware-Daten von "GA102-150" nunmehr fest: Die neue GA102-basierte Lösung zwischen GeForce RTX 3070 & 3080 soll mit 58 Shader-Clustern an einem 320 Bit GDDR6X-Speicherinterface antreten – was dann einen Speicherausbau von 10 GB GDDR6X impliziert. Jener GDDR6X-Speicher wurde vom Twitterer auf Nachfrage explizit bestätigt – wobei dies nicht einmal zwingend die These vom schlecht lieferbaren GDDR6X-Speicher untergräbt. Denn laut Don Charlie @ Twitter könnte das Problem weniger an der reinen Fertigungsmenge von GDDR6X-Speicher liegen, sondern vielmehr an den für GeForce RTX 3080 & 3090 benötigten (hohen) GDDR6X-Taktraten. Dies würde bedeuten, dass GDDR6X-Speicher auf niedrigeren Taktraten – spekulativ 17-18 Gbps – somit kein Lieferproblem mehr verursachen würde. In jedem Fall würde ein niedrigerer Speichertakt am gleichen 320-Bit-Interface gut zur abgesenkten Anzahl an Shader-Clustern passen, welche mit 58 ziemlich in der Mitte zwischen GeForce RTX 3070 (46) und GeForce RTX 3080 (68) rangiert.

GA102-150-KD-A1, 7424FP32, 320bits
Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 23. Oktober 2020

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Hardware- und Nachrichten-Links des 23. Oktober 2020

Für einiges Medienecho sorgt derzeit die wohl von Twitterer HXL zuerst notierte aktualisierte Singlethread-Performance Rangliste beim im PassMark (CPUMark), welche nach längerer Zeit der Intel-Dominanz nun plötzlich mit dem Ryzen 5 5600X eine AMD-CPU an der Leistungsspitze sieht. Besonders beeindruckend ist dabei die Kombination der beiden Umstände, dass es sich hierbei um ein Midrange-Modell handelt – und jenes die Intel-Prozessoren sogar mit Abstand auf die Plätze verweist, die Differenz zum zweitplazierten Core i9-10900K beträgt satte +10%. Dies wiegt um so schwerer, als dass man seitens PassMark in diesem Frühling das Bewertungsschema verändert hatte, wonach alle AMD-Prozessoren abgewertet wurden und sich AMDs nächstschnellster Prozessor demzufolge erst auf Position 22 einfindet (Ryzen 7 3800 XT mit 2888 Punkten). Damit sieht nun schon der dritte Singlethread-Benchmark AMDs kommende Zen-3-Prozessoren vorn – womit die Chancen erheblich steigen, dass auch reale Anwendungen mit Last auf wenigen Rechenkernen eine ähnliche Performance-Charakteristik bei den am 5. November anstehenden Launchreviews zu Zen 3 zeigen werden.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 22. Oktober 2020

Twitterer Kopite7kimi hat Anzeichen einer weiteren GA102-Grafikkarte vernommen, welche zwischen GeForce RTX 3070 (GA104-300) und GeForce RTX 3080 (GA102-200) liegen und möglicherweise auf den Codenamen "GA102-150" hören soll. Hiermit könnte nVidia eventuell auf einen zu großen Performance-Abstand zwischen GeForce RTX 3070 & 3080 reagieren, in welchem es sich somit Navi 21 XL oder/und XT gemütlich machen werden. Alternativ oder auch gleichzeitig könnte es sich um eine GA102-Lösung mit GDDR6-Speicher handeln, wo also auf den GDDR6X-Speicher der bisherigen GA102-Lösungen verzichtet wird. Zu selbigem GDDR6X-Speicher wird ab und zu von Lieferproblemen berichtet, wobei diese Information sicherlich noch auf eine vernünftige Bestätigung wartet. Genauere Daten oder einen Termin gibt es derzeit noch nicht zu GA102-150, wobei gemäß der gewöhnlichen Zeitdauer zwischen erstem Gerücht und dem realen Markteintritt dies kaum kein Produkt für die nachfolgenden nächsten Wochen sein sollte.

I heard a new spec of GA102, between 3080 and 3070.
Maybe it is GA102-150, an emergency product before GA103 release???

Quelle:  Twitterer 'Kopite7kimi' in Tweet #1 & Tweet #2 am 22. Oktober 2020

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Erste 3DMark13-Werte zur GeForce RTX 3070 - und zu Navi 21 XT

Videocardz zeigen einen ganzen Strauß an Benchmark-Werten zur GeForce RTX 3070 unter den 3DMark13-Tests "FireStrike" und "TimeSpy". Alle angegebenen Werte wurden dabei mit einem Herstellermodell zur GeForce RTX 3070 aufgenommen, welches allerdings auf Referenztaktung und mit der Referenz-TDP lief, ergo mit minimalen Abweichungen der Performance der "Founders Edition" entsprechen sollte. Videocardz haben keine Vergleichswerte zu anderen Grafikkarten notiert, jene lassen sich jedoch unter den früheren Launchreviews zur GeForce RTX 3080 in (zumeist) ausreichender Menge finden, allein für den FireStrike-Extreme-Test gab es nur eine einzige Quelle für diese reinen GPU/Graphics-Werte. Dabei sind zur Performance-Bewertung dieser Grafikkarten primär nur die Tests unter der UltraHD-Auflösung – sprich FireStrike Ultra und TimeSpy Extreme – interessant, da auch nur deren Performance-Skalierung gegenüber dem 3DCenter UltraHD/4K Performance-Index gut vergleichbar ist.

3DMark13 FireStrike/TimeSpy (GPU) FSE (WQHD) FSU (4K) TS (WQHD) TSE (4K)
GeForce RTX 3080 20936 Ø 10865 Ø 17573 Ø 8985
Navi 21 XT ? > 10000 ? ?
GeForce RTX 3070 17115 8749 13945 6907
GeForce RTX 2080 Ti 16552 Ø 8247 Ø 14127 Ø 6930
GeForce RTX 2080 Super 13645 Ø 6749 Ø 11494 Ø 5392
Quellen: GeForce RTX 3070 von Videocardz; Navi 21 XT von Patrick Schur @ Twitter; GeForce RTX 2060 Super, 2080 Ti & 3080 stellen den Durchschnitt der Benchmark-Ergebnisse von Hot Hardware, KitGuru, Overclockers Club, Tweakers & Xanxo Gaming dar; durchgehend GPU/Graphics-Werte!
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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. Oktober 2020

Aufreger des Tages ist sicherlich die Meldung seitens Videocardz über eine (angebliche) Streichung von GeForce RTX 3070 16GB & GeForce RTX 3080 20GB – sprich, den beiden Speicher-verdoppelten Grafikkarten-Variante in Nachfolge von deren jeweils regulären Kartenausführungen mit 8 bzw. 10 GB Speicher. Videocardz haben hierzu zwei unabhängige Quellen vorliegen, insofern ist das ganze durchaus Ernst zu nehmen – wobei natürlich trotzdem die Chance auf Irrtum nicht abgetan werden kann. Vor allem aber irritiert, dass sich nVidia überhaupt zu so einem Schritt entschließen könnte – denn eigentlich werden diese beiden Speicher-verdoppelten Grafikkarten mit dem Aufkommen der RDNA2-basierten Radeon RX 6000 nun gerade um so mehr benötigt. Denn geht es nach den letzten Leaks zum Radeon RX 6000 Portfolio, würde AMD ein Grafikkarten-Angebot mit durchgehend klar besserer Speicherbestückung auflegen, nVidia also auf der Schiene der Speichermengen eindeutig unter Druck geraten.

AMD RDNA2 nVidia Ampere
Enthusiast GeForce RTX 3090 – 24 GB
HighEnd Radeon RX 6800/6900 XT – 16 GB GeForce RTX 3080 – 10 GB
Midrange I Radeon RX 6800 – 12-16 GB GeForce RTX 3070 – 8 GB
Midrange II Radeon RX 6700 XT – 12 GB GeForce RTX 3060 Ti – 8 GB
Mainstream Radeon RX 6700 – 10 GB GeForce RTX 3060 – 6 GB
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Ein erster (grober) Überblick zum "Radeon RX 6000" Grafikkarten-Portfolio

Mittels weiterer Detail-Informationen fügt sich langsam ein gewisses Bild zu AMD kommenden Grafikkarten-Portfolio auf Basis der RDNA2-basierten Grafikchips der "Navi 2X" Chip-Familie, resultierend in der "Radeon RX 6000" Grafikkarten-Serie, zusammen. Die neuere Informationen kommen zum einen zweimal von Twitter: So tritt laut Yuko Yoshida @ Twitter die "Navi 21 XT" Chip-Variante im Vollausbau des Navi-21-Chips an – eine Information, welche im übrigen an andere Stelle aber auch anders gesehen wird. Wichtig an dieser Stelle ist jedoch vor allem der Hinweis, dass Abspeckungen des Navi-21-Chips immer ganze 8 Shader-Cluster umfassen müssen, es also nur Chip-Varianten mit 80, 72, 64, 56 Shader-Clustern geben kann. Währenddessen macht Rogame @ Twitter auf eine zweite Speicherbestückung des Navi-22-Grafikchips mit 10 GB Speicher aufmerksam: Jene dürfte wohl für eine Abspeckung dieses Navi-22-Chips Verwendung finden, sprich eine potentielle "Navi 22 XL" Chip-Variante. Und zum anderen vermelden Videocardz einen umfangreichen Leak zu Hardware-Daten der Radeon RX 6000 Serie, bei welchem zum ersten Mal den Chip-Varianten nun auch konkrete Grafikkarten-Namen zugeordnet wurden. Noch passen alle diese Informationen nicht gänzlich unter einen Hut, womit die nachfolgende Auflistung in Details etwas vager ist als die Videocardz-Aufstellung, sprich mehr Raum für kleinere Abweichung bei den Detail-Angaben läßt:

Chip Hardware Speicher Listenpreis Performance Release
Radeon RX 6900 XT Navi 21 XTX 80 CU @ 256 Bit 16 GB GDDR6 ca. $749-799 ungefähr wie RTX3080 Nov. 2020
Radeon RX 6800 XT Navi 21 XT 72-80 CU @ 256 Bit 16 GB GDDR6 ca. $549-649 5-10% langsamer als RTX3080 Nov. 2020
Radeon RX 6800 Navi 21 XL 56-64 CU @ 192-256 Bit 12-16 GB GDDR6 ca. $399-499 grob wie RTX3070 Nov. 2020
Radeon RX 6700 XT Navi 22 XT 40 CU @ 192 Bit 12 GB GDDR6 ca. $299-399 grob wie RTX3060Ti Jan. 2021
Radeon RX 6700 Navi 22 XL 32 CU @ 160 Bit 10 GB GDDR6 ca. $249-299 grob wie RTX3060 Jan. 2021
Anmerkung: vorläufige, unsichere Daten
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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. Oktober 2020

Igor's Lab weisen noch einmal eindrücklich und ausführlich auf den Umstand hin, dass AMD die "TGP" aka "Total Graphics Power" anders sieht als nVidia – nämlich als Stromverbrauchswert rein des Grafikchips sowie des Speichers, jedoch ohne das Grafikboard inklusive Spannungswandlung, Lüftern und eventuellem Zusatz-Gedöns (RGB, USB-Ports). Basierend auf dem letzten Gerücht zu einer Navi-21XT-Karte mit 255 Watt TGP kann man dann hochrechnen, auf was für einen kompletten Kartenverbrauch dies hinauslaufen sollte – zusätzlich werden auch Modellrechnungen mit einer Navi-21XL-Karte sowie einer weiteren Navi-21XT-Karte mit Werksübertaktung angeboten. Augenscheinlich gehen Igor's Lab dabei jeweils von 65 Watt Verbrauch des Grafikboards selber aus, basierend auf Vergleichswerten zur GeForce RTX 3080, wo sich eine ähnliche Modellrechnung mittels Praxiswerten bestätigen lassen konnte. Der sicherlich auffällige Punkt der ganzen Rechnung ist dann, dass AMDs reguläres Top-Modell in Form von "Navi 21 XT" durchaus genauso bei 320 Watt Stromverbrauch herauskommen könnte – wie die in diesem Punkt gescholtene GeForce RTX 3080.

Grafikchip Speicher Board gesamt (TBP)
Navi 21 XT – Werksübertaktung 270W 20W 65W 355W
Navi 21 XT 235W 20W 65W 320W
Navi 21 XL 203W 17W 65W 285W
Modellrechnung durch Igor's Lab
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Umfrage-Auswertung: Ist der Preis der GeForce RTX 3090 selbst für Enthusiasten zu hoch?

Mittels einer Umfrage von Anfang September (kurz nach der offiziellen Vorstellung der ersten Ampere-Karten, aber noch vor dem eigentlichen Launch der GeForce RTX 3090) wurde nach der Preislage der GeForce RTX 3090 gefragt – welche selbst für nVidia-Verhältnisse exorbiant ausfällt, gerade angesichts der vergleichsweise geringfügigen Mehrperformance gegenüber der GeForce RTX 3080. Zum Zeitpunkt der Umfrage wurde zwar schon über die "GeForce RTX 3080 20GB" spekuliert, war diese Karte jedoch noch nicht so vergleichsweise sicher wie derzeit, wo jene bereits auf Roadmaps von Grafikkarten-Herstellern abgebildet wird sowie mittels Auflistungen von Device-IDs faktisch bestätigt ist. Insofern sind jene 45,1% der Umfrageteilnehmer, welche zu diesem früheren, schließlich noch unsicheren Stand, auf diese "GeForce RTX 3080 20GB" warten wollen, ein sehr beachtbares Ergebnis – welches aufgrund der sich nunmehr ergebenden Informationslage aktuell sicherlich noch etwas höher ausfallen könnte.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 19. Oktober 2020

Aus unserem Forum kommt eine interessante These bzw. Vorhersage zu Server-Varianten von "Zen 3" – von welchen dann auch neue Threadripper-Prozessoren auf Zen-3-Basis abhängen dürften. Danach soll es im November genauere Informationen geben, AMD hat sich bei Zen 3 erst einmal auf die Consumer-Varianten und dort die Gaming-Gemeinde gekümmert – augenscheinlich wohlwissend, das man in diesem Segment mittels "Zen 3" den größtmöglichsten Eindruck hinterlassen kann. Für den Server-Bereich soll es dann eine Überraschung mit unterschiedlichen Dies geben – augenscheinlich nicht bezogen auf die I/O-Dies, sondern die eigentlichen Core-Chiplets. Hierzu gibt es wohl zwei Varianten der Zen-3-Serverausführung "Milan" – "High-Ends" und "Low-Ends" – wobei die Low-Ends "nicht ausschließlich Zen3 TSMC 7nm" nutzen sollen. Dies läßt einige Möglichkeiten offen: Zuerst fällt einem ein anderer Chipfertiger oder wenigstens ein anderes Fertigungsverfahren bei TSMC ein, gleichzeitig läßt der vorliegende Wortlaut aber auch die (theoretische) Option offen, dass hierbei frühere Zen-Varianten verbaut werden könnten.

Im November gibts News zu Server.
Hintergrund ist man will jetzt erstmal Gaming im Fokus haben.
Server technisch gibt es eine ziemliche Überraschung
Ich sag es mal Vorsicht so. AMD hat einen Weg gefunden den low-end Server Markt mit Dies zu vermixen die nicht NUR 7nm TSMC sind. Somit kann man wesentlich größere Marktanteile erreichen und ist nicht Kapazität eingeschränkt von TSMC
Ich kann nichts dazu sagen wie genau AMD das macht. Ich kann nur sagen das es unterschiedliche Milans gibt (High-Ends und Low-Ends) Und die Low-Ends nutzen nicht ausschließlich Zen3 TSMC 7nm.

Quelle:  3DCenter-Forum am 19. Oktober 2020

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17./18. Oktober 2020

Nachdem Twitterer 'Rogame' zuerst in die Kerbe derselben hohen Taktraten geschlagen hatte wie bei der kürzlichen Meldung zu den Taktraten von "Navi 21 XT", gab es kurz darauf ein gewichtiges Update mit beachtbar niedrigeren Taktraten zu Navi 21 XL & XT. Die hierbei gemeldeten Taktraten zu den kommenden RDNA2-basierten Grafikkarten sind immer noch recht hoch, passen nunmehr allerdings wieder unter jene maximale Taktrate, welche der MacOS-Treiber kürzlich verraten hat – bestenfalls 2200 MHz bei Navi 21, bezogen natürlich auf den maximalen Chiptakt, bei AMD ergo der offiziell derart genannte "Boost Clock". An dieser Angaben im MacOS-Treiber kann man sich aber natürlich auch nicht wirklich hochziehen, schließlich kann man Taktraten immer noch ändern – im Gegensatz zur vorhandenen Hardware. Trotzdem wäre es etwas seltsam, wenn der MacOS-Treiber maximal 2.2 GHz nennt und es real dann bedeutsam mehr würde – was zumindest laut den Taktratenangaben von 'Rogame' nun aber nicht mehr der Fall sein soll.

Navi21 XL
> Base clock 1350MHz to 1400MHz
> Game clock 1800MHz to 1900MHz
> Boost clock 2100MHz (maybe 2200MHz)
 
Navi21 XT
> Base clock 1450MHz to 1500MHz
> Game clock 2000MHz to 2100MHz
> Boost clock 2200MHz to 2400MHz
 
> Reference cards on the lower end of the clock range
> AIB cards on the higher end of the clock range

Quelle:  Rogame @ Twitter am 18. Oktober 2020 (samt Nachtrags-Tweet)

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