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Die Systemanforderungen zu Halo 5: Forge

Spielepublisher Microsoft hat die offiziellen PC-Systemanforderungen für "Halo 5: Forge" bekanntgegeben, dem auch für den PC erscheinenden Map-Editor samt Multiplayer-Part von Halo 5. Das am 8. September 2016 verfügbare Spiel wird wieder einmal nur als UWP-App dargeboten, ergo funktioniert es auch nur unter DirectX 12 und Windows 10. Da Microsoft der Schirmherr der Halo-Spieleserie ist, darf eine spätere Veröffentlichung für andere Betriebssysteme als arg unwahrscheinlich gelten. Wie gesagt handelt es sich bei Halo 5: Forge um ein reines Multiplayer-Erlebnis (auf Basis vom Spieler zu kreierender und nachfolgend sharebarer Maps), die Singleplayer-Kampagne von Halo 5: Guardians bleibt derzeit Xbox-One-exklusiv – dafür ist Halo 5: Forge allerdings auch kostenlos aus dem Windows Store herunterladbar. Zukünftige Halo-Titel könnte Microsoft dagegen durchaus auch vollständig sowohl unter der Xbox-als auch der Windows-10-Fahne veröffentlichen.

Die minimalen Systemanforderungen von Halo 5: Forge sehen mittelprächtig aus und sind zudem Konsolen-typisch eher CPU-lastig: Minimal einen Core i5 (wenngleich nahezu egal der Taktfrequenz) schließt schon einiges an Altmaterial aus, ist aber dennoch von gutklassigen Mainstream-Prozessoren zu schultern. Die minimal abgeforderte GeForce GTX 650 Ti (Perf.Index 170%) ist hingegen kaum eine Hürde für einen Gamer-PC, selbst nicht für diejenigen von Gelegenheitsspielern. Die Empfehlungen, mit denen man immerhin 60 fps unter FullHD erreichen können soll, sind mit Core i5-3570K samt GeForce GTX 970 dann schon nicht schlecht und schließen viele ältere Midrange-Grafikkarten aus. Die Ultra-Anforderungen, mittels welchen man 60 fps unter der UltraHD-Auflösung erreichen können soll, sind dann mit Core i7-4770K samt GeForce GTX 980 Ti nochmals höher, allerdings noch nicht in einem wirklich unbezwingbaren Feld. Derart betrachtet sollten hochklassige Gamer-PCs das Spiel also selbst unter allerhöchsten Auflösungen sogar noch sehr flüssig genießen können.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen Ultra-Anforderungen
Ziel-Auflösung keine Angabe 60 fps @ FullHD 60 fps @ UltraHD
Betriebssystem Windows Vista     Windows 7     Windows 8.0     Windows 8.1     Windows 10     Linux
32/64-Bit 32-Bit *unbekannt*     64-Bit
Prozessor AMD K10 4C  (ab ~3.5 GHz)
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C  (ab ~3.5 GHz)
Intel Core 2 Duo
Intel Core 2 Quad  (ab ~3.5 GHz)
Intel Celeron/Pentium (2C)
Intel Core i3 (2C+HT)  (ab ~3 GHz)
Intel Core i5 (4C)
Intel Core i7 (4C+HT)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 4C
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C  (ab ~4 GHz)
AMD Mainstream-APU 4C
Intel Core 2 Duo
Intel Core 2 Quad
Intel Celeron/Pentium (2C)
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)  (ab ~3.5 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT)  (ab ~3.0 GHz)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
AMD K10 4C
AMD K10 6C
AMD Bulldozer 4C
AMD Bulldozer 6C
AMD Bulldozer 8C
AMD Mainstream-APU 4C
Intel Core 2 Duo
Intel Core 2 Quad
Intel Celeron/Pentium (2C)
Intel Core i3 (2C+HT)
Intel Core i5 (4C)
Intel Core i7 (4C+HT)  (ab ~3.5 GHz)
Intel Core i7-E (6C/8C/10C)
RAM 8 GB 12 GB 16 GB
Festplatte 40 GB freier Festplattenplatz
Grafik-API DirectX 11     DirectX 12     OpenGL     Vulkan
Grafikkarte AMD Radeon HD 5000ab 5850 2GB
AMD Radeon HD 6000ab 6850 2GB
AMD Radeon HD 7000ab 7790 2GB
AMD Radeon R200ab 260X 2GB
AMD Radeon R300ab 360
AMD Radeon R400ab 460
nVidia GeForce 400ab 460 2GB
nVidia GeForce 500ab 560 2GB
nVidia GeForce 600ab 650 Ti 2GB
nVidia GeForce 700ab 750 2GB
nVidia GeForce 900ab 950 "SE"
nVidia GeForce 1000ab 1060 3GB
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000
AMD Radeon R200ab 290
AMD Radeon R300ab 390
AMD Radeon R400ab 480 4GB
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600ab Titan
nVidia GeForce 700ab Titan Black
nVidia GeForce 900ab 970
nVidia GeForce 1000ab 1060 6GB
AMD Radeon HD 5000
AMD Radeon HD 6000
AMD Radeon HD 7000
AMD Radeon R200
AMD Radeon R300
AMD Radeon R400
nVidia GeForce 400
nVidia GeForce 500
nVidia GeForce 600
nVidia GeForce 700
nVidia GeForce 900ab 980 Ti
nVidia GeForce 1000ab 1070
Grafik-RAM 2 GB 4 GB 6 GB
Anmerkung: Die angegebenen Anforderungen zu Prozessor und Grafikkarte stellen eine eigene Interpolation der offiziellen Anforderungen dar.
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Intel gibt nachträglich genauere Unterlagen zur Skylake-Architektur heraus

Prozessorentwickler Intel hat anläßlich der Vorstellung der Kaby-Lake-Generation nun endlich einmal genaueres zur auch Kaby Lake zugrundeliegenden Skylake Prozessoren-Architektur gesagt. Jene Technik-Betrachtung wurde beim seinerzeitigen Skylake-Launch für (kurze Zeit) später versprochen, dieses Versprechen aber bis dato nicht eingelöst. Auch die neu herausgegebenen Unterlagen ergeben weitaus weniger Informationen, als man früher von Intel im Rahmen neuer Prozessoren-Generationen gewohnt war zu bekommen – aber wenigstens werden die grundsätzlichsten Fragen geklärt und gibt es nun ein offizielles Blockschaltbild zu Skylake, welches wie gesagt auch für Kaby Lake gilt. Die großen Änderungen zur vorhergehenden Broadwell-Generation fehlen natürlich, zuletzt hatte Intel mit der Haswell-Generation eine wenigstens formell wichtige Änderung mittels der Hinzunahme einer vierten Integer-Einheit getätigt. Generell betrachtet gewinnen die neuen Intel-Generationen aber schon seit Ivy Bridge immer nur noch (taktnormierte) 3-7% pro Generation hinzu – und bei Kaby Lake ist es wie bekannt sogar gar nichts, da hierbei der CPU-Teil komplett von Skylake übernommen wurde.

Intel Skylake Architektur (1)
Intel Skylake Architektur (1)
Intel Skylake Architektur (2)
Intel Skylake Architektur (2)
Intel Skylake Architektur (3)
Intel Skylake Architektur (3)
Intel Skylake Architektur (4)
Intel Skylake Architektur (4)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 30. August 2016

Heise vermelden die unerwartet frühe Vorstellung von Intels Kaby Lake in Form von sechs Modellen für Tablets und Ultrabooks, hierbei handelt es sich ausschließlich um Zweikern-Prozessoren mit GT2-Grafiklösung. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Fortschritte durch die Kaby-Lake-Generation präzisiert: Auf CPU-Seite ist das ganze regelrecht identisch zu Skylake, gibt es also nicht einmal die ansonsten üblichen kleineren Architekturverbesserungen. Bei der integrierten Grafik wurde genauso am 3D-Teil nichts verändert, gibt es da auch nicht mehr Hardware-Einheiten – die einzigen Änderungen betreffen die Media-Fähigkeiten der Display-Engine. Mehr Performance kann Kaby Lake also nur durch höhere Taktrate bzw. speziell im Mobile-Bereich durch ein bessere Turbo-Ausnutzung innerhalb des Rahmens einer gegebenen TDP erzielen. Im Desktop dürfte sich der Performancesprung von Kaby Lake daher angesichts des bekannten Taktratensprungs von 200-300 MHz in engen Grenzen halten – im Mobile-Segment ist durch Intels verbesserte 14FF+ Fertigung etwas mehr möglich, sind aber letztlich auch keine Wunderdinge zu erwarten.

Die größten Vorteile von Kaby Lake dürften sich somit dort ergeben, wo die TDP knapp ist – sprich bei Tablets (4,5W TDP) und Ultrabooks (15W TDP), wobei jene Ultrabook-Prozessoren auch gern für gewöhnliche Notebooks verwendet werden. Da diese ersten Kaby-Lake-Prozessoren ohne HDMI 2.0 vermeldet wurden, dürfte es sich um das erste Kaby-Lake-Stepping handeln, wie kürzlich in einer Auslieferungs-Roadmap zu Kaby Lake indirekt so genannt. Gemäß jener wird dann zum Jahreswechsel ein zweites Kaby-Lake-Stepping mit nutzbarem HDMI 2.0 (samt HDCP 2.2) folgen, welches dann auch in allen möglichen Bauformen aufgelegt wird, von Ultrabooks bis zum Desktop-Vierkerner. Wer unbedingt HDMI 2.0 in der Intel-Grafiklösung benötigt, sollte also das Auftauchen dieser zweiten Welle an Kaby-Lake-Prozessoren abwarten. Ob Intel für jene noch einmal einen großen Launch abhält, ist angesichts der geringen Änderungen eher fraglich – aber zumindest die Vierkerner des Desktop-Segments dürften wohl noch ihren Launchtag samt entsprechenden Hardwaretests irgendwann zum Jahreswechsel 2016/2017 bekommen.

Gemäß der DigiTimes sollen schon im Jahr 2018 in Notebooks häufiger SSDs als HDDs verbaut werden. Im genauen geht man für das Jahr 2018 von einer SSD-Adaptionsrate von 56% aus, nachdem jene im abgelaufenen zweiten Quartal 2016 bei schon 32-33% lag. Damit ist jetzt schon ein guter Teil des Notebook-Angebots gleich mit SSD ausgerüstet – aber wenn erst einmal die 50%-Markt durchbrochen ist, dann dürfte es normalerweise schnell gehen mit der Ablösung der noch verbliebenen Angebote mit herkömmlicher HDD. Als zusätzlicher Massenspeicher wird uns die HDD zwar noch lange begleiten, aber für viele Notebooks lohnt sich das nur bedingt, dies ist rein bautechnisch auch nur in größeren Notebooks überhaupt möglich. Nach diesem kommenden Meilenstein im Jahr 2018 wartet dann noch das Desktop-Segment als letzte Bastion der HDD – welches dann aber auch zeitnah fallen sollte. Möglicherweise schon im Jahr 2020 dürften mehr oder weniger alle Komplett-PCs und Notebooks dann nur noch mit SSD ausgerüstet sein, der Normalanwender somit eine herkömmliche HDD nur noch in Form von externen Festplatten nutzen. Gegenüber den Anfängen, als im Jahr 2009 gerade einmal 8,2% der 3DCenter-Leser eine SSD genutzt haben, wäre dies eine insgesamt betrachtet doch rasante Entwicklung der SSD.

Ziemlich unterschiedliche Wertungen bekommt die vorgestellte finale EU-Leitlinie zur Netzneutralität: Während man bei der Netzpolitik regelrecht euphorisch ist, wird bei Golem und Heise eher von einem gewissen Rückschritt geredet. In der finalen Leitlinie sollen sich gegenüber den vorherigen Dokumenten jedenfalls eher nur Änderungen zugunsten der Provider finden – wobei allerdings auch wieder kein ganz großes Schlupfloch vorhanden ist, die Provider also erst einmal zur Netzneutraliät gezwungen werden. Jene ist allerdings nicht perfekt, "Spezialdienste" bleiben ebenso wie ZeroRating-Angebote erlaubt. Die eigentlichen Netzneutralität wird dann also auf Basis dieser politischen Willensbekundung vor allem durch die nationalen Regulierer zu verteidigen sein – gegenüber sicherlich immer mal wieder kommenden Versuchen der Provider, diese rein praktisch zu untergraben. Eine völlig Gewähr, daß dieser Kampf immer gewonnen werden kann, gibt die Leitlinie nicht – denn für diesen Zweck ist jene dann doch zu wenig kategorisch ausgefallen.

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AMD gibt "Vega" einen offiziellen Termin: Erstes Halbjahr 2017

Mittels einer neuen Investoren-Präsentation hat AMD erstmals einen offiziellen Vega-Termin angegeben, welcher auf das erste Halbjahr 2017 lautet. Dies entspricht allerdings auch allen anderen, wenngleich eher vagen Termin-Angaben in früheren AMD-Roadmaps – so wie in AMDs letzten drei Roadmaps: No.1 (März), No.2 (April) und No.3 (Juli). Die Hoffung auf einen früheren Termin war sowieso verschwindend gering, es gab hierzu nur einen einzigen Hinweis in Gerüchteform. Die von AMD gestreuten Vega-Teaser – No.1 (Juni) und No.2 (August) lassen hingegen keine präzise zeitliche Aussage zu – und eingedenk des Punkts, das AMD die erst Ende Juni vorgestellte Polaris-Generation schließlich schon seit Jahresanfang geteasert hatte, sprechen diese frühen Vega-Teaser nicht wirklich dagegen, das die Vega-Generation dann erst im Jahr 2017 erscheint. AMDs Vega-Generation besteht laut früherem Wissen aus zwei Grafikchips: Vega 10 und Vega 11, dies konnte kürzlich sogar unabhängig belegt werden. Vega 10 ist der kleinere hiervon, zu welchem auch deutlich mehr Informationen bzw. wenigstens Gerüchte vorliegen.

Beispielsweise soll Vega 10 gemäß früheren Informationen dem früheren Greenland-Projekt von AMD zuzuordnen sein – und zu selbigen liegen schon gewisse Hardware-Daten in Form von 4096 Shader-Einheiten samt einer neuen Ausbaustufe der GCN-Architektur vor. Ob dies bei Vega 10 noch passt, bliebe abzuwarten, ist aber aufgrund der nahezu Verdopplung gegenüber den 2304 Shader-Einheiten des nächstkleineren Polaris-10-Chips nun nicht gerade unwahrscheinlich. Bei "nur" 4096 Shader-Einheiten liegt der Vergleich zum Fiji-Chip von Radeon R9 Nano, Fury & Fury X natürlich nahe – aber AMD muß mit Vega 10 deutlich mehr als dessen Performance erreichen, denn nVidia ist mit dem GP104-Chip von GeForce GTX 1070 & 1080 inzwischen weit enteilt. Mehr Performance aus derselben Anzahl an Shader-Einheiten wäre über mehr Taktraten und eine bessere Ausnutzung der Recheneinheiten herauszuholen, gerade hier sollten die von AMD inzwischen erreichten Architekturverbesserungen dann noch viel stärker wirken als bei den Polaris-Grafikchips.

Ob dies für AMDs Vega-10-Chip reicht, um sich mit nVidias GP104-Chip anzulegen, werden wir jedoch frühestens zum Jahresanfang 2017 erfahren – denn das AMD einen früheren Termin seinen Investoren nicht gleich brühwarm servieren würde, ist dann auch wieder unwahrscheinlich. Im Idealfall kommt somit Vega 10 irgendwann im ersten Quartal, der nachfolgende größere Vega-11-Chip irgendwann im zweiten Quartal. Mittels der nur ungenauen Terminangabe "erstes Halbjahr 2017" hat AMD jedoch noch alle Möglichkeiten zu leichten Terminverschiebungen, wirklich sicher ist dies alles somit nicht. Der genannte Vega-11-Chip sollte dann im übrigen in Konkurrenz zu den nVidia-Chips GP100 und GP102 gehen – vermutlich muß AMD mit Vega 11 sowohl Gaming- als auch HPC-Markt bedienen, was in gewissem Sinne einen Nachteil gegenüber nVidias Ansatz bedeutet. Aber zu Vega 11 ist noch wirklich zu wenig bekannt (nämlich nur der Codename), um dies jetzt schon wirklich genau beurteilen zu können.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. August 2016

Die ComputerBase hat die Performance der GeForce GTX 1070 "Mobile" mit der von Desktop-Beschleunigern verglichen – und ist somit der Frage nachgegangen, wieviel nVidias neue Mobile-Generation im realen Einsatz an Performance verliert, nachdem die offiziellen Spezifikationen im Prinzip gleich sind. Das benutzte Schenker-Notebook "XMG U507 Ultimate" ist hierfür ein guter Testunterbau, da überhaupt nicht überkandidelt, sondern ein normales DTR-Produkt mit regulärer Luftkühlung. Hierbei zeigen sich sofort die Limitationen heutiger "offizieller Spezifikationen", denn die GeForce GTX 1070 "Mobile" taktet natürlich in der Praxis ganz anders als ihr Desktop-Pendant: In den gleichen Spielen lief die Desktop-Variante im Schnitt mit 1696 MHz, die Mobile-Variante hingegen mit nur 1534 MHz. Das ist dann schon ein sehr erheblicher Taktratenunterschied von -9,6% – welcher bei der GeForce GTX 1070 "Mobile" allerdings zum Teil durch deren höhere Anzahl an Shader-Einheiten von +6,7% aufgefangen wird. Daraus resultierte dann auch ein Performance-Rückstand unter FullHD von nur -3,1% zwischen Desktop- und Mobile-Variante.

In dieser Frage liegt die GeForce GTX 1070 "Mobile" zumindest in diesem Schenker-Notebook klar besser als unsere bisherigen Schätzungen – wobei ein Test auch kein Test und sich das ganze besser noch durch andere Hardwaretests bestätigen lassen sollte. Einzurechnen ist speziell zur GeForce GTX 1070 "Mobile" auch noch der besagte Punkt der höheren Anzahl der Shader-Einheiten, was bei GeForce GTX 1060 "Mobile" und GeForce GTX 1080 "Mobile" nicht mehr gegeben ist – jene Karten dürften also eher in die Richtung eines Performanceverlusts tendieren, welcher dem Taktratennachteil der GeForce GTX 1070 "Mobile" von -9,6% nahekommt. Bei der GeForce GTX 1080 "Mobile" könnte zudem noch das Problem hinzukommen, daß der volle GP104-Chip noch häufiger in ein Temperaturlimit läuft, als es bei der GeForce GTX 1070 "Mobile" schon der Fall ist. An dieser Stelle tun wirklich weitere Hardwaretests zum Thema not – um sich letztlich der Beantwortung der Frage zu nähern, wie schnell die Pascal-basierten Mobile-Beschleuniger wirklich sind.

Beim chinesischen BenchLife (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) zeigt man man eine Kaby-Lake-Präsentation, welche die kommende Prozessoren-Generation von Intel umreißt. Wichtig ist der Punkt, das die integrierten Grafiklösungen von Kaby Lake weiterhin der 9. Intel-Grafikgeneration angehören, in diesem Punkt also gleich zu Skylake sind (abseits der Verbesserungen an den Media-Fähigkeiten). Sofern Kaby Lake also wirklich über eine klar bessere iGPU-Performance verfügt – wie sich kürzlich andeutete – dann wäre dies in der Tat nur über mehr Hardware-Einheiten lösbar, nicht jedoch über Architekturverbesserungen. Daneben verspricht Intel in seiner Präsentation natürlich wieder einmal erhebliche generelle Performancezugewinne vom Rahmen von 12-19% – vergißt dabei jedoch zu erwähnen, daß diese nur im Mobile-Bereich mit limitierenden TDPs derart auftreten können. Auf dem Desktop dürfte es bei Kaby Lake den bekannten 200-300 MHz Mehrtakt geben, mit dem (logischerweise) nicht viel Staat zu machen sein wird.

WCCF Tech wollen aus Kreisen der Mainboard-Hersteller erfahren haben, das AM4-Mainboards für AMDs "Bristol Ridge" (Carrizo-basierte) APUs sowie "Summit Ridge" (Zen-basierte) Prozessoren bereits im Oktober verfügbar werden sollen. Dies ist kein großes Wunder, da die Mainboard-Hersteller auf den Sockel AM4 nun lange Monate der Vorbereitung hatten und inzwischen eher auf die entsprechenden Prozessoren warten. Zudem sind AM4-Mainboards auch sehr einfach zu erstellen, da augenscheinlich kein AMD-Mainboardchipsatz mehr vonnöten ist – ein entsprechender Mini-Mainboardchipsatz wird bereits in allen Prozessoren mit Sockel AM4 enthalten sein, damit müssen entsprechende Billig-Mainboards nur noch die benötigten Sockel und Ausgänge tragen, aber mehr oder weniger keine eigenen Chips mehr. Für den Bedarf des Retail-Markts werden die Mainboard-Hersteller natürlich noch Zusatzchips verbauen, um mehr USB/SATA-Anschlüsse sowie weitere Zusatzfunktionen zur Verfügung zu stellen. Selbst bei einer entsprechenden Verfügbarkeit im Oktober dürfte man dann trotzdem auf die ersten AM4-Prozessoren warten müssen, denn Bristol Ridge wird erst zum Jahresende erscheinen, Summit Ridge hingegen nicht vor dem Jahresstart 2017.

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Grafikkarten-Marktüberblick für 2-GB-Grafikkarten

In unserem akuellen Grafikkarten-Marktüberblick haben wir uns nur noch auf die Modelle ab 4 GB Grafikkartenspeicher konzentriert – einfach aus dem Grunde, daß dies wohl die zeitgemäße Speicherbestückung für eine jetzt neu gekaufte Grafikkarte darstellt. Über diesen Punkt kann man natürlich auch anderer Meinung sein, erst kürzlich hat ein Hardwaretest wiederum ziemlich andere Ergebnisse im Wettstreit der Speichermengen von 2 GB vs. 4 GB notiert. Demzufolge wollen wir hiermit doch noch die Grafikkarten mit nur 2 GB Grafikkartenspeicher im Sinne eines Marktüberblicks betrachten. Neben natürlich der Radeon RX 460 wird hiermit auch die GeForce GTX 950 "SE" – sprich die GeForce GTX 950 ohne extra Stromanschluß – erstmals mit betrachtet.

Gamer-Grafikkarten mit 2 GB Grafikkartenspeicher
AMD Preislage nVidia
  170-190
Euro
GeForce GTX 960 2GB
nVidia GM206, 28nm Maxwell 2, DirectX 12 (FL 12_1), 1024 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1127/1178/3500 MHz, 4 GB GDDR5, Verbrauch: 10W/109W, Performance: 340%, Perf./Preis: 0,96, Perf./Verbr.: 0,63
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
Radeon R9 380 2GB
AMD Tonga, 28nm GCN3, DirectX 12 (FL 12_0), 1792 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit GDDR5-Interface, ≤970/2850 MHz, 4 GB GDDR5, Verbrauch: 14W/179W, Performance: 370%, Perf./Preis: 1,11, Perf./Verbr.: 0,42
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
150-190
Euro
 
  150-160
Euro
GeForce GTX 950 "SE" 2GB
nVidia GM206, 28nm Maxwell 2, DirectX 12 (FL 12_1), 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1024/1188/3300 MHz, 2 GB GDDR5, Verbrauch: 9W/~70W, Performance: ~260%, Perf./Preis: 0,85, Perf./Verbr.: 0,75
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
  140-160
Euro
GeForce GTX 950 2GB
nVidia GM206, 28nm Maxwell 2, DirectX 12 (FL 12_1), 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1024/1188/3300 MHz, 2 GB GDDR5, Verbrauch: 9W/92W, Performance: 290%, Perf./Preis: 0,98, Perf./Verbr.: 0,64
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
Radeon RX 460 2GB
AMD Polaris 11, 14nm GCN4, DirectX 12 (FL 12_0), 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1090/1200/3500 MHz, 4 GB GDDR5, Verbrauch: ~10W/~70W, Performance: 260%, Perf./Preis: 1,08, Perf./Verbr.: 0,75
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
115-130
Euro
Radeon R7 370 2GB
AMD Pitcairn, 28nm GCN1, DirectX 12 (FL 11_2), 1024 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit GDDR5-Interface, ≤975/2800 MHz, 2 GB GDDR5, Verbrauch: 11W/108W, Performance: 260%, Perf./Preis: 1,06, Perf./Verbr.: 0,49
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
110-140
Euro
 
  110-120
Euro
GeForce GTX 750 Ti 2GB
nVidia GM107, 28nm Maxwell 1, DirectX 12 (FL 11_0), 640 Shader-Einheiten, 40 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1020/1085/2500 MHz, 2 GB GDDR5, Verbrauch: 7W/61W, Performance: 210%, Perf./Preis: 0,93, Perf./Verbr.: 0,69
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
  105-120
Euro
GeForce GTX 750 2GB
nVidia GM107, 28nm Maxwell 1, DirectX 12 (FL 11_0), 512 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1020/1085/2500 MHz, 2 GB GDDR5, Verbrauch: 7W/55W, Performance: 185%, Perf./Preis: 0,84, Perf./Verbr.: 0,68
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
Radeon R7 360 2GB
AMD Bonaire, 28nm GCN2, DirectX 12 (FL 12_0), 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, ≤1050/3250 MHz, 2 GB GDDR5, Verbrauch: ~7W/~85W, Performance: 185%, Perf./Preis: 0,94, Perf./Verbr.: 0,44
Produkt- & Preissuche: HWL, PreisR., Geizhals, Amazon
95-105
Euro

Aber angesichts dessen, das es eine Radeon RX 470 4GB ab 210 Euro gibt und vor allem eine Radeon RX 460 4GB ab 135 Euro, wird es schwer, hier Empfehlungen zu finden. Alle oberhalb von 130 Euro liegenden 2-GB-Modelle können mehr oder weniger automatisch durch eben diese beiden genannten 4-GB-Modelle ersetzt werden. Interessant ist die Speicherbestückung von 2 GB nur bei noch günstigeren Karten – was beispielsweise potente Angebote wie die Radeon R9 380 oder die GeForce GTX 950 leider vollkommen ausschließt. Als sinnvolle 2-GB-Lösung bleibt somit eigentlich nur die Radeon RX 460 2GB ab 115 Euro übrig – die teurere Angebote werden wie gesagt durch die 4-GB-Karten ersetzt, die günstigeren Angebote sind auch entsprechend langsamer bzw. erreichen nicht einmal das Preis/Leistungs-Verhältnis jener Radeon RX 460 2GB.

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