Leaker Kopite7kimi @ X weckt die Hardware-Gemeinde aus dem Winterschlaf mit Hinweisen zum Stromverbrauch von Intels "Nova Lake": Der voll ausgefahrene Prozessor mit zwei Compute-Dies und somit 52 CPU-Kernen soll mit abgeschalteten Powerlimits über 700 Watt verbrauchen können – natürlich nicht im Regelbetrieb, sondern nur bei voller Auslastung. Auf diese Werte kann man sicherlich nur im Extrem-Overclocking-Betrieb kommen, aber auch dafür muß es dann entsprechende Mainboards geben. Interessanterweise und sogar wichtiger als das deutet sich nämlich auch ein sehr hoher Spitzenverbrauch unter unübertakteten Bedingungen an. Das PL2, sprich das Powerlimit für kurze Zeiträume (meist 56 Sekunden) soll nämlich bei oberhalb 400 Watt liegen – und dass wäre dann der wirkliche Schocker, immerhin gilt dies für eine nominelle Consumer-CPU. Bei den K-Modellen darf jenes PL2 zumindest bislang auch als dauerhafte Grenze gesetzt werden – ob dies bei Nova Lake noch derart gilt, bleibt allerdings abzuwarten bzw. ist noch nicht bekannt.
The power consumption of a full-load NVL-K is over 700 watts.
Quelle: Kopite7kimi @ X am 10. Februar 2026
Please tell me this is with power limits removed, right?
Quelle: Volta @ X am 10. Februar 2026
Yes, but you can't expect a low PL2.
Quelle: Kopite7kimi @ X am 10. Februar 2026
I can expect 350-400W PL2
Quelle: Game.Keeps.Loading @ X am 10. Februar 2026
totally not enough
Quelle: Kopite7kimi @ X am 10. Februar 2026
Overclocking (via VideoCardz) berichten von ernstzunehmenden Hinweise auf eine neue HighEnd-Grafikkarte innerhalb der RTX50-Serie von nVidia für den Sommer 2025 – welche allerdings außerhalb des einstmals geplanten GeForce RTX 50 "SUPER"-Refreshs stehen soll. Das, was einem dazu natürlich einfällt, wäre eine (hypothetische) "GeForce RTX 5090 Ti" oder "Titan Blackwell", dieser Gedanke wurde auch von Overclocking derart genannt. Sicher sein kann man sich diesbezüglich natürlich noch nicht, denn mehr als diese Grundinformation existiert derzeit nicht. Jene soll allerdings laut Overclocking von mehreren ernsthaften Quellen bestätigt und somit vergleichsweise sicher sein. Leider endet diese "Sicherheit" natürlich an der Möglichkeit zur simplen Planänderung, welche nVidia jederzeit innehat – und gerade in jüngerer Vergangenheit doch häufig genutzt hat bzw. wegen der Auswirkungen der Speicherkrise auch nutzen musste.
Eine HighEnd-Grafikkarte der RTX50-Serie befindet sich demnach in Entwicklung und soll sogar zur Back-to-School-Season (Anfang des 3. Quartals dieses Jahres) erscheinen. Der Produktionsprozess (Design und andere Aspekte) hat offenbar bereits begonnen. Die Veröffentlichung dieser Karte soll angeblich nichts mit der „SUPER“-Serie zu tun haben (die nicht mehr im Zeitplan für 2026 enthalten ist).
Quelle: Overclocking am 6. Februar 2026, maschinell übersetzt ins Deutsche
Nachdem derzeit ein RTX60-Termin von (angeblich) erst 2028 in aller Munde ist, dies aber vermutlich auf einer Fehldeutung bezüglich der Differenz von Kalenderjahr zu nVidias Fiskaljahr basiert und die RTX60-Serie somit weiterhin für Mitte/Ende des Jahres 2027 angesetzt erscheint, lohnt ein genereller Blick zu den weiteren Grafikkarten-Planungen von AMD, Intel & nVidia. Denn selbige sind durch die Verwerfungen der Speicherkrise hart getroffen, oftmals gibt es für die jeweils aktuellen Grafikkarten-Generation nur noch stark reduzierte (bis gar keine) Aktivitäten mehr und wurden die jeweils nächsten Hardware-Generationen verschoben bis vielleicht sogar ausgesetzt (Intel). In letzterem Fall spielt natürlich auch mit hinein, dass Intels Grafikkarten-Aktivitäten mangels vorzeigbarem Erfolg Unternehmens-intern sowieso in Frage stehen – und man eventuell die aktuelle Speicherkrise benutzen wird, um sich von diesem Thema dann wieder zu verabschieden. Dass Intel im iGPU-Bereich langfristig nVidia-Technik benutzen wird bzw. dass die Entwicklung von HPC/AI-Beschleunigern technisch inzwischen nicht mehr so viel mit Consumer-Grafikkarten zu tun hat, spielt hier auch mit hinein.
| ursprüngliche Planung | aktuelle Planung | |
|---|---|---|
| AMD: aktuelle Gen. (RDNA4) |
kein regelrechter RDNA4-Refresh geplant, weltweiter Launch der Radeon RX 9070 GRE irgendwann in 2026 | wahrscheinlich keinerlei Grafikkarten-Aktivitäten in 2026, Radeon RX 9070 GRE bleibt vorerst China-exklusiv (und kommt womöglich nie mehr weltweit) |
| AMD: nächste Gen. (RDNA5) |
vermutlich irgendwo zwischen Sommer 2026 und Anfang 2027 geplant gewesen (allerdings unsichere Quellenlage) | neue Gerüchte sehen RDNA5 nicht vor Mitte 2027, denkbarerweise auch erst (direkt) nach nVidias RTX60-Serie |
| Intel: aktuelle Gen. (Battlemage) |
Arc B700-Serie auf Basis "BMG-G31" sollte eigentlich noch Ende 2025 erscheinen | BMG-G31 wird Richtung Ende ersten Quartals für Profi-Karten Arc Pro B65/B70 genutzt, ein Consumer-Release bleibt hingegen weiterhin offen und ist womöglich auch gar nicht mehr zu realisieren |
| Intel: nächste Gen. (Celestial) |
frühere Anzeichen deuteten auf eine Releaseplanung der Arc C-Serie noch für das Jahr 2026 hin | vor dem Jahr 2027 passiert augenscheinlich nichts, selbst dann könnte Intel aber alle seine Aktivitäten zugunsten von Consumer-Grafikkarten weiterhin aussetzen |
| nVidia: aktuelle Gen. (Gaming-Blackwell) |
der RTX50 "SUPER" Refresh sollte mal zum Jahresbeginn 2026 erscheinen | jener RTX50-Refresh ist derzeit unbestimmt verschoben – einige Quellen gehen vom dritten Quartal 2026 aus, aber womöglich kommt dieser Refresh mitten in der Speicherkrise auch nie mehr heraus |
| nVidia: nächste Gen. (Gaming-Rubin) |
die nächste richtige neue Hardware-Generation von nVidia war wohl für den Jahresstart 2027 angesetzt | wegen der Speicherkrise tief ins Jahr 2027 verschoben, denkbarerweise für einen Spätsommer/Herbst-Release (Aussagen bezüglich eines 2028er Termins basieren aller Wahrscheinlichkeit nach auf einer Fehldeutung bezüglich des Unterschieds von Kalenderjahr zu nVidias Fiskaljahr) |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | ||
VideoCardz berichten wieder mit Quelle des chinesischsprachigen Board Channels über eine nVidia-Lieferreduzierung von 30% in China für das erste Quartal 2026 – wobei hiermit auch nVidias erstes Finanzquartal gemeint sein könnte, welches von Februar bis April läuft. Wie auch immer, 30% sind ein echter Klopper und gewiß nicht "moderat". Zudem ist auch nicht zu erwarten, dass die anderen regionalen Lieferreduzierungen deutlich anders ausfallen, dies dürfte weltweit ziemlich ähnlich ablaufen – allesamt im Rahmen von 30% weniger. Und dies erklärt dann letztlich alle gestiegenen und wohl noch weiter steigenden Grafikkarten-Preise bei nVidia, denn eine unzureichende Liefermenge führt nun einmal zu ansteigenden Preisen in der Handelskette und im Einzelhandel. Dabei sind 30% geringere Liefermengen nicht platt mit 30% höheren Preisen gleichzusetzen, denn im Endeffekt bleibt der Bedarf ja derselbe und liefern sich die Abnehmer einen Überbietungswettbewerb beim Preis – welcher erst zu Ende geht, wenn genau 30% der Marktteilnehmer aussteigen und ihren Bedarf eben nicht realisieren.
nVidia plans to moderately adjust GPU supply in Q1 2026. Compared to a regular quarter, the overall GPU supply to the Chinese mainland market is expected to decrease by approximately 30%.
Quelle: Board Channels am 5. Februar 2026, in Übersetzung von VideoCardz
Im Zuge der jüngsten AMD-Quartalszahlen hat AMD auch zur laufenden Speicherkrise Stellung bezogen – und will jener mit einem Fokus auf das Enterprise-Segment sowie den Premium-Markt begegnen. Unter "Enterprise" kann man sich schlicht AMDs Server-Prozessoren und HPC/AI-Beschleuniger vorstellen, während die Formulierung "Premium"-Markt ausreichend vage ist, um sowohl für Server-Geschäfte als auch den HighEnd-Teil des Consumer-Markts gelten zu können. In jedem Fall gibt AMD hiermit indirekt zu, dass man im Jahr 2026 weniger auf Masse gehen wird, denn dies benötigt viel Speicher und selbiger ist teuer wie auch schwer zu bekommen. Im Server-Segment werden hingegen diese erhöhten Speicherpreise bezahlt, zudem ist dort – eben wegen des AI-Hypes – derzeit auch ein klar vergrößerter Bedarf, ergo schichtet AMD in diese Richtung hin um. Hier kommt AMD natürlich zu gute, dass die Ryzen-CCDs eben sowohl für Ryzen- als auch Epyc-Prozessoren verwendet werden können.
Our focus areas are enterprise... and just continuing to grow at the premium, you know, higher-end of the market.
Quelle: AMDs CEO Lisa Su, wiedergegeben von Tom's Hardware am 3. Februar 2026
AMD hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 sowie damit auch das Gesamtjahr 2025 vorgelegt, welches AMD zu einem ziemlich positiven Abschluß gebracht hat. Denn in diesem vierten Quartal 2025 wurde die vorherige Prognose von 9,6 Mrd. Dollar Quartalsumsatz mit tatsächlich dann 10,3 Mrd. Dollar klar überboten – und AMD legt mit diesem neuen Quartalsrekord erstmals überhaupt einen Quartalsumsatz im 10stelligen Bereich hin (was lange Zeit nur Intel und erst seit neuerem auch nVidia vorbehalten war). Das Umsatzwachstum betrug somit +11,1% gegenüber dem Vorquartal sowie +34,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In ähnlichem Maßstab stiegen dann die Gewinnzahlen, wobei der Vergleich des nominellen Gewinns gegenüber dem Vorjahreszeitraum wenig zweckmäßig ist, da seinerzeit erhebliche Sonderposten diese Gewinnabrechnung schmälerten. Der operative non-GAAP-Gewinn drückt es wohl besser aus, was hier wirklich erwirtschaftet wurde: +27,5% zum Vorquartal sowie +40,9% zum Vorjahreszeitraum.
| Q4/2024 | Q1/2025 | Q2/2025 | Q3/2025 | Q4/2025 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 7658 Mio. $ | 7438 Mio. $ | 7685 Mio. $ | 9246 Mio. $ | 10'270 Mio. $ |
| (nomineller) Gewinn | 482 Mio. $ | 709 Mio. $ | 872 Mio. $ | 1243 Mio. $ | 1511 Mio. $ |
| Bruttomarge | 51% | 50% | 40% | 52% | 54% |
| operativer non-GAAP-Gewinn | 2026 Mio. $ | 1779 Mio. $ | 897 Mio. $ | 2238 Mio. $ | 2854 Mio. $ |
VideoCardz liefern wieder aus dem chinesischsprachigem 'Board Channels' Forum nunmehr genauere Informationen zu den angedachten Preiserhöhungen für AMD-Grafikkarten sowie gleichzeitig zum Priorisierungsplan bei AMD: Jener geht nun auch zugunsten von 8-GB-Grafikkarten – welche natürlich bei GDDR-Knappheit den Vorteil haben, mit so wenig wie möglich von diesem knappen Gut auskommen zu können. Dennoch will AMD auch weiterhin 16-GB-Modelle anbieten, nur eben mit Fokus auf Radeon RX 9060 XT 16GB und 9070 XT, bei zugleich geringerer Fertigung von Radeon RX 9070 und 9070 GRE. Letzteres bedeutet wohl auch, dass diese Radeon RX 9070 GRE wohl kaum noch eine Chance auf einen weltweiten Launch hat, selbiges Modell dürfte derzeit China-exklusiv bleiben. Zugleich wurde wie gesagt die Höhe der nächsten Preiserhöhung mit +5-10% präzisiert – wie vorhergesagt versucht es AMD hierbei eher mit einer Mehrzahl an kleineren Preiserhöhung anstatt einer einzelnen größeren Preiserhöhung.
Considering the high price of video memory, AMD will adjust its product line structure starting in 2026. This mainly involves slight adjustments to the production capacity of various GPU models, with a primary strategy favoring the sale of 8GB models.
AMD and its AIB partners will focus on selling 8GB models, particularly the RX 9060 XT 8GB series and RX 7650 GRE, maximizing production capacity. For 16GB models, the focus will remain on the RX 9060 XT 16GB and RX 9070 XT series, while production of the RX 9070 and RX 9070 GRE series will be significantly reduced, with a weakening of sales efforts. These adjustments to product structure and supply will be a long-term sales strategy for AMD and its AIB partners in the mainland China market.
Quelle: Board Channels am 3. Februar 2026, in Übersetzung von VideoCardz