Analyst Jukan @ X vermeldet Berichte aus China über erste sinkende Speicherpreise. Die Titulierung ist allerdings wohl etwas großspurig, es handelt sich vielleicht eher nur um eine kleinere Korrektur der absolut höchsten Preisübertreibungen in regionalen Märkten – womit Speicher in der insgesamten Betrachtungsweise weiterhin "nicht signifikant" günstiger geworden ist. Denkbarerweise spielt hier speziell in China auch das nunmehr startende chinesische Neujahresfest mit hinein (17. Februar bis 3. März), welches bekannterweise durch starke Reise- und Familien-Aktivitäten gekennzeichnet ist. Zugleich wird abweichend zu DRAM-Preisen von weiter steigenden Preisen für NAND-Produkte (SSDs) berichtet, hier scheint das Limit noch nicht erreicht zu sein. Interessanterweise konnte die ComputerBase aber selbst für den den deutschen Markt erstmals einen Preisrückgang im DRAM-Feld ermitteln, jener fiel mit –9% im Schnitt von 12 ausgewählten DDR4/5-Produkten auch gar nicht einmal schlecht aus.
Reports of ‘Sharp Decline’ in Memory Prices Spreading Within China ... Traders Say “Extent of Correction Is Limited”
· As the Lunar New Year holiday gradually approaches, reports of a sharp decline in memory prices within China have been emerging one after another. In the North American market as well, share prices of major memory companies have been pulling back from their highs.
· Based on a recent on-site visit by a reporter to Shenzhen’s largest Huaqiangbei market, spot market memory prices had declined somewhat, but the extent of the correction was not significant. Speculative sentiment has also calmed to a degree. In the flash memory market, some products are showing a trend of ‘further price increases.’
Quelle: Jukan @ X am 15. Februar 2026
Laut VideoCardz könnte der HEDT-light-Ansatz von Intels "Nova Lake" zur Wiederauflage eines älteren Verkaufsnamens führen: Core X – als jene Modelle von Nova Lake, welche mit doppeltem Compute-Die antreten. Diese Prozessoren würde es dann nur innerhalb der Core-9-Serie geben, der komplette Verkaufsname würde auf "Core Ultra X9 400X" lauten – im Gegensatz zum "Core Ultra 9 400K", was die Spitzenmodelle mit nur einem Compute-Die markiert. Die neue Core-X-Serie soll dann generell mit bLLC ausgestattet sein, sprich keine Modelle ohne erweiterten Cache besitzen. Ob hier auch non-K-Modelle mit dieser Technik geplant sind, bleibt offen, denkbar wäre dies durchaus – jene ermöglichen Intel regelmäßig auch weniger gut taktende Chips absetzen zu können, haben also auch für Intel ihren Sinn. Gänzlich sicher sein kann man sich bei dieser vorläufigen Portfolio-Gestaltung natürlich noch überhaupt nicht, denn Intel befindet sich derzeit gerade einmal in der Validierungsphase von Nova Lake und dürfte erst Richtung Jahresmitte dazu schreiten, das eigentliche Verkaufsportfolio auszugestalten.
| Compute-Dies | bLLC | Kerne | |
|---|---|---|---|
| Core Ultra X9 400X | 2 | immer | 42-52 (14+24+4 & 16+32+4) |
| Core Ultra 9 400K | 1 | optional | 28 (8+16+4) |
| Core Ultra 7 400K | 1 | optional | 24 (8+12+4) |
| Core Ultra 5 400K | 1 | niemals | 12-18 (4+4+4, 4+8+4 & 6+8+4) |
| Portfolio der reinen K/X-Modelle von Intels "Nova Lake", gemäß den Ausführungen von VideCardz | |||
In Aktualisierung des Speicherkrisen-Preisindex von diesem Januar soll nachfolgend wieder betrachtet wie auch dokumentiert werden, wie sich die Preise von DDR5, DDR3/4, SODIMM, internen SSDs, internen HDDs, externen Festplatten und Grafikkarten im deutschen Einzelhandel über den letzten Monat entwickelt haben. Zielsetzung ist es, zu klaren Zahlenwerten zu kommen, welche die hierbei auftretenden Preisübertreibungen für alle genannten Produktgruppen quantifizieren. Zugleich werden monatliche Steigerungsraten für jede Produktgruppe ermittelt, womit sich Anziehen und Abflauen von Preissteigerungen (sowie hoffentlich eines Tages auch wieder Preissenkungen) belegen lassen. Abschließend wird auf Basis all dieser Daten der gesamte Verlauf der Preisveränderungen aller Produktgruppen noch zusammengefasst in Diagramm-Form dargeboten ... zum Artikel.
Mit dem Ryzen 7 9850X3D schickt AMD den ersten Hardware-Launch des Jahres 2026 vor, wobei jener Anfang gemächlich ist – es handelt sich um eine rein taktratenstärkere Ausführung des bekannten Ryzen 7 9800X3D. Letzterer dominiert bekannterweise die Verkaufscharts des DIY-Segments (fast) rund um den Globus, ergo handelt es sich somit wenigstens um ein Update zum klaren Nummer-1-Prozessor der letzten Zeit. Jenes kommt zudem mit vergleichsweise geringem Preisaufschlag von nur +20 Dollar beim Listenpreis daher, wobei die Realität der Straßenpreise dann schon wieder etwas anders aussieht. Wie sich der Ryzen 7 9850X3D im Vergleich zu aktuellen wie älteren X3D-Modellen sowie aktuellen Intel-Spitzenmodellen unter Anwendungs-Performance, Spiele-Performance, Stromverbrauch sowie beim Preis/Leistungs-Verhältnis einordnen kann, soll die nachfolgende Ausarbeitung auf Basis der erschienenen Launchreviews aufzeigen ... zum Artikel.
Von Jon Peddie Research kommen eigene Ausarbeitungen zu den Prozessoren-Marktanteilen, welche vor allem auch Angaben zur Stückzahlen-Entwicklung im CPU-Geschäft enthalten. Danach zog im weltweiten Markt das Cient-Segment (Desktop + Mobile) im vierten Quartal 2025 zum direkten Vorquartal zwar um +2,7% an, verlor allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum recht deutlich mit –7%. Besser lief es hingegen im Server-Segment, wo es quartalsweise um +6,5% nach oben ging und gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gleich +13,6% (an anderer Stelle geben JPR hierzu +14,1% an). Letzteres dürfte den Verlust im Consumer-Segment wohl ausgleichen, da Server-Prozessoren schließlich auch noch (viel) höhere Preise auf die Waage bringen. Obwohl die Stimmung im sichtbaren Teil des Marktes also eher gedrückt ist (insbesondere nach den ersten Marktzahlen zum laufenden Jahr), dürfte dies für die CPU-Hersteller eher keine Rolle spielen, da man den Rückgang im Consumer-Geschäft durch den Aufschwung im Server-Geschäft auffangen kann.
| Q4/2025 | Stückzahlen Q/Q | Stückzahlen J/J |
|---|---|---|
| Client-Prozessoren | +2,7% | –7% |
| Server-Prozessoren | +6,5% | +13,6% |
| gemäß der Angaben von Jon Peddie Research zum weltweiten Prozessoren-Markt | ||
WCCF Tech liefern die Marktanteilszahlen für den (weltweiten) x86-Prozessorenmarkt im vierten Quartal 2025, welche ursprünglich immer von Mercury Research erhoben werden. Angegeben werden dabei wie üblich nur die AMD-Werte, aber da es in westlichen Gestaden keine anderen x86-Anbieter mehr gibt bzw. die Marktbedeutung von diversen AMD-Nachbauten in China schwer ermittelbar sowie gering sein dürfte, sollte der "Restwert" immer Intels Marktanteil ergeben. Wegen der Beschränkung auf x86-Prozessoren entfällt hierbei natürlich der Vergleich zu den ARM-basierten Prozessoren von Apple, Qualcomm und zukünftig MediaTek/nVidia. Im abgelaufenen Quartal hat sich AMD bei den Stückzahlen- wie Umsatz-Marktanteilen im x86-Prozessorenmarkt wiederum gut gemacht und Intel an allen Fronten ein paar Prozentpunkte abgenommen. Aber natürlich bewegt sich dieser Markt langsam voran und so sollte man eher schauen, wieviel AMD im Laufe eines ganzen Jahres gutgemacht hat – dies ergibt dann wenigstens beachtbare Veränderungen.
| Absatz (Stück) | Q4/2024 | Q1/2025 | Q2/2025 | Q3/2025 | Q4/2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| x86 Desktop | 27,1% vs 72,9% | 28,0% vs 72,0% | 32,2% vs 67,8% | 33,6% vs 66,4% | 36,4% vs 63,6% |
| x86 Mobile | 23,7% vs 76,3% | 22,5% vs 77,5% | 20,6% vs 79,4% | 21,9% vs 78,1% | 26,0% vs 74,0% |
| x86 Client | 24,6% vs 75,4% | 24,1% vs 75,9% | 23,9% vs 76,1% | 25,4% vs 74,6% | 29,2% vs 70,8% |
| x86 Server | 25,1% vs 74,9% | 27,2% vs 72,8% | 27,3% vs 72,7% | 27,8% vs 72,2% | 28,8% vs 71,2% |
| x86 Overall (exkl.) | 24,7% vs 75,3% | 24,4% vs 75,6% | 24,2% vs 75,8% | 25,6% vs 74,4% | 29,2% vs 70,8% |
| x86 Overall (inkl.) | 25,6% vs 74,4% | 27,1% vs 72,9% | 29,4% vs 70,6% | 30,9% vs 69,1% | 31,3% vs 68,7% |
| Stückzahlen-Marktanteile! AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau Quelle aller Zahlen: Mercury Research (±0,1PP) | |||||
Laut HXL @ X beträgt die Chipfläche des kleinen Nova-Lake-Compute-Tiles nunmehr ~110mm² (vorher als 94mm² berichtet), während diejenige des großen Nova-Lake-Compute-Tiles mit dem bLLC ("big Last Level Cache") bei ~150mm² liegen soll. Mit ersterem Wert liegt Nova Lake somit auf Augenhöhe zu Arrow Lake, dort war dasselbe Compute-Tile mit 8P+16E immerhin 117mm² groß. Wirklich dick wird es erst unter Einrechnung aller weiteren Tiles: Bei Arrow Lake belegen die drei weiteren Tiles für GPU, I/O und SoC immerhin 134mm², was (angenommen ähnlicher Größenordnungen bei Nova Lake) folgende Hochrechnungen für den gesamten Prozessor erlaubt: Die 1-Compute-Tile-Modelle mit normalem Cache bei ~240mm², mit vergrößertem Cache bei ~290mm². Die 2-Compute-Tile-Modelle mit normalem Cache bei ~350mm², mit vergrößertem Cache bei ~430mm². Letzteres geht in der Tat dann schon in den Bereich von Server- bzw. HEDT-Prozessoren hinein, womit auch klar ist, dass insbesondere die 2-Compute-Tile-Modelle von Nova Lake keine billige Angelegenheit sein können. Intel nutzt hierbei zudem TSMCs N2-Prozeß sowie teilweise das eigene 18A, dies wird dann auch nicht günstig kommen.
NVL 8+16 Die TSMC N2 ~110+mm2
NVL 8+16 bLLC Die TSMC N2 ~150+mm2
Quelle: HXL @ X am 11. Februar 2026
Bezüglich der hohen Stromverbrauchsangaben zu "Nova Lake" gibt es nun vielerorts ein gewisses Rätselraten, wie jene einzuordnen sind – teilweise in die Richtung hin, ob hiermit vielleicht ein PL4 gemeint sein könnte (extrem kurzfristiger Spitzen-Stromverbrauch, welcher auch beim Core Ultra 9 285K schon auf 425W liegt). Dabei war die gestrige Aussage eigentlich bereits klar genug: Die mehr als 400W sind das reguläre PL2 der Dual-Compute-Die-Spitzenmodelle von Nova Lake (sprich jene mit 52 CPU-Kernen), die mehr als 700W hingegen ein realer Stromverbrauch (kein Limit somit) unter wirklich stromfressenden Workloads in einem komplett ungelockten Zustand (ohne Limits betrieben). Dass diese Auslegung korrekt ist, hat Kopite7kimi @ X nunmehr sogar explizit gegenüber 3DCenter bestätigt. Zugleich hat sich mit Jaykihn @ X eine weitere Quelle hierfür eingefunden, welcher exakt das gleiche berichtet. Mittels dieser zweiten Quelle erhärtet sich im übrigen die gestern schon erwähnte Vermutung, dass der Hintergrund dieser Leaks allesamt interne Intel-Verlautbarungen sein dürften, wahrscheinlich getroffen gegenüber den üblichen Intel-Geschäftspartnern aus der PC- und Mainboard-Branche.
Thank you, this interpretation is completely correct.
I'm afraid the 400W PL2 is just a conservative lower limit.
Quelle: Kopite7kimi @ X am 11. Februar 2026, gegenüber einer Leak-Zusammenfassung von 3DCenter @ X
Well, the preliminary non-extreme, non-baseline, performance PL2 for 52C is 400W+.
This corresponds to an unlocked power draw that reach 700W+ in some workloads, similar to how RPL-S reached 400W+ in some workloads (although rare at unlocked stock).
Quelle: Jaykihn @ X am 10. Februar 2026