In Aktualisierung des Speicherkrisen-Preisindex vom Dezember 2025 soll nachfolgend wieder betrachtet wie auch dokumentiert werden, wie sich die Preise von DDR5, DDR3/4, SODIMM, internen SSDs, internen HDDs, externen Festplatten und Grafikkarten im deutschen Einzelhandel zuletzt entwickelt haben. Zielsetzung ist es, zu klaren Zahlenwerten zu kommen, welche die hierbei auftretenden Preisübertreibungen für alle genannten Produktgruppen quantifizieren. Zugleich werden monatliche Steigerungsraten für jede Produktgruppe ermittelt, womit sich Anziehen und Abflauen von Preissteigerungen (sowie hoffentlich eines Tages auch wieder Preissenkungen) belegen lassen. Abschließend wird auf Basis all dieser Daten der gesamte Verlauf der Preisveränderungen aller Produktgruppen noch zusammengefasst in Diagramm-Form dargeboten ... zum Artikel.
Twitterer X86 is dead&back hat einen ersten Benchmark-Wert zu einem 10-Kerner von Bartlett Lake erspäht – und damit gleichzeitig den ersten Beweis der tatsächlichen Existenz von Prozessoren mit mehr als 8 Performance-Kernen bei Intel geliefert. Denn hier dürfte das 12-Kern-Die von Bartlett Lake verbaut sein, welches allein 12 Performance-Kerne aufweist – und keinerlei Effizienz-Kerne. Bisherige Ausführungen von "Bartlett Lake" basierten noch auf dem bekannten Raptor-Lake-Die, hatten also immer Effizienz-Kerne mit an Bord, doch hiermit gibt es erstmals bei Intel mehr als 8 Performance-Kerne auf einem reinem K-Kern-Silizium. Der getestete "Core 7 253PE" hat hiervon augenscheinlich nur 10 P-Kerne freigeschaltet, kann sich damit aber gut gegenüber dem 10-Kerner Core i5-14400 sowie dem 14-Kerner Core i5-14500 behauptet: Ersterer wird bei der Multithread-Performance klar geschlagen (+26,0%)), das MT-Ergebnis des 14-Kerners von Raptor Lake kann der 10-Kerner von Bartlett Lake dann noch leicht überbieten (+2,2%).
| Core i5-14400 | Core i5-14500 | Core 7 253PE | |
|---|---|---|---|
| Architektur | Raptor Lake | Raptor Lake | Bartlett Lake |
| Kerne | 6P+4E/16T | 6P+8E/20T | 10P/20T |
| L2+L3 Cache | 9.5+20 MB | 11.5+20 MB | 20+33 MB |
| PassMark ST | 3749 | 3945 | 3647 |
| PassMark MT | 25'236 | 31'121 | 31'802 |
| gemäß der Ausführungen von X86 is dead&back @ X | |||
Die jüngste Verwirrung über zukünftige Lieferungen zur GeForce RTX 5070 Ti läßt sich vielleicht generell klären, wenn man jene Informationen berücksichtigt, welche HKEPC @ Facebook (via VideoCardz) aus Herstellerkreisen erhalten haben. Danach priorisiert nVidia neuerdings innerhalb seines GeForce RTX 50 Grafikkarten-Portfolios gewisse Modelle – welche also dann, wenn der benötigte GDDR-Speicher knapp wird, vorzugsweise bedient und somit beliefert werden. Jene Priorisierung richtet sich nach der einfachen Formel: Bei gleichem Modell das mit weniger VRAM, bei gleicher Speichermenge das mit höherer Performance. Dies geht zum einen zugunsten der VRAM-armen Modelle, und zum anderen zugunsten der teuren Grafikkarten – wo es sich (wegen des höheren Verkaufspreises) natürlich am ehesten lohnt, die größeren Speichermengen anzubringen.
nVidia's current policy is:
Same SKU, Less RAM.
Same Memory, Higher SKU.
Quelle: HKEPC @ Facebook am 15. Januar 2026
Einige Verwirrung gibt es derzeit über den weiteren Status bzw. die Lieferbarkeit der GeForce RTX 5070 Ti: Zuerst hatten Hardware Unboxed @ YouTube über ein praktisches Lieferende dieser Karte berichtet – laut Asus würde von nVidia nichts mehr nachkommen, womit Asus jene Karten nur noch aus Beständen liefert, aber keine mehr nachproduziert. An dieser Stelle wäre allerdings zu beachten, dass dies dann auch nur die Aussage eines einzelnen (wenngleich wichtigen) Grafikkarten-Herstellers wäre – für eine generelle Aussage zur GeForce RTX 5070 Ti ist dies aber etwas dünn. Allerdings liefern Hardwareluxx hierzu auch ein offizielles Statment seitens nVidia, welches betont, dass nVidia auch in Zukunft alle GeForce RTX 50 Modelle weiterhin liefern wird. Insofern sollte die GeForce RTX 5070 Ti wohl auch weiterhin (grundsätzlich) erhältlich sein, wenngleich die allgemein schwache Liefersituation sicherlich hier und da zu Angebotslücken führen kann.
The headline story is that nVidia has essentially killed off the GeForce RTX 5070 Ti from the market. Asus, the largest nVidia AIB partner, explicitly told us this model is currently facing a supply shortage, and as such, they have placed the model into end of life status. This means Asus has no plans to produce any more 5070 Ti models from this point forward. What is currently on store shelves is it from them. No more production of that card.
Quelle: Hardware Unboxed @ YouTube am 15. Januar 2026
Demand for GeForce RTX GPUs is strong, and memory supply is constrained. We continue to ship all GeForce SKUs and are working closely with our suppliers to maximize memory availability.
Quelle: nVidia gegenüber Hardwareluxx am 15. Januar 2026
In den letzten Tagen gab es einige Meldungen zur Terminpräzisierung kommender Hardware-Projekte, nachdem die CES 2026 diesbezüglich nur Magerkost abgeliefert hatte. Den Anfang machen soll nun AMDs Ryzen AI 400 Serie für das Mobile-Segment, jene soll am 22. Januar in den Handel gehen. Ob es hierzu größere Aktivitäten bezüglich Launchreviews gibt, ist noch unsicher, eigentlich aber eher unwahrscheinlich, weil als reine Refresh-Generation ohne echte Impulse sich dies für AMD wie auch die Hardwaretester nicht wirklich lohnt. Denkbarerweise werden die Benchmarks zu Ryzen AI 400 dann zusammen mit dem Marktstart von Panther Lake abgehandelt: Die Launchreviews zum Core Ultra X9 388H soll es am 26. Januar geben, die Launchreviews zu den anderen Modellen folgen am 27. Januar, somit zum selben Tag wie deren Marktstart. Hiermit konzentriert Intel die Medienberichterstattung natürlich stark auf das Spitzenmodell, hoffentlich werden die kleineren und mittleren Panther-Lake-Modelle von den Hardwaretestern dennoch ähnlich breit untersucht bzw. von den Lesern jener Testberichte trotzdem beachtet. Danach stehen am 28. Januar die Launchreviews zum Ryzen 7 9850X3D an, dessen Marktstart ist hingegen für den 29. Januar angesetzt.
| Vorstellung | Modell-Daten | Launch-Reviews | Marktstart | |
|---|---|---|---|---|
| Intel Panther Lake | 9. Oktober 2025 | mit der CES 2026 | 26./27. Januar 2026 | 27. Januar 2026 |
| Intel Arrow Lake Refresh | ausstehend | derzeit nur per Gerüchteküche | ? | März/April 2026 |
| Intel Arc B700 Serie | ausstehend | derzeit nur per Gerüchteküche | ? | erstes Quartal 2026 (?) |
| AMD Ryzen 7 9850X3D | 5. Januar 2026 | (unvollständig) mit der CES 2026 | 28. Januar 2026 | 29. Januar 2026 |
| AMD Ryzen 9 9950X3D2 | ausstehend | derzeit nur per Gerüchteküche | ? | erstes Halbjahr 2026 (?) |
| AMD Ryzen AI (Desktop) | ausstehend | bislang noch gar nichts konkretes | ? | Anfang Q2/2026 |
| AMD Ryzen AI (Mobile) | 5. Januar 2026 | mit der CES 2026 | ? | 22. Januar 2026 |
| AMD Ryzen AI Max+ 388/392 | 5. Januar 2026 | mit der CES 2026 | ? | erstes Quartal 2026 |
Twitterer TechEpiphany berichtet wieder einmal zu den Prozessoren-Verkaufszahlen von Amazon USA als dem wohl größten Einzelhändler, welcher derart Zahlen überhaupt offenlegt. Für den Dezember 2025 musste Amazon USA interessanterweise einen heftigen Geschäftsrückgang bei PC-Prozessoren hinnehmen, das Verkaufsvolumen lag bei fast nur der Hälfte (!) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch gegenüber den meisten anderen Monaten des Jahres 2025 war der Dezember für Amazon USA auffallend schwach, gerade wenn man den üblichen Effekt des Weihnachtsgeschäft einrechnet. Nicht ganz auszuschließen, dass sich hier die Auswirkungen der laufenden Speicherkrise zeigen, welche einem derzeit den Spaß am PC-Neubau vermiest. Darauf deutet auch der ziemlich weit oben liegenden durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) hin: Die Speicherkrise macht insbesondere Einsteiger-Systeme deutlich teurer, während dies die Käufer von Spitzen-Prozessoren mit besserer Chance eher gelassen sehen als eben die Käufer von Einsteiger-Systemen. Davon abweichend soll das insgesamte PC-Geschäft im letzten Quartal des Jahres 2025 eher zugewonnen haben, allerdings waren bei Komplett-PCs "seinerzeit" eben noch keine Preissteigerungen sichtbar.
Prozessoren-Verkäufe von Amazon (AMD in rot, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge) |
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|---|---|---|---|---|---|
| Absatz | Anteile | Umsatz | Anteile | ASPs | |
| Dezember 2025 | 44'400 Stück | 87,8% 12,2% | $13,38M | 87,4% 12,6% | $300 $312 |
| November 2025 | 72'650 Stück | 84,9% 15,1% | $20,71M | 84,3% 15,7% | $284 $294 |
| Oktober 2025 | 63'000 Stück | 83,8% 16,2% | $17,51M | 82,0% 18,0% | $272 $309 |
| Juli 2025 | 77'600 Stück | 86,3% 13,7% | $22,14M | 88,1% 11,9% | $291 $248 |
| Juni 2025 | 118'929 Stück | 79,8% 20,2% | $36,45M | 82,8% 17,2% | $318 $262 |
| April 2025 | 62'700 Stück | 60,9% 39,1% | $15,43M | 54,8% 45,2% | $222 $285 |
| März 2025 | 39'100 Stück | 78,7% 21,3% | $9,39M | 83,2% 16,8% | $247 $210 |
| Februar 2025 | 59'100 Stück | 84,2% 15,8% | $16,81M | 86,0% 14,0% | $291 $251 |
| Januar 2025 | 63'840 Stück | 79,9% 20,1% | $18,9M | 86,2% 17,8% | $290 $227 |
| Dezember 2024 | 82'400 Stück | 76,6% 23,4% | $21,42M | 78,1% 21,9% | $265 $242 |
| alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter/X, Umsätze und ASPs US-typisch angegeben ohne Mehrwertsteuer | |||||
Wie Hardwareluxx thematisieren, sind GeForce RTX 5090 Grafikkarten in Deutschland zuletzt nochmals teurer geworden, forciert durch ein klar zurückgehendes Angebotslevel – so dass kurzfristig sogar ein Wakü-Modell das günstigste Angebot war. Inzwischen ist eigentlich nichts mehr unterhalb von 3200 Euro zu bekommen, zumindest gemäß Geizhals-Preisvergleich (alternativ ist über den Deal-Ticker der ComputerBase noch günstigeres zu finden). Selbige Deals dürften aber auch schnell zu Ende gehen, denn nur innerhalb des Tages ging es beim Geizhals-Preisvergleich von 3000 auf 3200 Euro nach oben – ein klares Anzeichen auf laufend weiter steigende Preise und für die Einzelhändler mit Deal-Angeboten (leider) ein Anreiz, auch deren Preise noch anzuheben. Nachdem es bei der GeForce RTX 5090 in den letzten zwei Jahresmonaten eine gewisse preisliche Ruhe gab, geht es nun doch wieder beachtbar nach oben – hinein in Preisregionen, welche an die ersten Verkaufstage dieser Grafikkarte erinnern. Dabei steht der Dollar/Euro-Kurs eigentlich günstig genug, dass der US-Listenpreis von 1999 Dollar einen Euro-Verkaufspreis von ca. 2040 Euro ermöglichen sollte. Die aktuellen Abgabepreise ergeben somit eine Preisübertreibung bei der GeForce RTX 5090 von immerhin schon +57%.
| Grafikkarten | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | 29.12. | 12.1. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Radeon RX 9060 XT 8GB | 299€ | 297€ | 279€ | 279€ | 259€ | 269€ | 284€ | 297€ |
| Radeon RX 9060 XT 16GB | 359€ | 349€ | 329€ | 349€ | 339€ | 349€ | 363€ | 380€ |
| Radeon RX 9070 16GB | 620€ | 589€ | 549€ | 541€ | 539€ | 529€ | 529€ | 589€ |
| Radeon RX 9070 XT 16GB | 659€ | 659€ | 639€ | 619€ | 609€ | 593€ | 619€ | 669€ |
| Arc B570 10GB | 215€ | 188€ | 185€ | 200€ | 217€ | 217€ | 206€ | 221€ |
| Arc B580 12GB | 253€ | 249€ | 239€ | 256€ | 239€ | 239€ | 239€ | 242€ |
| GeForce RTX 5050 8GB | 252€ | 249€ | 232€ | 237€ | 243€ | 233€ | 239€ | 239€ |
| GeForce RTX 5060 8GB | 286€ | 285€ | 288€ | 289€ | 279€ | 277€ | 281€ | 289€ |
| GeForce RTX 5060 Ti 8GB | 359€ | 350€ | 341€ | 350€ | 339€ | 348€ | 349€ | 363€ |
| GeForce RTX 5060 Ti 16GB | 415€ | 428€ | 416€ | 419€ | 419€ | 411€ | 429€ | 479€ |
| GeForce RTX 5070 12GB | 549€ | 531€ | 529€ | 530€ | 529€ | 526€ | 529€ | 540€ |
| GeForce RTX 5070 Ti 16GB | 799€ | 769€ | 766€ | 762€ | 755€ | 749€ | 749€ | 837€ |
| GeForce RTX 5080 16GB | 1096€ | 1029€ | 1027€ | 1019€ | 1019€ | 1009€ | 1079€ | 1179€ |
| GeForce RTX 5090 32GB | 2289€ | 2345€ | 2319€ | 2449€ | 2628€ | 2689€ | 2689€ | 3199€ |
| Preisindex (Ø 14 Produkte) | 106% | 103% | 100% | 102% | 101% | 101% | 103% | 110% |
| monatliche Preissteigerung | - | –2,6% | –3,0% | +1,9% | –0,5% | –0,1% | - | +8,9% |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum (sofern nicht genauer benannt) jeweils Wochenende zur Monatsmitte | ||||||||
Im AnandTech-Forum (via WCCF Tech) plaudert der bekannte Nutzer 'Kepler_L2' aus dem Nähkästchen über AMDs RDNA5 – mit allerdings weniger guten Nachrichten. So soll AMD gezwungen sein, mit der RDNA5-Chipserie auf den Launch von nVidias "Gaming-Rubin" zu warten, da AMD der Halo-Part bei seinen NextGen-Grafikkarten fehlen würde. Dies bestätigt unsere frühere Vermutung, wonach die bisher bekannten Chip-Daten zu RDNA5 eher darauf hindeuten, dass AMD bei dieser Grafikchip-Generation wieder nur eine Mainstream/Midrange-Zielsetzung verfolgt. Zwar ist laut der Gerüchteküche beim großen AT0-Chip möglicherweise auch eine Gaming-Lösung angedacht, jene liegt jedoch weit unterhalb der maximalen Möglichkeiten des AT0-Chips – darauf hindeutend, dass selbiger eigentlich einen anderen Aufgabenzweck hat.
RDNA5 has been 2027 for a while, and they can't launch before NVIDIA anyway
Quelle: Kepler_L2 @ AnandTech-Forum am 8. Januar 2026
It's not a strategy, they don't have a halo part to build the stack around.
Quelle: Kepler_L2 @ AnandTech-Forum am 8. Januar 2026
Von ComputerBase und Notebookcheck kommen erste, halbwegs unabhängige Grafik-Benchmarks zur Panther Lake iGPU, aka der Arc B390. Deren Tests wurden im Rahmen der CES durch Intel selber organisiert, die Pressevertreter hatten jeweils eine Stunde Zeit mit einem Lenovo IdeaPad 5 Pro. Leider wurde zu diesem Gerät nicht dessen spezifischen Powerlimits genannt, sondern nur die Intel-TDP von 65 Watt – an welche sich Lenovo gehalten haben mag oder auch nicht. Damit und auch wegen größtenteils TDP-unpassender Vergleichsgeräte sind diese ersten Benchmarks auch nicht besonders werthaltig – ohne genaues Wissen zu den Powerlimits der konkret benutzten Geräte geht es eben nicht. Jene wurden nachfolgend so weit notiert, wie seitens der Quellen offengelegt, fehlend dabei die Powerlimit-Werte der GeForce RTX 4050 Laptop bei Notebookcheck (kann von 35-115 Watt liegen, ist also extrem variabel). Demzufolge sind die aufgestellten Benchmarkwerte auch nur indirekt und mit einigem Abschlag an Sicherheitsreserve wertbar.
| ComputerBase | CPU | GPU | TDP | Spiele-Perf. |
|---|---|---|---|---|
| Ada Lovelace | Ryzen 9 7940HS | GeForce RTX 4070 Laptop | GPU: 115+25W | 156% |
| Panther Lake | Core Ultra X9 388H | Arc B390 | SoC: 65/80W (?) | 100% |
| Strix Point | Ryzen AI 9 HX 370 | Radeon 890M | SoC: 33W | 50% |
| gemäß der Benchmarks der ComputerBase unter 3 Spielen mit FullHD Medium/High +Upscaler | ||||