Neuigkeiten der letzten 7 Tage

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Umfrage-Auswertung: Werden Spiele-Distributionsdienste genutzt (2018)?

Auszuwerten ist noch eine letzte übriggebliebene Umfrage vom alten Jahr: Mitte Dezember 2018 wurde dabei mal wieder nach der Nutzung von Spiele-Distributionsdienste wie Steam, Origin und Uplay gefragt – wobei leider auch nur nach diesen gefragt werden konnte, da das Umfrage-Modul keine Mehrfach-Antworten zuläßt. Dabei ist gerade aktuell mit dem Epic Games Store ein neuer Herausforderer hinzugekommen, zudem gibt es natürlich auch noch GOG – wobei selbige weniger in das Schema dieser Umfrage passen, bei welcher wie anno 2015 speziell mit dem Hintergedanken des DRMs sowie dessen eventueller Umgehung gefragt wurde (ein Punkt, der bei GOG wiederum keine Rolle spielt). Mit der nächsten Umfrage in diese Richtung hin wird es diese neueren Entwicklungen zu beachten gelten, für den Augenblick konzentriert sich diese Umfrage vom Jahresende 2018 aber noch einmal nur auf die "alteingesessenen" Anbieter Steam, Origin und Uplay. Jene erreichen derzeit zusammen eine Marktabdeckung von 91,2%, die Menge der "Verweigerer" ist also mit 8,8% nicht gerade groß – und damit gegenüber dem Jahr 2015 mit seinerzeit einem Verhältnis von 82,2% zu 17,8% nochmals erheblich geschrumpft.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 18. März 2019

Die Keynote von nVidia-Chef Jensen Huang auf der GTC 2019 brachte leider keinerlei Erwähnung einer neuen Grafikchip-Generation, egal ob des HPC- oder des Gaming-Bereichs (Video bei Ustream, Ticker bei der PC Games Hardware). Logischerweise geht es bei nVidias eigener Haus-Messe in erster Linie um professionelle Produkte, aber in der Vergangenheit wurden hier schon bedeutsame Vorstellungen abgehalten – so 2016 die der "Pascal"-Architektur mit dem GP100-Chip sowie 2017 die der "Volta"-Architektur mit dem GV100-Chip. Das es zwei Jahre später immer noch kein Lebenszeichen von einem neuen HPC-Chip seitens nVidia gibt, ist in dem Sinne dann genauso auch eine Information: Augenscheinlich dauert es noch etwas, ehe nVidia den nächsten HPC-Chip in vermutlich der Ampere-Generation spruchreif bekommt. Dies könnte darauf hindeuten, das nVidia beim zugrundeliegenden 7nm-Prozess von TSMC auf dessen EUV-Variante "7FF+" wartet, welche erst im Jahr 2020 für PC-Chips verfügbar wird. Damit ist es dann auch fast auszuschließen, das nVidia dieses Jahr noch eine neue Gaming-Generation auflegt, auch bei dieser wird man dann vermutlich auf 7FF+ warten. Das Frühjahr 2020 ist demzufolge der anzunehmenderweise früheste Termin, zu welchem neue Gaming-Chips von nVidia aus heutiger Sicht zu erwarten sind. Ein neuer HPC-Chip könnte dagegen schon früher angekündigt werden, dürfte aber ebenfalls dann erst im Jahr 2020 verfügbar werden.

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Neuer Artikel: Launch-Analyse nVidia GeForce GTX 1660

Mit der GeForce GTX 1660 stellt nVidia nunmehr die zweite Grafikkarte auf Basis des TU116-Chips der Turing-Generation vor. Selbiger Grafikchip kam bereits bei der GeForce GTX 1660 Ti zum Einsatz und bringt als Besonderheit innerhalb der Turing-Generation den (Hardware-mäßigen) Verzicht auf RT-Cores sowie Tensor-Cores mit sich. nVidia versucht mit GeForce GTX 1660 & 1660 Ti auch eher den Massenmarkt zu erreichen – wo es um eine gute Performance unter der FullHD-Auflösung geht, und dies dann alles noch zu vernünftigen Preispunkten realisiert werden muß. Mittels der für 219 Dollar Listenpreis angesetzten GeForce GTX 1660 peilt nVidia somit typische Midrange-Käufer an, welche früher im selben Preisbereich zu GeForce GTX 1060 oder Radeon RX 580 gegriffen haben. Mittels der nachfolgenden Launch-Analyse wird zusammengefasst, was die Launchreviews zu Herstellerdesigns, Performance, Stromverbrauch und Übertaktungseignung der GeForce GTX 1660 ausgesagt haben – und wie nVidias neue Midrange-Lösung somit im Gesamtbild einzuordnen ist ... zum Artikel

GeForce GTX 1660 Radeon RX 590
Speichermenge 6 GB 8 GB
FullHD Perf.Index 690% 650%  (-6%)
UltraHD Perf.Index 89% 87%  (-2%)
Stromverbrauch 113W 215W  (+90%)
Übertaktungseignung gutklassig (+12-14% Mehrperformance) schwach (+4% Mehrperformance)
Spielebundle keines Devil May Cry 5, Resident Evil 2 & The Division 2
 (Wertumfang ca. 150€, auf eBay für ca. 40€ absetzbar)
Straßenpreis 220-240 Euro 215-250 Euro  (±0)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16./17. März 2019

Für reichlich Diskussionsbedarf hat die jüngste Meldung über eine alternative RayTracing-Variante seitens Crytek gesorgt, welche ohne explizite RayTracing-Hardware auskommt – und damit natürlich nVidias Ansatz der expliziten RT-Cores bei der Turing-Generation in Frage stellt. Der hauptsächliche Diskussionspunkt wird sich allerdings (man kann dies nicht oft genug betonen) derzeit nicht klären lassen: Selbst wenn beide Lösungen funktionieren, kann es trotzdem so sein, das der nVidia-Ansatz von der Performance oder/und der erreichbaren RayTracing-Qualität überlegen ist – denn in aller Regel schlagen dedizierte Hardware-Einheiten die Nutzung allgemeiner Hardware-Einheiten. Zudem wurde kürzlich erst herausgearbeitet, das die RT-Cores samt den Tensor-Cores die Turing-Grafikchips gerade einmal bestenfalls +10% dicker machen – dies ist also nichts, was man sich nicht leisten könnte, wenn man daraus einen Vorteil generieren kann.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Radeon VII?

Mittels einer Umfrage von Mitte Februar wurde der Ersteindruck zu AMDs Radeon VII nach deren Launch abgefragt. AMDs neue Enthusiasten-Grafikkarte kommt mit gesalzenem Preispunkt daher und ist daher automatisch nichts für den größeren Teil der Umfrageteilnehmer – und rechnet man diesen Umstand ein, dann erreicht die Radeon VII sogar ein ziemlich gutes Umfrageergebnis. Denn 31,7% positiver Ersteindruck sind im Enthusiasten-Segment zuletzt nicht zu sehen gewesen: Die Radeon RX Vega 64 erreichte gerade einmal 9,6% positiven Ersteindruck, die GeForce RTX 2080 wenigstens noch 16,4% sowie die GeForce RTX 2080 Ti dann sogar 17,5% – aber man muß schon in die letzte Grafikkarten-Generation zurückgehen, um mit der GeForce GTX 1080 Ti auf seinerzeit satten 61,9% positiven Ersteindruck etwas besseres zu finden. Dafür, das die Radeon VII erst recht spät daherkommt, keinerlei Performance-Rekorde aufstellt und letztlich auch "nur" einen halben Refresh darstellt, ist jenes Ergebnis um so erstaunlicher.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14./15. März 2019

Von Crytek kommt eine vielbeachtete "Neon Noir" Techdemo, welche RayTracing unter der Cryengine zeigt. Interessanterweise verwendet man dabei eine Voxel-basierte Beleuchtung (Voxel-based Global Illumination aka SVOGI), welche keine spezielle RayTracing-Hardware voraussetzt – und somit (wie das hierzu gezeigte Techdemo) auf einer Radeon RX Vega 56 absolut flüssig läuft. Natürlich hat eine Techdemo wie üblich nichts mit einem realen Spiel zu tun (man erinnere sich an die verschiedenen RayTracing-Techdemos, welche in ihrer Testszene flüssig liefen, derzeit aber nicht in realen Spielen umsetzbar sind), insofern ist diese (ungefähre) Performance-Angabe noch nicht auf die Goldwaage zu legen. Entscheidend ist hierbei vielmehr der abweichende RayTracing-Ansatz, welcher ohne spezielle RayTracing-Hardware auskommt – hierbei hat man wohl einen Weg gefunden, alles über die Rechenkraft der regulären Shader-Einheiten zu lösen.

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Intels Comet Lake Generation bestätigt sich mittels (offizieller) Treiber-Einträge

Das Intel zwischen den Coffee Lake Refresh und die erste (richtige) 10nm-Generation in Form von "Ice Lake" noch eine weitere 14nm-Generation dazwischenquetschen will, wurde gerüchteweise bereits Ende letzten Jahres genannt. Seinerzeit gab es allerdings auch nur Kunde von einem Zehnkerner im normalen Consumer-Segment, nichts allerdings zu weiteren Prozessoren bzw. der Frage, ob es sich hierbei um einzelne Prozessoren-Modelle oder aber eine komplette Generation mit Ausbau ins Mainstream- wie ins Mobile-Segment handeln würde. Zudem war das ganze natürlich seinerzeit auch noch komplett unbestätigt – und zwischenzeitlich wurde auf "Comet Lake" zwar immer mal wieder Bezug genommen, so richtig sicher war das ganze jedoch bis jetzt noch nicht. Dies alles ändert sich nunmehr, denn über Treiber-Einträge für Linux-Grafiktreiber auf Github, für welche Intel-Mitarbeiter verantwortlich zeichnen, ist die Existenz der Comet-Lake-Generation indirekt, aber einwandfrei bestätigt.

CPUID_COMETLAKE_U_A0, "Cometlake-U A0 (6+2)"
CPUID_COMETLAKE_U_K0_S0, "Cometlake-U K0/S0 (6+2)/(4+2)"
CPUID_COMETLAKE_H_S_6_2_P0, "Cometlake-H/S P0 (6+2)"
CPUID_COMETLAKE_H_S_10_2_P0, "Cometlake-H/S P0 (10+2)"

Quelle:  Linux-Treibereinträge bei Github vom 4. März 2019

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AMD bringt in China eine Polaris-20-basierte "Radeon RX 560 XT" heraus

Auf AMDs Produkt-Webseiten ist mit der "Radeon RX 560 XT" eine neue Sonderausführung für den chinesischen Markt aufgetaucht – wie es jene bei AMD inzwischen ab und zu einmal gibt. Trotz der Namenswahl basiert diese neue Grafikkarte nicht auf dem Polaris-21-Chip der regulären Radeon RX 560, sondern stellt einen weiteren Polaris-20-Abkömmling dar, ist also mit Radeon RX 570 & 580 verwandt. Allerdings setzt AMD für die neue Karte eine deutlich kleinere Hardware an: Anstatt den 2048 Shader-Einheiten auf Taktraten von 1168/1244/3500 MHz bei der Radeon RX 570 gibt es bei der Radeon RX 560 XT nur 1792 Shader-Einheiten auf Taktraten von 973/1073/3300 MHz. Die neue Karte erinnert somit ein wenig an die frühere Radeon RX 470D, welche seinerzeit (als genauso eine solcherart China-exklusive AMD-Grafikkarte) die gleiche Anzahl an Shader-Einheiten aufwies. Gegenüber dieser tritt die Radeon RX 560 XT mit 973/1073/3300 MHz jedoch mit klar niedrigerem Chiptakt an, selbiger lag bei der Radeon RX 470D immerhin schon 926/1206/3300 MHz.

Radeon RX 470D Radeon RX 560 XT Radeon RX 570 Radeon RX 580 2048SP
Chipbasis AMD Polaris 10 Pro AMD Polaris 20 Pro AMD Polaris 20 XL AMD Polaris 20 XL
Technik 4 Raster-Engines, 1792 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 1792 Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR GDDR5-Interface (Salvage)
Taktraten 926/1206/3300 MHz 973/1073/3300 MHz 1168/1244/3500 MHz offiziell: 1168/1284/3500 MHz
Hersteller: 1168/~1310/3500 MHz
Rohleistungen 4,3 TFlops + 211 GB/sec 3,8 TFlops + 211 GB/sec 5,1 TFlops + 224 GB/sec 5,4 TFlops + 224 GB/sec
Speicherausbau 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5 4/8 GB GDDR5 4 GB GDDR5
off. Verbrauch 110W (TBP) 150W (TBP) 150W (TBP) 150W (TBP)
FullHD Perf.Index 460% ~430% 520% ~540%
Straßenpreis nur in China erhältlich nur in China erhältlich 4GB: 130-140 Euro nur in China erhältlich
Release Oktober 2016 März 2019 18. April 2017 Oktober 2018
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Launch der GeForce GTX 1660: Erste Testberichte gehen online

Mit der GeForce GTX 1660 (non-Ti) tritt heute die zweite Grafikkarte der "GeForce GTX 16" Serie sowie basierend auf dem TU116-Chip an. Die Zielsetzung der kleinere Schwester der kürzlich vorgestellten GeForce GTX 1660 Ti ist augenscheinlich die direkte Ablösung der GeForce GTX 1060 als nVidias primärem Midrange-Angebot. Dafür gibt es nahezu dieselbe Hardware wie bei der GeForce GTX 1060 6GB zur wiederum selben Speichermenge, nur nunmehr eben im Turing-Gewand mit etwas mehr Performance zu einem mit 219 Dollar bzw. 225 Euro durchaus griffigen Preispunkt. Die Launch-Reviews zur GeForce GTX 1660 versuchen derzeit, diese erneut alleinig in Hersteller-Ausführung vorliegende Karte in allen Disziplinen zu bewerten, während die Diskussion zum Launch in unserem Forum beginnen darf und zu einem späteren Zeitpunkt die übliche Launch-Analyse diesen Grafikkarten-Launch dann abschließen wird.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. März 2019

TweakTown erinnert daran, das nVidia auf seiner "GPU Technology Conference" (GTC) in der nächsten Woche gut und gerne eine neue Grafikchip-Architektur in Form von "Ampere" vorstellen könnte. Dies ist natürlich derzeit keineswegs gewiß oder gibt es bereits konkrete Indizien hierfür – allenfalls kann man sagen, das nVidia in der Vergangenheit seine GTC regelmäßig für diese Architektur-Ankündigungen genutzt hat, und das natürlich im HPC-Bereich durchaus die Zeit reif wäre für etwas neues. Zuletzt hatte nVidia anno 2017 auf seiner GTC den GV100-Chip bzw. die Volta-Architektur vorgestellt, welche auch den Grundstock für die aktuelle Turing-Generation im Gaming-Bereich gibt. Insbesondere mit der in diesem Jahr für PC-Chips breitflächig nutzbaren 7nm-Fertigung wäre da durchaus der Zeitpunkt gekommen für den nächsten HPC-Chip von nVidia – spekulativ einen GA100 oder AM100 aus der Ampere-Generation. Jener dürfte nVidia-typisch den Vorreiter in der neuen Fertigungstechnologie geben, damit holt man sich dann auch die notwendige Ingenieurserfahrung für die nachfolgenden Gaming-Chips in der 7nm-Fertigung.

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Erster Benchmark-Wert zur GeForce GTX 1660 zeigt jene ca. 10% schneller als die GeForce GTX 1060

Vom Twitterer Tum Apisak kommt ein erster Benchmark-Wert zur GeForce GTX 1660 (non-Ti) unter Ashes of the Singularity – zu welchem glücklicherweise gleich die Vergleichswerte mitgeliefert werden, ansonsten ist dies selbst anhand der Benchmark-Datenbank zu AotS fast unmöglich gut vergleichbar. So aber läßt sich sagen, das die GeForce GTX 1660 unter AotS irgendwo in der Mitte zwischen GeForce GTX 1060 6GB und GeForce GTX 1660 Ti herauskommen sollte, mit gewisser Tendenz zur kleineren Karte. Der nominelle Performancegewinn von +10,5% ist dabei ganz nett und vielleicht sogar etwas größer als gemäß der technischen Daten zu erwarten wäre – andererseits ist AotS auch kein wirklich zuverlässiger Indikator und es ist nicht klar, ob hierbei eine Karte gemäß Referenztakt oder mit werksmäßiger Übertaktung zum Einsatz kam. Selbige dürften voraussichtlich erneut das Bild des kommenden Launches zur GeForce GTX 1660 bestimmen, da nVidia auch hier kein Referenzdesign auflegt und es somit den Grafikkarten-Herstellern überläßt, mit ihren Eigendesigns den Launch zu bestimmen.

AotS FHD-Index 4K-Index Listenpreis Straßenpreis
GeForce RTX 2060 ~5500 920% 124% 349$ 340-360€
GeForce GTX 1070 ~4900 800% 107% 379$ 290-340€ (Auslauf)
GeForce GTX 1660 Ti ~4800 780% 103% 279$ 260-290€
GeForce GTX 1660 ~4200 ~640-680% ~80-85% 219$ erwartet für ab ~220€
GeForce GTX 1060 6GB ~3800 590% 76% 249$ 195-220€
Quelle der AotS-Resultate (für Escalation, FullHD @ "Crazy"): Tum Apisak @ Twitter
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