Neuigkeiten der letzten 7 Tage

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Hardware- und Nachrichten-Links des 4./5. Dezember 2021

Die kürzlich notierte Erhöhung der Grafikchip-Preise bei AMD hat laut VideoCardz nunmehr zu einer Erhöhung der Preislagen bei Grafikkarten-Hersteller Gigabyte geführt – logischerweise, jener reicht die höheren Einkaufspreise einfach nur durch. Allerdings schwächt sich damit die Preiserhöhung schon ab, denn die 10% höheren Chip-Preise haben nunmehr zu 3-6% höheren Grafikkarten-Preisen geführt – auch wiederum logisch, denn Chip und Speicher sind nur ein gewisser Wertanteil an der gesamten Grafikkarte. Weiterhin offen bleibt, ob das ganze überhaupt zu einer tatsächlich nachweisbaren Erhöhung der Einzelhandels-Preise führt. Eigentlich wäre dies obligatorisch, da Grafikkarten im Normalfall sehr knapp kalkuliert in den Handel gehen, womit für die Händler keinerlei Spielraum existiert, eine Hersteller-Preiserhöhung selber aufzufangen.

AMD-Listenpreis Gigabyte-Preiserhöhung Straße 21.11.
Radeon RX 6900 XT $999 / 999€ keine Änderung 1427-2049€
Radeon RX 6800 XT $649 / 649€ 500 RMB = $78 1399-1690€
Radeon RX 6800 $579 / 579€ 300 RMB = $47 1259-1598€
Radeon RX 6700 XT $479 / 479€ 100-200 RMB = $16-31 889-1260€
Radeon RX 6600 XT $379 / 380€ 100-200 RMB = $16-31 649-1099€
Radeon RX 6600 $329 / 339€ 200 RMB = $31 544-713€
Gigabyte-Preiserhöhung gemäß der Berichterstattung seitens VideoCardz
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Umfrage-Auswertung: Wie weit verbreitet ist Grafikkarten-Undervolting?

Mittels einer Umfrage von Mitte September wurde der Frage nachgegangen, wie weit Grafikkarten-Undervolting derzeit verbreitet ist, warum dieses genutzt wird bzw. wie der Interesse-Stand der Nichtnutzer aussieht. In der hauptsächlichen Fragestellung gab es mit kumuliert 50,7% ein überraschend starkes Ergebnis pro Grafikkarten-Undervolting (UV). Dabei setzt der weitaus größere Teil jener Nutzergruppe diese Funktion primär zugunsten einer höheren Energieeffizienz an, was üblicherweise mit besserer Laufruhe durch geringere Karten-Temperaturen und damit weniger stark anziehenden Lüftern einhergeht. Nur der geringere Teil der Undervolting-Nutzer schaut diesbezüglich zuerst auf den Übertaktungsgewinn – wobei die Grenzen bekannterweise fließend sind und durchaus auch beide Effekte gleichzeitig erreicht werden können.

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TimeSpy-Wert zeigt massiven Sprung der iGPU-Performance bei AMDs Rembrandt-APU

Laut Twitterer HXL soll die Rembrandt-iGPU auf grob 2700 Punkte im 3DMark13-TimeSpy-Test kommen. Ausgehend davon, dass hier (anzunehmenderweise) der GPU-Score genannt ist, ergibt ein Vergleich mit anderen aktuellen iGPUs (mittels der Werte vom Guru3D) einen regelrecht massiven Leistungssprung durch dieser kommenden AMD-APU auf dem Gebiet der Performance der integrierten Grafiklösung: Es sind immerhin +84% auf einen Ryzen 7 5700G oben drauf – und, sofern hingegen der Overall-Score genannt wurde, immerhin auch noch +61%. Davon werden +50% über die höhere Anzahl an Shader-Clustern getragen, der Rest kommt dann über den Sprung von der Vega- zur RDNA2-Architektur, eventuell höhere iGPU-Taktraten sowie den Zuwachs an Speicherbandbreite, welchen die Rembrandt-APU über ihren DDR5-Support bieten.

3DMark13 TimeSpy CPU-Hardware iGPU-Hardware TS (overall) TS (GPU)
GeForce GTX 1650 - Turing TU117, 14 SM (896 FP32) - 3329
AMD Rembrandt Rembrandt (Zen 3) ≤8C/16T RDNA2, ≤12 CU (≤768 FP32) ~2700
GeForce GTX 1050 Ti - Pascal GP107, 6 SM (768 FP32) - 2459
Ryzen 7 5700G Cezanne (Zen 3), 8C/16T Vega, 8 CU (512 FP32) 1679 1468
Core i7-1165G7 Tiger Lake, 4C/8T Xe, 96 EU (768 FP32) 1625 1467
Core i9-12900K Alder Lake, 8C+8c/24T Xe, 32 EU (256 FP32) 955 820
Core i9-10900K Comet Lake, 10C/20T Gen 9, 24 EU (192 FP32) 528 463
Quellen: Rembrandt von HXL @ Twitter, andere iGPUs von Guru3D, Core i7-1165G7 von Notebookcheck, Grafikkarten von Guru3D
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Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Dezember 2021

Laut Twitterer Hongxing2020 gibt es für die GeForce RTX 3050 nunmehr mit dem 27. Januar (als Verkaufsstart) einen regelrechten Termin. Bestätigt wurde mit dieser Meldung zudem die Speichermenge von 8 GB – was dann die dritte Bestätigung zu diesem Punkt ist und somit als (passabel) "sicher" eingebucht werden kann. Damit hat nVidia ein vergleichsweise vollgepacktes Programm zum Jahreswechsel 2021/22, denn in den zwei Monaten um den Jahreswechsel herum stehen nVidia-seitig immerhin fünf Grafikkarten an – vier Ampere-basierte und eine Turing-basierte (GeForce RTX 2060 12GB). Ohne neuer Chip-Generation (welche noch grob ein Jahr entfernt ist) und angesichts weiterhin hoher Preislagen im Grafikkarten-Markt sind dies erstaunliche breite Aktivitäten nVidias. Ursprünglich könnte wohl sogar ein kompletter Ampere-Refresh geplant gewesen sein, aber zumindest dieses Projekt scheint nunmehr vom Tisch bzw. zugunsten einzelner Programmergänzungen aufgegeben zu sein.

12.3 update:
GeForce RTX 3050 (8GB) 2022.1.27 on-shelf

Quelle:  Hongxing2020 @ Twitter am 3. Dezember 2021

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Intels Core i3-12100 schlägt im Vorab-Test AMDs Ryzen 3 3100 & 3300X deutlich

Vom chinesischsprachigen XFastest (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, via VideoCardz) kommt ein erster Test zum Core i3-12100, dem kleinsten Mainstream-Modell der kommenden Riege an non-K-Prozessoren der Alder-Lake-Generation mit nur 4 Performance- und keinerlei Effizienz-Kernen. Jener wurde gegen Ryzen 3 3100 & 3300X verglichen, welche zwar AMDs aktuelle Vierkerner darstellen, allerdings noch auf der Zen-2-Architektur basieren. Dies schränkt die Bedeutsamkeit des erzielten Benchmark-Siegs für den Core i3-12100 maßgeblich ein, denn allein mittels der höheren Zen-3-IPC würde ein entsprechender Zen-3-Vierkerner dem Intel-Prozessor durchaus nahe auf die Pelle rücken können. Genau läßt sich dies auf Basis dieser Benchmarks sowieso nicht sagen, da jene doch recht kurz ausgefallen sind und somit zu sehr von den für den Test ausgewählten Anwendungen abhängen.

Hardware Anwendungen
Core i3-12100 ADL, 4C+0c/8T, 3.3/4.3 GHz ~126%
Ryzen 3 3300X Zen 2, 4C/8T, 3.8/4.3 GHz 100%
Ryzen 3 3100 Zen 2, 4C/8T, 3.6/3.9 GHz ~94%
gemäß den Messungen von XFastest unter 8 Anwendungs-Benchmarks
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Hardware- und Nachrichten-Links des 2. Dezember 2021

Twitterer Apisak gibt einen Infofetzen zu Intels DG2-128 Grafikkarte zum Besten: Danach soll jene Grafiklösung mit 1024 FP32-Einheiten an einem 96-Bit-Interface samt 6 GB GDDR6-Speicher (alles schon bekannt) mit einem Chiptakt von 2.45 GHz unter dem Verkaufsnamen "Intel Arc A380 Graphics" antreten. Die Namenswahl entspricht dem vorab bereits geleakten Namensschema, womit sich dann auch auf weitere DG2- sowie zukünftige Intel-Lösungen spekulieren läßt – beispielsweise "Intel Arc A580 Graphics" für DG2-512. Die vom Twitterer weiterhin genannte Performance-Maßgabe von "GeForce GTX 1650 Super" erscheint hoch angesichts der bekannten Hardware-Daten, allerdings über den Chiptakt von (eventuell nur "bis zu") 2.45 GHz durchaus nicht außerhalb des möglichen. Damit könnte Intel IPC-technisch sogar beachtbar unterhalb der Turing-Architektur liegen, würde dies schlicht über den Mehrtakt ausgleichen.

Intel Arc A380 Graphics
2.45GHz  6GB
perf 1650S

Quelle:  Apisak @ Twitter am 2. Dezember 2021

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nVidia bestätigt die Hardware-Daten zur GeForce RTX 2060 12GB samt deren Marktstart am 7. Dezember

The Verge haben seitens nVidia eine Bestätigung der Existenz der GeForce RTX 2060 12GB sowie von deren Releasetermin am 7. Dezember 2021 vorliegen. Zu diesem Zeitpunkt sollen verschiedene Hersteller-Modelle jener neuen Turing-basierten Karte verfügbar werden – was somit auch andeutet, dass nVidia wahrscheinlich keine eigene "Founders Edition" ins Rennen schickt, sondern diesen Launch komplett den Grafikkarten-Herstellern überläßt. Zugleich kommt von selbigem Bericht der Hinweis auf die finalen Spezifikationen zur GeForce RTX 2060 12GB, welche nVidia nunmehr bereits auf den eigenen Webseiten offenlegt. Hiermit bestätigen sich die zuletzt in der Gerüchteküche gemeldeten Daten, neu sind (neben der offiziellen Bestätigung) allein die Taktraten.

GeForce RTX 2060 6GB GeForce RTX 2060 12GB GeForce RTX 2060 Super GeForce RTX 3060
Chipbasis nVidia TU106-300 nVidia TU106 nVidia TU106-410 nVidia GA106-300
Hardware Turing, 30 Shader-Cluster (1920 FP32-Einheiten) @ 192 Bit Interface Turing, 34 Shader-Cluster (2176 FP32-Einheiten) @ 192 Bit Interface Turing, 34 Shader-Cluster (2176 FP32-Einheiten) @ 256 Bit Interface Ampere, 28 Shader-Cluster (3584 FP32-Einheiten) @ 192 Bit Interface
Taktraten 1365/1680 MHz & 14 Gbps 1470/1650 MHz & 14 Gbps 1470/1650 MHz & 14 Gbps 1320/1777 MHz & 15 Gbps
Rohleistungen 6,5 TFlops & 336 GB/sec 7,2 TFlops & 336 GB/sec 7,2 TFlops & 448 GB/sec 12,7 TFlops & 360 GB/sec
Speicher 6 GB GDDDR6 12 GB GDDR6 8 GB GDDR6 12 GB GDDR6
TDP (GCP) 160W 185W 175W 170W
FHD Perf.Index 910% geschätzt ~1000-1050% 1050% 1130%
4K Perf.Index 123% geschätzt ~135-150% 148% 165%
Listenpreis $299 ? $399 $329
Release 7. Januar 2019 7. Dezember 2021 2. Juli 2019 25. Februar 2021
Angaben zu noch nicht veröffentlicher Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen
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Hardware- und Nachrichten-Links des 1. Dezember 2021

Beim russischsprachigen PRO Hi-Tech @ YouTube (via VideoCardz) hat man die kürzlich auf verdoppelte Speichermenge gemoddete GeForce RTX 2060 12GB einem kurzem Benchmark-Test unterzogen – welcher allerdings bereits alle drei möglichen Ergebnisse dieser reinen Speicherverdopplung andeutet: So bewegt sich unter Cyberpunk 2077 erst einmal gar nichts, die 6 GB Grafikkartenspeicher der regulären Kartenausführung sind hier bis in die Minimum-Frameraten ausreichend bzw. gibt es nur einen kleinen Ausschlag bei den 0,1% Perzentilen. Unter Far Cry 6 sieht man eine gewisse Performance-Anomalie, wobei die auf 12 GB gemoddete Karte unter den 0,1% Perzentilen deutlich langsamer läuft. Dies ist entweder ein Meß-Paradoxon (was bei so kleinen Perzentilen durchaus vorkommen kann), oder aber ein Problem, welches vielleicht durch einen auf die Speichermenge nicht angepassten Treiber ausgelöst wird – was bei einer regulären Variante demzufolge nicht mehr vorkommen dürfte.

GeForce RTX 2060 6GB vs. 12GB (Mod) avg fps 1% fps 0,1% fps
Cyberpunk 2077  (FullHD, RT, DLSS) 48 vs 48 fps 39 vs 39 fps 34 vs 36 fps
Far Cry 6  (WQHD, RT) 57 vs 58 fps 49 vs 46 fps 45 vs 29 fps
Watch Dogs: Legion  (FullHD, RT, DLSS) 45 vs 49 fps 22 vs 39 fps 15 vs 36 fps
gemäß den Ausführungen von PRO Hi-Tech @ YouTube
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Hardware- und Nachrichten-Links des 30. November 2021

Ein vielbeachteter Artikel der chinesischsprachigen DigiTimes (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) bestätigt die 5nm-Fertigung von nVidias Hopper & Lovelace für nächstes Jahr bei TSMC. Genannt werden hierzu explizit der "H100" aus der Hopper-Architektur ("H100" wird der Produktname sein, "GH100" ist der unterliegende HPC-Chip) sowie die GeForce RTX 40 Serie aus der Lovelace-Architektur. Insbesondere zu letzterer kann sich die DigiTimes auf Angaben aus der Hersteller- und Zulieferer-Kette stützen, wonach die nächste Gaming-Serie von nVidia nach dem Ausflug zu Samsung bei der Ampere-Generation somit wieder zu TSMC zurückkehren wird. Insofern kann man den DigiTimes-Artikel durchaus als eine gute Bestätigung der früheren Gerüchte ansehen – welche die TSMC-5nm-Fertigung von "Lovelace" schon zur Jahresmitte vermeldet hatten und seinerzeit in einem 3DC-Artikel zusammengefasst wurden.

AMD nVidia
HPC Aldebaran  (CDNA2)
2-Chip MCM-Design unter TSMC 5nm (?) 7/6nm
(insgesamt) 16 SE, 256 CU mit 16'384 FP32 (full-rate FP64)
(insgesamt) 8192 Bit HBM2e
GH100  (Hopper)
2-Chip MCM-Design unter TSMC 5nm
(insgesamt) 16 GPC, 288 SM mit 18'432 FP32
höchstwahrscheinlich HBM2e-Interface
weitere Chips: möglicherweise GH202 (für Gaming)
Gaming Navi 31  (RDNA3)
MCM-Design mit 2x GCD (TSMC 5nm) + 1x MCD (TSMC 6nm)
(insgesamt) 6 SE, 60 WGP mit 15'360 FP32
(insgesamt) 256 Bit GDDR6
größerer Infinity Cache, angeblich sogar als extra Chips
weitere Chips: Navi 32, Navi 33, möglicherweise Navi 34
AD102  (Lovelace)
monolithisches Design unter TSMC 5nm
12 GPC, 144 SM mit 18'432 FP32
384 Bit GDDR6X + "größere Caches"
weitere Chips: vermutlich AD103, AD104, AD106, AD107
Diagramme AMD Aldebaran             nVidia GH100             AMD Navi 31
Anmerkung: reine Wiedergabe von Gerüchten – keine offiziellen Daten
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Innosilicon stellt vier "Fantasy 1" Grafikkarten auf Basis des "Fenghua 1" Grafikchips vor

Die chinesischsprachigen Webseiten ITHome & MyDrivers (beiderseits via VideoCardz) berichten von der Vorstellung der "Fantasy 1" Grafkkarten-Serie des chinesischen Chipentwicklers Innosilicon. Selbiger hatte kürzlich den Tape-Out seines (hier zugrundeliegenden) Grafikchips "Fenghua 1" verkündet, welcher sich im nachhinein basierend auf PowerVR-Technologie herausstellte. Dieselbe Technik-Grundlage wird dann seitens Innosilicon bestätigt: ImgTecs PowerVR B-Series mit Chiplets, welche im Maximalfall bis zu 6 TeraFlops FP32-Rechenleistung erreichen können. Aus dieser Grundlage will Innosilicon nunmehr vier Grafikkarten schnitzen: Zwei basierend auf einem Fengshua-Grafikchip (Fantasy 1 "A") mit bis zu 5 TeraFlops, zwei basierend auf gleich zwei Fengshua-Grafikchips (Fantasy 1 "B") mit bis zu 10 TeraFlops.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. November 2021

Laut Twitterer Greymon55 ist "Zen 3D" – sprich die Zen-3-basierten Prozessoren mit 3D V-Cache – seit Mitte November in Massenfertigung, worauf angesichts einer Spanne von mindestens drei Monaten bis zum Marktstart selbiger grob vorhergesagt werden kann. Der Twitterer geht somit von einer entsprechenden Produkt-Ankündigung im Januar 2022 sowie einem Marktstart im Februar aus. Sicherlich wird es auf der CES 2022 hierzu etwas zu hören geben – ob es schon eine vollwertige Vorstellung oder nur ein weiterer Teaser ist, bleibt abzuwarten. Denkbar ist, dass sich AMD die CES eher für die kommenden Mobile-Prozessoren auf Rembrandt-Basis reserviert. Interessant wird hierzu noch, unter welchem Verkaufs-Seriennamen AMD das ganze laufen läßt – "Ryzen 5000" oder gleich "Ryzen 6000".

As I said before, ZEN3D is already in mass production in the middle of this month, and it usually takes at least 3 months to get to market, so I'm leaning toward it being announced in January and available in February.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 29. November 2021

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