nVidia-CEO Jensen Huang hat im Podcast von Lex Fridman @ YouTube erneut zur andauernden Kontroverse über DLSS5 Stellung genommen und dabei versucht, ein wenig die Wogen gegenüber seiner vorherigen Kritik-Erwiderung zu glätten. Leider bleibt es beim Versuch, mit dem letzten Satz reißt es der nVidia-Chef wieder ein: Denn natürlich wirkt DLSS5 wie eben doch ein Instagramm-Filter – völlig egal ob dies nicht derart geplant war oder von der Technik her "unmöglich" sein sollte. Letzteres ist sowieso eine gewagte Aussage, denn am Ende konnte die dahinterliegende Bildverbesserungs-KI kaum mit PC-Spielen trainieren (jene sollen ja verbessert, nicht nachgeahmt werden), sondern natürlich nur mit realen Personen. Und da ergibt sich immer der Effekt der unbewußten Vereinheitlichung sowie Instagramm-typischen Verschönerung, dies läßt sich wegen der grundsätzlichen Funktionsweise dieser KI-Bildverbesserer gar nicht unterbinden.
I think their perspective makes sense. And I could see where they're coming from, because I don't love AI slop myself. You know, all of the AI-generated content increasingly looks similar, and they're all beautiful ... I'm empathic toward what they're thinking. That's just not what DLSS5 is trying to do.
Quelle: nVidia-CEO Jensen Huang bei Lex Fridman @ YouTube am 23. März 2026
Bisher hat Intels "Arrow Lake" aka die Core 200 Serie auf dem Desktop wenig gezündet, trotz nachträglicher Performance-Verbesserungen und inzwischen klar günstigerer Preislagen. Nun wagt Intel einen neuen Anlauf in Form zweier Refresh-Modelle, welche mit klar mehr Technik und sogar abgesenktem Listenpreis dieses Bild ändern sollen – Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus. Zu Preislagen von 199 bzw. 299 Dollar gibt es hier in jedem Fall richtig viele CPU-Kerne (18 bzw. 24) fürs Geld, sollte die Sache zumindest aus dem Blickwinkel der Allround-Performance interessant sein. Derzeit füllen die Launch-Reviews der bekannten Hardware-Tester das Web, kann im 3DC-Forum über jenen Refresh diskutiert werden und wird dies sicherlich noch Thema einer Launch-Analyse sein, mittels welcher der Blick auf diese "normalen" PC-Prozessoren außerhalb der X3D-Modelle grundsätzlich erneuert wird.
| ARL Desktop | Kerne | P-Takt | E-Takt | L2+L3 | iGPU | PBP/MTP | Liste | Straße | Release |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core Ultra 9 285K | 8P+16E/24T | 3.7/5.7 GHz | 3.2/4.6 GHz | 40+36 MB | 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz | 125/250W | $589 | ab 502€ | 25. Okt. 2024 |
| Core Ultra 7 270K Plus | 8P+16E/24T | 3.7/5.5 GHz | 3.2/4.7 GHz | 40+36 MB | 4 Xe-LPG | 125/250W | $299 | ? | 26. März 2026 |
| Core Ultra 7 265K | 8P+12E/20T | 3.9/5.5 GHz | 3.3/4.6 GHz | 36+30 MB | 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz | 125/250W | $394 | ab 282€ | 25. Okt. 2024 |
| Core Ultra 5 250K Plus | 6P+12E/18T | 4.2/5.3 GHz | 3.5/4.7 GHz | 30+30 MB | 4 Xe-LPG | 125/159W | $199 | ? | 26. März 2026 |
| Core Ultra 5 245K | 6P+8E/14T | 4.2/5.2 GHz | 3.6/4.6 GHz | 26+24 MB | 4 Xe-LPG @ ≤1.9 GHz | 125/159W | $309 | ab 177€ | 25. Okt. 2024 |
VideoCardz zeigen eine aktualisierte Präsentationsfolie zum Arrow-Lake-Refresh "Core Ultra 200S Plus", welcher die beiden neuen Prozessoren-Modelle nicht mit ihren Arrow-Lake-Vorgängern, sondern den im gleichen Preisbereich befindlichen Zen-5-Prozessoren vergleicht. Im konkreten sind dies somit die Vergleiche Core Ultra 5 250K Plus gegen Ryzen 5 9600X sowie Core Ultra 7 270K Plus gegen Ryzen 7 9700X, wobei die AMD-Prozessoren zum tatsächlichen Straßenpreis passend ausgesucht wurden, ein Vergleich per Listenpreis würde hier nichts bringen (da die AMD-Prozessoren inzwischen klar unterhalb selbigem angeboten werden). Mit diesem Vergleich nimmt Intel für sich in Anspruch, klar führend bei der "Creator"-Performance zu sein sowie bei der Spiele-Performance einen Gleichstand zu erzielen. Dies wird halbwegs hinkommen, wobei der Intel-Vorteil unter allen Anwendungs-Programmen vermutlich (klar) kleiner ausfallen dürfte – aber weiterhin vorhanden sein sollte.
VideoCardz berichten über eine ganze Reihe an Lenovo-Notebooks mit einer "GeForce RTX 5070 Laptop 12GB" – obwohl die bisherige "GeForce RTX 5070 Laptop" regulär nur mit 8 GB Grafikkartenspeicher ausgeliefert wird. Die vergleichsweise geringen TGP- und Rechenleistungs-Angaben sprechen zudem gegen einen Schreibfehler zugunsten einer "GeForce RTX 5070 Ti Laptop" – es scheint wohl wirklich das 5070er non-Ti-Modell gemeint zu sein. Insofern nVidia hier nicht die technischen Spezifikationen komplett ändert, sind am zugrundeliegenden GB206-Chip jene 12 GB VRAM allerdings nur mittels 3-GByte-Speicherchips zu lösen. Augenscheinlich hat nVidia derzeit tatsächlich zu viele von jenen 3-GByte-Speicherchips, ausgelöst denkbarerweise über die Vorbestellungen bei den Speicherherstellern zugunsten des nunmehr verschobenen GeForce RTX 50 "SUPER"-Refreshs. Für den Mobile-Bereich ist dies natürlich gut, denn mit 8 GB VRAM ist die GeForce RTX 5070 Laptop nicht wesentlich zukunftsfähig, mit 12 GB VRAM ändert sich dies hingegen schlagartig. Schade nur, dass dieser Bonus im ansonsten wenig beachteten Mobile-Segment landet – anstatt bei Desktop-Grafikkarten, wo es teilweise viel eher notwendig wäre.
| RTX50 Mobile | Chip | Hardware | VRAM | TGP | Vorstellung | Release | grobes Desktop-Äquivalent |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 Laptop | GB203 | 82 SM @ 256-bit | 24 GB GDDR7 | 95-175W | CES 2025 | März 2025 | RTX5080: 84 SM @ 256-bit, 16 GB, 360W |
| GeForce RTX 5080 Laptop | GB203 | 60 SM @ 256-bit | 16 GB GDDR7 | 80-175W | CES 2025 | März 2025 | RTX5070Ti: 70 SM @ 256-bit, 16 GB, 300W |
| GeForce RTX 5070 Ti Laptop | GB205 | 46 SM @ 192-bit | 12 GB GDDR7 | 60-150W | CES 2025 | März 2025 | RTX5070: 48 SM @ 192-bit, 12 GB, 250W |
| GeForce RTX 5070 Laptop 12GB | ? | ? | 12 GB GDDR7 | ? | ? | ? | – |
| GeForce RTX 5070 Laptop 8GB | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 50-125W | CES 2025 | April 2025 | RTX5060Ti: 36 SM @ 128-bit, 8 GB, 180W |
| GeForce RTX 5060 Laptop | GB206 | 26 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 45-125W | 15. April | Mai 2025 | RTX5060: 30 SM @ 128-bit, 8 GB, 145W |
| GeForce RTX 5050 Laptop | GB207 | 20 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | ≤115W | 24. Juni | Juli 2025 | RTX5050: 20 SM @ 128-bit, 8 GB, 130W |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||||
YouTuber Daniel Owen bringt klarere Aussagen zur Technik hinter DLSS5 bzw. vor allem dazu, was jenes als Input benutzt, basierend auf Aussagen von nVidias Jacob Freeman. Und in der Tat und auch abweichend von anderen offiziellen Aussagen nVidias wird nur das vorherige Bild sowie die Bewegungsvektoren als Input für DLSS5 benutzt – anders formuliert fehlen DLSS5 somit die Informationen der Spiele-Engine und der Figuren/Objekt-Modelle zur jeweiligen Szene. Wie schon mit der ersten Berichterstattung zu DLSS5 vermutet, arbeitet das ganze wie ein KI-Bildverschönerer – es erkennt eigentlich nicht, was es da verschönert, sondern macht einfach mal los, auf Basis seines umfangreichen Trainings, aber immer in Richtung der Mittelwerte aus diesen Trainingsdaten gepolt. So gesehen sind diverse Bildfehler und eine sichtbare "Yassifizierung" der DLSS5-Bilder vollkommen normal, dies ist bei KI-Bildgeneratoren auch nicht anders, wenn man jene nicht mit den richtigen Prompts zur tatsächlich gewünschten Bildstimmung füttert. Auch erscheinen die derzeit vorliegenden Eingriffsmöglichkeiten der Spieleentwickler als zu gering angesetzt, wirklich schlagkräftig ist faktisch nur die Funktion, ganze Bildbereiche von der DLSS5-Aufhübschung auszuschließen.
– DLSS5 takes a 2D frame plus motion vectors as input.
– DLSS5 is trained end to end to understand complex scene semantics such as characters, hair, fabric, and translucent skin along with the environment lighting conditions like front lit, back lit or overcast all by analyzing a single frame.
– The underlying geometry is unchanged.
– DLSS5 only takes the rendered frame and motion vectors as inputs. Materials are inferred from the rendered frame.
– Developers will have detailed controls such as intensity and color grading. Artists can use these controls to adjust blending, contrast, saturation, and gamma, and determine where and how enhancements are applied to maintain the game's unique aesthetic. Developers can also mask specific objects or areas to be excluded from enhancement.
Quelle: nVidias Jacob Freeman, zitiert von Daniel Owen @ YouTube am 19. März 2026
Laut Tippgeber Chi11eddog @ X hat AMD wohl noch zwei TDP-stärkere Ryzen-9000-Modelle von Form von Ryzen 5 9650X & Ryzen 7 9750X in Vorbereitung. Nachdem deren Vorgänger im Zen-5-Portfolio – Ryzen 5 9600X & Ryzen 7 9700X – nur mit 65 Watt angetreten sind (abweichend von ihren Zen-4-Vorgängern) – sind Watt-stärkere Varianten nur folgerichtig und bieten sich für AMD nun wohl als Konter zum Arrow-Lake-Refresh an. Allerdings hat es AMD hierbei nicht bei den 105W TDP von Ryzen 5 7600X & Ryzen 7 7700X belassen, sondern geht gleich auf 120 Watt hinauf – und somit regulärerweise auf eine PPT von 162 Watt, was dann das echte Powerlimit darstellt. Dies ergibt zumindest einen gewissen Unterschied zu den bisherigen 65-Watt-Modellen, was sich auch teilweise schon in den Spezifikationen zeigt: Der maximale Boosttakt geht zwar nur um jeweils +100 MHz nach oben, der Baseclock allerdings gleich um jeweils +400 MHz. Und natürlich dürften auch alle zwischenliegenden Betriebszustände positiv von dem höheren Powerlimit beeinflußt werden.
New!
Ryzen 7 9750X, 120W, 8C16T, 32MB L3 cache, 5.6/4.2GHz
Ryzen 5 9650X, 120W, 6C12T, 32MB L3 cache, 5.5/4.3GHz
Quelle: Chi11eddog @ X am 18. März 2026
Auf der GTC 2026 (Keynote bei YouTube) hat nVidia eine neue nVidia HPC/AI-Roadmap gezeigt, welche die Next-Next-Gen-Architektur "Feynman" genauer skizziert und zudem ehrlicher bezüglich der Termineinordnungen ist. So wird nunmehr grob "Blackwell" auf 2024 eingeordnet, "Rubin" auf 2026 und "Feynman" auf 2028 – was bei den ersten beiden besser zum realen Auslieferungstermin erster HPC/AI-Gerätschaften passt, selbst wenn deren Ankündigung teilweise ein glattes Jahr vorher stattfand. Auch wird damit klarer, dass es tatsächlich neue Architekturen bei nVidia weiterhin "nur" aller zwei Jahre gibt – der Zwischenraum wird wie im Consumer-Bereich mit Refresh-Generationen gefüllt ("Blackwell Ultra" und zukünftig wohl "Rubin Ultra"). Die neuen Daten zur Feynman-Generation im HPC/AI-Bereich versprechen dann Die-Stacking (die einzelnen GPUs werden nicht mehr nebeneinander aufs Trägermaterial aufgebracht, sondern übereinander gestappelt), ein "Custom-HBM" sowie mit "Rosa" eine neue CPU für die Komplett-Produkte aus Feynman-GPUs und Rosa-CPU. Eine tatsächliche Bewandtnis für im gleichen Zeitraum erscheinende Consumer-Produkte muß dies alles natürlich nicht haben, wenngleich jene wenigstens langfristig sicherlich von der einen oder anderen technischen Entwicklung profitieren dürften.
nVidia hat auf seiner Hausmesse GTC das im Herbst kommende "DLSS5" vorgestellt, welches neben den bisherigen DLSS-Features dann auch "3D Guided Neural Rendering" daherbringen wird. Für nVidia ist es nichts geringeres als die "Neuerfindung der Spielegrafik", praktisch kann man sich DLSS5 als die Echtzeit-Version einer KI-Bildverschönerung vorstellen, welche wie selbige mit einem bestehenden Grundbild arbeitet, nicht wie reine KI-Bilderzeuger das komplette Bild erfinden muß. nVidia preist als Vorteile insbesondere eine realistische Beleuchtung an, auf den Preview-Bildern fällt dies allerdings weniger klar auf, dort stechen vor allem die deutlich detaillierten Gesichter hervor. Selbiges gefällt allerdings nicht jedem, vielen geht der Charme des Originals bei dieserart Verbesserung verloren. Den Verbesserungsgrad kann der Spieleentwickler allerdings steuern, denkbarerweise hatte nVidia für seine Preview-Bilder die Regler aufs Maximum gedreht.
