VideoCardz zeigen ein nVidia/MediaTek "N1" Laptop-Mainboard im Foto – und damit den Beweis, dass dieses Projekt voranschreitet und durchaus zur kommenden Computex (2.-5. Juni) offiziell vorgestellt werden könnte. Der tatsächliche Marktstart dürfte allerdings später erfolgen, inzwischen dürfte da kaum etwas vor dem Herbst 2026 passieren – ansonsten müsste es schon mehr dieser kleinen Leaks geben. Dem Mainboard-Foto selber ist nicht viel zu entnehmen außer dem Verbau von zwei M.2-Steckplätzen sowie 128 GB LPDDR5X/8533 Speicher. Jene wurden in Form von acht Einzelchips ausgeführt, was beim üblichen Interface von LPDDR5X (16bittig) somit auf ein insgesamt 128bittiges Speicherinterface hindeutet. Technisch dürfte die N1-Familie an WoA-SoCs zu deutlich mehr in der Lage sein, ob MediaTek dies alles für reale Windows-Notebooks ausführt, bleibt unbekannt – dies ist schließlich immer auch eine Kostenfrage, größere Interfaces ergeben teurere Mainboards. Ganz generell ist die in den Consumer-Markt entlassende Hardware-Konfiguration dieser WoA-SoCs noch ziemlich offen, am baugleichen "GB10"-Chip kann man sich im Maximum orientieren, für den Massenmarkt sind dennoch kleinere Varianten zu erwarten.
| nVidia "N1E" | nVidia N1 | nVidia N1X/GB10 | |
|---|---|---|---|
| Datengrundlage | eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T4000 einem extra Chip "N1E" entsprechen (und damit nicht einen reinen Salvage von N1 darstellen) | eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T5000 "N1" entsprechen | nVidia-Aussagen |
| CPU-Teil | 14C ARM Neoverse V3AE, 16 MB L3 | 20C ARM (10x Cortex X925 + 10x Cortex A725), 32 MB L3, 16 MB L4 | |
| GPU-Teil | 12-16 SM (Blackwell, 1536-2048 FP32, 64 Tensor-Cores) | 20-24 SM (Blackwell, 2560-3072 FP32, 96 Tensor-Cores) | 48 SM (Blackwell, 6144 FP32, 24 MB L2) |
| Speicherinterface | 256-bit LPDDR5X | 256-bit LPDDR5X | 256-bit LPDDR5X |
| TDP | ≤70W | ≤130W | ≤140W |
| Produkte | Jetson T4000 (12C, 12 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks | Jetson T5000 (14C, 20 SM), Jetson AGX Thor (14C, 20 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks | DGX Spark (20C, 48 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks |
| Hinweis: basierend auf offiziellen Angaben (sofern verfügbar), ansonsten jedoch mit eigenen Annahmen aufgefüllt | |||
Nachdem sich Qualcomm mit den gestern besprochenen Launchreviews einiges Lob für seine Snapdragon X2 SoCs abgeholt hat, wird diese erste Einschätzung nun wieder etwas torpediert durch eine neue Preislage für die entsprechenden Notebooks, wie Hardware Canucks @ X ausführen. Asus hatte die Pressevertreter wohl falsch gebrieft und die Notebook-Preise mit X2-Prozessoren fallen somit 100-350 Dollar höher aus als mit den Launchreviews berichtet (die Euro-Preise dürften beim aktuellen Umrechnungskurs gleich oder minimal höher liegen). Leider kann man hier auch nur diese grobe Maßgabe mitnehmen, direkt auf einzelne Snapdragon-X2-Modelle lassen sich diese Preislagen nicht umrechnen, da die verschiedenen Asus-Notebooks auch mit verschiedenen X2-Modellen bestückt werden können – bis hinunter in den Bereich der (stark abgespeckten) Snapdragon X2 Plus Modelle. Nunmehr wird zumindest auf den ersten Blick klar, dass Qualcomm auch seine Snapdragon X2 Serie als klare Hochpreis-Angelegenheit geplant hat, immerhin wird hier nirgendwo eine extra Grafiklösung verbaut sein. Wenigstens bietet Qualcomm nunmehr einen Performance-Vorteil – ob das dann reicht, um den Nachteil der nicht perfekten Software-Kompatibilität als ARM-System (und damit non-x86-System) aufzuwiegen, muß der Markt entscheiden.
This is BAD for our Snapdragon X2E conclusion. Best Buy & Asus issued the wrong prices. They're going 🔼 by a LOT 🫠
Zenbook A16: $1,600 ▶️ $1,700
Zenbook A14: $1,150 ▶️ $1,350
Zenbook S16: $1,600 ▶️ $1,900
Zenbook S14: $1,900 ▶️ $2,000
Zenbook 14: $1,000 ▶️ $1,350
Quelle: Hardware Canucks @ X am 7. April 2026
Mit dem 7. April sind die unabhängigen Testberichte zu Qualcomms Snapdragon X2 online gegangen, wobei hier primär dasselbe Asus-Notebook getestet wurde (teilweise auch noch ein anderes Asus-Notebook, aber nur ein einziger Tests mit einem HP-Notebook) und dort primär das Spitzenmodell "Snapdragon X2 Elite Extreme X2E-94-100" zum Einsatz kam. Dies spielt natürlich zuerst Qualcomm in die Karten, weil somit der allererste Performance-Eindruck über jenes Spitzenmodell gebildet wird, welches allerdings mit Notebook-Preisen von 1700 Dollar erneut nicht Einsteiger-freundlich ausgepreist ist. Neben gewissen technischen Unterschieden (primär das breitere Speicherinterface) liegt der "Vorteil" der Extreme-Prozessoren auch darin, mit viel höheren Powerlimits arbeiten zu können. Wenn im Performance-Modus getestet wird, dann darf das Asus Zenbook A16 seinen Snapdragon X2 Elite Extreme X2E-94-100 mit 72/97 Watt befeuern, im Standard-Modus sind es noch 40/75 Watt. Leider liefern auch fast wieder nur 'Notebookcheck' exakte Daten zu diesen Einstellungen, die meisten Reviews haben hingegen einfach drauf losgetestet – womit nicht klar ist, unter welchen Powerlimits jene Tests dann stattfanden.
| Powerlimit | GB6.6/MT | CB24/MT | |
|---|---|---|---|
| Snapdragon X2 Elite Extreme X2E-94-100 @ Performance | 72/97W | 23'204 | 1761 |
| AMD Ryzen AI Max+ 395 | 70/85W | 19'364 | 1673 |
| Snapdragon X2 Elite Extreme X2E-94-100 @ Standard | 40/75W | ? | 1619 |
| Snapdragon X2 Elite X2E-88-100 @ Performance | 31/60W | 20'325 | 1471 |
| Snapdragon X2 Elite X2E-88-100 @ Standard | 23/60W | ? | 1240 |
| Intel Core Ultra X9 388H | 46/64W | 17'694 | 1172 |
| gemäß der Ausführungen & Benchmarks von Notebookcheck | |||
Von Tippgeber HXL kommt ein IPC/Takt-Gerücht zu Nova Lake vs Zen 6. Danach sollen die "Coyote Cove" P-Kerne von Intels "Nova Lake" gegenüber AMDs "Zen 6" einen Vorteil bei der IPC haben, die AMD-Seite hingegen einen Vorteil bei der Taktrate. Wie groß die Vorteile jeweils sind, wurde nicht bekanntgegeben, so dass hier nach wie vor noch alles möglich ist – die Gesamtperformance bestimmt sich wie bekannt aus IPC * Taktrate, wobei letztere dann auch noch durch das Powerlimit sowie andere Faktoren ausgebremst wird bzw. nicht 1:1 in die Performance eingeht. Relevant dürfte dies aber sowieso nur bei Anwendungen mit Last auf wenigen Kernen sein, denn sobald es um reine Multithreading-Performance geht, sollte Intels Nova Lake wegen der bis zu 52 CPU-Kerne gegenüber Zen 6 (maximal 24 CPU-Kerne mit SMT) wahrscheinlich sogar beachtbar davonreiten. Dies läßt sich schließlich schon jetzt hochrechnen: Derzeit kommen es bei AMD 16 Kerne gegen Intel 24 Kerne zu einem faktischen Gleichstand bei der Anwendungs-Performance. Wenn dies in der nächsten CPU-Generation dann erhöht wird auf AMD 24 Kerne gegen Intel 52 Kerne, dann dürfte dieser Kern-Vorteil den Ausschlag geben – bei der Anwendungs-Performance und dort primär den reinen Multithreading-Lasten wohlgemerkt.
IPC: CYC>Zen6
clock: Zen6>CYC
Quelle: HXL @ X am 4. April 2026
Von der ComputerBase kommen Benchmarks der kleinen Panther-Lake-iGPU unter realen Spielen (5 Spieletitel zuzüglich 2 synthetische Tester, alles unter FullHD), wobei ein Vergleich mit den großen Panther-Lake-iGPU, Strix Halo & Halo sowie einer GeForce RTX 5060 Laptop geboten wird. Die kleinere Panther-Lake-iGPU mit nur 4 Xe3-Kernen kommt bei den "Normal-Modellen" von "Panther Lake" zum Einsatz und soll dort eigentlich nur Minimal-Bedürfnisse abdecken, dennoch reicht es immerhin zu 43% des Leistungsniveau der großen Panther-Lake-iGPU mit 12 Xe3-Kernen. Dies liegt im Rahmen der normaler iGPUs von "Meteor Lake" und "Arrow Lake", trotz nominell halbierter Anzahl an Shader-Clustern (dafür allerdings dem Sprung von Xe1 zu Xe3). Den ganz großen Leistungsunterschied zu den großen iGPUs gibt es somit also nicht, selbst "Strix Point" ist nur um +30% schneller unterwegs. Erst gegenüber den Big-APUs von "Strix Halo" wird es dann richtig deutlich, dort ist selbst die 65W-Variante auf dem Faktor 3 unterwegs.
| Hardware | FHD-Perf. | |
|---|---|---|
| GeForce RTX 5060 Laptop | Blackwell, 26 SM @ 128-bit, 80W | 161% |
| Radeon 8060S @ 120W | Strix Halo (RDNA 3.5), 40 CU @ 256-bit (shared), 120W (CPU+GPU) | 160% |
| Radeon 8060S @ 65W | Strix Halo (RDNA 3.5), 40 CU @ 256-bit (shared), 65W (CPU+GPU) | 139% |
| Arc B390 @65W | Panther Lake, 12 Xe3 @ 128-bit (shared), 65W (CPU+GPU) | 100% |
| Arc B390 @25W | Panther Lake, 12 Xe3 @ 128-bit (shared), 25W (CPU+GPU) | 75% |
| Radeon 890M @65W | Strix Point (RDNA 3.5), 16 CU @ 128-bit (shared), 65W (CPU+GPU) | 56% |
| ARL-iGPU @65W | Arrow Lake, 8 Xe-LPG @ 128-bit (shared), 65W (CPU+GPU) | 48% |
| Radeon 890M @24W | Strix Point (RDNA 3.5), 16 CU @ 128-bit (shared), 24W (CPU+GPU) | 46% |
| PTL-iGPU @65W | Panther Lake, 4 Xe3 @ 128-bit (shared), 65W (CPU+GPU) | 43% |
| MTL-iGPU @65W | Meteor Lake, 8 Xe-LPG @ 128-bit (shared), 65W (CPU+GPU) | 42% |
| gemäß den Ausführungen der ComputerBase (FullHD-Benchmarks mit 5 Spielen und 2 synthetischen Testern) | ||