Neuigkeiten der letzten 7 Tage

15

Hardware- und Nachrichten-Links des 14./15. Januar 2019

Weitere Nachträge zur Radeon VII betreffen die FP64-Performance sowie eventuelle Herstellerdesigns: Bei Techgage hat man sich von AMD die klare Aussage geholt, das die Radeon VII (im Gegensatz zur fast baugleichen Radeon Instinct MI50) keinen (vollen) FP64-Support bieten wird – sprich kein FP64/FP32-Verhältnis von 1:2, sondern das bei den Gamer-Karten übliche Verhältnis von 1:16. Damit grenzt AMD die Radeon VII natürlich besser von den Instict-Modellen ab, da sich ansonsten im Profi-Bereich Bestrebungen ergeben würden, anstatt der teuren Instinct-Karten auf die (vergleichsweise) günstigere Radeon-Karte zu setzen (äquivalent zur Einschränkung des PCI-Express-Supports von PCI Express 4.0 auf 3.0 bei der Radeon VII). Zugleich wird es laut Tom's Hardware zum Launch keine Herstellerdesigns zur Radeon VII geben, jene sind aber auch für die Zeit danach als in der Schwebe zu betrachten. Die Grafikkarten-Hersteller werden vorerst nur umgelabelte AMD-Designs verkaufen – alles weitere wird sich wohl am Markterfolg der Radeon VII ergeben. AMD soll diesbezüglich im übrigen erst einmal (je nach Meldung) nur 5.000 oder 20.000 Karten gebaut haben – eine eher geringe Menge selbst für HighEnd-Grafikkarten, welche somit bei einem gewissen Erfolg sicherlich schnell ausverkauft ist. Aber jene maßvolle Stückzahl minimiert AMDs Risiko bei dieser Aktion – und nachfertigen lassen kann man schließlich jederzeit, bei diesen Stückzahlen sind Auslastungs- oder Lieferprobleme eher weniger zu erwarten.

15

Umfrage-Auswertung: Welches PC-Spiel wird 2019 am meisten erwartet?

Die erste Umfrage des neuen Jahres widmete sich dem am meisten erwarteten PC-Spiel des Jahres 2019 – und fand mit "Cyberpunk 2077" einen eindeutigen wie auch mit gleich 36,1% der Stimmen klar dominierenden Sieger. Mit den entsprechenden Umfrage der Jahre 2018, 2017, 2016, 2015, 2014 und 2013 kam nie ein erstplazierter Titel auf mehr als nur 21% der Stimmen, damit ist dieser Stimmenanteil sicherlich außergewöhnlich hoch. Das es zudem durch einen Spieletitel eingefahren wird, welcher kein Teil einer bekannten Spiele-Franchise ist oder aber sonstwie irgendeiner Franchise abstammt, macht die Sache um so beeindruckender. Über einen Mangel an Interesse oder aber Vorschuß-Lorbeeren kann sich "Cyberpunk 2077" somit ganz sicher nicht beschweren. Nachfolgend wird es dann Aufgabe des Spiels bzw. von dessen Entwicklern sein, entsprechend zu liefern – und dies möglichst noch im Jahr 2019, wobei diesbezüglich bei Spiele-Releases natürlich für gar nichts garantiert werden kann.

13

Hardware- und Nachrichten-Links des 12./13. Januar 2019

PCGamer haben im Gespräch mit AMD genauere Informationen zu den Taktraten der Radeon VII erhalten, welche bislang nur ungenau auf ~1800/1000 MHz angegeben wurden. Nach AMD-Aussage soll der Basetakt der kommenden HighEnd-Grafikkarte bei 1450 MHz liegen, der durchschnittliche Boosttakt dann bei 1750 MHz – was etwas unterhalb der vorab genannten 1800 MHz liegt, welche nunmehr eher nur einen Peak-Wert darstellen sollen. Zudem wird sich die Karten-TDP auf exakt 300 Watt belaufen – was in unmittelbarer Nähe zur Radeon RX Vega 64 (295W) rangiert, so wie es angekündigt wurde. Mit den genannten Taktraten ist man zwischen +13-16% höher unterwegs als auf der Radeon RX Vega 64, hat allerdings auch -6% weniger Shader-Cluster zur Verfügung, so das es rein nominell somit gerade einmal noch zu +6,1% mehr theoretischer Rechenleistung reicht. So gesehen sind die praktisch erreichten +28,5% Performancegewinn gegenüber der Radeon RX Vega 64 schon richtig gut – was aber auch bedeutet, das viel mehr nicht zu erwarten ist, zu einer höheren Performance fehlt dann schlicht ein größeres Plus an Rechenleistung.

GeForce RTX 2080 Radeon RX Vega 64 Radeon VII
Chipbasis nVidia TU104 AMD Vega 10 AMD Vega 20
Fertigung 13,6 Mrd. Transistoren auf 545mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC 12,5 Mrd. Transistoren auf 495mm² Chipfläche in der 14nm-Fertigung von GlobalFoundries 13,2 Mrd. Transistoren auf 331mm² Chipfläche in der 7nm-Fertigung von TSMC
Technik 6 Raster-Engines, 46 Shader-Cluster, 2944 Shader-Einheiten, 184 TMUs, 46 RT-Cores, 368 Tensor-Cores, 64 ROPs, 256 Bit GDDR6-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 64 Shader-Cluster, 4096 Shader-Einheiten, 256 TMUs, 64 ROPs, 2048 Bit HBM2-Interface (Vollausbau) 4 Raster-Engines, 60 Shader-Cluster, 3840 Shader-Einheiten, 240 TMUs, 64 ROPs, 4096 Bit HBM2-Interface (Salvage)
Taktraten Ref: 1515/1710/3500 MHz
FE: 1515/1800/3500 MHz
1247/1546/945 MHz 1450/1750/1000 MHz
Rohleistungen Ref: 10,1 TFlops   FE: 10,6 TFlops
448 GB/sec
12,6 TFlops
484 GB/sec
13,4 TFlops (+6%)
1024 GB/sec (+112%)
Speicherausbau 8 GB GDDR6 8 GB HBM2 16 GB HBM2
off. Verbrauch Ref: 215W   FE: 225W 295W 300W
UltraHD Perf.Index Ref: 180%   FE: 186% 132% Hochrechnung: ~169%
Listenpreis Ref: 699$   FE: 799$/849€ 499$ 699$
Release 19. September 2018 14. August 2017 7. Februar 2019
13

Neuer Artikel: Das Hardware-Jahr 2019 in der Vorschau

Das abgelaufene Hardware-Jahr 2018 war wie erwartet ein Übergangsjahr, welches mangels neuer Fertigungstechnologien zumeist nur Refreshes und gewisse Verbesserungen gebracht hat – mit einer Ausnahme in Form von nVidias Turing-Generation (anstatt der erwartete Ampere-Generation), welche allerdings auch weiterhin auf den bekannten Fertigungstechnologien basiert. Mit dem anbrechenden Hardware-Jahr 2019 wird dieser Knoten zumindest teilweise platzen: Bei AMD stehen die Zeichen auf die Ausnutzung der 7nm-Fertigung an allen Fronten, Intel will nun endlich wirklich 10nm-Produkte in Serie bringen – nur bei nVidia dürfte diesbezüglich nichts passieren bzw. ist wirklich neues dann erst im Jahr 2020 zu erwarten. Erst jenes Jahr 2020 dürfte dann den großen Durchbruch der 7nm-Fertigung von TSMC & Samsung sowie der (ähnlichen) 10nm-Fertigung von Intel mit sich bringen, da erst dann die kostendämmende EUV-Belichtungstechnologie breitflächig zur Verfügung steht. Doch der Reihe nach ... zum Artikel.

AMD Intel nVidia
Januar Picasso
Mainstream-APUs
Core i-9000 (2. Welle)
Mainstr./Midrange/HighEnd-CPUs
GeForce RTX 2060
Midrange-Grafikkarte
Februar Radeon VII
HighEnd-Grafikkarte
Frühling Turing TU116 & TU117
Mainstream/Midrange-GPUs
Sommer Ryzen 3000
Midrange/HighEnd-CPUs
Cascade Lake
HEDT-CPUs
Sommer/Herbst Navi 12
Midrange-GPU
Comet Lake
HighEnd-CPUs
Ampere
HPC-Grafiklösungen
Herbst Threadripper 3000
HEDT-CPUs
Herbst/Winter Navi 10
HighEnd-GPU
Jahresende Ice Lake
Mainstream/Midrange/HighEnd-CPUs
11

Hardware- und Nachrichten-Links des 11. Januar 2019

Eine interessante Geschichte zur Radeon VII dreht sich darum, das es wohl AMD-intern einen gewissen Kampf darum gegeben hat, ob man eine solche Grafikkarte überhaupt bringen sollte. Einer der beiden zwischenzeitlichen RTG-Chefs, Mike Rayfield, war wohl dafür – während andere Kräfte bei AMD dieses Vorhaben seinerzeit intern als "nicht wirklich machbar" einschätzten, da eine solche Vega-20-basierte Grafikkarte für Gaming-Bedürfnisse einen Kostenpunkt von 750 Dollar (!) haben würde und es zudem schwer hätte, es überhaupt mit einer GeForce GTX 1080 Ti aufzunehmen. Letzteres trifft nun wohl ganz augenscheinlich zu, denn die Radeon VII wird es schwer haben, mit der GeForce GTX 1080 Ti gleichzuziehen und die GeForce RTX 2080 wird mit einiger Sicherheit weiterhin vorn liegen. Damit bekommt erstere Aussage an Gewicht, wonach die Karte AMD gleich 750 Dollar kosten soll – was hoffentlich in der Realität inzwischen etwas abgemildert werden konnte, aber dennoch grundsätzlich die Richtung vorgibt. AMD macht hier also kaum ein Geschäft und hat auch wenig Potential zu niedrigeren Preisen – möglicherweise ist selbst ein Abgabepreis von 649 Dollar, was gemäß der erreichbaren Performance als durchaus sinnvoller erscheint, nicht mehr realisierbar.

He [Mike Rayfield] presented suggestions that weren't really feasible such as "Radeon VII" – which was to be a Vega 20 based consumer facing part that cost $750 to build and would barely tie in with an [NVIDIA] GTX 1080 Ti.
Quelle:  Insideraussage gegenüber WCCF Tech vom 13. Dezember 2018

11

Umfrage-Auswertung: Welches ist das 3DCenter PC-Spiel des Jahres 2018?

Mit der letzten Umfrage des alten Jahres wurde wie üblich das PC-Spiel des Jahres unter den 3DCenter-Leser bestimmt. Für das Jahr 2018 gab es ein interessantes Rennen von gleich vier Spieletiteln, welche sich sehr deutlich vom Rest absetzen konnten wie auch nur geringe Stimmen-Differenzen untereinander aufwiesen. Dabei kamen letztlich "Assassin’s Creed: Odyssey" und "Battlefield V" mit jeweils 13,9% der Stimmen auf dem geteilten dritten Platz durchs Ziel, "Kingdom Come: Deliverance" erreichte mit 15,3% einen respektablen zweiten Platz und "Shadow of the Tomb Raider" wurde mit 16,2% der Stimmen zum 3DCenter PC-Spiel des Jahres 2018 gewählt – ein feiner Erfolg für die inzwischen 18 Jahre alte Spiele-Franchise.

10

Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Januar 2019

Mit den Präsentations-Folien zur Radeon VII hat AMD auch einen neuen Wert zur Chipfläche des Vega-10-Chips der Radeon RX Vega Serie verkündet – 495mm² anstatt der vorher kommunizierten 486mm². Woher diese (kleine) Differenz stammt, wurde nicht genannt, in jedem Fall läßt es den neueren Vega-20-Chip besser aussehen, da somit dessen Fortschritt bei der Packdichte durch die 7nm-Fertigung minimal positiver ausfällt (vorher +55%, nunmehr +58%). In selbiger Disziplin wird Vega 20 allerdings vermutlich niemals wirklich glänzen bzw. den echten 7nm-Standard bieten, da es sich hierbei um einen Grafikchip-Architektur handelt, welche original für die 14nm-Fertigung ausgelegt bzw. Vega 20 dann nur als 7nm-Pipecleaner konzipiert wurde. Dessen Aufgabe war es also, eher denn erste Erfahrungen mit der 7nm-Fertigung zu sammeln als denn wirklich schon die 7nm-Fertigung komplett auszunutzen – was auch nicht notwendig war/ist angesichts der kaum gestiegenen Transistorenmenge (von 12,5 auf 13,2 Mrd. Transistoren zwischen Vega 10 & 20). Sprich: Zukünftige 7nm-Chips dürften da vermutlich eine deutlich bessere Packdichte hinbekommen als Vega 20.

10

AMD-eigene Benchmarks versprechen +28,5% Mehrperformance von Radeon RX Vega 64 zu Radeon VII

Bei der CES-Ankündigung der Radeon VII hat sich AMD ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt und mittels Bühnenaussage, Listenpreis und gezeigten Benchmarks eine Performance-Gleichheit der Radeon VII zur GeForce RTX 2080 suggeriert. Selbige kann natürlich erst unabhängig dann am 7. Februar nachgeprüft werden – aber letztlich liefert AMD höchstselbst bereits umfangreiche Benchmarks, welche eine genauere Performance-Einordnung der Radeon VII ermöglichen. Jene finden sich in den Fußnoten zur entsprechenden CES-Pressemitteilung und beziehen sich auf den Vergleich zur Radeon RX Vega 64. Dies ist sogar der solidere Vergleich, weil Hersteller-intern der Schönfärbungs-Faktor deutlich geringer liegen sollte als bei einem direkten Vergleich zur GeForce RTX 2080. In 26 angestellten Benchmarks (BF5 nur einmal eingerechnet) erreichte eine Radeon VII dabei im Schnitt eine Mehrperformance von +28,5% unter der UltraHD-Auflösung sowie Max-Bildqualitätsettings gegenüber der Radeon RX Vega 64.

ComputerBase Les Numeriques TechPowerUp 3DCenter
Datenbasis Test vom Oktober 2018 Test vom September 2018 Test vom Januar 2019 ständig aktualisierter Index
GeForce RTX 2080 FE 70,6% 175% 146% 186%
GeForce RTX 2080 Ref. - - - 180%
GeForce GTX 1080 Ti 66,6% 157% 134% 175%
Radeon VII  (Hochrechnung!) ~66% ~151% ~128% ~169%
GeForce RTX 2070 FE - - 120% 151%
GeForce RTX 2070 Ref. 54,6% - - 146%
GeForce GTX 1080 50,3% 123% 101% 132%
Radeon RX Vega 64 51,6% 118% 100% 132%
Performance-Index-Wert der Radeon VII hochgerechnet gemäß der von AMD ermittelten +28,5% Mehrperformance zur Radeon RX Vega 64
9

Hardware- und Nachrichten-Links des 8./9. Januar 2019

Hardwareluxx verweisen auf den Benchmarkdatenbank-Eintrag zu einer (angeblichen) "GeForce GTX 1180", welche zumindest vom GFXBench 4.0 derart erkannt wird. Hierbei könnte es sich aber natürlich auch um einen Fehler handeln, denn laut Videocardz sind die Benchmark-Ergebnisse jener "GeForce GTX 1180" nahezu deckungsgleich zur Radeon RTX 2080 – und es darf als ziemlich unwahrscheinlich gelten, das nVidia überhaupt ähnlich schnelle Karten auflegen wird. Sicherlich gibt es einen gewissen Bedarf an nVidia-Grafikkarten ohne RayTracing, aber nVidia ist nicht dafür bekannt, einmal mit großem Getöse eingeführte neue Grafik-Features gleich wieder zu hintergehen – eher das Gegenteil ist der Fall, nVidia ist für sein unerschütterliches Festhalten an neu in den Markt gebrachten Technologien bekannt. Eine RT-lose Grafikkarte auf Performancehöhe der GeForce RTX 2080 wäre demgegenüber arg kontraproduktiv – dies wird sich nVidia nur leisten bei Grafikkarten in einer Performance-Klasse, wo RayTracing derzeit sowieso nicht sinnvoll einzusetzen ist (sprich unterhalb der GeForce RTX 2060). Insofern spricht hiermit alles für eine Fehldeutung des Benchmark-Programms, nicht unbedingt für eine wirklich kommende GeForce GTX 1180.

9

AMD kündigt Ryzen 3000 mit Zen-2-Unterbau im Chiplet-Design für die Jahresmitte 2019 an

Ganz zum Ende ihrer CES-Keynote hat AMDs Chefin Lisa Su dann doch noch die Erwartungen der mitschauenden Enthusiasten-Gemeinde erfüllt – und neues zu Zen-2-basierten Produkten gesagt. Zwar gab es (im Gegensatz zur Radeon VII) keine konkrete Produktankündigung, allerdings wurde nunmehr die dritte Ryzen-Generation (inoffiziell "Ryzen 3000") auf Zen-2-Basis für die Jahresmitte 2019 versprochen. Zudem gab es zwei diesbezügliche Teaser: Zum einen in Form eines Benchmark-Vergleichs zu einem Core i9-9900K, zum anderen in Form eines in die Kamera gehaltenenen Zen-2-basierten Ryzen-Prozessors. Jenem Foto samt der begleitenden Aussagen ist zu entnehmen, das AMD auch im Consumer-Bereich mit einem Chiplet-Design antreten wird: Der gezeigte Achtkern-Prozessor basierte also auf einem Compute-Die mit 8 CPU-Kernen (augenscheinlich direkt aus der Epyc-Fertigung entnommen) samt einem separatem I/O-Die, welches dann in älterer Fertigungstechnologie daherkommt und im Gegensatz zum Epyc-Bereich direkt auf Desktop- bzw. Consumer-Anforderungen hin ausgelegt wurde.

AMD Ryzen 3000 im Chiplet-Design (links größerer I/O-Die, rechts kleinerer Compute-Die mit 8 CPU-Kernen)
AMD Ryzen 3000 im Chiplet-Design (links größerer I/O-Die, rechts kleinerer Compute-Die mit 8 CPU-Kernen)
9

AMD kündigt die Vega-20-basierte "Radeon VII" mit 16 GB Speicher für den 7. Februar an

Mit ihrer CES-Keynote hat AMDs Chefin Lisa Su (u.a.) eine neue Gamer-Grafikkarte von AMD angekündigt. Die Radeon VII basiert auf dem Vega-20-Chip und stellt somit die erste 7nm-Grafikkarte für Consumer-Bedürfnisse dar – eine gewisse Überraschung, nachdem dieser Grafikchip ursprünglich eigentlich nur für Profi-Bedürfnisse konzipiert wurde. Die Radeon VII wird allerdings im Gegensatz zur Profi-Lösung "Radeon Instinct MI60" nicht den Vollausbau des Vega-20-Chips aufbieten, sondern "nur" 60 Shader-Cluster mit 3840 Shader-Einheiten freigeschaltet haben – ergo weniger als bei der Radeon RX Vega 64 (64 Shader-Cluster mit 4096 Shader-Einheiten). Dafür tritt die Radeon VII im Gegensatz zur Radeon RX Vega 64 mit deutlich höheren Taktraten von um die 1800 MHz an, hinzu kommt das verdoppelte Speicherinterface, welches zudem mit leicht höherem Speichertakt eine mehr als doppelt so hohe Speicherbandbreite aufbietet. Bemerkenswert und sicherlich ein sehr positives Merkmal der Radeon VII ist dann der gebotene Grafikkartenspeicher von gleich 16 GB – dies hat nVidia derzeit nicht im Angebot, im Preisfeld der Radeon VII gibt es bei nVidia nur die Hälfte dessen.

GeForce RTX 2080 Radeon RX Vega 64 Radeon VII
Chipbasis nVidia TU104 AMD Vega 10 AMD Vega 20
Fertigung 13,6 Mrd. Transistoren auf 545mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC 12,5 Mrd. Transistoren auf 495mm² Chipfläche in der 14nm-Fertigung von GlobalFoundries 13,2 Mrd. Transistoren auf 331mm² Chipfläche in der 7nm-Fertigung von TSMC
Technik 6 Raster-Engines, 46 Shader-Cluster, 2944 Shader-Einheiten, 184 TMUs, 46 RT-Cores, 368 Tensor-Cores, 64 ROPs, 256 Bit GDDR6-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 64 Shader-Cluster, 4096 Shader-Einheiten, 256 TMUs, 64 ROPs, 2048 Bit HBM2-Interface (Vollausbau) 4 Raster-Engines, 60 Shader-Cluster, 3840 Shader-Einheiten, 240 TMUs, 128 64 ROPs, 4096 Bit HBM2-Interface (Salvage)
Taktraten Ref: 1515/1710/3500 MHz
FE: 1515/1800/3500 MHz
1247/1546/945 MHz ~1800/1000 MHz
Speicherausbau 8 GB GDDR6 8 GB HBM2 16 GB HBM2
off. Verbrauch Ref: 215W   FE: 225W 295W ähnlich wie Vega64
UltraHD Perf.Index Ref: 180%   FE: 186% 132% grob geschätzt: 160-175%
Listenpreis Ref: 699$   FE: 799$/849€ 499$ 699$
Release 19. September 2018 14. August 2017 7. Februar 2019
9

Intel bringt mittels "Lakefield" den "big.LITTLE"-Ansatz in den PC-Bereich

Intel hat auf der CES 2019 genauso wie andere Hersteller auch (AMD ist heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit mit seiner CES-Keynote dran) einen Ausblick auf zukünftige Produkte gegeben. Angesprochen wurde hierbei als erstes die "Ice Lake" Prozessoren-Generation, welche wie bekannt auf den "Sunny Cove" CPU-Kernen basieren wird, allerdings noch nicht auf die "Foveros" MultiChip-Technologie aufsetzt. Sehr viel mehr als das war zu Ice Lake dann nicht zu erfahren, Intel bestätigte nur nochmals, das dieses Jahr nun endlich die Massenfertigung dieser 10nm-Prozessoren anlaufen wird und es erste kaufbare Produkte zur Holiday-Season geben soll. Damit ist allerdings das Thanksgiving- & Weihnachtsgeschäft und somit das Jahresende 2019 gemeint – womit jederzeit die Chance offensteht, das sich das ganze noch verschiebt oder aber nur in Form einzelner Produkte erscheint (beispielsweise für den Mobile-Bereich). Ob Intel seine (erneute) Terminprognose für Ice Lake dann endlich einhalten kann, wird sich somit auch erst später im Verlauf des Jahres 2019 ergeben.

9

nVidia legt das bisherige BF5-Spielebundle erweitert um "Anthem" für alle RTX-Grafikkarten neu auf

Nachdem das bisherigen Battlefield-V-Spielebundle von nVidia am 7. Januar ausgelaufen ist, hat nVidia umgehend nachgelegt bzw. selbiges Spielebundle in einer verbesserten Version neu aufgelegt. Das neue Bundle enthält neben "Battlefield V" auch das am 22. Februar 2019 erscheinende "Anthem" und gilt nunmehr auch für die zwischenzeitlich veröffentlichte GeForce RTX 2060 sowie alle Notebooks mit RTX-Grafikkarten der Bauklasse 2060, 2070 und 2080. Allerdings gibt es beim Bundleumfang eine gewichtige Differenz je nach konkreter Grafikkarte: Beide Spiele zusammen erhalten nur Käufer von GeForce RTX 2080 und 2080 Ti, während die Käufer von GeForce RTX 2060 und 2070 eine Wahl zwischen beiden Titeln treffen müssen. Zudem gibt es leider für bisherige Käufer von GeForce RTX 2080 & 2080 Ti keine nachträgliche Möglichkeit, das bisherige BF5-Bundle in dieses höherwertigere Bundle umzuwandeln (der frühe Vogel bekommt in diesem Fall also einen Wurm weniger).

9

Intel stellt weitere Prozessoren-Modelle der Core i-9000 Serie (Coffee Lake Refresh) vor

Prozessorenbauer Intel hat mit der CES 2019 weitere Modelle innerhalb der Core i-9000 Prozessoren-Serie offiziell vorgestellt. Allerdings fiel diese zweite Welle des Coffee Lake Refreshs deutlich kleiner aus als erwartet, fehlen noch eine ganze Reihe an weiteren Prozessoren-Modellen, welche teilweise im weiteren Verlauf des Frühjahrs kommen dürften und teilweise inzwischen ganz in der Schwebe sind. Wahrscheinlich entspricht dies allerdings nicht den ursprünglichen Absichten Intels, aber aufgrund der bekannten 14nm-Lieferschwäche in den letzten Monaten muß Intel einfach vorsichtig sein mit seinen Neuvorstellungen, welche dann schließlich nur weiter den Bedarf anfeuern bzw. Intels Fertigungskapazitäten aufs neue herausfordern. Insofern dürfte der Release der vier Grafik-losen Modelle Core i3-9350KF, Core i5-9600KF, Core i7-9700KF und Core i9-9900KF eine absolut gezielte Maßnahmen sein, denn hiermit kann man Prozessoren-Dies mit einem Fehler im Grafikteil doch noch absetzen, welche ansonsten womöglich auf der Halde gelandet wären. Somit wird letztlich die Fertigungsausbeute erhöht, ohne deswegen wirklich mehr gefertigt zu haben – und zugunsten der Gewinnrechnung Intels geht das ganze natürlich auch noch.

Core i-6000 Core i-7000 Core i-8000 Core i-9000
Generation Skylake (SKL) Kaby Lake (KBL) Coffee Lake (CFL) Coffee Lake Refresh (CFL-R)
Architektur Skylake + Gfx-Gen. 9 Skylake + Gfx-Gen. 9.5 Skylake + Gfx-Gen. 9.5 Skylake + Gfx-Gen. 9.5
Core i9 - - - 8C +HT +TM
Core i7 4C +HT +TM 4C +HT +TM 6C +HT +TM 8C +TM
Core i5 4C +TM 4C +TM 6C +TM 6C +TM
Core i3 2C +HT 2C +HT 4C 4C +TM
Pentium 2C 2C +HT 2C +HT 2C +HT
Celeron 2C 2C 2C 2C
Inhalt abgleichen