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Hardware- und Nachrichten-Links des 7. August 2018

Videocardz offerieren noch ein paar mehr AMD-Präsentationsfolien zu Ryzen Threadripper 2000, welche im Rahmen des Pressebriefings gezeigt wurden und womöglich erst mit dem kommenden Launch des 32-Kerners Ryzen Threadripper 2990WX an die Öffentlichkeit gehen sollten. Interessant sind hiervon insbesondere der beiden Präsentationsfolien mit weiteren Benchmark-Werten, welche etwas detaillierter sind als die bisher vorliegenden Folien. Danach verspricht AMD zwischen den beiden 16-Kernern Ryzen Threadripper 2950X und 1950X eine Mehrperformance von +13,4% – was etwas realistischer erscheint als die sich zuerst (indirekt) ergebenden +20%, vermutlich aber auch noch ein wenig zu hoch gegriffen ist. In einem breiten Benchmark-Feld mit auch weniger gut skalierenden Tests dürfte vermutlich ein Ergebnis grob um +10% herauskommen. Jene +12,2% Mehrperformance, welche zwischen Ryzen 7 2700X und Ryzen 7 1800X liegen, sind hingegen vermutlich zu hoch angesetzt, denn zwischen diesen Ryzen-Prozessoren liegt ein größerer Taktratensprung als zwischen den Threadripper-Prozessoren – zudem hatten die erste Threadripper-Generation schon einen Teil der Latenzverbesserungen von Zen+ vorweggenommen, kann dieser Effekt bei der zweiten Threadripper-Generation kaum ähnlich hoch ausfallen.

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AMDs "Raise the Game" Spielebundle bietet drei kostenlose Spiele für Radeon RX 570, 580, Vega 56 & 64

AMD hat für seine Midrange-Grafikkarten Radeon RX 570 & 580 sowie die HighEnd-Modelle Radeon RX Vega 56 & 64 ab sofort ein neues Spielebundle am Start, welches seit langem auch mal wieder mehr als nur ein einzelnes Spiel bietet: Vielmehr werden diesen Grafikkarten mit dem "Raise the Game" Spielebundle die drei im Herbst kommenden Titel "Assassin's Creed Odyssey" (erscheint am 5. Oktober 2018), "Star Control: Origins" (erscheint am 20. September 2018) sowie "Strange Brigade" (erscheint am 28. August 2018) mitgegeben, wahrscheinlich deswegen läuft das Spielebundle auch vergleichsweise lange bis zum 3. November 2018 (oder bis alle von AMD eingekauften Spiele-Lizenzen aufgebraucht sind). Die beiden letztgenannten Titel sind möglicherweise nur Füllware gegenüber dem AAA-Titel "Assassin's Creed Odyssey", stellen das neue AMD-Spielebundle aber sicherlich auf eine viel breitere Basis und dürften somit den Mehrwert dieses Spielebundles erhöhen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 6. August 2018

Die Vorstellung der zweiten Threadripper-Generation begleitend hat AMD ein paar eigene Benchmark-Werte unter dem Cinebench R15 zum 32-Kern-Prozessor Ryzen Threadripper 2990WX herausgegeben. Auf default-Taktraten erreichte man laut der PC Games Hardware dabei 5099 Punkte, der 18-Kerner Core i9-7980XE hingegen 3355 Punkte auf dem ansonsten identischen System (mit natürlich anderen Mainboard, aber demselben DDR4/3200-Speicher) – dies sind nur minimal mehr als jene +51% Mehrperformance, welche AMD auf seiner offiziellen Benchmark-Präsentationsfolie zum Ryzen Threadripper 2990WX zum Cinebench R15 notiert hatte. Der frühere Leak seitens HKEPC, wo auf 4.0 GHz Taktrate ein Cinebench-Wert von immerhin 6243 Punkten erreicht wurde, wird damit allerdings ziemlich klar verfehlt. Dies mag darauf hindeuten, das der Ryzen Threadripper 2990WX selbst in dem AMD bekannterweise liegenden Cinebench-Test diese Taktrate von 4 GHz nicht schafft zu halten, sondern unter dieser Last vermutlich eher nur um die 3.3 bis 3.4 GHz herum operiert.

AMD CB15 Intel
Pinnacle Ridge, 32C +SMT, @ 5.1 GHz (LN2) 2990WX @ 5.1 GHz 7618
7337 28C @ 5.0 GHz Skylake-SP, 28C +HT, @ 5.0 GHz (Kompressor)
5828 7980XE @ 5.8 GHz Skylake-X, 18C +HT, @ 5.8 GHz (LN2)
Pinnacle Ridge, 32C +SMT, 3.0/4.2 GHz Threadripper 2990WX 5099
3281 Core i9-7980XE Skylake-X, 18C +HT, 2.6/4.2 GHz
Summit Ridge, 16C +SMT, 3.4/4.0 GHz Threadripper 1950X 3004
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Neuer Artikel: Wie nVidias Turing-Generation aussehen könnte

Mit den Gerüchten bezüglich der konkreten Ausformung von nVidias Turing-Generation ist es in letzter Zeit ein bißchen durcheinander gegangen: Zuerst gab es angebliche Hardware-Daten, welche allgemein als zu niedrig angesetzt erschienen, zuletzt wieder neue Hardware-Daten, welche doch eher eine Spur zu optimistisch waren – und zu den vorliegenden konkreten Daten zu den vermutlichen Turing-Chips GT104 (HighEnd) bzw. GT102 (Enthusiast) haben beide wenig gepasst. Jetzt könnten beide früheren Gerüchte natürlich auch gänzlich aus der Luft gegriffen gewesen sein – oder aber es ist das passiert, was ziemlich häufig vorkommt: Eine Information geht durch mehrere Personen, welche die eigentlich gegebene Information nur in ihrer jeweils eigenen Auslegungsweise weitergeben und damit dann letztlich für eine gewisse Verfälschung sorgen. Damit können durchaus unsinnig erscheinende Angaben herauskommen, welche nicht zu bekannten Fakten passen wollen – obwohl die Sache weiterhin einen wahren Kern trägt. Und selbigen wollen wir mal versuchen herauszuarbeiten – basierend auf den bekannten Hardware-Daten und dann unter Einarbeitung der vorliegenden Gerüchte, sofern dies möglich ist bzw. zu einem stimmigen Ergebnis führt ... zum Artikel.

Grafikkarten Speicher TDP Performance Listenpreis
Titan XpTitan XT 12 GB ➔ 24 GB 250W ➔ 300W ~187% ➔ ~260-280% 1200$ ➔ 1500$
GeForce GTX 1080 TiGeForce GTX 1180 Ti 11 GB ➔ 12 GB 250W ➔ 300W 175% ➔ ~250-260% 699$ ➔ 899-999$
GeForce GTX 1080GeForce GTX 1185 8 GB ➔ 16 GB 180W ➔ 230W 132% ➔ ~180-200% 499$ ➔ 699-749$
GeForce GTX 1070 TiGeForce GTX 1180 8 GB ➔ 8 GB 180W ➔ 210W 122% ➔ ~160-170% 449$ ➔ 599$
GeForce GTX 1070GeForce GTX 1170 8 GB ➔ 8 GB 150W ➔ 180W 107% ➔ ~130-140% 379$ ➔ 499$
Performance-Werte gemäß des 4K Performance-Index, alle Angaben zu Turing-Karten sind zumeist rein spekulativ.
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AMD stellt Ryzen Threadripper 2920X, 2950X, 2970WX und 2990WX offiziell vor

Mit Launchterminen für den August und Oktober 2018 hat AMD heute die zweite Threadripper-Generation offiziell vorgestellt. Es bestätigen sich hiermit die zuletzt schon genannten Hardware-Daten und Listenpreise, hinzu konnte der exakte Level3-Cache des Ryzen Threadripper 2970WX mit 64 MB nunmehr der Spezifikations-Liste hinzugefügt werden. Allerdings kommen diese neuen Threadripper-Prozessoren mehr oder weniger nur kleckerweise auf den Markt: Der 32-Kerner Ryzen Threadripper 2990WX macht am 13. August 2018 den Anfang, kann allerdings schon ab sofort vorbestellt werden. Am 31. August 2018 wird der 16-Kerner Ryzen Threadripper 2950X folgen, während der 12-Kerner Ryzen Threadripper 2920X sowie der 24-Kerner Ryzen Threadripper 2970WX zu einem noch genauer festzulegenden Termin im Oktober 2018 avisiert sind. Um genau zu wissen, welche Performance alle vier neuen Threadripper-Modelle aufbieten können, wird man damit leider doch noch ziemlich lange warten müssen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 4./5. August 2018

Die ComputerBase hat sich angesehen, was im Jahr 2018 noch mittels SLI & CrossFire zu reißen ist – ein mutiges Unterfangen nach der faktischen Abkündigung dieser beiden MultiChip-Technologien letztes Jahr und ohne einen greifbaren Ersatz in Form von existierenden MultiChip-Adaptionen gemäß DirectX 12. Das Ergebnis ist erwartbar, obwohl immerhin 4 der 5 Testspiele auf SLI & CrossFire reagierten: Die durchschnittlich erreichten Performance-Gewinne sind allerdings gurkig, einzig allein die GeForce GTX 1080 SLI kommt mit nVidias spezieller HB-Bridge auf einen halbwegs annehmbaren Wert von +43% durchschnittlichem Performancegewinn (rechnet man das eine nicht reagierende Spiel heraus, sind es wenigstens +57%). Doch viel Freude wird man daran nicht haben, denn die Frametimes sind in allen Spielen mit dieser GeForce GTX 1080 SLI auf HB-Bridge nur um lausige +16% besser (auch nur +22% unter Herausrechnung des einen nicht reagierenden Spiels). Dies lohnt sich überhaupt nicht, da fährt man mit einer GeForce GTX 1080 Ti (ohne jede Kompromisse +33% schneller) viel besser.

reine fps Frametimes fps-Ausschlag
GeForce GTX 1080 SLI (mit HB-Bridge) +43% +16% 4 von 5 Spielen
Radeon RX 580 +30% -6% 3 von 5 Spielen
GeForce GTX 1080 SLI +19% -10% 3 von 5 Spielen
Radeon RX Vega 64 CrossFire +2% -42% 3 von 5 Spielen
Die Tabelle gibt DualChip-Performancegewinne über fünf Spiele unter 4K wieder, gemäß den Benchmarks der ComputerBase.
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Wieviel Mehrperformance muß nVidias Turing-Generation mindestens mitbringen?

Langsam geht es derzeit in Richtung eines zusammenhängendes Bildes zu nVidias Turing-Generation – welches nun allerdings nicht danach aussieht, als würde es die große Performance-Offenbarung geben, dies ist im Rahmen der 12nm-Fertigung wohl auch nicht möglich. Eingedenk dieser Ausgangslage stellt sich die Frage, ab welchem Punkt nVidias Turing-Generation für die Grafikkarten-Käufer ausreichend interessant wäre. Sicherlich kann man immer von einer Performance-Verdopplung mit mehr Grafikkartenspeicher zu einem niedrigen Stromverbrauch träumen – aber dies soll hier nicht die Frage sein. Die Frage ist vielmehr, ab welchem Minimal-Punkt Turing seine Chance bekommt. Der Maßstab zur Beantwortung dieser Frage ist also eher von unten her zu sehen: Wieviel an Mehrperformance (plus eventuell größerer Speicherbestückung) reicht aus, um nVidias Turing attraktiv zu bekommen?

PS: Als Vergleichsmaßstab hierfür gelten natürlich immer gleichartige Grafikkarten basierend auf gleichartigen Grafikchips. Sprich GeForce GTX 1080 (GP104) zu GeForce GTX 1180 (GT104) im HighEnd-Segment oder auch GeForce GTX 1180 Ti (GP102) zu GeForce GTX 1180 Ti (GT102) im Enthusiasten-Segment.

Mehrperformance +25%, selbe Speicherbestückung
7% (98 Stimmen)
Mehrperformance +40%, selbe Speicherbestückung
28% (365 Stimmen)
Mehrperformance +60%, selbe Speicherbestückung
11% (138 Stimmen)
Mehrperformance +25% samt zwingend mehr Grafikkartenspeicher
8% (102 Stimmen)
Mehrperformance +40% samt zwingend mehr Grafikkartenspeicher
27% (350 Stimmen)
Mehrperformance +60% samt zwingend mehr Grafikkartenspeicher
20% (260 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1313
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Taktraten und Listenpreise zu AMDs zweiter Threadripper-Generation aufgetaucht

Von Videocardz kommen die Taktraten und Listenpreise zur zweiten Threadripper-Generation ("Threadripper II" oder "Ryzen Threadripper 2000") – womit klarer wird, in welche Richtung AMD hierbei geht. Das ganze wird zwar ohne Quellenangabe seitens Videocardz abgehandelt, aber im Gegensatz zu anderen Webseiten kann man bei Videocardz ganz gut darauf vertrauen, das hierbei mindestens halbwegs solide Informationen verbreitet werden. Grob gesehen hebt AMD bei der zweiten Threadripper-Generation primär die Boost-Taktraten der 12- und 16-Kerner an, bietet für jene (im Vergleich zur ersten Threadripper-Generation) dann noch einen kleinen Vorteil beim Listenpreis. Die großen 24- und 32-Kerner kommen hingegen mit etwas niedrigeren Taktraten an, optisch wird über den Boost-Takt von jeweils 4.2 GHz aber dennoch ein gewisser Hingucker geboten. Zudem bleiben die Preise der 24- und 32-Kerner halbwegs im Rahmen – jene Modelle sind sowieso nur sinnvoll in Anwendungsfällen, wo diese extreme Rechenpower auch wirklich ausgenutzt werden kann.

Basis Kerne Takt PB2 XFR unl. L2+L3 TDP Preis Release
Ryzen Threadripper 2990WX Pinnacle Ridge 32C +SMT 3.0/4.2 GHz 16+64 MB 250W 1799$ August 2018
Ryzen Threadripper 2970WX Pinnacle Ridge 24C +SMT 3.0/4.2 GHz 12+? MB 250W 1299$ Q3/2018
Ryzen Threadripper 2950X Pinnacle Ridge 16C +SMT 3.5/4.4 GHz 8+32 MB 180W 899$ Q3/2018
Ryzen Threadripper 1950X Summit Ridge 16C +SMT 3.4/4.0 GHz 8+32 MB 180W 999$ 10. Aug. 2017
Ryzen Threadripper 2920X Pinnacle Ridge 12C +SMT 3.5/4.3 GHz 6+32 MB 180W 649$ Q3/2018
Ryzen Threadripper 1920X Summit Ridge 12C +SMT 3.5/4.0 GHz 6+32 MB 180W 799$ 10. Aug. 2017
Ryzen Threadripper 1900X Summit Ridge 8C +SMT 3.8/4.0 GHz 4+16 MB 180W 449$ 31. Aug. 2017
Alle Threadripper-Prozessoren kommen im Sockel TR4 daher und sind damit nur auf Mainboards mit AMDs X399-Chipsatz einsetzbar. Für die CPU-Modelle mit 250 Watt TDP dürfte noch eine explizite Freigabe durch den jeweiligen Mainboard-Hersteller notwendig werden. "PB" = Precision Boost 2, "unl." = unlocked.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 2./3. August 2018

Für gewisse Verwirrung sorgen die neuerlichen Meldungen über einen nVidia GA104-400 Grafikchip sowie GeForce GTX 2070 & 2080 Grafikkarten (No.1 & No.2), welche das bislang schon vorhandene Namensdurcheinander bezüglich der kommenden nVidia-Generation nochmals verbreitern. Beide neuen Namensnennungen kommen direkt und im Rahmen einer offiziellen Funkzertifizierung von Grafikkarten-Hersteller Manli, sind also nicht so einfach von der Hand zu weisen (sogar trotz Dementi seitens Manli). Dennoch sehen wir hier hohe Chancen, das es sich hierbei entweder wirklich um Schreib- bzw. Übertragungsfehler handelt – oder aber das es um Produkte des Jahres 2019 geht, nicht aber die jetzt anstehende neue nVidia-Generation. Gut möglich, das es nächstes Jahr nach der Turing-Generation dann doch wieder die Ampere-Generation gibt (jener Codename war früher einmal als Volta-Nachfolger im Gespräch), welche dann auch ganz konventionell aus HPC-Chip und Gaming-Chips besteht. Für die jetzt kommende nVidia-Generation läuft dagegen alles darauf hinaus, das nVidia das ganze unter dem Generations-Codenamen "Turing" bringt, die benutzten Grafikchips grob der Volta-Entwicklungslinie entstammen und entsprechende Grafikkarten als "GeForce 11" Serie in den Handel gehen. Das daraufhin nächstes Jahr dann keine "GeForce 12" Serie, sondern gleich eine "GeForce 20" Serie folgt, wäre nur sinnig, da hiermit der große Sprung mittels der 7nm-Fertigung besser symbolisiert werden kann.

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Platinen-Layout der GeForce GTX 1180 spricht für mittelgroßen Grafikchip mit 256-Bit-Interface samt 8/16 GB Speicher

Im chinesischen Baidu-Forum (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, via Videocardz) sind Fotos einer neuen nVidia-Grafikkarte bzw. von deren unbestückter Platine (PCB) aufgetaucht, welche für die kommende GeForce GTX 1180 aus der Turing-Generation gedacht sein soll. Die Platine gehört augenscheinlich zu einer neuen Grafikkarten-Generation, da DVI-Ausgänge und SLI-Konnektoren fehlen, für letzteres ist dagegen ein NVLink-Anschluß mit dabei. Da die Beschriftung auf nVidia selber hindeutet, dürfte es sich hierbei um eine Referenzplatine handeln, ergo kein Eigendesign eines der Grafikkarten-Hersteller. Die zu sehenden Zertifikationslogos weisen zudem auf den finalen Status dieser Platinen hin:

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