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AMD arbeitet parallel auch an GDDR6-Speicherinterfaces

Chipentwickler AMD hat sich seit einiger Zeit im Grafikchip-Bereich sehr eindeutig der HBM-Speichertechnologie verschrieben, die Vega-Serie sollte sogar komplett unter dem Einsatz von HBM-Speicher entstehen (ob dies auch bei kleinen und kleinsten Vega-Lösungen durchzuhalten ist, steht auf einem anderen Blatt). GDDR5-Speicher hat man seitens AMD nur noch bei technologisch klar zurückliegenden Polaris-Serie verwendet, das schnellere GDDR5X dabei allerdings auch schon links liegengelassen. Dennoch gab es immer die These, das AMD trotz aller medialen Aussagen pro HBM auch in der Zukunft eine zweite Speichertechnologie brauchen würde – schon allein aus dem Grund, weil HBM auch in absehbarer Zeit noch zu teuer für LowCost-Lösungen sein dürfte. Bisher ging man diesbezüglich eher davon aus, das sich AMD einfach weiter an der GDDR5-Technologie bedient, nun aber gibt mittels des Linkedin-Profils eines AMD-Mitarbeiters einen klaren Hinweis darauf, das AMD schon seit über zwei Jahren an GDDR6 bzw. GDDR6-Speicherinterfaces arbeitet.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 27./28. November 2017

Seitens Notebookcheck kommen die ersten Benchmarks zu AMDs "Raven Ridge" APU aus einem realen Notebook – sprich, nicht mehr von einem unter der Aufsicht von AMD stehendem Demo- oder Benchmark-Gerät, sondern von etwas real kaufbarem. Grundlage hierfür ist das HP Envy x360 15, in welchem eine AMD Ryzen 5 2500U APU verbaut ist – sprich also die kleinere der beiden vorgestellten Raven-Ridge-APUs mit nur etwas weniger CPU-Takt als beim Spitzenmodell Ryzen 7 2700U, dafür allerdings etwas abgespeckter Grafiklösung (nur 512 Shader-Einheiten). Derzeit gibt es von Notebookcheck erst einmal nur ein paar Werte im Cinebench sowie 3DMark11, aber gemäß diesen Zahlen sieht es schon einmal sehr gut aus für AMDs Raven Ridge. Die viel bessere Grafik-Performance war schon klar, wichtig für AMD ist es allerdings zuerst, auf derselben TDP auch dieselbe CPU-Performance zu bringen – und dies wird augenscheinlich erreicht (beim Vergleich der beiden kleineren CPU-Modelle Ryzen 5 2500U vs. Core i5-8250U). Ein gänzlicher Durchmarsch wird es für AMD allerdings nicht, denn der Cinebench liegt AMD bekanntlich, andere Benchmarks könnten dann also auch schlechter ausfallen. Ein kompletter Test jenes HP-Notebooks ist bei Notebookcheck bereits in Vorbereitung und wird dann sicherlich noch genauere Erkenntnisse liefern.

Intel Core i5-8250U AMD Ryzen 5 2500U Intel Core i7-8550U
Notebook Xiaomi Mi Notebook Pro i5 HP Envy x360 15m-bq1xx Dell XPS 13 i7-8550U
Technik 4C +HT, 1.6/3.4 GHz, UHD Graphics 620 (24 EU @ ≤1100 MHz), 15W TDP 4C +SMT, 2.0/3.6 GHz, Vega 8 Mobile (512 SE @ ≤1100 MHz), 15W TDP 4C +HT, 1.8/4.0 GHz, UHD Graphics 620 (24 EU @ ≤1150 MHz), 15W TDP
Cinebench R15 (SingleThread) 145 137 167
Cinebench R15 (MultiThread) 576 574 603
3DMark11 (GPU) 1653
(im Acer Spin 5 mit gleicher CPU)
3602 1751
Quelle aller Werte & Benchmarks: Notebookcheck
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KFA2 bringt externes Grafikgehäuse "SNPR" mit verbauter GeForce GTX 1060

Von Grafikkarten-Hersteller KFA2 kommt mit dem "SNPR" ein neues Gehäuse für externe Grafikkarten, welches allerdings gleich mit verbauter GeForce GTX 1060 (in deren 6-GB-Ausführung) ausgeliefert werden wird. Theoretisch ist die verbaute GeForce GTX 1060 6GB (auf Referenztaktungen) auch wechselbar, in der Praxis wird es schwierig werden, eine genauso nur 14,5cm lange Karte zu finden – das Gehäuse ist selber schließlich gerade einmal 16,5cm breit. Auch das (externe) Netzteil mit nur 230 Watt schränkt die Möglichkeiten zum Verbau leistungsstärkerer Grafikkarten erheblich sein, höher als eine Grafikkarten-TDP von 180 Watt sollte man hier keineswegs gehen. In der Praxis wird man wegen dieser Limitationen also Schwierigkeiten haben, zukünftig einmal eine leistungsstärkere Grafikkarte zu verbauen – wenn nicht gerade KFA2 hierzu extra Grafikkarten-Modelle nur für diesen Zweck auflegt. Dafür ist die Grafikbox von KFA2 (mit Abmessungen von 165x157x73) allerdings auch herausragend klein geraten und damit faktisch selber schon als "mobil" einzuordnen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 25./26. November 2017

Bei Tom's Hardware gibt es einige Einblicke in die Entstehungsgeschichte der GeForce GTX 1070 Ti, speziell deren verschiedene BIOS-Versionen betreffend. nVidia ist hier kurz vor Launch der Karte noch mehrmals in eine jeweils andere Richtung marschiert – mit sogar dem Effekt, das die Grafikkarten-Hersteller bereits werksübertaktete Lösungen bzw. entsprechendes Verpackungsmaterial vorproduziert hatten, was dann sehr kurzfristig noch umgebogen werden musste. In geringen Stückzahlen sollen allerdings auch Karten mit Werksübertaktung sogar den Einzelhandel erreicht haben, auch wenn jene dort dann als Referenztaktung angeboten wurden. Augenscheinlich war selbst nVidia darüber überrascht, auf welchem (mäßigen) Performance-Niveau AMDs Vega-Karten herausgekommen sind – womit nVidia mit der GeForce GTX 1070 Ti letztlich gar nicht so viel bieten musste, wie ursprünglich vielleicht einmal geplant war. Allerdings hätte es sich nVidia sicherlich von Anfang an ausrechnen können, das werksübertaktete GeForce GTX 1070 Ti Karten der referenzmäßigen GeForce GTX 1080 immer das Leben schwer machen werden – dies ist bei den geringen Performanceabständen zwischen GeForce GTX 1070, 1070 Ti und 1080 einfach nicht zu verhindern.

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AMD legt den Vega-Grafikkarten die Spieletitel "Prey (2016)" und "Sniper Elite 4" nunmehr kostenlos bei

Nach dem Auslaufen der zum Vega-Launch aufgelegten "Radeon Packs" bietet AMD deren Inhalt an Spieletiteln nunmehr in Form kostenloser Dreingaben an. Damit liegen den Radeon RX Vega 56, Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 64 "Liquid Cooled" Grafikkarten bei an der Aktion teilnehmenden Grafikkarten-Hersteller und Einzelhändlern ab dem 24. November 2017 ein Download-Coupon für "Prey (2016)" sowie "Sniper Elite 4" bei (außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz sind es "Prey (2016)" sowie "Wolfenstein II: The New Colossus"). Im Gegensatz zu den Radeon Packs, welche allerdings auch noch Gutschriften für den Hardware-Kauf von Ryzen-Systemen anboten, ist diese Dreingabe dann aber wieder absolut kostenlos – die Radeon Packs hatten wie bekannt den Kartenpreis um jeweils 100 Dollar/Euro verteuert.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 22./23./24. November 2017

Die PC Games Hardware hat sich mit nVidias Ampere-Generation bzw. dem derzeitigen Wissen zu dieser beschäftigt. Selbiges ist zugegeben mager und beinhaltet eigentlich nur den Generations-Namen "Ampere", die Streichung der vorhergehenden Volta-Generation für den Consumer-Bereich und die interessante Aussage, wonach die einzelnen Grafikkarten-Hersteller derzeit schon mit den Planungen für einen Ampere-Release im zweiten Quartal 2018 beginnen. Jene Aussage läßt aufgrund der terminlichen Einordnung dann wenigstens gewisse Rückschlüsse zu: HBM2-Speicher dürfte nVidia (wegen des Kostenpunkts zu diesem Zeitpunkt) wohl erneut nicht für seine Consumer-Produkte verwenden, eher denn weiterhin GDDR5, GDDR5X und erstmals GDDR6 – welches zu diesem Zeitpunkt spruchreif werden wird. Von der Chipfertigung her sind 16nm, 12nm oder 10nm (bei TSMC) realistisch, für 7nm ist das ganze wohl noch zu früh – es sei denn, es bliebe bei einer reinen Ankündigung, wozu jedoch die beginnende Vorarbeit der Grafikkarten-Hersteller wenig passt.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu Intels Coffee Lake?

Mit einer Umfrage von Mitte Oktober wurde der Ersteindruck zu Intels "Coffee Lake" CPU-Generation (Core iX-8000 Serie) abgefragt. Intels eigentlicher Ryzen-Konter konnte mit einem erheblichen Performance-Sprung aufwarten, ergo gab es auch eine sehr anständige Bewertung der Umfrage-Teilnehmer mit immerhin 50,7% positivem Ersteindruck bei 28,1% durchschnittlichem Ersteindruck sowie 21,2% negativem Ersteindruck. Dies ist zwar weniger als von Ryzen 7 und Ryzen 5 erreicht, jene Prozessoren haben aber natürlich auch einen Sympathie-Bonus, weil AMD mit diesen seit langer Zeit mal wieder wirklich wettbewerbsfähig im CPU-Geschäft wurde. Gegenüber den letzten Intel-Generationen schlägt sich Coffee Lake jedenfalls hervorragend, Kaby Lake kam nur auf 12,0% positiver Ersteindruck, Skylake auf 24,9% positiver Ersteindruck und Haswell auf 15,6% positiver Ersteindruck – erst das Ergebnis der 2012er Intel-Generation "Ivy Bridge" ist mit 40,5% positiver Ersteindruck dann wieder (halbwegs) ähnlich gut.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im dritten Quartal 2017

Von Jon Peddie Research sowie Mercury Research kommen neue Zahlen zu den Grafikchip-Marktanteilen für das abgelaufene dritte Quartal 2017, im Fall von Mercury Research werden hiermit auch die bislang fehlenden Zahlen der letzten Quartale nachgetragen. Bei der Betrachtung aller Grafikchips, inklusive also der stückzahlenmäßig klar dominierenden integrierten Grafiklösungen, gab es zumindest laut Jon Peddie Research eine beachtbare Bewegung zwischen dem zweiten und dritten Quartal: Intel rutschte recht deutlich unter die 70%-Marke, während nVidia im gleichen Maßstab ein paar Prozentpunkte hinzugewann (und AMD auf den gleichen Werten verharrte). Jene "paar Prozentpunkte" Differenz sind angesichts des sich üblicherweise nur sehr langsam bewegenden insgesamten Grafikchip-Markts durchaus beachtbar, gerade wenn diese Differenz innerhalb nur eines Quartals erzielt wurde. Bei den Zahlen von Mercury Research sind die Ausschläge weit weniger groß, eine gewisse Tendenz pro nVidia und gegen Intel jedoch genauso zu sehen.

Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017 Q3/2017
AMD 13,0%
12,6%
14,4%
13,3%
13,1%
13,4%
13,2%
13,2%
13,0%
13,0%
Intel 70,9%
71,2%
68,1%
70,4%
71,1%
70,5%
70,6%
70,3%
67,8%
70,1%
nVidia 16,1%
16,1%
17,5%
16,2%
15,8%
16,0%
16,3%
16,4%
19,3%
16,9%
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) & Mercury Research (blau)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 20./21. November 2017

Seitens ComputerBase und PC Games Hardware hat man sich die Grafikkarten-Performance von Star Wars Battlefront II nunmehr mit der Release-Version des Spiels sowie angepassten Treibern seiten AMD und nVidia nochmals angesehen. Hinzu kommen neue, fordernde Testsequenzen – und dennoch bleibt Battlefront II ein Spiel mit generell hohen Frameraten, wenn für 45 fps unter FullHD eine GeForce GTX 1050 Ti ausreicht sowie unter WQHD eine GeForce GTX 1060 – und erst unter UltraHD eine GeForce GTX 1080 Ti vonnöten ist, um selbige Framerate in der besten Bildqualität zu erzielen. Allenfalls die gehobenen Grafikkartenspeicher-Anforderungen fallen auf: Unterhalb von 4 GB Grafikkartenspeicher gibt es selbst in der FullHD-Auflösung noch Fehler im Texturenstreaming, in der UltraHD-Auflösung sind dann sogar gleich 8 GB zu empfehlen, 6 GB nicht wirklich ausreichend.

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nVidia Geschäftsergebnisse Q3/2017: Glatte Umsatz-Verdopplung innerhalb von anderthalb Jahren erreicht

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2017 vorgelegt, welches in nVidias fiskalischer Abrechnung das dritte Finanzquartal des Finanzjahres 2018 darstellt und zudem abweichend vom Kalender von August bis Oktober 2017 lief. Dabei hat man sich einmal mehr überboten: Gab es schon in den letzten Quartalen bei nVidia regelmäßig klare Rekordergebnisse, setzt nVidia nun mit nochmals sehr starken Rekorden einen oben drauf. So stieg der Quartalsumsatz von derzeit 2,636 Mrd. Dollar gegenüber dem Vorquartal um +18,2%, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um +31,5%. Der nominelle Quartalsgewinn von derzeit 838 Mio. Dollar legt gegenüber dem Vorquartal um +43,7% zu, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um +54,6% – beim operativen Gewinn sieht es ähnlich gut aus.

Q1/2016 Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017 Q3/2017
Umsatz 1305 Mio. $ 1428 Mio. $ 2004 Mio. $ 2173 Mio. $ 1937 Mio. $ 2230 Mio. $ 2636 Mio. $
Gewinn 196 Mio. $ 253 Mio. $ 542 Mio. $ 655 Mio. $ 507 Mio. $ 583 Mio. $ 838 Mio. $
operativer Gewinn 245 Mio. $ 317 Mio. $ 639 Mio. $ 733 Mio. $ 554 Mio. $ 688 Mio. $ 895 Mio. $
Für Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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