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AMD bestätigt technische Daten, Launchtermin und niedrigere Preislagen zur zweiten Ryzen-Generation

Chipentwickler AMD hat die schon Anfang März kolportierten technischen Daten, Preise und den Launch-Termin der zweiten Ryzen-Generation nunmehr auch offiziell verkündet, jene vier neuen Prozessoren können zudem ab sofort vorbestellt werden. Am Launchtermin vom 19. April 2018 sowie allen technischen Daten ergeben sich dabei keinerlei Änderungen – allenfalls gibt AMD weiterhin die maximalen Boost-Taktraten rein offiziell ohne XFR-Zuschlag an, während die nachfolgende Auflistung der verschiedenen Ryzen-Modelle aus erster und zweiter Ryzen-Generation selbigen XFR-Zuschlag beim maximalen Boost-Takt bereits einbezieht (der XFR-Zuschlag gilt bei AMD schließlich immerhin für gleich zwei CPU-Kerne). Beim Speichersupport gilt dagegen weiterhin das, was auch schon bei der ersten Ryzen-Generation galt: Die offizielle Notierung von DDR4/2933 bei Ryzen 2 bezieht sich immer nur auf zwei SingleRank-Speichermodule. Vier SingleRank-Speichermodule senken den offiziellen Speichersupport mit gleich zwei Taktraten-Stufen, während die Nutzung von DualRank-Modulen eine Taktraten-Stufe kostet.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 12. April 2018

In der Frage von AMDs Navi und dem Gerücht über angeblich nur einen Midrange-Grafikchip unter dem Navi-Siegel merkt unser Forum den durchaus relevanten Punkt an, das alle früheren AMD-Roadmaps der Navi-Generation immer das Feature der "Skalierbarkeit" zugesprochen haben – und das man darunter durchaus auch ein MultiChip-Projekt verstehen könnte. So gesehen würde ein einziger Navi-Chip dann sogar viel mehr Sinn ergeben – als Basis für weitere Lösungen für das HighEnd-Segment (zwei Navi-Chips zusammenarbeitend) bzw. das Enthusiasten-Segment (3-4 Navi-Chips zusammenarbeitend). Dieser Ansatz ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen, allerdings meinte AMD mit diesen Roadmap-Einträgen wohl eher die Problematik der Limitationen der GCN-Architektur, was zum Zeitpunkt der ersten Roadmaps mit Navi-Nennung von außen einfach nur schwer zu erkennen war. Gleichfalls würde sich der MultiChip-Ansatz mit der Darstellung seitens Fudzilla beißen, das AMD bei Navi nur im Midrange/Performance-Segment zu gange wäre – ein MultiChip-Ansatz wäre je gerade dafür gedacht, viele verschiedene Performance-Segmente zu erreichen.

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Gerüchteküche: AMDs Navi im Jahr 2019 nur mit einem Midrange-Grafikchip

Laut neuen Gerüchten seitens Fudzilla sollte man sich von AMDs Navi-Serie nicht all zu viel versprechen: Trotz der 7nm-Fertigung soll hierbei nur ein ideeler Nachfolger der Radeon RX 580 auf der (groben) Performance-Höhe einer GeForce GTX 1080 herauskommen. Zudem soll die Navi-Linie inzwischen auf nur noch einen Grafikchip zusammengekürzt wurden sein – ursprünglich standen in AMDs Plänen allerdings mal zwei Navi-GPUs in Form von "Navi 10" und "Navi 11", zuzüglich einer Dual-GPU-Variante von Navi 10 (letztere dürfte natürlich nicht mehr erscheinen). Das ganze ist ein ziemlicher Schocker, denn damit würde AMD nicht nur das Enthusiasten-, sondern auch das HighEnd-Segment (formal) unbesetzt lassen – im Jahr 2019 sollte schließlich das Performance-Niveau einer GeForce GTX 1080 nur noch für eine Midrange-Einordnung langen. Auf den ersten Blick macht dieses Gerücht daher wenig Sinn – denn gerade wenn AMD einen Navi-Chip für den Midrange-Bereich hinbekommt, sollte es doch ein leichtes sein, auch wenigstens einen zweiten Chip für den HighEnd-Bereich aufzulegen.

2017 2018 2019 (alt) 2019 (neu)
HPC - Vega 20 Vega 20 Vega 20
HighEnd Vega 10 Vega 10 Navi 10 -
Midrange Polaris 10 Polaris 10 Navi 11 Navi
Mainstream Polaris 11 Polaris 11 ? ?
LowCost Polaris 12 Polaris 12 ? ?
Die Angaben dieser Tabelle zu kommenden Grafikchips sind logischerweise rein spekulativ.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 11. April 2018

Die PC Games Hardware berichtet über neue Gerüchte, welche (nochmals) darauf hindeuten, das Intels Ice-Lake-Generation Achtkerner ins (normale) Consumer-Segment bringen wird respektive auf den aktuellen 300er Mainboard-Chipsätzen (außer dem Z370) laufen wird. Dies wurde an dieser Stelle schon einmal im letztem Herbst so berichtet – aber eine Bestätigung aus unabhängiger Quelle ist immer besser als eine einzelne Wortmeldung, das ganze kann man somit nunmehr als ernsthafte Möglichkeit betrachten. Einhergehend mit diesen Achtkern-Prozessoren im (normale) Consumer-Segment sollte natürlich auch eine Umgestaltung von Intels typischen Produktgruppen stattfinden – sprich, es würde auch bei Core i3 & Core i5 wahrscheinlich mehr Prozessoren-Kerne geben, wenn der Core i7 dann auf einen Achtkerner wechselt. Wie Intel dies genau einteilt, ist noch nicht bekannt und kann daher derzeit nur spekulativ erraten werden. Hierbei ergeben sich verschiedene mögliche Auslegungen, wobei Intel sicherlich höchstselbst noch an der exakten Ausfertigung des kommenden Ice-Lake-Angebots feilen dürfte:

Sandy Bridge bis Skylake Kaby Lake Coffee Lake Ice Lake
Core i7 4C +HT 4C +HT 6C +HT wahrschl.: 8C +HT
Core i5 4C 4C 6C spekulativ:  6C +HT  (oder 8C)
Core i3 2C +HT 2C +HT 4C spekulativ:  4C +HT  (oder 6C)
Pentium 2C 2C +HT 2C +HT spekulativ:  4C
Celeron 2C 2C 2C spekulativ:  2C +HT
Die Aussagen dieser Tabelle beziehen sich allein auf Desktop-Prozessoren des normalen Consumer-Bereichs.
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Hardware-Daten der Radeon RX 500X Serie entsprechend (nahezu) der Radeon RX 500 Serie

Bei AMD lassen sich inwischen auch einzelne Produktseiten zur Radeon RX 500X Grafikkarten-Serie finden, welche nochmals deutlich dafür sprechen, das es sich hierbei um einen reinen OEM-Refresh handelt – schließlich sind die Hardware-Daten nahezu identisch, es gibt nur kleinere Abweichungen bei Polaris-12-basierten Produkten. Gesetzt den Fall, das alle diese Hardware-Daten stimmen (Copy&Paste-Fehler sind nie auszuschließen), stellt die Radeon RX 500X Serie somit einen nahezu glatten Wiedergänger der Radeon RX 500 Serie dar – und wäre damit ziemlich ungeeignet für eine Retail-Veröffentlichung, da würden die Hardware-Tester und Kommentatoren AMD (sehr deutlich) das Fell über die Ohren ziehen. Ob AMD die Radeon RX 500X Serie wirklich nur zu den OEMs schickt, ist allerdings noch nicht 100%ig bestätigt, denn AMD hat sich bislang hierzu noch nicht offiziell geäußert – es gibt zwar selbige Produkt-Webseiten, aber eben noch keine entsprechende AMD-Pressemitteilung.

Chip SE TMU ROP SI Taktraten Speicher RX500-Vorgänger Änderungen
Radeon RX 580X Polaris 10 2304 144 32 256 Bit 1257/1340/4000 MHz 8 GB GDDR5 Radeon RX 580 keine
Radeon RX 570X Polaris 10 2048 128 32 256 Bit 1168/1244/3500 MHz 4/8 GB GDDR5 Radeon RX 570 keine
Radeon RX 560X Polaris 11 896/1024 56/64 16 128 Bit 1175/1275/3500 MHz 2/4 GB GDDR5 Radeon RX 560 keine
Radeon RX 550X Polaris 12 512/640 32/40 16 128 Bit ?/1287/3500 MHz 2/4 GB GDDR5 Radeon RX 550 +104 MHz Boosttakt
Radeon RX 540X Polaris 12 512 32 16 128 Bit ?/1219/3000 MHz 2/4 GB GDDR5 Radeon RX 540 keine
Radeon 550X Polaris 12 512/640 32/40 16 64 Bit ?/1287/3500 MHz 2/4 GB GDDR5 kein Vorgänger -
Radeon 540X Polaris 12 512 32 8 64 Bit ?/1219/3000 MHz 2/4 GB GDDR5 Radeon 540 +95 MHz Boosttakt
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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. April 2018

Bei WCCF Tech spekuliert man über eine "Radeon RX Vega Nano", welche bei Sapphire in Arbeit sein soll. Die Grundlage hierfür ist allerdings erst einmal nur der Punkt, das Sapphire für eine Radeon RX Vega 56 "Pulse" Karte ein PCB benutzt, welches man aufgrund seiner kleinen Abmessung jener (hypothetischen) "Radeon RX Vega Nano" zuordnet. Die benutzte Platine ist mit ~16cm Länge in der Tat minimalistisch für eine Grafikkarte dieser Leistungsklasse und würde damit, einen entsprechenden Kühler vorausgesetzt, zur Erstellung einer Nano-Karte einladen. Erstaunlich ist an dieser Stelle, das Sapphire dies bisher nicht schon selbst getan hat – denkbar, das AMD hier bis zum offiziellen Release einer entsprechenden Karte bremst. Selbiger würde allerdings bessere Chip-Nachlieferungen an Vega-10-Chips voraussetzen – was ein Grund dafür sein könnte, das AMD nicht schon längst dieses Produkt herausgebracht hat. Auf der anderen Seite ist dies immer auch eine Frage des Preises: Eine hypothetische Radeon RX Vega Nano wäre sicherlich etwas langsamer als eine GeForce GTX 1070, kann wegen derer erstklassiger Energieeffizienz aber noch nicht einmal einen höheren Preispunkt nehmen – und müsste demzufolge unterhalb von deren Preispunkt antreten, um Sinn zu ergeben. Sobald sich die Grafikkarten-Preise wieder beruhigt haben, ginge dies also unterhalb von 400 Euro – und eventuell will/kann AMD den Vega-10-Chip für diese Preislage noch nicht abgeben.

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nVidia stellt den Treibersupport für Fermi-Grafikkarten sowie 32-Bit-Betriebssysteme ein

Grafikchip-Entwickler nVidia hat mittels zweier Support-Mitteilungen die Einstellung des Treibersupports für alle Fermi-basierten Grafikkarten sowie für alle 32-Bit-Betriebssysteme ab dem April 2018 bekanntgegeben. In beiden Fällen wird man sicherheitskritische Fehler noch bis zum Januar 2019 fixen (bzw. in diesem Fall dann doch neue Treiber herausbringen), während hingegen neue Features, alle möglichen Verbesserungen sowie Game-spezifisches Fixes nicht mehr eingearbeitet werden. Im Fall der Fermi-basierten Grafikkarten (betrifft die GeForce-Serien 400 & 500 bzw. siehe exakte Liste) war dieser Schritt zu erwarten, sind jene Grafikkarten doch inzwischen reichlich unmodern geworden: Nur noch deren absolute Leistungsspitze in Form von GeForce GTX 480 (Perf.Index 240%) sowie GeForce GTX 580 (Perf.Index 280%) hat überhaupt die Rohleistung, um heutzutage (knapp) als Mainstream-Beschleuniger durchzugehen. Mit deren üblichen Speicherbestückungen von nur 1,5 GB (bei den kleineren Modellen dieser Serien regelmäßig nur 1 GB) ist man jedoch in allen modernen Spielen komplett außen vor, selbige sind nur noch unter größeren Mühen spielbar zu bekommen.

XP Win7/32 Win7/64 Win8/32 Win8/64 Win10/32 Win10/64
nVidia GeForce 600-1000 Serien *
nVidia GeForce 400/500 Serien und älter
AMD Radeon R300 – Vega Serien
AMD Radeon HD 7000/8000 & R200 Serien
AMD Radeon HD 5000/6000 Serien und älter
* außer Fermi-basierten LowCost-Produkten á GeForce 605, GeForce GT 610, 620, 630, 730 (neben unzähligen Mobile-Lösungen)
Diese Tabelle sagt nichts zur Existenz älterer Treiber aus, sondern dreht sich allein um die Verfügbarkeit von ständig aktualisierten Treibern (nach dem April 2018).
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Hardware- und Nachrichten-Links des 9. April 2018

Videocardz haben in den ganzen Kommentaren bei Reddit das Statement des offiziellen PowerColor-Accounts gefunden, welcher die Radeon RX 500X Serie schlicht als OEM-Produkte einordnet. Dies ergibt eine gute Auflösung zur Frage, wieso sich AMD auf diesen Re-Refresh einläßt, welcher schließlich bei einem guten Teil der Beobachter und Grafikkarten-Käufer nicht gut wegkommt. Mit einer entsprechenden OEM-Serie würde AMD primär den PC-Herstellern etwas neues bieten, weil diese einfach einmal im Jahr etwas neues wollen – siehe die rein im OEM-Bereich erschienene Radeon HD 8000 Serie als Wiedergänger der Radeon HD 7000 Serie. Und im Retail-Markt würde alles beim alten bleiben und man würde sich nicht den medialen Ärger eines Re-Refreshes an Land ziehen. Allenfalls die genannten 5-6% Mehrperformance passen etwas weniger zu dieser Auslegung – für eine reine OEM-Serie muß man eigentlich keine Mehrperformance bieten. Gänzlich sichergehen kann man mit dieser Auslegung damit noch nicht, aber die Chance darauf ist doch ziemlich hoch.

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nVidia bringt die Einsteiger-Lösung GeForce GT 1030 nun auch in einer (sehr) langsamen DDR4-Ausführung

Grafikchip-Entwickler nVidia bringt derzeit im Einsteiger-Bereich eine neue LowCost-Lösung in Form der GeForce GT 1030 mit nur DDR4-Speicher in den Markt. Zwar listet nVidia selber keine solche Grafikkarte, hat aber die Spezifikations-Webseite zur GeForce GT 1030 auffälligerweise mit einem Warnhinweis ergänzt, das die dort notierten Referenz-Spezifikationen nicht auf jedes Hersteller-Produkt zutreffen müssen. Zudem kommt die GeForce GT 1030 DDR4 inzwischen von mehreren Grafikkarten-Herstellern (Gigabyte, MSI, Palit) mit oftmals völlig gleichlautenden Spezifikationen, was auf ein inoffiziell gestartetes, dennoch einwandfrei von nVidia selbst stammendes Angebot hindeutet. Die primäre Änderung gegenüber der regulären GeForce GT 1030 GDDR5 mit dem Verbau von nur DDR4-Speicher ist aus Performance-Sicht natürlich desaströs: Die GeForce GT 1030 tritt sowieso nur mit kleinem 64-Bit-Speicherinterface an, benötigt also zwingend den GDDR5-Speicher, um auf Touren zu kommen. Mit nur DDR4-Speicher und dessen deutlich niedrigeren Taktraten sinkt die zur Verfügung stehende Speicherbandbreite somit von 48 GB/sec (GDDR5) auf nur noch 16,8 GB/sec (DDR4).

Radeon RX 550 GeForce GT 1030 DDR4 GeForce GT 1030 GDDR5
Chipbasis AMD Polaris 12 nVidia GP108-310 nVidia GP108-300
Technik 512 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) 384 Shader-Einheiten, 24 TMUs, 16 ROPs, 64 Bit DDR4-Interface (Salvage) 384 Shader-Einheiten, 24 TMUs, 16 ROPs, 64 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau)
Taktraten 1100/1183/3500 MHz 1151/1379/1050 MHz 1227/1468/3000 MHz
Speicherausbau 2/4 GB GDDR5 2 GB DDR4 2 GB GDDR5
off. Verbrauch 50W (TBP) 20W (GCP) 30W (GCP)
FullHD Perf.Index ~190% (grob geschätzt) ~80-100% ~170%
Listenpreis 79$ (2GB) ? 79$
Straßenpreis 2GB: 110-130€
4GB: 120-140€
? 75-90€
Release 20. April 2017 April 2018 17. Mai 2017
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Hardware- und Nachrichten-Links des 7./8. April 2018

Die kürzliche Meldung zu den einzelnen Grafikkarten-Modellen der Radeon RX 500X Serie läßt sich nun noch einmal von mehr oder weniger offizieller Stelle ausgehend untermauern: Auf der Platzhalter-Webseite für AMDs Radeon RX 500X Serie finden sich im Quelltext bereits Links zu kommenden Unterseiten – für die Grafikkarten "Radeon 540X", "Radeon 550X", "Radeon RX 540X", "Radeon RX 550X", "Radeon RX 560X", "Radeon RX 570X" und "Radeon RX 580X". Damit bestätigt sich die vorherige Meldung zu 100% und man kann damit davon ausgehen, das AMD vielleicht sogar schon in Bälde diese Grafikkarten vorstellen wird. Derweil ist eine umfangreiche Diskussion im Gange, was AMD mit dieser neuen Grafikkarten-Serie bieten könnte. Teilweise vermutet man einen 12nm-Refresh, teilweise denkt man in Richtung der Verwendung anderer Speichersorten (GDDR5X, GDDR6 oder HBM2) zugunsten einer (deutlich) höheren Speicherbandbreite, teilweise denkt man sogar über leicht verbesserte Grafikchips mit also mehr Hardware-Einheiten nach. All dies ist nach wie vor möglich – aber dennoch leider arg unwahrscheinlich, denn die reine Benennung der Radeon RX 500X Serie drückt eigentlich schon aus, das es hiermit nur geringe Differenzen zur vorhergehenden Radeon RX 500 Serie geben sollte. Denn sobald AMD irgendeinen Ansatzpunkt eines klaren technischen Unterschieds zur Hand hätte, würde man das ganze sicherlich liebend gern "Radeon RX 600" nennen.

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