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Hardware- und Nachrichten-Links des 11. Juni 2018

Die GameStar bringt von der Computex vielbeachtete Aussagen seitens AMDs David Wang mit, dem neuen Entwicklungschef der Radeon Technology Group (RTG). Demzufolge hat sich jene RTG in der Vergangenheit (sprich unter der früheren Führung von Raja Koduri) zu sehr auf KI/AI-Berechnungen konzentriert, was AMD wie bekannt mit seinen "Radeon Instinct" Karten angeht. Damit ist der RTG-Fokus aufs Gaming als Hauptverkaufsträger etwas verlorengegangen – was die neue RTG-Führung jedoch wieder zurückdrehen will. Dazu soll es zukünftig auch wieder pro Jahr eine neue Grafikkarten-Generation bei AMD geben (nicht zu verwechseln mit neuen Chip-Generationen). Insgesamt sind dies sehr positive Aussagen: Denn es spricht zwar nichts dagegen, sich zweite Standbeine über andere Nutzungsmöglichkeiten seiner Grafikchips aufzubauen, aber finanzieren läßt sich diese Entwicklung nur über das Brot- und Butter-Geschäft – und das müssen dann die Verkäufe an "normalen" Grafikkarten stemmen. Genau in diesem Punkt hinkt AMD nun jedoch inzwischen deutlich hinterher – sowohl technologisch als auch bei der Häufigkeit & Bedeutsamkeit der eigenen Entwicklungsschritte bei "normalen" Grafikkarten.

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nVidia gibt GeForce GTX 1080 & 1080 Ti "The Crew 2" kostenlos bei

Grafikchip-Entwickler nVidia hat mal wieder ein neues Spielebundle aufgelegt, welches für die GeForce GTX 1080 & GeForce GTX 1080 Ti in der Retail-Variante, in Desktop-PCs und in Notebooks gilt – und jenen die Standard-Edition von "The Crew 2" spendiert. Die Aktion startete offiziell schon am 5. Juni und läuft nur recht kurz bis zum 3. Juli 2018 – oder so lange wie nVidia noch entsprechende Gutscheine vorrätig hat. Das OpenWorld-Rennspiel "The Crew 2" wird am 29. Juni 2018 in fünf verschiedenen Editionen in den Handel gehen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 9./10. Juni 2018

Ein bißchen Aufsehen erregt derzeit eine von der Computex stammende AMD-Präsentationsfolie, wonach AMD für sich in Anspruch nimmt, seine Vega-Grafikkarten ganze 10x besser als die vorhergehende Generation verkauft zu haben. Dies erscheint etwas unglaubwürdig angesichts der langen Nichtverfügbarkeit jener Grafikkarten zum Ende des letzten Jahres, welches (seinerzeit) auch weniger an den Cryptominern als denn mangelhaften Chip-Nachlieferungen seitens AMD bzw. GlobalFoundries lag. Die PC Games Hardware hat jedoch schlicht nachgefragt und sich bei AMD die Erklärung abgeholt, das hiermit nicht der Vergleich zu den Polaris-Grafikkarten, sondern zu den Fiji-Grafikkarten gemeint ist. Dann könnte diese Zahl vielleicht passen – auch wenn die Zahl aufgrund der genannten langen Nichtverfügbarkeit von Vega-Grafikkarten trotzdem etwas schöngerechnet aussieht. Natürlich ist nicht ermittelbar, wieviel AMD und die Grafikkarten-Hersteller direkt an Cryptominer verkauft haben – und gerade bei einem HighEnd-Produkt wie Vega mit (vergleichsweise) geringen Stückzahlen kann dies schnell die insgesamten Verkaufszahlen maßgeblich beeinflußen.

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Wird der Microsoft Store (PC-seitig) benutzt?

Diese Frage ergab sich in der Foren-Diskussion über die Meldung zu "Windows Core OS" als zukünftiges Windows 10 Vanilla: Wird der Microsoft Store (bis Oktober 2017 "Windows Store" genannt) überhaupt schon genutzt? Bislang sind hierfür nicht wirklich viele Anzeichen zu sehen, auch wenn es einzelne Microsoft-Spiele primär nur über den Microsoft Store zu erwerben gibt. Aber mit dieser Umfrage soll diese Fragestellung somit quantifiziert werden. Selbige betrifft natürlich allein die Nutzung vom klassischen PC aus – nicht für andere Geräte wie Smartphones, Tablets und Spielekonsolen.

Ja - sogar recht häufig.
2% (38 Stimmen)
Ja - allerdings nicht sehr oft.
7% (164 Stimmen)
Ja - allerdings mehr oder weniger einmalig.
12% (256 Stimmen)
Jein - war schon mal drauf, habe aber nichts erstanden.
11% (239 Stimmen)
Nein - aber hätte auch kein Problem damit.
12% (260 Stimmen)
Nein - und kommt auch überhaupt nicht in die Tüte.
57% (1256 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 2213
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Hardware- und Nachrichten-Links des 8. Juni 2018

Gemäß der DigiTimes wird die nächste GeForce-Generation (wie schon erwähnt) gegen Ende August in den Handel gehen und weiterhin auf der 12nm-Fertigung (seitens TSMC) basieren. Interessant ist, das daneben über erste 7nm-Produkte von nVidia gesprochen wird: Jene sollen im Jahr 2019 antreten, wobei die Vorserien-Fertigung hierfür bereits im letzten Quartal des Jahres 2018 starten soll. Bislang war zu den Plänen nVidias nach der Turing-Generation mehr oder weniger noch gar nichts bekannt – wobei nicht sicher ist, ob jene DigiTimes-Wortmeldung überhaupt eine regelrecht neue Chip-Generation meint. Denkbar wäre an dieser Stelle auch, das nVidia die kleineren Chips der Turing-Generation (GT107 für Mainstream- und GT108 für LowCost-Bedürfnisse) schlicht schon in der 7nm-Fertigung auflegt, auch wenn man die größeren Chips bei der 12nm-Fertigung beläßt (in diese Richtung hin wurde früher schon spekuliert). Dies würde dann also erst einmal keine neue 7nm-Generation bei nVidia ergeben, vielmehr würde die Turing-Generation somit aus einem Mix aus 7nm- und 12nm-Chips bestehen.

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Gerüchteküche: AMDs Navi tritt im ersten Quartal 2019 mit einer Midrange-Lösung an

Die PC Games Hardware bringt von der Computex 2018 Kunde über AMDs nächste Grafikchip-Generation "Navi" mit, welche gegenüber den bisherigen Gerüchten schon vergleichsweise aussagekräftig daherkommt. Die hierzu seitens der PCGH notierten Ausführungen wurden nicht direkt mit einer Quelle referenziert, dürften somit primär auf "Messerauschen" basieren und sind somit noch nicht auf die Goldwaage zu legen. Dabei gibt es gute und schlechte Nachrichten: Gut ist, das der anivisierte Launchtermin auf dem Ende des ersten Quartals 2019 liegt – womit man nicht mehr bangen muß, das die bisherige Terminangabe "2019" womöglich auch erst das Jahresende 2019 bedeuten könnte. Selbst wenn AMD sich etwas verspätet (nur zu natürlich in diesem Geschäft), dürfte der Navi-Launch somit doch in der ersten Jahreshälfte über die Bühne gehen. Damit verkürzt sich das Fenster, in welchem AMD etwas "nackt" gegenüber nVidias Turing-Generation dasteht – gerade wenn letztgenannte dann doch noch etwas später kommen sollte als zuletzt angedeutet.

AMD Navi

  • Nachfolger von Vega, weiterhin Teil der GCN-Architektur
  • 6. GCN-Generation (GCN6) und damit auch letzte GCN-Generation
  • sollte sich gemäß sehr frühen Roadmaps um "Skalierbarkeit" und "NextGen-Speicher" (nach HBM2) kümmern
  • muß dafür allerdings die Limitationen der GCN-Architektur durchbrechen
  • 7nm-Fertigung von GlobalFoundries oder/und TSMC (zuletzt mit Tendenz zu TSMC)
  • technische Daten GlobalFoundries 14LPP zu 7LP: -65% Chipfläche zu -60% Stromverbrauch
  • technische Daten TSMC 16FF+ zu 7FF: -70% Chipfläche zu -60% Stromverbrauch
  • früher genannte Grafikchips: Navi 10 (HighEnd) und Navi 11 (Midrange)
  • kommt laut neuesten Gerüchten nunmehr zuerst mit einer Midrange-Lösung zum Ende des ersten Quartals 2019 (hypothetisch: "Radeon RX 680")
  • selbige Midrange-Lösung soll das Performance-Niveau einer GeForce GTX 1170/2070 erreichen und setzt dafür auf GDDR6-Speicher
  • spekulativ wären 4096 Shader-Einheiten auf 200-250mm² Chipfläche in der 7nm-Fertigung realisierbar
  • spekulativ ist damit die Performance einer Radeon RX Vega 64 (+X%) zum Stromverbrauch einer Radeon RX 480 (150W) machbar
  • der Verbleib der ursprünglich sicherlich geplanten HighEnd-Lösung ist derzeit komplett unklar
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Hardware- und Nachrichten-Links des 7. Juni 2018

Videocardz haben die verschiedenen Meinungen und Aussagen zum Release der nVidia Turing-Generation in Form des HighEnd-Produkts GeForce GTX 1180/2080 zusammengetragen. Die Terminangaben hierzu reichen von Ende Juli bis September – und sind sich damit bezüglich des konkreten Datums nicht einig, aber dafür einig in der These, das nVidias eigene Aussage mehr oder weniger Nonsens ist. Damit sollte man wohl weiterhin von einem absehbaren Release der nächsten GeForce-Generation ausgehen und die Aussage von nVidia-CEO Jen-Hsun Huang als Marketing zugunstens des aktuell verkauften Produkts betrachten. Interessant ist daneben, das nVidia die Vortrags-Ankündigung zur Hot Chips 2018 inzwischen wieder abgeändert hat – bislang wollte man hierbei noch über "NVIDIA’s Next Generation Mainstream GPU" sprechen, was sich nicht geändert haben muß, aber jetzt eben nicht mehr offiziell erwähnt wird. Völlig korrekt wird seitens Videocardz an dieser Stelle angemerkt, das auf der Hot Chips in aller Regel bereits offiziell vorgestellte Produkte besprochen werden – wozu dann letztlich auch eine Meldung der (gewöhnlich gut informierten) DigiTimes passt, wonach es neue GeForce-Grafikkarten (im übrigen in der 12nm-Fertigung) gegen Ende August 2018 geben soll.

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PowerColor veröffentlicht die Radeon RX Vega 56 "Nano Edition"

Seitens AMD auf der Computex schon angeteasert, hat Grafikkarten-Hersteller PowerColor wenig später seine neue Nano-Grafikkarte offiziell gemacht – die Radeon RX Vega 56 "Nano Edition". Hierbei handelt es sich nach wie vor um eine Hersteller-eigene Sonderkonstruktion und keine AMD-offizielle Karte, allerdings entstand jene neue Nano-Karte augenscheinlich mit Wissen und Segen von AMD. Zudem soll Sapphire auch eine ähnliche (oder gar gleiche) Karte in Vorbereitung haben. Inzwischen gibt es bei PowerColor auch offizielle Karten-Spezifikationen, welche bis auf die Baulänge von nur 17,0cm (das Referenzdesign der Radeon RX Vega 56 liegt bei 27,0cm) keinen Unterschied zur regulären Radeon RX Vega 56 erkennen lassen: Freigeschaltete Hardware-Einheiten, nominelle Taktraten und auch die verbauten Stromstecker (2x 8pol.) sind jeweils identisch. Letzteres deutet darauf hin, das es auch keine niedrigere TDP gibt – was sich durch das Unboxing-Video der PC Games Hardware bestätigt, die PowerColor-Karte zeigte dort einen ASIC-Stromverbrauch exakt auf dem Niveau der regulären Radeon RX Vega 56.

Radeon RX Vega 56 "Nano Edition" Radeon RX Vega 56 Radeon RX Vega 64
Chipbasis AMD Vega 10, 12.5 Mrd. Transistoren auf 486mm² Chipfläche in 14nm bei GlobalFoundries
Technik 4 Raster-Engines, 3584 Shader-Einheiten, 224 TMUs, 64 ROPs, 2048 Bit HBM2-Interface (Salvage) 4 Raster-Engines, 4096 Shader-Einheiten, 256 TMUs, 64 ROPs, 2048 Bit HBM2-Interface (Vollausbau)
Taktraten 1156/1471/800 MHz 1156/1471/800 MHz 1247/1546/945 MHz
Speicherausbau 8 GB HBM2 8 GB HBM2 8 GB HBM2
Kartenlänge 17,0cm 27,0cm 27,0cm
Stromstecker 2x 8pol. 2x 8pol. 2x 8pol.
off. Verbrauch anscheinend gleich zur Vega 56 210W (TBP) 295W (TBP)
FullHD Perf.Index anscheinend gleich zur Vega 56 820% 900%
4K Perf.Index anscheinend gleich zur Vega 56 114% 129%
Listenpreis 449$ 399$ 499$
Straßenpreis angeblich ab 449 Euro 510-570 Euro 600-660 Euro
Release 7. Juni 2018 14. August 2017 14. August 2017
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Hardware- und Nachrichten-Links des 6. Juni 2018

Auf AMDs Computex-Event wurde neben Threadripper II auch Vega 20 in der 7nm-Fertigung (nochmals) angekündigt – auch wenn dies weiterhin ohne konkrete Namensnennung vonstatten ging. Hierzu fiel auch die bedeutungsschwangere Aussage seitens AMD-CEO Lisa Su, das AMD zukünftig auch "7nm-GPUs in den Gaming-Markt" bringen wird. Dies wurde hier und da dahingehend gedeutet, das Vega-Grafikkarten in der 7nm-Fertigung zu erwarten seien – dies hat AMD jedoch überhaupt nicht gesagt. Unter "7nm-GPUs im Gaming-Markt" fällt schließlich auch die nachfolgende Navi-Generation – und jene kommt todsicher in der 7nm-Fertigung, ergo wäre AMDs Versprechen damit schon automatisch erfüllt. Sofern AMD aussagen wollte, das Vega 20 tatsächlich für Gaming-Bedürfnisse übernommen wird, hätte man dies sicherlich derart so sagen können – schließlich hat man den grundsätzlichen Grafikchip (im Gegensatz zu Navi) bereits angekündigt. Eher kann man aus dieser AMD-Aussage schließen, das es weiterhin dabei bleibt, das Vega 20 nicht ins Gaming-Segment geht – wenn doch, hätte AMD dies an dieser Stelle schließlich direkt so ausdrücken können.

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AMD kündigt die zweite Threadripper-Generation mit bis zu 32 CPU-Kernen an

Einen Tag nach Intels Demonstration einer 28-Kern-CPU für den Desktop hat AMD auf der Computex den Schleier über seine eigenen kommenden HEDT-Prozessoren gelüftet: Die zweite Threadripper-Generation, inoffiziell "Threadripper II" und offiziell wahrscheinlich "Ryzen Threadripper 2000" tituliert, wird demzufolge mit gleich 32 CPU-Kernen ins Desktop-Segment gehen – und Intel damit beim nunmehr vollens ausgebrochenen "Kern-Krieg" nominell wieder (etwas) überbieten. Bis auf diesen Paukenschlag gibt es bei Threadripper II dann allerdings die erwartete Kost: Benutzt wird das Pinnacle-Ridge-Die in der 12nm-Fertigung von GlobalFoundries auf Basis der Zen+ Architektur-Ausbaustufe – womit von Threadripper II dieselbe Performance- und Taktraten-Charakteristik wie bei Ryzen 2000 zu erwarten ist.

AMD "Ryzen Threadripper 2000" Ankündigung
AMD "Ryzen Threadripper 2000" Ankündigung   © originale Aufnahme seitens The Verge
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