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Hardware- und Nachrichten-Links des 12./13. Februar 2018

Seitens Reuters wird (ohne Quellenangabe) ein anderer Codename für die nächste Grafikchip-Generation von nVidia ins Spiel gebracht – "Turing", nach dem britischen Mathematiker Alan Turing und damit durchaus nicht besonders abweichend von den bislang von nVidia verwendeten Codenamen (zuletzt allesamt bekannte Physiker). Speziell den Bezug auf einen Mathematiker könnte man allerdings auch als Hinweis darauf ansehen, das es sich hierbei eher denn um einen Spezialchip für AI-Berechnungen, DeepLearning oder notfalls auch Mining handeln könnte. Seitens Reuters wird "Turing" allerdings explizit als "new GPU gaming chip" bezeichnet, was normalerweise bezüglich dessen Ausrichtung eindeutig sein sollte. Andererseits gilt einzurechnen, das hier (erneut) die häufige Verwechselung der Nicht-Fachpresse von einzelnem Grafikchip zu ganzer Grafikchip-Generation zu sehen ist – und kann demmzufolge die Frage aufstellen, was an der Auslegung seitens Reuters demzufolge noch alles andere falsch sein könnte.

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Launch von Raven Ridge: Erste Testberichte gehen online

Mittels "Raven Ridge" bzw. den beiden Desktop-Modellen Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G tritt die lange erwartete Zen/Vega-basierte APU von AMD an – welche zwar in Form einiger Mobile-Modelle im letzten Jahr bereits einen gewissen Frühstart hatte, nunmehr aber noch so etwas wie einen echten Launch bekommt. Bei "Raven Ridge" bietet AMD nicht nur generell neue Technik beim CPU- und iGPU-Part auf, sondern vor allem zum ersten Mal eine Mainstream-APU, welche sich bei der CPU-Performance nicht verstecken muß – ein Problem, was alle früheren Mainstream-APUs von AMD mal weniger und mal mehr mit sich herumgeschleppt haben, und was nachfolgend deren Markterfolg doch ziemlich entscheidend behindert hatte. Nun aber heißt die neue APU-Formel "gleichwertige CPU-Performance samt dramatisch besserer Grafik-Performance" – und das kommt dann endlich dahin, wo das Thema "APU" seitens AMD ursprünglich mal geplant war. Mittels der derzeit erscheinenden Launch-Reviews zu "Raven Ridge" versuchen die Hardwaretester, die exakte Performance-Charakteristik der beiden vorgenannten Desktop-Modelle im Vergleich zu den Intel-Angeboten zu ermitteln, daneben läuft in unserem Forum die Diskussion zum Launch bereits an und wird zu einem späteren Zeitpunkt eine abschließende Launch-Analyse an dieser Stelle erscheinen.

AMD Raven Ridge Intel Kaby/Coffee Lake
4C +SMT, 3.6/3.9 GHz, 65W TDP, 169$
Vega 11 mit 704 SE @ ≤1250 MHz, 2Ch. DDR4/2933
Ryzen 5 2400G ab 165€
ab 165€ Core i3-8350K 4C, 4.0 GHz, 91W TDP, 168$
UHD Graphics 630 mit 23 EU @ 350/1150 MHz, 2Ch. DDR4/2400
ab 104€ Core i3-8100 4C, 3.6 GHz, 65W TDP, 117$
UHD Graphics 630 mit 23 EU @ 350/1100 MHz, 2Ch. DDR4/2400
ab 98€ Core i3-7100 2C +HT, 3.9 GHz, 51W TDP, 117$
HD Graphics 630 mit 24 EU @ 350/1100 MHz, 2Ch. DDR4/2400
4C, 3.5/3.7 GHz, 65W TDP, 99$
Vega 8 mit 512 SE @ ≤1100 MHz, 2Ch. DDR4/2933
Ryzen 3 2200G ab 96€
ab 63€ Pentium G4600 2C +HT, 3.6 GHz, 51W TDP, 75$
HD Graphics 630 mit 24 EU @ 350/1100 MHz, 2Ch. DDR4/2400
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Hardware- und Nachrichten-Links des 10./11. Februar 2018

Bei TweakTown spekuliert man darüber, ob nVidia die Ampere-basierte GeForce 2000 Serie nicht eventuell vom Cryptomining blocken könnte – was ja auch Gamer-Sicht durchaus Sinn machen würde, gerade wenn mit der neuen Grafikkarten-Serie ein kräftiger Schwung an Mehrperformance kommen würde. Die von TweakTown hierzu vorgebrachte Begründung des Abverkaufs von GeForce 1000 Grafikkarten erscheint allerdings reichlich gewagt – denn nVidia kalkuliert dies natürlich vorausschauend und hat gemäß der Gerüchteküche den GP102-Chip bereits im letzten Herbst End-of-Life laufen lassen. Zudem dürfte ein solcher Cryptomining-Block technisch nicht so einfach zu realisieren sein: Man könnte dem Treiber eine Blacklist an bekannten Cryptomining-Tools mitgeben, aber so etwas läßt sich recht einfach umgehen. Eine regelrechte Erkennung der dauerhaften Berechnung von Cryptowährungen wäre das einzige, was wirklich funktioniert, sollte aber nicht ganz so einfach zu realisieren sein. Auch dies ist am Ende wohl knackbar – aber nVidia könnte damit einige Monate Zeitvorsprung vor den Cryptominern gewinnen. Ob man dies wirklich will, steht noch auf einem ganz anderen Blatt – bislang verdienen alle Hersteller gut am Cryptomining-Boom und so lange man diesbezüglich keine wirtschaftlichen Risiken eingeht (Stichwort Überproduktion), ist aus Hersteller-Sicht eigentlich alles in Butter.

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In welcher Fertigungstechnologie wird nVidias Ampere erwartet?

Wie kürzlich ausgeführt, ist zu nVidias nächster Grafikchip-Generation "Ampere" die große spannende Frage, welche Fertigungstechnologie nVidia hierfür einsetzen wird. Denn jene wird maßgeblich darüber bestimmen, mit welcher Mehrperformance Ampere gegenüber Pascal antreten kann, ob es ein verkappter Refresh oder eine echte neue Generation werden wird. Zur Wahl stehen dabei 16nm (wie bei Pascal), 12nm (wie bei Volta), 10nm oder das arg unwahrscheinliche 7nm – letzteres dürfte allerdings bis weit ins Jahr 2018 hinein noch überhaupt nicht für große Grafikchips verfügbar sein. Die Umfrage bezieht sich auf die Ampere-Hauptchips GA102 (Enthusiast), GA104 (HighEnd) und GA106 (Midrange), da nVidia bei den Kleinchips GA107 (Mainstream) und GA108 (LowCost) fertigungstechnisch durchaus eine andere Strategie fahren könnte. Was mit den einzelnen Fertigungsverfahren letztlich innerhalb der Ampere-Generation an Performance-Gewinnen machbar ist, würde wie gesagt kürzlich ausführlich besprochen.

Ampere in 16nm
4% (52 Stimmen)
Ampere in 12nm
55% (657 Stimmen)
Ampere in 10nm
35% (414 Stimmen)
Ampere in 7nm
5% (61 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1184
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Intel wird Spectre-2-Fixes noch bis hinunter zum 45nm-basierten Core 2 liefern

Seitens Heise berichtet man in zwei Meldungen über die Fortschritte bei der Bekämpfung der Meltdown & Spectre CPU-Sicherheitslücken. Mit der ersten Meldung weist man auf eine neue Intel-Dokumentation (PDF) hin, nach welcher Intel nun auch für weit zurückliegende Prozessoren bis hin zur Core-2-Architektur noch Spectre-2-betreffende Microcode-Updates plant und speziell für die Skylake-basierten Prozessoren sogar schon (erneut) freigegeben hat. Der Spectre-2-Schutz für die Core-2-basierten Prozessoren wird allerdings nur teilweise geboten werden: Die 65nm-basierten Core-2-Modelle bleiben außen vor (Prozessoren-Codenamen Conroe, Allendale, Merom & Kentsfield), es wird nur Microcode-Updates für die 45nm-basierten Core-2-Modelle geben (Prozessoren-Codenamen Penryn, Wolfdale und Yorkfield). Selbst dies ist allerdings ein erheblicher Fortschritt, sind schließlich in Office-PCs noch einige dieser Prozessoren (erfolgreich) im Einsatz. Dagegen muß man in der Tat ältere Intel-Architekturen nicht mehr wirklich bedenken, denn unterhalb des Core 2 steht dann schon der Pentium 4 – welcher sicherlich nur noch in Retro-Maschinen zum Einsatz kommt. Damit sieht das Bild zum Spectre 2 Fix-Status nunmehr durchaus freundlicher aus für Intel – und AMD darf sich durchaus aufgefordert fühlen, entsprechend nachzulegen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 8./9. Februar 2018

Die PC Games Hardware hat sich mit nVidia-Aussagen im Zuge der Bekanntgabe der letzten nVidia-Quartalszahlen zu den Themen Cryptomining-Boom, Grafikkarten-Lieferflaute und kommende nVidia-Generationen beschäftigt. Augenscheinlich hat auch nVidia eher denn mit einem abnehmenden Interesse am Cryptomining zum Jahresende 2017 hin gerechnet und demzufolge seine Chip-Bestellungen für das Jahr 2018 entsprechend gesetzt – welche sich nunmehr als zu niedrig erwiesen haben, genauso wie bei AMD. Sofern die Gerüchteküche Recht behält und nVidia tatsächlich bereits in diesem Frühling mit "Ampere" eine neue Grafikkarten-Generation vorstellt, kommt dann natürlich verschärfend der End-of-Life-Status zumindest des GP102-Chips hinzu – aber auch der GP104-Chip könnte dann absehbar denselben Status verpasst bekommen. Damit sind kurzfristige Korrekturen der Bestellmenge dann gar nicht mehr möglich, denn nVidia wird natürlich gerade bei zukünftiger "Altware" keinerlei Risiko mehr eingehen. Eine Bestätigung dessen, ob da was kommt oder nicht, gab es im übrigen nicht:

... if you could just kind of extrapolate as you look out into April and maybe July?
Zitat: Blayne Curtis von Barclays
Well, we don't -- we haven’t announced 2018 for April or July. And so the best way to think about that is, Pascal is the best gaming platform on the planet.
Zitat: Jen-Hsun Huang, nVidia-CEO
Quelle: Seeking Alpha
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Was kann nVidias Ampere-Generation mit der 12nm-, 10nm- oder 7nm-Fertigung von TSMC erreichen?

Die wichtigste Frage zur Einordnung der grundsätzlich erreichbaren Performance bei der kommenden Ampere-Generation von nVidia ist sicherlich diejenige nach dem Fertiungsverfahren der (voraussichtlich antretenden) Ampere-Grafikchips GA102 (Enthusiast), GA104 (HighEnd), GA106 (Midrange), GA107 (Mainstream) und GA108 (LowCost). Wir hatten in der letzten Meldung hierzu einfach einmal gewisse Performance-Zielsetzungen für die einzelnen Ampere-Grafikchips notiert – leider ohne explizit darauf hinzuweisen, das jene natürlich die Verwendung einer bestimmten Chipfertigung bedingen. Und je nachdem unter welcher Chipfertigung man Ampere derzeit einordnen, können da sehr weit abweichende Performance-Zielsetzungen und -Spielräume herauskommen – am Ende bestimmt die Wahl des Fertigungsverfahrens bei nVidias Hausfertiger TSMC ganz entscheidend darüber, was nVidia mit der Ampere-Generation letztlich erreichen kann.

TSMC 16nm vs. 12nm TSMC 16nm vs. 10nm TSMC 16nm vs. 7nm (TSMC 10nm vs. 7nm)
Chipfläche -20% > -50% -70% (> -37%)
Taktrate +10% +20% +30% (+10%)
Stromverbrauch -25% -40% -60% (-40%)
erreichbare Transistoren-Menge
(auf gleicher Chipfläche)
+25% +100% (+X) +233% (+60% +X)
erreichbare Performance
(bei gleicher Chipfläche & Stromverbrauch)
grob +20-30% grob +70-80% grob +180-200% (grob +60-70%)
Die Werte zu "Taktrate" und "Stromverbrauch" gelten immer als "entweder oder", niemals ist also beides gleichzeitig in dieser Höhe möglich. Allenfalls ist ein Mix aus höherer Taktrate und niedrigerem Stromverbrauch auf beiderseits niedrigeren Werten möglich.
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Hardware- und Nachrichten-Links des 6./7. Februar 2018

Zur Meldung über die ersten nVidia-Ampere-Grafikkarten wäre noch die Ergänzung zu vermelden, das die offizielle Ankündigung der Ampere-Generation bzw. des GA104-Chips auch auf der GTC vom 26. bis 29. März in San Jose stattfinden könnte – jene Messe passt auch perfekt in den genannte Zeitfenster und ist zudem nVidias Hausmesse (und wäre damit sogar wahrscheinlicher). Zu den Fragen, was sich hinter Ampere verbirgt, welcher Fertigungs-Node wahrscheinlich ist und was man insgesamt erwarten kann, liegt dagegen derzeit nach wie vor nichts griffiges vor, dies kann man weiterhin nur gerüchtweiser betrachten. Erwartbar ist nur der generelle Ablauf der Ampere-Generation – in welcher zuerst der HighEnd-Chip GA104 kommt, danach der Midrange-Chip GA106 und später dann der neue Enthusiasten-Chip GA102. Zu einem unbestimmten Zeitpunkt gibt es dann noch den Mainstream-Chip GA107 sowie den LowCost-Chip GA108 – bei diesen besteht eine gute Chance, das nVidia auf die Verfügbarkeit der 7nm-Fertigung im nächsten Jahr wartet, damit jene vergleichsweise günstig abzugebenden Grafikchips für nVidia auch mit der kleinstmöglichen Chipfläche (und damit der niedrigsten Kostenlage) hergestellt werden können. Als kleines PS noch diese nette Spielerei, gefunden bei Reddit: "If nVidia launches "Ampere", AMD should launch "Ohm". To lead the resistance."

Chip Marktsegment Terminlage Grafikkarten Performance-Ziel
GA104 HighEnd whrschl. April 2018 GeForce GTX 2070 & 2080 2070 ~ GeForce GTX 1080 Ti
GA106 Midrange mglw. Spätsommer/Herbst 2018 GeForce GTX 2060 2060 ~ GeForce GTX 1080
GA102 Enthusiast gesch. Ende 2018 bis Frühling 2019 GeForce GTX 2080 Ti 2080 Ti ~ GeForce GTX 1080 Ti +70-80%
GA107 Mainstream gesch. Frühling/Sommer 2019 GeForce GTX 2050 & 2050 Ti 2050 Ti ~ GeForce GTX 1060
GA108 LowCost gesch. Frühling/Sommer 2019 GeForce GT 2030 2030 ~ GeForce GTX 1050
Die Aussagen dieser Tabelle sind zumeist reine Annahmen.
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nVidia Ampere Gerüchteküche: GP102-Produktion bereits eingestellt, GA104 seit Februar in Produktion samt Launch am 12. April

In unserem Forum wird bereits intensiv über die kommende nVidia Grafikchip-Generation "Ampere" geredet – zu welcher leider derzeit nicht viel als der reine Name bekannt ist. Im Rahmen dieser Diskussion sind auch einige Insider-Infos abgefallen, welche aber natürlich trotzdem derzeit eindeutig der Gerüchteküche zuzuordnen sind. Da es derzeit jedoch gerade am Grafikkarten-Markt ansonsten kaum erfreuliche Nachrichten gibt, sind diese Gerüchte eher denn sogar ein positiver Lichtblick. Jener fängt allerdings erst einmal mit der schlechten Nachricht an, das der GP102-Chip der GeForce GTX 1080 Ti sowie Titan X/Xp bereits im letzten Herbst End-of-Life gegangen ist, sprich keine neue Bestellungen der Grafikkarten-Hersteller für diesen Grafikchip angenommen werden. Dies bedeutet natürlich keinen umgehenden Lieferstop, vielmehr werden erst noch die bislang aufgelaufenen Bestellungen abgearbeitet, was weitere GP102-Auslieferungen noch für einige Monate (ab letztem Herbst) bedeutet. Ob diese somit nun begrenzte Liefermenge allerdings in Zeiten des zweiten Cryptomining-Booms ausreichend, ist etwas zu bezweifeln – vermutlich dürften nVidia in absehbarer Zeit die GeForce GTX 1080 Ti Karten komplett ausgehen.

Der GP102 ging Ende Oktober / Anfang November EOL.
Quelle:  'Hübie' @ 3DCenter-Forum
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Hardware- und Nachrichten-Links des 5. Februar 2018

Bei ComputerBase und Gamers Nexus hat man sich die Grafikkarten-Performance im Standalone-Benchmark zu Final Fantasy XV angesehen, letztgenannte Webseite glänzt zudem mit weiteren Detailartikel rund um diesen Benchmark: Benchmark Variance Run-to-Run, GameWorks & Hidden Graphics Settings und CPU numThread, SMT, NV/AMD GameWorks Scaling werden nochmals extra betrachtet. Richtig warm geworden ist dabei keiner der Tester mit diesem Benchmark: Es stört sowohl die reine Punkte-Wertung (anstatt einer fps-Angabe), genauso auch entspricht die Spielwelt-Darstellung im Benchmark nicht der des realen Spiels, da dort (mehrheitlich) eine andere Kamera-Einstellung zum Einsatz kommen wird. Und als Haupt-Kritikpunkt steht die mangelhafte Flexibilität des Benchmarks an, bei welchem im "Standard"-Bildqualitätssetting alle GameWorks-Effekte von nVidia unänderbar ausgeknipst sind, während jene im "High"-Bildqualitätssettings dann auch wiederum unänderbar jedoch allesamt aktiv sind.

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