Intel-Grafik

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im ersten Quartal 2020

Von Jon Peddie Research kommen die neuesten Zahlen zum weltweiten Grafikkarten-Markt, im genauen dem Markt an (Desktop-basierten) Add-in-Boards. In jenem hat sich relativ gesehen wenig bewegt, denn AMD hat gegenüber dem Vorquartal -0,3 Prozentpunkte Marktanteil verloren, nVidia demzufolge +0,3 Prozentpunkte hinzugewonnen (allesamt Stückzahlen-basiert). Erfreulich für AMD ist eher der Punkt, dass man sich damit wenigstens oberhalb der 30%-Marke stabilisieren konnte, nachdem es zuletzt mal hoch und mal runter ging, die letzte Phase mit durchgehend über 30% Marktanteil zum Ende des letzten Cryptomining-Hypes stattfand und demzufolge kaum zu werten ist.

AiB-Grafikchips Q1/2019 Q2/2019 Q3/2019 Q4/2019 Q1/2020
AMD 22,7% 32,1% 27,1% 31,1% 30,8%
nVidia 77,3% 67,9% 72,9% 68,9% 69,2%
Quelle: Jon Peddie Research
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Microsoft stellt "DirectX 12 Ultimate" mit vier verpflichtenden "neuen" Grafik-Features vor

Microsoft hat mit "DirectX 12 Ultimate" eine neue, offizielle Ausbaustufe der DirectX 12 Grafik-API mittels eines Blog-Eintrags vorgestellt, welche ab dem kommenden Windows-Update 20H1 verfügbar wird. Für jene neue Ausbaustufe wählte man keine numerische Bezeichnung wie bisher mit den Feature-Levels – was immer leicht mißverständlich war und mittels der verschiedenen Tier-Levels auch ziemlich schwammig daherkommt. Inoffiziell kann man DirectX 12 Ultimate natürlich auch als "DirectX 12 Feature-Level 12_2" bezeichnen, treffender wäre aber eher die Abkürzung "DX12U". Unter dieser hat Microsoft dann schlicht vier bereits existierende optionale DirectX-12-Feature nunmehr verpflichtend gemacht: "DirectX RayTracing" (DXR) in der neuen Version 1.1, "Variable Rate Shading" (VSR), "Mesh Shaders" & "Sampler Feedback". Sinn und Zweck der Maßnahme ist natürlich die Abgrenzung neuerer Hardware gegenüber älterer Hardware – weswegen sich AMD & nVidia auch gleich bemühten zu betonen, welche ihrer Hardware nunmehr bereits DX12U unterstützt: Bei AMD wird dies die kommende RDNA2-basierte Generation um die Navi-2X-Grafikchips sein, während nVidia in dieser Angelegenheit vorn liegt, da bereits deren aktuelle RTX-Grafikkarten der GeForce-20-Serie für DX12U (und damit das entsprechende Logo) ausgelegt sind.

DirectX 12 FL 12_0 DirectX 12 FL 12_1 DirectX 12 Ultimate
AMD GCN2/GCN3, Polaris Vega, RDNA1 RDNA2
Intel - Skylake, Kaby Lake, Coffee Lake, Comet Lake ?
nVidia - Maxwell 2, Pascal, Turing (GF16) Turing (GF20), Ampere
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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im vierten Quartal 2019

Die Marktbeobachter von Jon Peddie Research haben die Grafik-Marktanteile für das abgelaufene vierte Quartal 2019 vorgelegt, welche im Markt der Desktop-Grafikkarten einen leichten Zugewinn von AMD auf nunmehr 31,1% Marktanteil und demzufolge einen leichten Verlust bei nVidia auf nunmehr 68,9% Marktanteil sehen. Dabei gingen die insgesamten Grafikkarten-Auslieferungen deutlich nach oben: +12,2% gegenüber dem Vorquartal sowie stolze +33,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum – was dann bedeutet, das wahrscheinlich beide Grafikchip-Entwickler jeweils mehr Grafikchips für Desktop-Grafikkarten ausgeliefert haben, AMD schlicht nur etwas mehr als nVidia hingewinnen konnte. Im vierten Quartal 2019 waren dann die Neuvorstellungen des Sommers 2019 von beiden Grafikchip-Entwicklern in allen Herstellervarianten vollständig am Markt vertreten und AMD konnte mit der Radeon RX 5700 Serie erstmals seit längerer Zeit im volumenträchtigen Midrange-Segment wieder wirklich mitspielen.

AiB-Grafikchips Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019 Q3/2019 Q4/2019
AMD 18,8% 22,7% 32,1% 27,1% 31,1%
nVidia 81,2% 77,3% 67,9% 72,9% 68,9%
Quelle: Jon Peddie Research
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Intel-Dokumente zeigen auf "Arctic Sound" Xe-Grafiklösungen mit bis zu 512 EU samt HBM2E- und PCIe4.0-Interfaces

Digital Trends zeigen einige Intel-Dokumente zur kommenden "Arctic Sound" Grafik-Generation, mit welcher Intel die Xe-Architektur nach dem "Testlauf" mit DG1 wohl nächstes Jahr so richtig starten will. Hieraus wird eine gewisse Einschätzung dessen möglich, was Intel mit Arctic Sound letztlich bringen könnte, teilweise werden sogar frühere Gerüchte untermauert – und dennoch bleiben natürlich noch viele Fragen offen. Unbestätigt und somit unsicher bleibt beispielsweise, ob die von Intel angesetzte Unterteilung von Arctic Sound in bis zu vier "Tiles" wirklich einer Unterteilung in einzelne Chiplets entspricht. Zwar geht Intel bei seiner HPC-Auskopplung "Ponte Vecchio" augenscheinlich diesen Weg, aber für normale Grafikkarten mit der Zielsetzung einer Grafik- und Videoausgabe ist die hiermit einhergehende Problematik der effektiven Zusammenarbeit von einzelnen Chiplets (außerhalb von reinen GPGPU-Aufgaben) immer noch nicht zufriedenstellend gelöst. In jedem Fall entsprechen die genannten drei Ausführungen von Arctic Sound mit 1, 2 oder 4 Tiles dann allerdings früheren Gerüchten über Intel-Grafiklösungen der zweiten Generation (DG2) mit 128, 256 und 512 EUs (Execution Units).

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Neuer Artikel: Das Hardware-Jahr 2020 in der Vorschau

Das Hardware-Jahr 2019 war über den Durchmarsch von Zen 2 schon einmal sehr interessant, das anbrechende Hardware-Jahr 2020 dürfte dem noch einmal kräftig einen oben drauf setzen – primär vorangetrieben durch die nunmehr breitere Verfügbarkeit der 7nm-Fertigung, auch in deren EUV-Ausführung "7nm+": Denn AMD und nVidia werden darauf aufbauend eine Vielzahl an spannenden Produkten herausbringen, zum Jahresende steht dann sogar eine neue Spielekonsolen-Generation an. Nur Intel hat weiterhin mit seiner 10nm-Fertigung zu kämpfen und kann daher nicht ganz so wie man sicherlich möchte, hat aber dennoch mit der Rückkehr in den Grafikkartenmarkt einen sehr beachtenswerten Punkt für sich. Die mit dem Jahr 2020 anstehenden (großen) Hardware-Entwicklungen der CPU/GPU-Entwickler AMD, Intel & nVidia sollen somit hiermit vorausschauend betrachtet werden ... zum Artikel.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im dritten Quartal 2019

Die neuesten Zahlen zu den Grafikchip-Marktanteilen seitens Jon Peddie Research sehen im Feld der Grafikchips für Desktop-Grafikkarten einen Trendumschwung gegenüber den letzten zwei Quartalen, wo AMD (ausgehend von einem absoluten Tiefpunkt im vierten Quartal 2018) zuletzt erheblich zugewinnen konnte. Heuer ist wieder nVidia am Drücker und konnte das im zweiten Quartal noch auf 32:68% lautenden Marktanteils-Verhältnis zwischen AMD & nVidia nunmehr mit 27:73% wieder deutlich freundlicher für nVidia gestalten. Der Markt an Grafikchips für Desktop-Grafikkarten legte dabei generell erheblich zu, mit Zuwachsraten von +42,2% gegenüber dem Vorquartal sowie +6,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Faktisch werden damit beide Grafikchip-Entwickler ihre Auslieferungen gesteigert haben, nVidia nur schlicht sehr viel deutlicher als AMD.

AiB-Grafikchips Q3/2018 Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019 Q3/2019
AMD 25,7% 18,8% 22,7% 32,1% 27,1%
nVidia 74,3% 81,2% 77,3% 67,9% 72,9%
Quelle: Jon Peddie Research
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Gerüchteküche: Intels "Rocket Lake" Desktop-Prozessoren mit 8 "Willow Cove" CPU-Kernen aus der Tiger-Lake-Architektur

Aus dem chinesischen PTT-Forum (dort inzwischen gelöscht) kommt eine derzeit weit verbreitete Aufstellung grundsätzlicher Spezifikationen zu Intels Ice, Comet, Tiger & Rocket Lake Prozessoren – welche insbesondere in Bezug auf die Aussagen zur 2021er Desktop-Generation "Rocket Lake" interessant ist. Ursprünglich wurde hierbei der Support von AVX2 notiert, was dem Stand der (regulären) Skylake-Architektur (außerhalb von Skylake-X/SP und dessen Derivaten) entspricht, welche Intel bis jetzt für alle Desktop-Prozessoren (einschließlich dem Anfang 2020 erwarteten "Comet Lake") benutzt. In einer nachfolgenden Diskussion im PTT-Forum (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) über die entsprechenden News-Meldungen in der westlichen IT-Hemisphäre fügte der ursprüngliche Leaker 'Sharkbay' allerdings an, das in dieser herumgereichten Spezifikations-Aufstellung ein entscheidener Fehler enthalten sei: Denn Rocket Lake würde tatsächlich schon über AVX-512 verfügen, so wie Skylake-X/SP und aber auch die neueren Intel-Architekturen Ice Lake wie Tiger Lake. Insofern wurde die ursprüngliche Spezifikations-Aufstellung nachfolgend eigenständig korrigiert:

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Intels Xe-Grafik teilt sich in drei Architekturen für alle Anwendungs-Bereiche auf

Intels Raja Koduri hat bei der Intel-Präsentation auf der HPC-Konferenz "SC19" Intels nächste HPC-Projekte angekündigt – darunter auch eine Xe-basierte Exascale-Grafiklösung, womit unvermeidlicherweise auch etwas zu dieser kommenden Intel-Grafik gesagt wurde. So wurde "Xe" nunmehr als Oberbegriff für alle zukünftigen Grafik-Aktivitäten von Intel (ab Intels Grafik-Generation 12) ausgegeben, dürfte somit auch für zukünftige Grafik-Generationen von Intel übernommen werden. Hieraus folgen dann drei Architekturen für verschiedene Anwendungszwecke: "Xe LP" für integrierte sowie Einsteiger-Lösungen, "Xe HP" für das Midrange- bis Enthusiasten-Segment sowie Datacenter/AI-Lösungen und letztlich "Xe HPC" für reine HPC-Lösungen im Exascale-Bereich. Intel betrachtet dies als jeweils getrennte Architekturen, technisch dürfte man wohl eher von Abwandlungen derselben Architektur sprechen können, da die Grundbausteine innerhalb derselben Generation sicherlich dieselben sein dürften.

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Umfrage-Auswertung: Wann dürften die aktuellen Grafikkartenspeicher-Mengen von 6-8 GB zu knapp werden?

Mittels einer Umfrage von Anfang März wurde nach diesem Zeitpunkt gefragt, wann der Grafikkartenspeicher der derzeit zumeist verkauften Grafikkarten-Modelle mit 6 & 8 GB Grafikkartenspeicher zu knapp werden dürften. Die derzeitige Einschätzung der 3DCenter-Leser zu dieser Frage verteilt sich genauso wie hierzu die Meinungslage üblicherweise breit auseinanderliegend ist: Zumindest die ersten drei Antwortoptionen erhielten jeweils sehr hohe Stimmanteile, allein die (am weitesten in der Zukunft liegende) Antwortoption "Jahr 2023" fiel demgegenüber bemerkbar ab. Die größten Stimmanteile konnte die Antwortoption "Jahr 2021" auf sich vereinigen, auch der Median der gesammten Umfrage liegt in diesem Bereich.

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Intel-iGPU "Gen11" mit Tile-based Rendering, extra Grafikchips "Xe" skalierbar von iGPU bis HPC

Neben der Cove-Familie an CPU-Kernen und der MultiChip-Technologie "Foveros" hat Intel auf seinem "2018 Architecture Day" doch noch einiges zu zukünftigen Grafiklösungen gesagt. Als wichtigstes hatte man hierzu eine Grafik-Roadmap parat, welche die kommenden Produkte "Gen11" (iGPUs für die Ice-Lake-Generation) sowie "Xe" für die ersten (dedizierten) Intel-Grafikchips nach langer Zeit zeigte. Interessanterweise deutet sich die Xe-Generation (bisher bekannt unter dem Codenamen "Artic Sound") damit als Weiterentwicklung der aktuellen Intel-Grafiklösungen an, nicht als vollständige Neuentwicklung (wie teilweise anzunehmen war). Andererseits muß dies natürlich überhaupt nichts sagen, denn über den Ausbau der Xe-Generation hin zu völlig neuen Performance-Ufern dürften sich ganz automatisch massive Änderungen ergeben, so daß das Xe-Design kaum noch dem früherer Intel-Grafikchips gleichen wird.

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