ARM-Prozessoren

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Die Spezifikationen zu DDR5-Speicher sind final

Das Speicherstandardisierungs-Gremium JEDEC hat die finale Spezifikation für DDR5-Speicher vorgelegt, womit auch ein Bekenntnis der Speicherchip-Hersteller Micron, Samsung und SK Hynix zur (nachfolgenden) Umsetzung in zukünftige Produkte einhergeht. Mittels DDR5-Speicher wird es erneut eine nominelle Bandbreiten-Verdopplung geben, die offizielle Spezifikation reicht von DDR5/3200 bis DDR5/6400 – wobei die Speicherchip-Hersteller schon wissen, dass man über den offiziellen Standard hinaus bis auf DDR5/8400 gehen wird. Realisiert wird die Bandbreiten-Verdopplung primär über einen verdoppelten Prefetch (von 8 auf 16), welcher im Rahmen von DDR5-Speicher nunmehr gern als "Burst Length" bezeichnet wird – was man eventuell mit dem entsprechend gleichzeitigen Auslesen von Daten übersetzen kann. Bei DDR3 wie DDR4 setzte sich der Preftech von 8 zum einen aus dem DDR-Übertragungsprotokoll sowie intern 4fach so breiten Interfaces zusammen, womit also gleichzeitig auf 4 Speicherbänken gelesen werden konnte (4faches Interface + DDR-Protokoll = Prefetch 8).

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Microsofts ARM-SoC SQ1 + Adreno 685 im Vergleich gegen Intels Core i7-4750HQ + Iris Pro 5200

Aus unserem Forum kommt ein umfangreicher Performance-Test zu Microsofts "Surface Pro X" Convertible-Notebook, welches mit Windows 10 on ARM läuft bzw. reine ARM-Hardware bei CPU und iGPU mitbringt. Alle Software, welche nicht nativ unter ARM64 lauffähig ist, wird deswegen unter einer 32-Bit-Emulation von x86 zu ARM32 ausgeführt, was natürlich immer mit einem gewissen Performance-Verlust verbunden ist. Zudem tritt das Surface Pro X auch nur mit einem 7-Watt-SoC an – was zwar mit das höchste ist, was bei Smartphone-SoCs möglich ist, für das PC-Umfeld jedoch vergleichsweise niedrig erscheint. Trotzdem ist die erbrachte Performance des ARM-Geräts zumindest in Teilen ansprechend, auch wenn zum Vergleich nur ein älteres Intel-Notebook der Haswell-Generation zur Verfügung stand. Jenes ist dann allerdings mit Core i7-4750HQ samt Iris Pro 5200 (inkl. eDRAM) auf 47 Watt TDP an der Spitze dessen, was seinerzeitig im Mobile-Segment möglich war.

Microsoft SQ1 + Adreno 685 Intel Core i7-4750HQ + Iris Pro 5200
CPU-Technik 4C/4T Cortex-A76 @ 3.0 GHz + 4C/4T Cortex-A55 @ 1.8 GHz, 7W TDP 4C/8T Haswell @ 2.0/3.2 GHz, 47W TDP
iGPU-Technik Adreno 685 (~2 TFlops) Iris Pro 5200 (Gen 7.5, 40 EU @ 200/1200 MHz, 0.77 TFlops), 128 MB eDRAM
Speicher 8 GB LPDDR4X/2133, 128 GB M.2-SSD 8 GB DDR3/1600, 256 GB SATA-SSD
Betriebssystem Windows 10 on ARM mit 32-Bit-Emulation für x86-Anwendungen Windows 10 64-Bit (x86)
CPU-Z: Singlethread 12,4 165,1
CPU-Z: Multithread 268,7 766,5
7-Zip 19.00 @ 32-Bit 32-Bit-Emulation:  14555 19708
7-Zip 19.00 @ 64-Bit ARM64:  21314 23311
Spiele-Benchmarks  (60 Games) 72,0% 100%
gemäß den Ausführungen von 'misterh' im 3DCenter-Forum
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Sicherheitslücken "Meltdown" & "Spectre" in Intel-, AMD- und ARM-Prozessoren benannt

Die kürzlich bereits angesprochene schwere Sicherheitslücke in Intel-CPUs hat sich mittlerweile zu einem mittelschweren Drama ausgeweitet, welche nunmehr mittels "Meltdown" einen eigenen Namen samt Webseite hat. Zudem sind es eigentlich nun sogar schon zwei schwere Sicherheitslücken (mit derselben Thematik) geworden (die andere bekam den Namen "Spectre") und inzwischen ist auch Hardware anderer Hersteller betroffen – nicht mehr also nur jene von Intel. Die Hersteller halten sich zwar zumeist noch mit größeren Erklärungen zurück, allerdings gibt es wenigstens erste Statements seitens Google, AMD, ARM, Intel & Microsoft bei Videocardz nachzulesen. Intern dürfte die Grundlage dieses Fehlers schon einige Monate bekannt gewesen sein (der Intel-CEO hatte bereits Ende November so viele Intel-Aktien verkauft, wie er verkaufen durfte), an die Öffentlichkeit wollte man allerdings wohl erst nach dem Windows-Patchday in der nächsten Januar-Woche gehen – was nunmehr weitgehend Makulatur ist. In beiden Fällen geht es grob um das Auslesen von Daten fremder CPU-Prozesse, wobei man mittels Meltdown sogar an Systemdaten herankommt und mit Spectre "nur" an die Daten anderer Anwendungen. Dies ist insbesondere in Server-Umgebungen und dort beim Einsatz von Virtualisierung tödlich, da virtuelle Maschinen je gerade dafür angelegt werden, damit jene nicht an die Daten des Host-Systems oder anderer VMs herankommen.

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ARM kündigt mit dem Cortex-A72 seine zweite 64-Bit-Generation an

Prozessorenentwickler ARM hat mit dem Cortex-A72 seinen zweiten 64-Bit-Prozessor der ARMv8-Architektur vorgestellt, welcher erhebliche Vorteile gegenüber der ersten 64-Bit-Generation in Form des Cortex-A57 bringen soll. Leider sind die von ARM zur Verfügung gestellten Angaben arg dürftig, im Endeffekt vermeldet man nur, was der Prozessor am Ende können soll – nicht aber, wie diese großen Sprünge erreicht worden sind. Zudem wird der seitens ARM primär gegenüber dem schnellsten 32-Bit-Chip Cortex-A15 verglichen, nicht direkt gegenüber der ersten 64-Bit-Generation in Form des Cortex-A57.

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Neuer Artikel: Das Hardware-Jahr 2015 in der Vorschau

Das Hardware-Jahr 2014 ist zu Ende – und läßt aufgrund seiner mageren Ausbeute eigentlich nur auf bessere Zeiten im Jahr 2015 hoffen. Vieles von dem, was im Jahr 2014 vorgestellt wurde, war eher halbgar oder nur Programmergänzung – zudem wurde einiges von dem, was für das Jahre 2014 geplant war, letztlich entscheidend zurückgestellt (Intels Broadwell & nVidia GM200). Die einzigen wirklich beachtbaren Fortschritt im Jahr 2014 waren demzufolge die Vorstellung von Intels Haswell-E Plattform im August sowie die von nVidias GM204-Chips in Form von GeForce GTX 970 & 980 im September – recht wenig auf ein ganzes Jahr bezogen.

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AMD bringt in 2015 ARM-basierte Prozessoren mit acht CPU-Kernen

WCCF Tech haben eine Roadmap zu AMDs Embedded-Prozessoren der Jahre 2012 bis 2016 ausgegraben – welche auch einige Hinweise auf die bei AMD in näherer Zukunft anstehenden APUs gibt, da die technische Grundlage der Embedded-Prozessoren und LowPower/Mainstream-APUs bei AMD gewöhnlich dieselbe ist. Die Roadmap stammt allerdings schon vom November 2013, damit sind einige der aktuellen Entwicklungen – die Mainstream-APU "Kaveri" sowie die LowPower-APUs "Mullins/Beema" in der Roadmap noch als "Zukunft" und teilweise auch mit falschen Namen ("Radeon HD 9000/10000 Serien") benannt.

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nVidias "Denver" ARM-Cores sind 7fach skalar & sollen sich mit Haswell anlegen können

nVidia hat kürzlich in einem Blogposting weitere Details zur Architektur seines Projekts "Denver" bekanntgegeben, welche erstmals in den bald zu erwartenden Tegra K1 64-Bit-Prozessoren verbaut werden wird (die Tegra K1 32-Bit-Prozessoren basieren hingegen auf gewöhnlichen Cortex-A15-Rechenkernen und sind mit "Denver" überhaupt nicht zu vergleichen). Nunmehr wird auch klar, wieso nVidia bei Tegra K1 64-Bit mit nur Zweikern-Modellen die gleiche Performance erreichen will wie beim (schon erhältlichen) Tegra K1 32-Bit mit Vierkern-Modellen: Tegra K1 64-Bit kommt gleich 7fach skalar daher, hat also pro Rechenkern gleich sieben Ausführungseinheiten.

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AMD kündigt ARM-basierte LowPower-Prozessoren in Konkurrenz zu den eigenen x86-Designs an

Chipentwickler AMD hat auf einer Pressekonferenz am Montag Abend eine neue Entwicklungsrichtung für seine LowPower-Prozessoren angekündigt – jene sollen in Zukunft auch mit ARM-Cores verfügbar werden. Die x86-Entwicklung (im LowPower-Bereich) wird deswegen nicht gestrichen, vielmehr werden ab der 20nm-Fertigung ARM- und x86-basierte LowPower-Prozessoren auf derselben Plattform und mit demselben Sockel bereitstehen, womit letztlich der Konsument entscheiden wird, welche Architektur sich durchsetzen wird.

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AMD bringt 2014 ARM- sowie Kaveri-basierte Server-Prozessoren

Chipentwickler AMD hat in seinem Blog eine neue Roadmap für die Server-Prozessoren der Jahre 2013 und 2014 veröffentlicht, welche auch erstmals konkrete Produkte auf Basis von ARM-Technologie einzeichnet. Gleichfalls halten diverse APU-Designs Einzug in den Server-Markt: Aktuell schon verfügbar sind die "Opteron X" Server-Prozessoren mit Jaguar-Rechenkernen samt GCN-Grafiklösung mit 128 Shader-Einheiten.

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AMD wird zukünftig ARM-basierte Prozessoren für den Microserver-Bereich entwickeln

Prozessoren- und Grafikchipentwickler AMD hat gestern Abend bekanntgegeben, im Prozessorenfeld zukünftig auch abseits der bekannten x86-Gefilde wirken zu wollen: Ab dem Jahr 2014 will man im Microserver-Bereich mit eigenen Prozessoren basierend auf der ARMv8-Architektur präsent sein. Ein Lizenzabkommen mit ARM besteht zwar schon seit dem Jahr 2011, wurde von AMD aber bislang nur in Richtung (zukünftiger) TrustedComputing-Module auf ARM-Basis genutzt – nun will AMD jedoch echte ARM-Prozessoren auflegen, welche wie gesagt im Microserver-Segment mitspielen sollen. AMD will hierbei insbesondere die hohe Energieeffizienz der ARM-Architektur ausnutzen, welche sich hervorragend für jenen Anwendungszweck eignet.

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