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Neuer Artikel: Mindfactory Grafikkarten Retail-Verkaufsreport Q1/2020

Nach dem ersten Versuch eines Grafikkarten-Verkaufsreports für das Retail-Segment zum Januar 2020 folgt nunmehr die "richtige" Ausgabe, welche die Grafikkarten-Verkäufe des gesamten ersten Quartals 2020 umfasst. Die Basis dieser Auswertung ergab sich wiederum aus jenen Daten, welche der deutsche Einzelhändler Mindfactory öffentlich zu seinen Grafikkarten-Verkäufen des Consumer-Segments bekanntgibt – was mit einem Quartals-Absatz von 48.000 AMD- und nVidia-Grafikkarten zu einem Verkaufswert von über 18 Millionen Euro nicht gerade wenig ist. Über die nunmehr bereits mehrfach erfolgte (interne) monatliche Auswertung ergibt sich inzwischen auch ein besseres "Gefühl" für diese Daten, deren übliche Schwankungsbreite und generelle Belastbarkeit. Basierend auf der vorhandenen (großen) Datenmenge lassen sich somit sicherlich relevante Aussagen zum Retail-Grafikkartenmarkt in Mitteleuropa treffen ... zum Artikel.

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Performance-Entwicklung und Performance/Preis-Verhältnisse von nVidias 250-Dollar-Grafikkarten 2010-2019

Aus unserem Forum kam noch letzten Herbst die Anregung, eine seinerzeitige Gegenüberstellung der GeForce GTX 1660 Super mit gleich schnellen älteren nVidia-Karten erneut aufzulegen – nunmehr aber Preis- und nicht Performance-basiert. Mit etwas Herumkramen in den Archiven war dieser Anregung nachzukommen – leider geht es nicht unterhalb der GeForce-200-Generation, weil sich dann die verfügbaren Informationen über die offiziellen Listenpreise immer mehr verflüchtigen. Die nachfolgende Aufstellung macht somit kenntlich, was nVidia im Preissegment von 200 bis 250 Dollar über die letzte Dekade so angeboten hat. Dabei gab es teils beachtbare Unterschiede zwischen Karten zu 199$ und 249$ Listenpreis – letztere haben oftmals deutlich höhere Stromverbrauchswerte, basieren dann gern (nicht immer) auf einem viel größeren Grafikchip bzw. nicht auf einem explizit für dieses Preissegment aufgelegten Chip. Besonders deutlich ist dies bei der GT200b-basierten GeForce GTX 275 zu sehen, welche nur zum Zweck des Preiskampfs mit ATIs Radeon HD 4890 veröffentlicht und dann auf die seinerzeit notwendige Preislage heruntergebracht wurde.

Architektur Release FHD-Perf. Realverbr. Liste Perf./Preis P/P per Jahr
GeForce GTX 275 Tesla 2  (55nm) 2. April 2009 ~140% 178W 249$ 100% -
GeForce GTX 460 1GB Fermi  (40nm) 12. Juli 2010 160% 113W 229$ 119%  (+19%) +15% per Jahr
GeForce GTX 560 Ti Fermi  (40nm) 25. Januar 2011 210% 149W 249$ 150%  (+26%) +48% per Jahr
GeForce GTX 660 Kepler  (28nm) 13. September 2012 250% 113W 229$ 186%  (+24%) +15% per Jahr
GeForce GTX 760 Kepler  (28nm) 25. Juni 2013 310% 155W 249$ 221%  (+19%) +24% per Jahr
GeForce GTX 960 Maxwell  (28nm) 22. Januar 2015 340% 109W 199$ 271%  (+22%) +14% per Jahr
GeForce GTX 1060 6GB Pascal  (16nm) 19. Juli 2016 590% 114W 249$ 421%  (+55%) +37% per Jahr
GeForce GTX 1660 Turing  (12nm) 14. März 2019 690% 113W 219$ 526%  (+25%) +9% per Jahr
GeForce GTX 1660 Super Turing  (12nm) 29. Oktober 2019 770% 126W 229$ 574%  (+9%) +15% per Jahr
Alle Rechnungen zum Performance/Preis-Verhältnis (P/P) erfolgten mit einer Gewichtung des Preis-Effekts auf 50% – sprich, Preis-Veränderungen gingen nur hälftig in diese Rechnung ein.
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Neuer Artikel: Mindfactory Grafikkarten-Verkaufsreport Januar 2020

Die monatlichen Prozessoren-Verkaufsreports seitens Redditor Ingebor erfreuen sich einiger Beliebtheit innerhalb der IT-Gemeinde, bekommt man hiermit doch ein Marktbild gemäß dem Kaufverhalten von PC-Selbstbauern und informierten Käufern zu sehen – während allgemeine Marktzahlen durch den übergroßen Anteil an OEM-Geschäften (stark) verzerrt werden. Jener Effekt ist im Grafikkarten-Geschäft nicht ganz so dramatisch, aber natürlich dennoch vorhanden – denn im Komplett-PCs wird üblicherweise eine andere Klasse an Grafikkarten verbaut, als im Retail-Segment über die Ladentheken gehen. Basierend auf derselben Datenquelle in Form der öffentlich einsehbaren Mindfactory-Verkaufszahlen soll hiermit nun selbiges für Consumer-Grafikkarten entstehen – ein Grafikkarten-Verkaufsreport für das Retail-Segment. Nachfolgend soll somit aufgeschlüsselt werden, wieviele Consumer-Grafikkarten über die Mindfactory im Monat Januar 2020 verkauft wurden, welcher Umsatz hiermit erzielt wurde – und wie sich dies auf die einzelnen Marktsegmente sowie die beiden Chip-Anbieter AMD & nVidia verteilt ... zum Artikel.

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nVidia soll mit "Ampere" einen Performance-Sprung von +70-75% (im HPC-Bereich) bringen

Weit beachtet wird derzeit eine Meldung seitens The Next Platform (via Videocardz), welche sich mit dem kommenden "Big Red 200" Supercomputer der Indiana University in Bloomington (USA) beschäftigt. Jener Supercomputer wird derzeit aufgebaut und beinhaltet in einem ersten Schritt 672 Dual-Socket Nodes mit AMD "Rome" Epyc 7742 Prozessoren, sprich es geht mit der netten Nummer von 86'016 CPU-Kernen los. In der zweiten Phase, welche im Sommer startet, kommen weitere AMD-Prozessoren sowie Grafik-Beschleuniger aus einer neuen nVidia-Generation hinzu. Zu jener wurden offiziell weder Roß noch Reiter genannt, aber es ist klar, das es sich hierbei um HPC-Lösungen basierend auf nVidias Ampere-Architektur handelt. Ursprünglich war jener "Red 200" Supercomputer noch auf Volta-Basis (mit Tesla V100 HPC-Beschleunigern) gedacht, nun aber wird eine etwas kleinere Anzahl an Ampere-Grafiklösungen eingesetzt, um allerdings dennoch die insgesamte Rechenleistung von 5,9 auf knapp 8 PetaFlops zu steigern. Die entscheidende Information hierzu steht nur im Nebensatz, ist aber um so spannender:

The newer silicon is expected to deliver 70 percent to 75 percent more performance than that of the current generation.
Quelle:  The Next Platform über die Grafik-Beschleuniger des "Red 200" Supercomputers, vom 30. Januar 2020

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Radeon RX 5600 XT Launchreviews: Die Testresultate zur FullHD-Performance im Überblick

Als Teaser zur kommenden Launchanalyse zur Radeon RX 5600 XT sollen hiermit schon einmal die kumulierten Testresultate der Launchreviews zu dieser Karte in die Runde geworfen werden. Selbige Launchreviews haben sich fast ausschließlich an die werksübertakteten Varianten zur Radeon RX 5600 XT gehalten, was gerade angesichts der jüngst hochgesetzten Taktratenreserven für Werksübertaktungen die Festsetzung einer Referenz-Performance um so schwieriger macht. Zudem liegt hier auch noch der inzwischen ziemlich seltene Fall vor, das eine gutklassige Werksübertaktung tatsächlich im zweistelligen Prozentbereich von einer Grafikkarte auf Referenztakt davonziehen kann. Gut zu sehen ist dies anhand der sehr breit getesteten "Sapphire Radeon RX 5600 XT Pulse", welche +17% mehr durchschnittlichen Boosttakt sowie +17% mehr Speichertakt bietet – und damit im Schnitt der FullHD-Benchmarks immerhin ca. +11% Mehrperformance generiert.

AMD-Referenz Sapphire Pulse
Silent-BIOS Performance-BIOS (default)
Chiptakt 1130/1375/1560 MHz 1235/1460/1620 MHz 1420/1615/1750 MHz
Speichertakt 3000 MHz QDR 3000 MHz QDR 3500 MHz QDR
TBP / ASIC Power-Limit 150W / 135W 150W / 135W ? / 160W
FullHD-Performance 100% 102,5% 111,3%
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nVidias Ampere-Generation soll +50% Mehrperformance und doppelte Energieeffizienz bieten

Viel beachtet wird derzeit eine Meldung der taiwanesischen Taipei Times, welche sich zwar eigentlich um die taiwanesischen Grafikkarten-Hersteller dreht, als deren Geschäfts-Vorantreiber im Jahr 2020 allerdings explizit nVidias Ampere-Generation notiert. Hierzu gibt man dann auch eine breit zitierte Performance-Aussage zu Ampere zum besten: Angeblich soll Ampere 50% mehr Performance und zudem die Hälfte des Stromverbrauchs mit sich bringen – erreicht durch die Verwendung der 7nm-Fertigung. Netzweit und in unserem Forum rätselt man nun darüber, wie diese Aussage zu verstehen ist: Denn wenn man beide Angaben zusammenzieht, ergäbe sich schließlich eine gegenüber Turing gesteigerte Energieeffizienz von gleich +200% – was dann wiederum eher unrealistisch klingt. Einzurechnen wäre hierbei allerdings, wer diese Nachricht transportiert und wer die Original-Aussage (mutmaßlich) von sich gegeben hat. Die Taipei Times sind eher ein Wirtschaftsmagazin, können also mit der Technik des ganzen wenig anfangen – und die Original-Aussage ist vermutlich eine Marketing-Aussage seitens nVidia, sprich muß ohne die entsprechend rosarote Brille gesehen werden.

Nvidia’s next-generation GPU based on the Ampere architecture is to adopt 7-nanometer technology, which would lead to a 50 percent increase in graphics performance while halving power consumption.
Quelle:  Taipei Times vom 2. Januar 2020

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Gerüchteküche: Leak legt Hardware-Spezifikationen von Playstation 5 & Xbox Series X offen

Golem berichten über einen kurzzeitig auf 'Github' zu sehenden Leak, welcher die (angeblichen) Hardware-Spezifikationen von Sonys Playstation 5 und Microsofts Xbox Series X (in der größeren Anaconda-Bauform) offenlegte. Gänzlich sicher hierüber sein kann man sich leider noch nicht, laut unserem Forum gibt es auch abweichende Ansichten sowie existieren zumindest die PS5-Daten erstaunlicherweise schon seit diesem Sommer – nun aber wurde alles innerhalb eines Tages gelöscht, inklusive sogar einiger Tweets hierzu. Letzteres deutet dann eher auf einen Treffer mit diesen Daten hin, auch wenn jene inhaltlich teilweise überraschen. Denn neben einer augenscheinlich ziemlich gleichen CPU-Lösung weichen die Grafik-Lösungen kräftig voneinander ab: Microsoft kommt bei der Xbox Series X mit dem erwarteten dicken Design auf 56 Shader-Clustern und (angeblich) 1675 MHz Grafik-Takt daher, was eine Rechenleistung von 12,0 TFlops ergibt – nahe der GeForce RTX 2080 Super (11,2 TFlops). Dazu gibt es eine durchaus passende Speicherbandbreite von 560 GB/sec auf Basis eines GDDR6-Interfaces, wobei sich Bit-Breite, Taktrate und Speichermenge nicht aus diesem Leak ergeben.

Playstation 5 Xbox Series X
Prozessor Zen 2, 8C/16T Zen 2, 8C/16T
Grafiklösung RDNA2, 36 Shader-Cluster @ 2 GHz RDNA2, 56 Shader-Cluster @ 1675 MHz
Interface 256 Bit GDDR6 @ 3500 MHz ? Bit GDDR6
Rohleistungen 9,2 TFlops @ 448 GB/sec 12,0 TFlops & 560 GB/sec
basierend auf einem Leak bei 'Github', gesichert seitens Golem
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Simpler Grund der 14nm-Probleme: Intel muß wegen des Wettbewerbs mit AMD nunmehr viel größere Chips anbieten

Der AMD-seitig bereits besprochene Conference Call von Charlie Demerjian mit der Investment-Firma "Susquehanna", welcher in umfangreicher Form auf Reddit niedergelegt wurde, ergeht natürlich vorwiegend zu Intel bzw. Intels aktuellen Problemen. Folgt man dabei den Ausführungen seitens Charlie Demerjian von SemiAccurate, dann wird Intel mehr oder weniger alle seine mittelfristigen Pläne nicht einhalten können, respektive sich die Intel-Roadmap grob um ein Jahr verschieben. Einzurechnen wäre hierbei allerdings, das Charlie durchaus dafür bekannt ist, mit Intel besonders hart ins Gericht zu gehen – sowie gleichzeitig auch der Punkt, das Intel erst kürzlich eine der primären Aussagen über eine Verschiebung der Server-Generation "Ice Lake SP" klar dementiert hat. Wieviel wirklich dran ist an diesen Weltuntergangs-News zu Intel, wird die Zeit zeigen – ganz so schlimm wie berichtet ist es schwer vorstellbar, dies wäre dann wirklich desaströs für Intel. Aber es gibt auch einen beachtenswerten Abschnitt, welcher völlig unabhängig von diesen Roadmap-Widrigkeiten auf den eigentlichen Grund der 14nm-Lieferschwierigkeiten bei Intel eingeht:

In H2 of 2018, the shortages were due to server performance hits over security vulnerabilities.
In December of 2018, they admitted that it was due to increasing die size, which dropped the number of chips that they can produce.
This is due to AMD.
Intel's sweet spot, with 60% of sales, used to be 80-90 mm^2.
AMD core increases drove that up to 125 mm^2, so they lost one third of their production capacity.
Intel's original plan was to have a four core max at 14 nm. That is now 6 to 8 cores, even 10.

Quelle:  Charlie Demerjian im Confernce Call mit Susquehanna, niedergeschrieben bei Reddit am 20. Dezember 2019

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Gerüchteküche: Die Performance von AMDs Zen 3 soll mit +17% IPC-Gewinn besser als erwartet ausfallen

Seitens Red Gaming Tech sowie Reddit kommen neue Gerüchte-Informationen zu AMDs nachfolgenden Prozessoren-Architektur "Zen 3" herein, welche bekannterweise ab dem dritten Quartal 2020 ansteht. Dabei gab es neben der Bestätigung derselben Infrastruktur (bezüglich Sockel & Mainboards) sowie des bereits einige Monate zurückliegenden Tape-Outs vor allem neue Performance-Angaben – die es dann in sich haben: Denn laut Red Gaming Tech soll die Integer-Performance immerhin um 10-12% höher herauskommen, die FPU-Performance hingegen sogar bis zu 50% höher liegen (augenscheinlich beiderseits Kern- und Takt-normiert gegenüber Zen 2). Während erstere Angabe eher einen Durchschnittswert darstellen dürfte, ist zweitere natürlich ziemlich klar ein Maximalwert – womit die durchschnittliche Steigerung der FPU-Performance keineswegs bei +50% liegen wird.

AMD Zen 3
– die Integer-Performance soll ca. 10-12% höher liegen
– die FPU-Performance soll bis zu 50% höher liegen
– der durchschnittliche IPC-Gewinn soll bei +17% herauskommen
– der Taktratengewinn der aktuellen Engineering Samples (für den Server-Bereich) liegt bei 100-200 MHz
– die Anzahl der CPU-Kerne von Ryzen 4000 soll gleich zu Ryzen 3000 sein

Quelle:  Red Gaming Tech vom 6. Dezember 2019

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AMDs Navi 14 kommt wohl mit 128-Bit-Interface, Navi 12 hingegen mit 256-Bit-Interface

Mit dem Navi-10-Chip der Radeon RX 5700 Serie hat AMD den Startschuß zur Navi-Generation gegeben, wie bekannt sollen nun weitere Navi-Grafikchips nachfolgen. Als halbwegs sicher gilt dabei schon, das "Navi 14" mit seinen 1536 Shader-Einheiten die Mainstream-Ausführung geben wird, höchstwahrscheinlich resultierend in einer "Radeon RX 5600 Serie". Viel mehr ist leider nicht bekannt, allenfalls ist die pure Existenz von "Navi 12" mittels Linux-Treibereinträgen belegt, während "Navi 21" und "Navi 23" derzeit nur gerüchtemäßig bekannt sind, in jedem Fall aber sowieso erst tief im Jahr 2020 zu erwarten wären. Für den Augenblick zählen somit nur Navi 14 und Navi 12 – wobei zu letzterem bislang noch die große Frage existiert, ob jener nun stärker oder schwächer als Navi 14 ausfallen soll – sprich eine LowCost-Lösung (schwächer als Navi 14) oder gar eine HighEnd-Lösung (stärker als Navi 14 und wohl auch als Navi 10). Mangels vorliegender technischer Daten konnte man hierzu bis dato nur mutmaßen – nun aber bringt eine Datamining-Untersuchung des Linux-Treibers für AMDs Grafiklösungen seitens Foren-User 'Berniyh' im 3DCenter-Forum (Postings No.1 & No.2) etwas Licht ins Dunkel.

619       case CHIP_NAVI12:
620       info->num_sdp_interfaces = 16;

622       CHIP_NAVI14:
623       info->num_sdp_interfaces = 8;

3984     if (AMDGPU_IS_NAVI10(pInfo->familyId, pInfo->eRevId))
3994     pInfo->gfx9.numSdpInterfaces = 16;

Quellen:  Einträge in AMDs Linux-Treibern No.1 & No.2, gefunden von 'Berniyh' im 3DCenter-Forum am 26. September 2019

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