AMD-Prozessoren

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AMD wird zukünftig (auch) die neue 12nm-Fertigung von GlobalFoundries nutzen

Halbleiterfertiger GlobalFoundries hat auf der GTC 2017 seinen neue 12nm-Fertigung offiziell vorgestellt. Hierbei handelt es sich um denselben Zwischenschritt gegenüber der regulären 14nm-Fertigung, wie es jenen auch schon bei TSMC (12nm) und Samsung (11nm) gibt. Sehr ähnlich zu diesen, verspricht GlobalFoundries für die eigene 12nm-Fertigung Verbesserungen von +15% bei der Packdichte sowie +10% bei den Taktraten (was üblicherweise alternativ eine entsprechende Ersparnis beim Stromverbrauch bedeutet). So gesehen handelt es sich hierbei also um eine gut optimierte 14nm-Fertigung mit durchaus eigenem Wert, aber natürlich keineswegs dem, was man unter einem "Vollnode" versteht – welcher im Idealfall eine +100% bessere Packdichte samt um die +35% höheren Taktraten bzw. alternativ -50% geringerem Stromverbrauch mit sich bringt. Dies wäre im Normalfall kein größeres Aufsehen wert – wenn GlobalFoundries zu ihrer Ankündigungsshow nicht Mark Papermaster von AMD eingeladen hätten, welcher laut IT-Analyst Patrick Moorhead den "AMD-Support" der neuen Fertigungstechnologie zugesichert hat.

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Die (ungewöhnliche) Entstehungsgeschichte von AMDs Ryzen Threadripper

Das Wirtschaftsmagazin Forbes (via PC Games Hardware) berichtet im Gespräch mit mehreren AMD-Mitarbeitern über die hochinteressante Entstehungsgeschichte von AMDs Ryzen Threadripper. Jene neue HEDT-CPU, mittels welcher sich AMD einiges an allgemeinem Wohlgefallen sichern konnte, stand ursprünglich überhaupt nicht auf AMDs Roadmap, jene enthielt nur Ryzen 3/5/7, natürlich die "Raven Ridge" APU und dann den Server-Prozessor "Epyc". Threadripper hingegen war lange Zeit ein inoffizielles Projekt einer kleinen Gruppe von 20-30 AMD-Mitarbeitern, welche diese Portfolio-Lücke gesehen und dann auf eigene Faust hin die Grundlagen-Entwicklung von Threadripper angetrieben haben. Zugegebermaßen waren die Bedingungen hierfür extrem günstig, denn das komplette Ryzen/Epyc-Schema des nur einen Prozessoren-Dies ("Zeppelin") samt skalierbarer Peripherie-Anbindung eignet sich natürlich perfekt dafür, um alle möglichen Ryzen-Abkömmlinge ohne größeren Hardware-Aufwand zu entwickeln. Jene inoffizielle Grundlagen-Arbeit lief dabei schon ab dem Jahr 2014 – aber erst im Mai/Juni 2016 offenbarte man sich den eigenen Bossen und holte von jenen "grünes Licht" zur weiteren, nachfolgend offiziellen Entwicklung ein.

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu AMDs Ryzen Threadripper?

Mit einer Umfrage von Mitte August wurde nach dem Ersteindruck von AMDs Ryzen Threadripper HEDT-Prozessoren gefragt. Jene wurden – durchaus Ryzen-typisch – geradezu überschwänglich gut bewertet: 80,8% positiver Ersteindruck bei nur 13,9% durchschnittlichem sowie nur 5,3% negativem Ersteindruck sind ein erstklassiges Resultat, welches nur durch Ryzen 5 (83,9% zu 9,4% zu 6,7%) knapp überboten wird, selbst Ryzen 7 (74,6% zu 17,5% zu 7,9%) liegt noch leicht unterhalb dieses Ergebnisses. Dabei hat insbesondere Ryzen 5 den enormen Vorteil der viel verträglicheren Preislagen – während Ryzen Threadripper eine typische HEDT-Plattform mit den dementsprechend hohen Preispunkten für Prozessoren und Mainboards darstellt, ein derart hohes Ergebnis unter HEDT-Bedingungen also ausgesprochen ungewöhnlich erscheint. Typisch für HEDT-Produkte ist aber natürlich, das trotz eventuell positivem Eindruck eine reale Kaufneigung meistens von nur sehr einer kleinen Minderheit bejaht wird – sprich, ein potentielles Kaufinteresse unterhalb 10% für HEDT eher normal ist. Auch in diesem Punkt glänzt Ryzen Threadripper: Satte 21,6% potentielles Kaufinteresse sind im HEDT-Bereich eine unerhört gute Wertung – manche "normale" Consumer-Generation kam nicht auf einen solchen Wert (Skylake bei 16,6%, Kaby Lake bei nur 6,2% potentielles Kaufinteresse).

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AMD liefert den HEDT-Achtkerner Ryzen Threadripper 1900X aus

Mit dem letzten Tag des Monats August hat AMD nun auch noch den Ryzen Threadripper 1900X in den Handel (nicht aber zu den Hardwaretestern) gebracht. Hinter jenem Prozessor verbirgt sich ein Achtkern-Modell – wie es selbige eigentlich auch schon im normalen Ryzen-Portfolio gibt – nur eben eingeschoben in AMDs HEDT-Plattform im Sockel TR4 für Mainboards mit X399-Chipsatz. Der primäre Vorteil liegt also in der Mitbenutzung dieser klar höherwertigen Plattform mit QuadChannel-Speicherinterface, wesentlich mehr PCI-Express-Lanes und deutlich höherem TDP-Limit, weniger denn im Unterschied der Prozessoren selber. Selbiger ist zudem kaum bemerkbar: Der Ryzen Threadripper 1900X kommt mit Taktraten von 3.8/4.0 GHz sowie einem XFR-Maximum von 4.2 GHz daher, der Ryzen 7 1800X dagegen mit Taktraten von 3.6/4.0 GHz sowie einem XFR-Maximum von 4.1 GHz. Die Größe des Level2- und Level3-Caches ist jeweils identisch, die TDP wie gesagt mit 180W zu 95W sehr deutlich abweichend, der Listenpreis mit 549 Dollar für den 1900X allerdings kaum höher als die 499 Dollar des 1800X.

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PCI Express 4.0 wird noch 2017 finalisiert, aber kaum vor Ende 2018 nutzbar werden

Tom's Hardware (via Videocardz) bringen erneut das Thema PCI Express 4.0 & 5.0 und dessen Terminlage auf – und versprechen per Überschrift die Markteinführung von PCI Express 4.0 noch im Jahr 2017. Laut der aktuellen PCI-SIG Roadmap wird dieses Jahr allerdings erst einmal nur die entgültige Finalisierung von PCI Express 4.0 sehen, während PCI Express 5.0 dann sogar schon im Jahr 2019 folgen soll. Vor allem wichtig ist hierbei der Punkt, das jene Zeitangaben keinesfalls auf eine Markteinführung hinzeigen – sondern allein auf die offizielle Verabschiedung der finalen Spezifikation, schließlich ist das PCI-SIG ein Standardisierungs-Gremium und kein Hardware-Hersteller. Natürlich liegen den Mitgliedern dieser Industrievereinigung alle Vorversionen der Spezifikation vor und ein Hardware-Hersteller könnte, sofern gewollt, bereits parallel seine eigene Entwicklung an entsprechenden PCI-Express-Controllern der jeweils neuesten Version vorantreiben und jene im Idealfall bereits mit der Präsentation der finalen Spezifikation spruchreif haben.

PCI-SIG PCI Express Roadmap (August 2017)
PCI-SIG PCI Express Roadmap (August 2017)
PCI-SIG PCI Express 1.x bis 5.0 Bandbreiten
PCI-SIG PCI Express 1.x bis 5.0 Bandbreiten
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Neuer Artikel: Launch-Analyse AMD Ryzen Threadripper

Nachdem AMD mit Ryzen 7, Ryzen 5 und Ryzen 3 seine neue Zen-Prozessorenarchitektur Schritt für Schritt ausgebreitet hat, erfolgt nunmehr mit dem Launch von "Ryzen Threadripper" der Angriff auf die absolute Performancekrone im HEDT-Segment. Jenes steht üblicherweise für hochpreisige Prozessoren und Plattformen nahe an der Grenze zur Sinnhaftigkeit – wie dies Intel jahrelang mit 1000-Dollar-CPUs bereits vorexerziert hat. Logischerweise ist Threadripper damit kein Produkt für jeden PC-Käufer – aber sicherlich für jeden ein hochinteressanter Wettstreit an der Grenze dessen, was die Technik derzeit hergibt. Wie weit AMD gegenüber Intels Core X kommt und was die vielen Launchreviews hierzu an Performance-Daten erzeugt haben, werden wir nachfolgend zusammentragen, auswerten und und letztlich bewerten .... zum Artikel.

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nVidia beglückwünscht AMD bezüglich Threadripper, AMD dankt artig zurück

Eine schöne Aktion zwischen nVidia und AMD ist am Threadripper-Launchtag auf Twitter passiert: nVidia hat AMD bezüglich Threadripper regelrecht beglückwünscht (natürlich nicht ohne Verweis auf eigene Hardware, aber geschenkt), worauf sich AMD artig in Form zweier GIFs/Videos bedankt hat – einmal vom Ryzen-Account und einmal vom AMD-Deutschland-Account. Angesichts des ansonsten breit gepflegten Hunde/Katzen-Verhältnisses zwischen den Hardware-Entwicklern sind dies mal schöne Gesten des Respekts für erbrachte Leistungen untereinander – etwas, was man gern öfters einmal sehen würde, gerade wenn ein Produkt wie "Threadripper" derart gut ankommt und auch eine derartige Bedeutung für den Wettbewerb (bzw. dessen Wiederbelebung) hat.

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Threadripper Launchreviews: Die Testresultate zur Anwendungs-Performance im Überblick

Als Teaser auf die noch kommende Launch-Analyse zu AMDs Ryzen Threadripper sei hiermit schon einmal die Auswertung zu den durch die heutigen Launchreviews aufgestellten Anwendungs-Benchmarks veröffentlicht. Hierbei wurde auf immerhin ~1170 Einzel-Messungen von 21 verschiedenen Webseiten zurückgegriffen – dies sollte dann ein halbwegs belastbares Performance-Bild zu den hierbei getesteten Prozessoren ergeben, selbst wenn es wiederum einige Lücken (mittels Interpolation und Rückgriff auf frühere Werte) zu füllen galt. Positiverweise gab es diesesmal wenigstens eine gute Handvoll an Benchmarks zu den beim Core-X-Launch selten mitgemessenen Core-X-Modellen 7800X & 7820X, so daß sich deren Performance nunmehr auch noch genauer beschreiben läßt. Das Hauptaugenmerk gilt heute aber natürlich ganz klar dem Abschneiden von Threadripper 1920X & 1950X gegenüber Intels Core i9-7900X:

Anwendungen 7700K 7800X 1800X 7820X 1920X 7900X 1950X
Technik Kaby Lake, 4C +HT, 4.2/4.5 GHz Skylake-X, 6C +HT, 3.5/4.0 GHz Zen, 8C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR Skylake-X, 8C +HT, 3.6/4.3 GHz +TB3.0 Zen, 12C +SMT, 3.5/4.0 GHz +XFR Skylake-X, 10C +HT, 3.3/4.3 GHz +TB3.0 Zen, 16C +SMT, 3.4/4.0 GHz +XFR
Anwendungs-Performance 80,4% 93,6% 100% 116,3% 128,2% 134,3% 146,3%
Listenpreis 339$ 383$ 499$ 589$ 799$ 989$ 999$
fehlende Werte anhand vorhandener Werte interpoliert; Durchschnittsbildung gewichtet zugunsten jener Artikel mit höherer Benchmark-Anzahl
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Launch von Ryzen Threadripper: Erste Testberichte gehen online

Mittels der Ryzen Threadripper Prozessoren bzw. den heute vorgestellten Modellen 1920X und 1950X bringt AMD seit langer Zeit mal wieder echte Enthusiasten-Prozessoren an den Start – sowohl bezüglich der Preislage, als auch der gebotenen Technik und der damit erzielbaren Performance (unter passenden Anwendungen). Alle Prognosen und Vorab-Benchmarks deuten auf einen mehr als würdigen Kontrahenten zu Intels Core X hin – mit zudem der großen Chancen, selbige sogar zu schlagen und von Intel die Performance-Führerschaft im Desktop-Segment zu übernehmen. Ob dies gelingt, versuchen derzeit die (vielzähligen) Launchreviews zu AMDs Ryzen Threadripper herauszufinden. Die Diskussion zum Launch in unserem Forum läuft derweil an und eine den Launch abschließende Launch-Analyse wird zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle erscheinen und den Launch abschließen.

Kerne Takt XFR unl. L2 L3 Speicher PCIe TDP Listenpr. Launch
Ryzen Threadripper 1950X 16C + SMT 3.4/4.0 GHz 4.2 GHz 8 MB 32 MB 4Ch. DDR4/2666 60 180W 999$ 10. August
Ryzen Threadripper 1950 16C + SMT ? ? 8 MB 32 MB 4Ch. DDR4/2666 60 140W ? ?
Ryzen Threadripper 1920X 12C + SMT 3.5/4.0 GHz 4.2 GHz 6 MB 32 MB 4Ch. DDR4/2666 60 180W 799$ 10. August
Ryzen Threadripper 1920 12C + SMT 3.2/3.8 GHz ? 6 MB 32 MB 4Ch. DDR4/2666 60 140W ? ?
Ryzen Threadripper 1900X 8C + SMT 3.8/4.0 GHz 4.2 GHz 4 MB 16 MB 4Ch. DDR4/2666 60 180W 549$ 31. August
Ryzen Threadripper 1900 8C + SMT ? ? 4 MB ? 4Ch. DDR4/2666 60 140W ? ?
Alle Threadripper-Prozessoren kommen im Sockel TR4 daher und sind damit nur auf Mainboards mit AMDs X399-Chipsatz einsetzbar.
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Neuer Artikel: Launch-Analyse AMD Ryzen 3

Mit dem 27. Juli hat AMD sein Ryzen-Portfolio in Form der "Ryzen 3" CPU-Modelle nach unten hin abgerundet. Die hierbei in den Markt gebrachten Modelle "Ryzen 3 1200" und "Ryzen 3 1300X" stellen die bislang größte vorhandene Abspeckung des Zeppelin-Dies dar, da von den ursprünglich 8 CPU-Kernen samt SMT bei beiden Ryzen-3-Modellen nur noch 4 CPU-Kerne aktiv sind, SMT hingegen deaktiviert fehlt. Dafür sinken natürlich auch die Listenpreise entsprechend – beide neue Ryzen-Prozessoren kommen somit im Preisbereich von Intels Core i3 an, was jene für typische Office- und HomeOffice-PCs qualifiziert. Was Ryzen 3 1200 und 1300X auf dieser Ausgangslage erreichen können bzw. welche Anwendungs- und Spiele-Performance die (zahlreich erschienen) Launchreviews ermittelt haben, wollen wir nachfolgend (nachträglich) dokumentieren und natürlich mittels der bekannten Benchmark-Auswertungen entsprechend verdichten ... zum Artikel.

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