Intel-Prozessoren

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Intel-iGPU "Gen11" mit Tile-based Rendering, extra Grafikchips "Xe" skalierbar von iGPU bis HPC

Neben der Cove-Familie an CPU-Kernen und der MultiChip-Technologie "Foveros" hat Intel auf seinem "2018 Architecture Day" doch noch einiges zu zukünftigen Grafiklösungen gesagt. Als wichtigstes hatte man hierzu eine Grafik-Roadmap parat, welche die kommenden Produkte "Gen11" (iGPUs für die Ice-Lake-Generation) sowie "Xe" für die ersten (dedizierten) Intel-Grafikchips nach langer Zeit zeigte. Interessanterweise deutet sich die Xe-Generation (bisher bekannt unter dem Codenamen "Artic Sound") damit als Weiterentwicklung der aktuellen Intel-Grafiklösungen an, nicht als vollständige Neuentwicklung (wie teilweise anzunehmen war). Andererseits muß dies natürlich überhaupt nichts sagen, denn über den Ausbau der Xe-Generation hin zu völlig neuen Performance-Ufern dürften sich ganz automatisch massive Änderungen ergeben, so daß das Xe-Design kaum noch dem früherer Intel-Grafikchips gleichen wird.

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Intel zeigt Details zu den "Sunny Cove" CPU-Kernen für seine 2019er "Ice Lake" Prozessoren

Auf seinem "2018 Architecture Day" hat Intel mit einigen Neuerungen überrascht, welche bislang auf keiner Intel-Roadmap zu finden waren. So bekommen die reinen CPU-Kerne bei Intel nunmehr Eigennamen, um selbige besser von anderen Komponenten (welche auch bei Intel zukünftig extra Chips sein können) zu trennen. Neu benannt wurden somit die zukünftigen CPU-Kerne "Sunny Cove" (2019/20), "Willow Cove" (2020) und "Golden Clove" (2021) für den Bereich der Core-Prozessoren, hinzu kommen die CPU-Kerne "Tremont" (2019/20) und "Gracemont" (2021) für den Atom-Bereich. Aufgrund der genannten technischen Daten läßt sich "Sunny Core" ziemlich klar der "Ice Lake" Prozessoren-Generation zuordnen – jener Generations-Name dürfte wahrscheinlich auch weiterhin Verwendung finden, wie stark Intel dies gegenüber den neuen Kern-Namen gewichtet, bleibt noch abzuwarten. Welche Prozessoren-Generation sich hinter "Willow Cove" und "Golden Clove" verbirgt, bleibt dagegen ungewiß bzw. ergibt zwei (derzeit) denkbare Auflösungen: Entweder ist "Willow Cove" nur ein Refresh zu "Sunny Cove", womit "Golden Cove" dann auf die "Tiger Lake" Prozessoren-Generation hinauslaufen sollte. Oder aber "Willow Cove" ist selber schon "Tiger Lake" und "Golden Cove" würde somit der nachfolgenden NextGen-Architektur von Intel entsprechen.

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Umfrage-Auswertung: Auf welcher Architektur basiert der im Spiele-System eingesetzte Prozessor (2018)?

Mittels einer Umfrage von Mitte Oktober wurde mal wieder nach der im Spiele-System eingesetzten Prozessoren-Architektur gefragt – gleichlautend zu ähnlichen Umfragen von anno 2017, anno 2016 und anno 2014. Die neue Umfrage sah gegenüber der letztjährigen Ausführung zuerst einmal einen (weiteren) beachtbaren Rückgang aller nicht mehr modernen PC-Prozessoren vor Intels Sandy Bridge: Belegten jene letztes Jahr noch 16,4% der Teilnehmerstimmen, waren es dieses Jahr nur noch 13,4%. Die zweite bemerkenswerte Entwicklung ist die weitere starke Zunahme von Zen/Zen+ basierten Spiele-Systemen: Von 19,3% letztes Jahr auf nunmehr immerhin 26,8% ist ein starkes Ergebnis – immerhin gab es dieses Jahr nur eine Refresh-Generation seitens AMD, welche üblicherweise nicht so stark goutiert wird.

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Gerüchteküche: Intel bringt nächstes Jahr "Comet Lake" mit 10 CPU-Kernen für das Consumer-Segment

Aus dem taiwanesischen Forum PTT.cc kommend frisst sich derzeit das Gerücht über eine neue Intel Prozessoren-Generation durchs Internet, welche augenscheinlich zwischen Coffee Lake und dem eigentlich für das Jahresende 2019 geplanten Ice Lake eingeschoben werden soll: Mittels "Comet Lake" (CML) soll dann im Consumer-Segment (sprich noch außerhalb der extra HEDT-Modelle) ein Zehnkern-Prozessor angeboten werden – interessanterweise weiterhin in der 14nm-Fertigung. Ausgangspunkt für dieses Gerücht sind die Postings von Foren-User 'chrisdar' – was laut der PC Games Hardware allerdings eine solide Quelle mit bekannten (und passenden) Leaks in der Vergangenheit darstellt. Jener Foren-User scheint seine Informationen von einem Meeting bei einem von Taiwans vielen Mainboard- und Zubehörherstellern herzuhaben, in welchem jene Comet-Lake-Generation derart genannt wurde:

I heard that CML-S 10C.
Comet Lake-S 14nm 10C only mentioned at the meeting.
But the supply current needs 250A to 10C.
CFL-S 8C has to be 19XA. XX Lake 10C pulls a 250A, but it doesn't matter.

Quelle:  User 'chrisdar' im PTT.cc-Forum am 8. November 2018 (maschinelle Übersetzung ins Englische)

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu Intels Coffee Lake Refresh?

Mittels einer Umfrage von Anfang November wurde der Ersteindruck zu Intels Coffee Lake Refresh aka der Core i-9000 Serie eingeholt. Das Ergebnis fällt weitgehend desaströs aus für Intel: Nur 8,4% positiver Ersteindruck bei satten 56,5% negativer Ersteindruck wurden näherungsweise sonst nur von Rohrkrepierern wie AMDs Bulldozer-Architektur sowie Intels üblicherweise schlecht bewerteten HEDT-Generationen "erzielt". Selbst letztere wurden aber üblicherweise noch besser bewertet als der Coffee Lake Refresh: So kam letztes Jahr Skylake-X immerhin noch auf ein Ergebnis von 12,3% positiven Ersteindruck. Wenn nicht die nochmals etwas schlechteren Werte von Bulldozer wären (seinerzeit nur 6,8% positiver Ersteindruck), hätte sich der Coffee Lake Refresh sogar noch den Titel der schlechstbewerteten CPU-Generation seit einer Dekade "sichern" können – so reicht es immerhin noch für den zweiten Platz in dieser wenig ruhmvollen Wertung.

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Launch von Intels Core X Refresh: Erste Testberichte gehen online

Mit deutlich weniger Aufwand & Aufsehen als seinerzeit bei den ersten Core X Prozessoren hat Intel nunmehr deren Refresh in den Markt entlassen. Der Core-X-Refresh an HEDT-Prozessoren basiert auf dem Skylake-X-Refresh, welcher ohne jedes neues Stück Silizium daherkommt. Hardware-Änderungen gab es allein bezüglich der Rückkehr der Verlötung sowie den gebotenen Taktraten, welche zwischen 200-400 MHz höher als beim Original liegen. Hinzu kommt, das es wegen der neuen Situation bei Intels Consumer-Prozessoren keinerlei HEDT-Modelle unterhalb von 8 CPU-Kernen mehr gibt, damit entfällt auch ein Nachfolger für die sowieso nie wirklich gut aufgenommenen Kaby-Lake-X-Prozessoren. Leider unterstützt Intel diesen Hardware-Launch nur arg unterdurchschnittlich – fast so, als wolle man gar nicht mehr über seine HEDT-Prozessoren sprechen. So gibt es derzeit nur eine Handvoll englischsprachiger Hardwaretests, welche sich zudem ausschließlich auf den 18-Kerner Core i9-9980XE beziehen.

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Die Prozessoren-Marktanteile im dritten Quartal 2018

Im Vorfeld des heutigen "Next Horizon" Events (Live-Blog ab 18 Uhr deutscher Zeit bei AnandTech, Liste der Livestreams) hat AMD neue Zahlen zu den Marktanteilen im Prozessoren-Markt veröffentlicht. Jene stammen von den Marktforschern von Mercury Research und sind normalerweise nicht frei verfügbar, daher ist es schön, mal wieder entsprechende Zahlen zu haben. Selbige beziehen sich auf die Marktanteile unter x86-Prozessoren und beinhalten offiziell nur den AMD-Marktanteil – aber da VIA selbst vor einer Dekade, als man noch neue Prozessoren bot, schon nur noch bei 0,3% Marktanteil notiert wurde, dürfte die Differenz zum AMD-Marktanteil (im x86-Feld) wohl inzwischen gänzlich zugunsten von Intel gehen. Dies trifft dann auch auf die vor Monatsfrist schon notierten Marktanteils-Daten zu, wo seinerzeit noch nicht klar war, ob sich jene auf x86 oder auch andere CPU-Architekturen beziehen – da die beiden vorliegenden Datensätze gleichlautend sind, handelt es sich auch bei diesen früheren Daten dann also rein um x86-Prozessoren.

x86 Desktop Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018
AMD 10,9% 12,0% 12,2% 12,2% 13,0%
Intel 89,1% 88,0% 87,8% 87,8% 87,0%
x86 Desktop-Prozessoren, Quelle: Mercury Research
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Neuer Artikel: Launch-Analyse Intel Coffee Lake Refresh

Mittels dem Launch der drei Prozessoren Core i5-9600K, Core i7-9700K und Core i9-9900K hat Intel am 19. Oktober 2018 den Startschuß für seine 9. Core-Generation gegeben. Jene Core i-9000 Serie läuft Intel-intern als "Coffee Lake Refresh" (CFL-R) und deuten damit schon an, was hierbei Sache ist: Einmal mehr bringt Intel einen Refresh der bestehenden CPU-Architektur, welche sich seit "Skylake" aus dem Jahr 2015 bis jetzt nicht verändert hat. Dies hängt natürlich mit den Intel-Problemen mit der 10nm-Fertigung zusammen, welche alle früheren Planungen nach hinten verschoben und Intel somit zu diesen faktisch dazwischengeschobenen Refresh-Generationen gezwungen haben. Da Intel nunmehr seit einigen CPU-Generationen (und im Gegensatz zu früher) weder eine neue Chipfertigung noch Verbesserungen an der CPU-Architektur aufbieten kann, ist man schon beim originalen "Coffee Lake" den Weg gegangen, einfach mehr CPU-Kerne zu bieten – und beim Coffee Lake Refresh setzt man diese Strategie mit erstmals einem Achtkerner im normalen Consumersegment nahtlos fort. Die nachfolgenden Launch-Analyse soll wie üblich aufzeigen, welches Performance-Bild die Launchreviews zum Coffee Lake Refresh ermittelt haben, um nachfolgend eine solide Preis/Leistungs-Bewertung zu ermöglichen ... zum Artikel.

Coffee Lake (CFL) Coffee Lake Refresh (CFL-R)
Core i9-9900K 127,7% Anw.-Perf. & 108,3% Spiele-Perf., 488$, ab 622€
100% Anw.-Perf. & 100% Spiele-Perf., 359$, ab 399€ Core i7-8700K Core i7-9700K 108,0% Anw.-Perf. & 105,8% Spiele-Perf., 374$, ab 475€
78,1% Anw.-Perf. & 94,8% Spiele-Perf., 257$, ab 259€ Core i5-8600K Core i5-9600K 82,6% Anw.-Perf. & 97,2% Spiele-Perf., 262$, ab 299€
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Intel irritiert mit "schöngefärbten" Benchmarks zum Core i9-9900K

Vermeidbares Ungemach hat sich Intel mit der Entscheidung an Land gezogen, vorab ein Testinstitut mit "unabhängigen" Benchmarks zu den neuen Intel-Prozessoren zu beauftragen. Bislang hatte man Presse & Hardwaretester üblicherweise nur ein paar ausgewählte Haus-eigene Benchmarks an die Hand gegeben, welche als beispielhafte Performance-Demonstration gedacht und auch derart verstanden wurden. Nun aber kommt im Fall des Coffee-Lake-Refreshs von Principled Technologies (PDF) ein komplettes Benchmark-Set mit Spiele-Benchmarks zu mehreren aktuellen AMD- und Intel-Prozessoren und einem ansehnlichen Testfeld von immerhin 19 Spieletiteln. Was auf den ersten Blick nach einer höheren Qualität dieser "Hersteller-eigenen" Benchmarks aussieht, entpuppte sich bei genauerer Betrachtung jedoch als ziemliches Eigentor, da hierbei doch einige handwerkliche Fehler begangen wurden – welche "zufällig" allesamt zugunsten von Intel bzw. speziell des Core i9-9900K gehen:

    Fehler & Schwächen der Core i-9990K Benchmarks von Principled Technologies:

  1. Ryzen 7 2700X lief nur im "Game Mode" und damit als 4C/8T-Prozessor.
  2. Ryzen 7 2700X wurde mit Stock-Kühler (Wraith Prism) getestet, alle anderen CPUs dagegen mit einem Noctua NH-U14S.
  3. AMD-CPUs liefen mit JEDEC-normierten Speicherlatenzen, Intel-CPUs dagegen mit per XMP-Profil vorgegebenen (optimierten) Speicherlatenzen.
  4. Deaktivierung von "Enhanced Turbo" beim Core i9-9900K wurde nicht erwähnt, während bei allen anderen CPUs die Deaktivierung von "Multicore Enhancement" explizit angegeben wurde → potentiell lief der Core i9-9900K damit dauerhaft auf 5.0 GHz Takt.
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Intel kündigt die Core i-9000 X-Serie an HEDT-Prozessoren auf Basis des Skylake-X-Refreshs für den November an

Prozessorenentwickler Intel hat auf seinem montäglichem Live-Event (Replay verfügbar) neben den Consumer-Prozessoren des Coffee-Lake-Refreshs auch neue HEDT-Prozessoren innerhalb der Core i-9000 Prozessoren-Linie für eine Auslieferung zu einem noch genauer zu bestimmenden Termin im November angekündigt. Hierbei handelt es sich allerdings um keinerlei Neuentwicklung, sondern mittels des Skylake-X-Refreshs um ein glattes Rebranding der Core-X-Prozessoren – aus den vorhandenen Chips werden neue Produkte gezogen, ergo gibt es bestenfalls mehr Takt und andere Preislagen (der hierzu auch genannte Name "Basin Falls Refresh" stellt hingegen nur den Plattform-Namen dar). Der eigentliche Skylake-X-Nachfolger in Form von "Cascade Lake" verzögert sich gemäß Intel-Roadmaps auf das nächste Jahr, selbst wenn Cascade Lake eigentlich nur minimale Änderungen mit sich bringt (aber eben doch ein neues Stück Silizium darstellt). Leider haben sich die letzten Gerüchte nicht bestätigt und gibt es auch beim Core-X-Refresh weiterhin maximal 18 CPU-Kerne – im eigentlichen streicht Intel zwischen Original und Refresh nur die inzwischen unsinnig gewordenen Prozessoren-Modelle unterhalb von acht CPU-Kernen.

Core i-7000 X-Serie Core i-9000 X-Serie
18C/36T, 2.6/4.2 GHz, 1999$ Core i9-7980XE Core i9-9980XE 18C/36T, 3.0/4.4 GHz, 1979$
16C/32T, 2.8/4.2 GHz, 1699$ Core i9-7960X Core i9-9960X 16C/32T, 3.1/4.4 GHz, 1684$
14C/28T, 3.1/4.3 GHz, 1399$ Core i9-7940X Core i9-9940X 14C/28T, 3.3/4.4 GHz, 1387$
12C/24T, 2.9/4.0 GHz, 16.5 MB L3, 1189$ Core i9-7920X Core i9-9920X 12C/24T, 3.5/4.4 GHz, 19.25 MB L3, 1189$
10C/20T, 3.3/4.3 GHz, 13.75 MB L3, 989$ Core i9-7900X Core i9-9900X 10C/20T, 3.5/4.4 GHz, 19.25 MB L3, 989$
Core i9-9820X 10C/20T, 3.3/4.1 GHz, 16.5 MB L3, 898$
8C/16T, 3.6/4.3 GHz, 11 MB L3, 589$ Core i7-7820X Core i7-9800X 8C/16T, 3.8/4.4 GHz, 16.5 MB L3, 589$
Im Gegensatz zur Core i-7000 X-Serie tritt die Core i-9000 X-Serie verlötet an.
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