Von den Twitterern Raichu und Meng kommen Ausführungen über die Hardware-Gestaltung von "Nova Lake-AX", der möglicherweise erscheinenden Big-APU von Intel. Letzteres ist laut dem ersteren Twitter noch nicht in trockenen Tüchern – sprich, Intel denkt wohl über eine solche Variante nach, hat aber noch keine entsprechende Entscheidung gefällt. Einheitlich berichten beide Quellen über 28 CPU-Kerne, welche sich aus 8 Performance-, 16 Effizienz- und 4 LowPower-Kernen zusammensetzen. Dies ist auch vergleichsweise einfach zu erreichen, denn für den Maximal-Ausbau von "Nova Lake" mit 52 CPU-Kernen wird Intel schlicht zwei dieser Compute-Tiles ansetzen (2x 8P+16E zzgl. der 4 LPE im I/O-Tile). Für Nova Lake-AX kommt dann nur eines dieser Compute-Tiles mit grob der Hälfte der Kern-Anzahl zum Einsatz, was allerdings für den Anwendungs-Zweck als Big-APU sicherlich ausreichend sein dürfte.
I don't think it will launch.
For the plan spec, it is an 8P16E CPU and a 384EU Xe3P iGPU, 256b LPDDR5X 9600/10667.
Quelle: Raichu @ X am 17. Juli 2025
And 4LPE core.
Quelle: Raichu @ X am 17. Juli 2025
Ein interessantes Gerücht wird von Twitterer SiliconFly aus dem chinesischen Zhihu-Forum transportiert: Danach soll die auf "Razer Lake" nachfolgende Intel-Generation auf den Codenamen "Titan Lake" hören – und mittels jener Generation Intel dann wieder einheitliche CPU-Kerne anbieten. Dies trifft noch nicht auf "Razer Lake" zu, bei dieser Generation soll es letztmalig bei Intel die bekannte Aufteilung in Performance- und Effizienz-Kerne geben. Terminlich wird das ganze derzeit 2028 eingeordnet, wobei dies Intel-typisch als "Jahresende 2028" verstanden werden sollte. Auf den Termin sollte man derzeit aber sowieso noch nichts geben, da bei solchen größeren Zeitabständen manchmal eine Zwischengeneration noch nicht bekannt ist bzw. solcherart mittelfristige Pläne zumeist nur unzureichend (außerhalb von Intel) bekannt sind.
| Year | Gen | P Core | E Core | |
|---|---|---|---|---|
| 2024 | Arrow Lake | Lion Cove | Skymont | |
| 2025 | Panther Lake | Cougar Cove | Darkmont | minor |
| 2026 | Nova Lake | Coyote Cove | Arctic Wolf | major update |
| 2027 | Razer Lake | Griffin Cove | Golden Eagle | minor |
| 2028 | Titan Lake | Unified Core | major update | |
| 1:1-Wiedergabe der Angaben von SiliconFly @ X | ||||
Korrektur: Die gezeigte Intel-Folie behandelt höchstwahrscheinlich nicht "Nova Lake", sondern "Panther Lake" – die ganze Meldung erübrigt sich damit. Siehe hierzu das Update vom 6. Juli 2025.
Von Game.Keeps.Loading @ X kommt der Leak des Ausschnitts einer augenscheinlichen Intel-Folie, welche die Performance der kommenden Intel-Architektur "Nova Lake" beschreiben soll. Die Folie selber erscheint als im typischen Intel-Stil gestaltet, allerdings ist der Ausschnitt natürlich auch wieder so klein, dass man dies locker & leicht auch fälschen könnte – Gewißheiten können sich hieraus also leider noch nicht ergeben. Ist die Folie echt, dann verspricht Intel hiermit einen Singlethread-Performancegewinn von größer als +10% sowie einen MultiThread-Performancegewinn von +60%, dies höchstwahrscheinlich auf den Nova-Lake-Vorgänger "Arrow Lake" bezogen. All dies ist natürlich ein wenig Auslegungssache, da nicht die komplette Folie vorliegt und man demzufolge in einigen Punkten & Relationen einfach nur gut raten muß. Allerdings passt der 60%ige Multithread-Performancegewinn sehr wohl zur viel höheren Kern-Anzahl von "Nova Lake", wo Intel in der Spitze bis zu 52 CPU-Kerne liefern will (leicht mehr als das Doppelte gegenüber Arrow Lake).
Zu Intels kommender Prozessoren-Generation "Nova Lake" gab es kürzlich einige Leaks auf X/Twitter, welche zum Teil frühere Gerüchte bestätigen, zum größeren Teil jedoch auch neue Informationen liefern. Den Anfang machte Chi11eddog, welcher die kompletten Kern-Konfigurationen der Desktop-Modelle von Nova Lake liefert. Bestätigt wird hiermit auch die Maximal-Konfiguration von 16 Performance-, 32 Effizienz- und 4 LowPower-Kernen, welche erstmals von YouTuber 'Moore's Law Is Dead' im Oktober 2023 genannt wurde. Augenscheinlich sind die LowPower-Kerne zukünftig auch bei den Desktop-Prozessoren von Intel präsent und auch aktiv, bislang gibt es jene nur bei einigen Mobile-Prozessoren. Dass jene LowPower-Kerne bis hinunter zum Core Ultra 3 in derselben Anzahl (4) geliefert werden, läßt darauf schließen, dass selbige auf einem extra Tile liegen, welches für alle Desktop-Prozessoren gleichermaßen eingesetzt wird (vermutlich das I/O-Die mit Chipsatz, Speicherinterface und eben 4 LPE-Kernen).
New Intel Desktop CPUs coming..🧐🧐🧐
150W for Core Ultra 9/7. Core Ultra 5 125W.
■ Core Ultra 9 – 16 P-Cores + 32 E-Cores + 4 LP-E Cores. 150W
■ Core Ultra 7 – 14 P-Cores + 24 E-Cores + 4 LP-E Cores. 150W
■ Core Ultra 5 – 8 P-Cores + 16 E-Cores + 4 LP-E Cores. 125W
■ Core Ultra 5 – 8 P-Cores + 12 E-Cores + 4 LP-E Cores. 125W
■ Core Ultra 5 – 6 P-Cores + 8 E-Cores + 4 LP-E Cores. 125W
■ Core Ultra 3 – 4 P-Cores + 8 E-Cores + 4 LP-E Cores. 65W
■ Core Ultra 3 – 4 P-Cores + 4 E-Cores + 4 LP-E Cores. 65W
Quelle: Chi11eddog @ X am 16. Juni 2025
Der ehemalige Intel-Mitarbeiter Ryan Shrout liefert auf X/Twitter die Daten zu den Marktanteilen für x86-Prozessoren im abgelaufenen Quartal, welche von Mercury Research erstellt und seitens AMD üblicherweise der Presse durchgestochen werden. Demzufolge wird immer auch nur der AMD-Marktanteil genannt, aber aufgrund der Bedeutungslosigkeit anderer x86-Anbieter bzw. der faktischen Unmmöglichkeit, genaue Marktdaten zu den x86-Nachbauten aus China zu bekommen, kann man generell von der Differenz zu 100% auf den entsprechenden Intel-Marktanteil schließen. Das erste Quartal 2025 sah bei den Stückzahlen-Marktanteilen wieder einmal nur kleine Verschiebungen gegenüber dem Vorquartal, im Fall der Mobile-Prozessoren sogar leicht negativ für AMD – womöglich eine Folge des Jahresanfangsstarts von Arrow Lake Mobile, was üblicherweise für einen Anschub der Aktivitäten bei den Notebook-Herstellern und nachträglich im Markt sorgt. Gestiegen sind hingegen AMDs Marktanteile bei Desktop-Prozessoren (leicht) sowie bei Server-Prozessoren (beachtbar), wie gesagt verglichen mit dem direkten Vorquartal.
| ABSATZ (Stück) | Q1/2024 | Q2/2024 | Q3/2024 | Q4/2024 | Q1/2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| x86 Desktop | 23,9% vs 76,1% | 23,0% vs 77,0% | 28,7% vs 71,3% | 27,1% vs 72,9% | 28,0% vs 72,0% |
| x86 Mobile | 19,3% vs 80,7% | 20,3% vs 79,7% | 22,3% vs 77,7% | 23,7% vs 76,3% | 22,5% vs 77,5% |
| x86 Client | 20,6% vs 79,4% | 21,1% vs 78,9% | 23,9% vs 76,1% | 24,6% vs 75,4% | 24,1% vs 75,9% |
| x86 Server | 23,6% vs 76,4% | 24,1% vs 75,9% | 24,2% vs 75,8% | 25,1% vs 74,9% | 27,2% vs 72,8% |
| x86 Overall (exkl.) | 20,8% vs 79,2% | 21,1% vs 79,2% | 24,0% vs 76,0% | 24,7% vs 75,3% | 24,4% vs 75,6% |
| x86 Overall (inkl.) | 26,1% vs 73,9% | 24,6% vs 75,4% | 25,0% vs 75,0% | ? | 27,1% vs 72,9% |
| Stückzahlen-Marktanteile! AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau Quelle aller Zahlen: Mercury Research (±0,1PP) | |||||
Die zwei großen Prozessoren-Architekturen des letzten Jahres hatten es zu ihrem Start wirklich nicht einfach: Sowohl AMDs Zen 5 als auch Intels Arrow Lake wurden zu ihren Launches eher mißmutig empfangen, basierend auf einem mageren (AMD) bis nicht vorhandenem (Intel) Performance-Gewinn gegenüber den jeweiligen Vorgängern. In beiden Fällen versprachen die Hersteller schnelle Abhilfe mittels BIOS-Updates und Windows-Patches, was zumindest AMD bei Ryzen 9000 laut dessen Performance-Neubewertung vom letzten November auch durchaus vernünftig gelungen ist. Bei Intel hat der Fall etwas länger gedauert, zudem musste auf einen passenden Launch einer anderen CPU gewartet werden, weil ansonsten (leider) nicht die benötigte Benchmark-Menge für eine Neubetrachtung zusammenkommt. Dies ist nunmehr mit dem Launch des Ryzen 9 9950X3D passiert, womit nachfolgend ermittelt werden soll, wie sich die Performance von "Arrow Lake" im Laufe des halben Jahres seit dem Arrow-Lake-Launch entwickelt hat ... zum Artikel.
Die PC Games Hardware hat einen Re-Test von "Arrow Lake" aufgelegt, nachdem Intel endlich die finalen Updates hierzu geliefert hatte. In selbigem Nachtest kommen die Core Ultra 200 Prozessoren überraschend gut heraus, bezogen natürlich primär auf die Spiele-Performance (da sich bei den Anwendungs-Benchmarks bis auf ein paar Schwankungen nichts änderte). Bei der Spiele-Performance erreichte der Core Ultra 9 285K unter diesen Benchmarks nun jedoch das Performance-Ergebnis des Core i9-14900K, und überrundete damit den letztes Jahr zum Arrow-Lake-Launch noch vorn liegenden Ryzen 7 9950X. Selbst der Ryzen 7 7800X3D wird nunmehr knapp durch Intels Spitzen-Modell geschlagen, wobei der Ryzen 7 9800X3D (logischerweise) weiterhin klar in Front liegt.
| PCGH | Anwend.: alt vs neu | Spiele: alt vs neu |
|---|---|---|
| Ryzen 7 9800X3D | 69% vs 65% | 125% vs 134% |
| Core Ultra 9 285K | 86% vs 92% | 97% vs 112% |
| Core i9-14900K | 86% vs 84% | 108% vs 111% |
| Core Ultra 7 265K | 78% vs 80% | 94% vs 109% |
| Ryzen 9 7950X3D | 86% vs 86% | 110% vs 107% |
| Ryzen 9 9950X | 100% | 100% |
| Ryzen 9 9900X | 86% vs 83% | 96% vs 93% |
| Wertequellen: PCGH 285K Launch-Review, PCGH 9800X3D Launch-Review & PCGH 285K Re-Test | ||
Die Jahresstart-Umfrage zu der für das Jahr 2025 am meisten erwarteten Hardware sah mit nVidias GeForce RTX 50 Serie sowie AMDs Radeon RX 9000 Serie zwei überaus klare Favoriten – welche zudem mit Prozentanteilen von 38,6% (nVidia) zu 32,8% (AMD) gar nicht einmal so weit auseinander liegen. Da könnte man durchaus das Gedankenspiel anstellen, ob sich diese Prozentverteilung von Anfang/Mitte Januar nicht vielleicht inzwischen schon wieder leicht verschoben hat. Zwar hat AMD bislang bei seinen neuen Grafikkarten noch gar nichts vorzeigbares, dafür aber nVidia hat sich seine ganz eigenen Problem geschaffen mittels unterdurchschnittlichen Performance-Gewinnen gepaart mit neuen Stecker/Kabel-Problemen, schwacher Verfügbarkeit und in Folge dessen hochgaloppierenden Straßenpreisen.
Tom's Hardware berichten über die seitens Mercury Research erhobenen Zahlen zu den weltweiten Marktanteilen von x86-Prozessoren für das Jahresschluß-Quartal 2024. In diesem Zeitraum robbte sich AMD weiterhin artig nach vorn, ohne deswegen mit den Marktanteils-Zugewinnen über die Stränge zu schlagen: Gegenüber dem Vorquartal gibt es Veränderungen im Rahmen von 0,7-1,6 Prozentpunkten, wobei ausgerechnet der Desktop-Marktanteil von AMD um –1,6 Prozentpunkte zurückging (die anderen Sparten allerdings zugunsten von AMD zulegten). Interessant und bezeichnend, dass AMD mit nur +1,4 Prozentpunkte Zugewinn im Mobile-Segment die Insgesamt-Rechnung dieser beiden Client-Sparten mit +0,7 Prozentpunkte Zugewinn noch positiv gestalten konnte. Dies zeigt (erneut) auf wesentlich mehr verkaufte Mobile- als Deskop-Prozessoren hin, zuletzt lag jenes Verhältnis bei ca. 30:70%.
| Absatz | Q4/2023 | Q1/2024 | Q2/2024 | Q3/2024 | Q4/2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| x86 Desktop | 19,8% vs 80,2% | 23,9% vs 76,1% | 23,0% vs 77,0% | 28,7% vs 71,3% | 27,1% vs 72,9% |
| x86 Mobile | 20,3% vs 79,7% | 19,3% vs 80,7% | 20,3% vs 79,7% | 22,3% vs 77,7% | 23,7% vs 76,3% |
| x86 Client | 20,2% vs 79,8% | 20,6% vs 79,4% | 21,1% vs 78,9% | 23,9% vs 76,1% | 24,6% vs 75,4% |
| x86 Server | 23,1% vs 76,9% | 23,6% vs 76,4% | 24,1% vs 75,9% | 24,2% vs 75,8% | 25,1% vs 74,9% |
| x86 Overall (exkl.) | 20,4% vs 79,6% | 20,8% vs 79,2% | 21,1% vs 79,2% | 24,0% vs 76,0% | 24,7% vs 75,3% |
| x86 Overall (inkl.) | 28,6% vs 71,4% | 26,1% vs 73,9% | 24,6% vs 75,4% | 25,0% vs 75,0% | ? |
| Stückzahlen-Marktanteile! AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau Quelle aller Zahlen: Mercury Research (±0,1PP) | |||||
Die CES-Präsentation von Intel (bebildertes Liveblog bei TechPowerUp) brachte primär die Vorstellung der weiteren Modelle der Core (Ultra) 200 Serien für Desktop & Mobile mit sich. Intel hat sich hierbei allerdings wenig mit konkreten Daten verausgabt, sondern diese Vorstellungen fast nur angeschnitten – so dass insbesondere die Detail-Daten zu den neuen Prozessoren eher aus Intels (manchmal aber auch unzuverlässigen) Datenbanken stammen. Wirklich spannend war Intels CES-Präsentation generell nicht, logischerweise wurde auch verstärkt auf dem Thema "AI" herumgeritten und dabei immer noch die Mär durch die Menge getrieben, dies würde sich irgendwie im Consumer-Markt verkaufen. Einziger damit wirklich berichtenswerter Punkt ist ein öffentliches Bekenntnis zu weiteren Anstrengungen zugunsten von diskreten Grafikkarten seitens Intel:
We are very committed to the discrete graphics market, and we will continue to make strategic investments in this direction.
Quelle: Intels Co-CEO Michelle Johnston Holthaus zur CES-Keynote von Intel am 6. Januar 2025