Intel-Prozessoren

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Intel bringt mittels "Lakefield" den "big.LITTLE"-Ansatz in den PC-Bereich

Intel hat auf der CES 2019 genauso wie andere Hersteller auch (AMD ist heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit mit seiner CES-Keynote dran) einen Ausblick auf zukünftige Produkte gegeben. Angesprochen wurde hierbei als erstes die "Ice Lake" Prozessoren-Generation, welche wie bekannt auf den "Sunny Cove" CPU-Kernen basieren wird, allerdings noch nicht auf die "Foveros" MultiChip-Technologie aufsetzt. Sehr viel mehr als das war zu Ice Lake dann nicht zu erfahren, Intel bestätigte nur nochmals, das dieses Jahr nun endlich die Massenfertigung dieser 10nm-Prozessoren anlaufen wird und es erste kaufbare Produkte zur Holiday-Season geben soll. Damit ist allerdings das Thanksgiving- & Weihnachtsgeschäft und somit das Jahresende 2019 gemeint – womit jederzeit die Chance offensteht, das sich das ganze noch verschiebt oder aber nur in Form einzelner Produkte erscheint (beispielsweise für den Mobile-Bereich). Ob Intel seine (erneute) Terminprognose für Ice Lake dann endlich einhalten kann, wird sich somit auch erst später im Verlauf des Jahres 2019 ergeben.

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Intel stellt weitere Prozessoren-Modelle der Core i-9000 Serie (Coffee Lake Refresh) vor

Prozessorenbauer Intel hat mit der CES 2019 weitere Modelle innerhalb der Core i-9000 Prozessoren-Serie offiziell vorgestellt. Allerdings fiel diese zweite Welle des Coffee Lake Refreshs deutlich kleiner aus als erwartet, fehlen noch eine ganze Reihe an weiteren Prozessoren-Modellen, welche teilweise im weiteren Verlauf des Frühjahrs kommen dürften und teilweise inzwischen ganz in der Schwebe sind. Wahrscheinlich entspricht dies allerdings nicht den ursprünglichen Absichten Intels, aber aufgrund der bekannten 14nm-Lieferschwäche in den letzten Monaten muß Intel einfach vorsichtig sein mit seinen Neuvorstellungen, welche dann schließlich nur weiter den Bedarf anfeuern bzw. Intels Fertigungskapazitäten aufs neue herausfordern. Insofern dürfte der Release der vier Grafik-losen Modelle Core i3-9350KF, Core i5-9600KF, Core i7-9700KF und Core i9-9900KF eine absolut gezielte Maßnahmen sein, denn hiermit kann man Prozessoren-Dies mit einem Fehler im Grafikteil doch noch absetzen, welche ansonsten womöglich auf der Halde gelandet wären. Somit wird letztlich die Fertigungsausbeute erhöht, ohne deswegen wirklich mehr gefertigt zu haben – und zugunsten der Gewinnrechnung Intels geht das ganze natürlich auch noch.

Core i-6000 Core i-7000 Core i-8000 Core i-9000
Generation Skylake (SKL) Kaby Lake (KBL) Coffee Lake (CFL) Coffee Lake Refresh (CFL-R)
Architektur Skylake + Gfx-Gen. 9 Skylake + Gfx-Gen. 9.5 Skylake + Gfx-Gen. 9.5 Skylake + Gfx-Gen. 9.5
Core i9 - - - 8C +HT +TM
Core i7 4C +HT +TM 4C +HT +TM 6C +HT +TM 8C +TM
Core i5 4C +TM 4C +TM 6C +TM 6C +TM
Core i3 2C +HT 2C +HT 4C 4C +TM
Pentium 2C 2C +HT 2C +HT 2C +HT
Celeron 2C 2C 2C 2C
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Intel-iGPU "Gen11" mit Tile-based Rendering, extra Grafikchips "Xe" skalierbar von iGPU bis HPC

Neben der Cove-Familie an CPU-Kernen und der MultiChip-Technologie "Foveros" hat Intel auf seinem "2018 Architecture Day" doch noch einiges zu zukünftigen Grafiklösungen gesagt. Als wichtigstes hatte man hierzu eine Grafik-Roadmap parat, welche die kommenden Produkte "Gen11" (iGPUs für die Ice-Lake-Generation) sowie "Xe" für die ersten (dedizierten) Intel-Grafikchips nach langer Zeit zeigte. Interessanterweise deutet sich die Xe-Generation (bisher bekannt unter dem Codenamen "Artic Sound") damit als Weiterentwicklung der aktuellen Intel-Grafiklösungen an, nicht als vollständige Neuentwicklung (wie teilweise anzunehmen war). Andererseits muß dies natürlich überhaupt nichts sagen, denn über den Ausbau der Xe-Generation hin zu völlig neuen Performance-Ufern dürften sich ganz automatisch massive Änderungen ergeben, so daß das Xe-Design kaum noch dem früherer Intel-Grafikchips gleichen wird.

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Intel bringt mit der "Foveros" Technologie seinen eigenen Chiplet-Ansatz

Auf seinem "2018 Architecture Day" hat Intel zeitgleich zur Offenbarung der neuen CPU-Kerne der Glove-Familie die MultiChip-Technologie "Foveros" vorgestellt. Hiermit wird das bisherige Verfahren des Verbaus mehrerer Chips auf einem Package (deutlich) auf die Spitze getrieben: Zum einen können die einzelnen Chips nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander verbaut werden. Zum anderen will man (wie bei AMDs Chiplet-Ansatz bei Zen 2) Chips unterschiedlicher Fertigungstechnologien verbauen können. Intel hat hiermit sozusagen seinen eigenen Chiplet-Ansatz aus der Taufe gehoben – welcher allerdings bereits seinen Vorläufer im Design von Kaby-Lake-G hat, welches wie bekannt einen Intel-Prozessor mit einem AMD-Grafikchip samt HBM2-Speicher auf dasselbe Package bringt. Intel will jenes System nun aber auch rein für den Prozessoren-Bereich adaptieren, ein einfaches Anwendungs-Beispiel wäre ein Kern-Chiplet in einem modernen Fertigungsverfahren, welches auf einem I/O-Chip in einem älteren Fertiungsverfahren sitzt.

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Intel zeigt Details zu den "Sunny Cove" CPU-Kernen für seine 2019er "Ice Lake" Prozessoren

Auf seinem "2018 Architecture Day" hat Intel mit einigen Neuerungen überrascht, welche bislang auf keiner Intel-Roadmap zu finden waren. So bekommen die reinen CPU-Kerne bei Intel nunmehr Eigennamen, um selbige besser von anderen Komponenten (welche auch bei Intel zukünftig extra Chips sein können) zu trennen. Neu benannt wurden somit die zukünftigen CPU-Kerne "Sunny Cove" (2019/20), "Willow Cove" (2020) und "Golden Clove" (2021) für den Bereich der Core-Prozessoren, hinzu kommen die CPU-Kerne "Tremont" (2019/20) und "Gracemont" (2021) für den Atom-Bereich. Aufgrund der genannten technischen Daten läßt sich "Sunny Core" ziemlich klar der "Ice Lake" Prozessoren-Generation zuordnen – jener Generations-Name dürfte wahrscheinlich auch weiterhin Verwendung finden, wie stark Intel dies gegenüber den neuen Kern-Namen gewichtet, bleibt noch abzuwarten. Welche Prozessoren-Generation sich hinter "Willow Cove" und "Golden Clove" verbirgt, bleibt dagegen ungewiß bzw. ergibt zwei (derzeit) denkbare Auflösungen: Entweder ist "Willow Cove" nur ein Refresh zu "Sunny Cove", womit "Golden Cove" dann auf die "Tiger Lake" Prozessoren-Generation hinauslaufen sollte. Oder aber "Willow Cove" ist selber schon "Tiger Lake" und "Golden Cove" würde somit der nachfolgenden NextGen-Architektur von Intel entsprechen.

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Umfrage-Auswertung: Auf welcher Architektur basiert der im Spiele-System eingesetzte Prozessor (2018)?

Mittels einer Umfrage von Mitte Oktober wurde mal wieder nach der im Spiele-System eingesetzten Prozessoren-Architektur gefragt – gleichlautend zu ähnlichen Umfragen von anno 2017, anno 2016 und anno 2014. Die neue Umfrage sah gegenüber der letztjährigen Ausführung zuerst einmal einen (weiteren) beachtbaren Rückgang aller nicht mehr modernen PC-Prozessoren vor Intels Sandy Bridge: Belegten jene letztes Jahr noch 16,4% der Teilnehmerstimmen, waren es dieses Jahr nur noch 13,4%. Die zweite bemerkenswerte Entwicklung ist die weitere starke Zunahme von Zen/Zen+ basierten Spiele-Systemen: Von 19,3% letztes Jahr auf nunmehr immerhin 26,8% ist ein starkes Ergebnis – immerhin gab es dieses Jahr nur eine Refresh-Generation seitens AMD, welche üblicherweise nicht so stark goutiert wird.

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Gerüchteküche: Intel bringt nächstes Jahr "Comet Lake" mit 10 CPU-Kernen für das Consumer-Segment

Aus dem taiwanesischen Forum PTT.cc kommend frisst sich derzeit das Gerücht über eine neue Intel Prozessoren-Generation durchs Internet, welche augenscheinlich zwischen Coffee Lake und dem eigentlich für das Jahresende 2019 geplanten Ice Lake eingeschoben werden soll: Mittels "Comet Lake" (CML) soll dann im Consumer-Segment (sprich noch außerhalb der extra HEDT-Modelle) ein Zehnkern-Prozessor angeboten werden – interessanterweise weiterhin in der 14nm-Fertigung. Ausgangspunkt für dieses Gerücht sind die Postings von Foren-User 'chrisdar' – was laut der PC Games Hardware allerdings eine solide Quelle mit bekannten (und passenden) Leaks in der Vergangenheit darstellt. Jener Foren-User scheint seine Informationen von einem Meeting bei einem von Taiwans vielen Mainboard- und Zubehörherstellern herzuhaben, in welchem jene Comet-Lake-Generation derart genannt wurde:

I heard that CML-S 10C.
Comet Lake-S 14nm 10C only mentioned at the meeting.
But the supply current needs 250A to 10C.
CFL-S 8C has to be 19XA. XX Lake 10C pulls a 250A, but it doesn't matter.

Quelle:  User 'chrisdar' im PTT.cc-Forum am 8. November 2018 (maschinelle Übersetzung ins Englische)

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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu Intels Coffee Lake Refresh?

Mittels einer Umfrage von Anfang November wurde der Ersteindruck zu Intels Coffee Lake Refresh aka der Core i-9000 Serie eingeholt. Das Ergebnis fällt weitgehend desaströs aus für Intel: Nur 8,4% positiver Ersteindruck bei satten 56,5% negativer Ersteindruck wurden näherungsweise sonst nur von Rohrkrepierern wie AMDs Bulldozer-Architektur sowie Intels üblicherweise schlecht bewerteten HEDT-Generationen "erzielt". Selbst letztere wurden aber üblicherweise noch besser bewertet als der Coffee Lake Refresh: So kam letztes Jahr Skylake-X immerhin noch auf ein Ergebnis von 12,3% positiven Ersteindruck. Wenn nicht die nochmals etwas schlechteren Werte von Bulldozer wären (seinerzeit nur 6,8% positiver Ersteindruck), hätte sich der Coffee Lake Refresh sogar noch den Titel der schlechstbewerteten CPU-Generation seit einer Dekade "sichern" können – so reicht es immerhin noch für den zweiten Platz in dieser wenig ruhmvollen Wertung.

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Launch von Intels Core X Refresh: Erste Testberichte gehen online

Mit deutlich weniger Aufwand & Aufsehen als seinerzeit bei den ersten Core X Prozessoren hat Intel nunmehr deren Refresh in den Markt entlassen. Der Core-X-Refresh an HEDT-Prozessoren basiert auf dem Skylake-X-Refresh, welcher ohne jedes neues Stück Silizium daherkommt. Hardware-Änderungen gab es allein bezüglich der Rückkehr der Verlötung sowie den gebotenen Taktraten, welche zwischen 200-400 MHz höher als beim Original liegen. Hinzu kommt, das es wegen der neuen Situation bei Intels Consumer-Prozessoren keinerlei HEDT-Modelle unterhalb von 8 CPU-Kernen mehr gibt, damit entfällt auch ein Nachfolger für die sowieso nie wirklich gut aufgenommenen Kaby-Lake-X-Prozessoren. Leider unterstützt Intel diesen Hardware-Launch nur arg unterdurchschnittlich – fast so, als wolle man gar nicht mehr über seine HEDT-Prozessoren sprechen. So gibt es derzeit nur eine Handvoll englischsprachiger Hardwaretests, welche sich zudem ausschließlich auf den 18-Kerner Core i9-9980XE beziehen.

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Die Prozessoren-Marktanteile im dritten Quartal 2018

Im Vorfeld des heutigen "Next Horizon" Events (Live-Blog ab 18 Uhr deutscher Zeit bei AnandTech, Liste der Livestreams) hat AMD neue Zahlen zu den Marktanteilen im Prozessoren-Markt veröffentlicht. Jene stammen von den Marktforschern von Mercury Research und sind normalerweise nicht frei verfügbar, daher ist es schön, mal wieder entsprechende Zahlen zu haben. Selbige beziehen sich auf die Marktanteile unter x86-Prozessoren und beinhalten offiziell nur den AMD-Marktanteil – aber da VIA selbst vor einer Dekade, als man noch neue Prozessoren bot, schon nur noch bei 0,3% Marktanteil notiert wurde, dürfte die Differenz zum AMD-Marktanteil (im x86-Feld) wohl inzwischen gänzlich zugunsten von Intel gehen. Dies trifft dann auch auf die vor Monatsfrist schon notierten Marktanteils-Daten zu, wo seinerzeit noch nicht klar war, ob sich jene auf x86 oder auch andere CPU-Architekturen beziehen – da die beiden vorliegenden Datensätze gleichlautend sind, handelt es sich auch bei diesen früheren Daten dann also rein um x86-Prozessoren.

x86 Desktop Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018
AMD 10,9% 12,0% 12,2% 12,2% 13,0%
Intel 89,1% 88,0% 87,8% 87,8% 87,0%
x86 Desktop-Prozessoren, Quelle: Mercury Research
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