IT-Business

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Die (ungewöhnliche) Entstehungsgeschichte von AMDs Ryzen Threadripper

Das Wirtschaftsmagazin Forbes (via PC Games Hardware) berichtet im Gespräch mit mehreren AMD-Mitarbeitern über die hochinteressante Entstehungsgeschichte von AMDs Ryzen Threadripper. Jene neue HEDT-CPU, mittels welcher sich AMD einiges an allgemeinem Wohlgefallen sichern konnte, stand ursprünglich überhaupt nicht auf AMDs Roadmap, jene enthielt nur Ryzen 3/5/7, natürlich die "Raven Ridge" APU und dann den Server-Prozessor "Epyc". Threadripper hingegen war lange Zeit ein inoffizielles Projekt einer kleinen Gruppe von 20-30 AMD-Mitarbeitern, welche diese Portfolio-Lücke gesehen und dann auf eigene Faust hin die Grundlagen-Entwicklung von Threadripper angetrieben haben. Zugegebermaßen waren die Bedingungen hierfür extrem günstig, denn das komplette Ryzen/Epyc-Schema des nur einen Prozessoren-Dies ("Zeppelin") samt skalierbarer Peripherie-Anbindung eignet sich natürlich perfekt dafür, um alle möglichen Ryzen-Abkömmlinge ohne größeren Hardware-Aufwand zu entwickeln. Jene inoffizielle Grundlagen-Arbeit lief dabei schon ab dem Jahr 2014 – aber erst im Mai/Juni 2016 offenbarte man sich den eigenen Bossen und holte von jenen "grünes Licht" zur weiteren, nachfolgend offiziellen Entwicklung ein.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2017

Seitens Jon Peddie Research wurden die aktuellen Grafikchip-Marktanteile für das abgelaufene zweite Quartal 2017 vermeldet – die entsprechende Gegen-Statistik seitens Mercury Research fehlt leider, so das man sich allein auf diese Zahlen beziehen kann. Im Gesamtmarkt aller Grafikchips (welcher üblicherweise von in CPUs integrierten iGPUs dominiert wird) liegen zudem nur ungefähre Zahlen zu, da die diesbezügliche Statistik-Grafik bei Jon Peddie leider die vom letzten Quartal ist und die neuen Zahlen daher nur (vergleichsweise ungenau) aus einem Verlaufsdiagramm interpoliert werden konnten (Update: wurde mit den korrekten Zahlen aktualisiert). Wirklich verändert hat sich dabei jedoch so gut wie nichts: Intel kommt etwas schwächer heraus, nVidia etwas stärker – und AMD in etwa auf denselben Zahlen wie vorher. Für diese konkrete Entwicklung können allerdings weder iGPUs (hat nVidia nicht) noch Desktop-Grafikkarten (dort gewann AMD hinzu) verantwortlich gemacht werden, ergo muß sich der Zugewinn nVidias aus anderen Feldern ergeben: Mobile Grafiklösungen oder/und Profi-Beschleuniger wären hierzu denkbare Möglichkeiten.

Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017
AMD 13,5%
12,3%
13,0%
12,6%
14,4%
 
13,1%
 
13,2%
 
Intel 72,6%
71,5%
70,9%
71,2%
68,1%
 
71,1%
 
70,6%
 
nVidia 13,9%
16,1%
16,1%
16,1%
17,5%
 
15,8%
 
16,3%
 
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) & Mercury Research (blau)
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nVidia Geschäftsergebnisse Q2/2017: Die Rekorde purzeln weiter

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das zweite Jahresquartal 2017 vorgelegt, welches bei nVidia offiziell das zweite Finanzquartal des Finanzjahres 2018 bildet und abweichend vom Kalenderverlauf über die Monate Mai bis Juli 2017 reicht. In dieser Zeitspanne erreichte man mit 2230 Mio. Dollar Quartalsumsatz einen neuen absoluten Umsatzrekord – gegenüber dem Vorquartal ging es dabei um +15,1% nach oben, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um satte +56,2%. Im Gewinnbereich sieht die Sache ähnlich aus, die hierbei aufgestellten Rekorde gelten allerdings "nur" für jeweils zweite Jahresquartale: Der nominelle Gewinn von 583 Mio. Dollar legte gegenüber dem Vorquartal um +15,0% zu, gegenüber dem Vorjahresquartal um gleich +130%. Der operative Gewinn von 688 Mio. Dollar legte hingegen gegenüber dem Vorquartal um +24,2% zu, gegenüber dem Vorjahresquartal dann um +117%.

Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017
Umsatz 1428 Mio. $ 2004 Mio. $ 2173 Mio. $ 1937 Mio. $ 2230 Mio. $
Gewinn 253 Mio. $ 542 Mio. $ 655 Mio. $ 507 Mio. $ 583 Mio. $
operativer Gewinn 317 Mio. $ 639 Mio. $ 733 Mio. $ 554 Mio. $ 688 Mio. $
Für Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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Intel Geschäftsergebnisse Q2/2017: Solide Zahlen auf hohem Niveau

Nach AMD hat nun auch Intel seine Geschäftszahlen für das zweite Jahresquartal 2017 vorgelegt. Jene sehen für ein zweites Jahresquartal sicherlich gut aus – der Gesamteindruck wird allerdings etwas durch das sehr starke erste Quartal getrübt, welches man nicht wirklich überbieten konnte. Beim Umsatz verlor man somit gegenüber dem Vorquartal um -0,2%, während es gegenüber dem Vorjahresquartal um gute +9,1% nach oben ging. Der nominelle Gewinn gab gegenüber dem Vorquartal um immerhin -5,3% nach, stieg allerdings gegenüber dem Vorjahresquartal um satte +111%. Der operative Gewinn legt gegenüber dem Vorquartal ausnahmsweise um +6,3% zu, gegenüber dem Vorjahresquartal gab es dagegen eine Steigerung um extreme +190%.

Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017
Umsatz 13533 Mio. $ 15788 Mio. $ 16374 Mio. $ 14796 Mio. $ 14763 Mio. $
Gewinn 1330 Mio. $ 3378 Mio. $ 3562 Mio. $ 2964 Mio. $ 2808 Mio. $
operativer Gewinn 1318 Mio. $ 4462 Mio. $ 4526 Mio. $ 3599 Mio. $ 3824 Mio. $
Für exakte Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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AMD Geschäftsergebnisse Q2/2017: Endlich solides Wachstum im Kerngeschäft

Chipentwickler AMD hat seine Geschäftsergebnisse für das zweite Jahresquartal 2017 vorgelegt, welche endlich einmal eine grundsätzlich positive Note außerhalb von Einmaleffekten mitbringen. In der Summe ist der Umsatz auf 1222 Mio. Dollar gestiegen, dies sind starke +24,2% mehr als im Vorquartal sowie immer noch sehr gute +19,0% mehr als im Vorjahresquartal (sprich, das zweite Quartal des Jahres 2016). Beim nominellen Gewinn hat man mit -16 Mio. Dollar zwar ein kleines Minus hinnehmen müssen, doch dies sah in den Vorquartalen teilweise noch viel schlechter aus – und der operative Gewinn liegt mit +25 Mio. Dollar inzwischen wenigstens wieder in der Pluszone (nebenbei gesagt sogar das erste Mal seit dem dritten Quartal des Jahres 2014).

Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017
Umsatz 1027 Mio. $ 1307 Mio. $ 1106 Mio. $ 984 Mio. $ 1222 Mio. $
Gewinn 69 Mio. $ -406 Mio. $ -51 Mio. $ -73 Mio. $ -16 Mio. $
operativer Gewinn -8 Mio. $ -293 Mio. $ -3 Mio. $ -29 Mio. $ 25 Mio. $
Für exakte Vergleichswerte zu AMD, Intel & nVidia zurück bis ins Jahr 2006 bitte klicken.
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Umfrage-Auswertung: Welche Auswirkungen hat der Mining-Boom auf den Grafikkarten-Kauf?

Die Umfrage der letzten Woche widmete sich den Auswirkungen des aktuellen (aber derzeit vielleicht schon wieder abflauenden) Mining-Booms auf den Grafikkarten-Kauf. Schließlich sind seit einigen Wochen einige beliebte Grafikkarten nur zu zu extremen Preisen oder gar nicht mehr erhältlich – und selbst wenn nicht jeder Grafikkarten-Interessent unbedingt jetzt kaufen muß, wird dies doch einige Nutzer getroffen haben, deren Aufrüstung eben einfach innerhalb der letzten Wochen geplant war. Allerdings haben nur zusammengerechnet 3,1% der Umfrage-Teilnehmer wirklich zu überhöhten Preisen oder aber eine andere Grafikkarte als ursprünglich geplant erstanden – nominell ist dies sicherlich wenig, andererseits gerechnet auf den (vergleichsweise kurzen Zeitraum von nur grob 2 Monaten) auch wiederum eher normal.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im vierten Quartal 2016 sowie ersten Quartal 2017

Leider unsererseits etwas untergegangen in der letzten Zeit sind die neuen Marktanteils-Zahlen zum GPU- und iGPU-Markt seitens Jon Peddie Research für das vierte Quartal 2016 sowie das erste Quartal 2017. Von Mercury Research liegen leider für diesen Zeitraum immer noch keine (öffentlichen) Zahlen vor, so daß wir uns bei den nachfolgenden Betrachtungen allein auf das von Jon Peddie stammende Zahlenmaterial stützen müssen. Im Komplett-Markt für Grafikchips mit seiner bekannten Dominanz von iGPU-Lösungen hat sich in den genannten zwei Quartalen nicht viel bewegt: AMD hatte zum Jahresende 2016 mal einen kleineren Aufschwung, Intel hingegen eine kleine Delle, die man Anfang 2017 aber schon wieder ausbügeln konnte – und nVidia ebenfalls einen kleinen Jahresend-Aufschwung, welchen man Anfang 2018 aber schon wieder abgeben musste. Prinzipiell wird dieser Grafikchip-Gesamtmarkt zu sehr von Prozessor-Verkäufen dominiert, so das sich letztlich aus diesen Zahlen (wie schon oft kritisiert) keinerlei für Grafikchips sinnvolle Aussagen ziehen lassen.

Q4/2015 Q1/2016 Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017
AMD 11,8%
12,4%
13,2%
11,8%
13,5%
12,3%
13,0%
12,6%
14,4%
 
13,1%
 
Intel 71,6%
71,1%
70,1%
71,7%
72,6%
71,5%
70,9%
71,2%
68,1%
 
71,1%
 
nVidia 16,6%
16,4%
16,7%
16,3%
13,9%
16,1%
16,1%
16,1%
17,5%
 
15,8%
 
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) & Mercury Research (blau)
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nVidia-Geschäftsergebnisse Q1/2017: Starker Jahresstart für nVidia

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das erste Jahresquartal 2017 vorgelegt, welches bei nVidia offiziell das erste Finanzquartal des Finanzjahres 2018 bildet und abweichend vom Kalenderverlauf über die Monate Februar bis April 2017 reicht. In diesem Zeitraum hat nVidia seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um satte +48,4% steigern können, einhergehend mit heftigen Steigerungen des nominellen Gewinns um +158% sowie des operativen Gewinns um +126%. Der Vergleich zum direkten Vorquartal lohnt in diesem Fall nicht, da das erste Jahresquartal gewöhnlich das schwächste und das letzte Jahresquartal gewöhnlich das stärkste ist, ein gewisser Abschwung vom vierten Jahresquartal zum folgenden ersten Jahresquartal des neuen Jahres also absolut natürlich in der IT-Branche ist.

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AMD Geschäftsergebnisse Q1/2017: Schwache Zahlen noch ohne großen Ryzen-Effekt

Chipentwickler AMD hat seine (wegen Ryzen mit einiger Spannung erwarteten) Geschäftszahlen für das erste Jahresquartal 2017 vorgelegt, welche aber wie zuletzt schon gewohnt schwach ausfielen. Zwar konnte man gegenüber dem Vorjahresquartal den Umsatz um +18,3% steigern sowie die deutlichen Minuswerte bei nominellem und operativem Gewinn ebenso deutlich reduzieren (es bleiben allerdings Minuswerte) – aber dies ist ausgehend von einem Minusrekord-Quartal nun auch keine ganz große Kunst, gerade wenn man sich nunmehr eher auf einem aufstrebenden Pfad sieht. In diesem Sinne wäre eher zu erwarten gewesen, das AMD das Kunststück gelingt, mit dem ersten Jahresquartal genauso gut wie im letzten vierten Jahresquartal darstehen – nominell in der IT-Branche eigentlich nicht möglich, aber mit einem großen Umsatzantreiber in Form von Ryzen eventuell eben doch nicht auszuschließen.

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Intel Geschäftsergebnisse Q1/2017: Völlig unbeeindruckt aller gegenlaufenden Trends

Einmal mehr hat Prozessorenbauer Intel starke Geschäftszahlen für das abgelaufene ersten Kalenderquartal 2017 vorgelegt, nachdem wie bekannt und entgegen aller Trends im allgemeinen PC-Geschäft schon die letzten Quartale regelmäßig geschäftliche Rekorde für Intel erbracht hatten. Im ersten Jahresquartal 2017 konnte man im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Umsatz um +8,0%, den nominellen Gewinn um +44,9% sowie den operativen Gewinn um +40,1% steigern. Für den heftigen Gewinnsprung hat Intel höhere durchschnittliche Prozessoren-Preise sowie geringere Fertigungskosten bei seinen Plattformen angegeben – ob dies vollumfänglich hierfür verantwortlich ist, kann allerdings nur spekuliert werden. Der Vergleich zum direkten Vorquartal lohnt in diesem Fall nicht, da das erste Jahresquartal gewöhnlich das schwächste und das letzte Jahresquartal gewöhnlich das stärkste ist, ein gewisser Abschwung vom vierten Jahresquartal zum folgenden ersten Jahresquartal des neuen Jahres also absolut natürlich in der IT-Branche ist.

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