IT-Business

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Umfrage-Auswertung: Welche Auswirkungen hat der Mining-Boom auf den Grafikkarten-Kauf?

Die Umfrage der letzten Woche widmete sich den Auswirkungen des aktuellen (aber derzeit vielleicht schon wieder abflauenden) Mining-Booms auf den Grafikkarten-Kauf. Schließlich sind seit einigen Wochen einige beliebte Grafikkarten nur zu zu extremen Preisen oder gar nicht mehr erhältlich – und selbst wenn nicht jeder Grafikkarten-Interessent unbedingt jetzt kaufen muß, wird dies doch einige Nutzer getroffen haben, deren Aufrüstung eben einfach innerhalb der letzten Wochen geplant war. Allerdings haben nur zusammengerechnet 3,1% der Umfrage-Teilnehmer wirklich zu überhöhten Preisen oder aber eine andere Grafikkarte als ursprünglich geplant erstanden – nominell ist dies sicherlich wenig, andererseits gerechnet auf den (vergleichsweise kurzen Zeitraum von nur grob 2 Monaten) auch wiederum eher normal.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im vierten Quartal 2016 sowie ersten Quartal 2017

Leider unsererseits etwas untergegangen in der letzten Zeit sind die neuen Marktanteils-Zahlen zum GPU- und iGPU-Markt seitens Jon Peddie Research für das vierte Quartal 2016 sowie das erste Quartal 2017. Von Mercury Research liegen leider für diesen Zeitraum immer noch keine (öffentlichen) Zahlen vor, so daß wir uns bei den nachfolgenden Betrachtungen allein auf das von Jon Peddie stammende Zahlenmaterial stützen müssen. Im Komplett-Markt für Grafikchips mit seiner bekannten Dominanz von iGPU-Lösungen hat sich in den genannten zwei Quartalen nicht viel bewegt: AMD hatte zum Jahresende 2016 mal einen kleineren Aufschwung, Intel hingegen eine kleine Delle, die man Anfang 2017 aber schon wieder ausbügeln konnte – und nVidia ebenfalls einen kleinen Jahresend-Aufschwung, welchen man Anfang 2018 aber schon wieder abgeben musste. Prinzipiell wird dieser Grafikchip-Gesamtmarkt zu sehr von Prozessor-Verkäufen dominiert, so das sich letztlich aus diesen Zahlen (wie schon oft kritisiert) keinerlei für Grafikchips sinnvolle Aussagen ziehen lassen.

Q4/2015 Q1/2016 Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017
AMD 11,8%
12,4%
13,2%
11,8%
13,5%
12,3%
13,0%
12,6%
14,4%
 
13,1%
 
Intel 71,6%
71,1%
70,1%
71,7%
72,6%
71,5%
70,9%
71,2%
68,1%
 
71,1%
 
nVidia 16,6%
16,4%
16,7%
16,3%
13,9%
16,1%
16,1%
16,1%
17,5%
 
15,8%
 
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) & Mercury Research (blau)
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nVidia-Geschäftsergebnisse Q1/2017: Starker Jahresstart für nVidia

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das erste Jahresquartal 2017 vorgelegt, welches bei nVidia offiziell das erste Finanzquartal des Finanzjahres 2018 bildet und abweichend vom Kalenderverlauf über die Monate Februar bis April 2017 reicht. In diesem Zeitraum hat nVidia seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um satte +48,4% steigern können, einhergehend mit heftigen Steigerungen des nominellen Gewinns um +158% sowie des operativen Gewinns um +126%. Der Vergleich zum direkten Vorquartal lohnt in diesem Fall nicht, da das erste Jahresquartal gewöhnlich das schwächste und das letzte Jahresquartal gewöhnlich das stärkste ist, ein gewisser Abschwung vom vierten Jahresquartal zum folgenden ersten Jahresquartal des neuen Jahres also absolut natürlich in der IT-Branche ist.

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AMD Geschäftsergebnisse Q1/2017: Schwache Zahlen noch ohne großen Ryzen-Effekt

Chipentwickler AMD hat seine (wegen Ryzen mit einiger Spannung erwarteten) Geschäftszahlen für das erste Jahresquartal 2017 vorgelegt, welche aber wie zuletzt schon gewohnt schwach ausfielen. Zwar konnte man gegenüber dem Vorjahresquartal den Umsatz um +18,3% steigern sowie die deutlichen Minuswerte bei nominellem und operativem Gewinn ebenso deutlich reduzieren (es bleiben allerdings Minuswerte) – aber dies ist ausgehend von einem Minusrekord-Quartal nun auch keine ganz große Kunst, gerade wenn man sich nunmehr eher auf einem aufstrebenden Pfad sieht. In diesem Sinne wäre eher zu erwarten gewesen, das AMD das Kunststück gelingt, mit dem ersten Jahresquartal genauso gut wie im letzten vierten Jahresquartal darstehen – nominell in der IT-Branche eigentlich nicht möglich, aber mit einem großen Umsatzantreiber in Form von Ryzen eventuell eben doch nicht auszuschließen.

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Intel Geschäftsergebnisse Q1/2017: Völlig unbeeindruckt aller gegenlaufenden Trends

Einmal mehr hat Prozessorenbauer Intel starke Geschäftszahlen für das abgelaufene ersten Kalenderquartal 2017 vorgelegt, nachdem wie bekannt und entgegen aller Trends im allgemeinen PC-Geschäft schon die letzten Quartale regelmäßig geschäftliche Rekorde für Intel erbracht hatten. Im ersten Jahresquartal 2017 konnte man im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Umsatz um +8,0%, den nominellen Gewinn um +44,9% sowie den operativen Gewinn um +40,1% steigern. Für den heftigen Gewinnsprung hat Intel höhere durchschnittliche Prozessoren-Preise sowie geringere Fertigungskosten bei seinen Plattformen angegeben – ob dies vollumfänglich hierfür verantwortlich ist, kann allerdings nur spekuliert werden. Der Vergleich zum direkten Vorquartal lohnt in diesem Fall nicht, da das erste Jahresquartal gewöhnlich das schwächste und das letzte Jahresquartal gewöhnlich das stärkste ist, ein gewisser Abschwung vom vierten Jahresquartal zum folgenden ersten Jahresquartal des neuen Jahres also absolut natürlich in der IT-Branche ist.

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Umfrage-Auswertung: Welches Interesse besteht an HDR-Monitoren?

Mittels einer Umfrage von Ende Februar wurde nach dem grundsätzlichen Interesse an HDR-Monitoren für den PC-Bereich gefragt. Jenes derzeit gerade einmal anrollende Thema hat allerdings durchaus schon seine (frühen) Anhänger, denn 2,1% der Umfrageteilnehmer besitzen schon einen entsprechenden Monitor (und wenn man auf die Stimmen aus dem Forum hört, will man selbige auch nie wieder hergeben). Weitere 10,9% der Umfrage-Teilnehmer zeigen volles Interesse ungeachtet etwaiger Problempunkte, hier dürfte über kurz oder lang sicherlich auch eine entsprechende Anschaffung anstehen – womit dann (mit einer Verbreitung von ab ~10%) der Einstieg von HDR-Monitoren zumindest unter den Hardware-Enthusiasten wirklich erreicht wäre. Noch ist allerdings nicht abzusehen, wann dieser Zeitpunkt ansteht, hierzu wäre ein breiteres Marktangebot sicherlich hilfreich.

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nVidia-Geschäftsergebnisse Q4/2016: nVidia eilt von Rekord zu Rekord

Grafikchip-Entwickler nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das vierte Kalenderquartal 2016 sowie das Kalenderjahr 2016 vorgelegt. Abweichend vom Kalender handelt es sich bei nVidia um das vierte Geschäftsquartal 2017, laufend von November 2016 bis Januar 2017, sowie das Geschäftsjahr 2017, laufend von Februar 2016 bis Januar 2017. Die Abweichung vom Kalender ist insofern relevant, als daß nVidia somit in seinem vierten Kalenderquartal immer auch den Monat Januar mit drin hat, welcher üblicherweise mit zu den schwächsten Monaten aus Geschäftssicht zählt. Ergo muß das vierte Kalenderquartal bei nVidia nicht zwingend das beste Jahresquartal sein – was aber auch in diesem Jahr wieder erreicht wurde, nVidia steigerte mit dem vierten Kalenderquartal 2016 sogar noch einmal den sowieso schon heftigen Umsatzrekord des dritten Kalenderquartals.

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AMD Geschäftsergebnisse Q4/2016: Auf niedrigem Niveau irgendwie bis Zen durchgehalten

Noch nachzutragen sind AMDs neue Geschäftsergebnisse für das abgelaufende vierte Quartal 2016 sowie das Gesamtjahr 2016. Im vierten Jahresquartal hat AMD beim Umsatz die passablen Zahlen des dritten Quartals nicht wiederholen können, der Quartalsumsatz fiel von 1307 Mill. Dollar auf nur noch 1106 Mill. Dollar. Dies hatte AMD allerdings vorab bereits so prognostiziert, da speziell im dritten Jahresquartal die Bestellungen der Konsolenhersteller für das Weihnachtsgeschäfts geschäftswirksam wurden. Die Verlustzahlen konnten hingegen ordentlich reduziert werden – wobei auch dies zu erwarten war, denn die hohen Verlustzahlen des dritten Quartals basierten primär auf Einmaleffekten. Während damit das vierte Jahresquartal nicht wirklich gut zum dritten Jahresquartal vergleichbar ist, bietet sich der Vergleich zum Vorjahreszeitraum durchaus an: Hierbei konnte AMD beim Umsatz um +15,4% zulegen, den nominellen Verlust glatt halbieren und den operativen Verlust nahezu ausgleichen.

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Intel Geschäftsergebnisse Q4/2016: Neue Umsatzrekorde für Quartal und Gesamtjahr

Prozessorenbauer Intel hat entgegen aller schlechter Meldungen über das PC-Business mit seinen Geschäftsergebnissen für das vierte Quartal 2016 sowie das Gesamtjahr 2016 mal wieder eindrucksvolle Zahlen vorlegt, welche auch ein paar neue Rekordmarken mit sich bringen. Wie es natürlich ist, lief das vierte Jahresquartal 2016 nochmals besser als das Vorquartal, womit Intel den zuletzt aufgestellten Rekord beim Quartalsumsatz nochmals auf nunmehr 16,374 Mrd. Dollar verbessern konnte – dies sind +3,7% mehr als im Vorquartal und immerhin +9,8% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Gewinnentwicklung verlief dagegen eher durchschnittlich: Beim nominellen Gewinn ging es um +5,4% gegenüber dem Vorquartal hinauf, der Vergleich gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt allerdings einen Rückschritt von -1,4%. Der operative Gewinn nahm um +1,4% zum Vorquartal sowie um +5,3% zum Vorjahreszeitraum zu.

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Umfrage-Auswertung: Grafikkarten-Kauf: Streng AMD oder nVidia - oder Wechselwähler (2016)?

Eine Umfrage von Mitte Dezember fragte mal wieder nach der generellen Kaufneigung der Grafikkarten-Käufer pro eines der beiden Grafikchip-Entwickler. Die Auswertung der dabei aufgelaufenen Stimmen brachte durchaus interessante Änderungen gegenüber einer gleichlautenden Umfrage aus dem Jahr 2012 hervor: Gab es seinerzeit noch eine beachtbare nVidia-Tendenz, gibt es nunmehr hingegen sogar eine beachtbare AMD-Tendenz. Gänzlich erklären läßt sich das ganze nicht, denn das aktuelle Marktgeschehen spricht (mit dem Fehlen von HighEnd- und Enthusiasten-Beschleunigern seit dem Start der 14/16nm-Generation) nicht gerade für AMD – die Ergebnisse selber sollten allerdings stimmen, bei einer anderen kürzlichen Umfrage gab es genauso einen gewissen Umschwung zurück zu AMD zu sehen.

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