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News des 14. September 2009

Zu ATIs kommenden Radeon HD 5850 & 5870 Karten sind allererste Benchmarks aufgetaucht, welche anscheinend aus einer ATI-eigenen Präsentation stammen. Damit dürften diese Zahlen natürlich das Optimum dessen darstellen, was die ATI-Karte zu leisten im Stande ist – dazu gehört auch, daß ATI bei seinen Benchmarks vorwiegend auf 8x Anti-Aliasing gesetzt hat, was den ATI-Karten bekannt gut liegt und den (bisherigen) nVidia-Karten bekannt nicht so gut. Unabhängige Benchmarks können dann also durchaus ein abweichendes Bild zeichnen, nichtsdestotrotz kann man auch auf Basis dieser Zahlen schon die ungefähre Richtung bestimmen, wohin die Radeon HD 5800 Serie gehen wird (Klick auf die Thumbnails öffnet die Bilder jeweils im Großformat):

Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 1
Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 1
Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 2
Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 2

So setzt ATI die Radeon HD 5850 unter 1920x1200 mit Anti-Aliasing (zumeist 8x) mit einem Performance-Vorteil von satten 30 Prozent gegenüber der GeForce GTX 285 an. Dies wäre in der Tat eine ziemliche Leistung, denn bei der Radeon HD 5850 handelt es sich um die kleinere der beiden RV870-Ausführungen – und bei der GeForce GTX 285 um die bis zum letzten aufgebohrte schnellste SingleChip-Ausführung des GT200/b-Chips. Bei der Radeon HD 5870 soll es unter der gleichen Ansetzung (1920x1200 mit Anti-Aliasing, zumeist 8x) gegenüber der GeForce GTX 295 einen Performancevorteil von 9 Prozent geben, wobei die Werte hier schon deutlich schwanken – einige Benchmarks gewinnt die ATI-Lösung, andere wiederum die nVidia-Lösung. Zwischen Radeon HD 5850 und 5870 liegen im übrigen laut diesen Benchmarks ein Performance-Unterschied von ziemlich exakt 20 Prozent.

Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 3
Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 3
Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 4
Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 4

Und letztlich erreicht dann noch ein CrossFire-Gespann von zwei Radeon HD 5870 Karten (möglicherweise gleich der später erwarteten Radeon HD 5870 X2) gegenüber einem Quad-SLI-Gespann aus zwei GeForce GTX 295 Karten einen Performance-Vorteil von stolzen 48 Prozent unter 1920x1200 mit Anti-Aliasing – die Messungen unter 2560x1600 mit Anti-Aliasing mit 46 Prozent Vorteil für ATI deuten zudem darauf hin, daß der ATI-Lösung auch unter sehr hohen Auflösungen nicht die Luft ausgeht. Daß ATI in diesem CrossFire-Vergleich so deutlich davonzieht, ist im übrigen nicht besonders verwunderlich, da hier bei nVidia schließlich schon vier Grafikchips im Verbund arbeiten müssen, was natürlich deutlich uneffizienter ist die zwei Grafikchips im Verbund bei ATI.

In der Summe nimmt sich ATI ziemlich viel heraus mit diesen Zahlen: Die wahrscheinlich bei 250 Euro startende Radeon HD 5850 soll die derzeit bei ca. 270 Euro liegende GeForce GTX 285 glatt wegrassieren, während die wahrscheinlich bei 340 Euro startende Radeon HD 5870 die derzeit bei ca. 390 Euro liegende GeForce GTX 295 von der Performance her minimal überbieten und vom Preis her klar unterbieten soll. Sollten unabhängige Benchmarks nicht auf deutlich abweichende Ergebnisse kommen, würde ATI das komplette HighEnd-Feld auf einen Schlag übernehmen. Und es wäre zu bezweifeln, daß nVidia hier mit Preissenkungen noch etwas wesentliches ausrichten kann, denn selbst bei gleichem Performance/Preis-Verhältnis hätten die ATI-Karten dann immer noch ihr DirectX11 als zusätzliches Verkaufsargument.

Allerdings muß man einschränkenderweise dazusagen, daß es nun nicht so verwunderlich ist, wenn die Karten der Vorgängergeneration klar geschlagen werden – dies sollte eigentlich immer so sein bei einer neuen Kartengeneration. Der echte Prüfstein für die Radeon HD 5850 & 5870 kommt erst mit dem Erscheinen des GT300-Chips zum Jahresende, erst nach dessen Betrachtung wird man wissen, wie gut die RV870-basierten Lösungen wirklich sind. Ein anderer Prüfstein betrifft sowohl ATI als auch nVidia: Derzeit scheint es keine Anwendungen zu geben, welche eine Radeon HD 5850 unter 1920x1200 mit Anti-Aliasing wirklich in die Knie zwingt. Zumeist kann man hierbei sogar 8x Anti-Aliasing nutzen, nur unter Crysis Warhead mit 4x AA (37,0 fps) sowie unter Stalker: Clear Sky mit 2x AA (25,3 fps) muß man etwas herunterschalten. In vielen anderen Spielen werden mit diesen Karten aber eben selbst unter 8x Anti-Aliasing problemfreie Frameraten generiert.

Derzeit fehlen immer deutlicher die Hardware-Kracher, welche die neuen Karten dann auch ausnutzen – ironischerweise stammen zudem gerade Crysis Warhead und Stalker: Clear Sky noch aus dem letzten Jahr, ist also dieses Jahr in Bezug auf höhere Performanceanforderungen noch nichts wesentliches passiert. Derzeit ist das ganze noch nicht so deutlich, aber sollte der Trend anhalten, daß die Spiele keine bedeutsam höheren Performanceanforderungen entwickeln, steht in einiger Zeit dann eventuell auch einmal die Sinnfrage für die höchstpreisigen Beschleuniger (wie eben eine Radeon HD 5870) an. Dem gegenüber steht allerdings vorerst noch die Erfahrung, daß in der Vergangenheit noch jede Performancesteigerung durch eine neue Grafikkarten-Generation in kurzer Zeit durch neue, deutlich hardwareforderndere Spiele wieder aufgefressen wurde.

AnandTech sind der sehr interessanten Frage nachgegangen, wie denn der Vergleich AMD vs. Intel im Mobile-Bereich bei der Batterie-Laufzeit ausgeht. Dazu hat man sich zwei nahezu vollkommen gleich ausgestattete Gateway-Notebooks herangeschafft, welche auch bei der CPU beiderseits mit 35-Watt-TDP-Modellen ausgestattet waren (und natürlich demselben 4400mAh-Akku). In diesem Vergleich gewinnt das Intel-Modell erstaunlicherweise durchgehend und sogar mit steigendem Abstand, je stärker die Geräte belastet werden – im Leerlauf ist man bei einem Batterielaufzeit-Unterschied von 20 Prozent, beim DVD-Playback geht dies auf 35 Prozent hinauf. Hier hat AMD also noch einiges an Arbeit vor sich – in erster Linie zwar bei der CPU, wo die AMD-Notebookprozessoren immer noch in 65nm hergestellt werden, aber sicherlich genauso auch beim Restsystem.

Zu ATIs kommenden Radeon HD 5850 & 5870 Karten sind allererste Benchmarks aufgetaucht, welche anscheinend aus einer ATI-eigenen Präsentation stammen. Damit dürften diese Zahlen natürlich das Optimum dessen darstellen, was die ATI-Karte zu leisten im Stande ist - dazu gehört auch, daß ATI bei seinen Benchmarks vorwiegend auf 8x Anti-Aliasing gesetzt hat, was den ATI-Karten bekannt gut liegt und den (bisherigen) nVidia-Karten bekannt nicht so gut. Unabhängige Benchmarks können dann also durchaus ein abweichendes Bild zeichnen, nichtsdestotrotz kann man auch auf Basis dieser Zahlen schon die ungefähre Richtung bestimmen, wohin die Radeon HD 5800 Serie gehen wird (Klick auf die Thumbnails öffnet die Bilder jeweils im Großformat):




Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 1

Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 2





So setzt ATI die Radeon HD 5850 unter 1920x1200 mit Anti-Aliasing (zumeist 8x) mit einem Performance-Vorteil von satten 30 Prozent gegenüber der GeForce GTX 285 an. Dies wäre in der Tat eine ziemliche Leistung, denn bei der Radeon HD 5850 handelt es sich um die kleinere der beiden RV870-Ausführungen - und bei der GeForce GTX 285 um die bis zum letzten aufgebohrte schnellste SingleChip-Ausführung des GT200/b-Chips. Bei der Radeon HD 5870 soll es unter der gleichen Ansetzung (1920x1200 mit Anti-Aliasing, zumeist 8x) gegenüber der GeForce GTX 295 einen Performancevorteil von 9 Prozent geben, wobei die Werte hier schon deutlich schwanken - einige Benchmarks gewinnt die ATI-Lösung, andere wiederum die nVidia-Lösung. Zwischen Radeon HD 5850 und 5870 liegen im übrigen laut diesen Benchmarks ein Performance-Unterschied von ziemlich exakt 20 Prozent.




Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 3

Radeon HD 5850/5870 ATI-eigene Benchmarks, Teil 4





Und letztlich erreicht dann noch ein CrossFire-Gespann von zwei Radeon HD 5870 Karten (möglicherweise gleich der später erwarteten Radeon HD 5870 X2) gegenüber einem Quad-SLI-Gespann aus zwei GeForce GTX 295 Karten einen Performance-Vorteil von stolzen 48 Prozent unter 1920x1200 mit Anti-Aliasing - die Messungen unter 2560x1600 mit Anti-Aliasing mit 46 Prozent Vorteil für ATI deuten zudem darauf hin, daß der ATI-Lösung auch unter sehr hohen Auflösungen nicht die Luft ausgeht. Daß ATI in diesem CrossFire-Vergleich so deutlich davonzieht, ist im übrigen nicht besonders verwunderlich, da hier bei nVidia schließlich schon vier Grafikchips im Verbund arbeiten müssen, was natürlich deutlich uneffizienter ist die zwei Grafikchips im Verbund bei ATI.

In der Summe nimmt sich ATI ziemlich viel heraus mit diesen Zahlen: Die wahrscheinlich bei 250 Euro startende Radeon HD 5850 soll die derzeit bei ca. 270 Euro liegende GeForce GTX 285 glatt wegrassieren, während die wahrscheinlich bei 340 Euro startende Radeon HD 5870 die derzeit bei ca. 390 Euro liegende GeForce GTX 295 von der Performance her minimal überbieten und vom Preis her klar unterbieten soll. Sollten unabhängige Benchmarks nicht auf deutlich abweichende Ergebnisse kommen, würde ATI das komplette HighEnd-Feld auf einen Schlag übernehmen. Und es wäre zu bezweifeln, daß nVidia hier mit Preissenkungen noch etwas wesentliches ausrichten kann, denn selbst bei gleichem Performance/Preis-Verhältnis hätten die ATI-Karten dann immer noch ihr DirectX11 als zusätzliches Verkaufsargument.

Allerdings muß man einschränkenderweise dazusagen, daß es nun nicht so verwunderlich ist, wenn die Karten der Vorgängergeneration klar geschlagen werden - dies sollte eigentlich immer so sein bei einer neuen Kartengeneration. Der echte Prüfstein für die Radeon HD 5850 & 5870 kommt erst mit dem Erscheinen des GT300-Chips zum Jahresende, erst nach dessen Betrachtung wird man wissen, wie gut die RV870-basierten Lösungen wirklich sind. Ein anderer Prüfstein betrifft sowohl ATI als auch nVidia: Derzeit scheint es keine Anwendungen zu geben, welche eine Radeon HD 5850 unter 1920x1200 mit Anti-Aliasing wirklich in die Knie zwingt. Zumeist kann man hierbei sogar 8x Anti-Aliasing nutzen, nur unter Crysis Warhead mit 4x AA (37,0 fps) sowie unter Stalker: Clear Sky mit 2x AA (25,3 fps) muß man etwas herunterschalten. In vielen anderen Spielen werden mit diesen Karten aber eben selbst unter 8x Anti-Aliasing problemfreie Frameraten generiert.

Derzeit fehlen immer deutlicher die Hardware-Kracher, welche die neuen Karten dann auch ausnutzen - ironischerweise stammen zudem gerade Crysis Warhead und Stalker: Clear Sky noch aus dem letzten Jahr, ist also dieses Jahr in Bezug auf höhere Performanceanforderungen noch nichts wesentliches passiert. Derzeit ist das ganze noch nicht so deutlich, aber sollte der Trend anhalten, daß die Spiele keine bedeutsam höheren Performanceanforderungen entwickeln, steht in einiger Zeit dann eventuell auch einmal die Sinnfrage für die höchstpreisigen Beschleuniger (wie eben eine Radeon HD 5870) an. Dem gegenüber steht allerdings vorerst noch die Erfahrung, daß in der Vergangenheit noch jede Performancesteigerung durch eine neue Grafikkarten-Generation in kurzer Zeit durch neue, deutlich hardwareforderndere Spiele wieder aufgefressen wurde.

AnandTech sind der sehr interessanten Frage nachgegangen, wie denn der Vergleich AMD vs. Intel im Mobile-Bereich bei der Batterie-Laufzeit ausgeht. Dazu hat man sich zwei nahezu vollkommen gleich ausgestattete Gateway-Notebooks herangeschafft, welche auch bei der CPU beiderseits mit 35-Watt-TDP-Modellen ausgestattet waren (und natürlich demselben 4400mAh-Akku). In diesem Vergleich gewinnt das Intel-Modell erstaunlicherweise durchgehend und sogar mit steigendem Abstand, je stärker die Geräte belastet werden - im Leerlauf ist man bei einem Batterielaufzeit-Unterschied von 20 Prozent, beim DVD-Playback geht dies auf 35 Prozent hinauf. Hier hat AMD also noch einiges an Arbeit vor sich - in erster Linie zwar bei der CPU, wo die AMD-Notebookprozessoren immer noch in 65nm hergestellt werden, aber sicherlich genauso auch beim Restsystem.