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Hardware- und Nachrichten-Links des 19./20. Juni 2021

Der Grafikkarten-Markt der neuen RDNA2- und Ampere-Karten hat sich gegenüber dem Stand vom Mai-Ende erneut positiv bewegt, wobei sich beachtbare Differenzen zwischen AMD- und nVidia-Angeboten ergaben. Denn bei AMD tat sich nicht wirklich viel, kam es eher zu einer Seitwärtsbewegung sowohl bei Lieferbarkeit als auch Preislagen – manches wurde günstiger, anderes hingegen teurer. Primär hat AMD immer noch damit zu kämpfen, dass Radeon RX 6800 & 6800 XT Karten nicht gut genug verfügbar sind, um einen echten Unterbietungs-Wettbewerb der Händler auszulösen – wie dies bei Radeon RX 6700 XT und 6900 XT durchaus schon der Fall ist. AMDs RDNA2-Angebot ist zudem nicht so kleinteilig wie nVidias Ampere-Angebot, womit kaum der Fall eintritt, dass größere Grafikkarten mit fallenden Preisen dann direkten preislichen Druck auf die nächstkleineren Modelle ausüben können.

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Umfrage: Wie ist der Ersteindruck zu nVidias GeForce RTX 3070 Ti?

Alle Entscheidungsgrundlagen zu dieser Frage findet man in den zahlreichen Launchreviews, dem Forendiskussions-Thread zum Launch sowie natürlich der Launch-Analyse zu nVidias GeForce RTX 3070 Ti. Wie zuletzt bei allen diesen Ersteindrucks-Umfragen zu Grafikkarten sollen hiermit keineswegs die überzogenen Straßenpreise bewertet werden, weil jene aus der derzeitigen Situation heraus resultieren und nicht dem Produkt selber angelastet werden können. Jenes kann damit derzeit nur bezüglich seiner technischen Eigenschaften, dem reinen Listenpreis sowie der erreichten Performance bewertet werden.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

3070 3070 Ti 3080
WQHD-Performance 93,8% 100% 116,6%
Speicher 8 GB GDDR6 8 GB GDDR6X 10 GB GDDR6X
Real-Verbrauch 221W 294W 325W
Listenpreis $499 / 519€ $599 / 619€ $699 / 719€
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Hardware- und Nachrichten-Links des 18. Juni 2021

Bei Hot Hardware hat man sich die Performance von Windows 11 angesehen – zielgerichtet in Bezug auf die kolportierte bessere Unterstützung von Prozessoren mit Hybrid-Architektur (das big.LITTLE-Prinzip). Mangels derzeit verfügbarer Alder-Lake-Samples hat man dies einfach mit einem Lakefield-Prozessor erledigt – einem Sondermodell der Ice-Lake-Architektur, welches neben einem einzelnen großen Sunny-Cove-Kern zudem vier kleine Tremont-Kerne von Intels Atom-Linie mitbringt. Lakefield ist als Consumer-Produkt nie großartig in Erscheinung getreten, war aber sowohl bei Intel als auch bei Microsoft explizites Testobjekt für eine Hybrid-Architektur. Und augenscheinlich hat Microsoft den Windows-11-Scheduler tatsächlich hierfür bereits angepasst, denn Hot Hardware vermelden beachtbare Performance-Gewinne gegenüber Windows 10:

Lakefield: Windows 10 vs. 11 SingleCore MultiCore
3DMark13 "Night Raid" - –0,5%
Cinebench R23 +8,2% +1,8%
Geekbench 5 +2,3% +5,5%
PCMark10 Essentials - +3,8%
PCMark10 Score - +2,7%
Speedometer 2.0 - +10,9%
Mehrperformance von Windows 11 gemäß der Ausführungen von Hot Hardware
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Gerüchteküche: Erste Performance-Werte zu Intels DG2-Grafikkarten aufgetaucht

Von Apisak @ Twitter kommen erste Performance-Werte zu Intels DG2 – wenngleich leider ohne wirkliche Erklärung über deren Herkunft sowie den benutzten Benchmark-Ansatz. Höchstwahrscheinlich dürfte es sich hierbei um die Ergebnisse Intel-interner Tests handeln. Offen bleibt hingegen der Punkt, inwiefern hierfür eine Reihe von Spiele-Benchmarks, eventuell nur einzelne Spiele-Titel, nur 3DMark-Werte oder etwas ganz abweichendes wie der Geekbench herangezogen wurde. Dass es sich hierbei eher nicht um Spiele-Benchmarks handelt, deutet sich mittels der um 3% besser als die GeForce RTX 3070 einsortierte Radeon RX 6700 XT an – normalerweise sollte eher die nVidia-Karte in diesem Vergleich vorn liegen. Damit ergeben sich leider auch zwei Ansätze zur Performance-Einordnung der Intel-Grafik – welche in ihrem Ergebnis doch einigermaßen voneinander abweichen.

RX 6700 XT
RTX 3070
448EU
100%
97%
92%
-----------------------------
128EU
GTX 1650
100%
88%

Quelle:  Apisak @ Twitter am 18. Juni 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. Juni 2021

Ein bemerkenswertes Neben-Ergebnis der Launch-Analyse zur GeForce RTX 3070 Ti ist der klare Absturz der Grafikkarten-Preise gegenüber der vorherigen Launch-Analyse zur GeForce RTX 3080 Ti, zwischen welchen schließlich gerade einmal 10 Tage Differenz liegen. Innerhalb dieses kurzen Zeitraums sanken die Grafikkarten-Einzelhandelspreise sehr augenscheinlich, bei den teureren Modellen oftmals gleich um mehrere hundert Euro. Im Schnitt der RDNA2- und Ampere-Grafikkarten gab es einen Preisrückgang um –13,3%, wenn man die GeForce RTX 3060 Ti wegen ihrer (immer noch) schlechten Verfügbarkeit herausläßt, sind es sogar –15,6%. Alle anderen Grafikkarten zogen dagegen bemerkbar in ihrer Verfügbarkeit an – Lieferbarkeit ist nun nicht mehr das Problem, dies sind allein "nur" noch die hohen Grafikkarten-Preise.

Gen. & Speicher Listenpreis Retail 6.6. Retail 16.6. Diff.
GeForce RTX 3090 Ampere, 24GB $1499 / 1549€ ~2800-3200 Euro 2200-2600 Euro –20%
GeForce RTX 3080 Ti Ampere, 12GB $1199 / 1199€ ~2500-3200 Euro 1780-2250 Euro –29%
Radeon RX 6900 XT RDNA2, 16GB $999 / 999€ ~1700-2200 Euro 1650-2000 Euro –6%
GeForce RTX 3080 Ampere, 10GB $699 / 719€ ~1800-2200 Euro 1650-1900 Euro –11%
Radeon RX 6800 XT RDNA2, 16GB $649 / 649€ ~1400-1700 Euro 1300-1600 Euro –6%
Radeon RX 6800 RDNA2, 16GB $579 / 579€ ~1600-1700 Euro 1250-1400 Euro –20%
GeForce RTX 3070 Ampere, 8GB $499 / 519€ ~1200-1400 Euro 1000-1150 Euro –17%
Radeon RX 6700 XT RDNA2, 12GB $479 / 479€ ~900-1100 Euro 840-920 Euro –12%
GeForce RTX 3060 Ti Ampere, 8GB $399 / 419€ ~1200-1300 Euro 1180-1500 Euro +7%
GeForce RTX 3060 Ampere, 12GB $329 / 329€ ~800-1000 Euro 680-800 Euro –18%
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Juni 2021

ComputerBase, Golem und WinFuture haben sich die im Netz kursierende Vorab-Version von Windows 11 angesehen – und im groben eher nur optische Unterschiede zu Windows 10 entdeckt, kaum inhaltliche Differenzen. Dies nährt den Verdacht, dass Windows 11 keine langfristig so geplante Entscheidung seitens Microsoft war, die ganzen Optik-Änderungen hätte man schließlich auch mit einem der typischen Major-Updates zu Windows 10 bringen können. Vielmehr könnte die Entscheidung zugunsten einer gänzlich neuen Betriebssystem-Version aus anderen Gründen getroffen worden sein: So dem Absägen des bei Windows 10 immer noch mitgeschleppten 32-Bit-Supports, welcher bei Windows 11 nun augenscheinlich wegfällt. Oder auch dem Zwang zu TPM 2.0 und SecureBoot, welches Microsoft mit Windows 11 einführt:

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Neuer Artikel: Launch-Analyse nVidia GeForce RTX 3070 Ti

Mittels der GeForce RTX 3070 Ti schickt nVidia die Ampere-Karte #7 in den Markt (oder wenigstens zu den Hardwaretestern), welche zwischen GeForce RTX 3070 und 3080 liegend primär die dort bisher einsam operierende Radeon RX 6800 angreifen soll. Hierzu setzt nVidia auf den GA104-Chip im Vollausbau, erstmals auch mit GDDR6X-Speicher arbeitend sowie mit kräftig hochgezogenem Power-Limit. Diese Launch-Analyse wird herausarbeiten, ob die GeForce RTX 3070 Ti ihre Performance-Zielsetzung im Querschnitt der vorliegenden Launch-Reviews erfüllen konnte. Gleichzeitig soll das mit dem vorhergehenden Launch der GeForce RTX 3080 Ti angefangene neue Performance-Bild aller RDNA2- und Ampere-Karten hiermit vervollständigt werden, worauf für alle diese Grafikkarten neue Index-Werte im 3DCenter Performance-Index aufzustellen sind ... zum Artikel.

AMD RDNA2 FHD-Index nVidia Ampere
Radeon RX 6900 XT 2140%
2100% GeForce RTX 3090
2060% GeForce RTX 3080 Ti
Radeon RX 6800 XT 2030%
1940% GeForce RTX 3080
Radeon RX 6800 1780%
1720% GeForce RTX 3070 Ti
gemäß des (aktualisierten) 3DCenter FullHD Performance-Index
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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. Juni 2021

The Verge zeigen Bilder zu Windows 11 – welche auch eine klare Bestätigung dafür enthalten, dass es sich um "Windows 11" handelt. Microsoft scheint also seine Ankündigung zum Launch von Windows 10, wonach dies "das letzte Windows" sein würde, zu brechen – zugunsten einer gewissen Microsoft-Tradition, das vorherige Windows jeweils unfertig zurückzulassen (oder kaputtgepatcht) und sich dann lieber einer neuen Windows-Version zu widmen. Der Neuheitswert von Windows 11 hält sich allerdings gemäß dem bisher Gezeigten in Grenzen, eventuell gibt es hiervon noch mehr im bisher nicht sichtbaren Bereich oder/und unter der Haube. An dieser Stelle könnte Microsoft durchaus viel nützliches tun: Bessere Konfigurierbarkeit beispielsweise mittels Profilen (anstatt hunderter Datenschutz-Einzeloptionen), konsequente Übernahme aller Windows-Settings bei Major-Updates, echte Nutzerwahl bei allen nicht direkt zum Kern-Betriebssystem gehörigen Apps (Edge, Wetter, News, etc), ein endlich mal wieder zweckmäßiges Startmenü. Besonders wahrscheinlich ist leider nichts davon, da zumeist gegen den Business-Plan von Microsoft bei Windows gehend.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14. Juni 2021

Laut Twitterer Vegeta kann jener fernöstliche Gerüchte über Zen 4 mit bis zu 128 CPU-Kernen nunmehr aus eigener Quelle bestätigen. Dabei gab es lange Zeit klare Hinweise auf nur 96 CPU-Kerne bei Zen 4, womit frühere wie aktuelle Gerüchte über eine höhere Kern-Anzahl zumeist nicht großartig beachtet wurden. Natürlich handelt es sich hierbei um die maximal mögliche Menge auf Architektur-Seite – was nicht bedeutet, dass die volle Menge tatsächlich in Produkten ausgeführt wird. Im Desktop-Segment wird es sowieso generell eine kleinere Anzahl an CPU-Kernen geben, im Gespräch sind derzeit entweder 16 oder 24 CPU-Kerne bei den Zen-4-basierten Ryzen-Prozessoren. Interessanterweise soll es sogar so sein, dass selbst die offiziellen Zen-4-Servermodelle unter dem Codenamen "Genoa" nicht mehr als 96 CPU-Kerne aufbieten – darauf besteht (auch weiterhin) ExecutableFix @ Twitter.

Wow, ZEN4 is really more than 96 cores. I was skeptical when I first saw this news in Chiphell. Now I can also confirm that ZEN4 is up to 128 cores.
Quelle:  Vegeta @ Twitter am 14. Juni 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 12./13. Juni 2021

Bei Minerstat wurden nun auch Hashraten zu den LHR-Varianten der GeForce 30 Serie in die Datenbank aufgenommen, womit ein vollständiger Vergleich zwischen nVidias Grafikkarten mit/ohne Miningbremse möglich wird. Die Angaben sind womöglich nicht gänzlich akkurat (der Gleichklang bei den Kommastellen sprengt jede Wahrscheinlichkeitsrechnung), aber sofern das ganze wenigstens halbwegs korrekt ist, läßt sich eine gewisse Richtung erkennen. Danach funktioniert erst einmal nVidias Mining-Bremse wie beworben – die Ethereum-Performance geht um ca. die Hälfte zurück. Die Ethereum-Profitabilität purzelt wegen eines gleichbleibenden Stromverbrauchs sogar noch etwas stärker herunter, reicht aber dennoch zu (günstigen) US-Strompreisen aus, um alle genannten Karten auch mit Mining-Bremse weiterhin in weniger als einem Jahr abzubezahlen – sofern jene nur den Listenpreis kosten würden. Zu aktuellen Preislagen sind die LHR-Karten hingegen vergleichsweise ineffektiv beim Ethereum-Mining, müsste man zur Deckung des Anschaffungspreises allein ca. anderhalb Jahre minern.

Ethereum ohne Mining-Bremse Ethereum mit Mining-Bremse zweitbester Algorithmus
GeForce RTX 3090 121,16 MH/s @ 290W ($7.22/day) - $5.31/day (ProgPowSERO)
GeForce RTX 3080 Ti - 58,68 MH/s @ 224W ($3.64/day) ?
GeForce RTX 3080 97,88 MH/s @ 224W ($6.43/day) 48,88 MH/s @ 224W ($2.94/day) $4.53/day (ProgPowSERO)
GeForce RTX 3070 Ti - 39,18 MH/s @ 224W ($2.25/day) ?
GeForce RTX 3070 61,79 MH/s @ 117W ($3.76/day) 30,79 MH/s @ 117W ($1.91/day) $3.23/day (Autolykos2)
GeForce RTX 3060 Ti 60,21 MH/s @ 120W ($4.00/day) 30,21 MH/s @ 120W ($1.86/day) $3.10/day (Autolykos2)
GeForce RTX 3060 38,41 MH/s @ 140W ($2.40/day) ? $2.36/day (Octopus)
alle Angaben laut Minerstat; Profitabilitäts-Angaben mit Strompreis 0,10 US-Dollar pro kWh, Stand: 13. Juni 2021
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