nVidia hat auf seiner Hausmesse GTC das im Herbst kommende "DLSS5" vorgestellt, welches neben den bisherigen DLSS-Features dann auch "3D Guided Neural Rendering" daherbringen wird. Für nVidia ist es nichts geringeres als die "Neuerfindung der Spielegrafik", praktisch kann man sich DLSS5 als die Echtzeit-Version einer KI-Bildverschönerung vorstellen, welche wie selbige mit einem bestehenden Grundbild arbeitet, nicht wie reine KI-Bilderzeuger das komplette Bild erfinden muß. nVidia preist als Vorteile insbesondere eine realistische Beleuchtung an, auf den Preview-Bildern fällt dies allerdings weniger klar auf, dort stechen vor allem die deutlich detaillierten Gesichter hervor. Selbiges gefällt allerdings nicht jedem, vielen geht der Charme des Originals bei dieserart Verbesserung verloren. Den Verbesserungsgrad kann der Spieleentwickler allerdings steuern, denkbarerweise hatte nVidia für seine Preview-Bilder die Regler aufs Maximum gedreht.

Die PC Games Hardware hat einen weiteren der beliebten Generations-Vergleiche bei Grafikkarten aufgelegt, in diesem Fall einen zu nVidias 60er Modelle von Pascal bis Blackwell. Wie üblich gilt, dass allein die gleiche Nummer im Verkaufsnamen nicht zwingend etwas zur Gleichartigkeit im Portfolio-Standing aussagen muß: GeForce RTX 4060 & 5060 sind beispielsweise in der Hackordnung deutlich niedriger angesetzt als die früheren 60er Modelle, die GeForce GTX 1060 entstammt zudem aus einer preislich deutlich anderen Grafikkarten-Ära. Aber zumindest wurde mit diesen früheren 60er Modellen der gute Ruf aufgebaut, welchen jetzt die neueren 60er Modelle wieder etwas einreißen durch ihre maßvollen Performance-Gewinne bei zugleich mangelhafter Speicherausstattung. Selbiges wird gut über diese Benchmarks dokumentiert, wo GeForce RTX 4060 & 5060 selbst zusammengerechnet es nicht schaffen, an die Performancegewinne der früheren 60er Modelle von nVidia heranzukommen.
| Hardware | FHD Raster | FHD RayTr. | |
|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5060 | Blackwell, 30 SM @ 128-bit, 8 GB GDDR7, 145W, $299, 2025 | 144% (+30%) | 138% (+27%) |
| GeForce RTX 4060 | Ada Lovelace, 24 SM @ 128-bit, 8 GB GDDR6, 115W, $299, 2023 | 111% (+11%) | 109% (+9%) |
| GeForce RTX 3060 12GB | Ampere, 28 SM @ 192-bit, 12 GB GDDR6, 170W, $329, 2021 | 100% (+34%) | 100% (+98%) |
| GeForce RTX 2060 6GB | Turing, 30 SM @ 192-bit, 6 GB GDDR6, 160W, $349, 2019 | 75% (+89%) | 50% |
| GeForce GTX 1060 6GB | Pascal, 10 SM @ 192-bit, 6 GB GDDR5, 120W, $249, 2016 | 39% | – |
| gemäß den Ausführungen der PCGH bzw. Benchmarks mit 20 Spiele-Titeln | |||
In Aktualisierung des Speicherkrisen-Preisindex vom Februar soll nachfolgend wieder betrachtet wie auch dokumentiert werden, wie sich die Preise von DDR5, DDR3/4, SODIMM, internen SSDs & HDDs, externen Festplatten und Grafikkarten im deutschen Einzelhandel zwischen Februar und März 2026 entwickelt haben. Zielsetzung ist es, zu klaren Zahlenwerten zu kommen, welche die hierbei auftretenden Preisübertreibungen für alle genannten Produktgruppen quantifizieren. Zugleich werden monatliche Steigerungsraten für jede Produktgruppe ermittelt, womit sich Anziehen und Abflauen von Preissteigerungen wie auch Preissenkungen belegen lassen. Abschließend wird auf Basis all dieser Daten der gesamte Verlauf der Preisveränderungen aller Produktgruppen von Beginn der Speicherkrise bis jetzt zusammengefasst in Diagramm-Form dargeboten. ... zum Artikel.
Interessant und beachtenswert bei der Entwicklung der Grafikkartenpreise innerhalb der Speicherkrise ist der Punkt, dass hierbei nVidia zumeist deutlich schlechter wegkommt. Dies trifft nicht auf jeden Fall zu, bei AMD gibt es auch totale Ausreißer wie die Radeon RX 9060 XT 8GB, welche prozentual mit dem Grafikkarten-Marktüberblick vom März gegenüber dem Grafikkarten-Marktüberblick vom November 2025 mit +26% fast so satt zulegt wie die GeForce RTX 5090 mit ihrerseits +30%. Bei so wenigen Werten aka Modellen verwischt ein einzelner Ausreißer natürlich die ganze Statistik, ergibt sich keine Klarheit. Jene existiert allerdings im Vergleich der aktuellen 16-GB-Modelle von AMD und nVidia: Jeweils drei SKUs, davon jeweils eine aus dem Mainstream-Feld, nVidia sicherlich mit dem generell höheren Durchschnittspreis, was eigentlich AMD benachteiligt (externe Preisschocks schlagen auf niedrigpreisigere Produkte prozentual natürlich stärker durch). Aber dennoch liegt der gemittelte Preisanstieg von November zu März bei nVidias 16-GB-Modellen mit +25,1% überaus klar höher als bei AMDs 16-GB-Modellen mit +14,1%.
| Nov. 2025 → März 2026 | konkrete Modelle | |
|---|---|---|
| AMD RDNA4: 3 SKUs mit 16 GB VRAM | Ø +14,1% | Radeon RX 9060 XT 16GB, 9070 & 9070 XT |
| nVidia Blackwell: 3 SKUs mit 16 GB VRAM | Ø +25,1% | GeForce RTX 5060 Ti 16GB, 5070 Ti & 5080 |
| nVidia Blackwell: 3 SKUs mit 8 GB VRAM | Ø +12,8% | GeForce RTX 5050, 5060 & 5060 Ti 8GB |
| gemäß der Grafikkarten-Marktüberblicke vom November 2025 bzw. vom März 2026 | ||
Seit dem letzten Grafikkarten-Marktüberblick vom November 2025 ist etwas Zeit vergangen, womit sich ein aktualisierter Blick auf die Preislage und Angebotsstruktur im deutschen Einzelhandel lohnt. Dabei ergibt sich der seltene Fall von absolut überhaupt keinen Neuzugängen, dafür allerdings sogar eine Handvoll Abgänge inklusive kurz vor dem Marktabschied stehender Karten. Zugleich hat die Speicherkrise nunmehr voll zugeschlagen und sich das allgemeine Preisniveau gegenüber dem letzten November maßgeblich erhöht – die seinerzeitige Prognose, mit den November-Preisen das (vorerst) letzte Mal eine vernünftige Preissituation zu sehen, ist also voll eingetroffen. Wie sich das aktuelle Grafikkarten-Angebot von AMD, Intel und nVidia präsentiert und welche Performance/Preis-Verhältnisse sich aus den aktuellen Marktpreisen ergeben, soll somit nachfolgend dargelegt werden ... zum Artikel.
Von den Marktforschern von IDC kommen vielbeachtete Aussagen mit einem (aktualisierten) Ausblick auf die PC-Branche 2026. In jener aktualisierten Fassung haben IDC die Stückzahlen-Prognosen deutlich niedriger angesetzt und schätzen den weltweiten PC/Notebook-Markt des Jahres 2026 nunmehr um gleich –11,3% schwächer ein als den des Vorjahres, bei Tablets soll der Absturz mit –7,6% etwas geringer ausfallen. Angesichts der eigentlich noch anstehenden vielen Umrüstungen auf Windows 11, was oftmals in PC-Neukäufen mündet, sind dies sagenhaft schlechte Prognosen, ohne Speicherkrise wäre 2026 sicherlich ein klares Plus-Jahr geworden. Andererseits dürfte bei den (großen) Herstellern von Komplett-Geräten der Haussegen deswegen nicht einmal schief hängen, da IDC zugleich sowie dennoch ein gewisses Umsatzplus prognostizieren: +1,6% bei PCs & Notebooks und +3,9% bei Tablets. Mittels dieser Zahlen lassen sich dann auch die sich damit ergebenden steigenden Durchschnittspreise (ASP) errechnen, deren Steigerungen mit +14,5% bei PCs & Notebooks und +12,4% bei Tablets durchaus kräftig ausfallen.
| 2025 → 2026 | Stückzahlen | Umsatz | ASP |
|---|---|---|---|
| PCs & Notebooks | –11,3% | +1,6% | +14,5% |
| Tablets | –7,6 | +3,9% | +12,4% |
| gemäß der Ausführungen von IDC zum weltweiten Markt (ASPs selber errechnet) | |||
VideoCardz und WCCF Tech berichten über die (erneute) Vorstellung der chinesischen Grafikkarten von Linsuan bzw. im genauerem dem Consumer-Modell "LX 7G106". Jenes soll nun endlich zum 18. Juni in den Handel gehen, nachdem zu einer ersten Vorstellung im Juli 2025 noch von einem Jahresendstart im letzten Jahr gesprochen wurde. Wirklich viel neues konnte Linsuan bei dieser zweiten Vorstellung nicht hinzutragen, an den technischen Daten hat sich nichts getan, allenfalls hat der Grafikkartenname nunmehr noch ein vorangestelltes "LX" erhalten. Generell wird von dieser chinesischen Grafikkarte eine Performance grob im Rahmen der GeForce RTX 4060 erwartet, mit allerdings gleich 12 GB Speicherbestückung und dafür hingegen ohne RayTracing-Support. Dies ist vielleicht aufgrund der zurückhängenden Performance-Klasse nicht wirklich wichtig, der Tausch gegen die größere Speicherbestückung in jedem Fall besser für den Endkunden.
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Intel hat mittels der "Core Ultra 200S Plus" Prozessoren den Arrow-Lake-Refresh offiziell vorgestellt, welcher wie erwartet am 26. März offiziell in den Handel gehen wird. Die neue "Serie" besteht aus nur zwei Prozessoren-Modellen, deren Daten vorab schon bekannt waren und sich nunmehr bestätigen. Leider sind die Hardware-Daten nicht ganz vollständig, es fehlen noch die Angaben zum iGPU-Takt. Die Angaben zum PL2 bzw. MTP haben sich hingegen eingefunden, hiermit liegen beide neuen Modelle auf dem exakten Stand ihrer jeweiligen Vorgänger. Interessant daneben ist der höhere offizielle Speichersupport von DDR5/7200 (oberhalb von DDR5/5600 nur als CUDIMM) und die höhere Interconnect-Geschwindigkeit zwischen den einzelnen Tiles, welche von vorher 2.1 GHz auf nunmehr gleich 3.0 GHz sehr deutlich gesteigert wurde. In der Summe von Mehrkernen, minimal Mehrtakt, höherem Speichersupport und mehr D2D-Takt will Intel die Spiele-Performance um +15% beim Core Ultra 7 270K Plus sowie +13% beim Core Ultra 5 245K Plus gesteigert haben, jeweils auf das direkte Vorgänger-Modell bezogen. Die Steigerung der Anwendungs-Performance dürfte zaghafter ausfallen, da jene üblicherweise Powerlimit-gebunden ist und selbiges wie gesagt identisch ausfällt.
YouTuber Moore's Law Is Dead bringt zwei weitere neue nVidia-Karten ins Spiel – GeForce RTX 5070 Laptop 12GB und GeForce RTX 5060 12GB. Beide haben allerdings nur eine geringe Glaubwürdigkeit, da sich hierzu jeweils andere Erklärungen anbieten. So soll die GeForce RTX 5060 GB205-basiert, aber starken Abspeckungen und nur 128-Bit-Speicherinterface daherkommen – aber eben 12 GB GDDR7-Speicher. Dies ist nahezu dasselbe, was Leaker MEGAsizeGPU @ X kürzlich bereits nannte – dies aber ohne die 12 GB VRAM. Prinzipiell würden beide Gerüchte sogar zusammenpassen, aber es ist einfach ein wenig unwahrscheinlich, dass 'MEGAsizeGPU' das interessanteste Detail einer höheren Speichermenge nicht berichten haben sollte. Eher wahrscheinlich ist, dass es hier um reine Resteverwertung an GB205-Chips geht – und eben nicht um eine verbesserte Speichermenge. Bei der angeblichen "GeForce RTX 5070 Laptop 12GB" ist es dann noch klarer: Jene wurden mal seitens Asus und Lenovo derart notiert, was Asus auch schon wieder korrigiert hatte und ganz generell immer auch einfach nur ein Schreibfehler zugunsten der Ti-Variante sein kann (die im Mobile-Bereich tatsächlich mit 12 GB VRAM antritt).
| Chip | Hardware | VRAM | TDP | Liste | Release | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5070 Laptop 12GB (???) | GB206 | ? SM @ 128-bit | 12 GB | ? | – | wildes Gerücht |
| GeForce RTX 5070 Laptop 8GB | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 8 GB | 50-125W | – | CES 2025 |
| GeForce RTX 5060 Ti 8GB | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 8 GB | 180W | $379 | 16. April 2025 |
| GeForce RTX 5060 12GB (???) | GB205 | ? SM @ 128-bit | 12 GB | ? | ? | wildes Gerücht |
| GeForce RTX 5060 8GB | GB206 | 30 SM @ 128-bit | 8 GB | 145W | $299 | 19. Mai 2025 |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | ||||||
VideoCardz berichten über die offizielle Vorstellung der reinen P-Kern-Modelle von Bartlett Lake (BTL-Modelle mit Hybrid-Architektur gibt es hingegen schon seit mehr als einem Jahr) im Rahmen der "Embedded World 2026", mittels welcher sich auch alle vorab genannten Hardware-Daten bestätigen lassen haben. Die für den Netzwerk/Industrie-Bereich gedachten Prozessoren kommen im Sockel LGA1700 daher und unterstützen DDR5-Speicher bis DDR5/5600 sowie DDR4-Speicher bis DDR4/3200, sind architektonisch absolut "Raptor Lake" – nur eben mit eigenem Die mit 12 reinen P-Kernen. Angaben zum PL2 gab es leider nicht, früher ging dies bei ähnlichen Netzwerk/Industrie-Prozessoren durchaus bis zu 250 Watt hinauf, wobei da allerdings vermutlich kein PL1=Pl2 galt. Leider ergibt Bartlett Lake vorerst keine neue Option für LGA1700-Besitzer, da Consumer-Mainboards die notwendigen BIOS-Updates zur Erkennung dieser Prozessoren nicht erhalten werden.
| BTL (P-Core-only) | Kerne | Takt | L2+L3 | iGPU | PL1/PL2 | Release |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Core 9 273PQE | 12P/24T | 3.4/5.9 GHz | 24+36 MB | Xe-LP, 32 EU | 125/?W | 9. März 2026 |
| Core 9 273PE | 12P/24T | 2.3/5.7 GHz | 24+36 MB | Xe-LP, 32 EU | 65/?W | 9. März 2026 |
| Core 9 273PTE | 12P/24T | 1.4/5.5 GHz | 24+36 MB | Xe-LP, 32 EU | 45/?W | 9. März 2026 |
| Core 7 253PQE | 10P/20T | 3.5/5.7 GHz | 20+33 MB | Xe-LP, 32 EU | 125/?W | 9. März 2026 |
| Core 7 253PE | 10P/20T | 2.5/5.5 GHz | 20+33 MB | Xe-LP, 32 EU | 65/?W | 9. März 2026 |
| Core 7 253PTE | 10P/20T | 1.8/5.4 GHz | 20+33 MB | Xe-LP, 32 EU | 45/?W | 9. März 2026 |
| Core 5 223PQE | 8P/16T | 4.0/5.5 GHz | 16+24 MB | Xe-LP, 32 EU | 125/?W | 9. März 2026 |
| Core 5 223PE | 8P/16T | 2.9/5.4 GHz | 16+24 MB | Xe-LP, 32 EU | 65/?W | 9. März 2026 |
| Core 5 223PTE | 8P/16T | 2.3/5.4 GHz | 16+24 MB | Xe-LP, 32 EU | 45/?W | 9. März 2026 |
| Core 5 213PE | 8P/16T | 2.7/5.2 GHz | 16+24 MB | Xe-LP, 24 EU | 65/?W | 9. März 2026 |
| Core 5 213PTE | 8P/16T | 2.1/5.2 GHz | 16+24 MB | Xe-LP, 24 EU | 45/?W | 9. März 2026 |
| Alle Bartlett-Lake-Modelle kommen im Sockel LGA1700 daher, sind aber offiziell nicht für Consumer-Mainboards gedacht. | ||||||