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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. Oktober 2021

VideoCardz berichten über einen Optimierungs-Guide für Software-Entwickler zugunsten von Intels "Alder Lake" Prozessoren, welcher einige neue Details offeriert bzw. bestätigt. Darunter ist auch eine Klarstellung zu den jeweils maximalen Bauformen im Mobile- und Desktop-Bereich. So wird es im Mobile-Bereich maximal bis zu 6 Performance-Kernen geben, dafür gibt es dort aber auch exklusiv die große Grafiklösung mit bis zu 96 EU. Im Desktop-Bereich ist die Grafiklösung hingegen (normalerweise) auf 32 EU beschränkt, dafür gibt es dort exklusiv den Vollausbau mit 8 Performance- und 8 Effizienz-Kernen. Natürlich ist es denkbar, dass Intel irgendwann auch Sonder-Modelle auflegt, welche sich eines nicht für das jeweilige Marktsegment gedachten Prozessoren-Dies bedienen. Normalerweise sollte Intel allerdings versuchen, dies zu vermeiden, denn mit jener Auftrennung kann man die zugrundeliegenden Alder-Lake-Dies jeweils zielgerichtet auf ihr Einsatzgebiet optimieren – sowohl schon beim Chipdesign als auch bei der Fertigung.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14. Oktober 2021

VideoCardz berichten über einen chinesischsprachigen Test der Radeon RX 6600 bei Bilibili, wo bereits ein Core i9-12900K als Testunterbau benutzt wurde – und demzufolge auch ein paar erste Spiele-Benchmarks mit diesem Alder-Lake-Prozessor abgefallen sind. Wirklich gut vergleichbar sind hierbei allerdings nur die 3DMark-Werte, zu welchen nachfolgend Vergleichswerte zu Rocket-Lake- und Zen-3-Prozessoren seitens Lab501 (FireStrike Extreme Physics) & Guru3D (TimeSpy CPU) herausgesucht wurden. Jene zeigen einen deutlichen Sprung des Core i9-12900K gegenüber Rocket Lake an, genauso auch wie das Alder Lake nunmehr in dieser Disziplin beachtbar vor AMDs Zen 3 herauskommen sollte. Die aufgezeigten Performance-Sprünge ähneln dabei durchaus den bereits geleakten Meßwerten aus dem Bereich der Anwendungs-Benchmarks.

Hardware FireStrike-E Physics TimeSpy CPU
Core i9-12900K ADL, 8C+8c/24T, 3.2/5.3 GHz 41278 17915
Core i9-11900K RKL, 8C/16T, 3.5/5.3 GHz 30266 13071
Ryzen 9 5950X Zen 3, 16C/32T, 3.4/4.9 GHz 38725 14440
Ryzen 9 5900X Zen 3, 12C/24T, 3.7/4.8 GHz 35826 12626
Ryzen 7 5800X Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz 30670 11900
Quellen: Core i9-12900K von Bilibili, Vergleichswerte von Lab501 (FireStrike) & Guru3D (TimeSpy)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. Oktober 2021

Der Marktstart der Radeon RX 6600 fand in diesem Fall ohne einen Tag Verzögerung zeitgleich mit dem NDA-Fall für die Launchreviews statt – und war allerdings deutlich weniger spektakulär wie der Marktstart der Radeon RX 6600 XT im August. Jene gab es seinerzeit tatsächlich zum oder nahe zum Listenpreis, selbst zwei Wochen nach Launch war der real zu zahlende Preisaufschlag noch erträglich – die aktuell überzogenen Preislagen zur XT-Variante entwickelten sich erst danach. Die non-XT-Variante stieg hingegen am Mittwoch-Nachmittag gleich zu erheblichen Preisaufschlägen ein, die meisten Händler boten die Karte ergo vom Start weg zu deutlich über Listenpreis (339€) liegenden Straßenpreisen an. Dies wiegt um so schwerer, als dass zur Radeon RX 6600 non-XT primär Ausführungen auf Referenz-Taktraten angeboten werden, wo sich (bedeutsame) Mehrpreise nicht wirklich begründen lassen.

Radeon RX 6600  (UVP: 339€) bester Preis Preisübertr. Preisspanne Lieferbarkeit
Verkaufsstart +1,5h (16:30) 464€ +37% 464-620€ ★★☆☆☆
Verkaufsstart +12h (03:00 Nachts) 499€ +47% 499-599€ ★★☆☆☆
gemäß der (lieferbaren) Listungen zur Radeon RX 6600 bei Geizhals, Alternate, Caseking, Mindfactory, Notebooksbilliger & Proshop
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Launch der Radeon RX 6600: Die Launchreviews gehen online

Mit der Radeon RX 6600 (non-XT) tritt die bislang kleinste RDNA2-Grafikkarte an, welche wie die vorhergehende Radeon RX 6600 XT auf dem Navi-23-Chip basiert. Jener wurde für die non-XT-Variante um ein paar Shader-Cluster, etwas Taktrate und etwas TDP erleichert, was letztlich zu einer maßvoll niedrigeren Performance führen sollte. Damit dürfte die Radeon RX 6600 ziemlich exakt auf dem Performance-Punkt der GeForce RTX 3060 herauskommen – ein seltener Fall im Rahmen der aktuellen RDNA2- und Ampere-Generationen, wo sich die meisten AMD- und nVidia-Grafikkarten eher aus dem Weg gehen. Die genaue Performance-Bestimmung zwischen Radeon RX 6600 und GeForce RTX 3060 obliegt nunmehr den in zahlreicher Form erschienenen Launchreviews – wobei der Effekt werksübertakteter Modelle zu beachten wäre, welche zumindest bei der GeForce RTX 3060 die Mehrheit der Testobjekte darstellen. Daneben startet die Diskussion zur neuen AMD-Grafikkarte in unserem Forum und ist zu späterem Termin die übliche Launch-Analyse zu erwarten, welche einen Überblick zu den aufgestellten Performance-Werte bieten wird.

Technik Listenpreis Release
Radeon RX 6900 XT Navi 21 XTX, 80 CU @ 256 Bit, 16 GB GDDR6 $999 / 999€ 8. Dezember 2020
Radeon RX 6800 XT Navi 21 XT, 72 CU @ 256 Bit, 16 GB GDDR6 $649 / 649€ 18. November 2020
Radeon RX 6800 Navi 21 XL, 60 CU @ 256 Bit, 16 GB GDDR6 $579 / 579€ 18. November 2020
Radeon RX 6700 XT Navi 22 XT, 40 CU @ 192 Bit, 12 GB GDDR6 $479 / 479€ 18. März 2021
Radeon RX 6600 XT Navi 23 XT, 32 CU @ 128 Bit, 8 GB GDDR6 $379 / 380€ 11. August 2021
Radeon RX 6600 Navi 23 XL, 28 CU @ 128 Bit, 8 GB GDDR6 $329 / 339€ 13. Oktober 2021
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Gerüchteküche: Aktualisierte Hardware-Daten zu nVidias GeForce RTX 3050 & 3050 Ti

Seitens des gewöhnlich sehr gut informierten Twitterers & Leakers 'Kopite7kimi' kommen aktualisierte Hardware-Daten zu GeForce RTX 3050 & 3050 Ti, dem bislang noch fehlendem Mainstream-Unterbau der Ampere-Generation. Jene Karten wurde wegen der aktuellen Chipkrise lange verschoben, sind jedoch augenscheinlich nach wie vor in nVidias Planung enthalten – wenngleich es derzeit weiterhin keine Terminlage zu diesen gibt. Mit diesem langen Zeitverzug sind natürlich gewisse Änderungen fast normal, da nVidia nunmehr die Gelegenheit erhält, diese Modelle passgenauer zur Markt- und Konkurrenzsituation zu gestalten. Zur GeForce RTX 3050 Ti lag bislang eine sowieso nicht haltbare Datenlage mit 28 Shader-Clustern vor – wie bekannt ist dies dann die Hardware der GeForce RTX 3060 geworden.

Maybe, RTX 3050 Ti, GA106-150-A1, 3072FP32, 6/12G GD6.
A RUMOR.

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 13. Oktober 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 12. Oktober 2021

In einem YouTube-Video zum (etwas vorfristig begangenen) fünfjährigen Ryzen-Jubiläum hat AMD auch ein paar gewichtige Punkte zu den nächsten Ryzen-Prozessoren klargestellt. Teilweise war das genannte schon in der Gerüchteküche bekannt gewesen, teilweise handelt es sich um Präzisierungen dessen – was aber natürlich aus dem Munde AMDs immer wesentlich mehr wiegt wie als Twitter-Gerücht. So werden die Zen-3-Prozessoren mit 3D V-Cache nunmehr erst Anfang 2022 erscheinen, zusammen mit neuen Mobile-Prozessoren (hierbei dürfte es sich um die Rembrandt-APUs handeln). Bestätigt wird hiermit auch, dass die Ryzen-Prozessoren mit 3D V-Cache auf dem Sockel AM4 erscheinen werden – selbst wenn dies eigentlich klar gewesen sein sollte. Denn die nächste AMD-Plattform wird erst später im Jahr antreten – was AMD hiermit nun genauso wie deren DDR5-Speichersupport bestätigt hat (hierbei wird es sich logischerweise um "AM5" als den Zen-4-Unterbau handeln, wenngleich AMD diese Begriffe nicht benutzte).

  1.   Die ersten Ryzen-Prozessoren mit 3D V-Cache werden Anfang 2022 veröffentlicht, jene werden im Sockel AM4 erscheinen.
  2.   Ebenfalls Anfang 2022 kommt eine neue Serie an Mobile-Prozessoren, welche sich auf eine bessere Energieeffizienz konzentrieren soll.
  3.   Später im Jahr wird AMD mit einer neuen Plattform auf neuem Sockel und Support für DDR5-Speicher wie auch PCI Express 5.0 antreten.
      Quelle: AMD @ YouTube
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Hardware- und Nachrichten-Links des 11. Oktober 2021

Twitterer Greymon55 hat nochmals den Stand der Gerüchteküche zu AMDs "Navi 31" Chip zusammengefasst. Hiermit ändert sich nichts gegenüber den schon im Sommer genannten Daten, interessant ist allerdings die Taktraten-Angabe von 2.4-2.5 GHz. Damit scheint dieser RDNA3-basierte Grafikchip trotz der 5nm-Fertigung der eigentlichen Recheneinheiten (die 6nm-Fertigung trifft nur auf das MCD zu, welches nur Cache enthalten soll) nicht auf höhere Taktraten zu kommen als derzeit von AMD bei der RDNA2-Generation unter der 7nm-Fertigung gewohnt. Der Hintergrund dessen könnte in der enormen Chipfläche des MultiChip-Konstrukts "Navi 31" (geschätzt ~800m² oder mehr) sowie der aus der gewaltigen Hardware resultierenden Verlustleistung liegen (angeblich über 400 Watt). Nichtsdestotrotz kommt auf dieser Taktrate natürlich eine FP32-Rechenleistung von ~75 TFlops heraus.

N31 summary (based on various sources)
GFX11 RDNA3
5nm+6nm TSMC
15360SP
256bit GD6
2.4~2.5GHz
75T FP32

Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 10. Oktober 2021
 
Yeah, at least FP32 is 3x69xt.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 10. Oktober 2021
 
I think 2.5x raster and 3x fp32 is reasonable.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 10. Oktober 2021

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Kleinster Alder-Lake-Sechskerner "Core i5-12400" zeigt starke Performance unter CPU-Z & Cinebench

VideoCardz berichten über einen fernöstlichen Test des Core i5-12400 auf Bilibili, bei welchem ein paar durchaus interessante Benchmarks unter CPU-Z und Cinebench R20 abgefallen sind – welche sich bekannterweise System-übergreifend mit vorhandener Hardware vergleichen lassen. Danach scheint der kleinste Sechskerner der kommenden Alder-Lake-Generation gegenüber seinem direkten Vorgänger in Form des Core i5-11400 um zwischen 17-48% unter diesen beiden (gut skalierenden) Benchmarks zulegen zu können, gegenüber dem stärksten AMD-Sechskerner in Form des Ryzen 5 5600X gibt es hingegen eine Mehrperformance von 4-10%. Für einen Prozessor, welcher in den letzten Intel-Generationen regelmäßig für 182 Dollar in Intels Preisliste stand (157 Dollar ohne integrierte Grafik) ist dies ein durchaus exzellentes Ergebnis, welches AMD insbesondere beim Preis/Leistungs-Verhältnis gegenüber dem Ryzen 5 5600X (Listenpreis $299) deutlich unter Druck setzen dürfte.

Hardware CPU-Z/ST CPU-Z/MT CB20/ST CB20/MT
Core i9-12900K ADL, 8C+8c/24T, 3.2/5.3 GHz 802,9 10719,6 768 10545
Core i7-12700K ADL, 8C+4c/20T, ?/5.0 GHz 800,2 9423,2 - -
Core i5-12400 ADL, 6C+0c/12T, 2.5/4.4 GHz 681,7 4983,8 659 4784
Core i7-11700K RKL, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz 645 6261 604 5684
Core i5-11600K RKL, 6C/12T, 3.9/4.9 GHz 633 4731 575 4186
Core i5-11400 RKL, 6C/12T, 2.6/4.4 GHz 566 4249 535 3227
Ryzen 7 5800X Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz 640 6560 624 6112
Ryzen 5 5600X Zen 3, 6C/12T, 3.7/4.6 GHz 624 4811 601 4390
Ryzen 5 5600G Cezanne, 6C/12T, 3.9/4.4 GHz - 4584 559 4218
11400 → 12400   +20% +17% +23% +48%
5600X → 12400   +9% +4% +10% +9%
Quellen: Core i5-12400 von VideoCardz, Core i7-12700K & Core i9-12900K gemäß früherer News & WCCF Tech, Vergleichswerte von CPU-Z & Guru3D
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Umfrage-Auswertung: Wie häufig werden VSR/DSR/Downsampling Anti-Aliasing genutzt?

Mit einer Umfrage von Anfang September wurde nach der Nutzung von VSR, DSR und Spiel-eigenem Downsampling Anti-Aliasing gefragt, in Wiederholung einer 2016er Umfrage. Spiel-eigenes Downsampling wurde seinerzeit noch nicht mit abgefragt, aber da es sich sinngemäß um dasselbe wie die beiden Hersteller-eigenen Features VSR & DSR handelt, kann man die Umfrageergebnisse durchaus miteinander vergleichen. Dabei ergibt sich, dass VSR/DSR/Downsampling derzeit an Verbreitung und Beachtung durchaus eingebüßt hat – wenn derzeit nur 30,1% der Umfrageteilnehmer für dessen Nutzung stimmten, anno 2016 hingegen wenigstens 37,3%. Angesichts der immerhin fünf Jahre Zeitspanne zwischen den beiden Umfragen ist dies für VSR/DSR/Downsampling ein schwaches Ergebnis, neue Grafik-Features (mit dieser guten Ausgangslage) können über diesen Zeitraum durchaus eine echte Marktdurchdringung erreichen.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 9./10. Oktober 2021

Die Grafikkarten-Verfügbarkeit und -Preislagen bezüglich der neuen Ampere- und RDNA2-Modelle zeigt sich zur Oktober-Mitte nicht wesentlich verändert gegenüber dem Stand vom Ende des Septembers. Die Preislagen sind in den meisten Fällen wiederum leicht gestiegen – bei nVidia eher marginal, bei AMD hingegen durchaus beachtbar. Die durchschnittliche Preisübertreibung (ermittelt ohne die neueren Karten mit ihren hochgesetzten Listenpreisen) beginnt damit inzwischen etwas zwischen AMD und nVidia auseinanderzudriften – nachdem sich jene Werte ab dem Juli doch stark angenähert hatten. Wieso ausgerechnet die AMD-Preise nun hochgehen und die nVidia-Preise nicht wirklich mitziehen, läßt sich kaum gut erklären. Normalerweise sollte man bei AMDs Grafikkarten langsam aber sicher einmal etwas von den steigenden Waferzuteilungen bei TSMC mitbekommen, nachdem AMD seine früheren Lieferprobleme im CPU-Bereich inzwischen im Griff hat.

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