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Hardware- und Nachrichten-Links des 17./18. Juli 2021

Die Grafikkarten-Preise zu den aktuellen RDNA2- und Ampere-Beschleunigern haben sich nach der rasanten Abwärtsbewegung vom preislichen Höhepunkt zur Mai-Mitte bis Anfang Juli in den letzten zwei Wochen leider überhaupt nicht mehr positiv weiterentwickelt. Eine gewisse Bremswirkung konnte man zwar erwarten, die aktuellen Preise haben hingegen eine absolute Vollbremsung hingelegt. Bei AMD haben sich die Grafikkarten-Preise tendentiell sogar leicht erhöht – und selbst der bessere Preispunkt der Radeon RX 6700 XT steht in Frage, da nur bei einem einzigen Händler derart zu finden. Bei nVidia gab es minimale Veränderungen in die andere Richtung – wobei nur GeForce RTX 3060 Ti (positive Preistendenz) sowie GeForce RTX 3070 (negative Preistendenz) beachtbare Veränderungen hinlegten. Bei nVidia wird zudem der Schnitt der Preisübertreibung etwas verzerrt durch die hohen Listenpreise von 3070Ti & 3080Ti – ohne jene zwei Karten gerechnet kommt nVidia derzeit auf durchschnittlich +60% Mehrpreis des günstigsten Händlerangebots gegenüber dem Listenpreis.

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Umfrage: Welche Chancen werden big.LITTLE im Desktop-Bereich eingeräumt?

Inwiefern ein big.LITTLE-Ansatz im Desktop-Bereich wirklich etwas (gegenüber einfach mehr normalen CPU-Kernen) bringt, ist eine Streitfrage mit weit auseinandergehenden Standpunkten. Dabei steht schon zum Jahresende mit Intels "Alder Lake" die erste entsprechende Consumer-Generation an, auch AMD scheint langfristig mit der Zen-5-Architektur in diese Richtung zu gehen. Mittels dieser Umfrage soll herausgefunden werden, wie die Erwartungshaltung an "big.LITTLE" bzw. Hybrid-Architekturen derzeit liegt, bezogen allein auf den Desktop-Bereich.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

erwarte erhebliche Verbesserungen auch im Desktop-Bereich
15% (203 Stimmen)
der Anfang dürfte beschwerlich ausfallen, vielleicht wird es langfristig etwas
43% (564 Stimmen)
sehe für den Desktop-Bereich generell keinen beachtbaren Vorteil
42% (555 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1322
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Erster kompletter Test zur Radeon RX 6900 XT "Liquid Cooling" zeigt beachtbare Mehrperformance

Die PC Games Hardware hat sich eine eigentlich nur bei Systemintegratoren (ergo im Rahmen kompletter PCs) verfügbare Radeon RX 6900 XT "Liquid Cooling" (LC) heranorganisiert, womit diese Karte endlich einmal ordentlich betrachtet und ausgemessen wurde. Der Grafikchip meldet sich dabei als "Navi 21 XTXH" an – und somit leicht abweichend von Stand der luftgekühlten Radeon RX 6900 XT (Navi 21 XTX). Dies zeigt nicht nur auf den baulichen Unterschied, sondern auch auf Differenzen bezüglich Taktraten und TDP hin. Die wassergekühlte Lösung taktet (nominell) im Schnitt mit 200 MHz mehr (samt höherem Speichertakt) sowie operiert auf 50 Watt höherer TDP. Damit war ein beachtbarer Performancegewinn möglich, im Schnitt der PCGH-Benchmarks reichte es unter der 4K-Auflösung für +6,7% Mehrperformance gegenüber der luftgekühlten Ausführung.

PCGH-Messungen FullHD/1080p WQHD/1440p 4K/2160p Verbrauch
Radeon RX 6900 XT LC 105,8% 106,0% 106,7% 350W
Radeon RX 6900 XT 100% 100% 100% 301W
GeForce RTX 3090 101,7% 106,1% 112,4% 355W
GeForce RTX 3080 Ti 97,9% 101,7% 107,3% 348W
gemäß der Messungen der PC Games Hardware unter jeweils 20 Spielen
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Juli 2021

Laut Moore's Law Is Dead @ YouTube wurde Ryzen Threadripper 5000 auf Zen-3-Basis (Codename "Chagall", abweichend vom früher teilweise genannten Codenamen "Genesis" oder "Genesis Peak") auf das Jahresende verschoben: Der Launch entsprechender Standard-Modelle soll nunmehr im November 2021 stattfinden, Pro-Modelle (mit Achtkanal-Speicherinterface und 128 PCI Express 4.0 Lanes) dann im Januar 2022 nachfolgen. Trotz der erstaunlich späten Terminlage wird hierbei wohl weiterhin die ursprünglich geplante Technik antreten, sprich "gewöhnliche" Zen-3-CCDs mit bis zu 64 CPU-Kernen, ohne jedoch den für den Jahreswechsel im Consumer-Segment angekündigten 3D V-Cache. Selbiger wird auf normalen Ryzen-Prozessoren zwar sicherlich auch nicht vor Jahresanfang 2022 in den Verkauf gehen, dürfte aber Ende 2021 durchaus schon ein Thema sein – insofern überrascht es etwas, dass AMD noch so spät eine neue Threadripper-Generation ohne 3D V-Cache herausbringen will.

    AMD Ryzen Threadripper Roadmap

  1.   Zen-3-basierte non-Pro-Modelle (bis 64C)  —  Launch November 2021
  2.   Zen-3-basierte Pro-Modelle (bis 64C)  —  Launch (geplant) Januar 2022
  3.   "Chagall X3D" mit 3D V-Cache  —  Launch vorläufig angesetzt für 2. Halbjahr 2022
  4.   Zen-4-basierter Threadripper (bis 96C)  —  Launch (geplant) 2023
    Quelle: Moore's Law Is Dead @ YouTube
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Gerüchteküche: Hardware-Daten zu Core i5-12600K, Core i7-12700K & Core i9-12900K aufgetaucht

Twitterer La Frite David weist auf im chinesischen Zhihu-Forum aufgetauchte Modell-Daten zu ersten Alder-Lake-Prozessoren hin – erstmals sogar mit genauen Taktraten nicht nur für die großen Performance-Kerne auf Golden-Cove-Basis, sondern auch für die kleinen Energieeffizienz-Kerne auf Gracemont-Basis. Jene Spezifikationen könnten – wegen der Deckungsgleichheit zu kürzlich genannten Daten – durchaus von den jetzt augenscheinlich herausgegebenen "Qualification Samples" stammen, welche (bezüglich der Spezifikationen) dann meistens auch dem Auslieferungsstand entsprechen. Einen Verdacht auf abweichende Daten gibt es aber dennoch: So wurde der Core i9-12900K kürzlich mit 3.9/5.3 GHz genannt, was einen gegenüber Rocket Lake um +400 MHz höheren Basetakt ergeben würde.

Kerne P-Kerne Taktraten E-Kerne Taktraten L3 PL1/PL2
Core i9-12900K 8C/16T+8c/8t Base: ?, AllCore: 5.0 GHz, 1/2C-Boost: 5.3 GHz Base: ?, AllCore: 3.7 GHz, 1/4C-Boost: 3.9 GHz 30 MB 125/228W
Core i7-12700K 8C/16T+4c/4t Base: ?, AllCore: 4.7 GHz, 1/2C-Boost: 5.0 GHz Base: ?, AllCore: 3.6 GHz, 1/2C-Boost: 3.8 GHz 25 MB 125/228W
Core i5-12600K 6C/12T+4c/4t Base: ?, AllCore: 4.5 GHz, 1/2C-Boost: 4.9 GHz Base: ?, AllCore: 3.4 GHz, 1/2C-Boost: 3.6 GHz 20 MB 125/228W
Datenquelle: Zhihu-Forum
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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. Juli 2021

Der Bullsh1t Buster @ Twitter zeigt eine (nutzererstellte) AMD Consumer CPU/GPU Roadmap 2019-2025, welche einen groben Überblick über die kommenden CPU/GPU-Projekte von AMD im Consumer-Bereich (außerhalb von HEDT, Server & HPC) abliefert. Die Roadmap ist in jedem Fall nicht von AMD selber erstellt (wobei der Verfasser unbekannt ist), da sich auch kleinere Fehler finden lassen: So lautet der Codename der kommenden Zen-3-Prozessoren mit 3D V-Cache keineswegs auf "Brecken Ridge" – denn dies ist schlicht der Codename eines einzelnen Zen-3-CCDs. Zudem gibt es unterschiedliche Meinungen zur Frage, ob die eingezeichnete Terminlage für Zen 5 korrekt ist: Raichu @ Twitter geht von einem Termin eher erst 15 Monate nach Zen 4 aus – was Zen 5 dann ziemlich sicher ins Jahr 2024 versetzen würde.

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Gerüchteküche: GeForce RTX 30 "SUPER"-Refresh soll nun auch im Desktop erscheinen

Nachdem Leaker 'Kopite7kimi' ursprünglich die Meldung über einen GeForce RTX 30 "SUPER"-Refresh rein für den Mobile-Bereich bestätigt hatte, soll jener "SUPER"-Refresh nach einem neuerlichen Tweet seitens Kopite7kimi nun doch auch noch in den Desktop-Bereich gelangen. Selbiges war natürlich immer möglich und wird sogar schon angeregt in unserem Forum diskutiert. Auftrieb erhält diese These vor allem durch den (vermuteten) zeitlichen Ablauf, welches nVidias Gaming-Nachfolger "Lovelace" erst spät im Jahr 2022 oder gar erst im Jahr 2023 sieht. Je länger es bis zur nächsten Grafikchip-Generation dauert, um so geringer ist die Chance, dass nVidia den Zwischenraum nicht doch noch über eine Refresh-Generation füllt. Sofern AMD tatsächlich selber zu einer Refresh-Generation auf Basis einer minimal verbesserten Fertigung schreiten sollte (6nm nach Angaben der Gerüchteküche), wäre ein eigener Refresh bei nVidia dann sogar obligatorisch.

VideoCardz:   NVIDIA GeForce RTX 30 SUPER Laptop GPUs to debut early next year
Kopite7kimi:   not only laptops

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 14. Juli 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 14. Juli 2021

Twitterer Patrick Schur hat zur Frage der höheren TDPs von Zen 4 nochmals nachgelegt und genaue TDP-Klassen für die Zen-4-basierten Desktop-Prozessoren mit Codenamen "Raphael" notiert. Durch die nochmalige Verwendung des Begriffs "TDP" sowie der teilweise Verwendung bekannter TDP-Klassen (65W, 95W, 105W) wird auch klarer, dass hiermit keineswegs die Package Power (PPT) gemeint ist, sondern tatsächlich "nur" die TDP. Allerdings fügt ExecutableFix @ Twitter hierzu die Information an, dass die "normalen" Prozessoren-Modelle nur bis 120 Watt TDP gehen werden – die TDP-Klasse von 170 Watt bleibt hingegen Sonder-Modellen außerhalb des normalen Produktkatalogs vorbehalten. Dies sieht dann wiederum wesentlich freundlicher aus, denn auf 120 Watt TDP würde die Package Power gemäß der bisherigen Rechnung (TDP x 1,35 = PPT) "nur" auf 162 Watt hinaufgehen (von derzeit maximal 142 Watt).

The exact TDP numbers for Raphael are 65, 95, 105, 120 and 170 W.
Quelle:  Patrick Schur @ Twitter am 14. Juli 2021
 
That 170W isn't a normal TDP value. 120W is the max for the normal SKUs.
Quelle:  ExecutableFix @ Twitter am 14. Juli 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. Juli 2021

VideoCardz berichten über fernöstliche Ausführungen zu Samples von Intels "Alder Lake". Dabei ist nach augenscheinlich zwei "Engineering Samples" (ES) nun das erste "Qualification Sample" (QS) aufgetaucht – welches dem finalen Stand schon ziemlich nahekommen sollte. Jenes QS taktet (auf 8C+8c) dann mit 3.9/5.3 GHz – was beim Basetakt immerhin 400 MHz mehr als beim Core i9-11900K (3.5/5.3 GHz) sind, bei allerdings gleichem Maximaltakt. Im Auslieferungszustand könnten diese Taktraten eventuell noch leicht zulegen, bis zu 5.5 GHz wurden in der Gerüchteküche notiert (entspricht möglicherweise Intels interner Zielvorgabe). Zudem gab es eine Hochrechnung auf ein Cinebench-Resultat jenes QS – ausgehend vom bekannten Wert eines ES2 von 9300 Punkten unter dem Cinebench R20. Jene Hochrechnung ergab 11300 Punkte und würde damit sogar den Wert eines Ryzen 9 5950X schlagen.

Cinebench R20 (MT) Hardware ES2 QS Retail
Intel Core i9-12900K ADL, 8C/16T+8c/8t 9300+ hochgerechnet 11300+ -
Intel Core i9-11900K RKL, 8C/16T, 3.5/5.3 GHz - - Ø 5986
AMD Ryzen 7 5800X Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz - - Ø 6072
AMD Ryzen 9 5900X Zen 3, 12C/24T, 3.7/4.8 GHz - - Ø 8510
AMD Ryzen 9 5950X Zen 3, 16C/32T, 3.4/4.9 GHz - - Ø 10386
Wertequellen: Core i9-12900K von VideoCardz, andere CPUs sind Schnitt der Messungen von ComputerBase, Guru3D und SweClockers
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Gerüchteküche: AMDs Zen 4 kommt im Desktop mit maximal 16 CPU-Kernen, aber höherer TDP

Laut der Twitterer ExecutableFix und Patrick Schur kommt die Desktop-Ausgabe von AMDs Zen-4-Architektur mit dem Codenamen "Raphael" weiterhin mit maximal 16 CPU-Kernen daher. Dafür scheint beiden Twitterern nunmehr eine Bestätigung vorzuliegen – wobei dieser Punkt bereits angenommen werden durfte, nachdem klar war, dass die Core-Chiplets (CCD) von Zen 4 weiterhin mit 8 CPU-Kernen antreten werden. Allerdings gab es auch gegenteilige Gerüchte, welche von der Möglichkeit eines 24-Kerners im Desktop sprachen – was AMD letztlich weiterhin offenbleibt, aufgrund der Modul-Bauweise könnte man ein solches Produkt auch nachträglich noch aufstellen.

16 cores it is for Raphael
Raphael has an iGPU

Quelle:  ExecutableFix @ Twitter am 13. Juli 2021, samt nachfolgendem Tweet

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