Intel-Grafik

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Intel kündigt die "Arc A770" Grafikkarte für einen Launch am 12. Oktober an

Auf seinem "Intel Innovation Event" hat Chipentwickler Intel auch noch einen Termin für die Arc A770 festgemacht: Am 12. Oktober soll es dann endlich so weit sein, diesmal (im Gegensatz zur Arc A380) mit offiziellem sowie weltweitem Launch. Zudem gab es einen Listenpreis, welcher mit 329 Dollar (~400 Euro nach MwSt) unterhalb der letzten Erwartungen und wahrscheinlich auch Intels ursprünglichen Kalkulationen ausfällt. Denn eine frühere Intel-Unterlage hatte Arc A770 eher in Richtung 350-400 Dollar vermuten lassen, wenn darunter Arc A750 ebenfalls noch oberhalb 300 Dollar liegen sollte. Diesen früheren preislichen Ansatz scheint Intel regelrecht nach unten korrigiert zu haben, denn mit Arc A770 für 329 Dollar dürfte Arc A750 maximal bei 299 Dollar landen (~360 Euro nach MwSt).

Chip Hardware Speicher TDP Performance-Prognose Listenpreis Release
Arc A770 ACM-G10 32 Xe (4096 FP32) @ 256 Bit 8/16 GB GDDR6 225W etwas oberhalb GeForce RTX 3060 $329 20. Okt. 2022
Arc A750 ACM-G10 28 Xe (3584 FP32) @ 256 Bit 8 GB GDDR6 225W grob wie GeForce RTX 3060 ? ?
Arc A580 ACM-G10 24 Xe (3072 FP32) @ 256 Bit 8 GB GDDR6 175W zwischen GeForce RTX 3050 & 3060 ? ?
Arc A380 ACM-G11 8 Xe (1024 FP32) @ 96 Bit 6 GB GDDR6 75W leicht langsamer als Radeon RX 6400 $139 Sommer 2022
Arc A310 ACM-G11 6 Xe (768 FP32) @ 64 Bit 4 GB GDDR6 75W grob Richtung GeForce GTX 1050 Ti ? ?
Performance-Angaben auf Basis bisheriger Tests, zzgl. eigener Hochrechnungen; Rest: offizielle Angaben gemäß Intel ARK
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Intel gibt die Spezifikationen von Arc A580, A750 und A770 bekannt

Chipentwickler Intel hat mittels eines Blogposts die offiziellen Hardware-Spezifikationen der drei größeren Alchemist-Grafikkarten bekanntgegeben: Arc A580, A750 und A770. Die Daten waren größtenteils in dieser Form erwartet worden, insbesondere bei Arc A750 & A770 passt alles zum letzten Stand der Gerüchteküche – welche natürlich auch über diverse Intel-Teaser bereits echte Anhaltspunkte hatte. Eine Abweichung hiervon ergibt sich der Arc A580, welche mit 24 anstatt 16 Xe-Kernen antritt. Früher war diese Grafiklösung der A500-Serie wohl mal dafür gedacht, auf dem mittleren Alchemist-Grafikchip "ACM-G12" zu basieren – was ziemlich sicher nicht mehr als 16 Xe-Kerne zugelassen hätte.

Arc A580 Arc A750 Arc A770
Grafikchip Intel ACM-G10, 21 Mrd. Transistoren auf 406mm² Chipfläche unter TSMC N6
Hardware ? Raster-Engines, 24 Xe-Cores, 24 RT-Einheiten, 384 XMX-Cores, 3072 FP32-Einheiten, 256 Bit Speicherinterface ? Raster-Engines, 28 Xe-Cores, 28 RT-Einheiten, 448 XMX-Cores, 3584 FP32-Einheiten, 256 Bit Speicherinterface 8 Raster-Engines, 32 Xe-Cores, 32 RT-Einheiten, 512 XMX-Cores, 4096 FP32-Einheiten, 256 Bit Speicherinterface
Taktraten 1700 MHz & 16 Gbps 2050 MHz & 16 Gbps 2100 MHz & 17,5 Gbps
Rohleistungen 10,4 TFlops & 512 GB/sec 14,7 TFlops & 512 GB/sec 17,2 TFlops & 560 GB/sec
Speicher 8 GB GDDR6 8 GB GDDR6 8/16 GB GDDR6
TDP ("Total Board Power") ?  (angeblich 175W) 225W 225W
Anmerkung: rein Intel-offizielle Angaben (samt direkter Ableitungen daraus)
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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2022

Von Jon Peddie Research kommen die Zahlen zum Marktgeschehen im Markt der Grafikchips für Desktop-Grafikkarten für das abgelaufene zweite Quartal 2022. In diesem Zeitraum wurden 10,4 Millionen Grafikchips für Desktop-Grafikkarten abgesetzt, die entsprechenden Grafikkarten erreichen kumuliert einen Wertumfang von 5,5 Milliarden Dollar. Die Stückzahlen-Marktverteilung zwischen AMD & nVidia liegt bei derzeit 20% zu 79,6%, womit AMD den positiven Aufwärtstrend der letzten Quartale verlassen hat und nVidia wiederum Marktanteile hinzugewinnen konnte. Durch die deutlich niedrigeren Stückzahlen ist dies jedoch für beide Grafikchip-Entwickler eher ein Pyrrhus-Sieg: AMD konnte ~1 Mio. weniger Desktop-Grafikchips absetzen, nVidia verlor hingegen knapp ~2 Mio (jeweils gegenüber dem Vorquartal).

AiB-Grafikchips Q2/2021 Q3/2021 Q4/2021 Q1/2022 Q2/2022
AMD 20% 21% 22,8% 24% 20%
nVidia 80% 79% 77,2% 75% 79,6%
Intel - - - 1% 1%
Auslieferungsmenge 11,47 Mio. Stück 12,72 Mio. Stück 13,19 Mio. Stück 13,38 Mio. Stück 10,4 Mio. Stück
Stückzahlen-Vergleich ~2,3 vs ~9,2 Mio. ~2,7 vs ~10,0 Mio. ~3,0 vs ~10,2 Mio. ~3,2 vs ~10,1 Mio. ~2,1 vs ~8,2 Mio.
Endverbraucher-Umsatz 11,8 Mrd. $ 13,7 Mrd. $ 12,4 Mrd. $ 8,6 Mrd. $ 5,5 Mrd. $
Karten-Durchschnittspreis ca. $1029 ca. $1077 ca. $940 ca. $642 ca. $529
Marktanteile basierend auf ausgelieferten Stückzahlen, Quelle: Jon Peddie Research
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Intel Arc A380 Performance: Mit rBAR nahe an Radeon RX 6400 & GeForce GTX 1650

Das Review seitens TechPowerUp zur Intel Arc A380 bringt ein interessantes Ergebnis hervor: Mit einem aktuellen Treiber und mit aktiviertem rBAR kommt die Arc A380 sogar auf das Performance-Niveau von Radeon RX 6400 (Perf-Index ~440%) und GeForce GTX 1650 (Perf-Index 450%) – und dies in einem ausladenden Test mit 25 Benchmark-Spielen und dann sogar noch auf einem Ryzen-System. Der springende Punkt an dieser Performance dürfte dabei tatsächlich bei rBAR liegen: Denn derselbe Benchmark-Parcour ohne rBAR kommt auf einer Performance ca. 15% unterhalb der Radeon RX 6400 heraus. Und letzteres liegt bezeichnenderweise genau auf diesem Performance-Level, wo die ersten chinesischen Tests Arc A380 eingeordnet hatten. Anders formuliert wurde Arc A380 bei diesen chinesischen Tests wohl klar unter Wert geschlagen – ob es an fehlerhaften Treiber oder der Nicht-Aktivierung von rBAR gelegen haben mag.

FullHD/1080p, average fps A380 –rBAR A380 +rBAR RX6400 GTX1650
TechPowerUp  (25 Tests) 82% 100% 96% 99%
ComputerBase  (14 Tests) 75,3% 100% 104,8% 101,9%
Golem  (5 Tests) ~82% 100% 129,9% 106,7%
Igor's Lab  (5 Tests) - 100% 100,1% 89,0%
Hinweis: Auf Intel-Seite wurde durchgehend die Gunnir-Karte mit erheblicher Werksübertaktung und höherer TDP (92W) getestet.
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Intels Performance-Preview zur Arc A750 sowie Hardware-Daten zu weiteren Arc-Grafikkarten

Intel hat ein (weit beachtetes) Performance-Preview zur Arc A750 veröffentlicht, in welchem man dieser Grafiklösung eine immerhin um +13% bessere Performance gegenüber der GeForce RTX 3060 (unter 5 Spielen) bescheinigt. Allerdings gesteht Intel dabei selber ein, sich explizit jene Titel mit dem höchsten Intel-Vorteil herausgesucht haben – als Demonstration dessen, zu was die Hardware fähig ist, wenn der Treiber jene auch wirklich ausreizen kann. Dies ist in der derzeitigen Situation mit dem augenscheinlich unvollkommenen Arc-Treiber vielleicht sogar ein valider Punkt, aber es entwertet natürlich die Performance-Aussage ziemlich klar. Denn auch auf AMD- und nVidia-Seite gibt es "gut" und "schlecht" laufende Benchmarks – und wenn man sich nur auf die guten konzentriert, kann man locker 10-20% schneller herauskommen als im Schnitt aller Messungen normal wäre.

Performance results shown here are from a small subset of the games, that work very well with Intel Arc and the Alchemist architecture. I’m not asserting that ALL GAMES will show these results, but it’s a view of what Intel Arc A-series cards are capable of with the right software and engineering enablement.
Quelle:  Intel-Mitarbeiter Ryan Shrout im Arc A750 Graphics Performance Preview, veröffentlicht am 15. Juli 2022

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Erster unabhängiger Test zeigt Intels Arc A380 klar langsamer als eine Radeon RX 6400

Mitten in der Nacht ist in China das Veröffentlichungs-Embargo für Reviews zur Arc A380 zu Ende gegangen – womit es endlich unabhängige Testresultate zu dieser ersten Intel Desktop-Grafikkarte gibt. Ein erstes Video-Review von Shenmedounengce @ Bilibili (Einzel-Werte in Bildform in unserem Forum) schlägt dabei hohe Wellen, da es für die Arc A380 eine nochmals schlechtere Gaming-Performance (als zuletzt schon seitens Intel skizziert) aufzeigt. Zwar sind die 3DMark13-Werte recht gut: Unter dem FireStrike-Test liegt ein grober Gleichstand vor, während die Intel-Karte im TimeSpy-Test mit +42-43% sogar ungewöhnlich deutlich vor GeForce GTX 1650 und Radeon RX 6400 herauskommt. Die 6 Spiele-Benchmarks (unter LoL, PUBG, GTA5, SotTR, FH5 & RDR2) zeigen die Intel-Karte hingegen um gleich –22% hinter jener (schwächsten) AMD-Karte liegend.

GeForce GTX 1650 Arc A380 Radeon RX 6400
konkrete Grafikkarten MSI Ventus 2X Gunnir Photon OC ?
3DMark13 FireStrike 9998 11005 11446
3DMark13 TimeSpy 3620 5170 3650
6 Spiele-Benchmarks 98,1% 81,5% 100%
gemäß der Benchmarks von Shenmedounengce @ Bilibili unter der FullHD-Auflösung
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Intel bringt mit der "Arc A380" seine erste "Alchemist"-basierte Desktop-Grafikkarte heraus

Intel hat – momentan China-exklusiv – die allerste "Alchemist" Desktop-Grafikkarte nunmehr für OEMs und Retail-Segment endlich offiziell herausgebracht: Die "Arc A380" basiert auf dem kleineren ACM-G11 (SOC2) Grafikchip und geht mit nur 1024 FP32-Einheiten an einem 96-Bit-Speicherinterface in Konkurrenz zu den LowEnd-Produkten von AMD und nVidia. Mittels des ungewöhnlichen Speicherinterface kann Intel allerdings gleich 6 GB Grafikkartenspeicher verbauen, was gegenüber den jeweiligen AMD-Angeboten mit deren nur 4 GB VRAM durchaus ein handfestes Plus-Argument darstellt. Letztere werden zudem wie bekannt von einigen Abspeckungen bei PCI-Express-Interface, Decode/Encode-Support und maximaler Monitor-Anzahl limitiert – wovon die Intel-Karte ebenfalls unbetroffen ist (abzüglich einer kleinen, ertragbaren Abspeckung am PCI-Express-Interface).

Arc A380 Radeon RX 6400
Preislage (China) 1030 Yuan  (Liste) 1199 Yuan  (Retail)
Performance/Yuan in 11 Spielen Intel-Aussage:  "bis zu +25%"
realer Durchschnitt:  ~121,1%
100%
reale Performance ~104,0% 100%
Performance/Yuan gemäß Intels Angaben unter 1080p auf "Medium"-Settings, reale Performance gemäß eigener Umrechnung
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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im ersten Quartal 2022

Von Jon Peddie Research kommen wie üblich die Ausarbeitungen zu den Grafikkarten-Marktanteilen, wobei sich aus den genannten Zahlen & Daten deutlich mehr ergibt als nur die blanken Marktanteils-Prozentwerte. Denn über die Nennung der absoluten Verkaufszahl sowie des damit generierten Einzelhandels-Umsatzes lassen sich auch Rückschlüsse über das insgesamte Marktverhalten ziehen – was gerade jetzt zum Ende der Hochpreis-Phase und des Übergangs zu einem wieder normalen Grafikkarten-Markt interessant ist. Denn rein prozentual hat sich erneut wenig verändert, AMD gewinnt einen Prozentpunkt auf 24%, nVidia verliert zwei Prozentpunkte auf 75%. Inwiefern dies bedeuten soll, dass sich im restlichen Prozentpunkt bereits Intel versteckt (natürlich nicht in der vollen Höhe), ist unklar, dies wurde nicht ausgeführt.

AiB-Grafikchips Q1/2021 Q2/2021 Q3/2021 Q4/2021 Q1/2022
AMD 20% 20% 21% 22,8% 24%
nVidia 80% 80% 79% 77,2% 75%
Auslieferungsmenge 11,8 Mio. Stück 11,47 Mio. Stück 12,72 Mio. Stück 13,19 Mio. Stück 13,4 Mio. Stück
Stückzahlen-Vergleich ~2,4 vs ~9,4 Mio. ~2,3 vs ~9,2 Mio. ~2,7 vs ~10,0 Mio. ~3,0 vs ~10,2 Mio. ~3,2 vs ~10,2 Mio.
Endverbraucher-Umsatz ~12,4 Mrd. $ 11,8 Mrd. $ 13,7 Mrd. $ 12,4 Mrd. $ 8,6 Mrd. $
Karten-Durchschnittspreis ca. $1051 ca. $1029 ca. $1077 ca. $940 ca. $642
Marktanteile basierend auf ausgelieferten Stückzahlen, Quelle: Jon Peddie Research
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Umfrage-Auswertung: Wo liegt das persönliche TDP-Limit für Grafikkarten?

Mittels einer Umfrage von Ende März wurde nach dem persönlichen TDP-Limit für Grafikkarten gefragt – jenem Limit, wo dann ohne weiteres Nachdenken Schluß ist, wo auch eine höhere Performance oder andere Features keine Überzeugungskraft mehr hätten. Es geht hierbei natürlich auch nicht darum, dass man zwingend so hoch kauft – es geht allein um jenes Limit, welches eine Grafikkarte glatt außerhalb der eigenen, subjektiven Betrachtung stellt. Die Meinungen hierzu sind logischerweise (und positiverweise) verschieden, ein "richtig" oder "falsch" gibt es für die Allgemeinheit sowieso nicht. Die Umfrage sollte allein ermitteln, wo es einen großen Nutzerzuspruch gibt und an welcher Stelle hochgehende TDPs auch mit stark zurückgehendem Nutzerzuspruch verbunden sind.

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Gerüchteküche: Erste Listenpreise und grobe Launch-Termine zu Intels "Arc" Desktop-Grafikkarten

WCCF Tech wollen erstmalig Listenpreise sowie grobe Termin-Angaben zu den ersten Desktop-Grafikkarten von Intels "Alchemist" Grafikkarten-Generation unter dem Verkausfnamen "Arc A##" erhalten haben. Danach geben zum Ende des Mai bis Anfang des Juni die zwei Modelle "Arc A750" und "Arc A580" den Alchemist-Startschuß. Beide Karten dürften auf dem größeren SOC1 basieren, sind jedoch jeweils deutliche Abspeckungen davon – die vermutlichen Vollausbau-Varianten "Arc A770" sowie "Arc A780" werden somit erst später nachfolgen. Irgendwann im Juli soll dann die "Arc A380" auf augenscheinlicher Basis des kleineren SOC2 für Einsteiger-Bedürfnisse erscheinen. Auch hier dürften somit die bereits an anderer Stelle genannten weiteren SOC2-Varianten "Arc A350" und "Arc A310" später nachfolgen.

Termin Liste Performance-Klasse vermutliche Hardware
Arc A750 Ende Mai bis Anfang Juni $350 GeForce RTX 3060 ($329) 24 Xe (3072 FP32) @ 128 Bit, 8 GB GDDR6
Arc A580 Ende Mai bis Anfang Juni $280 grob GeForce RTX 3050 ($249) 16 Xe (2048 FP32) @ 128 Bit, 8 GB GDDR6
Arc A380 (vorläufig) Juli $150 grob GeForce GTX 1650 ($149) 8 Xe (1024 FP32) @ 96 Bit, 6 GB GDDR6
gemäß den Ausführungen von WCCF Tech (vermutliche Hardware selber angefügt)
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