AMD-Grafik

21

Reloaded: Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2018

Die originale Meldung zu den Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2018 zeigte ein Bild, in welchem AMD verlor sowie Intel und nVidia weiter zulegten – und war bei den konkreten Zahlen leider falsch, denn seitens der Marktforscher von Jon Peddie Research liegen inzwischen korrigierte Fassungen der jeweiligen Marktreports vor: No.1 & No.2, entdeckt seitens der aufmerksamen PC Games Hardware. In den ursprünglichen Reports war wohl die Menge an abgesetzten AMD-Grafikchips für Desktop-Grafikkarten in nicht unerheblicher Form zu niedrig – was aber dann natürlich auch das Insgesamt-Ergebnis für alle abgesetzten Grafikchips (inklusive der integrierten) beeinflußt. Somit kommt AMD in der Insgesamt-Abrechnung etwas besser und Intel etwas schlechter weg als in der vorherigen Fassung – nVidia bleibt erstaunlicherweise gleich, aber dies könnte auch an der (vorherigen) Rundung liegen. Die Tendenz, das Intel derzeit weiter zulegt, weil bei AMD & nVidia das Mining-Geschäft weggebrochen ist und damit insgesamt weniger Desktop-Grafikkarten abgesetzt werden, ändert sich durch diese Korrektur in jedem Fall nicht.

Q2/2017 Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018
AMD 13,2%
13,2%
13,0%
13,0%
14,2%
 
14,9%
 
14,7%
 
Intel 70,6%
70,3%
67,8%
70,1%
67,4%
 
66,6%
 
68,2%
 
nVidia 16,3%
16,4%
19,3%
16,9%
18,4%
 
18,4%
 
17,0%
 
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) bzw. Mercury Research (blau)
11

Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2018

Dieser Artikel basiert leider auf falschem, inzwischen korrigiertem Zahlenmaterial. Siehe dazu die Neufassung vom 21. September 2018.

Seitens der Marktforscher von Jon Peddie Research liegen neue Daten zu den Grafikchip-Marktanteilen für das zweite Quartal 2018 vor, wie üblich unterteilt in eine Statistik für den Gesamtmarkt inklusive integrierter Grafiklösungen sowie eine Statistik der Grafikchips für extra Desktop-Grafikkarten (beiderseits erstaunlicherweise derzeit nur noch über den Google-Cache erreichbar: No.1 & No.2). In beiden Fällen ist das bestimmende Ereignis der Ende des Cryptomining-Booms und damit stark zurückgehende Verkäufe entsprechender Grafikkarten – womit im Gesamtmarkt aller Grafikchips AMD und nVidia deutlich verlieren und Intel automatisch an Boden gewinnt. Allerdings hat Intel im zweiten Quartal auch seine absoluten Grafikchip-Absätze leicht gesteigert, der hiermit mal wieder erreichte Intel-Marktanteil von satten 70% ist also nicht allein bedingt durch das Ende des Cryptomining-Booms.

Q2/2017 Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018
AMD 13,2%
13,2%
13,0%
13,0%
14,2%
 
14,9%
 
13%
 
Intel 70,6%
70,3%
67,8%
70,1%
67,4%
 
66,6%
 
70%
 
nVidia 16,3%
16,4%
19,3%
16,9%
18,4%
 
18,4%
 
17%
 
Quellen: Jon Peddie Research (schwarz) bzw. Mercury Research (blau)
4

AMDs Vega 20 weiterhin im Plan als erster Grafikchip der nachfolgenden 7nm-Generation

WCCF Tech thematisieren erneut den ersten 7nm-Grafikchip, welche in Form von "Vega 7nm" aka dem Vega-20-Chip bei AMD auch weiterhin in Vorbereitung für einen Release noch vor Jahresende 2018 ist. Wie schon von Anfang an klar, handelt es sich bei Vega 20 um einen Pro/HPC-Chip, welcher nicht für den Gaming-Einsatz gedacht ist – und eben aus diese Grunde auch ein wenig als 7nm-Pipecleaner für große PC-Chips bei Chipfertiger TSMC dient, welcher bislang nur ~100mm² große Smartphone-SoCs in diesem neuen Fertigungsverfahren hergestellt hat. Letztere sind jedoch sowohl bezüglich der Chipfläche, den Taktraten (zumindest im CPU-Bereich), als vor allem auch dem Stromverbrauch überhaupt nicht mit PC-Chips vergleichbar – womit erklärbar wird, wieso TSMC jetzt bereits erste 7nm-SoCs in der Massenfertigung hat, 7nm-PC-Chips in der Massenfertigung aber frühestens Mitte/Ende 2019 zu erwarten sind. Vega 20 ist da die Ausnahme, ist aber auch nicht für eine Massenfertigung vorgesehen, sondern kommt gemäß seines Einsatzorts sowieso nur in ausgesprochen kleiner Stückzahl daher – was es für AMD auch schwierig machen wird, jenen Einsatzort nachträglich noch auf auf das Gaming-Segment zu erweitern (jedenfalls kaum vor Start der 7nm-Massenfertigung für große PC-Chips).

31

Umfrage-Auswertung: Produziert die Grafikkarte ein hörbares Fiepen (2018)?

Mittels einer Umfrage von Ende Juli wurde mal wieder der Stand zum Thema Spulenfiepen bei Grafikkarten abgefragt. Im Gegensatz zu den ähnlichen Umfrage von anno 2012, anno 2014 und anno 2016 wurde diesesmal allerdings keine Unterteilung der Grafikkarten nach Performance-Segmenten vorgenommen, da sich selbige Unterteilung für diese Umfrage als doch wenig praxisnah herausgestellt hat. Denn mit der Zeit verschiebt sich schließlich das Performance-Segment einer Grafikkarte, wird aus einem ehemaligen Enthusiasten-Modell irgendwann eine Grafikkarte mit Einsteiger-Performanceniveau. Somit kam die 2018er Umfrage mit einer Unterteilung der Grafikkarten anhand von deren Generations-Abstammung daher – eine Einteilung, welche sich auch im Laufe der Zeit nicht verschiebt und die Möglichkeit ergibt, den Verlauf dieser Problematik gezielt über verschiedene Karten-Generationen hinweg zu betrachten.

Fiepen: Ja Fiepen: Nein Umfrage von 2016 Umfrage von 2014 Umfrage von 2012
AMD Radeon HD 5000/6000 Serien (u.ä.) 8,2% 91,8%
AMD Radeon HD 7000 Serie 12,6% 87,4%
AMD Radeon R200 Serie 21,3% 78,7%
AMD Radeon R300/Fury Serie 20,0% 80,0%
AMD Radeon RX400/RX500/Vega Serien 15,7% 84,3%
AMD-Grafikkarten insgesamt 16,5% 83,5% 21,5% zu 78,5% 11,4% zu 88,6% 12,5% zu 87,5%
nVidia GeForce 400/500 Serien (u.ä.) 31,3% 68,7%
nVidia GeForce 600/700 Serien 17,0% 83,0%
nVidia GeForce 900 Serie 22,0% 78,0%
nVidia GeForce 10 Serie 25,2% 74,8%
nVidia-Grafikkarten insgesamt 23,8% 76,2% 26,0% zu 74,0% 36,9% zu 63,1% 20,9% zu 79,1%
alle Grafikkarten 20,9% 79,1% 23,8% zu 76,2% 25,0% zu 75,0% 16,7% zu 83,3%
27

GlobalFoundries stoppt die 7nm-Fertigung

Der Halbleiterfertiger GlobalFoundries hat Montag Abend eine mehr oder weniger schockierende Pressemitteilung herausgegeben, wonach man alle weiteren Aktivitäten am eigentlich für das nächste Jahr geplanten 7nm-Fertigungsverfahren umgehend stoppt, womit dieses Fertigungsverfahren also auch keine Marktreife mehr erreichen wird. Das ganze geht mit einer grundsätzlich neuen Unternehmensstrategie einher: Zukünftig will sich GlobalFoundries auf bekannte Fertigungsverfahren konzentrieren, hierzu werden die 14nm- und die 12nm-Fertigung genannt. Nur jene schon laufenden Fertigungsverfahren sollen noch weiterentwickelt werden – während die Entwicklung noch kleinerer Fertigungsverfahren wie 5nm und 3nm laut einer weiterführenden Meldung seitens AnandTech komplett eingestellt wird. Und damit passiert etwas wirklich entscheidendes in der Gesamtbetrachtung: GlobalFoundries meldet sich hiermit als technologisch führender Halbleiterfertiger ab.

Chipfläche Taktrate Stromverbrauch
GlobalFoundries 12LP (zu 14LPP) -15% +10% -0%
GlobalFoundries 7LP (zu 14LPP)  (eingestellt!) -65% > +40% > -60%
GlobalFoundries 7LP+ (zu 7LP)  (eingestellt!) -10% ? ?
Quellen: GlobalFoundries, WikiChip & GlobalFoundries
9

Umfrage-Auswertung: Wieviel Grafikkarten-Speicher ist derzeit verbaut (2018)?

Mittels einer Umfrage von Mitte Juli wurde die derzeitig verbaute Menge an Grafikkartenspeicher abgefragt – in Wiederholung einer 2014er Umfrage, wobei sich seitdem bekannterweise einiges auf diesem Gebiet getan hat. So gibt es Grafikkartenspeichergrößen unterhalb 2 GB gar nicht mehr im aktuellen Grafikkarten-Portfolio sowie haben die kleinen Grafikkartenspeichergrößen generell stark abgenommen, während es an der Spitze eine neue Maximalgröße bei 11 bzw. 12 GB Grafikkartenspeicher gibt. Dies führt dazu, das während im Jahr 2014 Grafikkartenspeichergrößen von 1-3 GB dominierten, derzeit in der Mehrheit eher 6-11 GB Grafikkartenspeicher benutzt werden, mit zudem einer klaren Häufung bei gleich 8 GB Grafikkartenspeicher – eine geradezu extreme Entwicklung innerhalb von nur vier Jahren.

7

AMDs "Raise the Game" Spielebundle bietet drei kostenlose Spiele für Radeon RX 570, 580, Vega 56 & 64

AMD hat für seine Midrange-Grafikkarten Radeon RX 570 & 580 sowie die HighEnd-Modelle Radeon RX Vega 56 & 64 ab sofort ein neues Spielebundle am Start, welches seit langem auch mal wieder mehr als nur ein einzelnes Spiel bietet: Vielmehr werden diesen Grafikkarten mit dem "Raise the Game" Spielebundle die drei im Herbst kommenden Titel "Assassin's Creed Odyssey" (erscheint am 5. Oktober 2018), "Star Control: Origins" (erscheint am 20. September 2018) sowie "Strange Brigade" (erscheint am 28. August 2018) mitgegeben, wahrscheinlich deswegen läuft das Spielebundle auch vergleichsweise lange bis zum 3. November 2018 (oder bis alle von AMD eingekauften Spiele-Lizenzen aufgebraucht sind). Die beiden letztgenannten Titel sind möglicherweise nur Füllware gegenüber dem AAA-Titel "Assassin's Creed Odyssey", stellen das neue AMD-Spielebundle aber sicherlich auf eine viel breitere Basis und dürften somit den Mehrwert dieses Spielebundles erhöhen.

2

Gerüchteküche: Polaris-30-Chip in 12nm-Fertigung mit Radeon RX 680 im vierten Quartal 2018

Aus dem Chiphell-Forum (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, via WCCF Tech) kommen von einem dort bekannten User interessante neue Gerüchte zur kurz- und mittelfristigen Grafikchip-Roadmap bei AMD. Jene sieht bislang den "Navi 10" Midrange-Chip gegen Ende 2019 und den "Navi 20" HighEnd/HPC-Chip im Jahr 2020 – was mit den Chiphell-Gerüchten auch bestätigt wird. Regelrecht neu sind allerdings zwei Dinge: Erstens soll der Vega-20-Chip nun notgedrungen doch ins Gaming-Segment gehen (sofern an dieser Stelle nicht die Übersetzung trügt). Und zweitens soll es kurzfristig noch einen Polaris-Refresh in Form des "Polaris 30" Chips geben, welcher schon in der 12nm-Fertigung daherkommt und damit für 15% Mehrperformance gut sein soll:

AMD Polaris 30

  • wahrscheinlich 1:1 wie Polaris 10 aufgebaut (2304 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR5-Interface)
  • 12nm-Fertigung (wahrscheinlich bei GlobalFoundries)
  • +15% Performance gegenüber Radeon RX 580 erwartet
  • mögliche Grafikkarten-Namen: Radeon RX 670 & Radeon RX 680
  • Releasetermin: viertes Quartal 2018
  • Quelle: Chiphell
30

Wann kann man PCI Express 4.0 in kaufbaren Produkten erwarten?

Eine Meldung über den Treibersupport von PCI Express 4.0 bei AMDs Vega-20-Chip seitens der ComputerBase bringt das Thema "PCI Express 4.0" mal wieder hoch – nachdem nun schon seit einigen Jahren darüber geredet wird, bislang aber nicht viel in dieser Frage passiert ist. Zwar liegt (nun endlich) seit Oktober 2017 eine finale Spezifikation vor, aber die entsprechenden Roadmaps der Chipentwickler bedingen eine langjährige Vorausplanung, womit eine schnelle Adaption des neuen Standards kaum machbar ist. Nur speziell bei Vega 20 stand der Support für PCI Express 4.0 schon lange auf dem Programm, selbige weitsichtige Vorausplanung gilt auch für AMDs zweite Epyc-Generation "Rome" auf Zen-2-Basis im Jahr 2019. Bei den anderen beiden wichtigen Chipentwicklern gibt es dagegen noch keinerlei belastbare Aussagen zum Thema PCI Express 4.0 – das Feature stand augenscheinlich mal für Skylake-X/SP auf dem Programm, wurde jedoch mangels finalisierter Spezifikation dann doch nicht realisiert.

2018 2019 2020
AMD-Prozessoren Threadripper II: ziemlich sicher nicht Picasso: ziemlich sicher nicht
Epyc II ("Rome", Zen 2): bestätigt PCIe 4.0
Threadripper III (Zen 2): gute Chance auf PCIe 4.0
Ryzen III (Zen 2): unsicher, aber mit Chance auf PCIe 4.0
Zen 3: ziemlich sicher mit PCIe 4.0
Intel-Prozessoren Coffee Lake 8C-Die: ziemlich sicher nicht
Cascade Lake: ziemlich sicher nicht
Ice Lake: möglich, aber nicht besonders wahrscheinlich Ice-Lake-X/SP: gute Chance auf PCIe 4.0
Tiger Lake: gute Chance auf PCIe 4.0
AMD-Grafikkarten Vega 20: bestätigt PCIe 4.0 Navi: unsicher, aber mit Chance auf PCIe 4.0 NextGen: ziemlich sicher mit PCIe 4.0
nVidia-Grafikkarten Turing: recht unwahrscheinlich Ampere (HPC): ziemlich sicher mit PCIe 4.0 NextGen: ziemlich sicher mit PCIe 4.0
Die Angaben dieser Tabelle sind natürlich größtenteils ungesichert.
22

Umfrage-Auswertung: Wie sind die Grafikkarten-Käufer durch den Mining-Boom gekommen?

Mittels einer Umfrage von Ende Mai wurde die Frage aufgestellt, wie die Grafikkarten-Käufer eigentlich durch den gut drei Quartale andauerenden Mining-Boom 2017/18 gekommen sind. Dabei waren im Grafikkarten-Markt hohen Preislagen und teilweise sogar die Nichtverfügbarkeit einzelner Grafikkarten sehr offensichtlich – aber natürlich steht nicht bei jedem Grafikkarten-Käufer jederzeit ein Neuerwerb an und kann man sich damit mit etwas Glück auch um eine solche Phase herummogeln. Im genauen traf dies bei immerhin 42,3% der Umfrageteilnehmer zu – jene waren schon vor dem Einsetzen des Mining-Booms gut versorgt und konnten daher diese Situation ohne jede negativen Folgen einfach aussitzen.

Inhalt abgleichen