IT-Business

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Die Prozessoren-Marktanteile im dritten Quartal 2019

Tom's Hardware berichten wieder einmal über die aktuellen Prozessoren-Marktanteile (bezogen auf verkaufte Stückzahlen), wobei es diesesmal die Werte zum abgelaufenen dritten Quartal sowie einen kleinen Nachtrag für das zweite Quartal gab (x86 insgesamt-Werte ergänzt). Die Werte selber stammen wiederum von den Marktbeobachtern von Mercury Research, deren bisherige Verlautbarungen zum Thema in nachfolgender Tabelle dokumentiert sind – welche nunmehr die jüngere Entwicklung im Prozessoren-Markt schon ganz gut nachvollziehbar macht. Offiziell genannt wurden dabei natürlich immer nur Marktanteile für AMD, allerdings ergibt sich der Marktanteil von Intel angesichts fehlender anderer Wettbewerber bei x86-Prozessoren ganz automatisch – VIA macht schließlich in dieser Frage nichts mehr bedeutsames, die chinesischen Zen-Abwandlungen von Thatic & Zhaoxin dürften hingegen Stückzahlen-technisch noch lange nicht an der Marke von 0,1% kratzen. Wie üblich gilt bei dieser Statistik, das IoT-, Embedded- & SemiCustom-Prozessoren hierbei nicht gezählt wurden – womit primär Kleinst-"Prozessoren" sowie Spielekonsolen-SoCs ausgeschlossen werden.

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Die AMD-Geschäftsergebnisse im dritten Quartal 2019

Prozessoren- und Grafikchip-Entwickler AMD hat seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufene dritte Quartal 2019 vorgelegt, welche auf Basis der ersten Verkäufe von Zen 2 und Navi eine gute Geschäftsentwicklung aufzeigen. So erreichte der Quartalsumsatz mit 1,801 Mrd. Dollar den höchsten Wert seit dem vierten Quartal 2005 – zu Zeiten also, wo AMD mit den seinerzeitigen Athlon-Prozessoren sehr gut im Geschäft stand. Gegenüber dem direkten Vorquartal ist dies eine Steigerung um +17,6%, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +9,0%. Nach zuletzt drei eher mageren Quartalen ging der Gewinn mit 120 Mio. Dollar dann wenigstens wieder in den dreistelligen Bereich hinein, dramatisch mehr als im Vorquartal (nur 35 Mio. Dollar), aber auch "nur" +17,6% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies mag für andere Firmen ein schwaches Gewinn/Umsatz-Verhältnis sein, ist aber für AMD ein durchaus anständiges Ergebnis – gerade da man wieder die Ausgaben für Forschung & Entwicklung (R&D) erhöht hat, welche sich im dritten Quartal 2019 auf 406 Mio. Dollar beliefen.

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Umfrage-Auswertung: Wie häufig wird die Grafikkarte gewechselt (2019)?

Eine Umfrage von Ende September beschäftigte sich mit der Häufigkeit des Grafikkarten-Wechsels – wozu hierbei die (bekannte) Nutzungsdauer der jeweils letzten Grafikkarte sowie eine Prognose zur Nutzungsdauer der aktuellen Grafikkarte abgefragt wurde. Dabei ergab sich eine klar bemerkbare Dominanz von längeren Nutzungszeiten, die beiden "größten" Antwortoptionen "3-4 Jahre" und "mehr als 4 Jahre" kamen kumuliert auf über 51% Stimmenanteil. An dieser Stelle war jene Umfrage (leider) suboptimal abgefasst, hätte es weniger Antwortoptionen für kleinere Zeiträume und dafür mehr Antwortoptionen für größere Zeiträume geben müssen. In der Nebenfrage nach der prognostizierten Nutzungsdauer der aktuellen Grafikkarte ergab sich eine Stimmenverteilung von 22% kürzerer Nutzungsdauer, 45% gleicher Nutzungsdauer und 33% längerer Nutzungsdauer. Auch diese Umfrage bestätigt also weiterhin die (langjährige) Tendenz, das die Nutzungs-Zeiträume über die Zeit länger werden.

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Die Intel-Geschäftsergebnisse im dritten Quartal 2019

Prozessorenentwickler Intel hat seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufene dritte Jahresquartal 2019 vorgelegt – welche nicht abweichender vom gefühlten Prozessoren-Geschäft hätten ausfallen können. So konnte man beim Umsatz das Ergebnis des Vorjahreszeitraums sogar minimal überbieten und stellt damit sogar einen neuen absoluten Umsatzrekord für ein Quartal auf, während man selbst in den Gewinn-Sparten nahe an diese früheren Ergebnisse herankommt. Gegenüber dem direkten Vorquartal bedeutet dies dann satte Sprünge von +16% beim Umsatz sowie +43% beim nominellen sowie +40% beim operative Gewinn. Dabei galten die Vorjahresergebnisse als in Folge der 14nm-Lieferschwäche (durch Hamsterkäufe der OEMs & Distributoren) merkbar überdreht, liegt im abgelaufenen dritten Quartal der überaus erfolgreiche Start von AMDs Zen-2-Prozessoren und hatte Intel höchstselbst ein klar niedrigeres Quartalsergebnis (18 Mrd. $ Umsatz) erwartet. Alle Vorhersagen und Schätzungen waren jedoch Pustekuchen – Intel bekommt Wettbewerbs-technisch nunmehr zwar richtig Druck, liegt geschäftlich aber dennoch an der Oberkante dessen, was jemals erreicht wurde.

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Umfrage-Auswertung: In welchem Preisbereich werden Grafikkarten gekauft (2019)?

Eine noch auszuwertende Umfrage von diesem April beschäftigte sich mit der Frage der Preisbereiche, in welcher Grafikkarten gekauft werden – in Wiederholung einer 2016er Umfrage, deren Ergebnisse hiermit direkt verglichen werden können. In der Zwischenzeit ist die seinerzeit neu in den Markt gekommene Pascal-Generation abgelöst und durch die Turing-Generation ersetzt worden, was wie bekannt einige Preissteigerungen mit sich gebracht hat – welchen AMD dann auch weitgehend gefolgt ist. Diese Geschehnisse spiegelt sich ziemlich klar in den neuen Umfrageergebnissen wieder, welche einen beachtbaren Preisruck nach oben hin aufzeigen: Die Antwortoptionen für 100, 150, 200 und sogar 300 Euro haben allesamt maßgeblich an Zuspruch verloren – zugelegt haben dagegen alle "höherpreisigen" Antwortoptionen, sprich 400, 550 & 700 Euro sowie die Antwortoption von keinerlei Preisgrenze.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im zweiten Quartal 2019

Jon Peddie Research haben nun auch ihren Bericht über den Markt der Desktop-Grafikkarten im zweiten Quartal 2019 abgeliefert – welche eine heftige Marktanteilsänderung zugunsten von AMD enthält. Jene schiessen zwischen dem ersten und zweiten Quartal von 22,7% auf 32,1% Marktanteil um fast 10 Prozentpunkte hinauf, nVidia verliert in gleichem Maßstab von 77,3% auf 67,9%. Die Pressemitteilung gibt hierzu keinerlei Gründe an – allenfalls war der saisonal bedingte Markteinbruch vom ersten auf das zweite Quartal mit -16,6% deutlich stärker ausgeprägt als im zehnjährigen Durchschnitt von -10%. Eine derart große Marktanteils-Änderung ist damit aber auch nicht vollständig zu erklären – hier dürften dann andere Faktoren im Spiel sein. Eine gute Möglichkeit liegt in der Lagerbereinigung vor dem Launch von nVidias "SUPER"-Grafikkarten – hierbei wurden dann primär die Lagerbestände bei Distributoren und Einzelhändlern abverkauft, aber eben nur noch wenige bis gar keine Kontingente dieser auslaufenden Karten mehr nachgeordert.

AiB-Grafikchips Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019
AMD 36,1% 25,7% 18,8% 22,7% 32,1%
nVidia 63,9% 74,3% 81,2% 77,3% 67,9%
Quelle: Jon Peddie Research
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Die nVidia-Geschäftsergebnisse im zweiten Quartal 2019

nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das (grobe) zweite Kalenderquartal 2019 vorgelegt, welches bei nVidia dem zweiten Fiskalquartal des Geschäftsjahres 2020 entspricht und von Mai bis Juli 2019 reicht. In diesem Zeitraum hat nVidia einen guten Geschäftszuwachs gegenüber dem direkten Vorquartal realisiert, der Umsatz ging um +16%, der nominelle Gewinn um +40% sowie der operative Gewinn um sogar +59% nach oben. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sind alle diese Zahlen jedoch nach wie vor im klaren Minus. Allerdings wird nunmehr auch anhand der mittel- und langfristigen Geschäftszahlen immer klarer, das nVidias Geschäftsverlauf im Zeitraum von Q3/2017 bis Q3/2018 maßgeblich über den seinerzeitigen Cryptomining-Boom beinflußt wurde und damit keine zuverlässige Aussage über das reguläre Geschäft von nVidia geben kann.

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Die Prozessoren-Marktanteile im zweiten Quartal 2019

Von Tom's Hardware kommen mit Berufung auf die Marktforscher von Mercury Research neue Zahlen zum Stückzahlen-Marktanteil im x86-Prozessorenmarkt für das abgelaufene zweite Quartal 2019. Jenes ist das letzte vor dem Ansturm von AMDs Zen-2-Generation, womit mit diesen Marktanteils-Zahlen ein exemplarisches Beispiel für den Fall geschaffen wird, das Rückbetrachtungen (wie es alle Statistiken und Quartalsberichte prinzipbedingt sind) durchaus auch schon einmal von den nachfolgenden Ereignissen glatt überrollt sein können. Aber auch ohne den sicherlich positiven Einfluß der Zen-2-basierten Prozessoren machte sich AMD in diesem zweiten Quartal 2019 schon ganz vernünftig: Im Desktop-Segment gab es mit 17,1% Marktanteil zwar nur dasselbe Ergebnis wie im Vorquartal, aber das Mobile-Segment legt einen Prozentpunkt auf 13,1% sowie das Server-Segment einen halben Prozentpunkt auf 3,4% (jeweils zum direkten Vorquartal) zu.

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Die AMD-Geschäftsergebnisse im zweiten Quartal 2019

Chipentwickler AMD hat seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufene zweite Jahresquartal 2019 vorgelegt, welche zwar passabel aussehen, allerdings zum zweiten Mal hintereinander wiederum schwächer als im Vorjahreszeitraum ausfallen. Wenigstens ist man dieses Quartal wieder knapp über die Umsatzmarke von 1,5 Mrd. Dollar Quartalsumsatz geklettert, respektive weist erneut kleinere Plus-Zahlen beim Gewinn aus. Positiv formuliert schreibt AMD nunmehr selbst in Zeiten geschäftlicher Durchhänger wenigstens schwarze Zahlen, was einen deutlicher Unterschied zu früher darstellt. Zudem läßt sich die Differenz zum Vorjahresquartal auch ganz gut dadurch erklären, das im April 2018 die Ryzen-2000-Generation auf den Markt kam, während es in zweiten Quartal 2019 gleich gar keine Produktlaunches seitens AMD gegeben hatte (und auch das Vorquartal in dieser Frage nur wenig zu bieten hatte).

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Die Intel-Geschäftsergebnisse im zweiten Quartal 2019

Prozessorenentwickler Intel hat seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufene zweite Jahresquartal 2019 vorgelegt, welche angesichts der bekannten Schwierigkeiten Intels mit neueren Fertigungsverfahren vergleichsweise gut ausgefallen sind. Rein technisch gesehen bedeuten die vorgelegten Zahlen zwar einen beachtbaren Rückschritt gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, aber es wird immer klarer, das der Zeitraum vom zweiten bis vierten Quartal 2018 sehr deutlich unter dem Einfluß der seinerzeitigen 14nm-Lieferschwäche bei Intel stand, die dort erzielten Geschäftsergebnisse also Hamsterkäufe der Distributoren und großen PC-Hersteller umfasste, um ihrerseits lieferbar zu bleiben. Die seinerzeit erzielten Quartalsumsätze von 17-19 Mrd. Dollar stellen also die unnatürliche Ausnahme dar, während der jetzt vorgelegte Quartalsumsatz von 16,5 Mrd. Dollar in Beachtung dieses Punkts durchaus gutklassig ist, schließlich auch wieder eine kleine Steigerung gegenüber dem ersten Jahresquartal darstellt.

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