IT-Business

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im ersten Quartal 2024

Die Marktforscher von 'Jon Peddie Research' berichten in zwei Artikeln – No.1 & No.2 – zu den weltweiten Marktanteilen für Grafikchips im abgelaufenen ersten Quartal 2024. Der interessantere Teil ist hierbei immer der AiB-Report (AiB = Add-in-Board = Desktop-Grafikkarte), da es bei diesem um Grafikchips für Desktop-Grafikkarten geht, was dem Geschehen bei Gaming-Grafikkarten noch am nächsten kommt. In diesem Teilmarkt gab es für das erste Quartal einen Absatzrückgang von 9,5 Mio. AiB-Grafikchips im letzten Quartal auf nunmehr 8,7 Mio. AiB-Grafikchips, was allerdings über saisonale Effekte gut erklärbar ist. Eher beachtenswert ist an dieser Stelle die Rückkehr jener saisonalen Effekte – weil jene in den vorangegangenen Jahren über IT-Boom zu Corona, Cryptomining-Hype sowie Kater nach selbigem weitgehend aufgehoben waren.

Desktop dGPU Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023 Q1/2024
Auslieferungsmenge 6,26 Mio. Stück 6,44 Mio. Stück 8,9 Mio. Stück 9,5 Mio. Stück 8,7 Mio. Stück
AMD 12% (~0,7M) 17,5% (1,13M) 17% (~1,5M) 19% (~1,8M) 12% (~1,0M)
nVidia 83,7% (~5,3M) 80,3% (5,17M) 81,5% (~7,3M) 80% (~7,6M) 88% (~7,7M)
Intel 4% (~0,3M) 2,3% (0,15M) 1% (~0,1M) 1% (~0,1M) 0% (<0,05M)
Marktanteile basierend auf ausgelieferten Stückzahlen, Quelle: Jon Peddie Research
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Die nVidia-Geschäftsergebnisse im ersten Quartal 2024

nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das sinngemäß erste Jahresquartal 2024 vorgelegt, welches in nVidias vom Jahreskalender abweichenden Finanzkalender das erste Quartal des Finanzjahres 2025 darstellt und von Februar bis April 2024 lief. In diesem Zeitraum setzte nVidia seinen Aufwärtsgalopp der letzten Quartale samt Jagd nach neuen Rekorden fort: Beim Umsatz gab es +262% zum Vorjahreszeitraum sowie +18% zum Vorquartal, beim nominellen Gewinn (= GAAP-Ergebnis nach Steuern und Sonderposten) lauteten die Vergleichswerte auf +628% zum Vorjahreszeitraum sowie +21% zum Vorquartal. Somit legte nVidia seine neuesten Quartals-Rekorde in einem ersten Quartal auf, welches üblicherweise als das schwächste Jahresquartal gilt – so auch bei den Quartalszahlen von AMD und von Intel zu sehen.

Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023 Q1/2024
Umsatz 7192 Mio. $ 13'507 Mio. $ 18'120 Mio. $ 22'103 Mio. $ 26'044 Mio. $
(nomineller) Gewinn 2043 Mio. $ 6188 Mio. $ 9243 Mio. $ 12'285 Mio. $ 14'881 Mio. $
Bruttomarge 64,6% 70,1% 74,0% 76,0 % 78,4%
operativer non-GAAP-Gewinn 3052 Mio. $ 7776 Mio. $ 11'557 Mio. $ 14'749 Mio. $ 18'059 Mio. $
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Die Marktanteile für x86-Prozessoren im ersten Quartal 2024

Tom's Hardware und WCCF Tech berichten über die weltweiten Marktanteile von x86-Prozessoren im ersten Quartal 2024, basierend auf Erhebungen seitens Mercury Research. Zusätzlich kommt von Jon Peddie Research eine eigene Statistik hierzu, welche nicht so detailliert und mit großer Historie ist, dafür allerdings eine absolute Absatz-Zahl liefert: So wurden im ersten Quartal 2024 weltweit 62 Millionen PC-Prozessoren für Desktop- und Mobile-Einsatz verkauft (entspricht der Kategorie "Client" bei Mercury Research) – und da JPR keine anderen Hersteller als AMD & Intel gewertet hat, kann man diese JPR-Zahl durchaus auf die Angaben von Mercury Research beziehen. Allerdings gibt es eine gewisse Umstimmigkeit zwischen den Marktforschern bezüglich der erreichten Marktanteile: Liegt die Verteilung zwischen AMD & Intel bei JPR derzeit bei 27:73%, sind es bei Mercury Research hingegen 20,6% zu 79,4%.

Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023 Q1/2024
x86 Desktop 19,2% vs 80,8% 19,4% vs 80,6% 19,2% vs 80,8% 19,8% vs 80,2% 23,9% vs 76,9%
x86 Mobile 16,2% vs 83,8% 16,5% vs 83,5% 19,5% vs 80,5% 20,3% vs 79,7% 19,3% vs 80,7%
x86 Client 17,0% vs 83,0% 17,3% vs 82,7% 19,4% vs 80,6% 20,2% vs 79,8% 20,6% vs 79,4%
x86 Server 18,0% vs 82,0% 18,6% vs 81,4% 23,3% vs 76,7% 23,1% vs 76,9% 23,6% vs 76,4%
x86 Overall (exkl.) 17,2% vs 82,8% 17,4% vs 82,6% 19,7% vs 80,3% 20,4% vs 79,6% ?
x86 Overall (inkl.) 34,6% vs 65,4% 31,6% vs 68,4% 30,7% vs 69,3% 28,6% vs 71,4% ?
Stückzahlen-Marktanteile!     AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau     Quelle aller Zahlen: Mercury Research (±0,1PP)
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Die AMD-Geschäftsergebnisse im ersten Quartal 2024

AMD hat seine Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2024 vorgelegt, welche unspektakulär, aber dennoch solide ausgefallen sind. Der Quartalsumsatz bewegte sich mit 5,473 Mrd. Dollar auf einem kaum gegenüber dem Vorjahreszeitraum veränderten Niveau (+2,2%), allerdings drehte das Konzernergebnis von einem gewissen Minus in ein gewisses Plus (von –139 Mio. auf +123 Mio. Dollar) und genauso legte der operativer non-GAAP-Gewinn etwas hinzu (+3,2%). Dies ist nicht herausragend nach den über 6 Mrd. Quartalsumsatz im direkt vorhergehenden Quartal: Doch Jahresschlußquartale verlaufen nun einmal immer besser und so gesehen fängt AMD das Geschäftsjahr 2024 nicht weit vom Höchststand des Geschäftsjahres 2023 an. Und im klaren Gegensatz zu Intel hat man einen zur Unternehmensgröße passenden Umsatz erreicht und demzufolge auch kein Problem mit den Gewinnzahlen (wie eben Intel).

Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023 Q1/2024
Umsatz 5353 Mio. $ 5359 Mio. $ 5800 Mio. $ 6168 Mio. $ 5473 Mio. $
(nomineller) Gewinn –139 Mio. $ 27 Mio. $ 299 Mio. $ 667 Mio. $ 123 Mio. $
Bruttomarge 44% 46% 47% 47% 47%
operativer non-GAAP-Gewinn 1098 Mio. $ 1068 Mio. $ 1276 Mio. $ 1412 Mio. $ 1133 Mio. $
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Die Intel-Geschäftsergebnisse im ersten Quartal 2024

Prozessoren-Hersteller Intel hat seine Geschäftergebnisse für das erste Jahresquartal 2024 bekanntgegeben, welche saisonal bedingt und aber auch generell gesehen schwach ausfallen. Sicherlich konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +8,6% gesteigert und das geschäftliche Minus erheblich reduziert werden. Allerdings war der Vorjahreszeitraum auch der absolute Tiefpunkt für Intel seit seinem geschäftlichen Absturz, da wäre durchaus eine stärkere Gegenreaktion zu erwarten gewesen – gerade nachdem die Zahlen der beiden vorhergehenden Quartale durchaus schon wieder halbwegs ansprechend aussahen. Wegen Steuervergütungen werden zudem die Gewinnzahlen zusätzlich aufgehübscht – darauf hinzeigend, dass Intel bei weitem nicht mehr die frühere Gewinnmaschine (aus operativem Geschäft) ist.

Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023 Q1/2024
Umsatz 11'715 Mio. $ 12'949 Mio. $ 14'158 Mio. $ 15'406 Mio. $ 12'724 Mio. $
(nomineller) Gewinn –2768 Mio. $ 1473 Mio. $ 310 Mio. $ 2660 Mio. $ –437 Mio. $
Bruttomarge 34,2% 35,8% 42,5% 45,7% 41,0%
operativer non-GAAP-Gewinn –294 Mio. $ 456 Mio. $ 1924 Mio. $ 2580 Mio. $ 723 Mio. $
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Neuer Artikel: Grafikkarten-Verkaufsstatistik Mindfactory Q1/2024

Mit dem abgelaufenen ersten Jahresquartal 2024 läßt sich eine neue Grafikkarten-Verkaufsstatistik der diesbezüglichen Absätze & Umsätze des deutschen Einzelhändlers aufstellen, in Fortsetzung der Grafikkarten-Verkaufsstatistik für das Jahr 2023. Das erste Quartal des Jahres 2024 sah jede Menge Grafikkarten-Neuvorstellungen, welche insbesondere im mittleren und oberen Segment eine deutlich veränderte Angebotssituation entstehen lassen haben. Wie die Grafikkarten-Absätze und -Umsätze von AMD, nVidia und Intel im ersten Quartal 2024 bei der Mindfactory aussehen, wie dies im Vergleich zu den Vorquartalen liegt und welche Grafikkarten-Modelle bzw. Grafikkarten-Serien sich besonders weit vorn in der Absatz-Statistik positionieren konnten, wird dieser Artikel aufzeigen ... zum Artikel.

Grafikkarten-Absatz nach Modellen Mindfactory Q1/2024
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Chinesische Regierungs-Computer zukünftig ohne AMD, Intel & Microsoft

Heise und Spiegel berichten über einen "Bann von AMD, Intel und Microsoft" auf chinesischen Regierungs-Computern, welchen das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie angeordnet haben soll – zugunsten "zuverlässiger" Hersteller, welche allesamt chinesischen Ursprungs sind. Die Details sind vage bzw. werden auch von verschiedenen Quellen leicht abweichend berichtet, aber im Kern soll jede staatliche Verwaltung ab der kommunalen Ebene zukünftig mit chinesischen Prozessoren, Betriebssystemen und Datenbank-Software arbeiten. Für die Privatwirtschaft besteht in selbiger Sache wohl eine gleichlautende Empfehlung, aber noch kein Zwang. Zeiträume zur Realisierung sind derzeit genauso wenig bekannt, wie ob dies nur für Neuanschaffungen gilt oder aber ob auch bestehende Hardware pro-aktiv ersetzt werden soll. Denkbarerweise wird das ganze kaum übers Knie gebrochen, relevant ist hierbei der Endzustand, bei welchem in ein paar Jahren alle chinesischen Regierungsstellen mit Computern arbeiten, welche im Kern frei von westlicher Technologie sind.

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Die Grafikchip- und Grafikkarten-Marktanteile im dritten & vierten Quartal 2023

Von Jon Peddie Research kommen die Marktanteile für Grafikchips für Desktop-Grafikkarten für das vierte Quartal 2023, gleichzeitig werden hiermit auch die erst spät nachgereichten (und daher an dieser Stelle leider untergegangenen) Marktanteile für das dritte Quartal eingearbeitet. In diesem halben Jahr hat augenscheinlich eine Rückkehr zu normalen Auslieferungszahlen bei den Grafikchip-Entwicklern stattgefunden (die ausgewerteten Daten beziehen sich auf Absätze von AMD, Intel & nVidia selber, nicht diejenigen des Einzelhandels), nachdem zum Ende des Cryptomining-Hypes wieder einmal zu viel gefertigt bzw. nicht rechtzeitig der Aus-Schalter gefunden wurde. In dessen Folge liefen in der Handelskette die Läger voll und wurde für grob ein Jahr dann sehr unterdurchschnittlich nachgeordert.

AiB-Grafikchips Q3/2022 Q4/2022 Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023
Auslieferungsmenge 6,89 Mio. Stück 7,16 Mio. Stück 6,26 Mio. Stück 6,44 Mio. Stück 8,9 Mio. Stück 9,5 Mio. Stück
AMD 10,0% (0,69M) 12% (~0,8M) 12% (~0,7M) 17,5% (1,13M) 17% (~1,5M) 19% (~1,8M)
nVidia 86,2% (5,94M) 86% (~6,2M) 83,7% (~5,3M) 80,3% (5,17M) 81,5% (~7,3M) 80% (~7,6M)
Intel 3,8% (0,26M) 2% (~0,2M) 4% (~0,3M) 2,3% (0,15M) 1% (~0,1M) 1% (~0,1M)
Marktanteile basierend auf ausgelieferten Stückzahlen, Quelle: Jon Peddie Research
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Die nVidia-Geschäftsergebnisse im vierten Quartal sowie Gesamtjahr 2023

nVidia hat seine Geschäftsergebnisse für das sinngemäß vierte Quartal 2023 veröffentlicht, welches bei nVidias abweichendem Geschäftskalender von November 2023 bis Januar 2024 lief und dabei das vierte Geschäftsquartal des damit zu Ende gehenden Finanzjahres 2024 (exakt) darstellt. In diesem Zeitraum konnte nVidia einmal mehr enorm nach vorn gehen, die vorherige Prognose von 15,1 Mrd. Dollar Quartals-Umsatz wurde mit real 22,1 Mrd. Dollar weit übertroffen. Dies sind gegenüber dem Vorquartal schon wieder +22% oder gute 4 Mrd. Dollar mehr – allein die Steigerung der absoluten Zahl entspricht dabei grob einem ganzen Quartalsumsatz des Jahres 2020 (oder einem Jahresumsatz von anno 2013). Sowohl der nominelle Gewinn als auch der operative Gewinn nach non-GAAP zogen mit +33% bzw. +28% in ähnlichem bzw. eigentlich sogar leicht besserem Maßstab mit. Alle Störeffekte – vornehmlich die US-Exportsanktionen gegenüber China – haben nVidia somit nicht wirklich aufhalten können, das Unternehmen geht (bislang) weiterhin im Galopp nach vorn.

Q4/2022 Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023
Umsatz 6051 Mio. $ 7192 Mio. $ 13'507 Mio. $ 18'120 Mio. $ 22'103 Mio. $
(nomineller) Gewinn 1414 Mio. $ 2043 Mio. $ 6188 Mio. $ 9243 Mio. $ 12'285 Mio. $
Bruttomarge 63,3% 64,6% 70,1% 74,0% 76,0%
operativer non-GAAP-Gewinn 2224 Mio. $ 3052 Mio. $ 7776 Mio. $ 11'557 Mio. $ 14'749 Mio. $
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Die Marktanteile für x86-Prozessoren im vierten Quartal 2023

Von WCCF Tech kommen die weltweiten Marktzahlen für x86-Prozessoren im vierten Quartal 2023, wie üblich erhoben seitens Mercury Research. Nominell wird hier immer nur AMD ausgewiesen, aber aufgrund der minimalen Bedeutung anderer x86-Anbieter (eigentlich nur noch in China tätige Unternehmen) ergibt die Differenz-Summe zu 100% üblicherweise haargenau den Intel-Marktanteil. In den ausgewerteten Kategorien hat sich gegenüber dem letzten Quartal kaum etwas bewegt, allenfalls ist AMD etwas stärker bei Mobile-Prozessoren geworden, was somit den gesamten Client-Marktanteil ebenfalls etwas nach oben zieht. Gleichfalls wurde AMDs Vormarsch im Server-Segment zumindest für dieses Quartal gestoppt. Server-Prozessoren sollen wohl derzeit generell nicht großartig laufen, die meisten Investitionen ins HPC-Segment gehen speziell in Richtung KI-Beschleuniger.

Q4/2022 Q1/2023 Q2/2023 Q3/2023 Q4/2023
x86 Desktop 18,6% vs 81,4% 19,2% vs 80,8% 19,4% vs 80,6% 19,2% vs 80,8% 19,8% vs 80,2%
x86 Mobile 16,4% vs 83,6% 16,2% vs 83,8% 16,5% vs 83,5% 19,5% vs 80,5% 20,3% vs 79,7%
x86 Client ? ? 17,3% vs 82,7% 19,4% vs 80,6% 20,2% vs 79,8%
x86 Server 17,6% vs 82,4% 18,0% vs 82,0% 18,6% vs 81,4% 23,3% vs 76,7% 23,1% vs 76,9%
x86 Overall (exkl.) ? 17,2% vs 82,8% 17,4% vs 82,6% ? ?
x86 Overall (inkl.) 31,3% vs 68,7% 34,6% vs 65,4% 31,6% vs 68,4% ? ?
Stückzahlen-Marktanteile!     AMD-Marktanteil in rot, Intel-Marktanteil in blau     Quelle aller Zahlen: Mercury Research (±0,1PP)
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