Neuigkeiten der letzten 7 Tage

14

Hardware- und Nachrichten-Links des 14. Juni 2019

Bei Igor's Lab hat man sich eingehend mit der kürzlich genannten nVidia-Folie mit Angaben zur Stromverbrauchs-Spezifikation von AMD- und nVidia-Grafikkarten beschäftigt. Hieraus lassen sich wichtige Detail-Informationen mitnehmen – wie das bei nVidia der Karten-Gesamtverbrauch wirklich alles einschließt, inklusive also auch Lüfter und eventuellem RGB. Die Verwendung von Stromverschwendern an dieser Stelle führt dann sogar zu der Situation, das dem nVidia-Grafikchip dann (minimal) weniger Stromverbrauch genehmigt werden kann, jener also unter Umständen tiefer taktet. In einem drastischen Fall könnte also eine nVidia-Grafikkarten mit übermäßigem RGB-Einsatz langsamer sein als eine Standard-Variante – in der Realität kann der Grafikkarten-Hersteller dieser Problematik natürlich einfach über ein höheres Power-Limit bei seinem Eigendesign begegnen. Eine interessante Auswirkung ergibt sich allerdings bei der Nutzung von Wasserkühlungen: Da hierbei der Stromverbrach der Grafikkartenlüfter wegfällt, ergibt sich für den Grafikchip eine zusätzliche Stromverbrauchs-Reserve, kann jener also durchaus höher takten. Hieraus erklärt sich, wieso wassergekühlte Grafikkarten auch mit exakt demselben Power-Limit und ohne das eine reguläre luftgekühlte Ausführung irgendwelche Temperatur-Probleme hätte, zumeist etwas schneller herauskommen.

13

Hardware- und Nachrichten-Links des 13. Juni 2019

Einigermaßen aufsehenerregend sind die für den Ryzen 9 3950X aufgetauchten Geekbench-4-Resultate, welche überaus ansprechend für diesen 16-Kerner aussehen: Der Vergleich mit anderen Prozessoren unter dem Geekbench ist zwar mühselig wie auch höchst ungenau, da in der Geekbench-Benchmarkdatenbank allerlei Werte von schlecht konfigurierten bis übertakteten Systemen munter durcheinandergeworfen werden, die teilweise vorhandenen Standard-Werte zudem krasse Abweichungen von der Realität aufweisen können (der Threadripper 2950X wird hierbei mit 34715 MultiCore-Punkten angegeben, real sind es eher ca. 41000 MultiCore-Punkte). Aber aufgrund der hohen Werte-Differenz läßt sich in jedem Fall sagen, das der Ryzen 9 3950X unter dem Geekbench 4 wirklich gut wegkommt, Intel-Prozessoren mit ähnlicher Kern-Anzahl klar schlägt – und dies auch unter dem immer wieder als wichtig angesehenem SingleCore-Wert. Dabei soll der Ryzen 9 3950X diesen Test angeblich sogar mit niedrigeren Taktraten als bei der default-Taktung angetreten sein – was allerdings angesichts der erreichten Performance kaum passen dürfte, immerhin legt man gegenüber einem Threadripper 2950X gleich ca. 25% mehr SingleCore-Performance sowie ca. 49% mehr MultiCore-Performance hin. 100%ig sicher sind die Aussagen dieser Benchmarks somit keinesfalls, gerade angesichts der Herkunft aus dem Geekbench.

Technik Geekbench 4 SC Geekbench 4 MC Liste Quelle
AMD Ryzen 9 3950X Zen 2, 16C/32T, 3.5/4.7 GHz @ 3.3/4.3 GHz (???), 105W TDP 5868 61072 749$ Geekbench-DB
Intel Core i9-9980XE SKL-X-Refresh, 18C/36T, 3.0/4.4 GHz, 165W TDP ~5500 ~49000 1979$ Geekbench-DB
Intel Core i9-9960X SKL-X-Refresh, 16C/32T, 3.1/4.4 GHz, 165W TDP ~5500 ~47000 1684$ Geekbench-DB
AMD Ryzen Threadripper 2950X Zen+, 16C/32T, 3.5/4.4 GHz, 180W TDP ~4700 ~41000 899$ Geekbench-DB
13

Gerüchteküche: "SUPER"-Refresh von nVidias RTX-Grafikkarten soll noch im Juni vorgestellt werden

Seitens WCCF Tech & Videocardz kommen unabhängige Bestätigungen dazu, das nVidia voraussichtlich am 21. Juni einen kleinen Turing-Refresh in Form der "GeForce 20 SUPER" Serie vorstellen bzw. ankündigen. Im Gegensatz zu den vorherigen Informationen soll dann auch die GeForce RTX 2080 Ti refresht werden – somit bekommt jede der bisherigen RTX-Grafikkarten einen besseren Nachfolger. Hinzu kommt angeblich noch eine (später nachgelieferte) "GeForce RTX 2070 Ti SUPER", welche zwischen 2070 SUPER und 2080 SUPER stehen würde – und da eigentlich nicht hereinpasst, dafür sind die Performance-Abstände der Karten untereinander schon zu klein. Zudem dürfte ja nun schon die "GeForce RTX 2070 SUPER" die Rolle des Kontrahenten zur Radeon RX 5700 XT einnehmen, kann diese Zielsetzung aufgrund 2560 anstatt bisher 2304 Shader-Einheiten (und auf Basis des breiteren TU104- anstatt bisher des TU106-Chips) auch sicherlich erfüllen. Eine weitere Ti-Grafikkarte benötigt es daher eigentlich nicht – insofern gilt abzuwarten, ob jene "GeForce RTX 2070 Ti SUPER" tatsächlich noch erscheint.

Technik 4K-Performance Release
GeForce RTX 2080 Ti "SUPER" whrschl.: TU102, 4608 Shader-Einheiten gesch.: ca. +10% zur 2080Ti Sommer 2019
GeForce RTX 2080 Ti TU102, 4352 Shader-Einheiten @ 352 Bit GDDR6-Interface Ref: 228%  -  FE: 236% 19. Sept. 2018
GeForce RTX 2080 "SUPER" angbl.: TU104-450, 3072 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR6-Interface, 4000 MHz Speichertakt gesch.: ca. +10% zur 2080 Sommer 2019
GeForce RTX 2080 TU104, 2944 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR6-Interface Ref: 180%  -  FE: 186% 19. Sept. 2018
GeForce RTX 2070 Ti "SUPER" Spezifikationen unbekannt & schwer zu deuten ? H2/2019
GeForce RTX 2070 "SUPER" angbl.: TU104-410, 2560 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR6-Interface gesch.: zwischen 2070 & 2080 Sommer 2019
GeForce RTX 2070 TU106, 2304 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR6-Interface Ref: 146%  -  FE: 151% 16. Okt. 2018
GeForce RTX 2060 "SUPER" angbl.: TU106-410, 2176 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR6-Interface, 8 GB GDDR6-Speicher gesch.: nahe der 2070 Sommer 2019
GeForce RTX 2060 TU106, 1920 Shader-Einheiten @ 192 Bit GDDR6-Interface 124% 7. Jan. 2019
Hinweis: Alle Angaben zu den "SUPER"-Karten basieren derzeit rein auf Gerüchten & Annahmen.
12

Hardware- und Nachrichten-Links des 12. Juni 2019

Hardwareluxx (via PC Games Hardware) zeigen eine interessante nVidia-Folie, mittels welcher nVidia den Stromverbrauch von AMD- und nVidia-Grafikkarten vergleicht – und dabei erstmals Angaben zur ASIC-Power der nVidia-Grafikchips macht. Leider nennt nVidia dies dann "TDP", was trotz der Langform als "Thermal Design Parameter" die schlechtestmögliche Namenswahl darstellt, da der Begriff "TDP" industrieweit mit "Thermal Design Power" schon felsenfest belegt ist. In der Sache sind die Angaben natürlich nur "interessant", aber nicht maßgeblich, da es letztlich kaum eine Rolle spielt, wie sich der Strombedarf des kompletten Grafikkarten (bei AMD "TBP", bei nVidia "TGP") zusammensetzt. Nur bei AMD hat die ASIC-Power eine gewisse praktische Relevanz, weil sich in den AMD-Treiber nur dieser Wert zum Hochsetzen des Power-Limits regulären läßt – im Gegensatz zu nVidia, wo man in der gleichen Situation das Power-Limit für die komplette Grafikkarte verändern kann.

AMD nVidia
Stromverbrauchs-Spezifikation für allein den Grafikchip ASIC-Power Thermal Design Parameter (TDP)
Stromverbrauchs-Spezifikation für die komplette Desktop-Grafikkarte Typical Board Power (TBP) Total Graphics Power (TGP)
früher: Graphics Card Power (GCP)
Stromverbrauchs-Spezifikation für die komplette Mobile-Grafiklösung - Graphics Subsystem Power (GSP)
früher: Total Graphics Power (TGP)
Power-Limit im jeweiligen Treiber betrifft immer nur die ASIC-Power betrifft immer die komplette Grafiklösung
11

Hardware- und Nachrichten-Links des 11. Juni 2019

Bei ComputerBase sowie AnandTech beschäftigt man sich in umfangreichen Artikeln mit der Zen-2-Architektur. Mit dabei sind auch AMD-offizielle Aussagen zum Schutz der Zen-2-Prozessoren vor den CPU-Sicherheitslücken Meltdown, Spectre, Foreshadow & MDS – welche als deutliches Plus-Argument zugunsten von Zen 2 anzusehen sind. Denn das, was AMD absichern muß, wird mittels Zen 2 nunmehr in Hardware abgesichert – die vorhandenen Anteile des Betriebssystems sind dabei eher technikbedingt obligatorisch. Vor allem aber zeigt AMD mit seiner diesbezüglichen Auflistung natürlich auch an, das man von den aktuell grassierenden CPU-Sicherheitslücken nur zum Bruchteil betroffen ist – ganz im Gegensatz zu Intel. Normalerweise sollte dies insbesondere im professionellen Bereich ein schlagendes Argument zugunsten von AMD sein, sogar noch ganz unabhängig der durch Zen 2 gebotenen Mehrperformance bzw. besseren Preispunkte.

11

AMD gibt Ausblick auf die RDNA2-Architektur und RayTracing mit AMD-Grafikchips

Zur Vorstellung der Navi-basierten Radeon RX 5700 & 5700 XT Grafikkarten hat AMD leider gar nichts zum Thema von RayTracing sowie der weiteren Entwicklung der RDNA-Architektur gesagt, diese Informationen ergaben sich dann allerdings im Nachgang. So wird eine neue offizielle Grafikarchitektur-Roadmap offeriert, welche die "RDNA2"-Architektur in der 7nm+ Fertigung für den Zeitrahmen 2020/21 verspricht. Diese zeitliche Einordnung ist nicht wirklich präzise, da die Roadmap-Beschriftung in dieser Frage ziemlich ungenau ist – technisch gesehen deutet zwar alles auf das Jahr 2020 hin, aber nominell könnte es eben doch auch noch das Jahr 2021 werden. Ob damit der größere Navi-Chip "Navi 20" oder aber die nachfolgende "Arcturus"-Generation gemeint ist, bleibt offen – beide Varianten sind denkbar. Sofern es Navi 20 wird, gäbe es somit innerhalb derselben Grafikkarten-Generation erhebliche Architektur-Differenzen (was bei AMD allerdings nicht ungewöhnliches wäre) – wenn es dagegen "Arcturus" wird, könnte AMD eine komplett neue Grafikkarten-Generation gemäß dieser RDNA2-Architektur aufbauen.

11

AMD erweitert die Ryzen 3000 Serie um Vierkern- und 16-Kern-Prozessoren

Noch (weit) bevor das initiale Ryzen 3000 Portfolio überhaupt kaufbar wird, hat AMD im Rahmen der E3 2019 drei Programmergänzungen für die Ryzen 3000 Serie vorgestellt: Den 16-Kerner Ryzen 9 3950X sowie die beiden Vierkern-APUs Ryzen 3 3200G und Ryzen 5 3400G. Die Daten dieser drei neuen CPU-Modelle waren vorab schon bekannt, insofern wurden eigentlich nur noch die von AMD hierzu angesetzten Preispunkte benötigt: Und hierbei legt AMD mit den 749 Dollar für den Ryzen 9 3950X einen neuen Maßstab für Consumer-Prozessoren außerhalb des HEDT-Segments vor – so viel hat lange Zeit kein "normaler" Prozessor mehr gekostet. Augenscheinlich geht AMD hierbei nicht von einem wirklichen Käuferandrang aus, gleichzeitig erwartet man wohl derzeit nicht von Intel eingeholt zu werden – womit man sich diesen Ausnahme-Preis leisten kann. Wirklich effektiv dürfte der Ryzen 9 3950X jedoch kaum sein, da gegenüber AMDs eigenem 12-Kerner Ryzen 9 3900X für +33% mehr CPU-Kerne gleich +50% mehr zu löhnen sein wird. Wobei die Betonung hierbei auf "wird" liegt, denn AMD will den Ryzen 9 3950X erst im September 2019 in den Markt entlassen.

Kerne Takt unl. verl. L2+L3 Speicher PCI Express TDP Kühler Liste Release
Ryzen 9 3950X 16C/32T 3.5/4.7 GHz 8+64 MB 2Ch. DDR4/3200 16+4 Lanes 4.0 105W Wraith Prism LED 749$ Sept. 2019
Ryzen 9 3900X 12C/24T 3.8/4.6 GHz 6+64 MB 2Ch. DDR4/3200 16+4 Lanes 4.0 105W Wraith Prism LED 499$ 7. Juli 2019
Ryzen 7 3800X 8C/16T 3.9/4.5 GHz 4+32 MB 2Ch. DDR4/3200 16+4 Lanes 4.0 105W Wraith Prism LED 399$ 7. Juli 2019
Ryzen 7 3700X 8C/16T 3.6/4.4 GHz 4+32 MB 2Ch. DDR4/3200 16+4 Lanes 4.0 65W Wraith Prism LED 329$ 7. Juli 2019
Ryzen 5 3600X 6C/12T 3.8/4.4 GHz 3+32 MB 2Ch. DDR4/3200 16+4 Lanes 4.0 95W Wraith Spire 249$ 7. Juli 2019
Ryzen 5 3600 6C/12T 3.6/4.2 GHz 3+32 MB 2Ch. DDR4/3200 16+4 Lanes 4.0 65W Wraith Stealth 199$ 7. Juli 2019
Ryzen 5 3400G 4C/8T 3.7/4.2 GHz 2+4 MB 2Ch. DDR4/2933 8+4 Lanes 3.0 65W Wraith Spire 149$ 7. Juli 2019
Ryzen 3 3200G 4C/4T 3.6/4.0 GHz 2+4 MB 2Ch. DDR4/2933 8+4 Lanes 3.0 65W Wraith Stealth 99$ 7. Juli 2019
Die Modelle Ryzen 3 3200G & Ryzen 5 3400G basieren abweichend von den anderen CPU-Modellen nicht auf Zen 2, sondern auf Zen+ in der 12nm-Fertigung. Beide haben zudem eine Vega-basierte Grafiklösung integriert, welche beim Ryzen 3 3200G mit 512 Shader-Einheiten ("Vega 8") auf bis zu 1250 MHz Takt, beim Ryzen 5 3400G mit 704 Shader-Einheiten ("Vega 11") auf bis zu 1400 MHz Takt ausgerüstet ist.
11

AMD stellt die Navi-Grafikkarten Radeon RX 5700 & Radeon RX 5700 XT vor

Auf seinem E3-Event (Replay bei YouTube) hat AMD alle vorherigen Erwartungen an erschöpfende Informationen zu Navi erfüllt und die ersten drei Navi-basierten Grafikkarten vorgestellt. Jene werden zeitgleich mit den Ryzen 3000 Prozessoren am 7. Juli 2019 in den Handel gehen – ergo wird dieser Termin dann einen ziemlichen "Großkampftag" für die Hardwaretester und interessierte Hardware-Enthusiasten bringen. Zu diesem Tag wird AMD neben den Ryzen-Prozessoren die drei Navi-Grafikkarten "Radeon RX 5700", "Radeon RX 5700 XT" und "Radeon RX 5700 XT 50th Anniversary Edition" in den Markt schicken, letztere eine (wahrscheinlich limitierte) Sonderauflage der regulären Radeon RX 5700 XT anläßlich des 50. Geburtstags von AMD mit dann goldgefärbter Lüfterblende und zudem etwas höheren Taktraten (samt etwas höherem Preispunkt). In gewissem Sinne ist letztgenannte Sonderauflage somit auch ein gewisser Vorgriff auf die nachfolgenden Eigendesigns der Grafikkarten-Hersteller zu Navi, welche dann ab dem August zu erwarten sind.

10

Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Juni 2019

Von Twitterer Spartan Geek (via Videocardz) kommt eine neue geleakte AMD-Präsentationsfolie zur Radeon RX 5700 XT, welche AMD-eigene Benchmarks der kommenden Navi-Grafikkarte gegen die GeForce RTX 2070 enthält. Im Schnitt der zehn unter der WQHD-Auflösung angetretenen Benchmarks verspricht AMD einen Performancegewinn von +5,8% zugunsten der Radeon RX 5700 XT – wobei allerdings nicht ganz klar ist, ob hier gegen eine GeForce RTX 2070 auf Referenztakt oder eine GeForce RTX 2070 "Founders Edition" getestet wurde. Vermutlich ist es aber eher erstere Variante (Karte auf Referenztakt), wobei dies neben der Performance auch eine preisliche Komponente aufweist – die Founders Edition kostet schließlich derzeit über 100 Dollar/Euro mehr, ist damit eigentlich nicht konkurrenzfähig. Letztlich dürfte die Radeon RX 5700 XT aber beide Ausführungen der GeForce RTX 2070 schlagen können, da die Performance-Differenz zwischen Referenztaktung und FE-Taktung gerade einmal bei ca. 3½ Prozent liegt. Preislich orientiert sich AMD allerdings sicherlich in Richtung der Referenztaktung, da hier inzwischen gutklassige Straßenpreise bei ab 470 Euro im Grafikkarten-Markt zu finden sind.

10

Microsoft kündigt die "Xbox Scarlett" auf Zen2/Navi-Basis für Ende 2020 an

Im Rahmen seiner E3-Präsentation hat Microsoft die nächste Xbox-Generation angekündigt sowie einige technische Details zu dieser bekanntgegeben. Die derzeit nur mit Codenamen "Xbox Scarlett" genannte nächste Xbox-Konsole ist für die "Holiday-Season 2020" zu erwarten, womit die Ballung der Jahresendfeiertage um Thanksgiving und Weihnachten/Neujahr gemeint ist – was also eine Auslieferung im November oder Dezember 2020 ergibt. Wie erwartet besteht die Xbox Scarlett technisch aus einem Zen-2-Prozessor samt einer Navi-Grafiklösung, als Speichertyp kommt laut Microsoft GDDR6 zum Einsatz. Abseits der offiziellen Verlautbarungen waren kurz (unscharfe) Bilder der Platine zu sehen (Quellen #1 & #2), welche den Rückschluß auf ein 384 Bit breites Speicherinterface mit einer Speicherbandbreite von 672 GB/sec samt der Speichergröße von 24 GB ermöglichen. Dies wäre sicherlich erstklassig, im PC-Bereich kommt allein die GeForce RTX 2080 Ti (616 GB/sec) an diese Speicherbandbreite heran, nur die (in dieser Frage überdimensionierte) Radeon VII (1024 GB/sec) bietet noch mehr Speicherbandbreite.

Microsoft "Xbox Scarlett"

  • "Scarlett" ist der Codename dieser NextGen-Spielekonsole, der Verkaufsname ist noch nicht bekannt
  • CPU auf Basis von Zen 2
  • GPU der Navi-Generation
  • Hardware-beschleunigtes RayTracing
  • GDDR6-Speicher
  • auf einem Platinen-Foto wurden 12 Speicherchips mit jeweils 2 GByte auf (nominell) 14 Gbps gesichtet (Quellen #1 & #2)
  • dies zeigt auf ein 384 Bit Speicherinterface mit 672 GB/sec Bandbreite samt 24 GB Speicher hin
  • soll laut Microsoft 4mal so viel Rechenpower wie die Xbox One X bieten
  • "revolutionäre" SSD als Massenspeicher sowie als virtueller Arbeitsspeicher
  • unterstützt Monitor-Auflösungen bis zu 8K
  • unterstützt Bildwiederholraten bis zu 120 Hz
  • angekündigt für die "Holiday Season 2020", sprich Zeitrahmen November/Dezember 2020
9

Spezifikations-Leak zeigt 16-Kerner "Ryzen 9 3950X" mit Taktraten von 3.5/4.7 GHz

Mit einem weiteren Leak (neben den Spezifikationen zur Radeon RX 5700 XT) geben Videocardz die Spezifikationen des Ryzen 9 3950X zum Besten. Dieser 16-Kerner für den Sockel AM4 scheint ebenfalls im Rahmen von AMDs kommenden E3-Event vorgestellt zu werden – trotz das man bislang davon ausging, das jenes Event eigentlich rein den Navi-Grafikkarten gelten sollte. Aber als kleiner Paukenschlag zum Schluß ("one more thing ...") wäre dies durchaus denkbar, ergibt es in jedem Fall zusätzliche mediale Aufmerksamkeit zugunsten von AMD. Und letztlich ist ein 16-Kerner für den Sockel AM4 bzw. für normale Consumer-Bedürfnisse letztlich sowieso schon halb bestätigt – nur dessen Erscheinungstermin steht noch offen. Ob AMD den Ryzen 9 3950X zusammen mit den anderen Modellen der Ryzen 3000 Serie gemeinsam am 7. Juli 2019 in den Markt schickt, wird womöglich schon zum E3-Event verkündet – möglich ist in dieser Frage sicherlich beides. Zugunsten der Maximierung der medialen Aufmerksamkeit wäre ein späterer Launchtermin allerdings besser, insofern hat jene Auflösung derzeit die etwas größeren Chancen.

9

Hardware- und Nachrichten-Links des 8./9. Juni 2019

AMDs Vizepräsidentin Ruth Cotter hat im Gespräch mit Börsenanalysten eine gewisse Vorgabe dazu geliefert, was von AMDs "Next Horizon Gaming" auf der E3 2019 erwartet werden darf. Die wiederum von CEO Lisa Su abgehaltete und auf AMDs YouTube-Channel sowie AMDs Facebook-Seite mitverfolgbare Veranstaltung startet in der Nacht von Montag auf Dienstag um Mitternacht deutscher Zeit. Laut Ruth Cotter wird Lisa Su dabei über die Navi Produkt-Familie, die RDNA-Architektur, PCI Express 4.0 und GDDR6-Speicher sprechen – was erst einmal der Erwartungslage enspricht, damit dürfte sich dann AMDs Navi-Generation auch insgesamt viel besser einordnen lassen. Als Sahnehäubchen oben drauf will man jedoch auch etwas zu AMDs RayTracing-Strategie sagen, womit die Sache nochmals interessanter wird. Denn AMD dürfte normalerweise mit dem Thema eher hinter dem Berg halten, insofern Navi noch gar keine RayTracing-Funktionalität aufweist – was natürlich nicht bedeutet, das es explizite RayTracing-Hardware bei Navi gibt, eventuell löst man es wie Cryteks RayTracing auf Vega-Grafikkarten. Das Thema von RayTracing bei AMD hat dann natürlich auch einen Zusammenhang mit der kommenden Playstation 5, wo RayTracing schon bestätigt ist – nebst einer der Navi-basierten Grafiklösung. In jedem Fall darf sich AMD nach der gelungenen Computex-Keynote der ungeteilten Aufmerksamkeit der Fachwelt zu seinem E3-Event sicher sein.

I'm not going to steal Lisa's thunder on the live cast on Monday, but we have said that we will share more about our Navi family of products as part of a live cast at E3. We'll also want to give you a little more information around our RDNA architecture and we're very excited about that as we think about PCIe 4, GDDR6, another architectural features that we will bring to that architecture that will be sustainable over multiple generations and we'll be good. And then in time obviously, we need to start to talk about what our Ray tracing strategy moving forward and some other elements.
Quelle:  AMDs Ruth Cotter bei der "Bank of America Merrill Lynch 2019 Global Technology Conference" am 6. Juni 2019, notiert von Seeking Alpha

9

Spezifikations-Leak zeigt "Radeon RX 5700 XT" als mit 2560 Shader-Einheiten ausgerüstet an

Videocardz zeigen mit dem Leak einer AMD-Präsentationsfolie (von wahrscheinlich AMDs kommenden E3-Event) die ersten Spezifikationen zur "Radeon RX 5700 XT": Jene Navi-basierte Grafikkarte tritt mit 40 Shader-Clustern aka 2560 Shader-Einheiten (ergibt sich aus der angegebenen TFlops-Zahl) samt 8 GB GDDR6-Speicher an. Beim Chiptakt gibt es mit dem "Game Clock" eine neue Taktratenangabe neben dem Base- und dem Boost-Takt – wobei dies eher nach kreativer Umbenennung aussieht, denn der Boost-Takt wird als "bis zu" angegeben und dürfte daher eher dem Maximal-Takt entsprechen. Aller Vermutung nach stellt der "Game Clock" von 1755 MHz jene Taktrate dar, welche man unter Spielen erwarten darf – wobei es selbst da natürlich noch Variations-Spielraum gibt ("durchschnittlich" oder "mindestens" zu erwarten). Vom erwartbaren Chiptakt her wäre dies somit das Taktratenniveau der Radeon VII, welche ihren nominellen Boosttakt von 1750 MHz in der Praxis durchaus erreicht. Nur beim Maximaltakt läge die Radeon RX 5700 XT mit bis zu 1905 MHz (klar) vorn, diesbezüglich ist bei der Radeon VII schon bei 1800 MHz Schluß.

Inhalt abgleichen