Mit dem Montag gab es den ersten Schwung an (unabhängigen) Testberichten zu Intels "Panther Lake" (Linkliste nachfolgend). Zu beachten wären hierbei allerdings zwei Punkte: Erstens durfte am Montag nur das Spitzenmodell "Core Ultra X9 388H" getestet werden, um natürlich Panther Lake ins bestmögliche Licht zu rücken. Die Tests zu den anderen PTL-Modellen werden dann am Dienstag nachfolgen, hoffentlich legen die Hardwaretester hier einen ähnlichen Elan an den Tag wie eben beim Core Ultra X9 388H. Und zweitens gab es ausschließlich dasselbe Notebook im Test, das Asus Zenbook Duo (2026) – ein absolutes Spitzengerät zu einem entsprechend hohen Preispunkt von ca. 2600 Euro. Damit fehlt den jetzt vorliegenden Tests ein wenig die Variabilität, welche für das Notebook-Segment sehr üblich ist. Zugleich ist jenes Asus-Modell auf Prozessoren-Seite auch teilweise höher als Intels Vorgaben angesetzt: Intel definiert jenen Prozessor mit einer PBP/PL1 von 25 Watt, die MTP/PL2 darf je nach Gusto des Notebook-Herstellers 65 oder 80 Watt betragen. Asus hingegen benutzt eine PBP/PL1 von gleich 46 Watt sowie eine MTP/PL2 von 64 Watt – liegt unter Dauerlast ergo deutlich über Intels Vorgabe und bei kurzfristiger Last am unteren Ende selbiger.
| Intel Panther Lake | Kerne | P-Takt | L3 | iGPU | Speichersupport | PBP/PL1 | MTP/PL2 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core Ultra X9 388H | 4P+8E+4LPE/16T | 2.1/5.1 GHz | 18 MB | Arc B390: 12 Xe3 @ ≤2.5 GHz | LPDDR5X/9600 | 25W | 65/80W * |
| Core Ultra 9 386H | 4P+8E+4LPE/16T | 2.1/4.9 GHz | 18 MB | "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.5 GHz | LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 | 25W | 65/80W * |
| Core Ultra X7 368H | 4P+8E+4LPE/16T | 2.0/5.0 GHz | 18 MB | Arc B390: 12 Xe3 @ ≤2.5 GHz | LPDDR5X/9600 | 25W | 65/80W * |
| Core Ultra 7 366H | 4P+8E+4LPE/16T | 2.0/4.8 GHz | 18 MB | "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.5 GHz | LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 | 25W | 65/80W * |
| Core Ultra X7 358H | 4P+8E+4LPE/16T | 1.9/4.8 GHz | 18 MB | Arc B390: 12 Xe3 @ ≤2.5 GHz | LPDDR5X/9600 | 25W | 65/80W * |
| Core Ultra 7 356H | 4P+8E+4LPE/16T | 1.9/4.7 GHz | 18 MB | "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.45 GHz | LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 | 25W | 65/80W * |
| Core Ultra 5 338H | 4P+4E+4LPE/12T | 1.9/4.7 GHz | 18 MB | Arc B370: 10 Xe3 @ ≤2.4 GHz | LPDDR5X/8533 | 25W | 65/80W * |
| Core Ultra 5 336H | 4P+4E+4LPE/12T | 1.9/4.6 GHz | 18 MB | "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.3 GHz | LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 | 25W | 65/80W * |
| * MTP/PL2 bei den größeren Panther-Lake-Modellen konfigurierbar für die Notebook-Hersteller | |||||||
Für ein wenig Aufregung sorgt derzeit eine Nutzer-generierte iGPU-Roadmap zu AMD & Intel auf 'Weibo', welche HXL @ X für westliche Gefilde zeigt. Jene zeichnet bei AMD eine "endlose" Fortführung von RDNA3.5 bis ins Jahr 2028 ein, während Intel hingegen im iGPU-Bereich weiterhin ständig neue Architektur-Stufen bringen soll – gekrönt am Ende über die von nVidia übernommene Grafikarchitektur für Intel-Prozessoren, was natürlich auch erst in ein paar Jahren spruchreif werden wird. Primär drückt die Nutzer- bzw. KI-erstellte Roadmap somit also aus, dass AMD hier eine weitere Entwicklung vermissen läßt – im Gegensatz zu Intel. Dieser Grundaussage tritt der bekannte Twitterer Kepler allerdings klar entgegen, denn ganz so arm soll die weitere iGPU-Entwicklung bei AMD nicht ausfallen: Vielmehr soll bei AMD eine Aufteilung der iGPU-Entwicklug stattfinden, wo die Standard-iGPUs tatsächlich weiterhin bei RDNA3.5 bleiben, die Spitzen-APUs (Halo-Klasse) hingegen zu RDNA5 wechseln sollen. Dies passt nebenbei auch zu den Ausführungen von YouTuber 'Moore's Law Is Dead', wonach AMD ab der Zen6-APU "Medusa Halo" mit extra iGPU-Chiplets arbeiten soll, die zwischen Grafikchip-Bereich und iGPU-Bereich austauschbar sind.
AMD is dividing their APU roadmap into:
a) Products targeting lower end markets or markets that don't need good iGPU performance (i.e office laptops, and also laptops using high-end dGPUs). These will continue to use RDNA 3.5 until 2029.
b) "Premium" iGPU products with RDNA5.
Quelle: Kepler @ X am 24. Januar 2026
Richtig viel Aufregung und Berichterstattung gibt es derzeit über ein Video vom der8auer, welches von der Einstellung des OPP-Programms von nVidia berichtet – und damit dem Ende von nVidia-Grafikkarten zur UVP. Das "Open Price Program" diente nVidia augenscheinlich dazu, einen gewissen Anteil an UVP-Karten am Markt zu garantieren. Dies wurde wohl über den Weg eines Cashbacks zugunsten der Grafikkarten-Hersteller realisiert – jene haben nachträglich von nVidia Rabatte bekommen für ihre verkauften UVP-Modelle. Wieso nVidia diesen vergleichsweise komplizierten Weg gegangen ist, ist nicht vollständig zu klären. Denkbarerweise wollte nVidia einfach nur für tatsächlich zum UVP verkaufte Karten diesen Preisnachlaß geben und eben nicht generell – weil dann nicht mehr kontrollierbar wäre, an welchen Stellen die Grafikkarten-Hersteller sich diesen Rabatt in die eigene Tasche gesteckt und trotzdem am Markt höhere Preise verlangt hätten. Wie auch immer, das OPP-Programm hatte zumindest zu diesem (positiven) Effekt geführt, dass nachdem der Überbedarf zum Launchtermin etwas abgebaut war, die Listenpreise bzw. UVPs auch wirklich im Einzelhandel angekommen sind.
Deswegen gab es anscheinend "behind the scenes" ein sogenanntes OPP-Programm, um die Preise gerade von diesen UVP-Karten aktiv zu beeinflussen. Ich habe versucht über verschiedene Kontakte rauszufinden, was dieses OPP-Programm eigentlich heißt. Mir konnte keiner sagen, was genau das ist, aber ich habe es mir zumindest mal von zwei Quellen bestätigen lassen, dass es dieses OPP-Programm tatsächlich gab, bis vor ein paar Tagen. Man könnte das OPP als eine Art "Cashback-Programm" bezeichnen, mit dem nVidia versucht hat künstlich diesen Preis am Markt durchzusetzen. Also, dass es tatsächlich Karten am Markt gibt, die zu UVP verfügbar sind. Soweit ich weiß, waren noch alle großen Partner Teil davon, weil ansonsten wäre es technisch gar nicht möglich gewesen überhaupt solche Karten zu der UVP anzubieten, wie nVidia das haben wollte.
Quelle: der8auer @ YouTube am 23. Januar 2026
Chip-Entwickler Intel hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 und somit auch das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Im letzten Jahresabschnitt hat Intel mit 13,674 Mrd. Dollar Quartalsumsatz knapp seine vorherige Prognose (12,8-13,6 Mrd. $) geschlagen, konnte damit aber auch nur um +0,2% gegenüber dem vorherigen Quartal zulegen, verlor sogar leicht um –4,1% gegenüber dem Umsatz des Vorjahreszeitraums. Ausgangspunkt hierfür dürfte sein, dass Intels neue Prozessoren-Generation "Panther Lake" vergleichsweise spät in den Markt kommt, nicht bereits mit dem Jahresschlußquartal, sondern erst im weiteren Verlauf des ersten Quartals 2026. Damit sieht man den Effekt der entsprechenden Vorproduktion noch nicht einmal an den Zahlen der Foundry-Sparte (Intels Eigenfertigung bei der Intel Foundry wird Konzern-intern fakturiert) – klar darauf hinweisend, dass im vierten Quartal 2025 noch so gut wie nichts an "Panther Lake" aus Intels eigener 18A-Fertigung gekommen sein kann. Auf der Gewinnseite brachte das vierte Quartal 2025 wieder einmal ein gewisses Minus beim nominellen Gewinn mit sich, wobei das Vorquartalsergebnis sowieso durch Sondereffekte deutlich aufgepumpt war. Der operative non-GAAP-Gewinn ging zwar auch zurück, bliebt aber grundsätzlich auf der Höhe vom Vorquartal – darauf hinweisend, dass es für Intel abseits der Sondereffekte vergleichsweise anständig läuft.
| Q4/2024 | Q1/2025 | Q2/2025 | Q3/2025 | Q4/2025 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 14'260 Mio. $ | 12'667 Mio. $ | 12'859 Mio. $ | 13'653 Mio. $ | 13'674 Mio. $ |
| (nomineller) Gewinn | –153 Mio. $ | –887 Mio. $ | –3024 Mio. $ | 4270 Mio. $ | –333 Mio. $ |
| Bruttomarge | 39,2% | 36,9% | 27,5% | 38,2% | 36,1% |
| operativer non-GAAP-Gewinn | 1368 Mio. $ | 690 Mio. $ | –503 Mio. $ | 1524 Mio. $ | 1205 Mio. $ |
AMD hat auf X/Twitter den Launchtermin & Listenpreis zum Ryzen 7 9850X3D offiziell bekanntgegeben: Das neue stärkste Achtkern-Modell kommt am 29. Januar zu 499 Dollar in den Handel. Die Launchreviews sind laut der Gerüchteküche (und entsprechend übliche Gepflogenheiten) einen Tag vorher am 28. Januar zu erwarten. Der Listenpreis fällt um 20 Dollar teurer aus als beim Ryzen 7 9800X3D aus, was aber nicht den preislichen Hauptunterschied machen dürfte. Eher entscheidend ist, dass der Ryzen 7 9800X3D trotz eines Listenpreises von 479 Dollar (ergibt umgerechnet und mit MwSt ca. 485€) derzeit für Preislagen von 430-450 Euro real im deutschen Einzelhandel verfügbar ist. Der Ryzen 7 9850X3D dürfte vermutlich mit ca. 505 Euro in den Handel gehen, ergo mit einer realen Preisdifferenz von ca. 75 Euro – bei nur 20 Dollar Listenpreis-Differenz. Aufgrund des eher geringen Performance-Zugewinns von 9800X3D zu 9850X3D ist das neue Modelle aber sowieso nicht für direkte Umsteiger geeignet, sondern eher ein Angebot für Käufer, die jetzt erst auf Zen 5 aufrüsten.
| AMD Zen 5 X3D | Kerne | L2+L3 | 3DVC | Takt | iGPU | OC | TDP/PPT | Listenpreis | Release |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 9 9950X3D2 | 16C/32T | 16+64 MB | 128 MB | 4.3/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 200/?W | ? | unbekannt |
| Ryzen 9 9950X3D | 16C/32T | 16+64 MB | 64 MB | 4.3/5.7 GHz | ✓ | ✓ | 170/200W | $699 / 769€ | 12. März 2025 |
| Ryzen 9 9900X3D | 12C/24T | 12+64 MB | 64 MB | 4.4/5.5 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $599 / 659€ | 12. März 2025 |
| Ryzen 7 9850X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 120/?W | $499 | lt. AMD: 29. Jan. 2026 |
| Ryzen 7 9800X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.2 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $479 / 529€ | 7. Nov. 2024 |
| Ryzen 5 9600X3D | 6C/12T | 8+32 MB | 64 MB | ? | ? | ? | ? | ? | komplett unbestimmt |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||||||
Laut der Tippgeber Jaykihn @ X & Haze @ X soll es nun endlich mit Intels BMG-G31 Grafikchip über die Ziellinie gehen – wenngleich leider nur in Form der professionellen Lösungen Arc B70 Pro und Arc B65 Pro. Jene sollen "demnächst" offengelegt werden, wobei im Profi-Bereich eine Vorstellung natürlich nicht unbedingt das gleiche wie ein Marktstart sein muß. Aber immerhin würde der BMG-G31 Chip damit endlich einmal real genutzt werden, anstatt als Silizium-Zombie nur in Ladelisten und Treibereinträgen genannt zu werden. Eine wirkliche Sicherheit, dass Intel dann eines Tages hieraus noch die Arc B700 Serie für Consumer-Bedürfnisse kreiert, ergibt sich aus dieser Verwendung für Profi-Grafikkarten aber leider auch nicht. Selbigem steht derzeit die generelle GDDR-Knappheit entgegen, wo es nicht nur zu hohe Preise für Grafikkartenspeicher gibt, sondern vor allem regelrechte GDDR-Beschaffungsprobleme. Für Profi-Karten kann man dies über die viel höheren Preise dieses Marktsegments gut übertünchen, aber für ein Consumer-Projekt wird dies nicht so einfach – gerade wenn man als letzter ankommt und nun sogar noch größere Lieferungen von den Speicherchip-Herstellern anstrebt.
B70 Pro soon.
Quelle: Jaykihn @ X am 21. Januar 2026
B65 too
Quelle: Haze @ X am 21. Januar 2026
Widersprüchliche Terminangaben gibt es zum Releasezeitpunkt von nVidias N1X-Chip im Notebook-Feld: Laut Dan Nystedt @ X soll dies schon im ersten Quartal 2026 so weit sein, laut Pantone 7461C @ X allerdings erst im September, mit der kleineren Chip-Variante "N1" sogar erst einige Monate später. Das ist dann schon ein großer Terminunterschied und normalerweise hat Twitterer 'Dan Nystedt' die sicherlich größere Reputation. Allerdings widerspricht ein Start schon im ersten Quartal den letzten Vorhersagen von einem Sommer-Termin und passt auch wenig dazu, dass die N1-Serie auf der CES 2026 keine echte Erwähnung gefunden hat. Ehrlicherweise ist dies eine klare Geschichte: Würde N1X wirklich schon im Frühjahr herauskommen, hätte man jenen SoC auf der CES offiziell vorgestellt oder wenigstens breit angeteasert. Ein solcher Markting-Trommelwirbel ist einfach notwendig, denn trotz der nVidia-Mitarbeit werden diese SoCs letztlich von MediaTek in den Markt gebracht und sind somit klare Seiteneinsteiger ins PC-Geschäft – Qualcomm kann hiervon sein Lied singen.
Laptops made from Nvidia’s N1X chip platform will debut in the 1st quarter 2026, a high-end Windows-on-Arm laptop for consumers, media report, with 3 more N1 and N1X series laptops due in Q2. Nvidia also plans to follow with N2 and N2X series laptops in Q3 2027. An N2X desktop will debut in Q4 2027.
Quelle: Dan Nystedt @ X am 20. Januar 2026
Originally N1X was planned launch at CES but due to FW/BSP/OS not ready the launch postponed at least twice. The latest status is first wave products will be available at Q3'26, most likely the September.
Quelle: Pantone 7461C @ X am 20. Januar 2026
We may expect a Computex Launch event for it as the SoC part is cooperated with Mediatek.
N1 will come a bit months later.
Quelle: Pantone 7461C @ X am 20. Januar 2026