Die Grafikkarten-Tests zu "Resident Evil Requiem" seitens ComputerBase und PC Games Hardware ergeben eine interessanten wie auffälligen Unterschied im Verhältnis von GeForce RTX 4090 zu 5080: Unter PathTracing lag bei der ComputerBase das ältere Ada-Lovelace-Spitzenmodell klar mit +30,9% vor der zweitbesten Blackwell-Karte (alles WQHD mit DLSS "Quality"), bei der PC Games Hardware kehrte sich das Verhältnis allerdings um und die GeForce RTX 5080 lag mit +16,0% beachtbar vor der GeForce RTX 4090. In einem Nachtest mit zusätzlichen Testszenen ist die ComputerBase der Sache dann auf den Grund gegangen. Denn am Ende hängt es nur an der Wahl der Testszenen – wenn die ComputerBase die bei der PCGH benutzte Testszene ansetzt, kam auch dort ein ähnliches Performance-Ergebnis heraus. Es handelt sich hiermit also um den seltenen Fall, dass unterschiedliche Testszenen desselben Spiels derart große Unterschiede aufwerfen, dass damit auch das insgesamte Performancebild maßgeblich beeinflußt wird.
| Resident Evil Requiem, WQHD mit DLSS "Quality" | 4090 vs 5080 | Ergebnis-Varianz |
|---|---|---|
| ComputerBase – originale Testszene | +30,9% pro 4090 | – |
| ComputerBase – Zusatz-Testszenen 1-5 | +18,9% pro 4090 | +6,4% bis +25,2% pro 4090 |
| PC Games Hardware – originale Testzene | +16,0% pro 5080 | – |
Die jüngsten Quartalszahlen von nVidia sehen erstmals seit einiger Zeit wieder einen Einbruch im Gaming-Segment – was von nVidia mit saisonalen Effekten abgetan wird, aber vermutlich zum Teil auch schon an den Verwerfungen der Speicherkrise hängt, da nVidias letztes Geschäftsquartal eben schon bis in den Januar 2026 hineinreichte. Zumindest für das laufende neue Geschäftsquartal sowie das Gesamtjahr 2026 (nVidias Finanzjahr 2027) macht nVidia dann klare Aussagen, dass das Gaming-Geschäft "supply constraint" laufen soll, sprich Zulieferer-abhängig. Hier geht es natürlich allein um den benötigen GDDR-Speicher, welchen man derzeit nur teurer und nicht in benötigter Menge bekommen kann – was dann genauso auch für die Grafikkarten von AMD & Intel gelten wird. nVidias eigener Ausblick sieht derzeit allerhöchstens eine Chance auf Besserung in Richtung Jahresende, dies ist aber auch nur als "was wäre wenn" beschrieben und somit keine sichere Aussage, nVidia würde dies tatsächlich derart erwarten. Im genauen hat nVidia nirgendwo fest geschrieben, wann man diesbezüglich eine Entspannung erwarten kann – sprich, man weiss dies auch bei nVidia selber nicht.
Fourth-quarter Gaming revenue was $3.7 billion, up 47% from a year ago, driven by strong Blackwell demand, and down 13% from the previous quarter as channel inventory naturally moderated following a season of strong holiday demand.
Quelle: nVidia-Geschäftszahlen Q4/2025, veröffentlich am 25. Februar 2026
Looking ahead, while end demand for our products remains strong and channel inventory levels are healthy, we expect supply constraints to be the headwind to Gaming in Q1 and beyond.
Quelle: nVidia-CFO Colette Kress zum "Q4 2026 Earnings Call" am 25. Februar 2026, niedergeschrieben von The Motley Fool
As much as we would love to have additional more supply, we do believe for a couple quarters it is gonna be very tight. If things improve by the end of the year, there is an opportunity to think about what that is from a year-over-year growth.
Quelle: nVidia-CFO Colette Kress zum "Q4 2026 Earnings Call" am 25. Februar 2026, niedergeschrieben von Yahoo Finance
Chipentwickler nVidia hat die Geschäftszahlen des vierten Quartals des Finanzjahres 2026 (korrekt) vorgestellt, welches den kalendarischen Verlauf von November 2025 bis Januar 2026 umfasst und somit das nVidia-Finanzjahr 2026 (korrekt) abschließt. In diesem Zeitraum hat nVidia sowohl seine vorherige Umsatz-Prognose von 65,0 Mrd. Dollar (±2%) mit real erzielten 68,127 Mrd. Dollar gut geschlagen als auch das 10. Rekordquartal in Folge hingelegt. Nachdem es zum Anfang des HPC/AI-Hypes und der demzufolge stark nach oben gehenden Geschäftstätigkeit regelmäßig Quartalsrekorde gegeben hatte, die auffällig rund um +4 Mrd. Dollar pro Quartal stärker als das jeweils vorhergehende Quartal ausgefallen sind (zu beobachten zwischen Q2/2023 und Q2/2025), ist nVidia nunmehr vollkommen aus diesen "maßvollen" Umsatzsteigerungen ausgebrochen und liefert das zweite Quartal in Folge eine Umsatzsteigerung von über +10 Mrd. Dollar ab. Ob die Fertigung diesbezüglich tatsächlich mehr liefert oder ob dies einfach an den gestiegenen Stückpreisen der HPC/AI-Beschleuniger von nVidia liegt, muß offenbleiben, so tief läßt man sich bei Geschäftsberichten kaum in die Karten schauen.
| Q4/2024 | Q1/2025 | Q2/2025 | Q3/2025 | Q4/2025 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 39'331 Mio. $ | 44'062 Mio. $ | 46'743 Mio. $ | 57'006 Mio. $ | 68'127 Mio. $ |
| (nomineller) Gewinn | 22'091 Mio. $ | 18'775 Mio. $ | 26'422 Mio. $ | 31'910 Mio. $ | 42'960 Mio. $ |
| Bruttomarge | 73,0% | 60,5% | 72,4% | 73,4% | 75,0% |
| operativer non-GAAP-Gewinn | 25'516 Mio. $ | 23'275 Mio. $ | 30'165 Mio. $ | 37'752 Mio. $ | 46'107 Mio. $ |
Tippgeber Gray @ X macht auf den Punkt aufmerksam, dass die zuletzt wieder genannten "Unified Cores" bei Intel nicht gänzlich zu einer einzelnen Kern-Sorte führen, Intel vielmehr die Unterscheidung zwischen P-, E- und LPE-Kernen mit diesen weiterführen wird. Im Gegensatz zu bisher verschwinden allerdings die Architektur-Unterschiede – und zwar nicht einfach nur mittels gleichem Feature-Set, sondern vollständig in Form einer tatsächlich einheitlichen Architektur. Die Differenz zwischen P-, E- und LPE-Kernen wird bei Intel zukünftig über unterschiedliche Power-Kurven gebildet: Die P-Kerne geeignet für höchstmögliche Taktraten, die E-Kerne für mittlere Taktraten und die LPE-Kerne für sehr niedrige Taktraten. Interessanter Nebenpunkt hierbei ist, dass diese neuen vereinheitlichen Kerne aus der bisherigen E-Kern-Entwicklung entnommen werden, nicht der P-Kern-Entwicklung. Dies wurde allerdings alles schon beim ersten Gerücht zu den "Unified Cores" gesagt, welche davon allerdings abweichend voraussichtlich zum Jahresende 2028 mit der "Titan Lake" Prozessoren-Architektur anstehen.
Intel's Unified Core doesn't drop P, E, and LPE cores
They share the same IP, but with different power curves
Quelle: Gray @ X am 24. Februar 2026
Das Wall Street Journal (Paywall, via VideoCardz) bringt die viel beachtete Meldung, der nVidia/MediaTek "N1"-SoC für Windows-on-ARM würde bereits im ersten Halbjahr 2026 in Form fertiger PCs bzw. Notebooks zur Verfügung stehen, da derzeit bei Dell und Lenovo entsprechendes vorbereitet wird. Eine derartige Terminlage dürfte allerdings von allen anderen Anzeichen her eher knapp werden, denn bislang fehlen hierzu die entsprechenden kleineren Leaks & Benchmark-Fetzen, welche einen demnächst kommenden Chip üblicherweise ankündigen. Auch wäre es wahrscheinlicher, dass MediaTek & nVidia bei einem echten Releasetermin noch im ersten Halbjahr auf der CES im Januar wenigstens entsprechende Teaser von sich gegeben hätten – was wie bekannt nicht passiert ist. Insofern wird es mit diesem Termin eher knapp und man sollte die N1-Chipfamilie besser auf "Sommer 2026" einordnen – dies läßt die Möglichkeit offen, dass das erste Halbjahr knapp verfehlt wird, aber dass es eben dennoch noch zur Jahresmitte passiert.
People familiar with Nvidia’s supply chain said PC makers including Dell Technologies and Lenovo were working with the chip maker on models using the Nvidia-MediaTek system-on-a-chip, which is built on architecture from U.K. chip designer Arm. The first PCs with the chip could come in the first half of this year, they said.
Quelle: The Wall Street Journal (Paywall) am 23. Februar 2026
Der Ryzen 7 9850X3D ist sicherlich nicht zu Unrecht dafür in der Kritik, eigentlich zu nahe des regulären Ryzen 7 9800X3D zu stehen, sich bei der Performance nicht weit genug absetzen zu können (im Schnitt der Launchreviews nur +2% mehr Anwendungs-Performance sowie +3% Spiele-Performance). Gern wird an dieser Stelle auch das Argument vorgebracht, dass man diese Differenz letztlich auch mittels Übertaktung oder den PBO-Modus des Ryzen 7 9800X3D überbrücken kann – wozu Tom's Hardware den Test aufs Exempel gemacht haben. Und in der Tat führt dies zu einer Punktlandung: Im Spiele-Bereich ist der Ryzen 7 9800X3D @ PBO exakt genauso schnell wie der default-mäßig betrieben Ryzen 7 9850X3D, kann der PBO-Modus in der Tat die Performance-Differenz beider X3D-Achterkern überwinden. Zugleich zeigt sich auch, dass PBO auf dem größeren Prozessoren-Modell tendentiell etwas weniger bringt, anstatt +5% wie beim Ryzen 7 9800X3D dann nur +3% beim Ryzen 7 9850X3D. Dies ist ein normales Verhalten, besonders hoch getaktete Prozessoren sind nun einmal die etwas schlechter fürs Overclocking geeigneten Modelle.
| Spiele-Perf. default | Spiele-Perf. + PBO | |
|---|---|---|
| Ryzen 7 9850X3D | 143 fps | 147 fps (+3%) |
| Ryzen 7 9800X3D | 136 fps | 143 fps (+5%) |
| gemäß der Benchmarks von Tom's Hardware mit 16 Spielen unter FullHD, 1% low fps | ||
Tom's Hardware schreiben über erste fallende Speicherpreise in Europa, wenngleich dies vergleichsweise schwach belegt wird über zuerst ein Reddit-Postings und desweiteren leicht fallende Preise bei einzelnen, spezifischen Speicherprodukten. Jenes nachfolgend viel zitierte Reddit-Posting sieht auf den ersten Blick wie ein Preis-Durchschnitt aus, ist aber letztlich auch nur der Preisverlauf eines einzelnen, spezifischen Speicherprodukts gemäß der Preisvergleichs-Sparte von Tweakers.net. Derart Aussagen auf Basis der Preisentwicklung einzelner Hersteller-Produkte sind allerdings riskant, da hierbei immer auch Seiteneffekte am Wirken sein können bzw. generell der Punkt der Substitutionsprodukte mißachtet wird: Steigt ein DDR5/6000 Speicherkit von Hersteller A zu stark im Preis, orientieren sich die meisten Käufer um, und nehmen stattdessen die (technisch gleichwertige) Alternative von Hersteller B. Wirklich zielführend bei einer Aussage zum generellen Level der Preisübertreibung bzw. dem jüngsten Preistrend kann somit eigentlich nur ein Hersteller-unabhängiger Vergleich mit einer gewissen Produktbreite sein:
| DDR5-Speicher | 12./13.7. | 14.12. | 18.1. | 15.2. | 22.2. | 15.2.→22.2. | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 8GB DDR5/5600 | 24€ | 99€ | 120€ | 108€ | 108€ | ±0 | +350% |
| 16GB DDR5/5600 | 39€ | 148€ | 191€ | 193€ | 199€ | +3% | +410% |
| 16GB DDR5/6400 | 50€ | 185€ | 238€ | 214€ | 220€ | +3% | +340% |
| 32GB DDR5/5600 | 77€ | 275€ | 348€ | 340€ | 346€ | +2% | +349% |
| 32GB DDR5/6400 | 98€ | 284€ | 388€ | 375€ | 380€ | +1% | +288% |
| 2x16GB DDR5/5600 | 79€ | 299€ | 396€ | 400€ | 399€ | ±0 | +405% |
| 2x16GB DDR5/6000 | 75€ | 301€ | 395€ | 379€ | 390€ | +3% | +420% |
| 2x16GB DDR5/6000 CL28 | 132€ | 398€ | 431€ | 479€ | 479€ | ±0 | +263% |
| 2x16GB DDR5/6400 | 90€ | 355€ | 419€ | 400€ | 407€ | +2% | +352% |
| 2x16GB DDR5/6400 CL30 | 141€ | 493€ | 585€ | 580€ | 582€ | ±0 | +313% |
| 2x16GB DDR5/7200+ | 110€ | 418€ | 446€ | 479€ | 479€ | ±0 | +335% |
| 2x24GB DDR5/6000 | 128€ | 429€ | 499€ | 538€ | 558€ | +4% | +336% |
| 2x24GB DDR5/6400 | 140€ | 432€ | 623€ | 595€ | 591€ | –1% | +322% |
| 2x24GB DDR5/7200+ | 182€ | 491€ | 731€ | 701€ | 690€ | –2% | +279% |
| 2x32GB DDR5/5600 | 140€ | 530€ | 677€ | 659€ | 659€ | ±0 | +371% |
| 2x32GB DDR5/6000 | 158€ | 547€ | 699€ | 645€ | 645€ | ±0 | +308% |
| 2x32GB DDR5/6000 CL28 | 208€ | 608€ | 949€ | 999€ | 836€ | –16% | +302% |
| 2x32GB DDR5/6400 | 169€ | 559€ | 739€ | 722€ | 722€ | ±0 | +327% |
| 2x32GB DDR5/6400 CL32 | 181€ | 629€ | 799€ | 837€ | 837€ | ±0 | +362% |
| 2x48GB DDR5/6400 | 304€ | 820€ | 1045€ | 1379€ | 1369€ | –1% | +350% |
| Preisindex (Ø 20 Produkte) | 100% | 345% | 440% | 440% | 439% | ||
| monatliche Preissteigerung | - | +93,0% | +27,6% | +0,0% | –0,1% | ∑ +339% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals (ohne eBay & Amazon Marketplace), ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025 | |||||||