Neuigkeiten der letzten 7 Tage

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News des 5. Februar 2026

VideoCardz berichten wieder mit Quelle des chinesischsprachigen Board Channels über eine nVidia-Lieferreduzierung von 30% in China für das erste Quartal 2026 – wobei hiermit auch nVidias erstes Finanzquartal gemeint sein könnte, welches von Februar bis April läuft. Wie auch immer, 30% sind ein echter Klopper und gewiß nicht "moderat". Zudem ist auch nicht zu erwarten, dass die anderen regionalen Lieferreduzierungen deutlich anders ausfallen, dies dürfte weltweit ziemlich ähnlich ablaufen – allesamt im Rahmen von 30% weniger. Und dies erklärt dann letztlich alle gestiegenen und wohl noch weiter steigenden Grafikkarten-Preise bei nVidia, denn eine unzureichende Liefermenge führt nun einmal zu ansteigenden Preisen in der Handelskette und im Einzelhandel. Dabei sind 30% geringere Liefermengen nicht platt mit 30% höheren Preisen gleichzusetzen, denn im Endeffekt bleibt der Bedarf ja derselbe und liefern sich die Abnehmer einen Überbietungswettbewerb beim Preis – welcher erst zu Ende geht, wenn genau 30% der Marktteilnehmer aussteigen und ihren Bedarf eben nicht realisieren.

nVidia plans to moderately adjust GPU supply in Q1 2026. Compared to a regular quarter, the overall GPU supply to the Chinese mainland market is expected to decrease by approximately 30%.
Quelle:  Board Channels am 5. Februar 2026, in Übersetzung von VideoCardz

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News des 4. Februar 2026

Im Zuge der jüngsten AMD-Quartalszahlen hat AMD auch zur laufenden Speicherkrise Stellung bezogen – und will jener mit einem Fokus auf das Enterprise-Segment sowie den Premium-Markt begegnen. Unter "Enterprise" kann man sich schlicht AMDs Server-Prozessoren und HPC/AI-Beschleuniger vorstellen, während die Formulierung "Premium"-Markt ausreichend vage ist, um sowohl für Server-Geschäfte als auch den HighEnd-Teil des Consumer-Markts gelten zu können. In jedem Fall gibt AMD hiermit indirekt zu, dass man im Jahr 2026 weniger auf Masse gehen wird, denn dies benötigt viel Speicher und selbiger ist teuer wie auch schwer zu bekommen. Im Server-Segment werden hingegen diese erhöhten Speicherpreise bezahlt, zudem ist dort – eben wegen des AI-Hypes – derzeit auch ein klar vergrößerter Bedarf, ergo schichtet AMD in diese Richtung hin um. Hier kommt AMD natürlich zu gute, dass die Ryzen-CCDs eben sowohl für Ryzen- als auch Epyc-Prozessoren verwendet werden können.

Our focus areas are enterprise... and just continuing to grow at the premium, you know, higher-end of the market.
Quelle:  AMDs CEO Lisa Su, wiedergegeben von Tom's Hardware am 3. Februar 2026

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Die AMD-Geschäftsergebnisse im vierten Quartal sowie Gesamtjahr 2025

AMD hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 sowie damit auch das Gesamtjahr 2025 vorgelegt, welches AMD zu einem ziemlich positiven Abschluß gebracht hat. Denn in diesem vierten Quartal 2025 wurde die vorherige Prognose von 9,6 Mrd. Dollar Quartalsumsatz mit tatsächlich dann 10,3 Mrd. Dollar klar überboten – und AMD legt mit diesem neuen Quartalsrekord erstmals überhaupt einen Quartalsumsatz im 10stelligen Bereich hin (was lange Zeit nur Intel und erst seit neuerem auch nVidia vorbehalten war). Das Umsatzwachstum betrug somit +11,1% gegenüber dem Vorquartal sowie +34,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In ähnlichem Maßstab stiegen dann die Gewinnzahlen, wobei der Vergleich des nominellen Gewinns gegenüber dem Vorjahreszeitraum wenig zweckmäßig ist, da seinerzeit erhebliche Sonderposten diese Gewinnabrechnung schmälerten. Der operative non-GAAP-Gewinn drückt es wohl besser aus, was hier wirklich erwirtschaftet wurde: +27,5% zum Vorquartal sowie +40,9% zum Vorjahreszeitraum.

Q4/2024 Q1/2025 Q2/2025 Q3/2025 Q4/2025
Umsatz 7658 Mio. $ 7438 Mio. $ 7685 Mio. $ 9246 Mio. $ 10'270 Mio. $
(nomineller) Gewinn 482 Mio. $ 709 Mio. $ 872 Mio. $ 1243 Mio. $ 1511 Mio. $
Bruttomarge 51% 50% 40% 52% 54%
operativer non-GAAP-Gewinn 2026 Mio. $ 1779 Mio. $ 897 Mio. $ 2238 Mio. $ 2854 Mio. $
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News des 3. Februar 2026

VideoCardz liefern wieder aus dem chinesischsprachigem 'Board Channels' Forum nunmehr genauere Informationen zu den angedachten Preiserhöhungen für AMD-Grafikkarten sowie gleichzeitig zum Priorisierungsplan bei AMD: Jener geht nun auch zugunsten von 8-GB-Grafikkarten – welche natürlich bei GDDR-Knappheit den Vorteil haben, mit so wenig wie möglich von diesem knappen Gut auskommen zu können. Dennoch will AMD auch weiterhin 16-GB-Modelle anbieten, nur eben mit Fokus auf Radeon RX 9060 XT 16GB und 9070 XT, bei zugleich geringerer Fertigung von Radeon RX 9070 und 9070 GRE. Letzteres bedeutet wohl auch, dass diese Radeon RX 9070 GRE wohl kaum noch eine Chance auf einen weltweiten Launch hat, selbiges Modell dürfte derzeit China-exklusiv bleiben. Zugleich wurde wie gesagt die Höhe der nächsten Preiserhöhung mit +5-10% präzisiert – wie vorhergesagt versucht es AMD hierbei eher mit einer Mehrzahl an kleineren Preiserhöhung anstatt einer einzelnen größeren Preiserhöhung.

Considering the high price of video memory, AMD will adjust its product line structure starting in 2026. This mainly involves slight adjustments to the production capacity of various GPU models, with a primary strategy favoring the sale of 8GB models.
 
AMD and its AIB partners will focus on selling 8GB models, particularly the RX 9060 XT 8GB series and RX 7650 GRE, maximizing production capacity. For 16GB models, the focus will remain on the RX 9060 XT 16GB and RX 9070 XT series, while production of the RX 9070 and RX 9070 GRE series will be significantly reduced, with a weakening of sales efforts. These adjustments to product structure and supply will be a long-term sales strategy for AMD and its AIB partners in the mainland China market.

Quelle:  Board Channels am 3. Februar 2026, in Übersetzung von VideoCardz

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News des 2. Februar 2026

WCCF Tech berichten mit Berufung auf einen entsprechenden Bericht aus dem chinesischsprachigem 'Board Channels' Forum über einen weiteren kommenden Preisanstieg bei AMD-Grafikkarten, welcher im Zeitrahmen Februar/März anstehen soll. Diese Preissteigerung soll von den Grafikkarten-Herstellern ausgehen, sprich läuft erst durch die Handelskette hindurch, erreicht die Einzelhandelspreise dann also mit 1-2 Monaten Verzögerung (je nach Höhe der Lagerbestände). Interessanterweise werden als Begründung nicht direkt steigende GDDR-Preise genannt, sondern eher eine Anpassung an die neue Preislage bei nVidia-Grafikkarten, welche zuletzt meist stärker gestiegen sind als AMD-Grafikkarten. Aber natürlich kann im Hintergrund dennoch ein weiter steigender GDDR-Preis aktiv sein, dies betrifft dann die Lieferbeziehung zwischen AMD und den Grafikkarten-Herstellern, wovon in aller Regel nur wenig nach außen dringt. Zur Höhe der kommenden Preissteigerung bei AMD-Grafikkarten wurde nichts gesagt, aber generell scheint es so, als wollten die Hersteller lieber viele kleinere Preissteigerungen ansetzen als eine große – da letztere zu viel mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde.

According to the latest news from manufacturers, some AMD graphics card manufacturers may implement a second cost price increase starting in February or March. The extent of the increase is unclear, but the strategy is expected to be to catch up with the cost price level of comparable nVidia models, maintaining a price similar to corresponding nVidia models.
Quelle:  WCCF Tech am 2. Februar 2026, in Übersetzung eines Berichts aus dem chinesischsprachigem 'Board Channels' Forum

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News des 1. Februar 2026

Das chinesischsprachige UDN (via VideoCardz) berichtet über die Mitarbeiter-Jahresend-Party von nVidia Taiwan, in deren Umfeld sich nVidia-CEO Jensen Huang augenscheinlich auch Journalisten-Fragen stellte. Hierbei wurde die nVidia-Kooperation mit MediaTek zum N1-Chip bestätigt, was nVidia vorher bislang noch nicht derart klar ausgedrückt hatte – inoffiziell aber natürlich schon des längerem bekannt war. Beispielsweise hatte nVidia schon im letzten Herbst bestätigt, dass "N1" und "GB10" eigentlich derselbe Chip sind – wobei unklar ist, ob hierbei nicht im wirklichen "N1X" gemeint sein dürfte (alle vermuteten N1-Chips im Vergleich). Für eine gewisse Beachtung sorgt natürlich die Formulierung "mit leistungsstarken KI-Funktionen entwickelt", was in der entsprechenden Berichterstattung zu Titelzeilen á "nVidia AI-PC" führt. Prinzipiell dürfte dies sogar zutreffen, denn nVidias GB10 soll wegen der "Blackwell"-basierten Grafikeinheit immerhin 1000 TOPs (bei NVFP4) erreichten – was natürlich eine ganz andere Kategorie darstellt gegenüber den bisher üblichen PC-NPUs mit ihren FP4-Rechenleistungen von 40-100 TOPs.

Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass nVidia mit MediaTek an der Entwicklung der N1-Prozessoren zusammenarbeitet. In einem Interview erklärte Huang, dass die Kooperation mit MediaTek zu einem sehr leistungsstarken System-on-a-Chip (SoC) mit geringem Stromverbrauch und exzellenter Performance geführt habe, der speziell für Computer mit leistungsstarken KI-Funktionen entwickelt wurde.
Quelle:  UDN am 31. Januar 2026 (maschinell übersetzt ins Deutsche)

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News des 30./31. Januar 2026

Twitterer HXL packt erste genauere Daten zum Zen6-CCD aus: Wie bekannt soll jenes (in der Classic-Bauweise) gleich 12 CPU-Kerne mit sich bringen, bestätigt wird hingegen der Level3-Cache von 48 MB und wirklich neu ist die Chipfläche von 76mm² unter interessanterweise der 2nm-Fertigung von TSMC. Dies war bis zuletzt eine unsichere Sache, manche Quellen sprachen von 2nm, andere eben von 3nm. Normalerweise würde ein doppelter Nodesprung gerade bei AMD überraschen, allerdings packt AMD hier eben auch wieder mehr Cores und Cache ins CCD, kommt aber auf eine kaum abweichende Chipfläche – dies spricht wiederum durchaus für die tatsächliche Verwendung der 2nm-Fertigung (da die Flächenverbesserungen von 4nm zu 3nm zu 2nm vergleichsweise moderart ausfallen). Im übrigen darf AMD aber auch kaum unter 70mm² per CCD kommen, denn ansonsten wird die Wärmeabgabe auf der kleinen Fläche zu schwierig. Deswegen muß AMD mit besseren Fertigungsverfahren ganz automatisch die Kern-Anzahl und Cache-Größe steigern, sofern man die Kerne nicht intern wesentlich dicker macht (wie bei Zen 4/5 passiert). Ein wenig offen bleibt natürlich, ob jene Angaben zum Zen6-CCD allesamt korrekt sind – aber technisch ergibt sich die Möglichkeit hierzu, denn der Tape-Out von Zen 6 muß angesichts eines Markstarts im Jahr 2026 längst erfolgt sein.

Zen2 CCD:  2*4 Core  2*16 MB L3  TSMC N7 ~77 mm2
Zen3 CCD:  8 Core 32MB L3  TSMC N7 ~83 mm2
Zen4 CCD : 8 Core 32MB L3  TSMC N5 ~72 mm2
Zen5 CCD : 8 Core 32MB L3  TSMC N4 ~71 mm2
Zen6 CCD : 12 Core 48MB L3  TSMC N2 ~76 mm2

Quelle:  HXL @ X am 30. Januar 2026

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