Chipentwickler nVidia hat die Geschäftszahlen des vierten Quartals des Finanzjahres 2026 (korrekt) vorgestellt, welches den kalendarischen Verlauf von November 2025 bis Januar 2026 umfasst und somit das nVidia-Finanzjahr 2026 (korrekt) abschließt. Mit diesem Zeitraum hat nVidia sowohl seine vorherige Umsatz-Prognose von 65,0 Mrd. Dollar (±2%) mit real erzielten 68,127 Mrd. Dollar gut geschlagen als auch das 10. Rekordquartal in Folge hingelegt. Nachdem es zum Anfang des HPC/AI-Hypes und der demzufolge stark nach oben gehenden Geschäftstätigkeit regelmäßig Quartalsrekorde gegeben hatte, die auffällig rum um +4 Mrd. Dollar pro Quartal stärker als das jeweils vorhergehende Quartal ausgefallen sind (zu beobachten zwischen Q2/2023 und Q2/2025), ist nVidia nunmehr vollkommen aus diesen "maßvollen" Umsatzsteigerungen ausgebrochen und liefert das zweite Quartal in Folge eine Umsatzsteigerung von über 10 Mrd. Dollar ab. Ob die Fertigung diesbezüglich tatsächlich mehr liefert oder ob dies einfach an den gestiegenen Stückpreisen der HPC/AI-Beschleuniger von nVidia liegt, muß offenbleiben, so tief läßt man sich zu Geschäftsberichten kaum in die Karten schauen.
| Q4/2024 | Q1/2025 | Q2/2025 | Q3/2025 | Q4/2025 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 39'331 Mio. $ | 44'062 Mio. $ | 46'743 Mio. $ | 57'006 Mio. $ | 68'127 Mio. $ |
| (nomineller) Gewinn | 22'091 Mio. $ | 18'775 Mio. $ | 26'422 Mio. $ | 31'910 Mio. $ | 42'960 Mio. $ |
| Bruttomarge | 73,0% | 60,5% | 72,4% | 73,4% | 75,0% |
| operativer non-GAAP-Gewinn | 25'516 Mio. $ | 23'275 Mio. $ | 30'165 Mio. $ | 37'752 Mio. $ | 46'107 Mio. $ |
Tippgeber Gray @ X macht auf den Punkt aufmerksam, dass die zuletzt wieder genannten "Unified Cores" bei Intel nicht gänzlich zu einer einzelnen Kern-Sorte führen, Intel vielmehr die Unterscheidung zwischen P-, E- und LPE-Kernen mit diesen weiterführen wird. Im Gegensatz zu bisher verschwinden allerdings die Architektur-Unterschiede – und zwar nicht einfach nur mittels gleichem Feature-Set, sondern vollständig in Form einer tatsächlich einheitlichen Architektur. Die Differenz zwischen P-, E- und LPE-Kernen wird bei Intel zukünftig über unterschiedliche Power-Kurven gebildet: Die P-Kerne geeignet für höchstmögliche Taktraten, die E-Kerne für mittlere Taktraten und die LPE-Kerne für sehr niedrige Taktraten. Interessanter Nebenpunkt hierbei ist, dass diese neuen vereinheitlichen Kerne aus der bisherigen E-Kern-Entwicklung entnommen werden, nicht der P-Kern-Entwicklung. Dies wurde allerdings alles schon beim ersten Gerücht zu den "Unified Cores" gesagt, welche davon allerdings abweichend voraussichtlich zum Jahresende 2028 mit der "Titan Lake" Prozessoren-Architektur anstehen.
Intel's Unified Core doesn't drop P, E, and LPE cores
They share the same IP, but with different power curves
Quelle: Gray @ X am 24. Februar 2026
Das Wall Street Journal (Paywall, via VideoCardz) bringt die viel beachtete Meldung, der nVidia/MediaTek "N1"-SoC für Windows-on-ARM würde bereits im ersten Halbjahr 2026 in Form fertiger PCs bzw. Notebooks zur Verfügung stehen, da derzeit bei Dell und Lenovo entsprechendes vorbereitet wird. Eine derartige Terminlage dürfte allerdings von allen anderen Anzeichen her eher knapp werden, denn bislang fehlen hierzu die entsprechenden kleineren Leaks & Benchmark-Fetzen, welche einen demnächst kommenden Chip üblicherweise ankündigen. Auch wäre es wahrscheinlicher, dass MediaTek & nVidia bei einem echten Releasetermin noch im ersten Halbjahr auf der CES im Januar wenigstens entsprechende Teaser von sich gegeben hätten – was wie bekannt nicht passiert ist. Insofern wird es mit diesem Termin eher knapp und man sollte die N1-Chipfamilie besser auf "Sommer 2026" einordnen – dies läßt die Möglichkeit offen, dass das erste Halbjahr knapp verfehlt wird, aber dass es eben dennoch noch zur Jahresmitte passiert.
People familiar with Nvidia’s supply chain said PC makers including Dell Technologies and Lenovo were working with the chip maker on models using the Nvidia-MediaTek system-on-a-chip, which is built on architecture from U.K. chip designer Arm. The first PCs with the chip could come in the first half of this year, they said.
Quelle: The Wall Street Journal (Paywall) am 23. Februar 2026
Der Ryzen 7 9850X3D ist sicherlich nicht zu Unrecht dafür in der Kritik, eigentlich zu nahe des regulären Ryzen 7 9800X3D zu stehen, sich bei der Performance nicht weit genug absetzen zu können (im Schnitt der Launchreviews nur +2% mehr Anwendungs-Performance sowie +3% Spiele-Performance). Gern wird an dieser Stelle auch das Argument vorgebracht, dass man diese Differenz letztlich auch mittels Übertaktung oder den PBO-Modus des Ryzen 7 9800X3D überbrücken kann – wozu Tom's Hardware den Test aufs Exempel gemacht haben. Und in der Tat führt dies zu einer Punktlandung: Im Spiele-Bereich ist der Ryzen 7 9800X3D @ PBO exakt genauso schnell wie der default-mäßig betrieben Ryzen 7 9850X3D, kann der PBO-Modus in der Tat die Performance-Differenz beider X3D-Achterkern überwinden. Zugleich zeigt sich auch, dass PBO auf dem größeren Prozessoren-Modell tendentiell etwas weniger bringt, anstatt +5% wie beim Ryzen 7 9800X3D dann nur +3% beim Ryzen 7 9850X3D. Dies ist ein normales Verhalten, besonders hoch getaktete Prozessoren sind nun einmal die etwas schlechter fürs Overclocking geeigneten Modelle.
| Spiele-Perf. default | Spiele-Perf. + PBO | |
|---|---|---|
| Ryzen 7 9850X3D | 143 fps | 147 fps (+3%) |
| Ryzen 7 9800X3D | 136 fps | 143 fps (+5%) |
| gemäß der Benchmarks von Tom's Hardware mit 16 Spielen unter FullHD, 1% low fps | ||
Tom's Hardware schreiben über erste fallende Speicherpreise in Europa, wenngleich dies vergleichsweise schwach belegt wird über zuerst ein Reddit-Postings und desweiteren leicht fallende Preise bei einzelnen, spezifischen Speicherprodukten. Jenes nachfolgend viel zitierte Reddit-Posting sieht auf den ersten Blick wie ein Preis-Durchschnitt aus, ist aber letztlich auch nur der Preisverlauf eines einzelnen, spezifischen Speicherprodukts gemäß der Preisvergleichs-Sparte von Tweakers.net. Derart Aussagen auf Basis der Preisentwicklung einzelner Hersteller-Produkte sind allerdings riskant, da hierbei immer auch Seiteneffekte am Wirken sein können bzw. generell der Punkt der Substitutionsprodukte mißachtet wird: Steigt ein DDR5/6000 Speicherkit von Hersteller A zu stark im Preis, orientieren sich die meisten Käufer um, und nehmen stattdessen die (technisch gleichwertige) Alternative von Hersteller B. Wirklich zielführend bei einer Aussage zum generellen Level der Preisübertreibung bzw. dem jüngsten Preistrend kann somit eigentlich nur ein Hersteller-unabhängiger Vergleich mit einer gewissen Produktbreite sein:
| DDR5-Speicher | 12./13.7. | 14.12. | 18.1. | 15.2. | 22.2. | 15.2.→22.2. | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 8GB DDR5/5600 | 24€ | 99€ | 120€ | 108€ | 108€ | ±0 | +350% |
| 16GB DDR5/5600 | 39€ | 148€ | 191€ | 193€ | 199€ | +3% | +410% |
| 16GB DDR5/6400 | 50€ | 185€ | 238€ | 214€ | 220€ | +3% | +340% |
| 32GB DDR5/5600 | 77€ | 275€ | 348€ | 340€ | 346€ | +2% | +349% |
| 32GB DDR5/6400 | 98€ | 284€ | 388€ | 375€ | 380€ | +1% | +288% |
| 2x16GB DDR5/5600 | 79€ | 299€ | 396€ | 400€ | 399€ | ±0 | +405% |
| 2x16GB DDR5/6000 | 75€ | 301€ | 395€ | 379€ | 390€ | +3% | +420% |
| 2x16GB DDR5/6000 CL28 | 132€ | 398€ | 431€ | 479€ | 479€ | ±0 | +263% |
| 2x16GB DDR5/6400 | 90€ | 355€ | 419€ | 400€ | 407€ | +2% | +352% |
| 2x16GB DDR5/6400 CL30 | 141€ | 493€ | 585€ | 580€ | 582€ | ±0 | +313% |
| 2x16GB DDR5/7200+ | 110€ | 418€ | 446€ | 479€ | 479€ | ±0 | +335% |
| 2x24GB DDR5/6000 | 128€ | 429€ | 499€ | 538€ | 558€ | +4% | +336% |
| 2x24GB DDR5/6400 | 140€ | 432€ | 623€ | 595€ | 591€ | –1% | +322% |
| 2x24GB DDR5/7200+ | 182€ | 491€ | 731€ | 701€ | 690€ | –2% | +279% |
| 2x32GB DDR5/5600 | 140€ | 530€ | 677€ | 659€ | 659€ | ±0 | +371% |
| 2x32GB DDR5/6000 | 158€ | 547€ | 699€ | 645€ | 645€ | ±0 | +308% |
| 2x32GB DDR5/6000 CL28 | 208€ | 608€ | 949€ | 999€ | 836€ | –16% | +302% |
| 2x32GB DDR5/6400 | 169€ | 559€ | 739€ | 722€ | 722€ | ±0 | +327% |
| 2x32GB DDR5/6400 CL32 | 181€ | 629€ | 799€ | 837€ | 837€ | ±0 | +362% |
| 2x48GB DDR5/6400 | 304€ | 820€ | 1045€ | 1379€ | 1369€ | –1% | +350% |
| Preisindex (Ø 20 Produkte) | 100% | 345% | 440% | 440% | 439% | ||
| monatliche Preissteigerung | - | +93,0% | +27,6% | +0,0% | –0,1% | ∑ +339% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals (ohne eBay & Amazon Marketplace), ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025 | |||||||
Für einige Aufregung sorgt derzeit eine Aussage seitens BenchLife (via VideoCardz), nachdem AMDs Zen 6 erst im Jahr 2027 käme – und zwar tatsächlich bezogen auf die eigentlichen Desktop-Ausführung "Olympic Ridge", somit kein Mißverständnis bezüglich der üblicherweise später erscheinenden APUs möglich. Allerdings ist diese Suppe dennoch nicht ganz so heiß wie gekocht, denn schaut man sich den ganzen Artikel bei BenchLife an, wird klar, dass diese Zeitaussage eher beiläufig im Rahmen einer Meldung über die Kernkonfigurationen von Zen 6 angesetzt wurde. BenchLife haben also nicht von einer Zen-6-Verschiebung berichtet, sondern gehen grundsätzlich davon aus, dass Zen 6 erst im Jahr 2027 erscheint. Dies ist allerdings abweichend von allen AMD-Planungen und allen bisherigen Leaks, somit nicht besonders belastbar. Man kann dies als Gegenstimme zugunsten eines späteren Termins einbuchen – aber so lange hier keine Meldung zu einer tatsächlichen Terminverschiebung daherkommt, hat dies gegenüber den anderen vorhandenen Meldungen & Leaks einfach (noch) das geringere Gewicht.
Schließlich wird die Zen-6-Prozessorarchitektur Olympic Ridge frühestens 2027 verfügbar sein.
Quelle: BenchLife am 20. Februar 2026 (maschinell übersetzt ins Deutsche)
Tippgeber HXL @ X zeigt die augenscheinlichen Zen6-Kernkonfigurationen, welche sich natürlich maßgeblich an den Möglichkeiten des neuen 12-Kern-CCDs ausrichten. So soll es bei nur einem CCD dann Prozessoren mit 6, 8, 10 und 12 CPU-Kernen geben, bei zwei CCDs hingegen Prozessoren mit 16, 20 und 24 CPU-Kernen in jeweils symetrischer Kern-Freischaltung pro CCD. Prinzipiell kommt dies nun nicht unerwartet bzw. entspricht dem, was hierbei technisch sinnvoll ist – unsymetrische Kern-Freischaltungen (beispielsweise ein hypothetisches 8+10) gehören nicht hierzu. Wie sich diese Kernkonfigurationen auf die verschiedenen Ryzen-Klassen aufteilen, bleibt noch unbekannt, frühere Gerüchte sprachen von "Ryzen 5 mit 8C, Ryzen 7 mit 12C und Ryzen 9 mit 16C und 24C" – wobei hier nun noch die 6-, 10- & 20-Kerner einzuordnen wären. Generell gesagt dürfte AMD nunmehr langsam zu derart Festlegungen schreiten, denn das Validierungsprozeß von Zen 6 läuft seit sicherlich schon letztem Jahr, um den wohl geplanten Releasetermin von Sommer/Herbst 2026 erreichen zu können. Denkbarerweise hat AMD die tieferen Silizium- und Funktionstests bereits abgeschlossen, kann sich jetzt also mehr um die Optimierung, Produktionsvorbereitung und eben konkrete Produktgestaltung kümmern.
6 8 10 12
8+8 10+10 12+12
Quelle: HXL @ X am 19. Februar 2026