Neuigkeiten der letzten 7 Tage

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Vorab-Benchmarks unter Cinebench & Geekbench zeigen sehr freundliches Bild zu Intels "Alder Lake"

In den letzten Tagen haben sich einige Benchmark-Leaks zum Spitzenmodell von Intels kommender "Alder Lake" Prozessoren-Generation ergeben, dem Core i9-12900K. Logischerweise kann derzeit niemand sicher (außerhalb von Intel) bestätigen, dass jene Benchmarks in dieser Form real sind oder ob bei diesen nicht eventuell Übertaktung oder/und hochgesetzte Power-Limits mit hineinspielen. Dabei deuten die von REHWK @ Twitter, HXL @ Twitter & Harukaze5719 @ Twitter kommenden Cinebench- und Geekbench-Werte letztlich allesamt in dieselben Richtung aus Performance-Sicht – Alder Lake kann darin durchgehend glänzen. Zur besseren Einordnung wurden diesen Werten des Core i9-12900K nachfolgend Vergleichswerte zum Rocket-Lake-Spitzenmodell sowie den Zen-3-Spitzenmodellen seitens Guru3D (CB20), ComputerBase (CB23) sowie aus der Geekbench-Datenbank gegenübergestellt:

CB20/ST CB23/ST CB23/MT GB5/ST GB5/ST-INT GB5/ST-FP
Core i9-12900K 81x 205x 30549 20xx 178x 2xxx
Core i9-11900K 623 1697 15514 1858 1578 1863
Ryzen 9 5950X 643 1684 28782 1681 1433 1846
Ryzen 9 5900X 641 1638 22046 1668 1403 1823
Ryzen 7 5800X 624 1596 14812 1674 1423 1839
Quellen: Core i9-12900K von REHWK @ Twitter, HXL @ Twitter & Harukaze5719 @ Twitter, Vergleichswerte von Guru3D (CB20), ComputerBase (CB23) & Geekbench-Datenbank .... Geekbench-Einzelwerte: 1. Singlethread insgesamt, 2. Singlethread Integer, 3. Singlethread Fließkomma
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Hardware- und Nachrichten-Links des 24. September 2021

Von CapFrameX @ Twitter kommt eine weitere Messung zur Thematik Grafikkarten-Stromverbrauch unter fps-Limit. Hierbei wurde zwar allein nur die GeForce RTX 3070 Ti unter Strange Brigade bemüht, dafür jene Messung allerdings mit verschiedenen fps-Limits vorgenommen – 60 fps und 144 fps. Hierbei zeigte sich nunmehr klarer (weil unter demselben Testspiel ausgeführt) eine besondere Effizienz der Ampere-Beschleuniger bei einem niedrigen fps-Limit von 60 fps. RDNA2-Karten wurden zwar nicht getestet, allerdings ergab sich aufgrund der kürzlich notierten Messungen aus diesen schon der Verdacht, dass AMD zwar eine bessere Effizienz bei einem 144-fps-Limit hinlegt, dies dann bei Herunterschrauben des fps-Limit auf nur noch 60 fps nicht mehr wesentlich steigert (im klaren Gegensatz zu nVidia). Im Fall von Strange Brigade konnte sogar ein wesentlich effizienterer Betrieb jener GeForce RTX 3070 Ti unter der 4K-Auflösung erreicht werden – was es um so interessanter machen würde, hierzu dann doch noch vergleichbare Zahlen von AMD zu lesen.

no Limit max. 144 fps Diff. max. 60 fps Diff.
GeForce RTX 3070 Ti @ 1080p 282W 172W –39% 64W –77%
GeForce RTX 3070 Ti @ 2160p 298W 281W –6% 139W –53%
gemäß der Messungen von CapFrameX @ Twitter unter "Strange Brigade"
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Umfrage-Auswertung: Worin liegt der primäre Maßstab beim Grafikkarten-Kauf?

Mit einer Umfrage vom August-Anfang wurde der Frage nachgegangen, was der primäre Maßstab beim Grafikkarten-Kauf ist: Mehrperformance in einer bestimmten Watt-Klasse, in einer bestimmten Preisklasse, eventuell sogar beides zusammen – oder eine Mehrperformance ganz unter dem Blickwinkel der Performance, ohne größere Bedenken bezüglich Stromverbrauch und Preislage. Es sollte also herausgefunden werden, ob man an den Grafikkarten-Kauf mit einem gewissen Eigen-Limitierung herangeht, die erreichte Mehrperformance nicht absolut sieht, sondern unter dem Blickwinkel von (subjektiv) festgesetzten Watt- und/oder Preislimits betrachtet. Die gegenteilige Position eines Grafikkarten-Kaufs ganz ohne Watt- und Preislimit ist dagegen mit 14,0% Stimmenanteil eine klare Minderheitenposition – wenngleich jene Umfrageteilnehmer dennoch keine unbedeutende Größe darstellt, denn das Enthusiasten-Segment des Grafikkarten-Markt speist sich primär aus diesen Käufern.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 23. September 2021

Twitterer Greymon55 spricht über das Design-Ziel bei AMDs Navi-33-Chip – was manchmal sogar einen besseren Einblick in die Hersteller-Absichten gibt als platte Spezifikations-Angaben. Danach ist Navi 33 tatsächlich "besser" als die Radeon RX 6900 XT geplant – wobei das "besser" im Hersteller-Sprech dann üblicherweise bedeutet, dass es leicht besser ist, aber grob im selben Performance-Rahmen liegt (ansonsten würde man stärkere Adjektive als nur "besser" benutzen). Diese Einordnung wird auch dadurch untermauert, dass selbst wenn Navi 33 sein Design-Ziel nicht ganz erreicht, immer noch eine Performance grob bei der Radeon RX 6900 XT zu erwarten ist. Da sich all dies erst mit dem fertigen Silizium, der konkreten Kartengestaltung und deren Taktraten klärt, reicht derzeit als grobe Navi-33-Einordnung: Geplant leicht besser als eine Radeon RX 6900 XT, mindestens in deren grober Richtung.

n33 was designed to be better than the 6900xt, and even if it didn't meet its design goal, its performance was still around 6900xt.
Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 23. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 22. September 2021

Witeken @ Twitter weist auf eine feine von Speicherhersteller Micron stammende Folie hin, welche den Einfluß der Chipgröße auf die Yield-Rate in der Chipfertigung auf einen Blick darstellt. Danach sorgt die gleiche Menge an Produktionsfehlern eines 300mm-Wafer bei nur 100mm² großen Chips (typische Größe für Smartphone-SoCs) für einen Yield von 94,2%, bei 400mm² großen Chips (Midrange/HighEnd-Grafikchip) sind es noch 75,7% und bei (hypothetisch) 1600mm² großen Chips dann 35,7%. Damit ist klar, dass sich letzteres nicht wirklich lohnt – oder aber man Strategien benötigt, um mit den unweigerlich auftretenden Fertigungsfehlern umgehen zu können. Gelöst wird dies über redundante Teile bzw. Abspeckungen am Endprodukt – woraus sich beispielsweise erklärt, dass nVidia für seine großen HPC-Chips GP100, GV100 & GA100 kaum Vollausbau-Varianten anbietet. Eine andere Möglichkeit zur Umgehung dieser Problematik stellen MultiChip-Projekte dar, wo die Einzelchips klein genug sind, um automatisch eine gute Yield-Rate garantieren.

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Gerüchteküche: Hardware-Spezifikationen zum GeForce RTX 30 "SUPER"-Refresh aufgetaucht

Vom üblicherweise mit sehr zuverlässigen Angaben operierenden Twitterer & Leaker Kopite7kimi kommen die Hardware-Spezifikationen zum GeForce RTX 30 "SUPER"-Refresh für den Desktop-Bereich – was nichts bezüglich des entsprechenden Mobile-Refreshs aussagt, dort kommen ganz andere Hardware-Konfigurationen zum Einsatz. Im Desktop-Bereich wird nVidia laut diesen Daten zumeist nur kleinere Fortschritte gegenüber der originalen GeForce RTX 30 Serie aufbieten, bis auf einen Fall geht es nur um maximal zwei Shader-Cluster mehr: Die GeForce RTX 3090 Super also mit 84 Shader-Clustern gegenüber bisher 82 bei der regulären GeForce RTX 3090, die GeForce RTX 3080 Super dann mit 70 Shader-Clustern gegenüber bisher 68 bei der regulären GeForce RTX 3080. Letztere gewinnt über eine Verbreiterung des Speicherinterface (auf die vollen 384 Bit des GA102-Chips) dann noch zwei Gigabyte Speicher hinzu – was die einzige Speichermengen-Verbesserung bei dieser Refresh-Generation bleibt.

3090S   10752  24GB G6X
3080S   8960   12GB G6X
3070S   5888   8G G6X
3060S   5632   12G G6
Although I doubt the specs of some of them and the name of 90S.

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 22. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. September 2021

Von Twitterer Kopite7kimi kommt eine Existenz-Aussage bezüglich zweier (kleinerer) Lovelace-Grafikchips: Danach soll der AD103 tatsächlich existieren, der AD107 hingegen nicht. Spezifikationen liegen zu beiden Grafikchips gemäß des direkt nachfolgenden Tweets nicht vor, hierbei geht es erst einmal nur um die Frage, mit welchen Grafikchips nVidia sein Lovelace-Portfolio zugunsten der GeForce RTX 40 Serie aufbaut. Dass damit ein echter LowCost-Chip fehlt, verwundert nicht gänzlich: Unter der 5nm-Fertigung ist so etwas teuer, zudem kann man dieses Marktsegment auch mit vorhandenen Chips früher Generationen bestücken. Sprich, GA107 & GA106 aus der aktuellen Ampere-Generation dürften somit auch zu Zeiten der kommenden Lovelace-Generation weiterhin im Einsatz bleiben – ob mit den gleichen Grafikkarten oder Refresh-Lösungen, bleibt abzuwarten.

AD103 ✓
AD107

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 21. September 2021

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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. September 2021

Von Moore's Law Is Dead @ YouTube (via WCCF Tech) kommt ein neues Video mit frühen Gerüchten zu AMDs RDNA4 sowie einer gewissen Zusammenfassung aktueller RDNA3-bezogener Gerüchte. Interessant an den RDNA3-Gerüchten ist vor allem die vergleichsweise defensive Performance-Aussage, wonach von +60% im Minimum auszugehen ist – wobei auch andere Gerüchte erwähnt werden, nach welchen eine Performance-Verdopplung im Raum steht. Angesichts der dreifachen Anzahl an Recheneinheiten wären 60% Mehrperformance jedoch extrem mager, selbst wenn man hierbei Skalierungsverluste durch den Multichip-Ansatz sowie durch die hohe Einheiten-Anzahl einberechnet. Bei nur 60% herauskommender Mehrperformance müsste entweder der Hardware-Ansatz ein gänzlich anderer sein als bisher berichtet – oder aber das bekannte Design eine erhebliche interne Änderung aufweisen, welche deren Leistungsfähigkeit deutlich abschwächt.

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