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News des 20. Juli 2010

Jetzt spricht auch noch Fudzilla von einem Launch der Southern-Islands-basierten Radeon HD 6000 Serie im Oktober – fast möge man das glauben, wenn da nicht das HIS-Interview wäre, welches von kaufbaren Radeon HD 6000 Grafikkarten erst zum Jahresanfang 2011 spricht. Möglich ist natürlich immer alles, aber Oktober ist schon deswegen sehr optimistisch, als daß dies gerade einmal noch drei Monate wären und dafür die aktuelle Informationslage zu den kommenden ATI-Chips viel zu dünn ist: Es gibt gerade einmal die Chipnamen, zusammen mit einer Spekulation, wieviele Shader-Einheiten der größte Chip denn haben könnte. Dies ist sehr wenig für eine angeblich schon in drei Monaten erscheinende neue Grafikkarten-Generation, schließlich müsste ATI bei einem solchen Launchtermin schon langsam die eigenen Grafikkarten-Partner anspitzen, womit ein paar mehr Informationen fließen sollten. Unmöglich ist die Sache wie gesagt keineswegs, aber eher unwahrscheinlich – wir würden die Radeon HD 6000 Serie nach wie vor eher für das Jahresende 2010 ansetzen.

HT4U haben eine Auflistung der kommenden GeForce-Grafikkarten von TGT, einer neuen Marke seitens Point of View (PoV), welche sich speziell um ab Werk übertaktete Karten kümmern soll. Dafür hat man sich Hans-Wolfram Tismer an Board geholt, welcher im Laufe seiner langen Karriere innerhalb der Branche unter anderem auch für den seinerzeitigen guten Ruf von Gainward mit deren ab Werk übertakteten Grafikkarten verantwortlich war. Dementsprechend hält sich TGT auch nicht mit den eher handzahmen Übertaktungen auf, welche andere Hersteller bieten, sondern legt überall ordentlich oben drauf: Die GeForce GTX 460 (Referenztakt 675 MHz) bis auf 820 MHz, die GeForce GTX 470 (Referenztakt 607 MHz) bis auf 680 MHz und die GeForce GTX 480 (Referenztakt 700 MHz) bis auf 760 MHz Chiptakt – zuzüglich teilweise auch noch einiger Speicherübertaktungen.

Dies sind allesamt interessante Übertaktungen, welche auch nur selten (bis gar nicht) ab Werk angeboten werden – Hardcore-Übertakter kommen natürlich trotzdem auf mehr. Beachtenswert ist jedoch, daß dies alles mit den nVidia-Referenzkühlern abläuft – das Prinzip von TGT ist hierbei also nicht das eigene Layout, sondern das Erschliessen der sowieso noch vorhandenen Reserven, garniert mit dem Vorteil der Werksgarantie. Vermutlich läuft dies in der Praxis darauf hinaus, daß sich TGT aus der normalen Produktion von PoV die jeweils am besten übertaktbaren Exemplare heraussucht und dann unter dem TGT-Brand verkauft. Ob dieses Geschäftsmodell gut gehen kann, wird sich wohl letztlich am Preis entscheiden – bei vertretbarem Mehrpreis dürfte es sicherlich genügend Interessenten für Karten geben, deren gutklassige Übertaktung garantiert und zudem auch noch über die Garantie abgedeckt ist.

Gemäß den X-bit Labs hat AMDs Bulldozer-Chip einen erfolgreichen Tape-Out hingelegt, AMD strebt nun einen Start der Massenproduktion "irgendwann in 2011" an. Der exakte Termin des erfolgreichen Tape-Outs ist zwar nicht bekannt, aber aus dem Datum dieser Meldung kann man durchaus ableiten, daß Bulldozer kaum am Jahresanfang 2011 zur Verfügung stehen wird, da die Test- und Evaluierungsphase bei neuen CPU-Architekturen länger ist als beispielsweise von Grafikchips her bekannt. Zum Vergleich: Von Intels Sandy-Bridge-Architektur schwirren derzeit schon funktionierende Testsysteme bei ausgewählten Intel-Partnern herum, AMD wird solche Testsysteme vermutlich nicht vor dem Herbst zur Verfügung haben. Aufgrunddessen dürfte es kaufbare Bulldozer-Produkte wohl erst zum Ende des ersten Halbjahres 2011 geben.

TweakPC berichten zudem auch noch von gewissen Verzögerungen bei AMDs Llano-Prozessorenarchitektur, welche diese um bis zu zwei Monate zurückwerfen könnte. Da Llano sein Tape-Out aber schon hinter sich hat und zudem bei weitem nicht so komplexe Änderungen wie das Bulldozer-Design mit sich bringt (in dem Sinne ist Llano "nur" ein K10-Kern in 32nm mit integrierter DirectX11-Grafik), dürfte dies am generellen Launch-Ziel von "Jahresanfang 2011" nichts ändern, wenngleich dieses Jahr dann sicher nichts mehr von Llano zu erwarten ist. Die einzige neue CPU-Architektur von AMD, welche damit noch Chancen auf einen Launch in diesem Jahr hat, ist die für Netbooks und Nettops gedachte Bobcat-Architektur – welche ironischerweise in der beherrschbaren 40nm-Fertigung kommt und nicht in dem (für AMD neuen) 32nm-Fertigungsverfahren von Llano und Bulldozer.

Shortcuts: Zum Fall der GeForce GTX 460 Karten von Palit und Gainward (baugleich) gibt es neues: So haben HT4U ihren Testbericht aktualisiert und können nun Informationen und Messungen mit beiden BIOS-Versionen dieser Karte anbieten. Dabei wirken die veränderten Lüfterdrehzahlen des neuen BIOS in der Tat, die Karte ist nun nicht mehr so laut wie noch im originalen Artikel genannt. Dafür stiegen allerdings Leistungsaufnahme und Temperaturen teils erheblich an – unter Spielen von 123W auf 130W Leistungsaufnahme und von 60°C auf 72°C Chip-Temperatur. Der Planet 3DNow! berichtet dagegen aus dem "ATI Catalyst Software Q2/2010 Newsletter", welcher sich mit den zukünftigen Veränderungen der Catalyst-Treibersoftware beschäftigt. Hauptaugenmerk von AMD/ATI für die nächste Zeit sind dabei die bessere 3D-Unterstützung für alle Karten ab der Radeon HD 4000 Serie sowie die Integration der kommenden CPU-Architekturen Llano & Bobcat mit deren DirectX11-Grafiklösungen ins Catalyst Control Center.

Jetzt spricht auch noch Fudzilla von einem Launch der Southern-Islands-basierten Radeon HD 6000 Serie im Oktober - fast möge man das glauben, wenn da nicht das HIS-Interview wäre, welches von kaufbaren Radeon HD 6000 Grafikkarten erst zum Jahresanfang 2011 spricht. Möglich ist natürlich immer alles, aber Oktober ist schon deswegen sehr optimistisch, als daß dies gerade einmal noch drei Monate wären und dafür die aktuelle Informationslage zu den kommenden ATI-Chips viel zu dünn ist: Es gibt gerade einmal die Chipnamen, zusammen mit einer Spekulation, wieviele Shader-Einheiten der größte Chip denn haben könnte. Dies ist sehr wenig für eine angeblich schon in drei Monaten erscheinende neue Grafikkarten-Generation, schließlich müsste ATI bei einem solchen Launchtermin schon langsam die eigenen Grafikkarten-Partner anspitzen, womit ein paar mehr Informationen fließen sollten. Unmöglich ist die Sache wie gesagt keineswegs, aber eher unwahrscheinlich - wir würden die Radeon HD 6000 Serie nach wie vor eher für das Jahresende 2010 ansetzen.

HT4U haben eine Auflistung der kommenden GeForce-Grafikkarten von TGT, einer neuen Marke seitens Point of View (PoV), welche sich speziell um ab Werk übertaktete Karten kümmern soll. Dafür hat man sich Hans-Wolfram Tismer an Board geholt, welcher im Laufe seiner langen Karriere innerhalb der Branche unter anderem auch für den seinerzeitigen guten Ruf von Gainward mit deren ab Werk übertakteten Grafikkarten verantwortlich war. Dementsprechend hält sich TGT auch nicht mit den eher handzahmen Übertaktungen auf, welche andere Hersteller bieten, sondern legt überall ordentlich oben drauf: Die GeForce GTX 460 (Referenztakt 675 MHz) bis auf 820 MHz, die GeForce GTX 470 (Referenztakt 607 MHz) bis auf 680 MHz und die GeForce GTX 480 (Referenztakt 700 MHz) bis auf 760 MHz Chiptakt - zuzüglich teilweise auch noch einiger Speicherübertaktungen.

Dies sind allesamt interessante Übertaktungen, welche auch nur selten (bis gar nicht) ab Werk angeboten werden - Hardcore-Übertakter kommen natürlich trotzdem auf mehr. Beachtenswert ist jedoch, daß dies alles mit den nVidia-Referenzkühlern abläuft - das Prinzip von TGT ist hierbei also nicht das eigene Layout, sondern das Erschliessen der sowieso noch vorhandenen Reserven, garniert mit dem Vorteil der Werksgarantie. Vermutlich läuft dies in der Praxis darauf hinaus, daß sich TGT aus der normalen Produktion von PoV die jeweils am besten übertaktbaren Exemplare heraussucht und dann unter dem TGT-Brand verkauft. Ob dieses Geschäftsmodell gut gehen kann, wird sich wohl letztlich am Preis entscheiden - bei vertretbarem Mehrpreis dürfte es sicherlich genügend Interessenten für Karten geben, deren gutklassige Übertaktung garantiert und zudem auch noch über die Garantie abgedeckt ist.

Gemäß den X-bit Labs hat AMDs Bulldozer-Chip einen erfolgreichen Tape-Out hingelegt, AMD strebt nun einen Start der Massenproduktion "irgendwann in 2011" an. Der exakte Termin des erfolgreichen Tape-Outs ist zwar nicht bekannt, aber aus dem Datum dieser Meldung kann man durchaus ableiten, daß Bulldozer kaum am Jahresanfang 2011 zur Verfügung stehen wird, da die Test- und Evaluierungsphase bei neuen CPU-Architekturen länger ist als beispielsweise von Grafikchips her bekannt. Zum Vergleich: Von Intels Sandy-Bridge-Architektur schwirren derzeit schon funktionierende Testsysteme bei ausgewählten Intel-Partnern herum, AMD wird solche Testsysteme vermutlich nicht vor dem Herbst zur Verfügung haben. Aufgrunddessen dürfte es kaufbare Bulldozer-Produkte wohl erst zum Ende des ersten Halbjahres 2011 geben.

TweakPC berichten zudem auch noch von gewissen Verzögerungen bei AMDs Llano-Prozessorenarchitektur, welche diese um bis zu zwei Monate zurückwerfen könnte. Da Llano sein Tape-Out aber schon hinter sich hat und zudem bei weitem nicht so komplexe Änderungen wie das Bulldozer-Design mit sich bringt (in dem Sinne ist Llano "nur" ein K10-Kern in 32nm mit integrierter DirectX11-Grafik), dürfte dies am generellen Launch-Ziel von "Jahresanfang 2011" nichts ändern, wenngleich dieses Jahr dann sicher nichts mehr von Llano zu erwarten ist. Die einzige neue CPU-Architektur von AMD, welche damit noch Chancen auf einen Launch in diesem Jahr hat, ist die für Netbooks und Nettops gedachte Bobcat-Architektur - welche ironischerweise in der beherrschbaren 40nm-Fertigung kommt und nicht in dem (für AMD neuen) 32nm-Fertigungsverfahren von Llano und Bulldozer.

Shortcuts: Zum Fall der GeForce GTX 460 Karten von Palit und Gainward (baugleich) gibt es neues: So haben HT4U ihren Testbericht aktualisiert und können nun Informationen und Messungen mit beiden BIOS-Versionen dieser Karte anbieten. Dabei wirken die veränderten Lüfterdrehzahlen des neuen BIOS in der Tat, die Karte ist nun nicht mehr so laut wie noch im originalen Artikel genannt. Dafür stiegen allerdings Leistungsaufnahme und Temperaturen teils erheblich an - unter Spielen von 123W auf 130W Leistungsaufnahme und von 60°C auf 72°C Chip-Temperatur. Der Planet 3DNow! berichtet dagegen aus dem "ATI Catalyst Software Q2/2010 Newsletter", welcher sich mit den zukünftigen Veränderungen der Catalyst-Treibersoftware beschäftigt. Hauptaugenmerk von AMD/ATI für die nächste Zeit sind dabei die bessere 3D-Unterstützung für alle Karten ab der Radeon HD 4000 Serie sowie die Integration der kommenden CPU-Architekturen Llano & Bobcat mit deren DirectX11-Grafiklösungen ins Catalyst Control Center.