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News des 24. August 2010

Einen absolut umfangreichen und sehr empfehlenswerten Artikel über AMDs Bulldozer-Architekur hat der Planet 3DNow! aufgelegt. Sicherlich sind derzeit noch nicht alle Einzelheiten zu der grob im ersten Quartal 2011 anstehenden neuen Prozessorenarchitektur für HighEnd- und Server-Gefilde mit sicheren Fakten zu hinterlegen, allerdings hat man sich mit "Dresdenboy" den absolut richtigen Redakteur für diesen Artikel geholt, da dieser die kommenden Architekturen von AMD und Intel in seinem (an dieser Stelle schon öfters verlinktem) Blog seit langem mit hohem technischen Sachverstand begleitet. Generell betrachtet scheint AMD mit der Bulldozer-Architektur mal wieder einen Angriff auf diese Performancehöhen auf die Beine stellen zu wollen, welche Intel derzeit nahezu mühelos mit seinen HighEnd-Produkten erreicht. Dazu muß in erster Linie die Pro/MHz-Performance deutlich aufgebohrt werden, da AMD keine bessere Fertigungstechnologie (gegenüber Intel) zur Verfügung steht und daher die Taktraten bei beiden Prozessorenentwicklern in etwa gleich ausfallen dürften.

Bei einem Prozessor ist dessen Performance zudem weit weniger davon abhängig, was die reinen Ausführungseinheiten zu leisten in der Lage sind, es gibt vielmehr dutzende, wenn nicht hunderte verschiedene Stellschrauben im Design, welche man verändern kann und zugunsten einer generell höheren Performance auch verändern muß. Insbesondere also die Frage, ob AMD nun vier oder zwei Integer-Einheiten in einer der beiden Integer-Recheneinheiten eines Bulldozer-Moduls unterbringt, ist also weit weniger als die halbe Miete, wenn es um die letztlich herauskommende Performance dieses Prozessors geht. Hier wird man sich schlicht vom Ergebnis überraschen lassen müssen – aber daß AMD etwas generell neues macht und nicht noch einmal das vorherige Prozessorendesign weiterentwickelt, sollte eigentlich Anlaß zur Hoffnung geben.

Letzteres passiert allerdings natürlich bei AMDs ebenfalls für 2011 kommender Llano-Prozessorenarchitektur – dies ist schlicht ein etwas verbesserter K10-Kern, allerdings ohne den Level3-Cache, welcher den aktuellen Phenom II Prozessoren manchmal doch etwas weiterhilft. Dieser Punkt wird gern in der allgemeinen Fusion-Euphorie übersehen, aber der CPU-Teil von Llano dürfte aller Vermutung nach niemanden hinter dem warmen Ofen hervorholen. AMD dürfte mit Llano auch viel mehr auf den Markt der Komplett- bzw. Büro-PCs schauen, wo zum einen eine hohe Prozessorenleistung nicht so maßgeblich ist und zum anderen die Fusion-Idee gut auszuspielen ist. Für die Käufer des Retail-Marktes dürfte Llano und damit Fusion aber weitgehend uninteressant sein und allein Bulldozer diese Prozessorenarchitektur seitens AMD werden, die es zu beachten gilt.

Wie Fudzilla ausführen, wird der Sechskern-Prozessor Core i7-990X mit 3.46 GHz als Ablösung des aktuellen Core i7-980X mit 3.33 GHz nun in der Tat erst im ersten Quartal 2011 erscheinen. Dies deutet darauf hin, daß die HighEnd-Versionen von Sandy Bridge nicht gleich am Jahresanfang 2011 anstehen wie die Sandy-Bridge-Versionen für die LowCost- und Mainstream-Segmente, sondern erst in Richtung Jahresmitte. Geben wird es diese HighEnd-Versionen von Sandy Bridge mit sechs und eventuell auch acht Rechenkernen – im Gegensatz zu der Berichterstattung seitens Fudzilla – aber auf jeden Fall, Intel legt diese Prozessoren unter dem Namen "Sandy Bridge E" schließlich sowieso schon für den Server-Bereich auf. Und damit soll dann auch im Desktop-Bereich die HighEnd-Plattform mit TripleChannel-Speicherinterface und den extra X-Chipsätzen weitergeführt werden – nur eben nicht gleich am Jahresanfang 2011.

Zu der am Freitag vermeldeten neuen Windows-Sicherheitslücke durch das Nachladen von DLLs aus dem Internet haben Heise Security neue Informationen: Danach warnt Microsoft zwar vor dieser Lücke, stuft diese jedoch rein praktisch eher als Feature denn als Bug ein – ein allgemeiner Patch gegen diese Lücke ist jedenfalls nicht geplant. Allerdings empfiehlt Microsoft wie gesagt trotzdem, sich dagegen zu wappnen – was zum einen möglich ist über ein paar Änderungen an der Windows-Registry (im übrigen das gleiche, was wir schon am Freitag und in deutsch genannt hatten) und zum anderen über die Empfehlung, den WebDAV-Dienst kategorisch auszuschalten bzw. SMB in der Firewall nicht zuzulassen. Bezüglich WebDAV muß man in der Windows-Diensteverwaltung den Dienst "WebClient" deaktivieren (Systemsteuerung/Verwaltung/Dienste), für die SMB-Geschichte ist es dagegen sinnvoller, die Remoteunterstützung des Computers gleich ganz zu deaktivieren (Systemsteuerung/System/Remote).

Shortcuts: Bei Benchmark Reviews hat man sich ebenfalls die Performance unter Mafia II angesehen und dabei sogar Messungen unter Anti-Aliasing und PhysX ausgeführt. Diese bestätigen, daß die Zuschaltung beider Features unter Mafia II schon eine GeForce GTX 460 in Bedrängnis bringen kann, welche dann nur noch knapp über 25 fps unter 1920x1200 erreicht. Mit langsameren Karten braucht man diese höchste Stufe der Bildqualität von Mafia II also nicht versuchen. Bei den MadShrimps hat man sich an Overclocking-Charts für DDR3-Speicher versucht, welche sowohl die maximal erreichten Taktfrequenzen als auch möglichst niedrige Speichertimings berücksichtigen soll. Der Clou ist, daß hierfür keine extra Benchmarks angestellt, sondern schlicht die Daten von über 20.000 Overclocker-Systemen aus der Praxis genommen wurden – was erkennen läßt, welcher Speicher sich langfristig und im breiten Einsatz bewährt hat.

Einen absolut umfangreichen und sehr empfehlenswerten Artikel über AMDs Bulldozer-Architekur hat der Planet 3DNow! aufgelegt. Sicherlich sind derzeit noch nicht alle Einzelheiten zu der grob im ersten Quartal 2011 anstehenden neuen Prozessorenarchitektur für HighEnd- und Server-Gefilde mit sicheren Fakten zu hinterlegen, allerdings hat man sich mit "Dresdenboy" den absolut richtigen Redakteur für diesen Artikel geholt, da dieser die kommenden Architekturen von AMD und Intel in seinem (an dieser Stelle schon öfters verlinktem) Blog seit langem mit hohem technischen Sachverstand begleitet. Generell betrachtet scheint AMD mit der Bulldozer-Architektur mal wieder einen Angriff auf diese Performancehöhen auf die Beine stellen zu wollen, welche Intel derzeit nahezu mühelos mit seinen HighEnd-Produkten erreicht. Dazu muß in erster Linie die Pro/MHz-Performance deutlich aufgebohrt werden, da AMD keine bessere Fertigungstechnologie (gegenüber Intel) zur Verfügung steht und daher die Taktraten bei beiden Prozessorenentwicklern in etwa gleich ausfallen dürften.

Bei einem Prozessor ist dessen Performance zudem weit weniger davon abhängig, was die reinen Ausführungseinheiten zu leisten in der Lage sind, es gibt vielmehr dutzende, wenn nicht hunderte verschiedene Stellschrauben im Design, welche man verändern kann und zugunsten einer generell höheren Performance auch verändern muß. Insbesondere also die Frage, ob AMD nun vier oder zwei Integer-Einheiten in einer der beiden Integer-Recheneinheiten eines Bulldozer-Moduls unterbringt, ist also weit weniger als die halbe Miete, wenn es um die letztlich herauskommende Performance dieses Prozessors geht. Hier wird man sich schlicht vom Ergebnis überraschen lassen müssen - aber daß AMD etwas generell neues macht und nicht noch einmal das vorherige Prozessorendesign weiterentwickelt, sollte eigentlich Anlaß zur Hoffnung geben.

Letzteres passiert allerdings natürlich bei AMDs ebenfalls für 2011 kommender Llano-Prozessorenarchitektur - dies ist schlicht ein etwas verbesserter K10-Kern, allerdings ohne den Level3-Cache, welcher den aktuellen Phenom II Prozessoren manchmal doch etwas weiterhilft. Dieser Punkt wird gern in der allgemeinen Fusion-Euphorie übersehen, aber der CPU-Teil von Llano dürfte aller Vermutung nach niemanden hinter dem warmen Ofen hervorholen. AMD dürfte mit Llano auch viel mehr auf den Markt der Komplett- bzw. Büro-PCs schauen, wo zum einen eine hohe Prozessorenleistung nicht so maßgeblich ist und zum anderen die Fusion-Idee gut auszuspielen ist. Für die Käufer des Retail-Marktes dürfte Llano und damit Fusion aber weitgehend uninteressant sein und allein Bulldozer diese Prozessorenarchitektur seitens AMD werden, die es zu beachten gilt.

Wie Fudzilla ausführen, wird der Sechskern-Prozessor Core i7-990X mit 3.46 GHz als Ablösung des aktuellen Core i7-980X mit 3.33 GHz nun in der Tat erst im ersten Quartal 2011 erscheinen. Dies deutet darauf hin, daß die HighEnd-Versionen von Sandy Bridge nicht gleich am Jahresanfang 2011 anstehen wie die Sandy-Bridge-Versionen für die LowCost- und Mainstream-Segmente, sondern erst in Richtung Jahresmitte. Geben wird es diese HighEnd-Versionen von Sandy Bridge mit sechs und eventuell auch acht Rechenkernen - im Gegensatz zu der Berichterstattung seitens Fudzilla - aber auf jeden Fall, Intel legt diese Prozessoren unter dem Namen "Sandy Bridge E" schließlich sowieso schon für den Server-Bereich auf. Und damit soll dann auch im Desktop-Bereich die HighEnd-Plattform mit TripleChannel-Speicherinterface und den extra X-Chipsätzen weitergeführt werden - nur eben nicht gleich am Jahresanfang 2011.

Zu der am Freitag vermeldeten neuen Windows-Sicherheitslücke durch das Nachladen von DLLs aus dem Internet haben Heise Security neue Informationen: Danach warnt Microsoft zwar vor dieser Lücke, stuft diese jedoch rein praktisch eher als Feature denn als Bug ein - ein allgemeiner Patch gegen diese Lücke ist jedenfalls nicht geplant. Allerdings empfiehlt Microsoft wie gesagt trotzdem, sich dagegen zu wappnen - was zum einen möglich ist über ein paar Änderungen an der Windows-Registry (im übrigen das gleiche, was wir schon am Freitag und in deutsch genannt hatten) und zum anderen über die Empfehlung, den WebDAV-Dienst kategorisch auszuschalten bzw. SMB in der Firewall nicht zuzulassen. Bezüglich WebDAV muß man in der Windows-Diensteverwaltung den Dienst "WebClient" deaktivieren (Systemsteuerung/Verwaltung/Dienste), für die SMB-Geschichte ist es dagegen sinnvoller, die Remoteunterstützung des Computers gleich ganz zu deaktivieren (Systemsteuerung/System/Remote).

Shortcuts: Bei Benchmark Reviews hat man sich ebenfalls die Performance unter Mafia II angesehen und dabei sogar Messungen unter Anti-Aliasing und PhysX ausgeführt. Diese bestätigen, daß die Zuschaltung beider Features unter Mafia II schon eine GeForce GTX 460 in Bedrängnis bringen kann, welche dann nur noch knapp über 25 fps unter 1920x1200 erreicht. Mit langsameren Karten braucht man diese höchste Stufe der Bildqualität von Mafia II also nicht versuchen. Bei den MadShrimps hat man sich an Overclocking-Charts für DDR3-Speicher versucht, welche sowohl die maximal erreichten Taktfrequenzen als auch möglichst niedrige Speichertimings berücksichtigen soll. Der Clou ist, daß hierfür keine extra Benchmarks angestellt, sondern schlicht die Daten von über 20.000 Overclocker-Systemen aus der Praxis genommen wurden - was erkennen läßt, welcher Speicher sich langfristig und im breiten Einsatz bewährt hat.