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News des 21. Januar 2011

HT4U berichtet über eine PowerColor-Grafikkarte, welche das aktuell beliebte Freischalten der Radeon HD 6950 zur Radeon HD 6970 auf die Spitze treibt: Die Powercolor PCS++ HD 6950 verfügt gleich über ein 6970er BIOS im zweiten BIOS-Slot des DualBIOS der Radeon HD 6900 Grafikkarten – das Freischalten dieser Karte kann somit durch einfaches Umlegen des BIOS-Schalters vorgenommen werden. Nur die Taktfrequenzen stimmen in diesem 6970er BIOS nicht ganz: PowerColor legt zwar den 6970er Chiptakt von 880 MHz an, beim Speichertakt beschränkt man sich aber (wohl aus Sicherheitsgründen) auf den 6950er Speichertakt von 2500 MHz. Der Performanceverlust zu den 2750 MHz Speichertakt der regulären Radeon HD 6970 dürfte sich allerdings in Grenzen halten und die Karte ist damit sehr interessant für Anwender, welche sich die manuelle Freischaltung mittels BIOS-Flash nicht zutrauen bzw. das Restrisiko dieser Maßnahme fürchten.

Ein wenig unklar ist noch, inwiefern die Benutzung des zweiten BIOS von der Garantie abgedeckt ist: Aber nachdem der Übertaktungsbetrieb selbst bei den expliziten Übertakter-CPUs von AMD und Intel nicht innerhalb der Garantie erfolgt, dürfte dies hier wohl auch zutreffen und es diesbezüglich keinen Unterschied zwischen einer manuellen Freischaltung und der PowerColor-Karte geben. In einer zweiten Meldung zu dieser Karte vermelden HT4U im übrigen die AMD-Absicht, das Freischalten der Radeon HD 6950 Karten demnächst zu unterbinden. Wahrscheinlich wird es einfach eine neue Chip-Revision geben, bei welcher die Shader-Einheiten – wie in ähnlichen Fällen auch – per Laserlock sozusagen "festverdrahtet" sind und ein Freischalten der Shader-Einheiten auf der Radeon HD 6950 unmöglich machen. Wie schnell dieserart Karten in den Markt kommen werden, kann natürlich niemand sagen, da muß man sich einfach überraschen lassen.

Von zwei Grafikkartenherstellern tauchen nun erste GeForce GTX 580 Karten mit 3 GB Speicher auf: TweakPC berichten über eine Gainward-Karte und das TechConnect Magazine über eine Palit-Karte mit diesem hohen Speicherausbau. Jener kann nutzvoll sein zum einen für SLI-Systeme und zum anderen beim Einsatz von Downsampling Anti-Aliasing, besonders bei hohen Auflösungen. In der Praxis hat es natürlich noch niemand nachgemessen, was da an Vorteile herauskommen könnte. Allerdings können die exzellenten Leistungen der Radeon HD 6950 & 6970 Karten mit ihren 2 GB Grafikkartenspeicher unter sehr hohen Auflösungen als Anhaltspunkt dafür genommen werden, daß sich der Mehrspeicher in der richtigen Situation auszahlen kann. Allerdings wird eine solche Karte kein billiger Spaß: Die Erstlistungen der Gainward GeForce GTX 580 3072MB lauten auf 628 Euro, was gegenüber der regulären 1536MB-Version mit Preisen ab 450 Euro ein heftiger Preisaufschlag ist.

Der Planet 3DNow! vermeldet die AMD-Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2010, welche gar nicht so schlecht ausgefallen sind: Zwar stagnierte der Umsatz (auf einem allerdings vernünftigen Niveau), dafür konnte jedoch mal wieder eine gute Gewinnsumme erzielt werden – für AMD besonders wichtig, weil seitens der Börsen & Analysten immer gern Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Unternehmens nach Jahren der roten Zahlen geschürt werden. Zwar ist man bezüglich des Umsatzes nach wie vor weit weg von Intel, dies ist aber angesichts der aktuellen 80:20-Aufteilung des Prozessorenmarktes zugunsten von Intel nicht besonders verwunderlich. AMD muß in erster Linie auf sich selber schauen, die Wirtschaftlichkeit verbessern, um auch in schlechten Zeiten bestehen zu können – und hat dann eigentlich ganz gute Marktaussichten, denn das Jahr 2011 bringt mit drei neuen Prozessorenarchitekturen (Bobcat, Llano und Bulldozer) und einer neuen Grafikchip-Architektur (28nm-Generation zum Jahresende) genügend neue Produkte, um daraus Schwung für die Eroberung neuer Marktanteile mitzunehmen.

  AMD Intel nVidia
(Mio $) Umsatz Gewinn Umsatz Gewinn Umsatz Gewinn
Q4/06 1773 -527 9694 1501 879 164
Q1/07 1233 -363 8852 1610 844 132
Q2/07 1378 -332 8680 1278 935 173
Q3/07 1776 -396 10090 1860 1116 236
Q4/07 1770 -1772 10712 2271 1200 257
Q1/08 1487 -234 9673 1443 1153 177
Q2/08 1362 -569 9470 1601 893 -121
Q3/08 1797 122 10217 2014 898 62
Q4/08 1162 -1274 8226 234 481 -148
Q1/09 1177 -308 7145 647 664 -201
Q2/09 1184 -249 8024 -398 777 -105
Q3/09 1396 -77 9389 1856 903 108
Q4/09 1646 1288 10569 2282 983 131
Q1/10 1574 257 10299 2442 1002 138
Q2/10 1653 -43 10765 2887 811 -141
Q3/10 1620 -118 11102 2955 844 85
Q4/10 1650 375 11457 3388 ? ?
2007 6157 -2863 38334 7019 4095 798
2008 5808 -1955 37586 5292 3425 -30
2009 5403 654 35127 4387 3327 -67
2010 6497 471 43623 11672 ? ?

Fudzilla melden zur Anfang 2012 antretenden Refresh-Architektur "Ivy Bridge" von Intel, daß diese weiterhin im Sockel 1155 antreten wird. Damit ist aber nicht gesichert, daß aktuelle Sockel-1155-Platinen etwas mit Ivy-Bridge-Prozessoren anfangen können, da eine physikalische Kompatibilität nichts über eine elektrische Kompatibilität aussagt. Der integrierte Grafikchip sowie das integrierte PCI-Express-Interface machen die Sache nicht einfacher, so daß aus derzeitiger Sicht allerhöchstens Chancen dafür verteilt werden können, ob Ivy-Bridge-Prozessoren nun zur Aufrüstung aktueller Sockel-1155-Platinen benutzt werden können oder nicht. Da Intel allerdings zuletzt bei inkompatiblen Plattformen "sicherheitshalber" immer andere Sockel benutzt hat (selbst wenn es nur äußerst geringe Unterschiede wie zwischen Sockel 1155 und 1156 sind), stehen die Chancen gar nicht so schlecht, daß wenigstens dieser Aufrüstweg nicht verbaut wird.

Shortcuts: Die PC Games Hardware hat einige Informationen zur kommenden 900er Chipsatz-Serie von AMD. Diese wird allerdings keine größeren Veränderungen mit sich bringen – und wird zudem für den Bulldozer-Support nicht zwingend benötigt, da Bulldozer auch auf der 800er Chipsatz-Serie laufen soll. Neue Mainboards werden für Bulldozer und Llano aber wegen der jeweils neuen Sockel AM3+ und FT1 trotzdem benötigt. Passend hierzu versucht der Planet 3DNow! auf Basis offizieller AMD-Angaben ein wenig genauer zu spezifizieren, wann die neuen 32nm-Architekturen Llano und Bulldozer von AMD nun erscheinen werden. Danach fährt AMD derzeit die 32nm-Produktion schon hoch und liefert reichlich Prozessoren-Muster an seine Partner aus. Kaufbar soll Llano noch im zweiten Quartal werden (vermutlich Ende des zweiten Quartals), während bei Bulldozer weiterhin der (reichlich) dehnbare Termin "Sommer 2011" steht.

HT4U berichtet über eine PowerColor-Grafikkarte, welche das aktuell beliebte Freischalten der Radeon HD 6950 zur Radeon HD 6970 auf die Spitze treibt: Die Powercolor PCS++ HD 6950 verfügt gleich über ein 6970er BIOS im zweiten BIOS-Slot des DualBIOS der Radeon HD 6900 Grafikkarten - das Freischalten dieser Karte kann somit durch einfaches Umlegen des BIOS-Schalters vorgenommen werden. Nur die Taktfrequenzen stimmen in diesem 6970er BIOS nicht ganz: PowerColor legt zwar den 6970er Chiptakt von 880 MHz an, beim Speichertakt beschränkt man sich aber (wohl aus Sicherheitsgründen) auf den 6950er Speichertakt von 2500 MHz. Der Performanceverlust zu den 2750 MHz Speichertakt der regulären Radeon HD 6970 dürfte sich allerdings in Grenzen halten und die Karte ist damit sehr interessant für Anwender, welche sich die manuelle Freischaltung mittels BIOS-Flash nicht zutrauen bzw. das Restrisiko dieser Maßnahme fürchten.

Ein wenig unklar ist noch, inwiefern die Benutzung des zweiten BIOS von der Garantie abgedeckt ist: Aber nachdem der Übertaktungsbetrieb selbst bei den expliziten Übertakter-CPUs von AMD und Intel nicht innerhalb der Garantie erfolgt, dürfte dies hier wohl auch zutreffen und es diesbezüglich keinen Unterschied zwischen einer manuellen Freischaltung und der PowerColor-Karte geben. In einer zweiten Meldung zu dieser Karte vermelden HT4U im übrigen die AMD-Absicht, das Freischalten der Radeon HD 6950 Karten demnächst zu unterbinden. Wahrscheinlich wird es einfach eine neue Chip-Revision geben, bei welcher die Shader-Einheiten - wie in ähnlichen Fällen auch - per Laserlock sozusagen "festverdrahtet" sind und ein Freischalten der Shader-Einheiten auf der Radeon HD 6950 unmöglich machen. Wie schnell dieserart Karten in den Markt kommen werden, kann natürlich niemand sagen, da muß man sich einfach überraschen lassen.

Von zwei Grafikkartenherstellern tauchen nun erste GeForce GTX 580 Karten mit 3 GB Speicher auf: TweakPC berichten über eine Gainward-Karte und das TechConnect Magazine über eine Palit-Karte mit diesem hohen Speicherausbau. Jener kann nutzvoll sein zum einen für SLI-Systeme und zum anderen beim Einsatz von Downsampling Anti-Aliasing, besonders bei hohen Auflösungen. In der Praxis hat es natürlich noch niemand nachgemessen, was da an Vorteile herauskommen könnte. Allerdings können die exzellenten Leistungen der Radeon HD 6950 & 6970 Karten mit ihren 2 GB Grafikkartenspeicher unter sehr hohen Auflösungen als Anhaltspunkt dafür genommen werden, daß sich der Mehrspeicher in der richtigen Situation auszahlen kann. Allerdings wird eine solche Karte kein billiger Spaß: Die Erstlistungen der Gainward GeForce GTX 580 3072MB lauten auf 628 Euro, was gegenüber der regulären 1536MB-Version mit Preisen ab 450 Euro ein heftiger Preisaufschlag ist.

Der Planet 3DNow! vermeldet die AMD-Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2010, welche gar nicht so schlecht ausgefallen sind: Zwar stagnierte der Umsatz (auf einem allerdings vernünftigen Niveau), dafür konnte jedoch mal wieder eine gute Gewinnsumme erzielt werden - für AMD besonders wichtig, weil seitens der Börsen & Analysten immer gern Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Unternehmens nach Jahren der roten Zahlen geschürt werden. Zwar ist man bezüglich des Umsatzes nach wie vor weit weg von Intel, dies ist aber angesichts der aktuellen 80:20-Aufteilung des Prozessorenmarktes zugunsten von Intel nicht besonders verwunderlich. AMD muß in erster Linie auf sich selber schauen, die Wirtschaftlichkeit verbessern, um auch in schlechten Zeiten bestehen zu können - und hat dann eigentlich ganz gute Marktaussichten, denn das Jahr 2011 bringt mit drei neuen Prozessorenarchitekturen (Bobcat, Llano und Bulldozer) und einer neuen Grafikchip-Architektur (28nm-Generation zum Jahresende) genügend neue Produkte, um daraus Schwung für die Eroberung neuer Marktanteile mitzunehmen.




 
AMD
Intel
nVidia


(Mio $)
Umsatz
Gewinn
Umsatz
Gewinn
Umsatz
Gewinn




Q4/06
1773
-527
9694
1501
879
164


Q1/07
1233
-363
8852
1610
844
132


Q2/07
1378
-332
8680
1278
935
173


Q3/07
1776
-396
10090
1860
1116
236


Q4/07
1770
-1772
10712
2271
1200
257


Q1/08
1487
-234
9673
1443
1153
177


Q2/08
1362
-569
9470
1601
893
-121


Q3/08
1797
122
10217
2014
898
62


Q4/08
1162
-1274
8226
234
481
-148


Q1/09
1177
-308
7145
647
664
-201


Q2/09
1184
-249
8024
-398
777
-105


Q3/09
1396
-77
9389
1856
903
108


Q4/09
1646
1288
10569
2282
983
131


Q1/10
1574
257
10299
2442
1002
138


Q2/10
1653
-43
10765
2887
811
-141


Q3/10
1620
-118
11102
2955
844
85


Q4/10
1650
375
11457
3388
?
?


2007
6157
-2863
38334
7019
4095
798


2008
5808
-1955
37586
5292
3425
-30


2009
5403
654
35127
4387
3327
-67


2010
6497
471
43623
11672
?
?




Fudzilla melden zur Anfang 2012 antretenden Refresh-Architektur "Ivy Bridge" von Intel, daß diese weiterhin im Sockel 1155 antreten wird. Damit ist aber nicht gesichert, daß aktuelle Sockel-1155-Platinen etwas mit Ivy-Bridge-Prozessoren anfangen können, da eine physikalische Kompatibilität nichts über eine elektrische Kompatibilität aussagt. Der integrierte Grafikchip sowie das integrierte PCI-Express-Interface machen die Sache nicht einfacher, so daß aus derzeitiger Sicht allerhöchstens Chancen dafür verteilt werden können, ob Ivy-Bridge-Prozessoren nun zur Aufrüstung aktueller Sockel-1155-Platinen benutzt werden können oder nicht. Da Intel allerdings zuletzt bei inkompatiblen Plattformen "sicherheitshalber" immer andere Sockel benutzt hat (selbst wenn es nur äußerst geringe Unterschiede wie zwischen Sockel 1155 und 1156 sind), stehen die Chancen gar nicht so schlecht, daß wenigstens dieser Aufrüstweg nicht verbaut wird.

Shortcuts: Die PC Games Hardware hat einige Informationen zur kommenden 900er Chipsatz-Serie von AMD. Diese wird allerdings keine größeren Veränderungen mit sich bringen - und wird zudem für den Bulldozer-Support nicht zwingend benötigt, da Bulldozer auch auf der 800er Chipsatz-Serie laufen soll. Neue Mainboards werden für Bulldozer und Llano aber wegen der jeweils neuen Sockel AM3+ und FT1 trotzdem benötigt. Passend hierzu versucht der Planet 3DNow! auf Basis offizieller AMD-Angaben ein wenig genauer zu spezifizieren, wann die neuen 32nm-Architekturen Llano und Bulldozer von AMD nun erscheinen werden. Danach fährt AMD derzeit die 32nm-Produktion schon hoch und liefert reichlich Prozessoren-Muster an seine Partner aus. Kaufbar soll Llano noch im zweiten Quartal werden (vermutlich Ende des zweiten Quartals), während bei Bulldozer weiterhin der (reichlich) dehnbare Termin "Sommer 2011" steht.