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News des 11. Juli 2011

Gleich drei Webseiten kommen mit Testberichten zur PowerColor Radeon HD 6870 X2 daher: Guru3D, Overclock3D und TechPowerUp. Diese seitens AMD nicht offiziell aufgelegte DualChip-Karte basiert auf zwei vollständigen RV940/Barts-Grafikchips mit den vollen Taktraten der Radeon HD 6870 und deren Speicherbestückung von 1024 MB – pro forma sind es damit verbaute 2 GB Grafikspeicher, aber 3D-technisch kann man es nur als 1 GB ansehen, da jeder Grafikchip davon nur 1 GB sehen kann. Der Stromverbrauch entspricht damit ziemlich exakt dem zweier Radeon HD 6870 Karten (einzeln 124 Watt Spiele-Verbrauch), was gerade die Messung von TechPowerUp nahezu perfekt bestätigt. Performance-technisch schlägt sich die Radeon HD 6870 X2 erwartungsgemäß, der Performancegewinn gegenüber einer einzelnen Radeon HD 6870 liegt unter 1900x1200 zwischen 67 und 70 Prozent und unter 2560x1600 zwischen 75 und 81 Prozent (je nach Test). Dies bringt die Radeon HD 6870 ziemlich in die Mitte zwischen der schnellsten SingleChip-Lösung GeForce GTX 580 und den DualChip-Lösung Radeon HD 6990 sowie GeForce GTX 590.

Spiele-Verbrauch Perform.-Index Preislage
Radeon HD 6970 2048MB 205W ~240% ab 262 Euro
GeForce GTX 580 1536MB 247W ~280% ab 359 Euro
Radeon HD 6870 1024MB CrossFire 248W ~330% ab 276 Euro
Radeon HD 6870 X2 2x1024MB 248W ~330% ab 350 Euro
Radeon HD 6990 2x2048MB 331W ~380% ab 504 Euro
GeForce GTX 590 2x1536MB 358W ~380% ab 536 Euro
Der hier benutzte Performance-Index setzt die Radeon HD 5750 als 100% an.

AMDs schnellste SingleChip-Lösung in Form der Radeon HD 6970 wird dagegen klar geschlagen – in dieser Beziehung macht die Radeon HD 6870 X2 alles richtig. Das Problem liegt wieder einmal beim von Hersteller PowerColor veranschlagten Preis von derzeit ab 350 Euro: Dies ist gegenüber den Preisen von Radeon HD 6990 und GeForce GTX 590 zwar regelrecht gut, allerdings nicht gegenüber dem Preis zweier einzelner Radeon HD 6870 Karten, mittels welchen man unter CrossFire letztlich die gleiche Performance wie mit der Radeon HD 6870 X2 erreichen wird (bei Overclock3D muß man ziemlichen Mist gemessen haben, daß dieses offensichtliche Ergebnis nicht herauskommt). Die beiden Einzel-Karten kosten derzeit kummuliert ab 276 Euro und sind in jedem Fall für unter 300 Euro zu bekommen – wieso man dann für die Radeon HD 6870 X2 350 Euro löhnen soll, weiß wohl nur PowerColor. Bis auf diese Fälle, wo keine zwei Grafikkarten-Steckplätze zur Verfügung stehen, lohnt die Radeon HD 6870 X2 damit rein preislich überhaupt nicht und sind zwei einzelne Radeon HD 6870 Karten unter CrossFire vorzuziehen.

Die PC Games Hardware zeigt, wie sich nVidias Fast Approximate Antialiasing (FXAA) schon jetzt mittels des NVIDIA Inspector Tweaktools erzwingen läßt. FXAA ist ziemlich ähnlich zu AMDs Morphological Anti-Aliasing (MLAA) und schon inoffiziell in den aktuellen nVidia-Treibern enthalten bzw. wird sogar ganz offiziell von einigen Spielen schon jetzt genutzt – vermutlich wird nVidia diese Kantenglättung mit der kommenden Kepler-Grafikchipgeneration offiziell vorstellen. Wie bei MLAA handelt es sich natürlich nicht um eine echte Kantenglättung, sondern eher um einen Weichzeichner für erkannte Kanten, welcher mal mehr und mal weniger gut funktioniert. Der Vorteil ist wie bei MLAA, daß FXAA in praktisch jedem Spiel einsetzbar ist und recht wenig Rechenleistung verbät. Der Nachteil des Weichzeichnereffekts wird aber immer dazu führen, daß andere Kantenglättungs-Methoden vorzuziehen sind, sofern verfügbar – es sei denn, die Grafikchip-Entwickler könnten MLAA und FXAA einen zusätzlichen Schärfefilter mitgeben, wie dies händisch schon demonstriert wurde.

Nochmals die PC Games Hardware hat sich mit den derzeit beliebtesten GTA 4 Grafik-Mods beschäftigt: iCEnhancer und ENB Series (bei der Gelegenheit wäre auch noch eine iCEnhancer-Anleitung seitens der PC Games zu erwähnen). Beide Grafik-Mods bessern die Grafik des OpenWorld-Spiels deutlich auf und verbrennen dabei die Performancereserven, welche sich mit neuerer Hardware in diesem Titel im Laufe der Zeit dann doch angesammelt haben. Beim iCEnhancer kommt dann im übrigen auch das vorgenannte FXAA (mit zusätzlichem Schärfefilter) zum Einsatz, während die ENB Series normalerweise auf das extrem leistungsfressende Supersampling Anti-Aliasing setzt, was die PCGH jedoch nicht mitgetestet hat. In jedem Fall verlieren gutklassige Performance- und HighEnd-Grafikkarten lockere 30 bis 55 Prozent an Performance durch diese Mods, was nur unter HighEnd-Grafikkarten noch gut spielbare Frameraten ergibt (bei Performance-Grafikkarten müsste man an der einen oder anderen Grafikoption schrauben) – der dafür erzielte Optikgewinn ist jedoch über jeden Zweifel erhaben.

Gleich drei Webseiten kommen mit Testberichten zur PowerColor Radeon HD 6870 X2 daher: Guru3D, Overclock3D und TechPowerUp. Diese seitens AMD nicht offiziell aufgelegte DualChip-Karte basiert auf zwei vollständigen RV940/Barts-Grafikchips mit den vollen Taktraten der Radeon HD 6870 und deren Speicherbestückung von 1024 MB - pro forma sind es damit verbaute 2 GB Grafikspeicher, aber 3D-technisch kann man es nur als 1 GB ansehen, da jeder Grafikchip davon nur 1 GB sehen kann. Der Stromverbrauch entspricht damit ziemlich exakt dem zweier Radeon HD 6870 Karten (einzeln 124 Watt Spiele-Verbrauch), was gerade die Messung von TechPowerUp nahezu perfekt bestätigt. Performance-technisch schlägt sich die Radeon HD 6870 X2 erwartungsgemäß, der Performancegewinn gegenüber einer einzelnen Radeon HD 6870 liegt unter 1900x1200 zwischen 67 und 70 Prozent und unter 2560x1600 zwischen 75 und 81 Prozent (je nach Test). Dies bringt die Radeon HD 6870 ziemlich in die Mitte zwischen der schnellsten SingleChip-Lösung GeForce GTX 580 und den DualChip-Lösung Radeon HD 6990 sowie GeForce GTX 590.





Spiele-Verbrauch
Perform.-Index
Preislage





Radeon HD 6970 2048MB
205W
~240%
ab 262 Euro



GeForce GTX 580 1536MB
247W
~280%
ab 359 Euro



Radeon HD 6870 1024MB CrossFire
248W
~330%
ab 276 Euro



Radeon HD 6870 X2 2x1024MB
248W
~330%
ab 350 Euro



Radeon HD 6990 2x2048MB
331W
~380%
ab 504 Euro



GeForce GTX 590 2x1536MB
358W
~380%
ab 536 Euro



Der hier benutzte Performance-Index setzt die Radeon HD 5750 als 100% an.





AMDs schnellste SingleChip-Lösung in Form der Radeon HD 6970 wird dagegen klar geschlagen - in dieser Beziehung macht die Radeon HD 6870 X2 alles richtig. Das Problem liegt wieder einmal beim von Hersteller PowerColor veranschlagten Preis von derzeit ab 350 Euro: Dies ist gegenüber den Preisen von Radeon HD 6990 und GeForce GTX 590 zwar regelrecht gut, allerdings nicht gegenüber dem Preis zweier einzelner Radeon HD 6870 Karten, mittels welchen man unter CrossFire letztlich die gleiche Performance wie mit der Radeon HD 6870 X2 erreichen wird (bei Overclock3D muß man ziemlichen Mist gemessen haben, daß dieses offensichtliche Ergebnis nicht herauskommt). Die beiden Einzel-Karten kosten derzeit kummuliert ab 276 Euro und sind in jedem Fall für unter 300 Euro zu bekommen - wieso man dann für die Radeon HD 6870 X2 350 Euro löhnen soll, weiß wohl nur PowerColor. Bis auf diese Fälle, wo keine zwei Grafikkarten-Steckplätze zur Verfügung stehen, lohnt die Radeon HD 6870 X2 damit rein preislich überhaupt nicht und sind zwei einzelne Radeon HD 6870 Karten unter CrossFire vorzuziehen.

Die PC Games Hardware zeigt, wie sich nVidias Fast Approximate Antialiasing (FXAA) schon jetzt mittels des NVIDIA Inspector Tweaktools erzwingen läßt. FXAA ist ziemlich ähnlich zu AMDs Morphological Anti-Aliasing (MLAA) und schon inoffiziell in den aktuellen nVidia-Treibern enthalten bzw. wird sogar ganz offiziell von einigen Spielen schon jetzt genutzt - vermutlich wird nVidia diese Kantenglättung mit der kommenden Kepler-Grafikchipgeneration offiziell vorstellen. Wie bei MLAA handelt es sich natürlich nicht um eine echte Kantenglättung, sondern eher um einen Weichzeichner für erkannte Kanten, welcher mal mehr und mal weniger gut funktioniert. Der Vorteil ist wie bei MLAA, daß FXAA in praktisch jedem Spiel einsetzbar ist und recht wenig Rechenleistung verbät. Der Nachteil des Weichzeichnereffekts wird aber immer dazu führen, daß andere Kantenglättungs-Methoden vorzuziehen sind, sofern verfügbar - es sei denn, die Grafikchip-Entwickler könnten MLAA und FXAA einen zusätzlichen Schärfefilter mitgeben, wie dies händisch schon demonstriert wurde.

Nochmals die PC Games Hardware hat sich mit den derzeit beliebtesten GTA 4 Grafik-Mods beschäftigt: iCEnhancer und ENB Series (bei der Gelegenheit wäre auch noch eine iCEnhancer-Anleitung seitens der PC Games zu erwähnen). Beide Grafik-Mods bessern die Grafik des OpenWorld-Spiels deutlich auf und verbrennen dabei die Performancereserven, welche sich mit neuerer Hardware in diesem Titel im Laufe der Zeit dann doch angesammelt haben. Beim iCEnhancer kommt dann im übrigen auch das vorgenannte FXAA (mit zusätzlichem Schärfefilter) zum Einsatz, während die ENB Series normalerweise auf das extrem leistungsfressende Supersampling Anti-Aliasing setzt, was die PCGH jedoch nicht mitgetestet hat. In jedem Fall verlieren gutklassige Performance- und HighEnd-Grafikkarten lockere 30 bis 55 Prozent an Performance durch diese Mods, was nur unter HighEnd-Grafikkarten noch gut spielbare Frameraten ergibt (bei Performance-Grafikkarten müsste man an der einen oder anderen Grafikoption schrauben) - der dafür erzielte Optikgewinn ist jedoch über jeden Zweifel erhaben.