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Hardware- und Nachrichten-Links des 11. September 2013

Auf seinem IDF hat Intel die Aussage getroffen, daß die zur Jahresmitte 2014 zu erwartenden Broadwell-Architektur in etwa genauso viel an Performance drauflegen wird wie die Haswell-Architektur, und daß dies bei mindestens 30 Prozent weniger Energieverbrauch funktionieren soll. Letzteres hängt natürlich primär an der 14nm-Fertigung, welche Intel erstmals bei Broadwell einsetzen wird. Da Broadwell andererseits erst einmal nur für den Mobile-Bereich kommt, könnten hier natürlich auch noch diverse neue Stromspartechnologien für diesen Effizienz-Gewinn verantwortlich sind. Als Intel das letzte Mal im Desktop-Bereich eine neue Fertigungstechnologie einsetzte (zwischen Sandy Bridge und Ivy Bridge), ging zwar auch der Energieverbrauch herunter, 30 Prozent waren es aber sicherlich nicht. Zurückkommend zur Performance von Broadwell läßt sich noch anmerken, daß hier wiederum mit einem nur sehr mäßigen Gewinn bei der CPU-Performance, dafür aber einem deutlichen Gewinn bei der iGPU-Performance zu rechnen ist – da Intel bei Broadwell wiederum eine gänzlich neue iGPU-Generation verbauen wird.

Intel hat auf seinem IDF zudem eine neue Generation von Mini-Prozessoren vorgestellt, welche in Wearable-Geräte wie beispielsweise Armbändern oder VR-Brillen Verwendung finden soll. Die Prozessoren werden unter dem Verkaufsnamen "Quark" ausgeliefert und entstammen einer seitens Intel nicht genauer spezifizierten Architektur, welche aber in jedem Fall deutlich kleiner ist als bei den Atom-Prozessoren (ein Fünftel deren Größe bei einem Zehntel deren Energieverbrauchs). Irgendein ARM-Derivat ist es aber auch nicht, denn inzwischen konnte bestätigt werden, das Intel auch bei seinen Quark-Prozessoren auf x86 setzt. Alles andere ist noch ein wenig im Nebel – bis auf das Ziel Intels, mit diesem Prozessor im Markt der Kleinst-Prozessoren wieder groß mitzuspielen. Bislang wurden hierfür meistens uralte Prozessoren-Designs in neuen Fertigungsverfahren angesetzt (386er und heutzutage 486er), die ARM-Konkurrenz zwingt Intel nun allerdings zu einem regelrecht eigenem Design für diese Anwendungszwecke.

Shortcuts: Die kürzlichen Gerüchte über einen zweiten Grafikchip in der Xbox One hat Microsoft laut der PC Games Hardware kurz und schmerzlos dementiert. Die ganze Sache war sowohl aus technologischer wie auch aus wirtschaftlicher Sicht von Anfang an ziemlich absurd – gerade erst hatte Microsoft ausgesagt, man plane mit der Xbox One (im Gegensatz zu deren beiden Vorgängern) von Anfang an in der Gewinnzone zu sein, was überhaupt nicht zu so einer sehr erheblichen Hardware-Subvention passt. Laut HT4U wird AMD sein "Never Settle Forever" Spielebundle-Programm in Kürze um Saints Row 4 erweitern: Jenes Spiel soll demnächst – der genaue Termin fehlt allerdings noch – Teil des Gold-Bundles werden, welches die Grafkikkarten der Radeon HD 7900 Serie (außer der Radeon HD 7990) umfaßt. Laut der PC Games Hardware soll der Core i5-3350P (mit ab Werk deaktivierter Grafik) schon ab nächstem Frühling eingestellt werden. Wahrscheinlich wird Intel auch keine solchen Prozessoren mehr auflegen, da die Deaktivierung der integrierten Grafik per Mainboard-BIOS genauso zuverlässig ist und sich diese extra Varianten wohl einfach nicht lohnen.