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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. Februar 2019

Von der ComputerBase und Tom's Hardware, GameGPU und WCCF Tech kommen Benchmarks zu Far Cry: New Dawn. Der lilafarbene SpinOff von Far Cry 5 hat grundsätzlich dieselbe Engine und damit fast gleichlautende Hardware-Anforderungen an Bord, was aus Sicht heutiger Hardware keine wirklich hohen Hürden mehr aufstellt. Für durchschnittlich 50 fps auf maximaler Bildqualität sind somit unter der FullHD-Auflösung GeForce GTX 970, GeForce GTX 1060 3GB, Radeon R9 290 oder Radeon RX 470 vonnöten, unter der WQHD-Auflösung werden hierfür GeForce GTX 980, GeForce GTX 1060 6GB, Radeon R9 390X oder Radeon RX 480 benötigt, unter der UltraHD-Auflösung dann GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2070 FE oder Radeon RX Vega 64. Damit bestätigt sich auch, das man nicht die offiziell empfohlenen SLI/CrossFire-Kombinationen benötigt, wenn man hohe Frameraten unter der UltraHD-Auflösung (bei bester Bildqualität) sehen will.

Grafikkarten-Empfehlung für Far Cry: New Dawn
Ø 35 fps Ø 50 fps Gfx-Speicher
FullHD GeForce GTX 960, GeForce GTX 1050 Ti oder Radeon R9 270X, Radeon RX 560 GeForce GTX 970, GeForce GTX 1060 3GB oder Radeon R9 290, Radeon RX 470 3 GB
WQHD GeForce GTX 970, GeForce GTX 1060 3GB oder Radeon R9 290, Radeon RX 470 GeForce GTX 980, GeForce GTX 1060 6GB oder Radeon R9 390X, Radeon RX 480 3 GB
UltraHD GeForce GTX 980 Ti, GeForce GTX 1070 oder Radeon R9 Fury X, Radeon RX Vega 56 GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2070 FE oder Radeon RX Vega 64 4 GB
jeweils bestmögliche Bildqualität, interpoliert gemäß der Benchmarks von ComputerBase, Tom's Hardware, GameGPU und WCCF Tech

Eine weitere beachtenswerte Differenz gegenüber den offiziellen PC-Systemanforderungen zu Far Cry: New Dawn besteht in der Menge an benötigem Grafikkarten-Speicher: Hier zeigt sich das Spiel vergleichsweise milde und kommt bis zur WQHD-Auflösung klar mit nur 3 GB Grafikkartenspeicher aus, unter der UltraHD-Auflösung reichen dann 4 GB Grafikkartenspeicher locker. Dies ist glatt die Hälfte der offiziellen Anforderung, welche in diesem Punkt somit reichlich danebenliegt. Bei der Performance zwischen AMD- und nVidia-Grafikkarten zeigt Far Cry: New Dawn dann im Normalfall das übliche Bild – mit einer Ausnahme zugunsten der Vega-basierten Grafikkarten, welche hier beachtbar besser wegkommen. Dies ist bei der Radeon RX Vega 56 nur zum Teil zu sehen, bei der Radeon RX Vega 64 dann etwas klarer und bei der Radeon VII sehr deutlich, welche keinen einzigen Benchmark gegen die GeForce RTX 2080 (sogar in deren FE-Ausführung) verliert, sondern sogar in der Mehrheit (mit leichtem Vorsprung) gewinnt – und am Mehrspeicher hat es in diesem Fall garantiert nicht gelegen. Die teilweise ebenfalls durchgeführten CPU-Benchmarks zeigen dann auf einen erheblichen Vorteil von Intel-Prozessoren unter Far Cry: New Dawn hin – auf allerdings durchgehend hohen Frameraten, wo beispielsweise selbst ein Ryzen 3 1200 noch runde 65 fps erbringt.

Die PC Games Hardware berichtet über eine Pressemitteilung seitens AMD, welche explizit auf den derzeit günstigen Straßenpreis der "MSI Radeon RX Vega 56 Air Boost 8G OC" von teilweise ab 269 Euro hingeweist – und zudem die Versprechung abgibt, das ähnlich gute Angebote von anderen Grafikkarten-Herstellern in Kürze folgen werden. Dies adelt die ganze Angelegenheit enorm – von einer möglicherweise einmaligen Aktion des Grafikkarten-Herstellers MSI hin zu einer von AMD geplanten oder zumindest begleiteten generellen Aktion mit einer faktisch inoffiziellen Preissenkung zur Radeon RX Vega 56. Ob jene mal offiziell gemacht werden wird, ist noch nicht heraus, wäre aber auch weniger wichtig, wenn es denn einfach mehr praktische Angebote zur Radeon RX Vega 56 auf dieser Preislage gäbe. Dann könnte die Radeon RX Vega 56 auch wirklich konsequent in Konkurrenz zur auf gleicher Preislage erwarteten GeForce GTX 1660 Ti gehen – wobei die AMD-Karte hierbei einen kleineren Performance-Vorteil unter höheren Auflösung (sowie natürlich ihren Mehrspeicher) für sich hätte. Als Nachteil wird es diesen spartanischen Preispunkt bei der Radeon RX Vega 56 wohl nur bei Kartenmodellen gemäß dem Referenzdesign geben, die wesentlich laufruhigeren Herstellerdesigns dürften wohl weiterhin bei einem Kostenpunkt von ab 300 Euro bleiben.

Fefe notiert einen Fall, wo ein Sicherheitsforscher eine gefundene Sicherheitslücke nicht an Apple melden wollte, weil jene über kein entsprechendes Belohnungsprogramm verfügen. Interessant ist hierbei insbesondere die kommentierende Aussage seitens Fefe über eine grundsätzliche Anbieter-Haftung bei Sicherheitslücken ("wer unsichere Produkte verkauft, der sollte dafür haften, und zwar lebenslang"). Ob das "lebenslang" wirklich realisierbar ist, soll dabei nicht erörtert werden – denn vor allem bringt diese Aussage den Gedankengang ins Rollen, wie das bisherige Gewährleistungs- und Garantierecht in der Offline-Welt gedacht ist. In dieser Offline-Welt werden schließlich primär materielle Sachen verkauft – womit jeglicher Gewährleistung & Garantie (zur Differenzen zwischen beiden Begriffen) immer der Umstand der Materialalterung entgegensteht. Die Wahl der Zeiträume der gesetzlichen Gewährleistung (üblicherweise 2 Jahre) sowie der Hersteller-gewählten Garantie (je nach Produkt 1-5 Jahre) wird demzufolge zumeist an der Materialalterung des Produkts ermessen, welche bei materiellen Produkten nun einmal immer vorhanden ist. Sicherheitslücken findet sich hingegen primär nur in Software – und dort gibt es keinerlei Materialalterung, ergo steht längeren gesetzlichen Pflichten in diesem Fall keinerlei technischer Sachverhalt gegenüber.

Anders formuliert: Während man für die Produktsicherheit eines Holzhammers eben wegen der Materialalterung nicht für alle Ewigkeiten garantieren kann, spricht kein technischer Aspekt dagegen, für die Produktsicherheit einer Software für alle Zeiten zu garantieren. Faktisch werden Software-Produkte mit der gesetzlichen Gewährleistung von 2 Jahren wesentlich besser gestellt als es denn notwendig wäre – gerade auch angesichts des Punkts, das kaum nachträglich Sicherheitslücken in Holzhämmern gefunden werden, dies bei Software-Produkten aber den Normalzustand darstellt. Ergo sollten Software-Produkte entweder mit einer generell längeren Gewährleistungs-Frist oder aber einer extra Frist mit verpflichtendem Support bei Sicherheitlücken einfach anders gestellt werden als materielle Produkte. Dabei sollte jene Frist (mit verpflichtendem Support bei Sicherheitlücken) nicht einfach nur in einem halbherzigen Aufschlag auf die 2 Jahre Gewährleistung münden – 10 Jahre wären ein guter Rahmen, alles unter 5 Jahren undiskutabel. Im Gegensatz zur Gewährleistungspflicht kann man diese Frist dann auch nicht mit dem Kaufdatum, sondern (industriegerecht) vom Zeitpunkt der Markteinführung an starten lassen (Alternative: 5 Jahre nach Verkaufsende des Produkts). Zwar ist derzeit kaum ein solches "Recht auf Sicherheits-Patches" in der Realität zu sehen, aber dies wäre doch mal eine positive Bereichung des IT-Rechts – im Gegensatz zu den ganzen anderen Schildbürgerstreichen, welche derzeit von nationalen Regierungen und der EU in diesem Bereich gerissen werden.