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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. November 2014

Gemäß Heise bereitet Futuremark die Mantle-Integration in die 3DMark-Reihe vor. Noch für den aktuellen 3DMark13 soll ein spezieller DrawCall-Test kommen, welcher die Differenzen zwischen DirectX 11, Mantle und DirectX 12 offenbaren kann – die beiden letzteren sollen dabei um den Faktor 6,5 schneller abschneiden als DirectX 11. Jener extra Test für den 3DMark13 soll noch dieses Jahr per Update nachgereicht werden. Für Ende 2015 ist hingegen ein "3DMark15" geplant (offiziell weiterhin nur "3DMark" genannt), welches regelrecht auf DirectX 12 basieren wird. In wie weit jener 3DMark15 dann auch Mantle als Option aufbietet oder aber wieder nur den extra DrawCall-Test anbietet, wurde noch nicht bekannt. Hinzu erwähnten Heise noch, daß Spielepublisher Capcom die Mantle-API in seine Spielengine "Panta-Rhei" integrieren wird, womit AMDs Grafik-API zukünftig eine noch breitere Basis bekommt.

Golem haben sich nochmals mit der Performance des Core M auf Broadwell-Basis beschäftigt – diesesmal im Vergleich mit Apples A8X sowie nVidias Tegra K1 64-Bit (Denver-basiert). In jenem Vergleich liegt mal der einen und mal der andere vorn, wobei gewisse Differenzen auch den unterschiedlich benutzten Betriebssystemen, CPU-Befehlssatzerweiterungen und Grafik-APIs geschuldet sein können – im groben läuft es wohl auf einen ungefähren Gleichstand hinaus. Dies allerdings nur unter dem Gesichtspunkt der absoluten Performance – genauer betrachtet erzielt der Core M seine Performance unter Unterstützung einer aktiven Kühlung, mit rein passiver Kühlung wären nicht so hohe Taktraten möglich bzw. könnten jene noch viel seltener gehalten werden. Die beiden ARM-basierten Pendants sind hingegen auch rein passiv kühlbar – was nicht nur mehr Einsatzzwecke ermöglicht, sondern eben auch deren Performance relativ gesehen deutlich aufwertet.

Die PC Games Hardware hat sich in einem kurzen Test den Athlon X4 860K angesehen – den ersten Kaveri-Prozessor ohne integrierte Grafik (faktisch mit abgeschalteter integrierter Grafik) und damit natürlich auch die erste reine CPU mit Steamroller-Rechenkernen, welche es bis dato immer noch nicht in den Bereich der FX-Modelle geschafft haben. Nicht untypisch für Kaveri-Prozessoren kann sich der Athlon X4 860K im Bereich von Anwendungs-Benchmarks gut mit Intels Core-i3-Serie anlegen, unter Spielen zieht dagegen der Intel-Prozessor (unter CPU-fordernden Settings) nach wie vor deutlich davon. Angesichts des Preispunkts von nur 65 Euro ist der Athlon X4 860K trotzdem eine Überlegung wert, das Preis/Leistungs-Verhältnis ist sogar besser als beim Intels Core i3 – bis auf eben den Spieleeinsatz, da geht die Tendenz aufgrund des großen Unterschieds dann doch wieder Richtung Intel. Andererseits sollte man als Spieler heutzutage sowieso eine Vierkern-CPU parat haben, die niedrigere Spiele-Performance unter diesen Rahmenbedingungen kaum zählen.

Passend hierzu ist die Meldung der ComputerBase über die Systemanforderungen zu Metal Gear Solid: Ground Zeroes auf dem PC: DirectX-11-Grafikkarte ab GeForce GTX 650, 4 GB Hauptspeicher und ein 64-Bit-Windows klingen erst einmal wohlbekannt, ein Vierkern-Prozessor ab der Sandy-Bridge-Baureihe mit mindestens 2.7 GHz Taktrate ist dagegen eine der höchsten bisher genannten minimalen CPU-Anforderungen. Hier darf natürlich die Frage gestellt werden, wie ernst der Spielepublisher diese Daten meint – gerade die Mischung aus HighEnd-CPU und LowCost-Grafikkarte erscheint wenig homogen und damit eher unglaubwürdig. Andererseits kann ein schlecht optimierter Konsolenport durchaus schon einmal CPU-Leistung zum Frühstück verspeisen – ganz ohne Grund wird man diese Angaben nicht gemacht haben. Es bleibt zu hoffen, daß das Spiel nicht gerade auf das Vorhandensein einer solchen CPU pocht (wie leider bei CoD aktuell der Fall), sondern sich auch mit kleineren bzw. älteren Prozessoren wenigstens starten läßt. Generell betrachtet dürften solcherart Anforderungen jedoch in Zukunft zunehmen, so daß man als Gaming-CPU wahrscheinlich wirklich nicht mehr unterhalb eines Vierkerners auf Sandy-Bridge-Basis bzw. einer gleichwertigen AMD-CPU einsteigen sollte.