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Hardware- und Nachrichten-Links des 30. August 2012

Als Nachtrag zu AMDs Präsentation zu den Jaguar-Rechenkernen des Bobcat-Nachfolgers "Kabini" ist noch die nachfolgende AMD-Folie mit einem Direktvergleich von "Jaguar vs. Bobcat" aufgetaucht, welche die einzelnen Verbesserungen der Jaguar-Rechenkerne auf einen Blick zusammenfasst. Gut zu sehen ist, wie AMD in der Summe von höherer 15% Pro-MHz-Performance und 10% höheren Taktraten also einen Performancegewinn von 25-30 Prozent bei den Jaguar-basierten Kabini-Prozessoren anpeilt – die Erhöhung der Anzahl der Rechenkerne noch gar nicht einmal mitgerechnet. Dabei ist es besonders beachtenswert, daß AMD (und auch Intel mit "Valleyview") im LowCost-Segment der Bobcat- und Atom-Prozessoren schon vier Rechenkerne bieten werden – gut möglich, daß jene 2013er Bobcat- und Atom-Prozessoren dann übliche Office/HomeOffice-Systeme schon vollkommen ausreichend mit CPU-Performance versorgen können. In jedem Fall dürften die Performance-Verbesserungen und das Mehr an Rechenkernen diesen Prozessoren viel mehr Anwendungsmöglichkeiten eröffnen.

Zudem hat AMD auf der HotChips-Konferenz auch nochmals das Ende des reinen Geschwindigkeitsrennens im Prozessoren-Bereich ausgerufen, wie die PC Games Hardware ausführt. Damit ist aber nicht gemeint, daß AMD keine performanten Prozessoren mehr bauen will, sondern daß man vielmehr das eigene HSA-Konzept (früher "Fusion") in den Mittelpunkt rücken will. Und mit HSA will AMD natürlich auch weiterhin schnelle Prozessoren bauen – nur soll deren Performance nicht primär aus einer besonders hohen CPU-Power herrühren, sondern aus der Einbindung der integrierten Grafiklösung auch für explizite CPU-Aufgaben. AMD will also schlicht seine Stärke im GPU-Bereich auch in Vorteile für den CPU-Bereich ummünzen – wohlwissend, daß die Konkurrenz diesbezüglich noch ausreichend weit zurückliegt. Allerdings ist die Hardware hierbei immer nur die eine Seite der Medaille – am Ende müssen die Software-Programmierer die vorhandenen Möglichkeiten auch ausnutzen, um das HSA-Konzept in Mehrperformance ummünzen zu können.

Und diesbezüglich sieht es eher so aus, als wäre AMDs Hardware weit vor den Software-Programmierern, schließlich wird AMD schon nächstes Jahr erste Prozessoren mit ernsthaften HSA-Fähigkeiten herausbringen (Trinity-Nachfolger "Kaveri"), während sich die Nutzung integrierter Grafiklösungen unter gewöhnlicher Anwendungssoftware bisher auf seltene Ausnahmen beschränkt. Auch ist fraglich, ob AMD allein genügend Marktmacht aufbringen kann, um Software-Programmierer zur breiten HSA-Nutzung zu bewegen. So gesehen könnte es noch einige Jahre dauern, ehe das dann schon längst weit verbreitete HSA-Konzept auch in der Praxis genutzt wird. Der größte Schub hierfür dürfte wohl dann kommen, wenn Intel ähnliches für seine Prozessoren entwickelt – und rein technologisch ist Intel mittels des Larrabee-Ansatzes durchaus in der Lage, jederzeit HSA kontern zu können.

Als Nachtrag zu AMDs Präsentation zu den Jaguar-Rechenkernen des Bobcat-Nachfolgers "Kabini" ist noch die nachfolgende AMD-Folie mit einem Direktvergleich von "Jaguar vs. Bobcat" aufgetaucht, welche die einzelnen Verbesserungen der Jaguar-Rechenkerne auf einen Blick zusammenfasst. Gut zu sehen ist, wie AMD in der Summe von höherer 15% Pro-MHz-Performance und 10% höheren Taktraten also einen Performancegewinn von 25-30 Prozent bei den Jaguar-basierten Kabini-Prozessoren anpeilt - die Erhöhung der Anzahl der Rechenkerne noch gar nicht einmal mitgerechnet. Dabei ist es besonders beachtenswert, daß AMD (und auch Intel mit "Valleyview") im LowCost-Segment der Bobcat- und Atom-Prozessoren schon vier Rechenkerne bieten werden - gut möglich, daß jene 2013er Bobcat- und Atom-Prozessoren dann übliche Office/HomeOffice-Systeme schon vollkommen ausreichend mit CPU-Performance versorgen können. In jedem Fall dürften die Performance-Verbesserungen und das Mehr an Rechenkernen diesen Prozessoren viel mehr Anwendungsmöglichkeiten eröffnen.


AMD "Bobcat vs. Jaguar"

Zudem hat AMD auf der HotChips-Konferenz auch nochmals das Ende des reinen Geschwindigkeitsrennens im Prozessoren-Bereich ausgerufen, wie die PC Games Hardware ausführt. Damit ist aber nicht gemeint, daß AMD keine performanten Prozessoren mehr bauen will, sondern daß man vielmehr das eigene HSA-Konzept (früher "Fusion") in den Mittelpunkt rücken will. Und mit HSA will AMD natürlich auch weiterhin schnelle Prozessoren bauen - nur soll deren Performance nicht primär aus einer besonders hohen CPU-Power herrühren, sondern aus der Einbindung der integrierten Grafiklösung auch für explizite CPU-Aufgaben. AMD will also schlicht seine Stärke im GPU-Bereich auch in Vorteile für den CPU-Bereich ummünzen - wohlwissend, daß die Konkurrenz diesbezüglich noch ausreichend weit zurückliegt. Allerdings ist die Hardware hierbei immer nur die eine Seite der Medaille - am Ende müssen die Software-Programmierer die vorhandenen Möglichkeiten auch ausnutzen, um das HSA-Konzept in Mehrperformance ummünzen zu können.

Und diesbezüglich sieht es eher so aus, als wäre AMDs Hardware weit vor den Software-Programmierern, schließlich wird AMD schon nächstes Jahr erste Prozessoren mit ernsthaften HSA-Fähigkeiten herausbringen (Trinity-Nachfolger "Kaveri"), während sich die Nutzung integrierter Grafiklösungen unter gewöhnlicher Anwendungssoftware bisher auf seltene Ausnahmen beschränkt. Auch ist fraglich, ob AMD allein genügend Marktmacht aufbringen kann, um Software-Programmierer zur breiten HSA-Nutzung zu bewegen. So gesehen könnte es noch einige Jahre dauern, ehe das dann schon längst weit verbreitete HSA-Konzept auch in der Praxis genutzt wird. Der größte Schub hierfür dürfte wohl dann kommen, wenn Intel ähnliches für seine Prozessoren entwickelt - und rein technologisch ist Intel mittels des Larrabee-Ansatzes durchaus in der Lage, jederzeit HSA kontern zu können.