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Hardware- und Nachrichten-Links des 8. Februar 2012

Silicon.de berichten über ein interessantes Gerichtsurteil, wonach es keinen Auskunftsanspruch bei statischen IP-Adressen in Urheberrechtsfällen geben soll – weil diese statischen IP-Adressen Teil der Bestandsdaten sind und ein gesetzlicher Auskunftsanspruch jedoch nur für Verkehrsdaten existiert. Dies ist zwar nur eine juristische Spitzfindigkeit (sprich, ein neues Gesetz könnte dies alles umdefinieren) – aber für das kommende Zeitalter von IPv6 wäre eine solche Rechtsauslegung natürlich optimal. CPU-World vermelden weitere anstehende Llano-Prozessoren unter dem "Athlon II X4" Label, also mit deaktivierter Grafikeinheit. Bei Erscheinen dieser CPUs ergibt sich dann ein schon ganz ansehnliches Portfolio an entsprechenden grafiklosen Llano-Prozessoren – leider ist nur die CPU-Power von Llano etwas zu schwach (und der Verbrauch dafür zu hoch), damit dies wirklich durchschlagen könnte. Laut HT4U schränkt AMD den Windows-XP-Support der Radeon HD 7000 Grafikkarten ein: Zwar soll es ab April entsprechende Treiber geben, diese werden jedoch auf Zusatzfunktionen wie OpenCL, Crossfire und Eyefinity verzichten müssen. Damit ist faktisch das Ende des Windows-XP-Supports bei AMD beschlossene Sache, auch wenn es noch ein paar rudimentäre XP-Treiber für die Radeon HD 7000 Serie geben wird.

Nochmals HT4U stellen klar, was von den Gerüchten über IBM als Chipfertiger für AMD zu halten ist – gar nichts, da hier einfach nur das altbekannte Wissen, daß IBM und AMD/GlobalFoundries in der Prozeßentwicklung zusammenarbeiten, grundlegend falsch ausgelegt wurde. Im HWBot-Forum gibt es einen Eintrag, wo ein Hardware-Shop gleich 45 Exemplare Core i7-3930K Prozessoren im C2-Stepping auf deren maximale Taktfähigkeit beim Übertakten mittels Multiplikator ausgetestet hat. Dabei erreichten fünf Exemplare den maximalen von Intel vorgesehenen Multiplikator x57, vier Exemplare erreichten dagegen nur den Multiplikator x50 – der Durchschnitt dieser 45 Exemplare Core i7-3930K (C2) liegt zwischen x53 und x54. Und am Ende nochmals HT4U zeigen eine Reihe von neuen Windows-8-Screenshots. Gegenüber der Developer-Preview-Version gibt es keine weltbewegenden Unterschiede – wer darauf gehofft hatte, daß Microsoft in so kurzer Zeit etwas dazulernen könnte, wird sich getäuscht sehen. Weiterhin sieht Windows 8 nur im Desktop-Modus wie ein ernsthaftes Desktop-Betriebssystem aus – aber über den Desktop-Modus sind die Metro-Apps nicht erreichbar, führt also nicht wirklich ein Weg an Metro vorbei. Ein sinnvolles Miteinander aus Metro und "altem" Desktop (wie unsererseits vorgeschlagen), ist dagegen (zugunsten der langfristigen Metro-only-Strategie) weiterhin nicht vorgesehen.