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News des 10./11. Februar 2024

Von YouTuber Moore's Law Is Dead kommt eine Wasserstandsmeldung zu RDNA4, welche einige neue Details daherbringt und andere hingegen bestätigt. So gingen die früheren Aussagen von YouTuber 'RedGamingTech' zu den umgestalteten RDNA4-Chips Navi 48 & 44 wohl schon in die richtige Richtung, auch MLID zeigen nun Spezifikationen, die zu diesem kleinerem Ansatz bei der RDNA4-Generation bzw. der Radeon RX 8000 Serie passen. Allerdings setzt MLID den Navi-48-Chip mit einem 256bittigen Speicherinterface an und auch der Punkt des GDDR7-Supports soll wohl nicht mehr gegeben sein. Perfomance-technisch gibt es wiederum die Erwartung, dass die RDNA4-Spitzenlösung etwas besser als die Radeon RX 7900 XT herauskommen soll, ergo keine wirkliche HighEnd-Lösung abgeben wird. Zwar macht der YouTuber Hoffnung auf leicht mehr (bis Richtung GeForce RTX 4080 Super und Radeon RX 7900 XTX), aber in dieser Frage sollte man bei Vorhersagen zu AMD-Grafikkarten (aus Erfahrung) doch eher vorsichtig sein.

AMD Navi 48 & Navi 44 Leak (Early February 2024):
-Monolithic Dies Manufactured on TSMC N4P
-Strix & RDNA 4 dGPU Engineering Samples are currently boosting between 3.0-3.3 GHz
-RDNA 4 will be "ready" and "able" to launch in Q4, with a slim chance of a launch in Q3 2024 or Q1 2025.
 
Navi 48
-Rasterization performance roughly between the RX 7900 XT and RX 7900 XTX
-Die Size is estimated to be ~300-350mm²
-256-bit Memory Controller
-20 Gbps GDDR6 likely for at least the initial launch
 
Navi 44
-Rasterization performance is above the RX 7600 XT, but below the RX 7800 XT
-Die Size is below 210mm²
-128-bit Memory Controller

Quelle:  Moore's Law Is Dead @ YouTube am 10. Februar 2024

Aus derzeitiger Sicht dürfte vielmehr der Releasetermin interessant sein, zu welchem MLID sich recht sicher bezüglich des dritten Quartals 2024 sind. Dem kann durchaus beigepflichtet werden, denn wenn im ersten Quartal 2025 bereits entsprechende Mobile-Lösungen anstehen sollen, dann ist der Desktop-Part sicherlich einige Monate vorher bereits spruchreif. Wirklich früher als dies dürfte es jedoch kaum werden, die Computex (Anfang Juni) dürfte von AMD eher zugunsten von Zen 5 benutzt werden. So richtig deutlich vor nVidia ist dies natürlich nicht, allerdings wirft der YouTuber hierzu auch in die Runde, dass es (im besten Fall) dieses Jahr noch eine "GeForce RTX 5090" aus nVidias "Blackwell"-Generation geben wird, nicht aber mehr die eigentlichen Kontrahenten von Navi 48 im RTX50-Portfolio. Ehe nVidia dann den Launch der "GeForce RTX 5070" angeht, dürfte es schon tiefer im Jahr 2025 sein, womit Navi 48 wenigstens einen zeitlichen Vorsprung von 2-3 Quartalen haben sollte.

Nvidia is only launching the RTX 5090 this year for an absurd price, the RTX 5070 (Navi 48's main competitor) won't launch till 2025.
Quelle:  Moore's Law Is Dead @ YouTube am 10. Februar 2024

Die PC Games Hardware dokumentiert kurzfristige Sonderpreise zu Radeon RX 7800 XT & 7900 XT, welche es im deutschen Einzelhandel am Sonntag in Form von Mindstar-Angeboten bei der Mindfactory gab. Jene Angebote sind üblicherweise in der Stückzahl limitiert – und so verwundert es auch wenig, wenn angesichts einer Radeon RX 7800 XT für 499 Euro sowie einer Radeon RX 7900 XT für 699 Euro jene am nächsten Morgen dann nicht mehr erhältlich sind. Wie üblich müssen solcherart Sonderpreise nichts zur generellen Preisentwicklung sagen, in diesem Fall reihen sich jene Sonderpreise jedoch ein in einer Vielzahl an Meldungen zu neu erreichten Grafikkarten-Tiefstpreisen seit dem Februar-Beginn. Die Grafikkarten-Preise haben sich seit dem Launch von nVidias "SUPER"-Refresh bemerkbar zu bewegen begonnen – ergo wäre es nicht verwunderlich, wenn aus diesem (bislang) einmaligen Sonderangebot eines Tages doch noch der Normalpreis werden würde.

Breit wird derzeit über neue GCC-Patches zugunsten von AMDs Zen 5 diskutiert, da jene einiges zur Anzahl der Ausführungseinheiten der Zen5-Kerne aussagen sollen: Laut Phoronix ist dabei ziemlich sicher, dass es von 4 auf 6 ALUs (Integer-Recheneinheiten) sowie von 3 auf 4 AGUs (Adressgenerierungs-Einheiten) hinaufgeht, der CPU-Kern in dieser Grundsatz-Frage also klar dicker wird. Gleichfalls wurde von InstLatX64 @ Twitter sowie Mysticial @ Mersenneforum die These in die Welt gesetzt, AMD hätte auch die FPUs verdoppelt, von 4x 256-bit auf 4x 512-bit. Laut dem 3DCenter-Forum ist dies jedoch eine Fehldeutung dieser Linux-Patches und an diesen Fließkomma-Einheiten gibt es nur eher kleinere Änderungen. Für die Spiele- und Anwendungs-Performance ist allerdings sowie eher der Integer-Zweig interessanter, wo es wie gesagt kräftige Zuwächse an Ausführungs-Einheiten gibt. Deren Performance-Wirkung ist natürlich weit weg von einem linearen Effekt, hiermit werden eher die letzten Reserven aktiviert.

Jene entstehen, wenn die eigentlichen Rechenwerke voll ausgelastet sind, in der Pipeline jedoch mehr Befehle liegen als was aktuell berechnet werden kann – sprich wenn das Frontend stärker ist als die eigentlichen Rechenwerke. Dies trifft allerdings in der Praxis nur in einem Bruchteil der Zeit zu, oftmals werden sich die zusätzlichen Recheneinheiten somit nur langweilen (weil anderes limitiert). Andererseits kosten Recheneinheiten auf Basis heutiger Prozessoren-Designs fast nichts mehr an Chipfläche bzw. kann deren Stromverbrauch durch separate Idle-Schaltungen im Griff gehalten werden. Der Performance-Effekt ist wie gesagt unmöglich vorab zu kalkulieren, da außerhalb der CPU-Entwickler kaum Informationen darüber vorliegen, welche Teile des CPU-Designs wie oft limitieren. Normalerweise dürfte es nur einen kleinen Performance-Effekt ergeben, ansonsten hätte man diese Maßnahme schon früher ins Auge gefasst. Bei der heutiger Prozessoren-Entwicklung nimmt man inzwischen aber auch diese kleinen Vorteile mit und hofft darauf, in der Summe dieser und anderer kleinerer Effekte einen insgesamt beachtbaren Vorteil erzielen zu können.

Von YouTuber & Twitterer RedGamingTech @ Twitter kommt ein kurzer Überblick über die derzeit vermuteten Releasetermine zu den nächsten Spielekonsolen. Das ganze ist natürlich nur eine Zusammenfassung des unvollkommenen "Wissens" der Gerüchteküche, zudem räumt sich der Twitterer sogar einen gehörigen terminlichen Spielraum von ±1 Jahr ein. Ergo sollte man sich hierauf nicht verlassen, sondern eher auf den hiermit skizzierten grundsätzlichen Verlauf konzentrieren: Die PlayStation 5 Pro noch dieses Jahr und die PlayStation 6 dann erst mit mehrjährigem Abstand – und dazwischen allerdings schon die nächste Xbox. Die Microsoft-Konsole läßt eine Refresh-Lösung zur aktuellen Konsolen-Generation wohl aus, peilt dafür allerdings einen deutlich zeitigeren Start ihrer NextGen-Lösung gegenüber Sony an.

I've said this in a combo of other tweets but general release schedule for consoles
2024: PS5 Pro & Switch 2
2026: Xbox Next Gen
2028: PS6
Dates might be off 12 months, especially PS6 depending on final timelines.
Heard VERY loose rumor PS5 Pro is early next year, but I'm skeptical.
Quelle:  RedGamingTech @ Twitter am 10. Februar 2024