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News des 11. März 2026

Intel hat mittels der "Core Ultra 200S Plus" Prozessoren den Arrow-Lake-Refresh offiziell vorgestellt, welcher wie erwartet am 26. März offiziell in den Handel gehen wird. Die neue "Serie" besteht aus nur zwei Prozessoren-Modellen, deren Daten vorab schon bekannt waren und sich nunmehr bestätigen. Leider sind die Hardware-Daten nicht ganz vollständig, es fehlen noch die Angaben zum iGPU-Takt. Die Angaben zum PL2 bzw. MTP haben sich hingegen eingefunden, hiermit liegen beide neuen Modelle auf dem exakten Stand ihrer jeweiligen Vorgänger. Interessant daneben ist der höhere offizielle Speichersupport von DDR5/7200 (oberhalb von DDR5/5600 nur als CUDIMM) und die höhere Interconnect-Geschwindigkeit zwischen den einzelnen Tiles, welche von vorher 2.1 GHz auf nunmehr gleich 3.0 GHz sehr deutlich gesteigert wurde. In der Summe von Mehrkernen, minimal Mehrtakt, höherem Speichersupport und mehr D2D-Takt will Intel die Spiele-Performance um +15% beim Core Ultra 9 270K Plus sowie +13% beim Core Ultra 5 245K Plus gesteigert haben, jeweils auf das direkte Vorgänger-Modell bezogen. Die Steigerung der Anwendungs-Performance dürfte zaghafter ausfallen, da jene üblicherweise Powerlimit-gebunden ist und selbiges wie gesagt identisch ausfällt.

Die nicht unerhebliche Steigerung der Spiele-Performance wurde von Intel aber auch auf einem Benchmark-Parcours mit reichlich APO-Einsatz ausgemessen – womit etwas in Frage steht, ob die unabhängigen Hardware-Tester dies replizieren können. Wenn Arrow Lake sich mittels dieses Refreshs dann wenigstens klar oberhalb Raptor Lake ansiedeln könnte, wäre dennoch einiges zur Ehrenrettung dieser Prozessoren-Architektur getan. Beachtenswert daneben die Preislagen, denn mit den nur 299 bzw. 199 Dollar manifestiert Intel das am Markt bereits zu sehende niedrige Arrow-Lake-Preisniveau nunmehr auch in seinen Listenpreisen. Gegenüber AMDs "Normal"-Programm der non-X3D-Modelle könnte dies durchaus schlagkräftige Angebote ergeben, gerade auf diesen Preislagen und mit dem zusätzlichen Sprung der Plus-Modelle. Gegen jene spricht weiterhin die Plattform-Nichtaufrüstbarkeit (es handelt sich womöglich sogar um die letzten LGA1851-Prozessoren) und dass Intel für das Mainstream-Segment (frühere 400er Modelle) irgendwie zu wenig tut. Ob die beiden Plus-Modelle gegenüber der medialen Übermacht von AMDs X3D-Prozessoren etwas ausrichten können, wäre dann doch abzuwarten.

ARL Desktop Kerne P-Takt E-Takt L2+L3 iGPU PBP/MTP Liste Straße Release
Core Ultra 9 285K 8P+16E/24T 3.7/5.7 GHz 3.2/4.6 GHz 40+36 MB 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz 125/250W $589 ab 478€ 25. Okt. 2024
Core Ultra 7 270K Plus 8P+16E/24T 3.7/5.5 GHz 3.2/4.7 GHz 40+36 MB 4 Xe-LPG 125/250W $299 ? 23. März 2026
Core Ultra 7 265K 8P+12E/20T 3.9/5.5 GHz 3.3/4.6 GHz 36+30 MB 4 Xe-LPG @ ≤2.0 GHz 125/250W $394 ab 259€ 25. Okt. 2024
Core Ultra 5 250K Plus 6P+12E/18T 4.2/5.3 GHz 3.5/4.7 GHz 30+30 MB 4 Xe-LPG 125/159W $199 ? 23. März 2026
Core Ultra 5 245K 6P+8E/14T 4.2/5.2 GHz 3.6/4.6 GHz 26+24 MB 4 Xe-LPG @ ≤1.9 GHz 125/159W $309 ab 178€ 25. Okt. 2024

Microsoft hat auf der GDC 2026 erste größere Aussagen zur nächsten Xbox in Form von "Project Helix" gemacht, jenes Hardware-Projekt zumindest in Grundzügen skizziert. Eine wirkliche Vorstellung zur tatsächlichen Hardware-Kraft ergibt sich damit noch nicht, vielleicht ist dies aber bei Microsoft selbst noch in der Schwebe. Erkennbar ist allerdings die klare Zuwendung auf RayTracing, wo man u.a. von der zehnfachen Performance (gegenüber früheren Konsolen) spricht – was aber faktisch erwartet worden war, nachdem die aktuelle Konsolen-Generation diesbezüglich eher schwach aufgestellt ist und sich dieses Grafikfeature inzwischen massiv weiterentwickelt hat. Es käme nicht einmal überraschend, wenn RayTracing sogar ein Pflicht-Feature für die Spiele für Xbox Series 2 und PlayStation 6 werden würde, beide natürlich befeuert durch RDNA5-basierende AMD-Grafikchips. Erneut bestätigt wurde durch die Blume, dass die nächste Xbox eigentlich ein verkappter PC sein soll, passend zu früheren Gerüchten. Terminlich gibt es leider nichts positives zu berichten, denn mit ersten Developer Kits ab Anfang 2027 steht der Marktstart vermutlich erst 2028 an, bei früheren Konsolen-Projekten lagen zwischen beiden Terminen meist 1,5-2 Jahre.

VideoCardz berichten über Aussagen AMDs im Rahmen von Microsofts Xbox-Verkündungen, wonach das hierbei genannte "FSR Next" dann "FSR Diamond" sein soll. Jenes beinhaltet die nächsten Generationen von AMDs Upscaling, Ray Regeneration und Multi Frame Generation, zuzüglich soll ein (besserer) Support von Neural Rendering erfolgen. Grundsätzlich wird damit Microsofts nächste Xbox unterstützt, aber natürlich wird AMD diese neue FSR-Version nicht dafür allein auflegen, sondern generell für alle gleichartige PC-Hardware herausbringen, sprich auch für alle anderen RDNA5-basierten PC-Grafiklösungen. Die eigentliche Frage dazu ist eher, ob es RDNA5-exklusiv sein wird. Hierzu kommt von Tippgeber Kepler @ X die Bestätigung, dass auch diese kommende FSR-Version wieder an neue Hardware gebunden sein wird. Irgendwie verläßt AMD in letzter Zeit sehr deutlich den früheren Pfad der möglichst breiten Abwärtskompatibilität bzw. der Arbeit zugunsten alter Grafik-Architekturen – sicherlich aber auch deswegen, weil sich dies für AMD nie durchschlagend ausgezahlt hat.