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News des 14./15. Februar 2026

Laut VideoCardz könnte der HEDT-light-Ansatz von Intels "Nova Lake" zur Wiederauflage eines älteren Verkaufsnamens führen: Core X – als jene Modelle von Nova Lake, welche mit doppeltem Compute-Die antreten. Diese Prozessoren würde es dann nur innerhalb der Core-9-Serie geben, der komplette Verkaufsname würde auf "Core Ultra X9 400X" lauten – im Gegensatz zum "Core Ultra 9 400K", was die Spitzenmodelle mit nur einem Compute-Die markiert. Die neue Core-X-Serie soll dann generell mit bLLC ausgestattet sein, sprich keine Modelle ohne erweiterten Cache besitzen. Ob hier auch non-K-Modelle mit dieser Technik geplant sind, bleibt offen, denkbar wäre dies durchaus – jene ermöglichen Intel regelmäßig auch weniger gut taktende Chips absetzen zu können, haben also auch für Intel ihren Sinn. Gänzlich sicher sein kann man sich bei dieser vorläufigen Portfolio-Gestaltung natürlich noch überhaupt nicht, denn Intel befindet sich derzeit gerade einmal in der Validierungsphase von Nova Lake und dürfte erst Richtung Jahresmitte dazu schreiten, das eigentliche Verkaufsportfolio auszugestalten.

Compute-Dies bLLC Kerne
Core Ultra X9 400X 2 immer 42-52 (14+24+4 & 16+32+4)
Core Ultra 9 400K 1 optional 28 (8+16+4)
Core Ultra 7 400K 1 optional 24 (8+12+4)
Core Ultra 5 400K 1 niemals 12-18 (4+4+4, 4+8+4 & 6+8+4)
Portfolio der reinen K/X-Modelle von Intels "Nova Lake", gemäß den Ausführungen von VideCardz

In jedem Fall zeichnet sich damit immer deutlicher ab, dass die 2-Compute-Die-Modelle von Nova Lake eher denn eine Prozessoren-Klasse oberhalb der regulären Prozessoren-Modelle ergeben werden. Zwar passiert alles auf demselben Sockel und damit demselben Speicherinterface (weiterhin DualChannel DDR5), aber alle anderen Spezifkationen zeigen auf einen klaren Größenunterschied hin: Bis zu doppelter Anzahl an CPU-Kernen sowie vermutlich ein eigener Mainboard-Chipsatz (Z990) und in jedem Fall deutlich höhere Stromanforderungen an das Mainboard. Denkbarerweise kann man zwar Nova Lake mit 52 CPU-Kernen auf jedem beliebigen 900er Mainboard benutzen, aber die kleineren & günstigeren Platinen werden dann dessen Stromhunger herunterfahren respektive diese 52-Kern-CPU nicht ausfahren können. Zugleich ermöglicht Intel diese extra Kategorie "Core X9" dann auch einen gänzlich anderen Preispunkt für jene 2-Compute-Die-Modelle, denkbarerweise kommen somit die (nahezu) vierstelligen Preisnotierungen für Consumer-Prozessoren wieder zurück. Hierbei gilt einzurechnen, dass jene 2C-Compute-Die-Modelle durchgehend mit bLLC (big Last Level Cache) antreten sollen, ergo primär in Konkurrenz mit AMDs X3D-Modellen gehen.

WCCF Tech vermelden eine nochmals andere Angaben zu den Chipflächen von Nova Lake: So ordnet der bekannte Leaker 'Golden Pig Upgrade' das Compute-Die mit bLLC ähnlich der bisherigen Angabe mit 153,9mm² ein – das reguläre Compute Die (ohne bLLC) hingegen nur auf 97,7mm². Dies kommt ironischerweise wieder der allerersten Angabe seitens Jaykihn @ X näher, welche seinerzeit noch als persönliche Schätzung gekennzeichnet wurde. Zum Compute Die mit bLLC sind sich die Leaker somit ziemlich einig, dass es über 150mm² werden wird, doch zum regulären Compute-Die gehen die Angaben mit nunmehr 94-110mm² etwas auseinander. Eine kleinere Größe würde allerdings mehr Sinn ergeben, immerhin ist Arrow Lake (mit gleicher Kern-Anzahl) schon 117mmm² groß und geht Intel zwischen Arrow Lake zu Nova Lake von der N3B- auf die N2-Fertigung von TSMC. Im Vergleich zu Arrow Lake zusätzliche Hardware-Elemente sind im Compute-Die von Nova Lake zudem nicht erwarten, es wird für Nova Lake wohl ganz reguläre SoC-, GPU- & I/O-Tiles geben, sprich denselben 4-Tile-Ansatz wie bei Arrow Lake.

(reguläres) Compute-Die Compute-Die mit bLLC SoC-, GPU- & I/O-Tiles
Nova Lake lt. Jaykihn @ X 94mm² ? ?
Nova Lake lt. HXL @ X ~110+mm² ~153+mm² ?
Nova Lake lt. Golden Pig Upgrade 97,7mm² 153,9mm² ?
zum Vergleich: Arrow Lake 117,1mm² ∑ 133,9mm²

Die YouTuber von Hardware Unboxed haben sich mit den weltweiten Grafikkarten-Preisen bzw. deren Anstieg seit letztem Jahresende beschäftigt. In einer selten so umfangreich zu sehenden Auswertung hat man die besten Einzelhandelspreise aller derzeit aktuellen Grafikkarten von AMD, Intel und nVidia in Australien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Holland, Indien, Kanada, Philippinen, Polen und den USA ermittelt, jeweils mit der Differenz von November 2025 zu Februar 2026. Gut zu sehen dabei, dass die Grafikkarten-Preise weltweit ziemlich einheitlich gestiegen sind, der Preisanstieg somit fundamentale Ursachen haben muß. Zugleich wurde aber auch ermittelt, dass Intel hierbei kaum teurer geworden ist, AMD mit im Schnitt +10% noch vergleichsweise gut wegkommt und nVidia mit im Schnitt +19% doch bemerkbar vorn liegt bei diesen Preissteigerungen. Wieso die Preissteigerungen bei nVidia derart höher ausfallen müssen, ist derzeit noch eine offene Frage: Sicherlich könnte der Einkaufsprreis von GDDR7 stärker (als bei GDDR6) betroffen sein, andererseits hat nVidia auch die (durchschnittlich) höheren Kartenpreise und kann damit die Preiserhöhung einer einzelnen Komponente sogar besser verstecken.