
Tippgeber HXL zeigt die chinesische Ankündigung eines AMD Ryzen 7 5800X3D "AM4 10th Anniversary Edition" – womit jener eigentlich schon aus dem Markt genommene Ryzen 7 5800X3D dann doch noch einmal erscheinen wird. Die Hardware-Daten sind augenscheinlich unverändert gegenüber dem Original, es gibt allein mittels des "AM4 10th Anniversary Edition" einen Namenszusatz. Vakant sind derzeit noch Releasedatum und Preispunkt, wobei der Termin angesichts dieses Ankündigungsfotos eigentlich nicht mehr weit weg sein kann. Damit bringt AMD endlich das viel geforderte X3D-Spitzenmodell zum Sockel AM4 zurück, auf welchem viele Anwender wegen der Speicherkrise derzeit festsitzen. Für eine Aufrüstung eignet sich da auch wirklich nur der Ryzen 7 5800X3D, denn kleinere X3D-Modelle sind ebenfalls bereits aus dem Markt gegangen oder nur regional verfügbar und non-X3D-Modelle ergeben zumeist zu wenig Performancegewinn für eine Aufrüstung. AMD folgt damit breiten Forderungen nach einem Relaunch des Ryzen 7 5800X3D – zwar ziemlich spät, aber immerhin.
Von ComputerBase, PC Games Hardware, TechPowerUp und WCCF Tech kommen Ausarbeitungen zur Grafikkarten-Performance unter "Pragmata", welche das Spiel mit einer sehr wandelbaren Performance zeigen: Unter Rasterizer schnell bei dreistelligen Frameraten, unter dem (stark empfohlenen) RayTracing immer noch ziemlich fix, unter PathTracing dann aber schnell grenzwertig langsam. Prinzipiell dürfte sich da aber für jede passabel performante Grafikkarte das richtige Setting finden lassen. Eher kritisch sind die VRAM-Anforderungen des Spiels: Die VRAM-Belegung liegt schon im Minimum bei fast 7 GB, bei maximaler Grafik (ohne RT/PT) dann bei 10-12 GB. Mit RayTracing geht es auf 12-14 GB hinauf, mit PathTracing auf 17 GB. Dabei fällt der geringe Auflösungs-Unterschied auf, zwischen der VRAM-Belegung auf maximaler Grafik (ohne RT/PT) liegen zwischen FullHD und 4K gerade einmal zusätzliche 1064 MB, sprich 0,5 GB pro Auflösungsstufe. Nun sind VRAM-Belegungen aber nur ein mittelprächtiger Hinweis auf VRAM-bedingte Performance-Probleme, womit besser die entsprechenden Benchmarks auf tatsächliche Probleme kontrolliert werden sollten.
Bei PC Games Hardware und TechPowerUp (mit jeweils vielen Karten im Test) ergaben sich allerdings unter Raster-Grafik keine wirklich beachtbaren Performance-Auffälligkeiten mit 8-GB-Grafikkarten (auch nicht bei den Minimum-Frameraten). Eine Differenz beider Testberichte liegt unter der 4K-Auflösungen, wo die PCGH die 8-GB-Modelle als nicht mehr lauffähig ansah (die 10-GB-Grafikkarte "GeForce RTX 3080" hingegen schon), während TechPowerUp weiterhin Performance-Werte für diese 8-GB-Modelle ausgewiesen hat, welche sogar vollkommen unauffällig aussehen (keine Performance-Differenz zwischen GeForce RTX 4060 Ti 8GB vs 16GB). Interessanterweise änderte sich unter RayTracing an dieser Einschätzung so gut wie gar nichts, auch hier kommen die 8-GB-Modelle (im Maßstab ihrer allgemeinen Leistungsfähigkeit) zumindest bei der reinen Performance noch gut mit. Wenn es hier Probleme wegen zu geringem VRAM-Ausbau geben sollte, müssten diese im non-fps-Bereich liegen – was leider keine der Quellen besonders genau ausgeführt hat. Die ComputerBase hat dazu eine gänzlich andere Auffassung und gibt erst 12-GB-Modelle für den "sorgenfreien Betrieb" frei – ohne dies aber durch Benchmarks o.ä. genauer zu belegen.
Leaker 'Jaykihn', welcher eben erst den zweiten Raptor-Lake-Refresh verkündet hat, sprach in diesem Zusammenhang primär über den langfristigen Sockel-Support seitens Intel. Augenscheinlich versucht sich Intel tatsächlich daran, AMD in dieser Frage nachzueifern – und dies nun nicht nur beim LGA1700 eher nachträglich und somit ungeplant, sondern auch schon beim LGA1851-Sockel. Jener gilt zwar in der Praxis als buchstäblicher Beweis für die kurze Lebenszeit von Intel-Sockeln, war aber angeblich in die komplett andere Richtung hin geplant – mit eigentlich vier CPU-Generationen auf LGA1851. Doch davon hat Intel mit "Beast Lake" (geplant als Arrow-Lake-Nachfolger) eine gänzlich aus der Entwicklung genommen und ergaben "Meteor Lake" wie "Panther Lake" letztlich reine Mobile-Generationen, womit eben keine gesockelten Prozessoren für den Desktop herauskamen. Sicherlich bezieht sich deren LGA1851-Support nur auf ganz frühe Planungen Intels, denn beide CPU-Generationen bogen vergleichsweise früh auf eine Ausgestaltung rein für Mobile-Zwecke ein (erkennbar an der Anzahl der maximalen CPU-Kerne). Damit wurde aus der Intel-Planung einer regelrechten Sockel-Langlebigkeit bei LGA1851 wie aktuell zu sehen das genaue Gegenteil hiervon.
LGA1851 was supposed to be a four-architecture socket (MTL-S, ARL-S, Beast Lake, PTL-S), but execution fell flat.
It’s anyone’s guess to LGA1954’s socket longevity, but overall, Intel wants to rival AMD in socket longevity.
Quelle: Jaykihn @ X am 15. April 2026
Nichtsdestotrotz soll diese Planung bei Intel existiert haben – und wird nun erneut versucht beim kommenden Sockel LGA1954. Allerdings gibt es auch hier keine echten Sicherheiten des Supports von gleich vier CPU-Generationen, wie es einstmals schon behauptet wurde. Vielmehr tritt Jaykihn hierzu deutlich auf die Bremse und sieht einen gesicherten LGA1954-Support derzeit nur für "Nova Lake" und "Razor Lake". Deren Nachfolger "Titan Lake" soll hingegen wieder nur Mobile-only sein, scheidet also als Kandidat für einen LGA1954-Support automatisch aus – und dessen eigener Nachfolger "Hammer Lake" soll diesbezüglich noch in der Schwebe sein, ist wohl auch zu weit weg für bereits eine klare Aussage hierzu. Damit wird es augenscheinlich knapp mit einer echten Sockel-Langlebigkeit bei LGA1954, denn mit dem zusätzlichen Zeitabstand zwischen Razor Lake und Hammer Lake (wahrscheinlich zwei Jahre, wegen des dazwischenliegenden Titan Lake) steigen natürlich die Chancen, dass Hammer Lake am Ende doch mit einem neuen Sockel antritt – und LGA1954 somit wieder nur zwei CPU-Generationen unterstützen wird.
TTL is not desktop and it’s not unified, afaik.
HML is up in the air. Only NVL and RZL are known to be LGA1954.
Quelle: Jaykihn @ X am 15. April 2026
Die von TechEpiphany @ X kommenden Grafikkarten-Verkaufszahlen der Mindfactory sehen für die zusammengefasste 14. & 15. Woche mal wieder wenigstens einen gewissen Stückzahlen-Aufschwung nach der absoluten Magerkost der vergangenen Wochen. Wirklich vernünftig ist die Absatzmenge natürlich weiterhin nicht, die Mindfactory verkaufte im letzten Herbst die 2- bis 3fache Menge an Grafikkarten pro Woche. Leider fehlen für diese Woche wieder die Angaben zu Umsatz-Höhe und -Verteilung, wobei hier nVidia wegen wohl wegen der höheren durchschnittlichen Verkaufspreise klar vorn liegen soll. Interessant daneben die vergleichsweise kurze Modell-Verkaufsliste, welche inzwischen zu satten 96% von Grafikkarten der jeweils aktuellen Generationen von AMD, Intel & nVidia dominiert wird. Dies ist eine wirklich ungewöhnlich starke Marktverteilung zugunsten der neueren Modelle, üblicherweise haben die Grafikchip-Entwickler noch so einige Modelle aus älteren Generationen gut im Markt mitlaufen, welche gern (kumuliert über alle drei Entwickler) bei 20-30% des Gesamtabsatzes stehen können.
| Grafikkarten-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26 (AMD in rot, nVidia in grün, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Absatz | Absatz-Anteile | Umsatz | Umsatz-Anteile | ASPs | |
| 14.+15. Woche 2026 | 920 Stück p.W. | 44,8% 54,1% 1,1% | ? | ? | ? |
| 13. Woche 2026 | 675 Stück | 41,5% 51,1% 7,4% | ? | ? | ? |
| 12. Woche 2026 | 675 Stück | 48,9% 45,2% 5,9% | 0,46M € | 42,8% 55,7% 1,5% | 593€ 834€ 164€ |
| 9.-11. Woche 2026 | 665 Stück p.W. | 55,6% 39,9% 4,5% | ? | ? | ? |
| 8. Woche 2026 | 870 Stück | 56,3% 37,9% 5,8% | 0,67M € | 43,0% 54,5% 2,5% | 586€ 1104€ 331€ |
| 7. Woche 2026 | 1015 Stück | 55,2% 42,4% 2,4% | 0,76M € | 45,2% 53,9% 0,9% | 610€ 948€ 287€ |
| 6. Woche 2026 | 955 Stück | 61,2% 32,5% 6,3% | 0,67M € | 51,5% 46,8% 1,7% | 587€ 1006€ 194€ |
| 5. Woche 2026 | 1210 Stück | 62,0% 33,9% 4,1% | 0,88M € | 51,0% 47,7% 1,3% | 600€ 1025€ 232€ |
| 4. Woche 2026 | 1300 Stück | 62,7% 34,2% 3,1% | 0,99M € | 51,0% 48,0% 1,0% | 618€ 1063€ 244€ |
| 3. Woche 2026 | 1215 Stück | 69,1% 28,4% 2,5% | 0,79M € | 66,7% 32,7% 0,6% | 631€ 754€ 164€ |
| 51. Woche 2025 | 1680 Stück | 57,4% 38,7% 3,9% | 1,05M € | 46,0% 52,8% 1,2% | 499€ 851€ 187€ |
| 50. Woche 2025 | 2795 Stück | 55,3% 40,8% 3,9% | 1,89M € | 42,5% 56,1% 1,4% | 519€ 928€ 231€ |
| 49. Woche 2025 | 3845 Stück | 69,4% 29,0% 1,6% | 2,26M € | 62,8% 36,7% 0,5% | 532€ 745€ 200€ |
| 48. Woche 2025 | 2850 Stück | 66,0% 33,0% 1,0% | 1,69M € | 58,7% 40,9% 0,4% | 527€ 733€ 245€ |
| 47. Woche 2025 | 2605 Stück | 59,9% 38,0% 2,1% | 1,69M € | 50,6% 48,8% 0,6% | 550€ 836€ 177€ |
| alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche | |||||