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News des 21./22. Februar 2026

Tom's Hardware schreiben über erste fallende Speicherpreise in Europa, wenngleich dies vergleichsweise schwach belegt wird über zuerst ein Reddit-Postings und desweiteren leicht fallende Preise bei einzelnen, spezifischen Speicherprodukten. Jenes nachfolgend viel zitierte Reddit-Posting sieht auf den ersten Blick wie ein Preis-Durchschnitt aus, ist aber letztlich auch nur der Preisverlauf eines einzelnen, spezifischen Speicherprodukts gemäß der Preisvergleichs-Sparte von Tweakers.net. Derart Aussagen auf Basis der Preisentwicklung einzelner Hersteller-Produkte sind allerdings riskant, da hierbei immer auch Seiteneffekte am Wirken sein können bzw. generell der Punkt der Substitutionsprodukte mißachtet wird: Steigt ein DDR5/6000 Speicherkit von Hersteller A zu stark im Preis, orientieren sich die meisten Käufer um, und nehmen stattdessen die (technisch gleichwertige) Alternative von Hersteller B. Wirklich zielführend bei einer Aussage zum generellen Level der Preisübertreibung bzw. dem jüngsten Preistrend kann somit eigentlich nur ein Hersteller-unabhängiger Vergleich mit einer gewissen Produktbreite sein:

DDR5-Speicher 12./13.7. 14.12. 18.1. 15.2. 22.2. 15.2.→22.2. ∑ Steigerung
8GB DDR5/5600 24€ 99€ 120€ 108€ 108€ ±0 +350%
16GB DDR5/5600 39€ 148€ 191€ 193€ 199€ +3% +410%
16GB DDR5/6400 50€ 185€ 238€ 214€ 220€ +3% +340%
32GB DDR5/5600 77€ 275€ 348€ 340€ 346€ +2% +349%
32GB DDR5/6400 98€ 284€ 388€ 375€ 380€ +1% +288%
2x16GB DDR5/5600 79€ 299€ 396€ 400€ 399€ ±0 +405%
2x16GB DDR5/6000 75€ 301€ 395€ 379€ 390€ +3% +420%
2x16GB DDR5/6000 CL28 132€ 398€ 431€ 479€ 479€ ±0 +263%
2x16GB DDR5/6400 90€ 355€ 419€ 400€ 407€ +2% +352%
2x16GB DDR5/6400 CL30 141€ 493€ 585€ 580€ 582€ ±0 +313%
2x16GB DDR5/7200+ 110€ 418€ 446€ 479€ 479€ ±0 +335%
2x24GB DDR5/6000 128€ 429€ 499€ 538€ 558€ +4% +336%
2x24GB DDR5/6400 140€ 432€ 623€ 595€ 591€ –1% +322%
2x24GB DDR5/7200+ 182€ 491€ 731€ 701€ 690€ –2% +279%
2x32GB DDR5/5600 140€ 530€ 677€ 659€ 659€ ±0 +371%
2x32GB DDR5/6000 158€ 547€ 699€ 645€ 645€ ±0 +308%
2x32GB DDR5/6000 CL28 208€ 608€ 949€ 999€ 836€ –16% +302%
2x32GB DDR5/6400 169€ 559€ 739€ 722€ 722€ ±0 +327%
2x32GB DDR5/6400 CL32 181€ 629€ 799€ 837€ 837€ ±0 +362%
2x48GB DDR5/6400 304€ 820€ 1045€ 1379€ 1369€ –1% +350%
Preisindex (Ø 20 Produkte) 100% 345% 440% 440% 439%
monatliche Preissteigerung - +93,0% +27,6% +0,0% –0,1% ∑ +339%
jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals (ohne eBay & Amazon Marketplace), ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025

Und demgemäß hat sich bei DDR5-Speicher im deutschen Markt innerhalb der letzten Woche wiederum nicht viel bewegt, bleibt das insgesamte Level der Preisübertreibung faktisch gleich hoch und ist mitnichten bereits von einem Preistrend in die entgegengesetzte Richtung zu sprechen. Wenn man es genau nimmt, sind von 20 ausgewerteten (Hersteller-unabhängigen) Speicherprodukten sogar die Mehrzahl leicht im Preis gestiegen – was nur ausgeglichen wird durch den größeren Preisnachlaß bei einem einzelnen von diesen 20 Speicherprodukten. Der generelle Trend läuft somit sogar eher zugunsten minimal weiter steigender Speicherpreise, gerade bei den Einzelmodulen und kleineren Speicherkits. Im groben bleibt es vorerst beim einmal erreichten Preisplateu – und so sehr es zu begrüßen wie notwendig wäre, hier über einen fallenden Trend berichten zu können, ergibt sich dafür noch kein Ansatzpunkt. Einzelne Herstellerprodukte werden immer wieder derartige Ansätze liefern, aber so lange dies nicht über einige (Hersteller-unabhängige) Speicherprodukte passiert, gibt es keinen generell fallenden Preistrend (bei DDR5-Speicher) zu konstatieren.

Hardware & Co haben einen Vergleich der RMA-Raten der Radeon RX 9070 XT auf Basis der entsprechenden Daten von Alza und Mindfactory aufgelegt. Verglichen wurden hier einzelne Hersteller-Modelle jener Radeon RX 9070 XT, welche zum größten Teil von beiden Einzelhändlern verkauft werden. Leider gehen die Daten doch oftmals quer durcheinandern, besser in der Übersichtsliste bei VideoCardz zu sehen. Augenscheinlich braucht es eine gewisse Mindestmenge an Verkäufen, damit die konkrete RMA-Rate nicht zu sehr durch den Zufallseffekt beeinflußt wird. Doch selbst wenn man die RMA-Raten nur von Herstellern-Modellen betrachtet, welche beiderseits jeweils 1000 Verkäufe oder mehr aufzuweisen haben, wird es nicht besonders eindeutig, schwanken die RMA-Raten zwischen den Einzelhändlern immer noch bedeutsam. Um hier zu einem belastbaren Ergebnis zu kommen, braucht es augenscheinlich richtig große Verkaufszahlen – welche man mit der Aufteilung auf einzelne Herstellermodelle schwerlich erreichen kann, oder wofür man die (nicht erhältlichen) Daten von noch größeren Einzelhändlern benötigen würde. Im Endeffekt zeigt diese Statistik eher nur, dass diese RMA-Zahlen kaum zur Argumentation herangezogen werden können.

Analyst 'Jukan' berichtet in zwei X-Postings – Tweet #1 & Tweet #2 – über Intels Fehlschlag bei 18A von technologischer Seite her, am Beispiel von "Panther Lake". Denn Intel hat bei seiner 18A-Fertigung wohl einiges von dem nicht erreicht, was man sich vorher vorgenommen hatte – und was auch notwendig gewesen wäre, um technologisch zu TSMC aufzuholen. In Teilbereichen soll Intels 18A sogar hinter SMIC's N+3 zurückliegen ("N+3" hat nichts mit der 3nm-Klasse zu tun, es ist vielmehr die dritte Generation an moderner Chipfertigung bei SMIC), welche ihrerseits noch mit klar rückständigen Fertigungsanlagen auskommen muß. Dies erklärt in größeren Teilen, wieso Intels 18A sich zu früheren Zeiten so gut anhörte und nunmehr selbst von Intel nicht mehr zugunsten der "Intel Foundry" (zur Chipfertigung von Fremdprojekten) beworben wird. Augenscheinlich haben selbst GAA und EUV Intel nicht entscheidend genug vorangebracht, ist die konkrete Ausführung wohl wichtiger als reine Technologie-Schlagworte. Wie bekannt, scheint 14A nunmehr Intels letzte Patrone zu sein, um noch Auftraggeber für die Intel Foundry zu aquirieren – bis dahin muß sich sicherlich auch die Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Hochtechnologien deutlich verbessern.

Nochmals Jukan @ X berichtet zudem über ein Gerücht, nVidia würde bei "Rubin CPX" auf HBM-Speicher wechseln – und damit weg von dem 512-Bit-GDDR7-Speicherinterface, womit der Inference-Chip ursprünglich designt wurde. Natürlich erfordert dieser Wechsel einen faktisch neuen Chip, ein neues Tape-Out, eine neu gestartete Validierungsphase – was somit auch eine gewisse Verschiebung der Releaseplanung (ursprünglich Ende 2026) bedeuten kann. Erklärt wird jener (mögliche) Wechsel auf HBM mit augenscheinlich höheren Bandbreite-Anforderungen selbst bei Inference-Beschleunigern. Dies ist aber nur eine Auslegung des Gerüchts, muß demzufolge nicht stimmen. Dabei läßt sich auch eine (ebenso unbestätigte) Gegenthese aufstellen: Vielleicht sieht nVidia die Schwierigkeiten, noch an GDDR7-Speicher zu kommen, welcher von der Speicherkrise augenscheinlich härter getroffen ist als GDDR6-Speicher. Nicht auszuschließen, dass es für nVidia demzufolge besser ist, auf HBM-Speicher zu gehen, eben weil jener viel breiter hergestellt wird und man demzufolge eine gewisse Lieferbarkeit für Rubin CPX garantieren kann. Beides sind derzeit nur Thesen und sicherlich hat jene mit der benötigten höheren Bandbreite am Ende sogar die größeren Chancen.