
Richtig viel Aufregung und Berichterstattung gibt es derzeit über ein Video vom der8auer, welches von der Einstellung des OPP-Programms von nVidia berichtet – und damit dem Ende von nVidia-Grafikkarten zur UVP. Das "Open Price Program" diente nVidia augenscheinlich dazu, einen gewissen Anteil an UVP-Karten am Markt zu garantieren. Dies wurde wohl über den Weg eines Cashbacks zugunsten der Grafikkarten-Hersteller realisiert – jene haben nachträglich von nVidia Rabatte bekommen für ihre verkauften UVP-Modelle. Wieso nVidia diesen vergleichsweise komplizierten Weg gegangen ist, ist nicht vollständig zu klären. Denkbarerweise wollte nVidia einfach nur für tatsächlich zum UVP verkaufte Karten diesen Preisnachlaß geben und eben nicht generell – weil dann nicht mehr kontrollierbar wäre, an welchen Stellen die Grafikkarten-Hersteller sich diesen Rabatt in die eigene Tasche gesteckt und trotzdem am Markt höhere Preise verlangt hätten. Wie auch immer, das OPP-Programm hatte zumindest zu diesem (positiven) Effekt geführt, dass nachdem der Überbedarf zum Launchtermin etwas abgebaut war, die Listenpreise bzw. UVPs auch wirklich im Einzelhandel angekommen sind.
Deswegen gab es anscheinend "behind the scenes" ein sogenanntes OPP-Programm, um die Preise gerade von diesen UVP-Karten aktiv zu beeinflussen. Ich habe versucht über verschiedene Kontakte rauszufinden, was dieses OPP-Programm eigentlich heißt. Mir konnte keiner sagen, was genau das ist, aber ich habe es mir zumindest mal von zwei Quellen bestätigen lassen, dass es dieses OPP-Programm tatsächlich gab, bis vor ein paar Tagen. Man könnte das OPP als eine Art "Cashback-Programm" bezeichnen, mit dem nVidia versucht hat künstlich diesen Preis am Markt durchzusetzen. Also, dass es tatsächlich Karten am Markt gibt, die zu UVP verfügbar sind. Soweit ich weiß, waren noch alle großen Partner Teil davon, weil ansonsten wäre es technisch gar nicht möglich gewesen überhaupt solche Karten zu der UVP anzubieten, wie nVidia das haben wollte.
Quelle: der8auer @ YouTube am 23. Januar 2026
Allerdings hat nVidia jenes OPP-Programm in den letzten Tagen wohl gestrichen, was für den der8auer (sowie manche Berichterstattung hierzu) ein großer Aufreger ist, sich aber eigentlich ganz automatisch ergibt. Denn mit der laufenden Speicherkrise sind nVidias Listenpreise einfach nicht mehr einzuhalten, gehen die Grafikkarten-Preise jetzt schon nach oben und werden demnächst auch nicht mehr sinken (sondern eher weiter steigen). Der hierbei bestimmmende Punkt ist nicht böser Wille seitens nVidia, sondern vielmehr die höheren Speicherkosten, welche nVidia natürlich nur durchreichen kann (wie auch AMD & Intel bei ihren Grafikkarten). Ein internes Programm, welches den Grafikkarten-Herstellern die Differenz zur UVP ausgleicht, passt da natürlich überhaupt nicht mehr, dessen Kalkulation ist mit den steigenden Speicherpreisen klar über Bord geworfen, das Programm kann logischerweise (vorerst) nicht mehr weitergeführt werden. Nebenbei dürfte dies zu Zeiten des letzten Cryptomining-Hypes anno 2021/22 nicht viel anders gewesen sein, insofern das OPP-Programm auch dann schon existiert haben sollte.
Was man an dieser Stelle anmängeln könnte, sind die mit den höheren Einzelhandelspreisen für Grafikkarten einhergehenden unrealistischer werdenden Listenpreis bzw. UVPs. Andererseits sind Listenpreise nicht dafür da, kurzfristige Marktschwankungen oder aber singuläre Ereignisse wiederzugeben, jene beziehen sich zudem primär auf den (nunmehr vergangenen) Launchzeitpunkt. Wollte nVidia seine Grafikkarten-Listenpreise wirklich der Speicherkrise anpassen, würde es nachfolgend monatlich neue Listenpreise geben müssen – und zwar zuerst auf der steigenden Schiene und später dann auch wieder auf der fallenden Schiene. In der Praxis drücken sich die Hersteller gern davor, Produkte offiziell teurer zu machen, ergo wird dies nicht passieren. Was am Markt letztlich geschehen wird, hat der8auer hingegen gut beschrieben: Die GeForce RTX 5070 Ti dürfte mangels Nachlieferungen uninteressant teuer werden, die GeForce RTX 5080 hingegen laut Industriekreisen auf demnächst 1400-1500 Euro im Einzelhandel hochgehen. Auslöser dafür ist aber weniger, dass das OPP-Programm gestrichen wurde – vielmehr musste jenes gestrichen werden, weil die Speicher-Einkaufssituation ein solches Programm nicht mehr zugelassen hat.
Es ist nicht so, dass die 5070 Ti nicht mehr existieren wird, aber es ist einfach so, dass nVidia, sag mal, eine dreifache Preiserhöhung bei der 5080 durchführt. Das erstmal hat man das OPP-Programm gestrichen. Das heißt, UVP-Karten sind generell erstmal vom Tisch. Die ganzen Partner werden ihre Karten teurer machen müssen, weil es sonst finanziell keinen Sinn ergibt. Dann liefert nVidia hauptsächlich nur noch die Bundles für eine 5080, denn auf beiden Karten, sowohl 5070 Ti als auch 5080, die teilen sich ja die GPU. Da habt ihr eine GB203 drauf und wenn die Yieldrate, also die Ausbeute bei der Produktion bei dem Chip sehr sehr gut ist, macht es natürlich mehr Sinn, die alle in 5080 GPUs zu stopfen, weil man an der 5080 einfach mehr verdient als einer 5070 Ti. Und wenn diese Karte deswegen auch einfach nicht mehr verfügbar ist oder kaum mehr verfügbar ist, dann werden natürlich mehr Leute eine 5080 kaufen. Und wenn dann nVidia auch noch die Preise unproportional anhebt, was die Speichergeschichte betrifft, dann wird's plötzlich sehr, sehr teuer. Und in der Industrie rechnet man damit, dass eine 5080 in den nächsten Wochen im Schnitt 1400 bis 1500 Euro kosten wird.
Quelle: der8auer @ YouTube am 23. Januar 2026
VideoCardz leaken die Spezifikationen für den Strix-Halo-Refresh "Gorgon Halo", welcher dann innerhalb der "Ryzen AI 400" Prozessoren-Serie laufen wird. Wie aber schon bei den bisherigen Ryzen-AI-400-Modellen, gibt es hier nichts anderes als minimale Taktraten-Aufschläge, oftmals sogar gänzlich unveränderte Spezifikationen gegenüber den Vorgängern aus der Ryzen-AI-300-Serie. Möglicherweise gibt es noch einen leicht verbesserten Speichersupport oder/und Veränderungen bei der NPU, aber wirklich unterschiedlich ist Gorgon Halo gegenüber Strix Halo damit natürlich nicht. Trotz der nunmehr schon vorliegenden Modell-Daten soll Gorgon Halo allerdings erst zur Jahresmitte vorgestellt werden mit einer realen Verfügbarkeit Richtung viertes Quartal – ziemlich spät, wenn AMD zum Jahresstart 2027 dann schon die Zen-6-basierten APUs vorstellen wollte (was aufgrund dieser Entwicklung somit wieder leicht in Frage steht).
| AMD Gorgon Halo | Kerne | P-Takt | L2+L3 | iGPU | Differenz zum Vorgänger |
|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen AI Max+ 495 | 16C/32T | ?/5.2 GHz | 16+64 MB | Radeon 8060S, 40 CU @ ≤3.0 GHz | Ryzen AI Max+ 395: +100 MHz Boost, +100 MHz iGPU |
| Ryzen AI Max+ 492 | 12C/24T | ?/5.0 GHz | 12+64 MB | Radeon 8060S, 40 CU @ ≤2.9 GHz | Ryzen AI Max+ 392: keine echte Differenz |
| Ryzen AI Max 490 | 12C/24T | ?/5.0 GHz | 12+64 MB | Radeon 8050S, 32 CU @ ≤2.9 GHz | Ryzen AI Max 390: +100 MHz iGPU |
| Ryzen AI Max+ 488 | 8C/16T | ?/5.0 GHz | 8+32 MB | Radeon 8060S, 40 CU @ ≤2.9 GHz | Ryzen AI Max+ 388: keine echte Differenz |
| Ryzen AI Max 485 | 8C/16T | ?/5.0 GHz | 8+32 MB | Radeon 8050S, 32 CU @ ≤2.8 GHz | Ryzen AI Max 385: keine echte Differenz |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||
Twitterer 'Huang514613' berichtet in zwei Meldungen – Tweet #1 und Tweet #2 – über erste Produktkennzeichnungen seitens Lenovo, welche sich auf die nVidia/MediaTek-Chips N1 & N1X beziehen. Augenscheinlich bereitet Lenovo hiermit also 3x N1X und 4x N1 innerhalb seiner bekannten Notebook-Serien Ideapad, Legion und Yoga vor, was dann das erste praktische Lebenszeichen dieser nVidia/MediaTek-SoCs darstellt. Sinngemäß ist es ein nVidia-Chip, da nVidia für den größten Teil des Designs verantwortlich ist, in der Praxis kommt aber zumindest der CPU-Part von MediaTek und wird dies im Endkundenmarkt wohl auch allein von MediaTek vermarktet werden. nVidia selber hält sich da wohl raus, vermutlich auch weil der Endkundenmarkt an Notebook-Prozessoren nun nicht unbedingt den ("leicht" gestiegenen) Margenerwartungen bei nVidia entspricht. Weiterhin offen bleiben der konkrete Termin (von Q1 bis Q3 ist noch alles möglich) und auch die gebotenen Technik: Zwar soll N1X letztlich dem GB10-Chip entsprechen, aber wieviel dessen Hardware dann tatsächlich für N1X im Laptop freigegeben wird, ist weiterhin unbekannt.
| nVidia "N1E" | nVidia N1 | nVidia N1X/GB10 | |
|---|---|---|---|
| Datengrundlage | eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T4000 einem extra Chip "N1E" entsprechen (und damit nicht einen reinen Salvage von N1 darstellen) | eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T5000 "N1" entsprechen | nVidia-Aussagen |
| CPU-Teil | 14C ARM Neoverse V3AE, 16 MB L3 | 20C ARM (10x Cortex X925 + 10x Cortex A725), 32 MB L3, 16 MB L4 | |
| GPU-Teil | 12-16 SM (Blackwell, 1536-2048 FP32, 64 Tensor-Cores) | 20-24 SM (Blackwell, 2560-3072 FP32, 96 Tensor-Cores) | 48 SM (Blackwell, 6144 FP32, 24 MB L2) |
| Speicherinterface | 256-bit LPDDR5X | 256-bit LPDDR5X | 256-bit LPDDR5X |
| TDP | ≤70W | ≤130W | ≤140W |
| Produkte | Jetson T4000 (12C, 12 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks | Jetson T5000 (14C, 20 SM), Jetson AGX Thor (14C, 20 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks | DGX Spark (20C, 48 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks |
| Hinweis: basierend auf offiziellen Angaben (sofern verfügbar), ansonsten jedoch mit eigenen Annahmen aufgefüllt | |||