26

News des 26. Januar 2026

Mit dem Montag gab es den ersten Schwung an (unabhängigen) Testberichten zu Intels "Panther Lake" (Linkliste nachfolgend). Zu beachten wären hierbei allerdings zwei Punkte: Erstens durfte am Montag nur das Spitzenmodell "Core Ultra X9 388H" getestet werden, um natürlich Panther Lake ins bestmögliche Licht zu rücken. Die Tests zu den anderen PTL-Modellen werden dann am Dienstag nachfolgen, hoffentlich legen die Hardwaretester hier einen ähnlichen Elan an den Tag wie eben beim Core Ultra X9 388H. Und zweitens gab es ausschließlich dasselbe Notebook im Test, das Asus Zenbook Duo (2026) – ein absolutes Spitzengerät zu einem entsprechend hohen Preispunkt von ca. 2600 Euro. Damit fehlt den jetzt vorliegenden Tests ein wenig die Variabilität, welche für das Notebook-Segment sehr üblich ist. Zugleich ist jenes Asus-Modell auf Prozessoren-Seite auch teilweise höher als Intels Vorgaben angesetzt: Intel definiert jenen Prozessor mit einer PBP/PL1 von 25 Watt, die MTP/PL2 darf je nach Gusto des Notebook-Herstellers 65 oder 80 Watt betragen. Asus hingegen benutzt eine PBP/PL1 von gleich 46 Watt sowie eine MTP/PL2 von 64 Watt – liegt unter Dauerlast ergo deutlich über Intels Vorgabe und bei kurzfristiger Last am unteren Ende selbiger.

Intel Panther Lake Kerne P-Takt L3 iGPU Speichersupport PBP/PL1 MTP/PL2
Core Ultra X9 388H 4P+8E+4LPE/16T 2.1/5.1 GHz 18 MB Arc B390: 12 Xe3 @ ≤2.5 GHz LPDDR5X/9600 25W 65/80W *
Core Ultra 9 386H 4P+8E+4LPE/16T 2.1/4.9 GHz 18 MB "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.5 GHz LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 25W 65/80W *
Core Ultra X7 368H 4P+8E+4LPE/16T 2.0/5.0 GHz 18 MB Arc B390: 12 Xe3 @ ≤2.5 GHz LPDDR5X/9600 25W 65/80W *
Core Ultra 7 366H 4P+8E+4LPE/16T 2.0/4.8 GHz 18 MB "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.5 GHz LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 25W 65/80W *
Core Ultra X7 358H 4P+8E+4LPE/16T 1.9/4.8 GHz 18 MB Arc B390: 12 Xe3 @ ≤2.5 GHz LPDDR5X/9600 25W 65/80W *
Core Ultra 7 356H 4P+8E+4LPE/16T 1.9/4.7 GHz 18 MB "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.45 GHz LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 25W 65/80W *
Core Ultra 5 338H 4P+4E+4LPE/12T 1.9/4.7 GHz 18 MB Arc B370: 10 Xe3 @ ≤2.4 GHz LPDDR5X/8533 25W 65/80W *
Core Ultra 5 336H 4P+4E+4LPE/12T 1.9/4.6 GHz 18 MB "Intel Graphics": 4 Xe3 @ ≤2.3 GHz LPDDR5X/8533 oder DDR5/7200 25W 65/80W *
* MTP/PL2 bei den größeren Panther-Lake-Modellen konfigurierbar für die Notebook-Hersteller

Darüber könnte man jetzt diskutieren, aber rein praktisch sagen die Erfahrungswerte, dass zumindest die Spitzenmodelle kaum nur mit 25 Watt Dauerlast in den Markt entlassen werden dürften, jedenfalls nicht in der Klasse ernsthafter Notebooks (sprich außerhalb der Ultrabook-Modelle). Die von Asus gewählten 46 Watt PBP/PL1 sind also dennoch praktisch in Ordnung, da vermutlich von vielen Notebooks mit Core Ultra X9 388H derart gewählt. Bei den kleineren und mittleren PTL-Modellen könnte dies dann wieder anders laufen, dort sind vermutlich eher einmal PBP/PL1-Settings nahe an der Intel-Vorgabe erwartbar. Ergo kann man die aktuellen Tests wirklich nur auf eben jenen Core Ultra X9 388H beziehen, das ganze ergibt keine zweckmäßige Aussage zur Breite des Panther-Lake-Portfolios (jene erfolgt hoffentlich mit den entsprechenden Tests vom Dienstag). Rechnet man diese gewissen Einschänkungen ein, kommt das Panther-Lake-Spitzenmodell natürlich ziemlich gut heraus, wird selbiges eigentlich breit gelobt – insbesondere für die Akkulaufzeit sowie die iGPU-Performance. Letztere werden von ComputerBase und Notebokcheck besonders klar herausgearbeitet, wobei sich bislang alle Anzeichen aus den Vorserien-Tests bestätigen. Trotzdem dürfte interessant werden, wie sich die Panther-Lake-iGPU auf den (spezifikationsgerechten) 25 Watt PBP/PL1 schlägt bzw. ob es hierzu überhaupt Tests geben wird.

CPU+GPU Notebook TDP Spiele
Strix Halo Ryzen AI Max+ 395 + Radeon 8060S Asus ROG Flow Z13 GZ302EA-RU073W 70W + 80W 165%
Ada Lovelace #1 Core Ultra 7 155H + GeForce RTX 4050 Laptop Lenovo Yoga Pro 7 14IMH9 70/75W + 45+15W 140%
Ada Lovelace #2 Core Ultra 7 155H + GeForce RTX 4050 Laptop Dell XPS 14 2024 OLED 30/64W + 30W 110%
Panther Lake Core Ultra X9 388H + Arc B390 Asus ZenBook Duo UX8407AA 46/64W 100%
Strix Point Ryzen Z2 Extreme + AMD Radeon 890M Asus ROG Xbox Ally X (Handheld) 35/55W 70%
Lunar Lake Core Ultra 7 258V + Arc Graphics 140V Lenovo ThinkPad X1 2-in-1 Gen 10 20/39W 63%
gemäß den Benchmarks von Notebookcheck unter 7 Spiele-Titeln

VideoCardz zeigen die Daten zu zwei Pro-Ausführungen auf Basis des Intel BMG-G31 Grafikchips der "Battlemage"-Generation. Wie zuletzt schon die Gerüchteküche vermeldet hatte, handelt es sich hierbei um Arc Pro B65 und B70, beiderseits mit 256-Bit-Speicherinterface und somit 32 GB GDDR6-Speicher, aber abweichend in der Anzahl der freigeschalteten Shader-Cluster: Bei Arc B65 sind es nur deren 20, bei Arc B70 hingegen die vollen 32 Xe2-Kerne des zugrundeliegenden Grafikchips. Hinzu wird der Ausschnitt aus einer Intel-Unterlage gezeigt, welche einen Start noch im ersten Quartal 2026 verspricht. Hierzu fügt Twitterer Bionic_Squash noch hinzu, dass der Launch dieser beiden Pro-Grafikkarten wohl zusammen mit der Ankündigung des Arrow-Lake-Refreshs abgehandelt werden soll, beides dürfte eher zum Quartalsende hin passieren. Weiterhin nichts neues gibt es hingegen zu Consumer-Lösungen auf Basis des BMG-G31 Grafikchips, welche sich Intel aufgrund der GDDR-Knappheit womöglich (vorerst) sparen könnte.

VideoCardz berichten zudem über in China aufgetauchte AMD-Bundles von Ryzen 7 9850X3D, zusammen mit Speicher & Kühler. Hiermit gibt es 2x 16GB V-Color Manta Infinite DDR5/6000 sowie einen Cooler Master Hyper 612 Apex, das ganze hat derzeit einen Wert von ca. 1100 Dollar. Denkbarerweise ist dies AMDs Weg, um in der laufenden Speicherkrise Umrüster auf den Sockel AM5 (und damit DDR5-Speicher) irgendwie zu unterstützen. Von den galoppierenden Speicherpreisen dürfte sich AMD zwar auch nicht wirklich freimachen können, aber vielleicht hat man einen Weg gefunden, zumindest zeitweise eine gewisse Preisstabilität zu finden – auf hohem Preisniveau natürlich. Zugleich gehen mit einem solchen Bundle dann natürlich noch größere Umsatzanteile durch AMDs Bücher, buchhalterisch ist das ganze immer ein Vorteil. Ob die Bundle-Form dann wirklich günstiger als die Marktangebote sind, muß sich allerdings in der Praxis erweisen, derzeit gibt es noch keinen AMD-Preis für dieses Bundle und bleibt unsicher, ob jenes nicht vielleicht ein China-exklusives Angebot darstellt.

Die Marktforscher von TrendForce geben eine erste Prognose zum Notebook-Markt des ersten Quartals 2026 ab – und jene ist mit –14,8% gegenüber dem Vorquartal doch schwer negativ. Für das Gesamtjahr sieht TrendForce (derzeit) ein Minus von –9,4% am Notebook-Markt, bedeutet die weiteren Jahresquartale fallen gemäß deren Prognose nicht ganz so schlimm wie jenes erste Quartal aus. In diesem ersten Quartal gibt es sicherlich eine gewisse Käuferzurückhaltung aus zweierlei Sicht: Erstens das Abwarten auf das tatsächliche Markterscheinen der neuen Notebook, gerade jene mit Panther-Lake-Unterbau – und zweitens aber auch ein generell schwacher Markt wegen der nun eintretenden Preiserhöhungen auch bei Komplett-PCs und Notebooks. Selbige spiegeln sich dann ganz besonders bei neuen Geräten deutlicher wieder als bei älteren, die teilweise noch Lagerware sind und daher zu früheren Komponentenpreisen produziert wurden. So gesehen ist die restliche Jahresprognose von TrendForce sogar regelrecht optimistisch, denn viele Preisaufschläge kommen erst noch zu diesen Komplett-Geräten und dürften die Kauflaune insbesondere im weiteren Jahresverlauf eher weiter reduzieren.

PS in eigener Sache: Die gestrige Gegenüberstellung der Wertungen der Testberichte zu DLSS 4.5 wurde bei WCCF Tech noch um deren Einschätzung des Vergleichs DLSS 4.5 zu DLSS4 ergänzt.