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News des 26./27. November 2022

Die PC Games Hardware berichtet über ein kurzzeitig beim Einzelhändler 'Alternate' zu sehendes Angebot zur GeForce RTX 4080 für unterhalb der UVP – im genauen für 1449 Euro, sprich auch nur 20 Euro besser als die UVP (1469 Euro). Jenes Angebot scheint inzwischen schon wieder entschwunden zu sein, war eventuell nur bedingt durch Black Friday oder ersten Advent. Normalerweise sind diese 20 Euro unter UVP auch keine große Meldung wert, gerade wenn derzeit der Dollar/Euro-Wechselkurs etwas günstiger ist als zur UVP-Festsetzung und damit jetzt nachgeorderte Karten ganz automatisch günstiger beim Distributor und im Einzelhandel ankommen als zum Marktstart der GeForce RTX 4080 (insofern es denn überhaupt Nachbestellungen zu dieser Karte geben sollte).

16. Okt. 22. Nov. 24. Nov. 27. Nov.
GeForce RTX 4090 2300-2650€ 2190-2500€ 2220-2500€ 2180-2500€
GeForce RTX 4080 - 1500-1600€ 1470-1550€ 1460-1550€
lieferbare Händlerpreise gemäß Geizhals, ohne eBay-Angebote

Der springende Punkt an dieser Meldung ist wohl eher, dass sich preislich bei der GeForce RTX 4080 zwar eine gewisse Tendenz ergibt, die absolute Höhe der Preisbewegung jedoch arg mager bleibt – so als würde jemand auf der grundsätzlichen Preislage draufsitzen. Durchaus denkbar, dass nVidia die Konditionen für die Grafikkarten-Hersteller und den Handel derart gestaltet hat, dass zum aktuellen Stand keine großen Preissenkungen zur GeForce RTX 4080 möglich sind. Hierzu existiert bekannterweise das Gerücht, nVidia hätte die Preislagen der RTX40-Beschleuniger bewußt derart hoch angesetzt, um zuerst einmal die noch in der Lieferkette vorhandenen RTX30-Beschleuniger abzuverkaufen. Ohne dass sich dieses Gerücht belegen oder widerlegen lassen würde, passt es gut zur aktuellen Marktsituation, in welcher durchaus RTX30-Karten abgesetzt werden, im RTX40-Feld sich hingegen nur die GeForce RTX 4090 verkauft, während die GeForce RTX 4080 wie ein Stein in den Regalen liegt.

Vermutlich kann dann aber auch allein nVidia diese Situation auflösen. Die Grafikkarten-Hersteller und Händler können wahrscheinlich (bei weitem) nicht genügend Nachlässe bieten, um die GeForce RTX 4080 auf einen gangbaren Preispunkt herunterzubringen. Irgendwann muß nVidia hier die Zügel lösen und alles ab GeForce RTX 4080 (und kleiner) dann stark preissenken (was erneut nachträgliche Rabatte auf bereits existierende Lagerware bedeutet). Je später dies passiert, um so mehr RTX40-Karten stehen dann allerdings bereits zum unpassenden Preispunkt im Markt, für den Januar 2023 droht diesbezüglich die GeForce RTX 4070 Ti (mit der Hardware der gestrichenen GeForce RTX 4080 12GB) für 899 Dollar Listenpreis. nVidia versaut sich hier sehenden Augens diese Launches und mit der Zeit auch seinen Ruf – nur um derzeit die RTX40-Preislagen auf einem sowieso nicht langfristig durchzuhaltenden Stand obenzuhalten. Und je stärker die Gewißheit wächst, dass da später noch eine substantielle RTX40-Preissenkung kommen muß, um so weniger verkaufen sich vorher GeForce RTX 4080 und kleiner.

Hardware 4K Perf. Listenpreis
GeForce RTX 4090 AD102, 128 SM @ 384 Bit, 24 GB GDDR6X 640% $1599
GeForce RTX 4080 AD103, 76 SM @ 256 Bit, 16 GB GDDR6X 484% $1199
GeForce RTX 4070 Ti AD104, 60 SM @ 192 Bit, 12 GB GDDR6X ? angebl. $899
GeForce RTX 4070 AD104, ~50 SM @ 160-192 Bit, 10-12 GB GDDR6X ? vermtl. $700-800
GeForce RTX 4060 Ti AD106, 36 SM @ 128 Bit, 8 GB GDDR6(X) ? vermtl. $500-600
GeForce RTX 4060 AD106, ~30 SM @ 128 Bit, 8 GB GDDR6(X) ? vermtl. $400-500
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basierend auf Gerüchten & Annahmen.

WCCF Tech bringen (angebliche) Termine zu Intels "Sapphire Rapids" HEDT-Prozessoren, welche bei Intel in Zukunft unter "Xeon Workstation" ("Xeon WS") laufen werden. Danach soll die komplette "Fishhawk Falls" Plattform Mitte Februar 2023 (7. Kalenderwoche) vorgestellt und im April 2023 in den Handel gebracht werden. Angesichts des langsamen Anlaufens von "Sapphire Rapids" im Server-Bereich ist dies erstaunlich früh – aber wenigstens geht man damit der nächsten Threadripper-Generation weit aus dem Weg, welche eher erst Richtung Herbst/Ende 2023 antreten soll. Zudem muß Intel hierbei auch keinen ganz großen Nachfrage-Ansturm fürchten, sprich dürfte sich dies von der Fertigungsmenge her wohl schultern lassen. Passend hierzu haben Tom's Hardware ein erstes Händlerangebot zu einem W790-Mainboard erspäht, welches mit umgerechnet ~930 Euro jedoch kaum Hoffnung auf wirklich preisgünstige Angebote ergibt.

Shortcuts: Über eine weitere Vorablistung berichten VideoCardz: Danach wird der Core i9-13900KS in Kanada um +22% teurer als der Core i9-13900K angeboten. Dies könnte für das im Frühjahr 2023 zu erwartende neue Spitzenmodell auf einen Listenpreis von ~720 Dollar hinauslaufen, in Euroland dann ungefähr 850-870€. Weiterhin VideoCardz notieren einen nochmals günstigeren Straßenpreis für den Ryzen 9 7900X mit derzeit 440 Dollar – zuletzt waren 474 Dollar das beste Angebot. An der hiesigen Preislage hat sich leider nichts mehr geändert, dies scheint dann wohl ein auf die USA begrenzter Tiefstpreis zu sein. Und letztlich nochmals VideoCardz vermelden erste Händlernotierungen zu Ryzen 7 7700 und Ryzen 9 7900, den non-X- und 65-W-Modellen der Ryzen-7000-Serie. Wertbare Preisnotierungen gibt es hierbei noch nicht, die frühe Existenz dieser Notierungen könnte aber auf einen zeitiger als erwarteten Marktstart hindeuten – womöglich schon mit der CES Anfang Januar 2023.

PS in eigener Sache:
Seit Montag morgen streikt leider das 3DCenter-Forum (welches auf einem eigenen Server liegt). Was da das Problem ist, ist dato noch nicht ganz klar und wird derzeit untersucht. Wir bitten um Entschuldigung und Geduld.
PS2: Das Forum läuft wieder!