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News des 30. Mai 2011

nVidia hat im Rahmen der Computex mit der GeForce GTX 560M eine neue Mobile-Lösung vorgestellt, welche die bisher leistungsfähigste Grafiklösung der GeForce 500M Serie darstellt. Untypischerweise tastet sich nVidia im Mobile-Segment derzeit von unten nach oben: Die (schwächeren) GeForce GT 5xxM Lösungen waren schon vorher im Markt, während es an der Mobile-Leistungsspitze bei nVidia derzeit immer noch nur GeForce 400M Lösungen zu kaufen gibt. Zwar gilt gerade bei nVidia, daß es zwischen den DirectX11-Generationen GeForce 400/M und GeForce 500/M keine technologischen Unterschiede gibt – allerdings basiert die GeForce 500/M Generation auf den neueren GF11x-Grafikchips mit geringerem Stromverbrauch (bei gleicher Performance), was inbesondere im Mobile-Bereich ein handfester Vorteil und daher eigentlich Anlaß dafür sein sollte, so schnell wie möglich die GeForce 400M Serie durch die GeForce 500M Serie zu ersetzen.

Technik max. Taktraten Desktop-Vergleich
GeForce GTX 560M GF116 mit 192 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 24 ROPs und 192 Bit DDR Speicherinterface 775/1550/1250 MHz in etwa wie GeForce GTS 450
GeForce GT 555M GDDR5 GF116 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 16 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface 753/1506/1569 MHz grob wie GeForce GT 440 GDDR5
GeForce GT 555M DDR3 GF116 mit 144 Shader-Einheiten, 24 TMUs, 24 ROPs und 192 Bit DDR Speicherinterface 590/1180/900 MHz grob wie GeForce GT 440 GDDR5
GeForce GT 550M GF118 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 4 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface 740/1480/900 MHz minimal schneller als GeForce GT 430
GeForce GT 540M GF118 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 4 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface 672/1344/900 MHz minimal langsamer als GeForce GT 430
GeForce GT 525M GF118 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 4 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface 600/1200/900 MHz etwas langsamer als GeForce GT 430
GeForce GT 520MX GF119 mit 48 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs und 64 Bit DDR Speicherinterface 900/1800/800 MHz grob wie GeForce GT 520
GeForce GT 520M GF119 mit 48 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs und 64 Bit DDR Speicherinterface 740/1480/800 MHz etwas langsamer als GeForce GT 520

Die jetzt vorgestellte GeForce GTX 560M bietet dabei ein sehr zwiespältiges Performance-Bild: Verglichen mit dem Desktop-Segment leistet eine GeForce GTX 560M gerade einmal das, was eine GeForce GTS 450 kann – und die Karte ist auf dem Desktop inzwischen (berechtigt) bei unter 80 Euro angekommen. Der Mobile-Name "GeForce GTX 560M" klingt da natürlich viel besser, Namen sind jedoch im Mobile-Segment (bei beiden Grafikchip-Entwicklern) komplett Schall und Rauch. Andererseits benötigte nVidia für eine der GeForce GTS 450 nur etwas überlegenene Performance im Mobile-Segment bisher die GF100-basierenden Lösungen GeForce GTX 470M & 480M – so gesehen ist die auf dem wesentlich kleineren GF116-Chip basierte GeForce GTX 560M ein geradezu dramatischer Fortschritt.

Nach wie vor ist aber das, was beide Grafikchip-Entwickler im Mobile-Segment bieten, nicht wirklich als gutklassig zu bezeichnen: Beide Mobile-Portfolios sind gekennzeichnet durch eine Masse an performanceschwachen Lösungen mit toller Namensgebung – und die Lösungen an der Angebotsspitze, welche wenigstens eine gewisse Performance auf die Waage bringen, haben dann unchristliche Preispunkte und kommen daher zumeist nur in teuren HighEnd-Notebooks zum Einsatz. Wenn man es jedoch auf dem bezahlbaren Rahmen beschränkt, dann gibt es im Mobile-Segment einfach keine wirklich leistungsfähigen Lösungen – es geht kaum überhalb die Leistungsklasse einer Radeon HD 5570 oder GeForce GT 440, was im Desktop-Segment niemand als echte "Gamer-Lösung" bezeichnen würde.

AnandTech liefern im Rahmen ihrer Computex-Berichterstattung handfeste Gründe für die Bulldozer-Verschiebung: Danach sollen die B0- und B1-Stepping von Bulldozer "Performance-Probleme" aufweisen – was schlicht bedeutet, daß man in der Massenfertigung mit diesen Steppings nicht auf die angepeilten Taktraten kommt. Demzufolge legt AMD derzeit das B2-Stepping auf, was natürlich etwas Zeit kostet und somit Bulldozer wie bekannt nach hinten verschiebt. Die andere neue AMD-Architektur Llano scheint dagegen plangemäß anzutreten und kommt somit nun doch vor Bulldozer zum Zug. Allerdings will AMD bei Llano zuerst einmal das Mobile-Segment beliefern – und in der Tat ist es auffällig, daß es schon einige Mainboards mit AM3+ Sockel für Bulldozer zu sehen gibt, Mainboards mit dem Llano-Sockel FM1 dagegen noch arg selten sind.

nVidia hat im Rahmen der Computex mit der GeForce GTX 560M eine neue Mobile-Lösung vorgestellt, welche die bisher leistungsfähigste Grafiklösung der GeForce 500M Serie darstellt. Untypischerweise tastet sich nVidia im Mobile-Segment derzeit von unten nach oben: Die (schwächeren) GeForce GT 5xxM Lösungen waren schon vorher im Markt, während es an der Mobile-Leistungsspitze bei nVidia derzeit immer noch nur GeForce 400M Lösungen zu kaufen gibt. Zwar gilt gerade bei nVidia, daß es zwischen den DirectX11-Generationen GeForce 400/M und GeForce 500/M keine technologischen Unterschiede gibt - allerdings basiert die GeForce 500/M Generation auf den neueren GF11x-Grafikchips mit geringerem Stromverbrauch (bei gleicher Performance), was inbesondere im Mobile-Bereich ein handfester Vorteil und daher eigentlich Anlaß dafür sein sollte, so schnell wie möglich die GeForce 400M Serie durch die GeForce 500M Serie zu ersetzen.





Technik
max. Taktraten
Desktop-Vergleich





GeForce GTX 560M
GF116 mit 192 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 24 ROPs und 192 Bit DDR Speicherinterface
775/1550/1250 MHz
in etwa wie GeForce GTS 450



GeForce GT 555M GDDR5
GF116 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 16 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface
753/1506/1569 MHz
grob wie GeForce GT 440 GDDR5



GeForce GT 555M DDR3
GF116 mit 144 Shader-Einheiten, 24 TMUs, 24 ROPs und 192 Bit DDR Speicherinterface
590/1180/900 MHz
grob wie GeForce GT 440 GDDR5



GeForce GT 550M
GF118 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 4 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface
740/1480/900 MHz
minimal schneller als GeForce GT 430



GeForce GT 540M
GF118 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 4 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface
672/1344/900 MHz
minimal langsamer als GeForce GT 430



GeForce GT 525M
GF118 mit 96 Shader-Einheiten, 16 TMUs, 4 ROPs und 128 Bit DDR Speicherinterface
600/1200/900 MHz
etwas langsamer als GeForce GT 430



GeForce GT 520MX
GF119 mit 48 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs und 64 Bit DDR Speicherinterface
900/1800/800 MHz
grob wie GeForce GT 520



GeForce GT 520M
GF119 mit 48 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs und 64 Bit DDR Speicherinterface
740/1480/800 MHz
etwas langsamer als GeForce GT 520





Die jetzt vorgestellte GeForce GTX 560M bietet dabei ein sehr zwiespältiges Performance-Bild: Verglichen mit dem Desktop-Segment leistet eine GeForce GTX 560M gerade einmal das, was eine GeForce GTS 450 kann - und die Karte ist auf dem Desktop inzwischen (berechtigt) bei unter 80 Euro angekommen. Der Mobile-Name "GeForce GTX 560M" klingt da natürlich viel besser, Namen sind jedoch im Mobile-Segment (bei beiden Grafikchip-Entwicklern) komplett Schall und Rauch. Andererseits benötigte nVidia für eine der GeForce GTS 450 nur etwas überlegenene Performance im Mobile-Segment bisher die GF100-basierenden Lösungen GeForce GTX 470M & 480M - so gesehen ist die auf dem wesentlich kleineren GF116-Chip basierte GeForce GTX 560M ein geradezu dramatischer Fortschritt.

Nach wie vor ist aber das, was beide Grafikchip-Entwickler im Mobile-Segment bieten, nicht wirklich als gutklassig zu bezeichnen: Beide Mobile-Portfolios sind gekennzeichnet durch eine Masse an performanceschwachen Lösungen mit toller Namensgebung - und die Lösungen an der Angebotsspitze, welche wenigstens eine gewisse Performance auf die Waage bringen, haben dann unchristliche Preispunkte und kommen daher zumeist nur in teuren HighEnd-Notebooks zum Einsatz. Wenn man es jedoch auf dem bezahlbaren Rahmen beschränkt, dann gibt es im Mobile-Segment einfach keine wirklich leistungsfähigen Lösungen - es geht kaum überhalb die Leistungsklasse einer Radeon HD 5570 oder GeForce GT 440, was im Desktop-Segment niemand als echte "Gamer-Lösung" bezeichnen würde.

AnandTech liefern im Rahmen ihrer Computex-Berichterstattung handfeste Gründe für die Bulldozer-Verschiebung: Danach sollen die B0- und B1-Stepping von Bulldozer "Performance-Probleme" aufweisen - was schlicht bedeutet, daß man in der Massenfertigung mit diesen Steppings nicht auf die angepeilten Taktraten kommt. Demzufolge legt AMD derzeit das B2-Stepping auf, was natürlich etwas Zeit kostet und somit Bulldozer wie bekannt nach hinten verschiebt. Die andere neue AMD-Architektur Llano scheint dagegen plangemäß anzutreten und kommt somit nun doch vor Bulldozer zum Zug. Allerdings will AMD bei Llano zuerst einmal das Mobile-Segment beliefern - und in der Tat ist es auffällig, daß es schon einige Mainboards mit AM3+ Sockel für Bulldozer zu sehen gibt, Mainboards mit dem Llano-Sockel FM1 dagegen noch arg selten sind.