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News des 21. September 2011

SemiAccurate behaupten, nVidia hätte das Tape-Out zweier Kepler-Chips erfolgreich hinter sich gebracht – doch keiner von diesen soll der GK100-Chip, sprich das Spitzenmodell sein. Jene Kepler-Chips sind im übrigen nicht zu verwechseln mit den ersten 28nm-Grafikchips von nVidia, welche weiterhin Fermi-basiert sein und auch zuerst antreten werden. Bezüglich der später antretenden Kepler-Architektur soll nVidia nun zuerst den TapeOut des GK117 als angeblichen Kepler/Fermi-Hybriden ohne Displaycontroller (sehr kuriose Mischung) und damit vermutlich als reinen Testchip über die Bühne gebracht haben, gefolgt vom TapeOut des GK107 als Mainstream-Chip der Kepler-Architektur. Jener GK100 soll laut SemiAccurate bislang noch gar keinen TapeOut gehabt haben – was allerdings früheren Informationen klar widerspricht. Da SemiAccurate gerade in nVidia-Dingen nun nicht unbedingt die seriöseste Quelle ist, sollte die ganze Meldung nicht auf die Goldwaage gelegt werden, bevor es keine weitere Bestätigung aus anderer Quelle gibt.

Bei Coolaler sind erneute Vorab-Benchmarks eines Bulldozer FX-8120 Prozessors mit regulär 3.1 GHz Takt und maximal 4.0 GHz unter TurboCore aufgetaucht. Dabei wurde der Achtkern-Prozessor direkt auf 4.0 GHz übertaktet und durch einige übliche Benchmarks geschickt – die Ergebnisse sind aber erneut nicht wirklich berauschend, trotz der hohen angesetzten Taktrate. Dies kann jedoch durchaus am benutzten B2-Stepping liegen, welches wohl doch noch einige kleinere Performancebremsen enthält. Ob sich Bulldozer in seiner Auslieferungform allerdings wirklich gegenüber Sandy Bridge durchsetzen kann, steht inzwischen arg zu bezweifeln – im Prinzip alle Vorab-Benchmarks und nun auch noch die bekannte niedrige Preislage sprechen eigentlich dagegen. AMD wird mit Bulldozer wohl kleinere Brötchen backen müssen als gedacht und ist nur bis zu einem Preisbereich von ca. 220 Euro konkurrenzfähig (immerhin klar besser als jetzt bei den Phenom-Prozessoren).

3DMark06 (CPU) 3DMark Vantage (CPU) Cinebench 11.5 SuperPI 32M wPrime 32M
FX-8120
Bulldozer, 8 Kerne, 3.1 @ 4.0 GHz (TC deaktiviert)
5594
(Coolaler)
19952
(Coolaler)
6,37
(Coolaler)
1241,434 sec
(Coolaler)
9,065 sec
(Coolaler)
Core i7-3630K
Sandy Bridge E, 6 Kerne + HT, 3.2 GHz (TM deaktiviert)
  25077
(Coolaler)
9,0
(Coolaler)
679,827 sec
(Coolaler)
5,977 sec
(Coolaler)
Core i7-2600K
Sandy Bridge, 4 Kerne + HT, 3.4 GHz (TM 3.8 GHz)
6758
(Hardware-Canucks)
23644
(PC-Max)
6,88
(Bit-Tech)
559,963 sec
(OCaholic)
7,222 sec
(Bit-Tech)
Phenom II X6 1100T
K10.5, 6 Kerne, 3.3 GHz (TC 3.7 GHz)
5917
(Hardware-Canucks)
17026
(ComputerBase)
5,89
(Overclockers)
1130,128 sec
(Overclockers)
8,312 sec
(Bit-Tech)

Daneben kristallisiert sich inzwischen heraus, wie die TurboCore-Taktfrequenzen von Bulldozer gemeint sind: AMD gibt jeweils die Taktfrequenz des "Max Turbo Boost" Modus an – welcher allerdings nur für die Hälfte der Bulldozer-Rechenkerne gilt, während die andere Hälfte der Rechenkerne in einen Schlafmodus geschickt wird. Der eher interessante "All Core Boost" Modus hat also eine niedrigere Taktfrequenz, welche jedoch anscheinend nicht spezifisch festgelegt ist, sondern sich anhand der konkreten Wärmeentwicklung und TDP-Vorgaben selber regelt. Der FX-8120 mit regulär 3.1 GHz Takt und unter TurboCore maximal 4.0 GHz wird also die vorgenannten Benchmark-Ergebnisse regulär (aka unübertaktet) nicht erreichen können, weil in der Realität die TurboCore-Funktionalität den Takt von 4.0 GHz eben nur auf vier und nicht auf allen acht Rechenkernen bieten wird.

Andererseits ist der relativ niedrige Taktgewinn bei automatischer Übertaktung gleich aller Rechenkerne auch bei Intels TurboMode vollkommen normal und dort sogar noch viel ausgeprägter: Die meisten Sandy-Bridge-Modelle bieten eine TurboMode-Übertaktung gleich aller Rechenkerne nur um 100 MHz – der offizielle TurboMode-Takt bezieht sich halt immer nur auf Turbo-Übertaktung eines Rechenkerns (Core i7-2600K mit regulär 3.4 GHz Takt: im TurboMode maximal 3.8 GHz unter einem Rechenkern, auf allen vier Rechenkernen nur maximal 3.5 GHz). AMDs TurboCore 2.0 bei den Bulldozer-Prozessoren ist da weitaus mächtiger, weil die kleinste Übertaktungsstufe immer gleich mindestens die Hälfte der Rechenkerne übertaktet, bei einem Achtkern-Bulldozer also immer gleich vier Rechenkerne. Bedauerlich ist nur, daß AMD diese leistungsfähigere Funktion zur automatischen Übertaktung nun anscheinend dafür benötigt, um überhaupt an Sandy Bridge heranzukommen – und nicht, um Sandy Bridge zu überflügeln.

WinFuture berichten über die Einschränkungen, welche Microsoft mit seiner App-Zentrierung bei Windows 8 plant: So soll dem Normalnutzer die Eigeninstallation von Apps verwehrt bleiben – installiert werden dürften nur Apps aus Microsofts eigenem App-Store (an denen Microsoft 30 Prozent mitverdienen will). Nur Unternehmen und Software-Entwickler sollen von dieser Regelung ausgenommen sein, dürfen also auch Apps aus anderer Quelle selber installieren. Dies widerspricht natürlich dem bisher durch Windows gepflegtem Gedanken von unkompliziert verfügbarer Software und spricht erneut gegen Windows 8. Andererseits steht zu vermuten, daß sich auf dem einen oder anderen Weg eine Lösung dafür ergeben wird, wie man nicht aus dem Microsoft-Store stammende Apps unter Windows 8 installieren kann. Daneben könnte zudem der fehlende freie Vertriebsweg die Programmierer kostenloser Software dazu ermutigen, beim Windows-7-Design zu bleiben und gleich gar nicht erst für Metro zu programmieren.

SemiAccurate behaupten, nVidia hätte das Tape-Out zweier Kepler-Chips erfolgreich hinter sich gebracht - doch keiner von diesen soll der GK100-Chip, sprich das Spitzenmodell sein. Jene Kepler-Chips sind im übrigen nicht zu verwechseln mit den ersten 28nm-Grafikchips von nVidia, welche weiterhin Fermi-basiert sein und auch zuerst antreten werden. Bezüglich der später antretenden Kepler-Architektur soll nVidia nun zuerst den TapeOut des GK117 als angeblichen Kepler/Fermi-Hybriden ohne Displaycontroller (sehr kuriose Mischung) und damit vermutlich als reinen Testchip über die Bühne gebracht haben, gefolgt vom TapeOut des GK107 als Mainstream-Chip der Kepler-Architektur. Jener GK100 soll laut SemiAccurate bislang noch gar keinen TapeOut gehabt haben - was allerdings früheren Informationen klar widerspricht. Da SemiAccurate gerade in nVidia-Dingen nun nicht unbedingt die seriöseste Quelle ist, sollte die ganze Meldung nicht auf die Goldwaage gelegt werden, bevor es keine weitere Bestätigung aus anderer Quelle gibt.

Bei Coolaler sind erneute Vorab-Benchmarks eines Bulldozer FX-8120 Prozessors mit regulär 3.1 GHz Takt und maximal 4.0 GHz unter TurboCore aufgetaucht. Dabei wurde der Achtkern-Prozessor direkt auf 4.0 GHz übertaktet und durch einige übliche Benchmarks geschickt - die Ergebnisse sind aber erneut nicht wirklich berauschend, trotz der hohen angesetzten Taktrate. Dies kann jedoch durchaus am benutzten B2-Stepping liegen, welches wohl doch noch einige kleinere Performancebremsen enthält. Ob sich Bulldozer in seiner Auslieferungform allerdings wirklich gegenüber Sandy Bridge durchsetzen kann, steht inzwischen arg zu bezweifeln - im Prinzip alle Vorab-Benchmarks und nun auch noch die bekannte niedrige Preislage sprechen eigentlich dagegen. AMD wird mit Bulldozer wohl kleinere Brötchen backen müssen als gedacht und ist nur bis zu einem Preisbereich von ca. 220 Euro konkurrenzfähig (immerhin klar besser als jetzt bei den Phenom-Prozessoren).





3DMark06 (CPU)
3DMark Vantage (CPU)
Cinebench 11.5
SuperPI 32M
wPrime 32M





FX-8120
Bulldozer, 8 Kerne, 3.1 @ 4.0 GHz (TC deaktiviert)
5594
(Coolaler)
19952
(Coolaler)
6,37
(Coolaler)
1241,434 sec
(Coolaler)
9,065 sec
(Coolaler)



Core i7-3630K
Sandy Bridge E, 6 Kerne + HT, 3.2 GHz (TM deaktiviert)
 
25077
(Coolaler)
9,0
(Coolaler)
679,827 sec
(Coolaler)
5,977 sec
(Coolaler)



Core i7-2600K
Sandy Bridge, 4 Kerne + HT, 3.4 GHz (TM 3.8 GHz)
6758
(Hardware-Canucks)
23644
(PC-Max)
6,88
(Bit-Tech)
559,963 sec
(OCaholic)
7,222 sec
(Bit-Tech)



Phenom II X6 1100T
K10.5, 6 Kerne, 3.3 GHz (TC 3.7 GHz)
5917
(Hardware-Canucks)
17026
(ComputerBase)
5,89
(Overclockers)
1130,128 sec
(Overclockers)
8,312 sec
(Bit-Tech)





Daneben kristallisiert sich inzwischen heraus, wie die TurboCore-Taktfrequenzen von Bulldozer gemeint sind: AMD gibt jeweils die Taktfrequenz des "Max Turbo Boost" Modus an - welcher allerdings nur für die Hälfte der Bulldozer-Rechenkerne gilt, während die andere Hälfte der Rechenkerne in einen Schlafmodus geschickt wird. Der eher interessante "All Core Boost" Modus hat also eine niedrigere Taktfrequenz, welche jedoch anscheinend nicht spezifisch festgelegt ist, sondern sich anhand der konkreten Wärmeentwicklung und TDP-Vorgaben selber regelt. Der FX-8120 mit regulär 3.1 GHz Takt und unter TurboCore maximal 4.0 GHz wird also die vorgenannten Benchmark-Ergebnisse regulär (aka unübertaktet) nicht erreichen können, weil in der Realität die TurboCore-Funktionalität den Takt von 4.0 GHz eben nur auf vier und nicht auf allen acht Rechenkernen bieten wird.


AMD Bulldozer TurboCore 2.0

Andererseits ist der relativ niedrige Taktgewinn bei automatischer Übertaktung gleich aller Rechenkerne auch bei Intels TurboMode vollkommen normal und dort sogar noch viel ausgeprägter: Die meisten Sandy-Bridge-Modelle bieten eine TurboMode-Übertaktung gleich aller Rechenkerne nur um 100 MHz - der offizielle TurboMode-Takt bezieht sich halt immer nur auf Turbo-Übertaktung eines Rechenkerns (Core i7-2600K mit regulär 3.4 GHz Takt: im TurboMode maximal 3.8 GHz unter einem Rechenkern, auf allen vier Rechenkernen nur maximal 3.5 GHz). AMDs TurboCore 2.0 bei den Bulldozer-Prozessoren ist da weitaus mächtiger, weil die kleinste Übertaktungsstufe immer gleich mindestens die Hälfte der Rechenkerne übertaktet, bei einem Achtkern-Bulldozer also immer gleich vier Rechenkerne. Bedauerlich ist nur, daß AMD diese leistungsfähigere Funktion zur automatischen Übertaktung nun anscheinend dafür benötigt, um überhaupt an Sandy Bridge heranzukommen - und nicht, um Sandy Bridge zu überflügeln.

WinFuture berichten über die Einschränkungen, welche Microsoft mit seiner App-Zentrierung bei Windows 8 plant: So soll dem Normalnutzer die Eigeninstallation von Apps verwehrt bleiben - installiert werden dürften nur Apps aus Microsofts eigenem App-Store (an denen Microsoft 30 Prozent mitverdienen will). Nur Unternehmen und Software-Entwickler sollen von dieser Regelung ausgenommen sein, dürfen also auch Apps aus anderer Quelle selber installieren. Dies widerspricht natürlich dem bisher durch Windows gepflegtem Gedanken von unkompliziert verfügbarer Software und spricht erneut gegen Windows 8. Andererseits steht zu vermuten, daß sich auf dem einen oder anderen Weg eine Lösung dafür ergeben wird, wie man nicht aus dem Microsoft-Store stammende Apps unter Windows 8 installieren kann. Daneben könnte zudem der fehlende freie Vertriebsweg die Programmierer kostenloser Software dazu ermutigen, beim Windows-7-Design zu bleiben und gleich gar nicht erst für Metro zu programmieren.