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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. August 2014

TweakPC berichten von einer GeForce GTX Ti seitens Galaxy, welche mit 1294 MHz Boost-Takt antreten wird und ohne Spannungserhöhung sogar schon auf 1,4 GHz Boost-Takt zu bringen war. GeForce GTX 750 Ti Karten sind – sofern man extra Strom zuführt – schon bekannt als ganz gute Übertakter, diese Galaxy-Karte will den default-Boosttakt von 1085 MHz aber nunmehr um ca. 29% steigern, was aller Ehren wert ist. Scheinbar hat nVidia mit den GeForce GTX 750 & 750 Ti Karten noch gar nicht alles dargelegt, was der GM107-Chip eigentlich kann – möglicherweise sehen wir das volle Leistungspotential des GM107-Chips auch erst in einer (derzeit hypothetischen) "GeForce GTX 850" im nächsten Jahr. Zugleich deutet diese Taktfreudigkeit auch darauf hin, daß die weiteren Maxwell-Chips GM206 & GM204 ebenfalls vergleichbar hohe Taktraten erzielen könnten, demzufolge bei der Anzahl der Hardware-Einheiten nicht ganz so voluminös ausfallen müssen.

Golem bringen nochmals neue Daten zu den gestern schon genannten drei neuen FX-Prozessoren: Danach kommt der FX-8370 noch nicht einmal mit einem höheren Basistakt, sondern gegenüber dem FX-8350 (4.0/4.2 GHz) allein mit 100 MHz mehr maximalem Turbo-Takt (4.0/4.3 GHz). Der FX-8370E mit auf 95 Watt abgesenkter TDP tritt zudem mit einem deutlich niedrigerem Basistakt an – bei nunmehr 3.3/4.3 GHz dürfte es auch klar sein, daß auf die niedrigere TDP dann auch eine niedrigere Performance folgen wird. Wie hoch der Performance-Verlust ausfällt und ob sich der FX-8370E damit bedeutsam vom bisher schnellsten 95-Watt-Modell FX-6300 absetzen kann, ist die spannende Frage zu diesem Prozessor. Offiziell sollen die drei neuen FX-Prozessoren am 1. September vorgestellt werden – wahrscheinlich wird es kein großer Launch, da AMDs eigene Radeon R9 285 am nachfolgenden 2. September erwartet wird, aber ein paar Testberichte zu FX-8370 und FX-8370E darf man schon erwarten.

Der Heise Newsticker vermeldet hingegen erste reale Preisnotierungen zu Haswell-E Prozessoren, welche wie bekannt am 29. August antreten sollen. Die dabei genannten Einzelhändler-Preise – 353 Euro für den Core i7-5820K, 535 Euro für den Core i7-5930K sowie 950 Euro für den Core i7-5960X – sind natürlich noch etwas höher als die Straßenpreise der jeweiligen Vorgänger-Prozessoren aus der Ivy Bridge E Serie. Interessanterweise ist der Unterschied bei den beiden großen Modellen mit 5-6% nicht besonders bemerkenswert, beim kleinsten Modell Core i7-5820K dagegen mit gut 26% doch schon wesentlich. Hiermit bestätigt sich, daß Intel bei Haswell-E das kleinste Modell mit einem etwas höheren Listenpreis antreten lassen wird – was sich allerdings durchaus rechtfertigt, handelt es sich doch erstmals um einen Intel-Sechskerner im Preisbereich von unter 400 Euro.

Laut The Verge wird Microsoft nun schon am 30. September Windows "Threshold" in einem Presse-Event vorstellen und nachfolgend eine Preview-Version für Software-Entwickler zur Verfügung stellen. Danach dürfte dann erstmals halbwegs klar sein, wie groß die Änderungen von Windows "Threshold" – im Verkauf dann wahrscheinlich "Windows 9" genannt – wirklich ausfallen werden, selbst wenn Microsoft die Arbeiten am neuen Betriebssystem wohl noch nicht abgeschlossen hat und einzelne Detail-Änderungen noch nachfolgen können. Wenn man von Windows 8 ausgehend schlußfolgert – erste Preview-Version im Februar, Release dann im Oktober – dann dürfte Windows 9 möglicherweise sogar schon im Frühsommer 2015 auf den Markt kommen können. Alternativ könnte sich Microsoft aber auch Zeit lassen, die ganzen Nutzerkommentare zum neuen Betriebssystem auch wirklich zu verarbeiten und dann eher den "natürlichen" Launch-Termin neuer Microsoft-Betriebssysteme im Herbst 2015 anpeilen.