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Hardware- und Nachrichten-Links des 27./28. November 2017

Seitens Notebookcheck kommen die ersten Benchmarks zu AMDs "Raven Ridge" APU aus einem realen Notebook – sprich, nicht mehr von einem unter der Aufsicht von AMD stehendem Demo- oder Benchmark-Gerät, sondern von etwas real kaufbarem. Grundlage hierfür ist das HP Envy x360 15, in welchem eine AMD Ryzen 5 2500U APU verbaut ist – sprich also die kleinere der beiden vorgestellten Raven-Ridge-APUs mit nur etwas weniger CPU-Takt als beim Spitzenmodell Ryzen 7 2700U, dafür allerdings etwas abgespeckter Grafiklösung (nur 512 Shader-Einheiten). Derzeit gibt es von Notebookcheck erst einmal nur ein paar Werte im Cinebench sowie 3DMark11, aber gemäß diesen Zahlen sieht es schon einmal sehr gut aus für AMDs Raven Ridge. Die viel bessere Grafik-Performance war schon klar, wichtig für AMD ist es allerdings zuerst, auf derselben TDP auch dieselbe CPU-Performance zu bringen – und dies wird augenscheinlich erreicht (beim Vergleich der beiden kleineren CPU-Modelle Ryzen 5 2500U vs. Core i5-8250U). Ein gänzlicher Durchmarsch wird es für AMD allerdings nicht, denn der Cinebench liegt AMD bekanntlich, andere Benchmarks könnten dann also auch schlechter ausfallen. Ein kompletter Test jenes HP-Notebooks ist bei Notebookcheck bereits in Vorbereitung und wird dann sicherlich noch genauere Erkenntnisse liefern.

Intel Core i5-8250U AMD Ryzen 5 2500U Intel Core i7-8550U
Notebook Xiaomi Mi Notebook Pro i5 HP Envy x360 15m-bq1xx Dell XPS 13 i7-8550U
Technik 4C +HT, 1.6/3.4 GHz, UHD Graphics 620 (24 EU @ ≤1100 MHz), 15W TDP 4C +SMT, 2.0/3.6 GHz, Vega 8 Mobile (512 SE @ ≤1100 MHz), 15W TDP 4C +HT, 1.8/4.0 GHz, UHD Graphics 620 (24 EU @ ≤1150 MHz), 15W TDP
Cinebench R15 (SingleThread) 145 137 167
Cinebench R15 (MultiThread) 576 574 603
3DMark11 (GPU) 1653
(im Acer Spin 5 mit gleicher CPU)
3602 1751
Quelle aller Werte & Benchmarks: Notebookcheck

Einiges Augenmerk zieht derzeit eine Meldung von HKEPC (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) auf sich, welche über einen (angeblich) Cannonlake-basierten Core i7-9700K zuzüglich einem Haufen weiterer CPU-Modelle der Core iX-9000 Serie spricht. Obwohl als Quelle zwar (ungenannte) "Mainboard-Hersteller" angegeben werden, ergibt sich eben aus dieser Modell-Auflistung ziemlich deutlich, das die eigentliche Quelle hierfür in der kürzlichen Meldung von Videocardz über mobile Intel-Sechskerner besteht. Jene listet allerdings keinen Core i7-9700K, selbigen hat man sich seitens HKEPC aller Vermutung nach eigenhändig hinzugedichtet. Dabei liegt natürlich die Annahme nicht fern, das wo ein Core i5-9600K ist, auch ein Core i7-9700K kommen wird – aber zwischen dem Auslesen von AIDA64-Daten (die noch dazu in diesem Fall bestätigt von Intel selbst gestellt wurden) und einer gute Annahme besteht dann doch noch eben ein kleiner Unterschied.

Somit sind natürlich auch die genannten technischen Daten zum Core i7-9700K sowie dessen Generations-Abstammung reine Annahmen – womit man richtig oder auch falsch liegen kann. Das es sich um einen Achtkerner handelt, dürfte jedoch so gut wie sicher sein, da es erst kürzlich entsprechende Hinweise gegeben hatte (Randnotiz: bereits im Jahr 2015 stand dies so auf Intels Roadmap). Aber mit der Cannonlake-Generation dürften sich HKEPC aller Vermutung nach vergaloppiert haben – Cannonlake ist nach besten Wissen und Gewissen auf ein Zweikern-Die für den 10nm-Testbetrieb zusammengeschrumpft, bei einem Achtkerner im Consumer-Segment dürfte es sich demnach um die nachfolgende "Ice Lake" Generation handeln. Jene ist aber kaum vor dem Jahresende 2018 zu erwarten, was in den Meldungen zum Thema nicht wirklich gut rüberkommt. Bei jenem somit immerhin noch ein gutes Jahr entfernten Ice-Lake-Achtkerner dürfte es sich somit eher denn um den Kontrahenten von AMDs Zen-2-basierten Prozessoren in der 7nm-Fertigung handeln, welche ihrerseits für Anfang 2019 anstehen.

Bei Heise vermeldet man die Veröffentlichung der finalen Spezifikation zu HDMI 2.1 – reichlich hinter dem Zeitplan liegend, denn jene finale Spezifikation sollte eigentlich schon zum zweiten Quartal diesen Jahres bereitstehen. Allerdings dürfte die Geräteindustrie bereits seit längerem in Vorbereitung auf HDMI 2.1 sein, denn die Xbox One X wurde bereits im letzten Herbst als tauglich für HDMI 2.1 genannt. Bei den Grafikchip-Entwicklern kann man die jeweils nächsten Grafikchip-Generationen dann sicherlich ebenso als tauglich für HDMI 2.1 erwarten. Der primäre Nutzen von HDMI 2.1 liegt in der von 18 auf 48 GBit/sec enorm gesteigerten Bandbreite, welche dann neben 8K- und 10K-Auflösung auch solche netten Dinge wie 120 Hz samt HDR unter 4K mitbringt, was bei DisplayPort 1.4 nur mittels Kompression (setzt entsprechende Monitore voraus) funktioniert.

Zu beachten ist, das für HDMI 2.1 natürlich wieder neue Kabel notwendig sein werden, offiziell leider nur als "Ultra High Speed HDMI-Kabel" benannt. Die Kabelindustrie hat sich schon gegen die bisherigen HDMI-Normen gesträubt (auf mancher Webseite liest man sogar, das es diese Normen generell nicht mehr gäbe) und packt bisher alles von HDMI 1.0 bis 2.0b in nur drei Kabeltypen: Ein "Standard HDMI-Kabel" geht bis maximal HDMI 1.3a, ein "High Speed HDMI-Kabel" ist für HDMI 1.4 & 1.4a, und ein "Premium High Speed HDMI-Kabel" für HDMI 2.0 & 2.0a. In der Praxis pappen die Kabelhersteller dann munter weitere "High Speed", "Premium" und "Ultra" Aufkleber auf ihre Produkte, hinzu kommen Namenskonstruktionen wie "HDMI-Kabel v2.0" – was auf die zweite Version dieses speziellen HDMI-Kabels des jeweiligen Herstellers hindeutet, mitnichten jedoch auf die Erfüllung der HDMI-Norm 2.0. Diesem (seitens der Herstellerindustrie durchaus gewolltem) Wildwuchs kann man leider nur mittels intensiver Produktrecherche sowie dem Kauf ausschließlich bei vertrauenswürdigen Herstellern & Händlern begegnen.