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News des 1. Dezember 2023

Wie VideoCardz in Bezug auf fernöstliche Quellen schreiben, wird nVidia die GeForce RTX 3060 (und damit wohl auch die GeForce RTX 3050) nicht in näherer Zukunft ersetzen und auslaufen lassen, sondern vielmehr noch eine ganze Weile im Angebot behalten. Derzeit sind wohl die Chip-Nachlieferungen (an die Grafikkarten-Hersteller) für das gesamte erste Quartal 2024 gesichert, womit der Einzelhandel mindestens bis zum Sommer 2024 entsprechende Nachlieferungen erhalten wird. nVidia scheint sich hierbei somit für den Weg entschieden zu haben, den unteren Portfolio-Bereich nicht mit weiteren Ada-Lovelace-Grafiklösungen aufzufüllen, sondern in diesem die "alten" Ampere-Beschleuniger weiterlaufen zu lassen. Dies muß noch keine finale Entscheidung sein, aber es gibt durchaus Fälle, wo eine solche Portfolio-Konstruktion bis zur übernächsten Grafik-Generation Bestand hatte.

Ampere Liste Ada Lovelace
$399 GeForce RTX 4060
AD107 (159mm² @ 5nm), 24 SM @ 128 Bit, 8 GB GDDR6
FHD-Index 1360%
GeForce RTX 3060 12GB
GA106 (276mm² @ 8nm), 28 SM @ 192 Bit, 12 GB GDDR6
FHD-Index 1130%
$329
GeForce RTX 3060 8GB
GA106 (276mm² @ 8nm), 28 SM @ 128 Bit, 8 GB GDDR6
FHD-Index ~980%
?
GeForce RTX 3050
GA106 & GA107, 20 SM @ 128 Bit, 8 GB GDDR6
FHD-Index 820%
$249

Letztlich dürfte nVidia sich hier an zwei Maßgaben entschieden haben: Erstens kann man an der GeForce RTX 3060 in deren originaler 12-GB-Variante nicht viel verbessern, gerade nicht mittels der auf 8 GB VRAM limitierten Ada-Lovelace-Chips (dieses Preissegments). Die Karte hat sich nunmehr auch einen gewissen Namen erarbeitet, während selbiges zur GeForce RTX 4060 kaum jemals zu erwarten ist (zu teuer gestartet und mit zu wenig VRAM für die Zukunft). Und zweitens dürfte der GA106-Chip der GeForce RTX 3060 trotz 276mm² Chipfläche wegen der billigen 8nm-Fertigung von Samsung wahrscheinlich etwas günstiger herzustelllen sein als der AD107-Chip der GeForce RTX 4060. Die Differenz von hochgerechnet 13 Dollar ist jedoch klein genug, auf dass dies vom Mehrspeicher wieder aufgefressen wird. Aber zumindest kommt die GeForce RTX 3060 nVidia somit nicht teurer als ein eventueller Ada-Lovelace-Ersatz.

Insofern wird es zumindest in absehbarer Zeit keine "GeForce RTX 4050" oder kleineres geben, nVidia erspart sich damit den entsprechenden Spott. Die Chancen, dass diese Portfolio-Konstruktion bis in die Blackwell-Generation hinein derart bestehen bleibt, sind somit nicht schlecht. Natürlich schleppt nVidia damit auch den Hochpreis-Ansatz dieser Mainstream-Beschleuniger weiterhin mit, immerhin stammt der Listenpreis der GeForce RTX 3060 noch aus dem Jahr 2021, wurde seinerzeit schon als etwas hoch angesetzt und sollte nun – eine Technik-Generation weiter – eigentlich überholt sein. Doch rein praktisch bewegen sich die Straßenpreise zu diesen Karten immer noch im gröberen Umfeld von deren Listenpreise, wurde in diesem Feld somit nahezu kein Generations-Fortschritt erzielt. Auch deswegen ist die GeForce RTX 3060 derzeit immer noch konkurrenzfähig – weil die Konkurrenz im eigenen Haus sich nur minimal vorwärts bewegt hat.

Die koreanische Quasarzone hat in einem vergleichsweise kuriosen Test die beiden Zwischenbild-Erzeuger "nVidia Frame Generation" & "AMD Fluid Motion Frames" versucht gleichzeitig zu nutzen. Und dies mit einigem Erfolg, denn die nominelle Framerate stieg unter Cyberpunk 2077 fast auf das dreifache des nativen Modus – deutlich schneller als FG oder AFMF jeweils einzeln hinzaubern konnten. Andere Spiele zeigten eine ähnliche Tendenz mit allerdings geringerer Mehrperformance, jene fiel zudem bei den Minimum-Frameraten nochmals schwächer aus. Wirklich praktikabel ist jener Testaufbau sowieso nicht, da man hierfür eine AMD- wie nVidia-Karte im Rechner braucht, derzeit hat das ganze somit rein akademischen Wert. Es zeigt eher nur, dass sich die verschiedenen Zwischenbild-Erzeuger kombinieren lassen und ist somit vielleicht sogar ein Vorgriff auf die Zukunft, wenn AMD & nVidia nicht nur ein Zwischenbild generieren lassen, sondern gleich mehrere.

Spielepublisher Gearbox hat die offiziellen PC-Systemanforderungen für "Homeworld 3" veröffentlicht. Der SciFi-Strategie-Titel soll am 8. März 2024 erscheinen und basiert noch auf der Unreal Engine 4. Gemessen daran wird satt Hardware abgefragt, insbesondere in der höchsten Anforderungs-Kategorie ist es nahezu das beste, was derzeit kaufbar ist: Core i9-14900K oder Ryzen 9 7900X3D, 16 GB Grafikkartenspeicher, GeForce RTX 4080 oder Radeon RX 7900 XTX. Ob es insbesondere im CPU-Feld tatsächlich so hoch hinausgeht, ist etwas zu bezweifeln, dafür sehen die getroffenen Angaben zu uniform aus. Der reine Einstieg ist mit Core i5-8600K oder Ryzen 5 3600X sowie 6 GB Grafikkartenspeicher allerdings auch schon herzhaft, für eine Minimum-Anforderung sind 6 CPU-Kerne samt 6 GB VRAM eher selten. Ob die hier notierte Arc A380 tatsächlich noch mitkommt, wäre genauso zu bezweifeln, deren Leistungspotential liegt überdeutlich unter den ebenfalls notierten GeForce GTX 1060 oder Radeon RX 480.

offizielle PC-Systemanforderungen für "Homeworld 3"
Minimum Empfehlung "High" "Ultra" "RT Low" "RT High" "RT Ultra"
gedacht für FullHD "Low" FullHD "Medium" WQHD "High" 4K "Epic" FullHD + RT "Low" WQHD + RT "High" 4K + RT "Epic"
System Windows 10/11 64-Bit, 40 GB freier Festplatten-Platz
CPU Core i5-8600K oder Ryzen 5 3600X Core i7-11700K oder Ryzen 5 5600X Core i7-12700K oder Ryzen 7 5800X Core i7-13700K oder Ryzen 9 7900X Core i5-10600K oder Ryzen 5 5500 Core i7-12700K oder Ryzen 7 5800X Core i9-14900K oder Ryzen 9 7900X3D
Speicher 12 GB RAM & 6 GB VRAM 16 GB RAM & 8 GB VRAM 16 GB RAM & 8 GB VRAM 16 GB RAM & 12 GB VRAM 16 GB RAM & 8 GB VRAM 16 GB RAM & 12 GB VRAM 16 GB RAM & 16 GB VRAM
Grafik GeForce GTX 1060 6GB oder Radeon RX 480 8GB oder Arc A380 GeForce RTX 2070 oder Radeon RX 5700 oder Arc A580 GeForce RTX 2070 Super oder Radeon RX 6600 XT oder Arc A770 GeForce RTX 3080 12GB oder Radeon RX 6900 XT GeForce RTX 3060 oder Radeon RX 6650 XT GeForce RTX 3080 12GB oder Radeon RX 6900 XT GeForce RTX 4080 oder Radeon RX 7900 XTX