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News des 1. Februar 2026

Das chinesischsprachige UDN (via VideoCardz) berichtet über die Mitarbeiter-Jahresend-Party von nVidia Taiwan, in deren Umfeld sich nVidia-CEO Jensen Huang augenscheinlich auch Journalisten-Fragen stellte. Hierbei wurde die nVidia-Kooperation mit MediaTek zum N1-Chip bestätigt, was nVidia vorher bislang noch nicht derart klar ausgedrückt hatte – inoffiziell aber natürlich schon des längerem bekannt war. Beispielsweise hatte nVidia schon im letzten Herbst bestätigt, dass "N1" und "GB10" eigentlich derselbe Chip sind – wobei unklar ist, ob hierbei nicht im wirklichen "N1X" gemeint sein dürfte (alle vermuteten N1-Chips im Vergleich). Für eine gewisse Beachtung sorgt natürlich die Formulierung "mit leistungsstarken KI-Funktionen entwickelt", was in der entsprechenden Berichterstattung zu Titelzeilen á "nVidia AI-PC" führt. Prinzipiell dürfte dies sogar zutreffen, denn nVidias GB10 soll wegen der "Blackwell"-basierten Grafikeinheit immerhin 1000 TOPs (bei NVFP4) erreichten – was natürlich eine ganz andere Kategorie darstellt gegenüber den bisher üblichen PC-NPUs mit ihren FP4-Rechenleistungen von 40-100 TOPs.

Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass nVidia mit MediaTek an der Entwicklung der N1-Prozessoren zusammenarbeitet. In einem Interview erklärte Huang, dass die Kooperation mit MediaTek zu einem sehr leistungsstarken System-on-a-Chip (SoC) mit geringem Stromverbrauch und exzellenter Performance geführt habe, der speziell für Computer mit leistungsstarken KI-Funktionen entwickelt wurde.
Quelle:  UDN am 31. Januar 2026 (maschinell übersetzt ins Deutsche)

So gesehen ist es nicht verkehrt seitens nVidia, hier auf einen Feature herumzureiten, wo man einen Dimensionssprung gegenüber der Konkurrenz vorweisen kann. Ein erster Nachteil liegt allerdings darin, dass ein "AI-PC" seitens nVidia derzeit eher negative Kommentare anzieht – die Leute erwarten von nVidia (und allen anderen) mal wieder etwas anderes als nur das Thema "AI", welches letztlich ja auch der Auslöser für die aktuelle Speicherkrise darstellt und somit eine klar negative Konnotation hat. Der zweite Nachteil liegt im Speicherbedarf, wenn man die Zielsetzung eines AI-PCs ernstnehmen würde. Denn wenn man hierauf nicht gerade Copilot ;) sondern ersthafte LLMs ausführen will, ist man mit 32 GB schon knapp bemessen, da wäre mehr besser – gerade bei Notebooks, welche heutzutage oftmals beim Speicher nicht mehr aufrüstbar sind. Dies beißt sich nun allerdings wieder mit der Speicherkrise, insofern bleibt stark abzuwarten, ob dies dann mehr als eine reine Werbeaussage ist. Generell gilt zudem, dass die hohe AI-Leistung der N1-Serie bzw. des GB10-Chips nitnichten auf extra Technik basiert, sondern aus den normalen Shader-Clustern heraus erzeugt wird – sprich, genauso gibt es damit auch eine hohe iGPU-Performance. Diese Chip-Serie wird sich also auch ganz abseits der KI-Möglichkeiten sinnvoll nutzen lassen.

VideoCardz berichten über einen Mod, welcher FSR4 mit MFG zur Radeon RX 7000 Serie bringt. Realisiert wird dies über das Tool "DLSS Enabler", was allerdings dennoch ein wenig händisches Umbenennen von DLL-Dateien erfordert, wie YouTuber Ancient Gameplays (samt dem entsprechenden Erfolg) zeigt. Jener "Erfolg" ist allerdings eher technischer Natur, denn wegen der sichtbaren Grafikfehler ist das ganze eher nur als Demonstration der reinen Möglichkeit anzusehen. Ob AMD dies bei eigener Arbeit an diesem Fall noch hinbiegen könnte, bleibt eine offene Frage – die wohl auch offen bleiben wird, denn AMD verwendet derzeit wohl keine Arbeitszeit darauf, FSR4 auch für ältere Grafikkarten nutzbar zu machen. Hier kommt leider eine neue Strategie von AMD zum tragen, wo man sich nur noch auf die jeweils aktuellste Grafik-Generation konzentriert und den früher gepflegten langfristigen Support älterer Hardware absterben läßt. Ob die Modder mit ihrer Arbeit irgendwann ein gut nutzbares Resultat erreichen werden, wäre zudem zu bezweifeln, dafür wären dann tatsächlich (intern) angepasste DLLs notwendig, welche kaum jemand außerhalb von AMD erstellen kann.

WCCF Tech berichten über vier Fälle von defekten Ryzen 5 9600X in kurzer Zeit – interessanterweise allesamt auf ASRock-Mainboards. Dies bringt den Fall der defekten Ryzen 7 9800X3D wieder ins Blickfeld, zu welchen eine dreistellige Zahl dokumentiert ist, sprich die Dunkelziffer wird höher liegen. Auch hierbei ist ASRock weit vorn, allerdings sind auch andere Mainboard-Hersteller in diesem Feld zu finden. Zugleich war diese Defektwelle bekannterweise nie auf das X3D-Modell beschränkt, auch andere 9000er Prozessoren waren und sind hiervon betroffen. Insofern könnten diese vier Ryzen 5 9600X zur nahezu selben Zeit auch nur eine statistische Häufung sein, ohne deswegen am insgesamten Bild etwas zu verändern. In jedem Fall eiern die Mainboard-Hersteller nun schon seit Monaten an diesem Problem herum, während sich AMD diesbezüglich rar macht, obwohl dies eigentlich – da im groben alle Mainboard-Hersteller betroffen sind – zu allererst ein AMD-Problem darstellt. Sicherlich ist eine gewisse Defektrate normal, aber wenn sich die Probleme derart klar auf eine bestimmte CPU-Serie (Ryzen 9000) und dort primär ein Modell (Ryzen 7 9800X3D) konzentrieren, sollte sich AMD der Sache selber annehmen – was bis jetzt augenscheinlich nicht passiert ist.

Twitterer & Analyst Jukan zitiert die neuesten Prognosen der DRAMeXchange zur Entwicklung der Speicherpreise im laufenden ersten Quartal 2026. Dabei hat die DRAMeXchange ihre Prognose zur quartalsweisen Erhöhung der Kontraktpreise für Server-DRAM nochmals nach oben korrigiert: Von bisher +60-65% auf nunmehr +88-93% – geltend nur für die Preiserhöhung zwischen viertem Quartal 2025 und erstem Quartal 2026. Hierbei handelt es sich um die wichtigen Kontraktpreise, zu welchem der größte Teil des Marktvolumens abgeschlossen wird. Jene hinken den Spotpreisen üblicherweise hinterher, der Spotmarkt zeigt die Übertreibungen (in beide Richtungen hin) immer zuerst an. Mittels der höheren Kontraktpreise manifestiert sich allerdings die Preisübertreibung dann auch langfristig, denn jene Verträge gelten für Lieferungen über mehrere Monate oder gar Quartale hinweg, welche zudem auch nicht bereits am nächsten Tag starten. Im genauen soll für das Jahr 2026 eigentlich fast alles schon weg sein, ergo betreffen diese neuen Kontraktpreise dann Lieferungen Richtung Jahreswechsel 2026/27 – und zeigen somit auf ein mittelfristiges Festsetzen der Speicherkrise hin. Denn derzeit sind die Preise für Server-DRAM die treibende Kraft, jene haben nicht nur Consumer-DRAM, sondern sogar die Preise für HBM-Speicher nach oben gezogen.

Teilweise sind dabei die Preise für Consumer-DRAM allerdings sogar stärker gestiegen als jene innerhalb der Branche (zu Kontraktpreisen) gehandelt wurden, resultierend aus Panikkäufen der großen PC-Hersteller und anderer Marktteilnehmer nach dem Bekanntwerden der OpenAI-Deals mit Samsung und SK Hynix (im Rahmen von 40% der weltweiten DRAM-Fertigung) Anfang letzten Oktobers. Diese Panikkäufe haben den Markt in erheblichen Maßstab zusätzlich verknappt und erklären daher auch die schnell wie massiv gestiegenen Einzelhandelspreise für Speicher-Produkte. Da dieser Preisanstieg gerade zu Endkunden-Preisen aber wohl erheblich stärker war als die Abgabepreise der Speicherhersteller angezogen haben, scheint im Einzelhandels-Bereich nunmehr eher eine Phase der (klar) kleiner werdenden Preissteigerungen anzustehen. Zumindest bei DDR5-Speicher haben die deutschen Einzelhandelspreise inzwischen ein glattes Halt erreicht, das durchschnittliche Preisniveau ist derzeit nur um +0,1% höher als zur Januar-Mitte. Neben weiteren kleineren Preissteigerungen ergeben sich damit erstmals auch wieder kleinere Preissenkungen. Inwiefern damit das absolute Preismaximum innerhalb der Speicherkrise 2025/26 bereits erreicht ist, läßt sich allerdings schwer orakeln, denn wie vorstehend notiert zeigen die Anzeichen aus der Herstellerindustrie eher auf weitere Preissteigerungen hin.

DDR5-Speicher Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Jan. 1.2. 18.1.→1.2. ∑ Steigerung
8GB DDR5/5600 24€ 24€ 23€ 27€ 47€ 99€ 120€ 108€ +10% +350%
16GB DDR5/5600 39€ 42€ 45€ 52€ 83€ 148€ 191€ 187€ –2% +379%
16GB DDR5/6400 50€ 50€ 50€ 58€ 97€ 185€ 238€ 246€ +3% +392%
32GB DDR5/5600 77€ 78€ 83€ 95€ 160€ 275€ 348€ 338€ –3% +339%
32GB DDR5/6400 98€ 99€ 102€ 110€ 161€ 284€ 388€ 375€ –3% +283%
2x16GB DDR5/5600 79€ 79€ 79€ 90€ 125€ 299€ 396€ 390€ –2% +394%
2x16GB DDR5/6000 75€ 88€ 88€ 95€ 135€ 301€ 395€ 399€ +1% +432%
2x16GB DDR5/6000 CL28 132€ 118€ 123€ 146€ 195€ 398€ 431€ 479€ +11% +263%
2x16GB DDR5/6400 90€ 89€ 89€ 105€ 184€ 355€ 419€ 420€ ±0 +367%
2x16GB DDR5/6400 CL30 141€ 147€ 145€ 202€ 222€ 493€ 585€ 574€ –2% +307%
2x16GB DDR5/7200+ 110€ 100€ 112€ 131€ 193€ 418€ 446€ 479€ +7% +335%
2x24GB DDR5/6000 128€ 128€ 128€ 147€ 186€ 429€ 499€ 522€ +5% +308%
2x24GB DDR5/6400 140€ 144€ 146€ 168€ 245€ 432€ 623€ 623€ ±0 +345%
2x24GB DDR5/7200+ 182€ 182€ 181€ 198€ 278€ 491€ 731€ 701€ –4% +285%
2x32GB DDR5/5600 140€ 151€ 155€ 180€ 296€ 530€ 677€ 646€ –5% +361%
2x32GB DDR5/6000 158€ 168€ 170€ 195€ 315€ 547€ 699€ 596€ –15% +277%
2x32GB DDR5/6000 CL28 208€ 207€ 215€ 243€ 343€ 608€ 949€ 948€ ±0 +356%
2x32GB DDR5/6400 169€ 180€ 173€ 191€ 300€ 559€ 739€ 795€ +8% +370%
2x32GB DDR5/6400 CL32 181€ 180€ 180€ 217€ 354€ 629€ 799€ 837€ +5% +362%
2x48GB DDR5/6400 304€ 297€ 298€ 352€ 459€ 820€ 1045€ 1219€ +17% +301%
Preisindex (Ø 20 Produkte) 100% 102% 103% 119% 179% 345% 440% 440%
monatliche Preissteigerung - +1,6% +1,5% +15,8% +49,5% +93,0% +27,6% +0,1% ∑ +340%
jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte (sofern nicht explizit anders genannt)