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News des 14. Dezember 2023

Mit dem Donnerstag hat Intel wie erwartet die einzelnen Prozessoren-Modelle der "Meteor Lake" CPU-Architektur und -Generation offiziell gemacht. Jene gehen nominell jetzt in den Handel, allerdings arbeiten die Notebook-Hersteller noch an ihren neuen Modellen, haben derzeit nur Vorserien-Exemplare und wird die reale Marktverfügbarkeit nicht vor Januar 2024 erwartet (was natürlich im Notebook-Segment trotzdem sehr fix ist, AMD kann sich hier mehrere Scheiben von abschneiden). Das komplette Produkt-Portfolio zeigt an, dass die frühere P-Klasse komplett wegfällt und die neue H-Klasse jene Aufgabe sowie auch die Aufgabe der früheren H-Klasse übernimmt. Dies erschwert etwas den Vergleich auf gleichwertigem Powerlimit, denn die frühere P-Klasse (28/64W) konnte nicht ganz so ausgefahren werden wie die neue H-Klasse (28W/64-115W), welche wiederum klar unterhalb des Standards der früheren H-Klasse (45/115W) liegt. Da jedes Notebook diese Powerlimit-Vorgaben dann in der Praxis auch noch ganz anders handhabt, sind Vergleiche von Mobile-Prozessoren generell eine schwierige Disziplin.

Kerne P-Takt E-Takt L2+L3 iGPU PBP/MTP Release
Core Ultra 9 185H 6P+8E+2LP/22T ?/5.1 GHz ?/3.8 GHz ?+24 MB 8 Xe @ ≤2.35 GHz 45W/115W Q1/2024
Core Ultra 7 165H 6P+8E+2LP/22T ?/5.0 GHz ?/3.8 GHz ?+24 MB 8 Xe @ ≤2.3 GHz 28W/64-115W 14. Dez. 2023
Core Ultra 7 155H 6P+8E+2LP/22T ?/4.8 GHz ?/3.8 GHz ?+24 MB 8 Xe @ ≤2.25 GHz 28W/64-115W 14. Dez. 2023
Core Ultra 5 135H 4P+8E+2LP/18T ?/4.6 GHz ?/3.6 GHz ?+18 MB 7 Xe @ ≤2.2 GHz 28W/64-115W 14. Dez. 2023
Core Ultra 5 125H 4P+8E+2LP/18T ?/4.5 GHz ?/3.6 GHz ?+18 MB 7 Xe @ ≤2.2 GHz 28W/64-115W 14. Dez. 2023
Core Ultra 7 165U 2P+8E+2LP/14T ?/4.9 GHz ?/3.8 GHz ?+12 MB 4 Xe @ ≤2.0 GHz 15W/57W 14. Dez. 2023
Core Ultra 7 155U 2P+8E+2LP/14T ?/4.8 GHz ?/3.8 GHz ?+12 MB 4 Xe @ ≤1.95 GHz 15W/57W 14. Dez. 2023
Core Ultra 5 135U 2P+8E+2LP/14T ?/4.4 GHz ?/3.6 GHz ?+12 MB 4 Xe @ ≤1.9 GHz 15W/57W 14. Dez. 2023
Core Ultra 5 125U 2P+8E+2LP/14T ?/4.3 GHz ?/3.6 GHz ?+12 MB 4 Xe @ ≤1.85 GHz 15W/57W 14. Dez. 2023
Core Ultra 7 164U 2P+8E+2LP/14T ?/4.8 GHz ?/3.8 GHz ?+12 MB 4 Xe @ ≤1.8 GHz 9W/30W Q1/2024
Core Ultra 5 134U 2P+8E+2LP/14T ?/4.4 GHz ?/3.6 GHz ?+12 MB 4 Xe @ ≤1.75 GHz 9W/30W Q1/2024

Derzeit gibt es wegen des Vorserien-Status entsprechender Modelle auch nur recht wenige, zu erwähnen aus deutschsprachiger Sicht zum einen Hardwareluxx, zum anderen Notebookcheck. Jene bestätigen die Vorab-Messungen doch recht klar: CPU-seitig ist es nicht prall, was Intel da mit einer "neuen Architektur" geliefert hat, im Singlethread-Bereich kann es schon einmal etwas langsamer als mit früheren Intel-Prozessoren sein (im Multithread-Bereich dann hingegen wenigstens gleichwertig oder leicht besser). Die neue iGPU macht hingegen den erwarteten großen Sprung, auch wenn sich die vorherigen Warnungen, dass man wenig auf die erreichten 3DMark-Werte setzen sollte, leider bestätigt haben. Denn im realen Spiele-Einsatz haben Notebookcheck derzeit nur +32% zu einer gutklassigen Lösung mit vorheriger Intel-iGPU ausgemessen, weit weg vom 76%igen Performance-Gewinn unter dem 3DMark13 TimeSpy. Hätte man die zwei weiteren Spiele hinzugetan, wo die alte Intel-iGPU sogar schneller als die neue war, wäre das Ergebnis nochmals schlechter ausgefallen.

Hardware TimeSpy Spiele
Radeon 780M Lenovo Yoga Slim 7 14APU G8 (Ryzen 7 7840S, 42/52W) 2865 173%
Radeon 780M HP EliteBook 845 G10 818N0EA (Ryzen 9 Pro 7940HS, 41/51W) 2659 150%
Arc iGPU (8 Xe MTL) Acer Swift Go 14 SFG14-72 (Core Ultra 7 155H, 45/55W) 3172 132%
Radeon 780M HP EliteBook 845 G10 5Z4X0ES (Ryzen 7 7840U, 25/30W) 2277 131%
Iris Xe Graphics G7 96EU Lenovo Yoga 9 14IRP G8 (Core i7-1360P, 38/64W) 1805 100%
gemäß der Benchmarks von Notebookcheck unter 5 Spiele-Titeln in der FullHD/1080p-Auflösung (nicht gewertet: X-Plane & FF15, da alte Intel-iGPU schneller als neue Intel-iGPU)

Derzeit gehen die Mobile-Benchmarks noch ein wenig drunter und drüber, zudem wurden wie gesagt Vorserien-Notebooks getestet, ergo könnte sich dies noch verbessern. Aber die Vorlage ist doch nicht gerade berauschend, wenn die schnellste AMD-iGPU derzeit um satte +31% vor jener Intel-iGPU herauskommt, welche auf Augenhöhe bzw. eigentlich sogar noch etwas vor der AMD-iGPU angesetzt war. An den unterschiedlichen Powerlimits liegt es nicht, hier kommt AMD sogar etwas sparsamer daher bzw. erreicht das Performance-Niveau von Intel teilweise sogar mit einem Powerlimit-Vorteil. Vielleicht war es dann doch kein so guter Gedanke, diesen Launch – welcher üblicherweise eine Angelegenheit für das nächste Jahr sein sollte – derart früh und mit Vorserien-Testgeräten zu begehen. In jedem Fall wäre es nunmehr aufmerksam zu verfolgen, ob spätere Tests noch eine (bemerkbar) bessere iGPU-Performance seitens Meteor Lake aufzeigen können. Die Zwischenzeit kann man damit nutzen, sich an das ungewöhnliche Namensschema zu gewöhnen, welches Intel mit seiner nächsten CPU-Generation "Arrow Lake" dann auch für den Desktop übernehmen wird.

VideoCardz geben Informationen aus dem gewöhnlich gut informierten "Board Channel" Forum wieder, wonach nVidia ab dem ersten Quartal 2024 die letzten Reste der GeForce GTX 16 Serie einstellen wird. Konkret betrifft dies derzeit nur noch GeForce GTX 1630 & 1650, denn alle schnelleren Grafikkarten dieser Serie sind entweder schon aus dem Markt gegangen oder aber bereits in diesem Prozeß befindlich. Natürlich bedeutet die Liefereinstellung entsprechender Grafikchips seitens nVidia nicht, dass es umgehend keine entsprechenden Grafikkarten mehr geben wird, denn nachfolgend werden zuerst die bei den Grafikkarten-Herstellern noch auf Lager oder in Produktion befindlichen Reserven angezapft, zuzüglich das die Lagerbestände der Einzelhändler und Distributoren verbraucht werden. Aber mit etwas Verzögerung von 2-4 Monaten sollten dann auch die genannten Karte aus dem Händlerangebot verschwinden.

Als gewissser Ersatz soll wohl noch im Januar 2024 die GeForce RTX 3050 6GB herauskommen – womit nVidia dann keine non-RTX-Karten mehr im Gaming-Portfolio hätte und auch die Speicherbestückung bei wenigstens 6 GB VRAM anfangen würde. Gegenüber GeForce GTX 1630 & 1650 (beiderseits 4 GB VRAM) mag dies vernünftig sein, besonders viel kann sich nVidia darauf aber auch nicht einbilden, denn 8-GB-Grafikkarten unterhalb 200 Euro gab es schon vor (mehr als) vier Jahren. Heuer nun sollten solche "Angebote" längst im Ramsch-Bereich des Einsteiger-Segments verschwunden sein, entgegen dessen wird die GeForce GTX 1650 mit derzeit 155-200 Euro immer noch auf einem ähnlich hohen Preisniveau wie zu ihrem Launch anno 2019 mit Listenpreis von 149 Dollar verkauft (umgerechnet und mit MwSt derzeit ca. 161 Euro). Technisch sollte die GeForce RTX 3050 6GB über eine gewisse Mehrperformance und die größere VRAM-Menge einiges besser machen, aber wahrscheinlich wird nVidia hierfür nicht den passenden Preispunkt ansetzen, um dies als sinnvolles Einsteigerangebot (angesichts einer Radeon RX 6600 ab 200 Euro) einordnen zu können.

GeForce RTX 3050 6GB GeForce RTX 3050 8GB (GA107) GeForce RTX 3050 8GB (GA106)
Chip-Basis nVidia GA107-325 nVidia GA107-? nVidia GA106-150
Hardware angbl. 2 Raster-Engines, 16 Shader-Cluster, 2048 FP32, 32 ROPs, ?MB L2, 96 Bit GDDR6-Interface 2 Raster-Engines, 20 Shader-Cluster, 2560 FP32, 32 ROPs, 1.5 MB L2, 128 Bit GDDR6-Interface
Taktraten ?/1470 MHz & ? Gbps 1552/1777 MHz & 14 Gbps 1552/1777 MHz & 14 Gbps
Speicherausbau 6 GB GDDR6 8 GB GDDR6 8 GB GDDR6
TDP 70W 115W 130W
FullHD Perf.Index Richtung ~500-600% vermutlich wie GA106-Version 820%
Listenpreis angebl. $179-189 $249 $249
Release angebl. Januar 2024 Dezember 2022 27. Januar 2022