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News des 8. September 2023

Im Laufe der Woche hat sich wenig an Preisen und Verfügbarkeit der Radeon RX 6800 & 6800 XT als einzige im Markt verbliebene Navi-21-Beschleuniger getan. Noch halten sich die Händler-Angebote, sprich haben die Händler noch Lagerware zu diesen Karten, wo weitere Nachlieferungen vermutlich allerhöchstens Restposten-Charakter haben werden. Die Radeon RX 6950 XT ist hingegen faktisch ausgelaufen, der Geizhals-Preisvergleich listet als einziges vernünftiges Angebot nur noch eines via "Amazon Marketplace", sprich eines augenscheinliche Resellers. Das nächstbeste Händler-Angebot mit angeblicher Lieferbarkeit steht auf 693 Euro, was jedoch angesichts des nun erfolgten Marktstarts der Radeon RX 7800 XT wenig sinnvoll aussieht. Neben einem weiteren Händlerangebot zu ähnlicher Preislage fangen die nächsten Listungen zur Radeon RX 6950 XT dann schon bei um die 800 Euro an – klar darauf hinzeigend, dass es sich hierbei nur noch um Restposten handelt.

Radeon RX 6800 Radeon RX 6800 XT Radeon RX 6950 XT
20. August 460-530€ 540-570€ 630-660€
23. August 460-530€ 540-570€ 630-690€
27. August 460-530€ 540-590€ 630-660€
3. September 460-550€ 540-580€ 640€
4. September 460-550€ 540-590€
8. September 460-540€ 540-600€
aktuelle Verfügbarkeit ★★★☆☆ ★★★☆☆ ☆☆☆☆☆
aktuelle Verfügbarkeit zur zuletzt genannten Preislage, alle Daten gemäß Geizhals-Preisvergleich

Eine eher negative Entwicklung hat hingegen die Preis-Situation der Radeon RX 7800 XT genommen: Am Launchtag sowie Folgetag noch für die UVP von 549 Euro verfügbar, sind zuletzt Lieferbarkeit zurückgegangen sowie die Preise eher nach oben gegangen. Derzeit ist dies noch nicht gänzlich sichtbar, denn zumindest für Sapphires Pulse-Modell gibt es noch Angebote für 560-570 Euro. Deutlicher wird es beim Mindfactory-Angebot zur Radeon RX 7800 XT: Am Launchtag waren dies noch über 10 lieferbare Modelle, die preisgünstigsten startend bei 549 Euro. Heuer sind es nur noch 5 direkt lieferbare Modelle, das günstigste fängst erst bei 589 Euro an. Augenscheinlich ist die Erstauslieferungsmenge dann doch etwas zu knapp gewesen bzw. treffen die Nachlieferungen nicht schnell genug ein, um einen gewissen, hoffentlich nur temporären Preisaufschlag zu verhindern. Zumindest kann AMD somit bei der Radeon RX 7800 XT einen klaren Markterfolg verbuchen – und steht sich nun hoffentlich nicht (wieder) selbst im Weg, sondern kann in überzeugender Manier nachliefern.

7700XT & 7800XT 77XT: Bestpreis 77XT: Preisspanne 77XT: lieferbar 78XT: Bestpreis 78XT: Preisspanne 78XT: lieferbar
Marktstart +30min (6.9., 15:30) ab 489€ 489-550€ ★★☆☆☆ ab 549€ 549-620€ ★★★☆☆
Marktstart +3h (6.9., 18:00) ab 489€ 489-550€ ★★★☆☆ ab 549€ 549-630€ ★★★☆☆
Marktstart +12h (7.9., 03:00) ab 489€ 489-530€ ★★★★☆ ab 549€ 549-630€ ★★★★☆
Marktstart +2,5d (9.9., 05:00) ab 485€ 485-520€ ★★★★☆ ab 560€ 560-650€ ★★★☆☆
Anmerkung: rein bezogen auf sofort lieferbare Angebote

Mit den neuen Zahlen zum Grafikchip-Markt im zweiten Quartal 2023 gibt es seitens "Jon Peddie Research" auch eine Aufstellung zu den (weltweit) verkauften Consumer-Prozessoren im PC-Markt. Üblicherweise werden Prozessoren-Verkaufszahlen von den Marktbeobachtern bei "Mercury Research" erfasst, welche auch eine gewisse Langzeitstatistik hierzu bieten können. In diesem Fall bietet sich erst einmal ein Vergleich beider Zahlen an, da der Erfassungs-Maßstab augenscheinlich gleich ist: Bei JPR werden nur AMD- und Intel-Prozessoren erfasst, ergo rein die x86-Hersteller, wie bei Mercury Research. Die sich dabei ergebenden Marktanteile für Desktop- und Mobile-Prozessoren des Consumer-Segment sind dabei zwischen beiden Quellen erfreulicherweise nahezu deckungsgleich:

Q2/2023: AMD vs Intel Mercury Jon Peddie
x86 Desktop 19,4% vs 80,6% 19,2% vs 80,8%  (14,82M)
x86 Mobile 16,5% vs 83,5% 16,5% vs 83,5%  (38,74M)
x86 Client gesamt ? 17,2% vs 82,8%  (53,55M)

Damit gewinnen die von JPR primär notierten Mengen-Angaben an Gewicht, jene lassen sich somit auch für die Zahlen von Mercury Research verwenden. Danach hat AMD im abgelaufenen Quartal 9,23 Mio. Consumer-Prozessoren verkauft mit einem Anteil von 31:69% Desktop- zu Notebook-Modellen. Intel verkaufte hingegen 44,33 Mio. Consumer-Prozessoren mit einer Desktop/Notebook-Verteilung von 27:73%. Interessant ist dabei, dass die Mobile-Prozessoren auch bei AMD massiv dominieren – obwohl AMD hier ja eigentlich augenscheinliche Lieferschwierigkeiten hat, zumindest bei der neuen Generation bzw. den Zen-4-basierten neuen Mobile-Prozessoren. Dies hält AMD jedoch nicht davon ab, aktuell mehr als doppelt so viele Mobile- wie Desktop-Modelle auszuliefern. Ergo läuft die APU-Produktion bei AMD eigentlich auf Hochtouren – und das Problem liegt dann eher darin, dass selbst dies noch nicht ausreichend für (noch) größere Markterfolge ist.